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* * *

24. Februar
Über die Selbstprüfung des Herzens

Meine Predigt zum morgigen Sonntag.


24. Februar
The Abolition of Man

Vor 75 Jahren, vom 24. bis 26. Februar 1943, hielt C. S. Lewis an der Universität Durham im Rahmen der Riddell Memorial Lectures drei Vorlesungen, aus denen sein anspruchsvollstes Werk hervorgegangen ist: Die Abschaffung des Menschen, über welches Owen Barfield schrieb: “Falls es ein Stück heutiger Schriftstellerei gibt, das solchen denkerischen Scharfsinn, solche Munterkeit im Ausdruck und solchen Tiefsinn mit soviel Seligkeitsgefühl verbindet, so bin ich ihm noch nicht begegnet.” Die amerikanische National Review setzte es in der Liste der 100 besten Sachbücher des 20. Jahrhunderts auf den siebten Platz.

C. S. Lewis über das Naturrecht


24. Februar
Der “Schott” des 21. Jahrhunderts

In der Tagespost dieser Woche hat Clemens Schlip unter dem Titel "Der “Schott” des 21. Jahrhunderts. Ein Volksmissale, das keine Wünsche offen lässt: Der “Ramm” setzt Maßstäbe" ausführlich das 1896 Seiten umfassende Volksmessbuch von P. Martin Ramm FSSP vorgestellt, das man bei der Petrusbruderschaft bestellen kann.


22. Februar
Die drei Einfallstore der Versuchung

Meine Predigt vom letzten Sonntag


17. Februar
Joachim Piegsa

Vor drei Jahren, am 20. Februar 2015, starb in Ludwigshafen im Alter von 84 Jahren der Moraltheologe Prof. Dr. Joachim Piegsa MSF. Von 1977 bis 1998 lehrte er in Augsburg. Zu seinen Hauptwerken gehört das dreibändige Handbuch Der Mensch – das moralische Lebewesen. Er gehörte zu jener Art von Theologen, die das kirchliche Lehramt ernstnehmen, statt ihm “moralisierende Einschüchterung” (Höhn) vorzuwerfen.


17. Februar
Seattle

Vor fünf Jahren, am 19. Februar 2013, wurde die Niederlassung der Priesterbruderschaft St. Petrus in Seattle, das Haus Our Lady of Grace, kanonisch errichtet.


17. Februar
Norma McCorvey

Vor einem Jahr, am 18. Februar 2017, starb in Texas im Alter von 69 Jahren Norma McCorvey. Sie wurde berühmt durch das von ihr als Klägerin ausgelöste Urteil “Roe v. Wade”, mit dem 1973 der Oberste Gerichtshof der USA die Abtreibung legalisierte. 1995 änderte sie ihre Einstellung, wurde zu einer Lebensrechtlerin, empfing von Evangelikalen die Taufe und konvertierte 1998 zur katholischen Kirche.


17. Februar
Gennaro Bucceroni

Vor 100 Jahren, am 18. Februar 1918, starb in Rom im Alter von 76 Jahren der Moraltheologe Gennaro Bucceroni SJ. Er gehörte zur Vorbereitungskommission des Codex Iuris Canonici, den der hl. Papst Pius X. 1917 promulgierte. Die Werke Bucceronis “setzten unter enger Anlehnung an kirchliche Quellen die Lehrtradition A. Ballerinis fort” (LThK, 3. Auflage).


16. Februar
Michael Novak

Vor einem Jahr, am 17. Februar 2017, starb in Washington im Alter von 83 Jahren der katholische Philosoph Michael Novak. Von ihm gibt es auf kath-info den Artikel Einsame Atheisten.


16. Februar
Evarist Mushi

Vor fünf Jahren, am 17. Februar 2013, wurde auf der Insel Sansibar, Tansania, der katholische Priester Evarist Mushi von Islamisten ermordet. Mushi war 55 Jahre alt. Er wurde von zwei Männern durch Kopfschuss getötet, als er die St. Josephs-Kathedrale betreten wollte, um einen Gottesdienst zu feiern. Zu dem Anschlag bekannte sich die Separatistenbewegung Uamsho (Erwachen), die damals ankündigte: “Es werden noch viele andere sterben. Wir werden Kirchen und Häuser in Brand stecken.”


