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* * *

25. September
Marsch für das Leben

Am Samstag, 15. Oktober, findet in Wien der Marsch für das Leben statt.


25. September
Das Zitat

Unser guter Gott hat den brennenden Wunsch, uns den großen Schatz Seiner Liebe zu geben; aber er will, dass wir Ihn inständig darum bitten und dass wir so handeln, dass jedes Werk, das wir verrichten, eine Bitte um diese Liebe ist.

Hl. Teresa Margareta Redi


24. September
Lass dich nicht entmutigen!

Zum morgigen 16. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese zwei Predigten anbieten:

Der letzte Platz

... der weit mehr vermag, als wir erflehen u. erdenken können


24. September
Vermisste Vernunft

In Berlin bereitet sich die Ampelregierung darauf vor, nach dem Werbeverbot für Abtreibungen auch die vorgeburtliche Kindstötung aus dem Strafgesetzbuch zu verbannen, doch „OutInChurch“-Aktivisten wie der Würzburger Hochschulpfarrer Burkhard Hose wissen mit ihrer von Gott geschenkten Zeit nichts Gescheiteres anzufangen, als auf einem von der Deutschen Bischofskonferenz finanzierten Internetportal gegen den „Marsch für das Leben“ zu polemisieren. Aber was kann man von jemandem erwarten, der Sexualität und nicht Vernunft für das größte aller Geschenke hält, die Gott seinen Ebenbildern gemacht hat?

Aus: Stefan Rehder, Keine Einbahnstraße, Tagespost vom 22. September 2022

Marsch für das Leben


24. September
Andrés Solá y Molist

Vor 100 Jahren, am 23. September 1922, wurde der spanische Katalane Andrés Solá y Molist CMF im Alter von 26 Jahren zum Priester geweiht. Er kam im darauffolgenden Jahr nach Mexiko, um im Untergrund den verfolgten Katholiken beizustehen. Am 24. April 1927 wurde er zusammen mit dem mexikanischen Priester Trinidad Rangel und dem Laienmitarbeiter Leonardo Pérez verhaftet und am darauffolgenden Tag erschossen.
“Leonardo Pérez und der Priester Rangel starben anscheinend sofort, während unser Martyrer, tödlich verwundet, noch drei Stunden mit dem Tod kämpfte. Einige Eisenbahnarbeiter wurden aus nächster Nähe Zeugen des Martyriums. Als schon Stunden vergangen waren, gingen sie zu den Erschossenen hin. P. Andrés Solá kämpfte noch mit dem Tod, und als er merkte, dass diese Leute da waren, sagte er: ‘Zwei von uns sind Priester, und wir sterben für Jesus, wir sterben für Gott. Ich bin schwer verwundet, ich sterbe für Jesus. Vergessen Sie nicht, meiner Mutter, wie auch immer es Ihnen möglich ist, zukommen zu lassen, dass ich gestorben bin, aber sagen Sie ihr, dass sie einen Martyrer als Sohn hat.’ P. Solá bat um etwas Wasser, wie Jesus am Kreuz. Seine letzten Worte waren: ‘Mein Jesus, Barmherzigkeit! Jesus, vergib mir! Jesus, ich sterbe um deinetwillen. Mein Gott, ich sterbe für dich.’” (Quelle).
Am 20. November 2005 wurde er zusammen mit zwölf weiteren mexikanischen Märtyrern seliggesprochen.


23. September
Synodale Einschüchterungen

Der menschliche Umgang mit jenen Bischöfen und Laien, die sich den progressiven Texten und Inhalten in den Weg stellen, war erschütternd und einschüchternd. Ausgerechnet jene, die selbst ständig sensible Sprache und „angstfreie Räume“ für Minderheitenpositionen reklamierten, scheuten weder offene Beleidigungen noch Drohungen, Beschimpfungen und Einschüchterungen vor laufender Kamera und hinter den Kulissen. Als Krönung verweigerte man gar die Option von geheimen Abstimmungen, ein Markenkern demokratischer Tradition, um Abweichler besser identifizieren und „auf Linie“ bringen zu können. Dieser Machtmissbrauch bewies final die Abwesenheit echter „Synodalität“ und entsprach nicht einmal den Mindestanforderungen demokratischen Umgangs miteinander.

Aus der Pressemitteilung der Initiative Neuer Anfang zur 4. Vollversammlung des Synodalen Weges


22. September
Die Person geht dem Sittengesetz voraus

In meiner neuesten Podcastfolge geht es wieder philosophisch zu. Wie verhalten sich Person und Sittengesetz zueinander? Hier vertreten Immanuel Kant und Robert Spaemann gegensätzliche Positionen. Dabei gehe ich in meinen Überlegungen von dem Diktum des Philosophen Simon Blackburn aus: “Ein Liebhaber, der aus Pflichtgefühl heraus küsst, hat einen Tritt in den Hintern verdient.”


22. September
Francisco Antonio de Lorenzana

Vor 300 Jahren, am 22. September 1722, wurde im spanischen León Francisco Antonio de Lorenzana geboren. 1751 zum Priester geweiht, wurde er 1765 Bischof von Plasencia, im Jahr darauf Erzbischof von Mexiko, 1772 von Toledo und Primas von Spanien, 1789 außerordentlicher Gesandter Spaniens bei Pius VI. und Kardinal und “als solcher des Papstes Hauptstütze während der Französischen Revolution und Invasion” (LThK, 1. Auflage). 1800 entsagte er dem Erzbistum, um dem frisch gewählten Papst Pius VII. beizustehen. “Gleich groß und geschätzt als Kirchenfürst, Gelehrter und Wohltäter. Lorenzana gründete aus eigenen Mitteln ein Findelhaus in Mexiko, errichtete in Toledo eine stattliche Bibliothek, belebte die kirchlichen Studien, schuf viele Hospitäler und Irrenhäuser, half über 500 verbannten, notleidenden französischen Geistlichen, tat Großes für die Armen, ermöglichte 1801 die Errichtung der neuen katholischen Akademie in Rom” (LThK, 1. Auflage, 1934). Am 17. April 1804 starb er in Rom.


21. September
Preisgabe des Glaubens

Stattdessen artikuliert sich immer wieder “Hochmut” seitens etlicher Repräsentanten, die auf dem Synodalen Weg eine Preisgabe des “katholischen Glaubensgutes” (10 f) medienwirksam einfordern und die verbindlich gültige Moral- und Sexuallehre der Kirche regional aushebeln möchten, am liebsten mit weltkirchlichen Konsequenzen. So verfällt die Kirche in Deutschland zu einer gesellschaftlichen Fortschrittspartei, deren Programmatik und Reformagenda den von Michel Foucault inspirierten sogenannten “Humanwissenschaften” und der Soziologie der Diversität entspricht. (...) Karl-Heinz Menke, emeritierter Dogmatiker, formuliert indessen präzise: “Wenn die Kirche sich reformieren will, muss sie auf Christus blicken. Denn Christus ist die Wahrheit, die die Kirche verkündigen und sakramental darstellen soll.” (17).

Thorsten Paprotny in Theologisches (Juli/Aug. 2022, Sp. 297) in einer Rezension des empfehlenswerten Buches Christoph Binninger, Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Karl-Heinz Menke, Christoph Ohly (Hrsg.), Was ER euch sagt, das tut! Kritische Beleuchtung des Synodalen Weges, Regensburg 2021.

Weitere Beiträge zum Synodalen Weg


19. September
Über die heilige Messe

Gestern habe ich eine thematische Predigt gehalten, nämlich über die heilige Messe. Ich erkläre die hl. Messe in zwei Teilen. Der zweite Teil ist für nächsten Sonntag geplant.


19. September
Nikolaus Lobkowicz

Vor drei Jahren, am 19. September 2019, starb im Alter von 88 Jahren der Philosoph Nikolaus Lobkowicz. Von 1984 bis 1996 war er Präsident der Katholischen Universität Eichstätt. Mit seinem Programm, ihr ein spannendes katholisches Profil zu verleihen, scheiterte er an der Konformitätssucht katholischer Intellektueller, die sich lieber mit dem Papst als mit dem Zeitgeist anlegen.
Seine Kritik am Dünkel deutscher Theologen trifft heute noch zu: “Außerdem leidet der deutsche katholische Intellektuelle an einer deutschen Nabelschau: Er glaubt immer, wenn Rom etwas sagt, sei das an die Deutschen gerichtet. Aber das gilt doch genauso für Peru wie für Rußland oder Japan. Ein bißchen mehr undeutsche Demut täte vielleicht den deutschen katholischen Intellektuellen und Theologen ganz gut” (so 1998 im Bayerischen Rundfunk).


18. September
Karl XV.

Vor 150 Jahren, am 18. September 1872, starb in Malmö im Alter von 46 Jahren Karl XV., seit 1859 König von Schweden. Unter ihm hob der Reichstag am 30. Oktober 1860 durch das sogenannte, Dissentergesetz die schlimmsten Antipapistengesetze auf. Bis dahin war es schwedischen Staatsbürgern verboten, einer anderen Religionsgemeinschaft als der “Schwedischen Kirche” anzugehören. Die “Schwedische Kirche” (“Svenska Kyrkan”, wie das Dissentergesetz sagt) unterstand als Staatskirche seit 1686 ganz der Staatsgewalt.


11. September
Wir bestimmen unsere Zukunft

Zum 15. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese zwei Predigten anbieten:

Wir ernten, was wir säen

Ist Gott geizig?


11. September
Eine infame These

Die Grundthese des Synodentextes lautet demnach: Laut MHG-Studie sei der Missbrauch von Minderjährigen auf kirchenspezifische „systemische Ursachen“ zurückzuführen, insbesondere auf klerikalistische Machtkonzentration. Diese Behauptung der Synodalen ist trotz dutzendfacher Wiederholung auch von den Bischöfen Marx, Bode, Bätzing und anderen falsch und nichtig. Ob die unwahren Aussagen der Bischöfe auf Irrtum oder Lüge beruhen, sei dahingestellt.
Es ist eine infame These des Synodalen Wegs, die apostolischen Vollmachten der kirchlichen Hierarchie von Bischöfen und Priestern, das Herzstücks der sakramentalen Kirche, als missbrauchsverursachend oder -fördernd zu diffamieren.
Auf zwei Diskursebenen ist die genannte These als unhaltbar nachzuweisen:
Erstens: In der Sache gibt es keine wissenschaftlich tragfähige Begründung für die Behauptung von kirchlicher (Voll-)Macht als systemursächlich für Missbrauch. Jeder kann es in der 15-seitigen Zusammenfassung der MHG-Forschungen nachlesen: Man findet keinen Hinweis auf Systeme und Strukturen, die als ursächlich für Missbräuche nachgewiesen werden.

Aus: Hubert Hecker, Infame Thesen des Synodalen Wegs


11. September
Männliche Gewalt

Die Gewalt gegen Körper geht vielmehr umgekehrt von den transgenderideologischen Ärzten und Kliniken aus, die Kinder im Rahmen einer vermeintlichen „Geschlechtsumwandlung“ sterilisieren und verstümmeln. Was also gewaltigen „Aufwand“ erfordert und selbst dann noch scheitert, ist nicht das Verbleiben im biologischen Geschlecht, sondern dessen „Umwandlung“. Genau diese Gewalt und die Sorge um das Kindewohl war übrigens einer der Hauptmotive für unseren Beitrag in der Welt und für das Dossier gegen die Falschberichterstattung des ÖRR über Biologie und Transsexualismus/Genderdysphorie. Wie berechtigt diese Sorge ist, zeigt sich daran, dass andere Länder gegen die „affirmative Therapie“ hart durchgreifen und die britische Genderklinik Tavistock geschlossen wird und sich auf eine Klagewelle gefasst machen kann.
Ebenso geht die Gewalt zudem von männlichen Straftätern aus, die sich, wie bereits vorgekommen, dank „Self-ID“ in Frauen umdeklarieren und in Frauengefängnissen weitervergewaltigen. Strick jedoch erklärt die Sorge, das sich der Transgenderideologie unterwerfende „Selbstbestimmungsgesetz“ könne Kinder und Frauen gefährden, kurzerhand zu einem „Fantasma.“ Vielleicht sollte er die von Tavistock „behandelten“ reumütigen Kinder und die von „Transfrauen“ vergewaltigten Frauen einmal fragen, wie die das sehen, bevor ausgerechnet er aus dem eigenen transgenderideologischen Phantasien heraus andere mit dem Stein der „Menschenfeindlichkeit“ bewirft.

