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Sprachen-Talent aus dem Zillertal, Märtyrer in Damaskus
P. Engelbert Kolland OFM, 1827-1860

Von P. Gottfried Egger OFM

Der selige Engelbert Kolland wurde am 21. September 1827 als fünftes von sechs Kindern im Lochhäusl in Ramsau geboren und gleich anderntags in der Pfarrkirche Zell am Ziller auf den Namen Michael getauft.

Seine Mutter Maria war katholisch, während sein Vater Kajetan, Mitglied der sog. ‚Zillertaler Inklinantenbewegung’, einer Art protestantischen Sekte, war und sogar als einer ihrer Wortführer auftrat. Im Januar 1837 kam es zum Ausweisungsbefehl für alle ‚Inklinanten’ des Zillertales. Während sich die meisten Auswanderer in der Kolonie ‚Zillertal’ in Schlesien niederliessen, übersiedelte die Familie Kolland nach Rachau bei Knittelfeld in der Steiermark. Der Vater arbeitete dort als Holzknecht.

Der damalige Erzbischof von Salzburg, Kardinal Friederich von Schwarzenberg, nahm sich wegen der Ausweisung mehrerer Kinder der Zillertaler Auswanderer an – so auch von zwei Buben der Familie Kolland. Auf diesem Weg kamen Florian und Michael ins neueröffnete Knabenseminar nach Salzburg und durften dort das Gymnasium der Benediktiner von St. Peter auf Kosten des Erzbischofs besuchen.

Mit Studieren taten sich die Kollandbuben nicht leicht. Michael musste sogar zweimal eine Klasse wiederholen. Auch unterbrach er das Gymnasium für kurze Zeit und arbeitete in der Steiermark als Holzknecht. Danach nahm er die Studien wieder auf und brachte es dann mit der Matura 1847 zu einem guten Abschluss.

Im gleichen Jahr trat er ins Noviziat der Franziskaner in Salzburg ein. Er erhielt den Ordensnamen Engelbert. Sein Novizenmeister war der berühmte Musiker und Komponist P. Peter Singer. Dieser war ein eifriger und frommer Priester, unter dem Frater Engelbert in Selbstdisziplin und Spiritualität erstaunliche Fortschritte machte. Nach dem Einführungsjahr durchlief er die damals übliche philosophische und theologische Ausbildung in verschiedenen Häusern der Tiroler Franziskanerprovinz. Als Philosophiestudent in Schwaz/Tirol übersetzte er das vierbändige spanische Werk, ‚Mistica Ciudad de Dios’ (Mystische Stadt Gottes) von der Klarissin Maria von Agreda, welche das Leben Mariens beschreibt, aus dem Spanischen ins Deutsche.

In dieser Zeit ging ihm offensichtlich auch studienmässig ‚der Knopf’ auf: Nach den vorhandenen Zeugnissen legte er alle Examen mit ‚Auszeichnung’ und mit ‚Sehr gut’ ab. Er entwickelte geradezu ein Talent für Fremdsprachen. So erlernte er Spanisch, Italienisch, Französisch, Englisch und Arabisch. Sein Lehrer in all diesen Sprachen war der berühmte P. Markus Vergeiner im Kloster Bozen. Dieser verfasste Lehrbücher für Arabisch und Türkisch und beherrschte nicht weniger als 20 Sprachen. Der Zillertalerstundent war seinem Lehrer in Bozen zeitlebens für seine Sprachkenntnisse sehr dankbar. Mehrere Briefe, die diesen Dank ausdrücken, sind uns in arabischer und deutscher Sprache erhalten.

1850 legte Engelbert seine Feierliche Profess in Bozen ab. 1851 wurde er im Dom von Trient vom seligen Bischof Nepomuk Tschiederer (1997 von Papst Johannes Paul II seliggesprochen) zum Priester geweiht.

Danach sandten ihn 1855 seine Obern auf sein Ansuchen hin in die älteste Mission des Franziskanerordens, in das Hl. Land. Nach einer dramatischen Überfahrt von knapp einem Monat, bei der der Zillertalermissionar sehr stark unter Seekrankheit litt, kam er nach einem sechsstündigen Pferderitt von Jaffa aus endlich in der hl. Stadt Jerusalem an. Er tat vorerst für gut drei Monate in der Grabeskirche Dienste. Anfangs Juni 1855 erhielt er die Sendung für seinen Missionseinsatz in Damaskus, Syrien. Anfänglich hatte er es als einziger Österreicher unter lauter spanischen und italienischen Mitbrüdern nicht leicht und litt Heimweh. Durch sein liebenswürdiges und heiteres Wesen und seine tiefe Frömmigkeit konnte er aber mit der Zeit die Herzen aller gewinnen. Da er am besten von allen Franziskanern im Pauluskloster Damaskus Arabisch sprach, wurde ihm bald die Seelsorge in der dortigen Pfarrei anvertraut. Er betreute alle lateinischen Christen und auch die unierten Armenier. Die Gläubigen nannten ihn liebevoll ‚Abouna Malak’ ‚Vater Engel’.