15. Februar
Wurde das nicht vom Konzil abgeschafft?

Von Kevin Scallon C.M.

Freunde von mir haben einen Sohn, der ein erfolgreicher Anwalt ist. Dieser junge Mann machte an einem berühmten katholischen College sein Examen. Er gab seinen Glauben auf und ist nicht kirchlich verheiratet. Immer, wenn ich ihm begegne, hält er mir Vorträge darüber, „was in der katholischen Kirche falsch läuft“. Nach einigen dieser Begegnungen verlor ich schließlich die Geduld, ich konnte es nicht mehr ertragen.

Ich antwortete ihm: „Lass mich dir sagen, was mit der katholischen Kirche nicht stimmt! Sie ist voll von Leuten wie dir, die nie zur heiligen Messe gehen, die sich nicht die Mühe machen zu heiraten oder ihre Kinder taufen zu lassen, die nicht zur Beichte gehen, nicht beten und denen die Armen und andere Menschen egal sind, die ständig die Priester, Brüder, Ordensschwestern und andere engagierte Leute kritisieren. Das ist meiner Meinung nach das, was mit der katholischen Kirche nicht stimmt!“ Ich kam mir vor wie Jesus im Tempel. Ich war wütend auf ihn und er wusste es. Das war das letzte Mal, dass er mir Vorträge zu diesem Thema hielt.

Dies ist das Problem mit vielen Katholiken. Sie wollen eine Kirche nach ihren eigenen Vorstellungen, und Gehorsam gehört nicht dazu. Sie wollen alle Vorteile des Katholischseins, doch keine der Verpflichtungen. Sie leben am Rand des kirchlichen Lebens, ohne Sakramente und ohne Gebet. Manchmal leben sie in großer Sünde. Sie haben sich völlig der Welt mit ihrem Hochmut, ihrer Gier, ihrem sozialen Ehrgeiz und den Vergnügungen des Trinkens und Sex hingegeben. Ihr Leben ist selbstsüchtig und egozentrisch. In einem Leben, das sich nur um sie selbst dreht, haben sie kein Verlangen nach Gott. Sie kommen jedoch zu Taufen und Hochzeiten. Sie treten sogar vor den Altar, um die heilige Kommunion zu empfangen. „Warum denn nicht? Ich bin schließlich katholisch!“

Das Endprodukt dieses Lebensstils ist eine tiefe Unzufriedenheit. Es ist eine Tatsache, dass wir für Gott geschaffen sind und dass der Raum in unserem Herzen, der für Ihn bestimmt ist, nie von la dolce vita ausgefüllt werden kann. Weder ein Jet-Set-Leben noch Drogen, Alkohol, Sex oder irgendetwas anderes können uns je glücklich machen oder die Leere ausfüllen, die durch die Abwesenheit des lebendigen Gottes entsteht.

Der heilige Augustinus drückte mit seinen oft zitierten Worten eine Realität aus, der kein Mensch entfliehen kann:
“Groß bist du, o Herr, und deines Lobes ist kein Ende; groß ist die Fülle deiner Kraft, und deine Weisheit ist unermesslich. Und loben will dich der Mensch, ein so geringer Teil deiner Schöpfung; der Mensch, der sich unter der Last der Sterblichkeit beugt, dem Zeugnis seiner Sünde, einem Zeugnis, dass du den Hoffärtigen widerstehest; und doch will dich loben der Mensch, ein so geringer Teil deiner Schöpfung. Du schaffest, dass er mit Freuden dich preise, denn zu deinem Eigentum erschufst du uns, und ruhelos ist unser Herz, bis es ruhet in dir” (Augustinus, Bekenntnisse, Buch 1, I).