Aus: Uwe Steinhoff, Zweigeschlechtlichkeit als „Letztwahrheit“

Weitere Meldungen zum Thema


11. September
Michael Irwin

Vor drei Jahren, am 17. September 2019, starb im Alter von 81 Jahren P. Michael Irwin FSSP. Irwin wurde am 30. Mai 1964 für die Diözese Dallas (Texas) zum Priester geweiht. 1969 wechselte er in die neu gegründete Diözese Fort Worth. Bis 1986 war er an mehreren Orten in Texas tätig, dann für vier Jahre Pfarrer in Arteaga (Mexiko). 1990 wechselte er zur Priesterbruderschaft St. Petrus, in die er am 18. Oktober 1994 endgültig inkorporiert wurde. Nach einem Jahr in Wigratzbad (1990/91) war er in Dallas TX (1991/92), Rapid City SD (1992-1995 und 1997-2001), Vienna OH (1995-1997), Maple Hill KS (2001-2003) und Post Falls ID (2004-2008) tätig.


11. September
Ernst Behler

Vor 25 Jahren, am 16. September 1997, starb in Seattle im Alter von 69 Jahren der aus Essen stammende Philosoph Ernst Behler. Er war Schlegel-Spezialist und ein Schüler von Alois Dempf.


11. September
Albert Magnus

Vor 400 Jahren, am 15. September 1622, wurde der hl. Albert Magnus von Papst Gregor XV. seliggesprochen.


10. September
Schwierige Sorglosigkeit

Zum morgigen 14. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese vier Predigten anbieten:

Das Opfer des Willens

Die Berufung deines Herzens

Das Evangelium, das den Konflikt zwischen Pflicht und Neigung löst

Seid nicht ängstlich besorgt um euer Leben


10. September
Alfons von Mena

Vor 400 Jahren starb in Japan im Alter von 54 Jahren der Missionar Alfons von Mena OP. Er stammte aus Logroño, Spanien, meldete sich für die Mission auf den Philippinen, kam 1602 nach Japan und starb dort am 10. September 1622 “des Feuertodes beim ‘großen Martyrium’ zu Nagasaki” (LThK, 1. Auflage). 1867 wurde er seliggesprochen.


9. September
Sofort und gnadenlos

Das ist eine grobe Unwahrheit. Nur: Es gibt etwas, was man nur bemerkt, wenn man wirklich hier vor Ort ist, hier im Saal ist: Die unfassbare, einem Außenstehenden unverständliche Selbstblendung eines großen Teils der Synodalen. Man führt Debatten so, dass jeder, der sich gegen die Mehrheitsmeinung ausspricht, „fertig gemacht“ wird. Sofort und gnadenlos. Synodale, die einfache Sachargumente gegen das Mehrheitsgefühl äußern, bekommen postwendend und sofort die Quittung: Sie werden zurechtgewiesen, ihnen wird über den Mund gefahren. Sie werden auch bei kurzer Übertretung der Redezeit barsch gemaßregelt, während man die Wortführern der eigenen Meinung milde um Entschuldigung bittet, zum Ende zu kommen. Alles an dieser Art und Weise der Diskussion macht es zu einem psychischen Kraftakt für Anhänger von Minderheitenmeinungen, wirklich offen zu sagen, was sie denken. Wenn sie es sagen, will es ohnehin keiner hören. Und für dieses Nicht-Hören-Wollen der Mehrheit werden nun offen jene verantwortlich gemacht, die sich ... weiterlesen

Aus: Anna Diouf, Eklat beim Synodalen Weg: Haltet stand! Ein absolut lesenswerter Bericht über die Stimmung beim Synodalen Weg nach dem gestrigen Scheitern des Grundtextes des Forum IV aufgrund 21 bischöflicher Gegenstimmen.


9. September
Elisabeth Freiin von Bernhard

Vor 150 Jahren, am 9. September 1872, starb in Borchen bei Paderborn im Alter von 37 Jahren Elisabeth Freiin von Bernhard. Sie war die Ehefrau von Hermann von Mallinckrodt (1821-1874), des Bruders der seligen Pauline von Mallinckrodt (1817-1881). Hermann von Mallinckrodt gehörte zu den Gründern der Deutschen Zentrumspartei und war in deren Leitung der Vorgänger von Ludwig Windthorst.


8. September
Der Synodale Weg in die Geschlechtervielfalt

Und wir sind immer noch nicht am Ende, denn das Papier „Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt“ hat auch noch ein paar Forderungen parat, um den Themenkomplex abseits von Homosexualität auch auf alle weiteren Geschlechter auszuweiten. Explizit werden Transgeschlechtlichkeit, Intergeschlechtlichkeit und völlig undefinierte „nicht-binäre“ Varianten von „Geschlechtsausdruck“ und „Geschlechtsidentität“ mit Handlungsbedarf versehen, wird also eine Gender-Black-Box aufgemacht. Das „römisch-katholische Lehramt kenne nur die „ausschließliche Zweigeschlechtlichkeit in Form von Mann und Frau“, das Lehramt „missachte“ und „verkenne“ dabei die Erkenntnisse aus Psychologie, Medizin und Anthropologie. Diese Haltung sei „Verächtlichmachung und Ausgrenzung“ und „mutwillig negative Politisierung von inter- und transgeschlechtlichen Personen in Kirche und Gesellschaft.“
Betroffene unterlägen damit auch in der Kirche der erhöhten Gefahr „Opfer sexualisierter und/oder spiritualisierter Gewalt zu werden, da die Lehre und das Recht der Kirche aufgrund der naturrechtlichen Festlegung der Binarität für ihre Identitäten überhaupt keinen Platz“ vorsehe. Mal abgesehen von der Nachfrage, was denn bitte „spiritualisierte Gewalt“ sein soll, wird hier der göttlichen Schöpfungsgeschichte und allen Naturrechtlern vorgeworfen, Wegbereiter für Gewalt zu sein.

Aus dem Artikel Der Synodale Weg kippt „queer“ auf Neuer Anfang.

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg

Mein Podcast zum Thema Gendertheorie


7. September
Unvereinbar mit dem Evangelium

Kardinal Walter Kasper sieht generell beim Synodalen Weg die von allen Traditionen absehende Tendenz, „die Kirche von Null auf neu konstruieren zu können“. Das, so warnt er in einem Referat für einen Online-Studientag der Initiative „Neuer Anfang“, sei eine „der schlimmsten Krankheiten, mit denen ein Mensch geschlagen sein kann“, die Demenz. Für Kasper bleibt die „Wahrheit des Evangeliums“ zentral. Er, Kasper, könne nicht sehen, wie er beim Jüngsten Gericht einzelne schon beschlossene Aussagen des Synodalen Weges als mit dem Evangelium vereinbar vertreten könne.

Guido Horst im Editorial zu welt&kirche#16. Bei welt&kirche handelt es sich um eine Beilage der Tagespost, in der hochkarätige Theologen und Experten sich mit den Thesen des Synodalen Weges auseinander setzen. Seit November 2019 sind 16 Ausgaben erschienen. Man kann sie alle kostenlos auf der Website der Tagespost lesen und herunterladen.


7. September
Red Wednesday 2022

Kirche in Not hat dieses Jahr den Mittwoch, 23. November, zum "Red Wednesday 2022" ausgerufen. Er soll auf die Situation der verfolgten Christen aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck werden Kirchen und andere Gebäuden rot angestrahlt. Rot ist das Blut der Märtyrer. Vor allem Pfarreien sind aufgerufen, sich der Aktion anzuschließen.
Florian Ripka, der Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland, erklärt: “Pfarreien sind eingeladen, mit der Beleuchtung ihrer Kirchen ein Zeichen zu setzen und gleichzeitig in Gottesdiensten und Andachten für unsere Glaubensgeschwister weltweit zu beten.”
Kirche in Not stellt umfangreiche Technikleitfäden, Andachtshefte und Werbemittel für den „Red Wednesday 2022“ bereit und begleitet die konkrete Umsetzung der Aktion. Auf dieser Website kann man sich anmelden.


5. September
Monatsranking August 2022

Platz Monatsranking August 2022
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 750 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Zitatensammlung

+/- 0
2

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+/- 0
3

Die Priesterbruderschaft St. Petrus

+ 1
10

Klaus Gamber und der Zusammenbruch der Liturgie

+ 92
20

Bernhard Meuser, Freie Liebe

+ 1
30

Maria Pinsker: Pater Pio und die geordnete Liebe

+ 8
40

Diouf: Frauen sind nicht bloß Sexualobjekte

+ ca. 400
50

Das verlorene Schaf und der moderne Mensch

+ 21
60

Recktenwald: Die Selige aus Kanada

- 4
100

Ratzinger: Wir müssen die Dimension des Heiligen in der Liturgie zurückerobern

+ 26

Zum Ranking der Vormonate


5. September
Mutter Teresa

Vor 25 Jahren, am 5. September 1997, starb in Kalkutta im Alter von 87 Jahren die Nobelpreisträgerin Anjezë Gonxhe Bojaxhiu, bekannt als Mutter Teresa, heiliggesprochen am 4. September 2016. Hier eine Predigt von mir über das Wunder zu Kana.


4. September
Except the faith

That parish had everything—except the faith. At the parochial school, our teachers promoted heresy, including saying women could become priests. I once got in trouble for insisting to one of my teachers—whose name was Ms. Stone—that God was omniscient. The teacher said: “God has a general idea of how things will turn out, but He certainly doesn’t know everything!” My mother (as a volunteer) taught First Communion classes for years, but was unable to defeat the rampant heresy—after all, she was only one person.

Aus: Jeff Ostrowski, Latin Mass • Conspicuous Snag in “Clarification”


3. September
Was wir so oft vergessen ...

Zum morgigen 13. Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten:

Die Liebe als Vollendung aller Moral

Dankbarkeit


3. September
Brückenbauer

Es war der Panzerkardinal aus München, der nach seiner Berufung in die Kurie durch den Papst 1982 diesem Trend weltweit entgegentrat. „Benedikt hat in Kampf und Wirken gegen Missbrauch in der Kirche“ – so der international höchst renommierte Psychologe Manfred Lütz – „mehr erreicht als jeder andere Katholik.“ Auch meine eigenen Begegnungen mit Benedikt haben mich ihn als eine Ausnahmeerscheinung kennenlernen lassen, dem das Wohl der Menschen nicht nur am Herzen liegt, sondern Beruf und Berufung zugleich ist. Er ist Brückenbauer – zwischen Menschen, Völkern und Religionen.

Peter Gauweiler in der Tagespost

Weitere Stimmen zum Thema


2. September
Josef Bisig

P. Josef Meinrad Bisig FSSP, aus der Schweiz (Kanton Zug) stammender Mitbegründer der Priesterbruderschaft St. Petrus und von 1988 bis 2000 ihr erster Generaloberer, wird heute 70 Jahre alt.


2. September
Gottfried von Bessel

Vor 350 Jahren, am 2. September 1672, wurde in Buchen zu Baden Gottfried von Bessel OSB geboren. 1704 wurde er Generalvikar des Bistums Mainz, 1714 Abt von Göttweig, 1717 bis 1729 Abgeordneter der Stände in Wien. Als Abt erneuerte er die Klosterzucht. Im Lexikon für Theologie und Kirche (1. Auflage) wird er als “eine machtvolle, charakteristische Gestalt der deutschen Kirchengeschichte jener Zeit” beschrieben. Er starb am 22. Januar 1749 in Göttweig.


2. September
Viktor E. Frankl

Vor 25 Jahren, am 2. September 1997, starb in Wien im Alter von 92 Jahren der Neurologe und Psychiater Viktor E. Frankl. Er war der Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse. Das Potenzial seiner Lehre für die Gotteserkenntnis habe ich in diesem Podcast ausgeleuchtet. Über seine Rolle in der Psychotherapieszene hat Christian Spaemann geschrieben, hier auf kath-info veröffentlicht.