Nach fünfjährigem äusserst segensreichem Wirken wurde ihm, ja allen Mitbrüdern von Damaskus, durch das Martyrium ein jähes Ende bereitet. Sie erlitten das gleiche Schicksal wie viele Christen in Syrien und Libanon.

Am 9. Juli 1860 überfielen die Drusen (halb Moslem, halb Heiden) das christliche Viertel von Damaskus, wo sie ca. 5000 Christen töteten. Die Franziskaner blieben zusammen mit ihrem Oberen P. Emmanuel Ruiz in der Stadt bei den Gläubigen. Durch Verrat brachen Drusen und Moslems während der Nacht vom 9. auf den 10. Juli durch eine Hintertür ins Kloster der Brüder ein. Die Häscher versuchten die Franziskaner zum Abfall vom Christentum zu bewegen, aber diese bekannten alle standhaft ihren Glauben an Jesus.

P. Engelbert starb zusammen mit seinen sieben Mitbrüdern Emmanuel Ruiz, Carmel Volta, Nicanor Ascanius, Peter Soler, Nikolaus Alberga, Franciscus Pinazo und Juan Jaime Fernandez den Märtyrertod. Mit in diesen Tod folgten auch die drei maronitischen Brüder, die im Franziskanerkloster Dienste taten: Franziskus, Mooti und Raffael Massabki.

Ein Augenzeuge berichtet über das Martyrium des Seligen Engelbert: „Als einer der aufständischen Drusen auf ihn schießen wollte, fasste P. Engelbert das Gewehr und fragte ihn: ‚Freund, was habe ich dir getan, dass du mich töten willst?’ ‚Nichts’, antwortete dieser, ‚aber du bist ein Christ!’ Nach einem dreifachen Bekenntnis zu Jesus Christus, womit er die Aufforderung zum Abfall beantwortete, fiel P. Engelbert unter den Hieben einer Doppelaxt, die ihm den Schädel spaltete.“ Das Opfer war vollendet. P. Engelbert Kolland hatte mit 33 Jahren das Lebensalter Jesu erreicht.

Zusammen mit seinen Gefährten und den drei maronitschen Brüdern wurde P. Engelbert Kolland am 10. Oktober 1926 von Papst Pius XI. seliggesprochen. Seither verehren ihn die Diözesen Salzburg, Innsbruck und Graz-Seckau als Seligen. Sein Gedenktag ist der 10. Juli .

Er wird in diversen Angelegenheiten als Fürbitter angerufen. So z.B. bei verschiedenen Krankheiten, bei Nerven- Hals-, Ohren- und Augenleiden. Ebenso bei Gerichtsangelegenheiten und bei Schulprüfungen.

Buchhinweis:
P. Gottfried Egger OFM
Mein Gott und mein Alles
Leben und Martyrium des Tiroler Franziskaners Engelbert Kolland
160 Seiten, mit verschieden Bildern und Farbtafeln
Edition Geschichte der Heimat, Grünbach 2003

Novenenbüchlein zum Seligen Engelbert können bei P. Gottfried Egger OFM bestellt werden:
Kommissariat des Hl. Landes, Franziskanerkloster Mariaburg, CH-8752 Näfels


Über das Massaker in Damaskus


Beiträge über Missionare:

Isaac Jogues

Gabriel Malagrida

August Schynse

Weitere Missionare in der Personenübersicht


Jules Chevalier

Heute vor 100 Jahren, am 21. Oktober 1907, starb in Issoudun, Erzdiözese Bourges, der Ordensgründer Jules Chevalier.

Chevalier wurde am 15. März 1824 als Kinder armer Eltern, von denen nur die Mutter religiös war, in Richelieu, Diözese Tours (ca. 60 km südwestlich von Tours), geboren. Nach seinen Studien im Knabenseminar von Saint Gaultier (ca. 30 km südwestlich von Châteauroux) und im Priesterseminar von Bourges wurde er am 14. Juni 1851 zum Priester geweiht. Er wurde nacheinander Vikar in Ivoy-le-Pré, Châtillon-sur-Indre, Aubigny-sur-Nére und schließlich am 22. Oktober 1854 in Issoudun, wo er über 50 Jahre bis zu seinem Lebensende bleiben sollte. Issoudun liegt zwischen Châteauroux und Bourges, ca. 250 km südlich von Paris und galt damals als die religiös am meisten heruntergekommene Pfarrei der Region.