Letztlich können solche Leute so sehr jeglichen Kontakt mit Gottes Gnade verlieren, dass ihnen noch nicht einmal bewusst ist, wie sündig ihr Leben geworden ist. Sie leben buchstäblich in einem Zustand tödlicher Sündhaftigkeit. Ihr moralischer Kompass funktioniert nicht mehr, langsam aber sicher werden sie so durcheinander, dass ihnen Finsternis hell erscheint und das Böse gut. Satan ist nie weit weg von solchen Leuten, er drängt sie zur endgültigen Zerstörung. Doch auch Gott ist nicht fern von ihnen, „denn seine Huld währt ewig!“ (Psalm 136).

Nicht jeder führt nun ein so dunkles und sündiges Leben. Gott beruft alle zu einem Leben der Heiligkeit im Bund mit Ihm, doch leider geraten viele in ein Leben der Kompromisse, sie sind lauwarm. Ihr Lebensziel ist dasselbe wie das so vieler – die Suche nach Reichtum und sozialem Ansehen. Sie werden von der Meinung anderer und verschiedenen Formen der „Korrektheit“ regiert. Sie beten wenig. Gott wird auf Abstand gehalten. Sie befinden sich auf einer Startbahn und der Tower hat ihnen die Starterlaubnis gegeben – doch sie heben nie ab.

Einmal fragten mich Leute nach den Themen meiner Einkehrtage. Als ich ihnen sagte, dass unser erster Abend unter dem Thema der Umkehr und des Sakraments der Versöhnung stände, sagte einer von ihnen: „Wissen Sie, ich bin seit zwanzig Jahren nicht mehr beichten gewesen. Ich dachte, all das sei nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil abgeschafft worden!“

Es gibt viele Katholiken, die irgendwie den Eindruck haben, das Sakrament der Versöhnung sei für die Praxis unseres katholischen Glaubens nicht mehr nötig. Dem ist jedoch nicht so. Um die Wahrheit zu sagen: Für unsere Kirche ist es heutzutage sehr notwendig, Menschen dazu aufzurufen, in dieser barmherzigen Begegnung mit dem auferstandenen, vergebenden Christus im Sakrament der Versöhnung ihre Sünden zu bereuen.

Eine andere bedauerliche Haltung hinsichtlich dieses Sakraments möchte ich als „Autowasch-Mentalität“ bezeichnen. Viel zu viele Menschen meinen, nur die Beichte sei erforderlich, es sei nicht wirklich nötig, sein Leben zum Besseren hin zu verändern. Der Empfang des Sakraments der Versöhnung setzt ein Verlangen zur Umkehr und zur Veränderung seines Lebens voraus.

Vor einigen Jahren feierte ich in Asien während einer großen Versammlung die heilige Messe. Das Auditorium war mit etwa zweitausend Menschen gefüllt. Auf dem Weg zur Eucharistiefeier, während der Prozession, näherte sich mir ein Mann und fragte, ob ich seine Beichte hören könne. Ich antwortete: „Nein, das kann ich nicht, ich muss die heilige Messe feiern.“

Als ich mich von ihm entfernte, hörte ich eine Stimme, die mir sagte: „Geh zurück und höre seine Beichte!“ Sofort kehrte ich um und ging zurück, nahm ihn zur Seite und hörte seine Beichte. Später wurde mir erzählt, dass dieser Mann eine außergewöhnliche Erfahrung mit dem barmherzigen, vergebenden Christus hatte, die offensichtlich sein ganzes Leben veränderte. Als Priester bin ich Zeuge vieler solcher Gnaden durch das Sakrament der Versöhnung geworden, und an jenem Tag fasste ich den Vorsatz, immer die Beichte eines jeden zu hören, der mich darum bittet – ganz gleich, wie sehr ich zeitlich unter Druck stehen mag.

Die Menschen sollten keine Angst haben, ihren Sünden und Dämonen ins Gesicht zu sehen. Gott schenkt uns die Gebote, und die Kirche lehrt und hilft uns, unser Gewissen zu bilden. Die Sünde verändert sich nicht sehr; sie legt sich lediglich ein neues Gesicht zu.