1. September
Verinnerlichte Transphobie

Die Tageszeitung „Die Welt“ veröffentlichte gestern erneut ein schockierendes Zeugnis eines ehemaligen Tavistock-Patienten, der über schwerwiegende gesundheitliche Probleme nach einer geschlechts-„angleichenden“ Operation berichtet. Ritchie Herron hat den staatlichen Gesundheitsdienst NHS und Träger der Tavistock-Klinik auf Schadensersatz verklagt. Der Grund: Tavistock dränge Teenager zu einer lebensverändernden Behandlung mit Hormonblockern. Er selbst sei schwul und seine Sexualität hätte vor der irreversiblen Geschlechtsoperation besprochen werden sollen. Wie Herron der „Welt“ erzählt, habe er bei seiner Einlieferung in Tavistock von Anfang an seine Zweifel formuliert, ob eine Geschlechtstransition das Richtige für ihn sei. Dies sei seitens der Klinik als „verinnerlichte Transphobie“ interpretiert worden.

Aus der Tagespost online vom 11. August 2022

Weitere Meldungen zum Thema


31. August
Pro-Life Hochschulgruppe Regensburg

Durch die Beteiligung an dieser Petition kann man die Gründung einer Pro-Life Hochschulgruppe in Regensburg gegen den Widerstand des studentischen Sprecherrates unterstützen.


31. August
Louis-Hugues Vincent

Vor 150 Jahren, am 31. August 1872, wurde in St-Alban-de-Varaize im Department Isère der Exeget und Archäologe Louis-Hugues Vincent OP geboren. Er wurde ein Schüler des berühmten Exegeten Lagrange und war von 1897 bis 1953 Professor für palästinische und biblische Archäologie an der École Biblique. Am 30. Dezember 1960 starb er in Jerusalem.


29. August
Marsch für das Leben

Am Samstag, den 17. September 2022, findet in Berlin wieder der jährliche Marsch für das Leben statt. Beginn ist um 13 Uhr.


29. August
Das ungeborene Kind muss geschützt werden

Wir beobachten auch hier innerhalb des Klerus eine Tendenz, eher politisch zu reden und zu agieren als aus dem Geist des Evangeliums heraus. Wir brauchen aber innere Freiheit. Wenn wir sagen, das ungeborene Kind muss geschützt werden, dann stellen wir uns damit automatisch gegen die eine politische Partei und vielleicht an die Seite einer anderen. Aber es muss immer klar sein, dass wir das Evangelium verkünden und nicht politisch Partei ergreifen. Es muss uns daher egal sein, ob es so aussieht, als ob wir eine bestimmte politische Richtung oder Bewegung vertreten, und in welche Schublade wir da gesteckt werden. Das darf uns weder Angst machen, noch darf uns das motivieren. Wir müssen uns stets die Frage stellen: Was ist die Botschaft des Evangeliums in diesem Punkt? Wie kann ich mich hier so verhalten, dass ich den Geist des Evangeliums vertrete? Keine andere Erwägung sollte mich hier leiten.

Father Frank Pavone, seit 1993 Vorsitzender der amerikanischen Priests for Life, im Gespräch mit Cornelia Kaminski, veröffentlicht im Lebensforum 4/2021

Zum Thema: Hör-Erleben des ungeborenen Kindes


28. August
Das Zitat

Gott gibt das Leben, damit es im Dank gegen Ihn als Darstellung Seiner Herrlichkeit gelebt wird.

Robert Spaemann


28. August
Peter Lippert

Vor 100 Jahren, am 28. August 1922, hielt Peter Lippert SJ (1879-1936) auf dem Münchener Katholikentag eine vielbeachtete Rede, die einen Höhepunkt seiner öffentlichen Wirksamkeit darstellte. Präsident des Katholikentages war Konrad Adenauer. Von Peter Lippert sind auf kath-info zwei Texte veröffentlicht: Freiheit und Gnade und Dogma und Leben.


27. August
Die Herrlichkeit erkennen!

Zum morgigen 12. Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Die Herrlichkeit des Neuen Bundes

Der barmherzige Samariter als katholische Antwort

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter


27. August
Eduard Profittlich

Vor 100 Jahren, am 27. August 1922, wurde P. Eduard Profittlich SJ (1890-1942) von Bischof Laurentius Schrijnen von Roermond zum Priester geweiht. 1931 wurde er zum Apostolischen Administrator von Estland ernannt und empfing 1936 in Tallinn die Bischofsweihe. Nachdem Estland 1940 gewaltsam der Sowjetunion eingegliedert wurde, kam es zu einer blutigen Christenverfolgung, der auch Profittlich zum Opfer fiel. Im Juni 1941 wurde er verhaftet. Er starb am 22. Februar 1942 im Stadtgefängnis von Kirow. 2003 wurde sein Seligsprechungsprozess eröffnet.


26. August
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

29. Folge

Wenn nun der Heilige die japanische Sprache erlernen mußte, so darf man sich darüber nicht deswegen wundern, weil Gott ihm schon oft die Gabe der Sprachen verliehen hatte. Diese Gabe ist eben eine Gnade, die Gott geben, aber auch vorenthalten kann. Verlassen darf sich der Mensch nie darauf, sondern er muß seinerseits tun, was in seinen Kräften steht. Xaver hielt sich nie der Gabe der Sprachen für würdig, sondern er bemühte sich mit allem Fleiß, die Landessprache zu erlernen. Daß ihm aber der Heilige Geist selbst bei der Erlernung beigestanden hat, unterliegt keinem Zweifel, denn wie hätte er sonst in so kurzer Zeit so viele fremde Sprachen lernen können? Demjenigen, der die orientalischen Sprachen kennt, wird dies ohne weiteres deutlich sein.

Während sich nun Xaver und seine Gefährten mit dem Sprachstudium beschäftigten, unterrichtete Paul seine Familie in den Lehren des Christentums. Gott segnete seinen Eifer. Seine Mutter, seine Frau, seine Tochter und mehrere Verwandte bekehrten sich und erhielten von Xaver die heilige Taufe.

In weniger als vierzig Tagen hatte sich Xaver so viele Kenntnisse in der japanischen Sprache erworben, daß er die Erklärung des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, die er für die Inder verfaßt hatte, übersetzen konnte. Was er übersetzte, lernte er zugleich auswendig, und mit dieser Hilfe glaubte er, mit der Verkündung des Evangeliums beginnen zu dürfen. Da aber die Japaner keine öffentliche Wirksamkeit ohne die Erlaubnis des Fürsten beginnen, so wollte auch er zuvor den König von Saxuma besuchen und wählte für diesen Besuch den Tag, an dem das Fest des heiligen Erzengels Michael begangen wird. Er hatte nämlich dieses Reich unter den Schutz des Himmelsfürsten gestellt, der die rebellischen Engel aus dem Himmel vertrieben hat. Täglich betete er inständig darum, der Erzengel Michael möge auch die Teufel aus Japan vertreiben, wo sie schon seit so vielen Jahrhunderten herrschten.

Der Apostel von Indien war am Hof von Saxuma kein völlig Unbekannter. Paul hatte schon auf eine solche Weise von ihm gesprochen, daß alle wünschten, ihn zu sehen. Der König und die Königin empfingen ihn ehrerbietig, bezeigten ihm ihre Hochachtung und unterhielten sich mit ihm bis tief in die Nacht. Sie konnten nicht genug darüber staunen, daß er und seine Gefährten aus einer anderen Welt gekommen wären und so viele stürmische Meere durchreist hätten - nicht aus Gewinnsucht, um sich zu bereichern, sondern um den Japanern den wahren Weg zum Himmel zu zeigen.

Nach der ersten Unterhaltung befahl der König Pater Xaver, die Schriften und Bücher, welche die Lehre des Christentums enthalten, sorgfältig aufzubewahren: "Denn wenn euer Gesetz", sagte der König, "das wahre ist, so werden alle bösen Geister dagegen in Empörung geraten, und ihr habt ihre Wut zu fürchten." Der König erlaubte Pater Xaver, in seinem ganzen Land das Evangelium zu predigen, und durch einen späteren schriftlichen Erlaß erlaubte er den Untertanen, die christliche Religion anzunehmen, wenn sie wollten.

Da die Umstände so günstig waren, so wollte Xaver nicht mehr damit warten, öffentlich in Cangoximo zu predigen. Er fing mit der Erklärung des ersten Artikels des Glaubensbekenntnisses an. Die Lehre vom Dasein eines allmächtigen Gottes, Schöpfers des Himmels und der Erde, setzte seine Zuhörer, die kein Urwesen kannten, welches die Quelle aller anderen Wesen sei, in Staunen. Die Artikel von der Dreieinigkeit und der Menschwerdung schienen ihnen noch unglaublicher. Einige betrachteten ihn als Schwärmer und verspotteten ihn. Die Vernünftigsten aber bemühten sich, sich darüber Gewißheit zu verschaffen. Sie trugen ihm ihre Zweifel vor, und der Heilige stellte sie zufrieden, wobei Paul oft als Dolmetscher tätig war. Der erste von ihnen, der die Taufe verlangte, war ein Mensch von niederem Stand und ohne Vermögen, so als ob Gott wollte, daß die japanische Kirche - wie die allgemeine - auf der Grundlage der Niedrigkeit und Armut erbaut werden sollte. Dieser erhielt den Namen Bernhard und zeichnete sich später durch sein tugendhaftes Leben aus.

Dem Heiligen war besonders daran gelegen, die Bonzen zu gewinnen, weil er dann leichter den Zugang zum einfachen Volk finden würde. Bonzen sind die Priester der Japaner. Sie sehen aus wie Mönche, tragen eine Kleidung von aschgrauer Farbe und haben Bart und Haupt stets rasiert. Sie führen ein so zügelloses Leben, daß der heilige Franz Xaver sich wunderte, wie sie beim Volk, das alle ihre Schandtaten kennt, in Achtung stehen können. Aber die Gewohnheit läßt die Schande des Lasters nicht mehr in seiner ganzen Größe erscheinen.

Xaver sah die Fruchtlosigkeit seiner Versuche, diese Menschenklasse zu einem besseren Leben zu bewegen. Darum wandte er sich an ihren Vorsteher, den obersten der Bonzen, den er durch seine Freundlichkeit und Offenheit beeindruckte. Dieser war ein achtzigjähriger Greis, der bei den Bonzen in hohem Ansehen stand und den sogar der König in wichtigen Fragen zu Rate zog. Er war in der Religion so gelehrt, daß man ihn Ninxit, d.h. Herz der Wahrheit, nannte. Aber dieser Name paßte nicht ganz zu ihm, denn Xaver bemerkte schnell, daß er über die Unsterblichkeit der Seele keine bestimmte Ansicht vertrat: bald sagte er, unsere Seelen seien von denen der Tiere nicht verschieden, dann wieder, sie kämen vom Himmel und seien also etwas Göttliches.

Als Xaver diese Unsicherheit und Ungewißheit zwischen Wahrheit und Lüge wahrnahm, sah er sich veranlaßt, die Unsterblichkeit der Seele in längeren Unterredungen aus bloß natürlichen Gründen zu beweisen. Ihm wurde zwar Lob gespendet, aber seine Worte hatten weiter keinen Nutzen. Ninxit lobte die Gelehrsamkeit des europäischen Bonzen, wie man Pater Xaver nannte, und meinte, niemand habe so tiefe Kenntnisse der Natur, wie er, blieb aber selbst immer in Ungewißheit über diesen wichtigen Punkt der Religion, sei es deswegen, weil er sich schämte, in seinem Alter die Meinung zu ändern, sei es, weil Leute, die immer in Zweifel leben, schwerer zu überzeugen sind als Leute, die niemals etwas geglaubt haben.

Die Achtung, die Ninxit dem Pater Xaver erwies, verschaffte ihm auch Ansehen bei den anderen Bonzen. Wenn er vom göttlichen Gesetz sprach, hörten sie ihm sehr gerne zu, und sie bekannten selbst offen, daß ein Mensch, der vom äußersten Ende der Welt nach Japan gekommen sei, um eine neue Religion zu predigen, nur vom Geist der Wahrheit getrieben sein könne und deswegen Glauben verdiene.

Das Zeugnis der Bonzen war für die Verkündigung des Evangeliums sehr günstig, jedoch hinderte sie ihre Sittenlosigkeit daran, sich einem so heiligen Gesetz zu unterwerfen. Doch vor dem Ende dieses Jahres nahmen zwei von ihnen, die weniger verdorben waren, oder der Gnade Jesu Christi treuer folgten, den Glauben an. Ihr Beispiel blieb bei den Bewohnern von Cangoximo nicht ohne Wirkung; mehrere baten um die heilige Taufe.

