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PersonenAmadeus v. L. |
Seliger Francisco Marto Von Anna Hofmeister Francisco Marto wurde am 11. Juni 1908 als vorletztes von sieben Kindern in Aljustrel, Gemeinde Fatima geboren. Von Anfang an lernte er mit Hilfe seiner Eltern, Pedro Marto und Olimpia de Jesus, die christliche Lehre kennen. Francisco war ein stilles, zartes Kind, das eine erstaunliche Liebe für die Natur hegte. Am liebsten hütete er seine Schafe zwischen einsamen Felsen, wo er sich verstecken konnte. Hier spielte er Mundharmonika und sang selbstgedichtete Lieder dazu. Nur seine kleine Schwester Jacinta, das jüngste Kind der Martos, und seine Cousine Lucia, die älteste der drei, leisteten ihm Gesellschaft. Nach einer dreimaligen Engelserscheinung im Jahre 1916 am Loca da Cabeco, am Brunnen von Arneiro und wieder am Cabeco, erschien ihm und den beiden Mädchen vom 13. Mai 1917 an bis zum 13. Oktober desselben Jahres die heilige Muttergottes insgesamt sechsmal. Während Jacinta und Lucia die Erscheinung sehen und hören konnten, Lucia sogar mit Maria sprach, konnte Francisco die Muttergottes zwar sehen, aber bei den Gesprächen weder ihre noch Lucias Stimme hören. Dennoch verstand er die Aufforderung der heiligsten Jungfrau, zu beten und Opfer zu bringen, um Gott und Mariens Unbeflecktem Herzen für die vielen Beleidigungen Sühne zu leisten und bei der Bekehrung der Sünder mitzuwirken. Die Worte des Engels: “Tröstet Euren Gott!” haben ihn tief beeindruckt. So hatte er von dieser Zeit an nur ein Anliegen, nämlich die Worte des Engels und Mariens zu erfüllen. Sein größtes Bemühen galt dabei dem Trostspenden für den Heiland. Sein Lebensideal war, Gott Freude und Trost zu bereiten. Lucia schreibt über Francisco: Wenn ich ihn fragte: “Francisco, warum rufst du nicht mich und Jacinta, daß wir mit dir beten?”, antwortete er: “Ich bete lieber allein, um nachzudenken und unseren Herrn zu trösten, der so traurig ist!” Ein anderes Mal fragte Lucia: “Francisco, was tust du lieber: den Heiland trösten oder die Sünder bekehren, damit keine Seele mehr in die Hölle kommt?” Darauf Francisco: “Ich tröste lieber den Heiland. Hast du nicht gemerkt, wie Unsere Liebe Frau letzten Monat so traurig wurde, als sie sagte, daß die Menschen den Herrgott nicht mehr beleidigen sollen, der schon so sehr beleidigt wurde? Ich möchte den Heiland trösten und dann die Sünder bekehren, damit sie ihn nicht mehr beleidigen.” Ein Jahr nach den Erscheinungen, im Oktober 1918, erkrankte Francisco schwer an der Spanischen Grippe, die Krankheit verschlechterte sich im März 1919 zusehends. Noch einmal erschien ihm und Jacinta, die ebenfalls an einer schweren Krankheit litt, die Muttergottes und sagte den Kindern, dass sie Francisco nun bald zu sich heimholen werde. Am 2. April 1919 empfing Francisco die erste heilige Kommunion und am darauf folgenden Tag starb er, erst zehnjährig, nachdem er sich kurz vorher mit einem “Auf Wiedersehen im Himmel” von Jacinta verabschiedet hatte. Papst Johannes Paul II sagte bei Franciscos Seligsprechung am 13. Mai 2000: “Francisco ertrug die großen Leiden, die durch die Krankheit verursacht wurden, an welcher er schließlich starb, ohne jegliche Klage. Alles erschien ihm wenig, um Jesus zu trösten; er starb mit einem Lächeln auf den Lippen. In diesem Kleinen war der Wunsch groß, die Beleidigungen der Sünder wieder gut zu machen.” Für die Seligsprechung Franciscos und seiner Schwester Jacinta waren, wie der Vatikan verlauten ließ, nicht die Erscheinungen der Muttergottes ausschlaggebend, vielmehr wurde ein beispielhaftes Verhalten gewürdigt, welches man bei Kindern in diesem Alter, ohne die