Bei diesem Text handelt es sich mit freundlicher Abdruckgenehmigung des Verlags um ein Kapitel aus dem Buch von P. Kevin Scallon C.M. Ich will selbst kommen! Den auferstandenen Christus erfahren, Miriam-Verlag Jestetten, 22010


14. Februar
Jahresranking 2017: Die Top 100

Zweiter Teil: Die Plätze 61 bis 80

Wie letztes Jahr gebe ich die 100 auf kath-info meistgelesenen Seiten des vorangegangenen Jahres in mehreren Schritten bekannt. Dieses Jahr beginne ich mit den letzten 20 der Top 100. In der rechten Spalte ist zu sehen, um wie viele Plätze der jeweilige Beitrag im Vergleich zum Vorjahr gestiegen oder gefallen ist.
Man sieht sofort, wer in diesem Bereich der Plätze 61 bis 80 der Aufsteiger des Jahres ist: ein Beitrag, der bereits letztes Jahr zu den Top 5 der Newcomer des Jahres gehörte.

Platz Jahresranking 2017
Die Top 100 von über 640 Seiten

Die Plätze 61-80

Verän-derung gegen-über dem Vorjahr
61

Swinburne: Gibt es einen Gott?

- 4
62

Beiträge zur Unauflöslichkeit der Ehe

+ 21
63

Damaskus: Das vergessene Massaker

- 2
64

Piusbruderschaft, quo vadis?

- 15
64

Befreiungstheologie

+ 12
66

Hesse: Das Evangelium im Widerstreit der Theologen, Teil 2

+ 49
67

Johannes Paul II.: Ehe und Naturrecht

+ 19
68

Maria Pinsker: Pater Pio und die geordnete Liebe

+ 9
68

Recktenwald: Maria im Heilsplan Gottes

- 2
70

Gender Mainstreaming

- 24
71

Der Streit um die Evolution

- 9
71

Hl. Alfons: Gebete für eine gute Todesstunde

+ 25
73

Christian Spaemann: Die gegenwärtige Psychotherapieszene und die Frage nach dem Sinn

- 15
74

Josef Bordat: Peter Wusts Ungewißheit und Wagnis

+ 24
75

Über Christ in der Gegenwart

+ 66
76

Islam: Über die Papstrede in Regensburg

- 35
77

Pius XII. und die Juden

- 42
78

Papst Franziskus und die Frage: Sind alle Menschen Kinder Gottes?

+ 151
79

Beiträge über die Familie

+ 27
80

Josef Pieper: Was heißt philosophieren?

+ 21

Zum Jahresranking der Vorjahre


13. Februar
Anton Brus

Vor 500 Jahren, am 13. Februar 1518, wurde im mährischen Müglitz Anton Brus geboren. 1540 zum Priester geweiht, wurde er später Beichtvater des Kaisers, 1558 Bischof von Wien und 1561 auch Erzbischof von Prag. Er nahm am Konzil von Trient teil und erreichte 1564 vom Papst das Zugeständnis des Laienkelches. Mit ihm begann der Aufschwung des katholischen Lebens in Böhmen. Er starb am 27. August 1580 in Prag.


13. Februar
Paul Liu Hanzuo

Vor 200 Jahren, am 13. Februar 1818, starb in China als Märtyrer im Alter von 40 Jahren der hl. Paul Liu Hanzuo. Er war Diözesanpriester der Mission von Su-Tchuen und “zeichnete sich durch besondere Liebenswürdigkeit, Bescheidenheit und Einfachheit aus. Das Wüten der Verfolgung verdoppelte seinen Eifer. Nach seiner Verhaftung wurde er nach Tchen-Tou gebracht, wo ihn der Mandarin einer Prüfung unterzog, bei der er sich als Priester erklärte und angab, lieber sterben zu wollen, als dem katholischen Glauben abzuschwören. Er wurde verprügelt und ins Gefängnis gesteckt, um dort den kaiserlichen Bescheid abzuwarten. Nach Eintreffen desselben wurde er am 13. Februar 1818 stranguliert” (A. Resch). Am 27. Mai 1900 wurde er selig-, am 1. Oktober 2000 heiliggesprochen.