Der Heilige hatte große Hoffnung, den Glauben an Jesus Christus verbreiten zu können. Aber in einem Brief an die Gesellschaft Jesu in Goa konnte er seine Sorge nicht verschweigen, "das Volk könnte von den Bonzen aufgestachelt werden", und er hatte recht. Als die Bonzen sahen, daß das Volk die neue Religion sehr gerne annehme, erkannten sie, daß es um ihr Ansehen geschehen sei, wenn dem Prediger kein Hindernis bereitet werde. Ihre Einkünfte aus Almosen und die ihnen dargebrachten Opfer mußten natürlich stetig abnehmen, weil das Volk ihre Betrügereien immer mehr erkannte. Sie versuchten, Xaver zu vertreiben. Sie verbreiteten über ihn die größten Verleumdungen, und behandelten ihn offen als Lügner. Man trieb es sogar so weit, daß ihn ein Bonze mitten in der Predigt, die er auf einem öffentlichen Platz hielt, unterbrach, und ihm das Volk abwendig zu machen versuchte, indem er sagte, derjenige, der ihnen predige, sei der Teufel selbst in Menschengestalt.

Indes erreichten die Bonzen auf diese Weise nicht ihr Ziel. Die Japaner sind von Natur zu verständig und rechtschaffen; sie erkannten leicht den Grund, warum die Bonzen jetzt eine andere Sprache über Xaver führten. Das Ansehen des Heiligen wurde so nur um so mehr gefestigt.

wird fortgesetzt.

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25. August
Daniel Bonifatius Haneberg

Vor 150 Jahren, am 25. August 1872, wurde der Theologe Daniel Bonifatius Haneberg OSB (1816-1876) zum Bischof von Speyer geweiht. Vor seinem Eintritt in die Abtei St. Bonifaz, deren Abt er 1854 wurde, war er Professor für Altes Testament in München und übersetzte Werke von Wiseman. Er gehörte zum Kreis um Joseph Görres und war mit Clemens Brentano bekannt. Für das Wohl der Kirche war er rastlos tätig.


24. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein philosophischer Aufsatz Das Tier im Menschen ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Mein Podcast Das Gewissen - ein Weg zur Gotteserkenntnis? wurde auf der Seite meines Artikels
Ist ohne Gott die Moral eine Illusion? eingebettet. Ebenfalls eingebettet wurde meine Predigt Göttlicher Schutz, und zwar auf der Seite über Beninnghaus. Das Youtube-Video von Johannes Schwarz über Traditionis custodes finden Sie auf der einschlägigen Themenseite. Diese wurde außerdem durch folgende 15 Kurzbeiträge erweitert: The best qualities of Catholicism; Dynamik der Neuevangelisierung; Growth and Vitality; Writing with precision; Waiting for God; Keiner anderen Gruppe widerfährt solches; I found a deeper relation with Christ; Papst Franziskus, die Piusbruderschaft und Traditionis custodes; Absolut falsch!; Was ist entdeckenswert?; Tabula rasa?; Wodurch leidet die Einheit der Kirche?; Das Selbstbewusstsein der Reformer; Außergewöhnliche Initiative für den Erhalt der traditionellen Liturgie; An authority to suppress?


24. August
Verhöhnung der katholischen Lehre

Auf der Frankfurter Synodalversammlung wird in wenigen Wochen der sogenannte Grundtext des Forums IV „Leben in gelingenden Beziehungen“ erörtert. Gleich zu Beginn wird in der Präambel des Textes die lebensfreundliche katholische Moral- und Sexuallehre skandalisiert und unter Verdacht gestellt: „Zwar ist die Sexuallehre unserer Kirche für die unerträglichen Akte sexualisierter Gewalt nicht unmittelbar ursächlich. Gleichwohl bildet sie einen normativen Hintergrund, der solche Taten offensichtlich hat begünstigen können. … Wir sehen heute, dass kirchliche Sexualethik auch die Verbrechen der sexualisierten Gewalt in der Kirche begünstigt hat.“ Verstehen Sie das? Oder schütteln Sie nur verständnislos den Kopf darüber? (...) Dass die verbindlich gültige Morallehre der römisch-katholischen Kirche in der deutschsynodalen Welt übersehen, verhöhnt, kritisiert oder abgelehnt wird, verwundert niemand mehr.

Aus: Thorsten Paprotny, Schwangerschaftsabbrüche und die deutschsynodale Sexualethik


23. August
Nikolaus von Schönberg

Vor 550 Jahren, am 23. August 1472, wurde in Meißen Nikolaus von Schönberg OP geboren. In Pisa entdeckter er durch Savonarola seine Berufung zum Predigerorden. Er wurde Prior in Lucca, Siena und Florenz, 1507 in Rom Generalassistent Cajetans, 1520 Erzbischof von Capua, 1535 Kardinal. Außerdem war er päpstlicher Gesandter in Polen, Ungarn, Spanien, Frankreich und England. Er war entscheidend beteiligt am Zustandekommen des Friedens von Cambrai 1529. Befreundet mit Carafa, war er ein Förderer der Kirchenreform. Im September 1537 starb er in Rom.


22. August
Das Zitat

Wir brauchen nicht die Wahrheiten, die uns dienen, sondern die Wahrheit, der wir dienen können.

Jacques Maritain


22. August
Friedrich Ozanam

Vor 25 Jahren, am 22. August 1997, wurde während des Weltjugendtages in Paris Friedrich Ozanam (1813-1853) von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. In dieser Predigt habe ich über ihn und seine Vorbildhaftigkeit gesprochen.


21. August
Georg Grupp

Vor 100 Jahren, am 21. August 1922, starb in Maihingen bei Nördlingen im Alter von 61 Jahren der Historiker und Theologe Georg Grupp. Er trat vor allem durch seine kulturgeschichtlichen Arbeiten hervor, unter ihnen am bedeutendsten die sechsbändige Kulturgeschichte des Mittelalters.


20. August

Mehr als wir erwarten

Zum morgigen 11. Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende vier Predigten anbieten:

Sind Wunder möglich?

Die Heilung des Taubstummen

Die Auferstehung Jesu

Er hat alles wohl gemacht


20. August
Ein Philosoph wird katholisch

Unter dem Titel Rückkehr und Neuanfang beschreibt der Philosoph Sebastian Ostritsch in der August/September-Ausgabe des Vatican-Magazins (S. 48-51) seinen Weg zum katholischen Glauben.
Als Student war er aus der katholischen Kirche ausgetreten. Er stammte zwar aus einer katholischen Familie, aber diese praktizierte nicht. Er kam zwar zur Erstkommunion und Firmung, aber diese Kontakte zur Kirche bedeuteten keine Berührungen mit dem Glauben: “Von meinem Pfarrer erfuhr ich kaum etwas über die Grundlagen des katholischen Glaubens. Daran änderten auch weder der schulische Religionsunterricht noch die Kommunion- und Firmvorbereitung etwas.”
Zu einem “schleichenden Glaubenserwachen” kam es dann in drei Schritten: Hegel, Benedikt XVI., Petrusbruderschaft. “Am Dreifaltigkeitssonntag 2020 entschied ich, endlich einmal zur Tridentinischen Messe in meiner Stadt zu fahren. Was mich erwartete, wusste ich nicht genau. Ich hatte lediglich gehört, dass dort die traditionszugewandte Petrusbruderschaft den alten lateinischen Ritus zelebrierte, dass man es da noch ernst meinte mit dem katholischen Glauben und dass der von mir geschätzte Philosoph Robert Spaemann (1927-2018) dieser Gemeinde angehört hatte. Obwohl ich dem Ablauf der Messe kaum folgen konnte, war ich mir danach sicher, dass ich meine geistliche Heimat gefunden hatte”.
Es lohnt sich, den ganzen Aufsatz zu lesen.


19. August
Unterscheidung der Geister

In diesem Youtube-Video spricht P. Bernward Deneke FSSP über die Unterscheidung der Geister.


18. August
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

19. Folge

Die Apriorität dieses Invariantensystems wird übrigens keineswegs durch die Tatsache in Frage gestellt, dass die Anregung zu ihrer Konstruktion stets von der Erfahrung gegeben wird: Nicht die Invarianten selbst werden ja dadurch zu Erfahrungsprodukten; es ist vielmehr nur unser einer Bereicherung und Vertiefung immer zugänglicher Begriff von ihnen, der, wie jede unserer Leistungen, von dem Erleben abhängig bleibt. Die in den Invarianten uns zum Bewusstsein kommende ideale Gesetzmäßigkeit entsteht also selbst nicht, sie ist und bleibt überzeitlich und erfahrungsfrei, aber sie wird von uns nur allmählich entdeckt und als unerschütterliche Grundlage aller Erfahrungserkenntnis gewertet, wie denn ja auch bei einem Gebäude die Fundamente, auf denen es ruht, nicht unmittelbar beobachtet, sondern nur allmählich bloßgelegt werden!

Wir kommen somit zu folgendem Ergebnis: Die Erkenntnisbeziehung zwischen Bewusstseinssubjekt einerseits und Umwelt anderseits ist äußerst verwickelt, weil bei ihr unzählig viele, nicht unmittelbar durchsichtige und vor allem variable Faktoren in Frage kommen. Die Gewinnung der Wirklichkeitserkenntnis zerspaltet sich somit in mannigfach sich durchkreuzende und wechselseitig einander beeinflussende Einzelprozesse. Vollständig gerecht kann unser Forschen der Wirklichkeit nur werden, wenn es die komplizierte Bedingtheit und Veränderlichkeit der einzelnen Faktoren sorgfältig im Auge behält und die darin enthaltenen Hemmnisse für die Gewinnung allgemeingiltiger Erkenntnisse durch stete Orientierung an dem überindividuellen, den Strom der Erfahrung überragenden Invariantensystem (vgl. Platos Ideen!) zu überwinden trachtet. Wie die Analyse des Erkenntnissubjekts (I) dem empirischen „Ich'' das „reine" Ich, dem Subjektivismus die Autonomie als Norm und Ideal gegenüberstellte, so hat die Analyse der Beziehungen, in die das empirische Subjekt sich verwickelt findet (II), dem Einzelsubjekt die Umwelt mit vielen gleichgearteten Subjekten und der Relativität der konkreten Wechselverhältnisse und Wechselwirkungen die absolute Reinheit des idealen Grundgerüstes von Beziehungen entgegengesetzt und dieses ideale Invariantensystem zugleich als einzig zuverlässige Basis aller Erkenntnisbetätigung erwiesen. Die Idealität dieses Systems allgemeingiltiger Beziehungen bringt es in einen besonders engen Zusammenhang, ja, in ein Abhängigkeitsverhältnis zum autonomen, „reinen" Ich, da „ideale Geltung" immer „Geltung für ein Subjekt" besagt. So schließt sich das Ergebnis des ersten und des zweiten Abschnittes zu einer inneren Einheit zusammen.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


17. August
Falling in Eucharistic Love

Von P. Armand de Malleray FSSP ist das empfehlenswerte Buch Ego Eimi - It Is I. Falling in Eucharistic Love erschienen.

P. de Malleray leitet die Niederlassung Priesterbruderschaft St. Petrus in Warrington, Diözese Liverpool. Die Niederlassung wurde am 26. Dezember 2015 kanonisch errichtet.

Außerdem gibt de Malleray die Vierteljahreszeitschrift Dowry heraus.


17. August
Von wegen Selbstbestimmung

In Deutschland treiben jährlich rund 100 000 Frauen ab. Laut einer neuen Studie von Medizinethikern an der Universität Heidelberg ist dies bei über 30 Prozent der Frauen aber keineswegs eine selbstbestimmte Entscheidung. Vielmehr werden sie häufig durch Dritte aus ihrem persönlichen Umfeld unter Druck gesetzt, zumeist vom Kindsvater.

Aus: Victoria Fels, Von wegen Selbstbestimmung, in: Neue Bildpost vom 13./14. August 2022

Weitere Meldungen zum Thema Abtreibung


15. August
Werde ich gerettet?

Gott will jeden Menschen retten. Tut er es auch? Wenn nicht, woran liegt es? In dieser Predigt, die ich gestern gehalten habe, zeige ich, welche Antwort uns Jesus im Evangelium gibt.

Recktenwald-Predigten · Wie denkt Gott über mich?

