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Die Leihmutterschaft bekämpfen!

Alles aufzuschreiben, hat mir ermöglicht, mich vollständig von einer Last zu befreien, die ich mit mir herumgetragen habe. Mit dem Buch verfolgte ich aber auch ein zweites Ziel: Ich wollte unbedingt Menschen dazu befähigen, die Leihmutterschaft bekämpfen zu können. Daher ist das Buch bewusst in zwei Teile gegliedert. Der erste ist autobiografisch, der zweite bietet Werkzeuge, die man in ganz alltäglichen Gesprächen nutzen kann, um gegen die Leihmutterschaft zu argumentieren. Das war mir sehr wichtig.

Olivia Maurel, die Autorin des Buches “Wo bist du, Mama? Die Wahrheit über Leihmutteschaft”, im Interview „Man muss dem Schmerz direkt ins Gesicht sehen!“ mit Sina Hartert, in der Tagespost vom 19. März 2026.


Entschiedener gegen Leihmutterschaft!

Unser Ziel ist klar: Deutschland darf sich nicht mit einem bloßen Verbot zufriedengeben, während gleichzeitig in Messehallen Geschäfte mit Leihmutterschaft angebahnt werden – wir brauchen eine konsequente Linie gegen jede Form der Kommerzialisierung von Schwangerschaft und Kind.
Hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang die Worte der UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem: Sie hat sich enttäuscht gezeigt über das bisherige Engagement Europas und Deutschlands, sie könne sich nicht erinnern, dass eine Reaktion auf ihren Bericht zur Leihmutterschaft von Deutschland gekommen sei. Wie bei Prostitution auch verstecke man sich hinter dem Vorwand, es ginge um körperliche Selbstbestimmung und Freiheit, ohne zu sehen, dass es sich um Missbrauch handelt.

Cornelia Kaminsky im Interview mit Anna Diouf, auf TE vom 17. März 2026 mit dem Titel „Wir brauchen eine konsequente Linie gegen jede Form der Kommerzialisierung von Schwangerschaft und Kind.“


Kind auf Bestellung

Regulierung von Leihmutterschaft sei keine Lösung, so Böllmann, da eine solche die Menschenrechtsverletzungen, die Leihmutterschaft hervorruft, nicht verhindern, sondern nur strukturieren.
Einen Versuch, dies auszuhebeln, stellt die italienische Gesetzgebung dar, die Eltern bestraft, die versuchen, ihr anderswo geborenes Kind nach Italien zu bringen. Damit macht sich Italien als Markt für Agenturen und Kliniken uninteressant. Ganz anders als Deutschland: Hier finden regelmäßig Kinderwunschmessen wie die Wish for a baby, oder die Men having babies statt. Letztere Veranstaltung richtet sich gezielt an homosexuelle Männer, die sich Kinder verschaffen wollen.

Aus: Anna Diouf, Das Kind als Handelsware? Tagung fordert globale Ächtung der Leihmutterschaft, auf TE vom 9. März 2026.

Weiteres zum Thema:
Die Jagd nach den Eizellen
Die verlassene Generation


Das Kind wird zur Handelsware

"Es ist ein großes Menschenrechtsexperiment am offenen Herzen und der seelischen Gesundheit dieser Kinder. Das global verkaufte Kind darf nicht unter seinem Schicksal leiden. Es soll bitte unbedingt glücklich und dankbar sein dafür, dass es auf der Welt ist, und später keine dummen Fragen nach seiner biologischen Herkunft stellen – schließlich war es sehr teuer. Es wird zur Handelsware, die bitte ohne Produktionsfehler, im richtigen Geschlecht, in der richtigen Anzahl, bei voller Gesundheit zu erschwinglichem Preis und natürlich pünktlich zum richtigen Zeitpunkt in der Work-Life-Balance seiner Auftraggeber zur Verfügung stehen soll."
So schreibt Birgit Kelle in der Einleitung zu ihrem Buch Ich kauf mir ein Kind. Das unwürdige Geschäft mit der Leihmutterschaft. Stefan Rehder (in LebensForum Nr. 150) schreibt dazu: „Kelle hat völlig recht: Leihmutterschaft lässt sich nicht regeln, sie lässt sich nur verbieten. Wer das nicht glaubt, den wird dieses Buch eines Besseren belehren.“


Die schöne neue Welt der Leihmutterschaft

Das Konzept »Kinder für alle« wird medial mit Hochglanzbildern pausbäckiger Kinder inklusive Jetset-Leben in­szeniert und damit auch noch beworben. Selbstverständlich läuft in diesen Geschichten alles nach Bilderbuch-Plan. Die Produktionsfehler, Familiendramen, oder die Frage, was aus den überzähligen Kindern im Kühlschrank werden soll, erspart man der Bevölkerung. Schließlich will man eine „schöne neue Welt“. (…) Die Ausbeutung armer Frauen verschweigen die Gazetten und Reportagen. Aus Perspektive dieser Frauen ist »Leihmutterschaft« Prostitution 2.0 und zutiefst frauenfeindlich. Man hat noch nie gehört, dass eine reiche Frau sich als Mietmutter hergibt. Schließlich will sie sich nicht Figur, Karriere und Zeitmanagement ruinieren, geschweige denn das Geburtsrisiko tragen. Das soll niederes Personal gegen schmales Geld übernehmen. Die fette Kohle schöpfen die Zuhälter ab.

Aus der Rezension des neuen Buches von Birgit Kelle Ich kauf mir ein Kind. Die Rezension stammt von Patricia Haun und erschien bei Neuer Anfang. Auf dieser Website kann man sich einem Protest gegen das Geschäft mit der Leihmutterschaft anschließen.


Kirsten Brodde: Die Jagd nach den Eizellen

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