13. Februar
Ars

Vor 200 Jahren, am Sonntag, den 13. Februar 1818, feierte in Ars der hl. Johannes Maria Vianney, der vier Tage zuvor angekommen war, seinen Einführungsgottesdienst als Pfarrer. Die Kirche war voll von Neugierigen. Unter ihnen war Bürgermeister Mandy, der nach dem Gottesdienst meinte: “Wir haben eine arme Kirche, aber wir besitzen einen heiligen Priester.” Seine erste hl. Messe in Ars überhaupt hatte der Heilige am 10. Februar gefeiert.


12. Februar
Fundamentalismus

"Wenn ,Fundamentalismus' so etwas ist wie eine verkürzte Argumentation, die die Einsicht in andere Argumente und damit deren Integrierung verweigert, dann kann man diesen Vorwurf auch gegenüber den Argumenten, welche eine bestimmte Art der Selbstbestimmung absolut setzen, erheben. Selbstbestimmung als ,liberal' im Sinne von Freiheitsdenken zu reklamieren, Lebensschutz hingegen, der sich an realer Freiheit und Abhängigkeit orientiert, als ,fundamentalistisch' zu diskriminieren, ist mit dem Anspruch an einen fairen und offenen ethischen Diskurs nicht zu vereinbaren."

Aus: Dietmar Mieth: Grenzenlose Selbstbestimmung?. Der Wille und die Würde Sterbender. Patmos Verlag, Düsseldorf 2008. Zitiert von Michael Pawlik in seiner Rezension in der FAZ vom 14. Juli 2008.

Spaemann: Wer ist Fundamentalist?


11. Februar
Ein Blinder als Vorbild

Meine Predigt von heute.


11. Februar
Rücktritt

Vor fünf Jahren, am 11. Februar 2013, kündigte Papst Benedikt XVI. für den 28. Februar seinen Amtsverzicht an. Sofort entzündete sich eine Diskussion darüber, wie dieser Schritt theologisch zu werten sei. Meine Stellungnahme dazu veröffentlichte ich auf kath-info.


11. Februar
Bernhard Sirch

Vor fünf Jahren, am 11. Februar 2013, starb im Alter von 69 Jahren P. Dr. Bernhard Sirch OSB. Er leitete neunzehn Jahre lang den EOS-Verlag in St. Ottilien. Die Leiden seiner letzten Krankheit hatte er für Papst Benedikt XVI. aufgeopfert.


10. Februar
Werden wir den Herrn begleiten?

Meine Predigt zum morgigen Sonntag.


10. Februar
Aufgewirbelter Staub

Die angebliche Wunderproblematik besteht in Wirklichkeit gar nicht. Sie ist nur aufgewirbelter Staub, der die schlichte Tatsache verhüllen soll, dass man nicht mehr an einen Gott glaubt, der als Schöpfer souverän über Seiner eigenen Schöpfung und ihren Gesetzen steht und daher jederzeit in den Gang der Dinge eingreifen kann.

Aus: P. Bernward Deneke, Ja, Er kann!, in: Deutsches Katholisches Sonntagsblatt 2/2018.

Zum Thema Wunder


9. Februar
Widerstand

Maria Serwe hat eine Präsentation über den Widerstand der katholischen Kirche gegen den Nationalsozialismus erstellt, die wir hier im PDF-Format anbieten. Die Präsentation ist informativ und vielseitig verwendbar.


8. Februar
Was heißt “Gott”?

Einer Religion, die Unterwerfung unter einen Gott verlangt, der Hass, Terror und Unterdrückung in die Welt bringt, kann nur eine andere Religion antworten, die den wahren Gott verteidigt, weil es den “anderen Gott” nicht gibt und auch nicht geben kann. Das Wort Gott hat keinen Sinn, wenn das Göttliche nicht gut und das Gute nicht göttlich ist.