15. August
Mitwirkung der Laien

Vor 25 Jahren, am 15. August 1997, erschien die “Instruktion zu einigen Fragen über die Mitwirkung der Laien am Dienst des Priesters”. Es handelte sich um eine gemeinsame Instruktion folgender acht Behörden: Kongregation für den Klerus, Päpstlicher Rat für die Laien, Kongregation für die Glaubenslehre, Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Kongregation für die Bischöfe, Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und für die Gesellschaften des apostolischen Lebens, Päpstlicher Rat für die Interpretation von Gesetzestexten.

Sie erinnert “an die schwerwiegende pastorale Verantwortung derer, vor allem der Bischöfe, die gerufen sind, die allgemeine Ordnung der Kirche auf der Basis einiger lehrmäßiger Prinzipien, die schon vom II. Vatikanischen Konzil und vom nachfolgenden päpstlichen Lehramt deutlich dargelegt worden sind, zu fördern und zu bewahren.” Ihr Ziel bestand “einfach darin, eine klare und verbindliche Antwort zu geben auf drängende und zahlreich bei unseren Dikasterien eingelangte Anfragen von Bischöfen, Priestern und Laien, die gebeten haben, hinsichtlich neuer Formen »pastoraler« Tätigkeiten von Laien im Bereich der Pfarreien und Diözesen aufgeklärt zu werden.”

Der Kirchenrechtler Prof. Dr. Georg May schrieb wenig später: “Der Heilige Stuhl hat in den letzten Jahren gewichtige Dokumente zur Erhaltung und zum Schutz von Verfassung, Ordnung und Glauben der Kirche ausgehen lassen. Ich erinnere an die Instruktion zu einigen Fragen über die Mitwirkung der Laien am Dienst des Priesters vom 15. August 1997, an das Motu proprio Ad tuendam fidem vom 18. Mai 1998 und an das Motu proprio Apostolos Suos [über die theologische und juristische Natur der Bischofskonferenzen] vom 21. Mai 1998. Diese Papiere sind notwendig und nützlich. Aber Papiere sind tot, wenn sie nicht mit Leben erfüllt werden. Sie werden mit Leben erfüllt, wenn ihre Bestimmungen durchgeführt werden. Daran fehlt es weit. Die zahllosen Erlasse des Heiligen Stuhles, die in den letzten Jahrzehnten erschienen sind, fanden in weitestem Umfang keine Beachtung, vielmehr offenen Widerstand. (...) Weisungen, deren Übertretung sanktionslos hingenommen wird, werden zum Gespött. Man möchte dem Heiligen Stuhl zurufen: ... weiterlesen"


14. August
Wie Gott selber das vierte Gebot erfüllt...

Zum morgigen Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel kann ich diese zwei Predigten anbieten:

Göttliche Freigebigkeit

Mariä Himmelfahrt


14. August
Das Zitat

Die Unentschiedenheit des bloßen Geistes zwischen Gut und Böse lässt als solche schon in das Böse gleiten.

Karl Jaspers


13. August
Die vier Eigenschaften

Zum morgigen 10. Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende Predigt anbieten:

Der sichere Lottogewinn


13. August
Jakob Anton Ziegler

Vor 100 Jahren, am 13. August 1922, wurde der aus dem saarländischen Nalbach stammende Jakob Anton Ziegler (1893-1944) in Trier zum Priester geweiht. Nach seiner Kaplanszeit in den Trierer Pfarreien Liebfrauen und St. Laurentius wurde er 1931 Pfarrer in Langsur, 1938 in Cochem-Cond. Wegen seines anhaltenden Widerstands gegen die Nazis wurde er am 8. August 1941 verhaftet und ins KZ Dachau gebracht. Dort starb er am 12. Mai 1944.


12. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Aufsatz von Anna Bineta Diouf Frauen sind nicht bloß Sexualobjekte und Humankapital ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Podcastfolge Norm und Sanktion wurde auf der Boasseite, der Essay Was ist Toleranz auf der Theologieseite, die Predigt Göttliche Nähe auf der Albertseite eingebettet. Die Kirchensteuerseite wurde um die zwei Meldungen Kirche in Deutschland: ihre heilige Kuh und Der wahre Verzicht auf Macht bereichert.


7. August
Heinrich Middendorf

Vor 50 Jahren, am 10. August 1972, starb in Osnabrück im Alter von 73 Jahren P. Heinrich Middendorf SCJ. Während des Zweiten Weltkriegs rettete er neun Juden vor dem Holocaust, indem er sie im Kloster der Herz-Jesu-Priester in Stegen versteckte, das er als Rektor leitete. 1994 wurde er deshalb von Yad Vashem mit dem Titel Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet.


7. August
Was ist eine Frau?

Seitdem der norwegische Komiker und Filmemacher Harald Eia mit „Gehirnwäsche“ eine ganze Nation zum Lachen über die Gender-Hysterie und zur Vernunft brachte, hat niemand die LGBTQI-Community so nachhaltig provoziert, wie der amerikanische Journalist Matt Walsh. Sein Dokumentarfilm „What is a Woman?“ [Best Moments] ist gerade der Hit bei jungen Leuten, die sich in Horden die Anderthalb-Stunden-Doku reinziehen und sich mal entgeistert, mal mit brüllendem Gelächter „One man's journey to answer the question of a generation“ hingeben.

Aus: Bernhard Meuser, Was ist eine Frau?, in: Die Tagespost vom 4. August 2022


6. August
Was man mit Murren nicht verwechseln darf

Zum morgigen 9. Sonntag nach Pfingsten kann ich folgende Predigt anbieten:

Traditionis custodes und das Murren


6. August
Die Bekehrung der Moraltheologie

Im 20. Jahrhundert war die Rede von der „in sich schlechten Handlung“ in der Moraltheologie des deutschsprachigen Raumes in Verruf geraten und wurde erst durch das Bekanntwerden der Fälle von sexuellem Missbrauch in der Kirche wieder als legitime Kategorie akzeptiert: Der unbedingte Schutz von Minderjährigen und vulnerablen Erwachsenen (noch über den Schutz vor sexueller Gewalt hinaus), muss immer und unbedingt gewährleistet sein. Das müsste indes genauso für die Ungeborenen gelten.

Aus: Katharina Westerhorstmann, Hanna-Barbara Gerl Falkovitz, Dorothea Schmidt, Marianne Schlosser, „Flächendeckende“ Abtreibungen sind ethisch nicht vertretbar, veröffentlicht in der Welt am 26. Juli 2022. Es handelt sich um eine Antwort auf die Forderung der Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und des Synodalen Weges Irme Stetter-Karp nach Sicherstellung flächendeckender Ermöglichung von Abtreibungen. Wegen der Frage, ob Handlungen in sich schlecht sein können, gab es im 20. Jahrhundert eine berühmte Kontroverse zwischen Robert Spaemann und drei katholischen Moraltheologen.


5. August
Podcast

Mein Podcast ist seit kurzer Zeit auch auf amazon erreichbar.


5. August
Maria Mazzarello

Vor 150 Jahren, am 5. August 1872, gründete die hl. Maria Mazzarello (1837-1881) mit Hilfe des hl. Don Bosco die Kongregation der Töchter Mariä, Hilfe der Christen, die für Mädchen das leisten sollten, was die Salesianer Don Boscos für Jungen taten. Am 7. Oktober 1864 hatte sie in ihrem Geburtsort Mornese (Piemont) den hl. Don Bosco (1815-1888) kennengelernt.


4. August
Auflösung der Selbstverständlichkeiten

Der ewige Sermon des „für uns“ narkotisiert – und provoziert eine Erwiderung: Ich fühle mich oft so unbeteiligt und schlicht außen vor, wenn kirchliche Würden- und Amtsträger oder laikale Funktionäre von „wir“ sprechen und zugleich beherzt alles diskutieren und zur Disposition stellen, was römisch-katholisch ist. In der katholischen Kirche gibt es schon noch Selbstverständlichkeiten: das Credo, die Sakramente, das Kirchenrecht, die verbindlich gültige Lehre der Kirche aller Zeiten und Orte, der Katechismus … Wir müssen uns auch nicht neu erklären, wenn wir einfach bekennen: Die Kirche ist die Stiftung Jesu Christi. Wir singen: Fest soll mein Taufbund immer stehn … und nicht: Fest auf dem Synodalen Weg will ich marschieren.

Aus: Thorsten Paprotny, Der Synodale Hochmut

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4. August
Johann Kaspar

Vor 25 Jahren, am 4. August 1997, starb in Vilsbiburg im Alter von 84 Jahren Johann Kaspar. Er war der letzte Ökonomiepfarrer des Bistums Regensburg. 1939 war er zum Priester geweiht worden.


3. August
Christian Schreiber

Vor 150 Jahren, am 3. August 1872, wurde zu Somborn bei Hanau Christian Schreiber geboren. Er wurde 1899 Professor in Fulda und lehrte zunächst Philosophie, ab 1907 Apologetik, Dogmatik und Homiletik. 1905 wurde er Mitherausgeber des Philosophischen Jahrbuchs der Görresgesellschaft, 1907 Regens des Fuldaer Priesterseminars. 1921 wurde er der erste Bischof des wiedererrichteten Bistums Meißen, 1930 Bischof von Berlin, wo er St. Hedwig restaurieren ließ. In Berlin starb er am 1. September 1933. Schreiber war eine “hervorragende Persönlichkeit umfassenden Wissens und würdevollen Auftretens, von bewußter Autorität und doch gewinnender Liebenswürdigkeit mit tiefem sozialem Verstehen, ein vorzüglicher Redner, großer Freund der Jugend, Verfechter echter Toleranz” (LThK, 1. Auflage). 1922 erschien sein Buch “Kant und die Gottesbeweise”.


3. August
Johanna von Portugal

Vor 550 Jahren, am 3. August 1472, trat Johanna von Portugal OP (1452-1490) in das Dominikanerinnenkloster von Aveiro ein. Sie war die Tochter des Königs Alfons V. von Portugal (1432-1481). König Ludwig XI. von Frankreich (1423-1483) begehrte sie zur Ehe wie auch König Richard III. von England (1452-1485). Erst 1485, als die portugiesische Thronfolge gesichert war, konnte sie ihre Gelübde ablegen. “Ihr opfervolles Leben wurde durch Wunder bestätigt. Innozenz XII. sprach sie 1683 selig” (LThK, 1. Auflage).


1. August
Wie seriös arbeitet Hubert Wolf?

Zur Illustration der angeblichen theologischen und historischen Inkompetenz und Ignoranz der Befürworter einer Dogmatisierung der päpstlichen Unfehlbarkeit heißt es bei Wolf: „‚Wozu so viele Umwege und Mühen‘ durch historische Forschung, fragte der Wiener Erzbischof Othmar Kardinal Rauscher, und konstatierte: ‚Befragen wir einfach den Papst – sein Urteil gibt uns die Lösung auf leichterem und schnellerem Weg.‘“ Othmar Rauscher, so wird dem Leser suggeriert, ist der Prototyp des „Unfehlbarkeitsprotagonisten“, wie Wolf sie nennt, die die „Zeugnisse des Lehramtes verabsolutierten“, diese mit der „Tradition schlechthin“ gleichsetzten und vor allem im Papst „das entscheidende Depot der kirchlichen Überlieferung“ sahen. Doch diese Darstellung stellt die historischen Fakten auf den Kopf! Denn wie allgemein bekannt ist, war Rauscher ein prominenter und prononcierter Gegner des Unfehlbarkeitsdogmas. Zusammen mit den anderen Angehörigen der Konzilsminderheit reiste er vor seiner Verkündigung aus Rom ab. Rauschers Zitat ist polemisch gemeint. In der Rede, der es entnommen ist, argumentiert er: Wäre der Papst unfehlbar, dann hätte sich doch die Kirche in früheren Zeiten nicht die Mühe genommen, ökumenische Konzilien und Synoden einzuberufen, sondern man hätte einfach gesagt: „Wozu so viele Wege, solche Mühen und Gefahren auf sich nehmen? Fragen wir doch einfach den Papst“ (Mansi, Sacrorum Conciliorum, nova et amplissima collectio 52 [1927], 109, A). Von Umwegen und Mühen „durch historische Forschung“ ist in der Rede übrigens gar nicht die Rede.

Aus: Martin Rhonheimer, Synodale Illusionen. Doppeltes Lehramt von Bischöfen und Theologen? Der Orientierungstext des Synodalen Weges beruft sich auf historische Konstruktionen, die sich bei genauerer Betrachtung als haltlos erweisen, in: Herder Korrenpondenz 5/2022, S. 51


31. Juli
Jonnys Entdeckung

In der August/September-Ausgabe des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus ist mein Aufsatz Jonnys Entdeckung erschienen. Darin geht es u.a. über Wittgenstein und Hugo Ball.