notwendigen Gnadengaben, nicht unbedingt voraussetzen kann. So waren die Kinder auch angesichts eines durch die Gegner ihnen angedrohten qualvollen Todes und in Abwesenheit ihrer Eltern nicht bereit, über die ihnen von der Gottesmutter anvertrauten Geheimnisse zu sprechen. In kindlicher Offenheit wollten sie eher sterben, als der Gottesmutter die Treue brechen. Der Seligsprechungsprozess wurde bereits 1979 eingeleitet, doch nach üblicher Praxis der Kirche war die Seligsprechung von Kindern unter 17 Jahren, die nicht den Märtyrertod erlitten hatten, untersagt. Nachdem dieses Hindernis von der Kirche 1981 beseitigt worden war und Papst Johannes Paul II. das Dekret zur Seligsprechung 1999 unterzeichnet hatte, konnten Francisco und Jacinta als die beiden jüngsten Seligen der katholischen Kirche am 13. Mai 2000 in den Katalog aufgenommen werden. Ihr Bruder Joao Marto starb am 28. April 2000 im Alter von 93 Jahren. Auf gloria.tv ist er mit einem Bericht über die Erscheinungen zu sehen. Claude Allouez Vor 350 Jahren, am 11. Juli 1658, kam der Missionar Claude Allouez SJ in Quebec an. Claude Jean Allouez wurde am 6. Juni 1622 in Saint-Didier-en-Forez, Haute-Loire, geboren. Als er in das am 3. Juli 1608 von Samuel de Champlain gegründete Québec ankam, war die Stadt fast genau 50 Jahre alt. Sie hatte etwa 500 Einwohner, weitere 1700 Franzosen lebten in Neufrankreich außerhalb von Quebec. Die Stadt war der Ausgangspunkt der Indianermission geworden. 1615 waren die ersten Missionare nach Quebec gekommen, nämliche vier Rekollekten, Angehörige eines Zweigs der Franziskaner. 1625 folgten die Jesuiten (Charles Lalemant), 1639 die ersten Ursulinen (sel. Maria von der Menschwerdung). 1657 kamen unter der Leitung von Gabriel Thubières de Levy de Queylus die ersten vier Sulpizianer nach Montreal, damals noch Ville-Marie genannt. Allouez lernte zunächst die Sprachen der Huronen und Algonkin. Am 19. September 1660 verließ er Québec, um sein Amt als Superior in Trois-Rivières anzutreten, einer Stadt, die ca. 130 km weiter flußaufwärts am Sankt-Lorenz-Strom liegt, 130 km vor Montreal. 1663 wurde er von Bischof Montmorency-Laval zum Generalvikar ernannt. “In diesen Ämtern wirkte er maßgeblich an der Etablierung der Jesuitenmission in Neufrankreich rund um die Großen Seen mit. Doch eine kirchliche Karriere war nicht das Ziel von Pater Allouez. Sein Herzensanliegen war die Indianermission. So entschloß er sich schon bald nach seiner Ernennung zum Generalvikar, dieses Amt aufzugeben und Richtung Westen zur Indianermission aufzubrechen. Noch 1665 erreichte er den Michigan See und gründete bei den Kaskaskia Indianern die Chequamegon Bay Mission (Lapointe nahe Bayfield im US-Staat Wisconsin)” (Ronny Baier im BBKL). “La Pointe du Saint Esprit”, wie Allouez die Missionsstation nannte, liegt auf der Madeline Island, einer kleinen, 22 km langen und 5 km breiten Insel im Südwesten des Oberen Sees. Der Ort liegt per Luftlinie fast 1500 km von Québec entfernt. Am 8. August 1665 war Allouez aufgebrochen und bereits am 1. September erreichte er Sault Ste. Marie am östlichen Ausfluß des Oberen Sees, wohin 1641 der hl. Isaac Jogues als erster Missionar und als einer der ersten Weißen überhaupt gekommen war. Bis nach La Pointe waren es nun noch fast 500 km Luftlinie. Die Mission in La Pointe gründete Allouez zusammen mit dem berühmten P. Jacques Marquette (1637 - 1675), dem Entdecker des Mississippi. Allouez missionierte verschiedene Indianerstämme, darunter auch überlebende Huronen, die seit der Kathastrophe von 1649 keinen Priester mehr gesehen hatten. Die kleine von ihm erbaute Holzkirche war die erste Kirche westlich von Montreal.