Im Rationalismus und in der Gleichgültigkeit sah Chevalier das Übel seiner Zeit. Das Heilmittel dagegen war seiner Überzeugung nach die Herz-Jesu-Verehrung. Deshalb gründete er am 8. Dezember 1854 zusammen mit Sebastian Emil Maugenest, dem zweiten Vikar von Issoudun, den er schon von seiner Seminarzeit her kannte, die Genossenschaft der Missionare vom heiligsten Herzen. Es war der Tag der Verkündigung des Dogmas von der unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria. Dem vorausgegangen war eine Novene, die die beiden machten in der Intention, von Gott ein Zeichen zu erhalten, dass diese Gründung sein Wille sei. Am Morgen nach der Novene erhielten sie einen Brief mit der Ankündigung einer anonymen Spende von 20000 Francs, die zur Errichtung eines Missionshauses mit bischöflicher Erlaubnis verwendet werden sollte. Mit diesem Geld richteten sie das erste Haus der neuen Gemeinschaft ein.

Schon im Priesterseminar war Chevalier die Idee der Ordensgründung gekommen: “Als ich eines Tages wieder über die Mißstände in der Welt nachdachte, da kam mir die Idee oder, besser gesagt, da gab mir der liebe Gott den Gedanken ein, eine Gemeinschaft von missionarischen Priestern zu gründen, die daran arbeiten sollten, diese Übel zu heilen ... Aber wohin sollte der Sitz dieser neuen Gemeinschaft gelegt werden? Sofort kam mir Issoudun mit seinen 14000 Seelen und seinen drei Priestern in den Sinn” (Eugene James Chuskelly MSC, Jules Chevalier, Mann einer Sendung. Der Gründer der Herz-Jesu-Missionare. Aus dem englischen Original Jules Chevalier, Man with a Mission übersetzt von H. Sallaberger MSC, Salzburg 1977, zitiert in: Ferdinand Holböck, Aufblick zum Durchbohrten, Stein am Rhein 1990, S. 305).

Das Ziel der Gemeinschaft war die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung und damit der segensreichen Früchte, die diese Verehrung für Kirche und Gesellschaft hervorruft. Die Parole Chevaliers lautete: “Ametur ubique terrarum Cor Jesu sacratissimum”, “Geliebt werde überall auf der Erde das heiligste Herz Jesu.”

1856 schloß sich Charles Piperon der Gemeinschaft an. “Die drei Priester verließen die bisherige Pfarre St. Cyr in Issoudun und errichteten ein eigenes Zentrum, das unter dem Namen ‘Sacré Coeur’ bekannt wurde und mit der von den Herz-Jesu-Missionaren errichteten Herz-Jesu-Basilika zu einer vielbesuchten Wallfahrtsstätte in Issoudun wurde” (Holböck, S. 306). Diese Basilika wurde am 2. Juli 1864 eingeweiht.

Am 20. Juni 1874 wurde die Gemeinschaft von Rom endgültig anerkannt, nachdem Papst Pius IX. bereits 1860 Chevalier in einer Privataudienz sehr ermutigt hatte. Als sie 1880 in Frankreich verfolgt und ausgewiesen wurde, dehnte sie sich außerhalb Frankreichs weiter aus: in den Niederlanden (Tilburg), England, Belgien (Antwerpen), Österreich. In Liefering bei Salzburg wurde 1888 das erste Haus im deutschsprachigen Raum gegründet. Die deutsche Provinz wurde 1897 in Hiltrup bei Münster errichtet.

Papst Leo XIII. veranlaßte die Kongregation zum Einsatz in Missionsgebieten, was den Gedanken des Gründers ganz entgegenkam. Giovanni Kardinal Simeoni, seit 1878 Präfekt der Kongregation de Propaganda Fide (heute Kongregation für die Evangelisierung der Völker), wies dem Orden die Missionsgebiete zu: “Inseln der fernen Inselwelt von Melanesien und Mikronesien. Die Missionen gediehen hier mit solchem Erfolg, dass bis 1908 vier apostolische Vikariate von Gliedern der Genossenschaft geleitet und versehen wurden. Selbst der Weltkrieg vermochte das herrlich Begonnene nicht völlig zu zerstören” (Franz Baeumker, Helden der Weltmission, Aachen 1923, S. 45). Die genannte Inselwelt liegt nordöstlich von Australien im Pazifik. Von Bernard de Vaulx erfahren wir darüber: “Auf den Karolinen und Marianen (Mikronesien) war das Evangelium schon im achtzehnten Jahrhundert durch Missionare, die von den Philippinen kamen, verkündet worden, ohne allerdings bodenständig zu werden. 1886 bzw. 1891 nahmen sich die Issouduner dieser Gebiete an. Auf den Gilbertinseln [im Südösten Mikronesiens] sind sie 1888" (Katholische Missionsgeschichte, Aschaffenburg 1962, S. 168).
Vor allem wurden die Issouduner unter der Führung von P. Louis André Navarre (1836 - 1912) die Pioniere der Missionierung Papuas im Südosten Neuguineas.