31. Juli
Das Zitat

Ohne innere Liebe ist alles äußere Tun nichts nütze. Was aber aus Liebe geschieht, das ist groß, das bringt reiche Frucht, so gering und ungeachtet es im Auge des Menschen immer sein mag. Denn auf der Waage Gottes wiegt das, was dich zum Tun treibt, ungleich mehr als die Tat selber.

Thomas von Kempen, Nachfolge Christi


30. Juli
Ungerecht

Zum morgigen 8. Sonntag nach Pfingsten kann ich zwei Predigten anbieten:

Ich fühle mich gedemütigt! (Zur Sache komme ich in der fünften Minute)

Das Gleichnis vom ungerechten Verwalter: Über die Klugheit


30. Juli
Gilbert Keith Chesterton

Heute vor 100 Jahren, am Sonntag, den 30. Juli 1922, konvertierte Gilbert Keith Chesterton (1874-1936) zur katholischen Kirche. Begleitet wurde er von zwei Priestern: Fr. John O’Connor, das Vorbild für die literarische Figur des Father Brown, und Dom Ignatius Rice OSB.

Am Tag seiner Konversion schrieb Chesterton das Gedicht The Convert:

THE CONVERT

After one moment when I bowed my head
And the whole world turned over and came upright,
And I came out where the old road shone white,
I walked the ways and heard what all men said,
Forests of tongues, like autumn leaves unshed,
Being not unlovable but strange and light;
Old riddles and new creeds, not in despite
But softly, as men smile about the dead.

The sages have a hundred maps to give
That trace their crawling cosmos like a tree,
They rattle reason out through many a sieve
That stores the dust and lets the gold go free:
And all these things are less than dust to me
Because my name is Lazarus and I live.

Mein Video über Chesterton


30. Juli
Alexander Baumgartner

Vor 150 Jahren, am 30. Juli 1872, wurde der Literaturwissenschaftler Alexander Baumgartner SJ (1841-1910) zum Priester geweiht. 1873 wurde er Mitarbeiter bei den Stimmen aus Maria-Laach. Von ihm ist auf kath-info die Biographie Montalemberts veröffentlicht. Er war befreundet mit dem Jugendschriftsteller Joseph Spillmann SJ.


30. Juli
James Roosevelt Bayley

Vor 150 Jahren, am 30. Juli 1872, wurde James Roosevelt Bayley (1814-1877) zum Erzbischof von Baltimore ernannt. Er war der achte Erzbischof dieses Bistums und Nachfolger von Martin John Spalding. Ursprünglich Episkopalprediger, konvertierte er 1842 zur katholischen Kirche, wurde 1844 Priester und 1853 erster Bischof von Newark, das er sehr erfolgreich und segensreich leitete. Er war ein Neffe der hl. Elizabeth Anna Bayley Seton.


29. Juli
Albert Vanhoye

Vor einem Jahr, am 29. Juli 2021, starb in Rom im Alter von 98 Jahren Albert Kardinal Vanhoye SJ. In Nordfrankreich in der Nähe von Lille geboren, trat er mit 18 Jahren der Gesellschaft Jesu bei. 1954 wurde er zum Priester geweiht, 1961 promovierte er in Exegese. 1990 bis 2001 war er Sekretär der Päpstlichen Bibelkommission. Eines seiner Hauptforschungsgebiete war der Hebräerbrief. Papst Benedikt XVI. nannte ihn einen "großen Exegeten". Vanhoye war von 1963 bis 1993 Professor am Päpstlichen Bibelinstitut. Dort wurde von ihm die Lizentiatsarbeit P. Franz Prosingers über die Wandlungsworte "Zur Übersetzung und Interpretation des Hyper pollon in Mk 14,24" betreut, die dazu beitrug, Papst Benedikt zu einer Korrektur jener Übersetzungen der Wandlungsworte zu bewegen, die das pro multis wie ein pro omnibus behandeln.


28. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Jesus und das Theodizeeproblem ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Podcastfolgen Kennen wir die Sprache der Liebe? und Moralfreies Christentum? wurden auf der Kommunionseite und auf der Ablassstreitseite eingebettet. Das Zitat Perfide Methode von Guido Rodheudt findet sich auf Bischof Voderholzers Konzilsseite. Meine Pfingstpredigt über unser Herz als göttliches Zuhause ist auf der Ökumeneseite Robert Mäders eingebettet.


28. Juli
Wilhelm Schneider

Vor 150 Jahren, am 28. Juli 1872, empfing der Moralphilosoph Wilhelm Schneider (1847-1909) die Priesterweihe. 1900 wurde er Bischof von Paderborn.


26. Juli
Was Frauen genommen wird

Wie gestört Villa Braslavskys eigener Realitätssinn ist und dass sie wie so viele Professoren in den „gender studies“ nicht zwischen Diskursen einerseits und Dingen andererseits zu unterscheiden vermag, sieht man auch an ihrer Einlassung, dass „dieses Transgender-Thema niemandem was wegnimmt, niemanden bedroht, niemanden angreift.“ Das Thema als solches nicht. Aber sehr wohl von der Transgenderideologie inspirierte Gesetzesinitiativen wie das von der Ampel PR-wirksam so genannte „Gesetz zur Selbstbestimmung der geschlechtlichen Identität“. Stock legt (wie viele andere) detailliert dar, dass es Frauen sehr wohl etwas wegnimmt, wenn, wie in dem Gesetzentwurf vorgesehen, Männer sich einfach zu Frauen umdeklarieren können. Diese Möglichkeit gefährdet Frauen in Frauengefängnissen und Frauentoiletten, nimmt ihnen Plätze weg bei Frauenquoten (was auch immer man von diesen halten mag), lässt Frauen in Kriminalitätsstatistiken dank der tätigen und tätlichen Mithilfe von „Transfrauen“ vergewaltigender und mordender erscheinen, als sie tatsächlich sind, und unterminiert sie dramatisch im Frauensport. Villa Braslavsky aber scheint kein Problem damit zu haben, die Rechte von Frauen denen von Männern zu opfern, welche sich einfach zu Frauen erklären.

Der Philosoph Uwe Steinhoff auf seiner Website

Weitere Meldungen zum Thema


25. Juli
Der Synodale Weg auf dem Prüfstand des Römerbriefes

Gestern bin ich in meiner Predigt zum 7. Sonntag nach Pfingsten auf die Lesung eingegangen: Röm, 6, 19-23. Dort stellt der hl. Paulus den Gegensatz heraus, durch den sich die Lebensweise der Christen von der ihrer heidnischen Umwelt abhob. Diesen Gegensatz will der Synodale Weg wieder aus der Welt schaffen, indem die heutige Lebenswirklichkeit zur Norm erhoben wird. Dies geschieht im Namen der autonomen Moral. Der “Vater der autonomen Moral”, Alfons Auer, ging in seinem bahnbrechenden Werk davon aus, dass Christus keine neuen moralischen Normen brachte, dass also das christliche Ethos keine radikal neue Lebensweise zur Folge hatte, sondern lediglich das vorgefundene Weltethos in einen neuen Sinnzusammenhang stellte. Das ist das Gegenteil der Botschaft des hl. Paulus in der Lesung dieses Sonntags.


25. Juli
Nicht mehr zu retten

Aber unabhängig davon stellt sich doch die Frage: Ist die Spaltung der Kirche in Deutschland bereits so weit fortgeschritten, dass auch Rom deren Einheit nicht retten kann? Antwort: Die von deutschen Bischöfen genährte Hoffnung auf das Priestertum der Frau könnte – so befürchte ich – eine Eigendynamik entwickeln, die nicht mehr zu stoppen ist. Das 2022 mit einer Zweidrittelmehrheit der DBK verabschiedete Papier des Synodalforums I spricht von einer Selbstmitteilung Gottes im Glaubenssinn der Gläubigen. Als wenn die Offenbarung mit dem Christusereignis und dessen apostolischer Bezeugung nicht abgeschlossen wäre! Das Synodalpapier erklärt Zeichen der Zeit – Beispiel: die Forderung nach dem Frauenpriestertum – zu Quellen göttlicher Selbstmitteilung. Dann – so darf man folgern – ist die von den letzten vier Päpsten unisono als irreversibel erklärte Bindung des Ordo-Sakramentes an das männliche Geschlecht doch noch revidierbar. Von der Presse kaum beachtet: Zwei Drittel der deutschen Bischöfe haben ein Papier abgesegnet, das eine Revision der theologischen Erkenntnislehre beinhaltet. Ich meine: Wenn nicht einmal diese Anmaßung Anlass zu römischem Einschreiten ist, wird die Einheit der katholischen Kirche zumindest in Deutschland nicht mehr zu retten sein.

Der Theologe Karl-Heinz Menke im Interview mit Markus Reder im Vatican Magazin Juni 2022, im Internet veröffentlicht von der Diözese Regensburg

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


24. Juli
Im Namen des Volkes Gottes?

Das Synodalpräsidium hat sich am selben Tag [21. Juli 2022] verstimmt, mürrisch und pikiert zu dem vatikanischen Schreiben geäußert (...). Das Synodalpräsidium erklärt dankbar, “dass die Bischöfe und das ZdK diesen Weg gemeinsam gehen und sich der Unterstützung und aktiven Mitarbeit des pilgernden Volkes Gottes gewiss sein dürfen”. Auch wir, Sie und ich, gehören zum pilgernden Volk Gottes – und ich kenne viele Katholiken, die über diese Diskursveranstaltung, ihre fruchtlosen Debatten, ihre deutschkatholischen Themen, ihren ostentativ präsentierten Hochmut gegenüber Rom und der Weltkirche sowie über ihre kunterbunten Ideen schon lange entnervt stöhnen. Viele wissen zudem: Der Synodale Weg strapaziert nicht nur unsere Nerven, sondern kostet auch das Geld der treuen Kirchensteuerzahler.

Aus: Thorsten Paprotny, Das Synodale Schulmeistertum

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


24. Juli
Maria Gabriela Hinojosa Naveros

Vor 150 Jahren, am 24. Juli 1872, wurde in Alhama de Granada Maria Gabriela Hinojosa Naveros geboren. 1891 trat sie in Madrid in das Kloster des Ordens von der Heimsuchung Mariens ein und wurde 1929 dort Oberin. Zusammen mit sechs Mitschwestern erlitt sie im Spanischen Bürgerkrieg am 18. November 1936 den Märtyrertod, als das Kloster von den revolutionären Milizen geplündert und die Schwestern getötet wurden. Die sieben Märtyrerinnen wurden am 10. Mai 1998 seliggesprochen.


23. Juli
Was uns Viktor Frankl zu sagen hat

Zum morgigen 7. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt anbieten:

Früchte der Heiligkeit


23. Juli
Jakob Kern

Vor 100 Jahren, am 23. Juli 1922, empfing der Prämonstratenser Jakob Kern (1897-1924) im Wiener Stephansdom die Priesterweihe. Ganz vom Sühnegedanken durchdrungen, bot er sich Gott zum Sühnopfer an und starb am 20. Oktober 1924 nach schwerem Leber- und Lungenleiden. Am 21. Juni 1998 wurde er seliggesprochen.


22. Juli
Gregor Mendel

Vor 200 Jahren, am 20. Juli 1822, wurde im österreichisch-schlesichen Heinzendorf Johann Mendel geboren. 1843 trat er in das Kloster der Augustiner-Eremiten in Brünn ein, erhielt den Namen Gregor und wurde 1847 zum Priester geweiht. Er ist “der Begründer der (...) Vererbungswissenschaft; er hat den ersten Schritt zur Analyse der erblichen Struktur der Organismen und auch zur Klarstellung des Modus der Geschlechtsbestimmung getan (Correns). Auf Grund von systematisch durchgeführten Erbsenbastardierungen in seinem Klostergarten stellte er die Prävalenz- und Spaltungsregel sowie das Gesetz der Selbständigkeit der Merkmale auf. Man spricht jetzt allgemein von ‘mendelnden’ Eigenschaften der Organismen, auch bei der menschlichen Vererbung. Diese bereits in den 60er Jahren durchgeführten Arbeiten blieben bis gegen 1900 in der Wissenschaft unbeachtet oder unverstanden. Sie waren ein gewaltiger Schlag gegen den Darwinismus. Außerdem beschäftigte sich Mendel mit Meteorologie und Bienenzucht. Die Wahl zum Prior [1868] entzog ihn gegen seine Hoffnung der wissenschaftlichen Arbeit, und der Streit mit der Regierung wegen der Besteuerung des Klosters verdüsterte seine heitere Lebensart. Er soll auch seine reichen Beobachtungen über Bienen vernichtet haben” (Alois Schmitt 1935 im LThK, 1. Auflage). Mendel starb am 6. Januar 1884 im Königskloster zu Brünn.