Von hier aus unternahm Allouez in den folgenden Jahren viele Missionsreisen in das ganze Gebiet der Großen Seen. Im Laufe seiner 24jährigen Missionstätigkeit taufte er etwa 10000 Indianer aus 23 verschiedenen Stämmen. Als Sprachgenie lernte er schnell deren verschiedenen Sprachen. “Die letzten größeren Missionsreisen führten Pater Allouez an das Gebiet um den Fox River (Michigan). Er starb auf einer solchen Reise am 28. August 1689 beim Stamm der Miami nahe Fort St. Joseph (Michigan), dessen Mission er 1686 gegründet hatte. - Pater Allouez tat viel zur Etablierung der Jesuitenmission in Französisch Nordamerika. Seine Reiseberichte und detaillierten Karten trugen viel zur Erschließung des Landes um die großen Seen bei. Ihm verdanken wir interessante und fundierte ethnische Studien zu den indigenen Völkern Nordamerikas” (Ronny Baier im BBKL). Mit Marquette und Dablon bildet Allouez zusammen das von George Bancroft so genannte "illustrious triumvirate". Weitere Kanadamissionare: Adílio Daronch Vor 100 Jahren, am 25. Oktober 1908, wurde in Dona Francisca im südlichsten brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul, ca. 1250 km südwestlich von Rio de Janeiro, der selige Adilius Daronch geboren. Adílio war das dritte von acht Kindern von Pedro Daronch und Judite Segabinazzi. 1911 zog die Familie nach Passo Fundo, zwei Jahre später nach Nonoai, über 250 km nördlich von Dona Francisca, zehn Kilometer vom Rio Uruguay entfernt, der die Grenze zwischen den beiden Bundesstaaten Rio Grande de Sol und Santa Catarina bildet. Im Dezember 1915 kam der sel. Emmanuel Gómez Gonzáles (1877 - 1924) nach Nonoai. Gonzáles stammte aus der Provinz Pontevedra im Nordwesten Spaniens, Diözese Tuy, und war 1902 zum Priester geweiht worden. 1913 kam er nach Brasilien. In Nonoai widmete er sich mit solchem Eifer der Seelsorge und der Hebung der sozialen Not, dass er eine grundlegende Glaubenserneuerung erreichen konnte. Unter anderem sorgte er für den Bau von Wohnungen, Werkstätten und Schulen. Adílio besuchte eine dieser Schulen und wurde Ministrant. Er wurde ein Helfer und Begleiter seines Pfarrers u.a. auf dessen Reisen zur Evangelisierung der Kaingang-Indianer, die im Süden Brasiliens zu Hause sind. 1924 machte sich Gonzáles nach der Feier der Karwoche auf die Reise zu den deutschen Kolonien in Tres Passos, hundert Kilometer weiter westlich. Er tat dies auf Bitten seines Bischofs Ático Eusébio da Rocha von Santa Maria (eine Diözese, die erst 1910 errichtet worden war). Adílio begleitete ihn. “Auf seinem Reiseweg hielt der Priester in Palmeria inne, wo er die Sakramente spendete und die örtlichen Revolutionäre zu gegenseitigem Respekt aufforderte, und sei es aus keinem anderen Grund als um des allen gemeinsamen christlichen Glaubens. Die schlimmsten Extremisten würdigten diese Botschaft nicht, und achteten auch die Tatsache nicht, dass der Priester Opfer der lokalen Banden christlich beerdigte. Sie betrachteten den Priester Manuel mit Argwohn. Auf der weiteren Missionsreise machten Fr. Manuel und Adilio halt, um sich nach der Richtung zu erkundigen und um die hl. Messe zu feiern. Es war der 20. Mai 1924. Beseelt vom Wunsch, die Gnade Gottes zu bringen und das Evangelium zu verkünden, hörten die glühenden Missionare nicht auf die Warnung von Einheimischen, die abrieten, sich in den Urwald zu wagen. Deshalb akzeptierten sie die ‘freundliche Unterstützung’ von Soldaten, die anboten, sie nach Três Passos zu begleiten. Auf diese Weise gerieten sie in die Falle, die man ihnen gestellt hatte, und wurden in ein abgelegenes Urwaldgebiet geführt, wo diese antiklerikalen Soldaten sie an Bäume fesselten und misshandelten. Der Anführer erschoss die beiden am 21. Mai 1924. Grund ihres Martyriums war Hass gegen die katholische Kirche” (Rundbrief des Freudeskreises Maria Goretti vom November 2007). Der Ort ihres Martyriums war Feijao Miudo, Tres Passos. Vier Tage später wurden ihre Leiber unversehrt aufgefunden. Völlig ungewöhnlicherweise hatte kein wildes Tier sie angerührt. Am 21. Oktober 2007 wurden Emmanuel Gomez Gonzales und Adilio Daronch in der Kathedrale des hl. Antonius in Frederico Westphalen, das auf halber Strecke zwischen Nonoai und Tres Passos liegt, seliggesprochen. Die Diözese Frederico Westphalen wurde 1961 errichtet und besteht aus Gebieten, die früher zu den Diözesen Santa Maria und Passo Fundo gehörten. |
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