1931 wurden in der Südsee folgende Apostolische Vikariate und Präfekturen von den Herz-Jesu-Missionaren geleitet: Bandung (Indonesien), Niederländisch-Neuguinea (West-Neuguinea), Papua (Südosten Neuguineas), Celebes (heute Sulawesi, zwischen Borneo und Neuguinea), Rabaul (Stadt in Neubritannien, einer Insel im Osten Papuas), Gilbertinseln. Hinzu kamen Missionen in Südamerika, Senegal, Kongo und Transvaal (Südafrika). Die Gesamtzahl der Mitglieder sank von ca. 3000 im Jahr 1959 auf gegenwärtige 2000, davon knapp 200 in Deutschland und Österreich.

Chevalier gründete 1874 die “Töchter Unserer Lieben Frau vom heiligsten Herzen Jesu”, deren erste Oberin Marie Louise Hartzer (1837 - 1908) wurde. P. Hubert Linckens, der als erster Superior das Haus in Hiltrup leitete, gründete 1900 die “Missionsschwestern vom heiligsten Herzen Jesu”.

Chevalier setzte sich für die Weltweihe an das heiligste Herz Jesu ein und sammelte dafür 2,8 Millionen Unterschriften, die er in Form von 30 Bänden 1874 Papst Pius IX. überreichte, darunter 153 Briefe von Kardinälen und Bischöfen. Als 1899 Leo XIII. diese Weihe vollzog, nahm er in seiner Enzyklika “Annum sacrum” vom 25. Mai 1899 darauf Bezug, indem er schrieb: “Schon vor ungefähr fünfundzwanzig Jahren (...) gelangten von überall her zahlreiche Bittschriften nicht bloß von Privatpersonen, sondern auch von Bischöfen an Pius IX., die das Gesuch der Weltweihe an das heiligste Herz Jesu stellten. Man beschloß damals, den Beschluß aufzuschieben, um ihn noch reiflicher zu überlegen.”

1905 trat P. Chevalier aus Altersgründen von seinem Amt als Generaloberer zurück. Das Amt des Pfarrers von Issoudun, das er seit 1872 innehatte, behielt er. Allerdings “wurde er als 83jähriger Greis infolge der kirchenfeindlichen Gesetz Frankreichs neun Monate vor seinem Tod, am 21. Januar 1907, aus seinem Pfarrhaus in Issoudun vertrieben. Am 21. Oktober 1907 starb P. Julius Chevalier friedlich und gestärkt durch die hl. Sakramente inmitten seiner Freunde und Mitbrüder, unter denen auch sein Nachfolger in der Leitung der Ordenskongregation, der Generalobere P. Eugen Meyer, weilte” (Holböck, S. 308).


Förderer der Herz-Jesu-Verehrung:

P. Mateo

Franz Seraph Hattler


Francisco de Toledo

Heute vor 450 Jahren, am 3. Juni 1558, trat Francisco de Toledo in die Gesellschaft Jesu ein. Er war der erste Jesuit, der zum Kardinal erhoben wurde.

1534 in Córdoba geboren, studierte er Philosophie und Theologie in Saragossa und Salamanca, wo der berühmte Domingo de Soto OP zu seinen Lehrern gehörte. Als Lehrer der Philosophie und Theologie am Collegium Romanum verfaßte er Kommentare zu Aristoteles und Thomas von Aquin. Auf seine Bedeutung wird durch folgende Passage des berühmten Historikers Hubert Jedin ein Licht geworfen: “Im letzten Drittel des Jahrhunderts holte Rom die spanischen Universitäten dadurch ein, dass im Römischen Kolleg der Jesuiten Sterne erster Größe leuchteten, abgesehen von Bellarmin sämtlich Spanier: Francisco de Toledo, Maldonado, Suárez, Vázquez, Ruiz. Durch sie wurde Rom, was es im Mittelalter und in der Renaissance nie gewesen war, eine Hochburg der theologischen Studien” (Handbuch der Kirchengeschichte, Band IV, S. 563).

Bedeutend war Francisco Toletus auch als Exeget. Scheeben zählt ihn neben Maldonat und Nikolaus Serarius zu den Hauptbegründern der klassischen Schriftauslegung.

Zum Kardinal erhoben wurde er am 17. September 1593 durch Papst Clemens VIII. Er wirkte mit an der Aussöhnung König Heinrichs IV. von Frankreich mit der Kirche, der im selben Jahr dem Calvinismus abschwor.

Francisco de Toledo starb am 16. September 1596 in Rom. Er ist weder zu verwechseln mit dem gleichnamigen Vizekönig von Peru (1515 - 1582) noch mit dem gleichnamigen Gesandten des Kaisers auf dem Konzil von Trient (+ 1555).

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