21. Juli
Unbekannter Autor

Dieses Buch beweist wieder einmal mehr, wie meisterhaft es die Engländer verstehen, Probleme zu verlebendigen durch eine Fülle glänzender Vergleiche, durch die ständige Beziehung zum Konkreten. Das ist kein Verlust für die Theorie, es zeigt vielmehr, wie sehr das Konkrete von der Theorie erfüllt ist und wie sehr diese in die Realität ausstrahlt. Mit C. S. Lewis hat der Hegner-Verlag, wie öfters schon, einen bisher bei uns unbekannten, aber überaus wichtigen und einflußreichen Autor vorgestellt.

Aus einer Rezension des Theologen Heinrich Fries (1911-1998) über das Buch von C. S. Lewis Wunder. Eine vorbereitende Untersuchung, Verlag Jakob Hegner, Köln und Ölten, 1951. Die Rezension erschien in der Theologischen Quartalschrift (Tübingen), Band 132 (1952), Heft 3, S. 357.

C. S. Lewis über das Naturrecht


21. Juli
Den überlieferten Messritus kennen und lieben lernen

Auf YouTube ist vor wenigen Tagen eine dreiteilige Vortragsreihe veröffentlicht worden, in der P. Bernward Deneke FSSP in die Kenntnis des überlieferten Messritus einführt.

Der erste Vortrag

Der zweite Vortrag

Der dritte Vortrag


20. Juli
Das Zitat

Gegenwärtig findet in Amerika ein Krieg gegen das Kind statt. Wenn wir es akzeptieren, daß eine Mutter ihr Kind töten kann, wie können wir dann anderen Leuten erklären, daß sie einander nicht umbringen dürfen.

Jedes Land, das die Kinderabtreibung zuläßt, lehrt seine Bürger nicht zu lieben, sondern jede beliebige Gewalt anzuwenden, um zu erreichen, was man will.

Es ist ein Armutszeugnis zu entscheiden, daß ein Kind sterben muß, damit du so leben kannst, wie du willst.

Die hl. Mutter Teresa von Kalkutta im Februar 1997 beim ‘Nationalen Gebetsfrühstück’ in der US-Hauptstadt Washington in Anwesenheit des damaligen Präsidenten Bill Clinton.


20. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Wie groß darf Gott sein? Mit Hiob über Striets Gottesbegriff nachdenken ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Podcastfolge Freude aus dem Wort Gottes - trotz Corona wurde auf der Schreiber-Seite eingebettet. Meine Predigt Gottes Antlitz suchen gibt es in zwei verschiedenen Fassungen. Die eine Fassung (veröffentlicht auf Soundcloud) wurde auf der Kamenicky-Seite, die andere (Youtube) auf der Seite Die Welt und das Heilige eingebettet. Die informative Bemerkung Hartmanns über Rahner und seine Apologeten findet sich nun auf der Rahner-Seite.


19. Juli
Podcast

Vor fünf Jahren, am 19. Juli 2017, ging mein Podcast online. Bis jetzt sind 75 Folgen erschienen.


19. Juli
Ein Kind, kein Zellhaufen

Bereits in der 3. Woche nach der Befruchtung besitzt der Embryo ein s-förmiges Herz, dessen Schlagen heute um die 6. Woche nachgewiesen werden kann. Wir wissen heute, dass parallel dazu die Ausbildung des Zentralnervensystems erfolgt und der Embryo über die Ausbildung der Gliedmaßen, die ab Mitte der 5. Woche sichtbar werden, beginnt, seine Umgebung zu erkunden. Wir wissen, dass in der 7. Woche nach der Befruchtung die Entwicklung des Herzens abgeschlossen ist und das Herz des Kindes mit bis zu 180 Schlägen pro Minute rund doppelt so schnell schlägt wie das seiner Mutter und es mit seinem eigenen „Motor“ die Blutzirkulation vorantreibt. Oft erfährt die Mutter durch Ausbleiben der Regelblutung erst jetzt, dass sie schwanger ist. Kurz: Wir wissen längst, dass Menschen „biologische Wunder“ sind, die sich nicht „zu“, sondern „als“ Menschen entwickeln und die Bezeichnung „Zellhaufen“ eine unzulässige Unterbestimmung eines Wesens darstellt, das jeder im ausgewachsenen Zustand als Mensch bezeichnet.

Aus: Stefan Rehder, Pure Anarchie, in der Tagespost vom 14. Juli 2022

Weitere Beiträge zum Thema


18. Juli
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

22. Folge

7. Wie glücklich ist jene Seele, die in Wahrheit sagen kann: “Mein Geliebter ist mein und ich bin sein” (Hl 2,6). Gott hat sich mir ganz geschenkt, ich habe mich ganz ihm geschenkt, ich gehöre nicht mehr mir selbst an, ich gehöre ganz und gar meinem Gott an. Wer wahrhaft so reden kann, sagt der heilige Bernhard, der ist bereit, lieber die Peinen der Hölle zu dulden (wenn dies möglich wäre, ohne sich von Gott zu trennen), als einen Augenblick von Gott getrennt zu bleiben. O welch ein großer Schatz ist die Liebe Gottes, o selig, wer ihn besitzt; er trage alle Sorge und wende alle Mittel an, um ihn zu erhalten und zu vermehren; wer hingegen diesen großen Schatz noch nicht besitzt, der muß sein Möglichstes tun, um ihn zu erlangen.

8. Das erste Mittel zur Liebe Gottes besteht darin, daß man sich von allen irdischen Neigungen befreie. Die Liebe Gottes findet keinen Raum in einem Herzen, das voll irdischer Dinge ist. Je mehr Irdisches im Herzen ist, desto weniger Liebe Gottes kann darin herrschen. Wer also sein Herz mit der Liebe Gottes zu erfüllen wünscht, der muß vor allem die irdischen Neigungen daraus entfernen. Um selig zu werden, muß man den heiligen Paulus nachahmen, der, um die Liebe Christi zu erlangen, alle Güter dieser Welt wie Kot betrachtete: “Alles achte ich wie Kot, damit ich Christum gewinne” (Phil 3,8). Bitten auch wir den Heiligen Geist, daß er uns mit seiner heiligen Liebe entflamme, damit auch wir alsdann alle Reichtümer, Freuden, Ehren und Würden dieser Welt, um derentwillen die meisten Menschen verlorengehen, verachten, und sie als das, was sie sind, als Eitelkeit und bloßen Dunst und Unrat erkennen.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


17. Juli
Die Konsequenzen des Wunders

Zum heutigen 6. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt anbieten:

Das andere Wunder bei der Brotvermehrung


16. Juli
Vom Papst die Wüste, von Gott die Rettung

Vor einem Jahr, am Freitag, den 16. Juli 2021, wurde das Motu proprio Traditionis custodes veröffentlicht. Zwei Tage später habe ich in der Sonntagspredigt darüber gesprochen. Diese Predigt hatte ich bis heute nicht veröffentlicht. Nun kann man sie erstmals auf Youtube nachhören.


16. Juli
Josefa Menendez

Vor 100 Jahren, am 16. Juli 1922, legte die Mystikerin Sr. Josefa Menendez (1890-1923) im Kloster der Ordensfrauen vom Heiligsten Herzen Jesu Les Feuillants in Poitiers ihre Ordensgelübde ab. Bekannt wurde sie durch ihr Buch Die Liebe ruft.


15. Juli
Traditionis custodes

Morgen ist der erste Jahrestag von Traditionis custodes. Am Freitag, den 16. Juli 2021, wurde das Dekret veröffentlicht. Am Sonntag, den 25. Juli 2021, bin ich in dieser Predigt darauf eingegangen.


14. Juli
Jean Baptiste Romillon

Vor 400 Jahren, am 14. Juli 1622, starb in Aix im Alter von 69 Jahren Jean Baptiste Romillon. Calvinistisch erzogen, konvertierte er 1579 zur katholischen Kirche und empfing 1588 die Priesterweihe. 1592 gründete er zusammen mit César de Bus (1544-1607) die Weltpriesterkongregation der Doktrinarier. “Ein Mann des Gebetes, der Buße und werktätigen Nächstenliebe, widmete er sich mit größtem Erfolg der Katechese und Predigt” (LThK, 1. Auflage).


4. Juli
Worauf es ankommt

Zum kommenden 5. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese drei Predigten anbieten:

Unsichtbare Güter

Haltet Christus heilig in euren Herzen

Wenn eure Gerechtigkeit nicht vollkommener ist als die der Pharisäer


4. Juli
Warum das Staunen gut für uns ist

In meiner gestrigen Predigt erkläre ich die drei Dinge, über die wir einmal ewig staunen werden.


4. Juli
Moralische Norm und Sanktion

Von P. Engelbert Recktenwald

Zweiter Teil

Als innere Sanktion zieht Tugendhat nicht das Leiden unter der Schuld, sondern das Selbstwertgefühl in Betracht, das er seinerseits wiederum an die gesellschaftliche Reputation geknüpft hat. Damit aber kann er nonkonformistisches Verhalten nicht mehr von unmoralischem Verhalten unterscheiden. Ein Mensch, der aus moralischen Gründen gegen etablierte Missstände vorgeht, kann sich die Verachtung der öffentlichen Meinung ebenso zuziehen wie ein Verbrecher, dessen Verhalten zurecht geächtet wird. Tugendhat beruft sich auf die Psychologie des Kindes, dessen Selbstwertgefühl von der Erfahrung des Geliebtwerdens abhängt und Schuldgefühle erst entwickeln kann, wenn es einen internen Zusammenhang zwischen Amoralität und Liebesentzug sieht. Das ist richtig, nur übersieht er, dass Erwachsene keine Kinder sind und die moralische Entwicklung des Einzelnen nicht auf diesem Niveau stehen bleiben darf. Es ist gerade ein Zeichen von moralischer Reife, im Konfliktfall zwischen moralischer Einsicht und gesellschaftlichem Druck nicht den Weg der Anpassung, sondern der gesellschaftlichen Ächtung zu gehen, wie es uns viele Dissidenten unter totalitären Regimen vorgelebt haben. Wer jedermanns Darling sein will wie ein Kind gegenüber seinen Eltern, hat sein Gewissen an die Gesellschaft abgegeben. Es ist ja gerade das Kennzeichen totalitärer Regime, über den gesellschaftlichen Druck widerspenstige Gewissen mürbe zu machen. Wie weit der Dissident dann tatsächlich mit der Versuchung zu Selbstzweifeln zu kämpfen hat, hängt von seiner psychischen Konstitution und Sensibilität ab. Umgekehrt gibt es bei Verbrechern das Phänomen, dass die gesellschaftliche Ächtung und Bestrafung gerade zu einer Trotzreaktion führt, die das Aufkommen jedes Schuldgefühls nur um so entschiedener schon im Keim abzuwürgen sucht, ein Phänomen, das Nietzsche scharf, wenn auch mit seiner gewohnten Einseitigkeit, beobachtet und beschrieben hat: “Der ächte Gewissensbiss ist gerade unter Verbrechern und Sträflingen etwas äusserst Seltenes, die Gefängnisse, die Zuchthäuser sind nicht die Brutstätten, an denen diese Species von Nagewurm mit Vorliebe gedeiht: – darin kommen alle gewissenhaften Beobachter überein, die in vielen Fällen ein derartiges Urtheil ungern genug und wider die eigensten Wünsche abgeben. In's Grosse gerechnet, härtet und kältet die Strafe ab; sie concentrirt; sie verschärft das Gefühl der Entfremdung; sie stärkt die Widerstandskraft” (Zur Genealogie der Moral, Kap. 4). Im Volksmund heißt es dazu: “Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich leicht und ungeniert.”

Es ist also fatal, die Norm mit der inneren Sanktion, das moralische Sollen mit internalisiertem, sozialem Druck gleichzusetzen. Dieser Gleichsetzung entspricht die Gleichsetzung von Schuld mit gesellschaftlich verursachtem Selbstzweifel. Schuld wird auf Schuldgefühl reduziert, und berechtigtes Schuldgefühl kann dann von unberechtigtem, gesundes von pathologischem Schuldgefühl nicht mehr unterschieden werden. Denn in Wirklichkeit kommt es ja darauf an, ob ich zurecht oder zu Unrecht verachtet werde. Die Moral entscheidet über die Berechtigung der gesellschaftlichen Erwartungen an mich, nicht aber umgekehrt konstituiert erst die gesellschaftliche Erwartung die moralische Norm, wie Tugendhat meint. Aus dieser Verwechslung resultiert dann die ... weiterlesen


4. Juli
Keine Bereitschaft

Für jeden, der das Wesen der Kirche ehrlich betrachtet, gehört dazu auch die Entscheidung, dass das Weiheamt nur Männern offensteht. Die Vertreter des “Synodalen Wegs” betonen, es gebe dafür keine überzeugenden Argumente, wobei sie unter anderem die gesamte Theologie Johannes Pauls II. außer Acht lassen. Umso deutlicher tritt hervor, dass bei den Verfechtern des Frauenpriestertums keine Bereitschaft vorhanden ist, einen Gehorsam des Glaubens zu leisten. Damit aber wird die Grundlage des Vertrauens zur Kirche und in die gesamte Offenbarungsgeschichte zerstört.

Aus: Erich Maria Fink, Diener des Vertrauens, in: Kirche heute, Juni 2022, S. 15.

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3. Juli
Maria Theresia Ledochowska

Vor 100 Jahren, am 6. Juli 1922, starb in Rom im Alter von 59 Jahren Gräfin Maria Theresia Ledochowska. Sie war die Nichte des Kardinals Mieczyslaw Halka Graf von Ledochowski und die Schwester der hl. Maria Ursula Ledóchowska und des Generals der Gesellschaft Jesu Wladimir Ledochowski. 1888 schloss sie sich der Antisklavereibewegung Lavigeries an. Sie war ganz vom Missionsgedanken durchdrungen. “1894 stiftete sie in Salzburg als neuartiges Hilfswerk für die afrikanischen Missionen die St. Petrus-Claver-Sodalität und führte sie als Generaloberin (seit 1903 in Rom) durch ihre glühende Werbekraft und hervorragende Organisationsgabe zu internationaler Vereinigung” (LThK, 1. Auflage). 1975 wurde sie seliggesprochen.


2. Juli
Sicheres Heil

Zum morgigen 4. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese drei Predigten anbieten:

Göttliches Erfolgsrezept

Der Herr ist mein Heil, wen sollte ich fürchten?

Das Wort Gottes, das Geheimnis des Erfolgs


2. Juli
Jesuitengesetz

Vor 150 Jahren, am 4. Juli 1872, verkündete der Reichstag im Verlauf des Kulturkampfes das sog. Jesuitengesetz, das am 24. Juli in Kraft trat und alle Niederlassungen der Jesuiten auf deutschem Boden verbot. Betroffen waren auch “verwandte” Orden: Redemptoristen, Lazaristen, Väter vom Heiligen Geist, Herz-Jesu-Damen. Die Regierung konnte auch Aufenthaltsverbote gegen inländische und ausländische Jesuiten aussprechen. Erst 1917 wurde das Gesetz wieder aufgehoben.
Insgesamt erwies sich Bismarcks Kulturkampf als großer Fehler (aus seiner Sicht): “Wenn die Kirche auch erhebliche Einbuße an Rechten erlitten hatte, der moralische Sieg war auf ihrer Seite und ihre unverwüstliche Lebenskraft hatte sich neu bewährt, das Selbstbewußtsein der Katholiken war durch den siegreichen Ausgang gehoben, das Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Verbundenseins mit dem Papsttum außerordentlich gestärkt worden” (Bihlmeyer/Tüchle, Kirchengeschichte III, S. 412).


2. Juli
Helmut Schoeck

Vor 100 Jahren, am 3. Juli 1922, wurde in Graz der Soziologe Helmut Schoeck geboren. Von 1950 bis 1964 lehrte er in den USA, von 1965 bis 1990 in Mainz. Er war ein Kritiker des linken Zeitgeistes. Sein größter publizistischer Erfolg war sein Bestseller Der Neid. Eine Theorie der Gesellschaft, der in über zehn Sprachen übersetzt wurde. Am 2. Februar 1993 starb er in Niedernhausen bei Wiesbaden.


2. Juli
Gustav Mey

Vor 200 Jahren, am 2. Juli 1822, wurde in Neukirch bei Rottweil der Katechet Gustav Mey geboren. “Sehr verdient um Förderung und Belebung des katechetischen Unterrichts durch Verbindung desselben mit der biblischen Geschichte. Diesem Zweck dienen seine praktischen ‘Vollständigen Katechesen für die untere Klasse der kath. Volksschule’ (1871, viele Auflagen, seit 1927 in Neubearbeitung durch Th. Hoch) und die meisterhafte Bearbeitung der ‘Biblischen Geschichte für kath. Volksschulen von Schuster’ (viele Auflagen). Verfaßte auch ein ‘Meßbüchlein für fromme Kinder’ (mit Bildern von Glützle)” (LThK, 1. Auflage). Er starb als Pfarrer zu Schwörzkirch am 22. Juni 1877.


1. Juli
Rosenkranzkönigin

Vor 25 Jahren, am 1. Juli 1997, wurde für den überlieferten Ritus in Vienna, Ohio, Diözese Youngstown, die Pfarrei Queen of the Holy Rosary errichtet.


1. Juli
Alberto Cosme da Amaral

Vor 50 Jahren, am 1. Juli 1972, wurde Alberto Cosme da Amaral (1916-2005) zum Bischof von Leiria ernannt. Seit 1984 heißt die Diözese Leiria-Fatima. Er blieb Bischof bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1993. Als Bischof untersagte er 1974 die Veröffentlichung der Dokumentation über die Ereignisse von Fatima, die Dr. Joaquín Maria Alonso CFM (1913-1981) im Auftrag des Vorgängers, des Bischofs Joao Pereira Venâncio (1958-1972), in achtjähriger Arbeit zusammengestellt hatte. Sie umfasste 24 Bände mit über 5000 Dokumenten. Alonso vertrat die These, dass das dritte Geheimnis von Fatima die Glaubenskrise der Kirche und das Versagen der Hierarchie betreffe.


30. Juni
Die Macht des Blutes

Zum morgigen Fest des Kostbaren Blutes kann ich diese Predigt anbieten.


30. Juni
Ernst Müller

Vor 200 Jahren, am 30. Juni 1822, wurde in Irritz, Südmähren, Ernst Müller geboren. 1846 zum Priester geweiht, wurde er 1885 Bischof von Linz. Von 1857 bis 1868 war er Professor für Moraltheologie an der Universität Wien. Im Lexikon für Theologie und Kirche (1. Auflage) wird er als “hervorragender Moraltheologe” bezeichnet. “Sein von frommem Geist durchwehtes Hauptwerk: Theologia moralis (3 Bde., Wien 1868/76 ...) berücksichtigt besonders die Tugendlehre.” Müller starb am 28. September 1888 in Linz.


29. Juni
Geschützte Räume?

Wir beobachten zusehends, dass von Frauen verlangt wird, frag- und klaglos zu akzeptieren, dass biologische Männer in ihre Räume eindringen. In Großbritannien und den USA sind mehrfach Fälle bekannt geworden, in denen sich polizeibekannte Sexualstraftäter als Frauen definiert haben und so Zugang zu Frauensaunen bekommen haben oder im Frauengefängnis untergebracht wurden – wo sie dann weiter sexuell übergriffig wurden. Natürlich ist es tragisch, wenn alle Transpersonen für das Fehlverhalten Einzelner – die oft gar nicht transsexuell sind, sondern einfach die Möglichkeit nutzen – in Sippenhaft genommen werden. Trotzdem müssen wir offen darüber reden, was es heißt, wenn biologische Männer sich durch einen reinen Sprechakt als Frau deklarieren und in geschützte Räume eindringen können. Genau das soll durch das geplante Selbstbestimmungsgesetz passieren. Ich kritisiere, dass dies von einem Teil der Transcommunity mit einem gewissen Druck vorangetrieben wird, ohne jedes Verständnis dafür, dass biologische Frauen da Redebedarf sehen.

EMMA-Redakteurin Chantal Louis im Interview mit Franziska Harter, Tagespost 16. Juni 2022.

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29. Juni
Michael Schmaus

Vor 100 Jahren, am 29. Juni 1922, wurde der Theologe Michael Schmaus (1897-1993) in Freising zum Priester geweiht. Er war ein Schüler Martin Grabmanns und lehrte Dogmatik in München.


28. Juni
Gottes rettende Liebe

Gott hat ein Herz: Das zeigt uns das Evangelium vom verlorenen Schaf. Was für uns die Rettung bedeutet, war für die Pharisäer ein Stein des Anstoßes. Die Geschichte wiederholt sich heute. Meine Predigt zum 3. Sonntag nach Pfingsten.


28. Juni
Mackie contra Newman

Heute ist auf CNA die 32. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


27. Juni
Frei erfunden

Im Deutschlandfunk berichtete die kirchenpolitische Redakteurin Christiane Florin, der Vorwurf gegen Benedikt XVI. sei, er habe „bewusst in seiner Stellungnahme im Münchner Gutachten die Unwahrheit gesagt – also gelogen“. Tatsächlich hatten noch nicht einmal die Anwälte diesen Vorwurf erhoben. Auf der betreffenden Sitzung des Ordinariatsrates, so Florin weiter, sei „entschieden“ worden, dass der Priester H. „in das Erzbistum München übernommen und wieder in der Seelsorge eingesetzt werden sollte – obwohl er in der Vergangenheit Kinder missbraucht hat“. Auch diese Darstellung war von der Journalistin frei erfunden worden. Sie stand nirgendwo im Gutachten.

Aus: Peter Seewald, Der Missbrauch, die Medien und Benedikts Vermächtnis

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27. Juni
Philipp Mickenbecker

Vor 25 Jahren, am 27. Juni 1997, wurden in Hessen Johannes und Philipp Mickenbecker geboren. Sie gründeten 2016 den You-Tube-Kanal The Real Life Guys. Ihr christliches Glaubenszeugnis erreichte viele Menschen. Philipp starb am 9. Juni 2021 an Krebs.


26. Juni
Lauda Sion Salvatorem

Mit etwas Verspätung veröffentliche ich meine Fronleichnamspredigt aus diesem Jahr. Ich erkläre, wie sorgsam und langfristig Gott die Fäden gezogen, um die Fronleichnamsliturgie zustande zu bringen.

Recktenwald-Predigten · Fronleichnam: Die unerhörte Wahrheit

25. Juni
Beschützer aller, die auf dich hoffen

Zum 3. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt anbieten:

Göttlicher Schutz


25. Juni
Der doppelte Ruf

In dieser Podcast-Folge schildere ich das Spannungsfeld, in dem der Christ lebt: zwischen Risiko und Geborgenheit.


23. Juni
Luigi Orione

Vor 150 Jahren, am 23. Juni 1872, wurde in Pontecurone (Provinz Alessandria) der Priester Luigi Giovanni Alolisius Orione geboren. Er war ein Schüler des hl. Don Bosco, trat nach dessen Tod 1888 ins Priesterseminar von Tortona ein und gründete nach dem Vorbild des hl. Josef Benedikt Cottolengo (1786-1842) 1892 die Söhne der Göttlichen Vorsehung und 1915 die Kleinen Missionsschwestern der Caritas. Am 12. März 1940 starb er in San Remo. Er wurde 1980 selig- und 2004 heiliggesprochen.


21. Juni
Das Zitat

Herr Jesus, welch große Freude liegt in deiner Liebe, welch große Ruhe verbindet sich mit der Freude, welch große Sorglosigkeit mit der Ruhe! Wer dich liebt, irrt sich nicht in seiner Wahl, denn es gibt nichts Besseres als dich. Auch in seiner Hoffnung täuscht er sich nicht, denn nichts wird mit mehr Gewinn geliebt. Man braucht nicht zu fürchten, das Maß zu überschreiten, weil in der Liebe zu dir kein Maß vorgeschrieben ist.

Aelred von Rievaulx

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