Aus: Bernhard Meuser, Mut zu neuen Wegen, in Kirche heute, Februar und März 2018.


8. Februar
Kurt Hübner

Vor fünf Jahren, am 8. Februar 2013, starb in Kiel im Alter von 91 Jahren der renommierte Philosoph Kurt Hübner. Er war unter anderem sechs Jahre lang Präsident der Allgemeinen Gesellschaft der Philosophie in Deutschland, Gründer des Zentrums zum Studium der deutschen Philosophie und Soziologie in Moskau und Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Die ZEIT nannte ihn einen “der letzten Universalisten der Philosophie und Wissenschaftstheorie”. Auf kath-info ist von ihm eine Rezension erschienen: über ein Werk von Markus von Hänsel-Hohenhausen, das Neuland in der Wissenschaftstheorie erschließt.


6. Februar
Die geschändete Barmherzigkeit

Die neueste Folge meines Podcasts


6. Februar
Anselm Günthör

Vor drei Jahren, am 6. Februar 2015, starb im oberschwäbischen Altshaus im Alter von 103 Jahren der Moraltheologe P. Anselm Günthör OSB. 1929 trat er ins Benediktinerkloster Weingarten ein. Von 1952 bis 1971 lehrte er als Professor für Moral- und Pastoraltheologie in Rom. Wachsam und kritisch verfolgte er manche theologischen Irrwege nach dem Konzil. Seine Selbstbiographie erschien im fe-Verlag.


5. Februar
Monatsranking Januar 2018

Aufsteiger in die Top 10 ist die Seite über P. Andreas Hönisch, dessen zehnter Todestag in den Januar fiel. Die Seite stieg um 138 Plätze auf Platz 7.

Platz Monatsranking Januar 2018
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 640 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+ 1
2

In-vitro-Fertilisation

+ 1
3

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

- 2
10

Über Handkommunion

+ 2
20

Martin Ramm: Der Widerstand der katholischen Jugend im Dritten Reich

+ 1
30

G. K. Chesterton

+ 14
40

Hurnau: Die Schule der Exorzisten

- 8
50

Damaskus: Das vergessene Massaker

+ 51
60

Wandlungsworte: Das Blut des Bundes - vergossen für alle?

- 5
100

Der Streit um die Evolution

- 32

Zum Ranking der Vormonate


4. Februar
Das Gleichnis gegen Drückeberger

Meine Predigt von heute


4. Februar
Claude Dablon

Vor 400 Jahren, im Februar 1618, wurde in Dieppe der Kanadamissionar Claude Dablon SJ geboren. Er wurde 1670 in Sault Ste. Marie, wohin 29 Jahre zuvor der hl. Isaac Jogues als erster Europäer gekommen war, Leiter des dortigen riesigen Missionsgebietes. Zusammen mit Marquette und Allouez bildet er das berühmte Missionstriumvirat der Kanadamission der damaligen Zeit. Er starb 1697 in Québec.


3. Februar
Das Mutmachergleichnis für die Priester

Meine Predigt zum morgigen Sonntag Sexagesima


3. Februar
Josephina Nicoli

Vor zehn Jahren, am 3. Februar 2008, wurde Josephina Nicoli FdC (1863-1924) seliggesprochen. Sie stammte aus Castima, Diözese Tortona, und trat 1883 in die Kongregation der Töchter der christlichen Liebe ein, die vom hl. Vinzenz von Paul und der hl. Luise von Marillac gegründet worden war. Ihr Einsatz galt den Armen und der Erziehung der Jugend.


3. Februar
Alfons von Mena

Vor 450 Jahren, am 3. Februar 1568, wurde in Logroño, Spanien, der selige Alfons von Mena OP geboren. Er meldete sich für die Mission der Philippinen, kam 1602 nach Japan und starb dort am 10. September 1622 “des Feuertodes beim ‘großen Martyrium’ zu Nagasaki” (LThK, 1. Auflage). 1867 wurde er seliggesprochen.


2. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die beiden Zeugnisse von Alina Oehler und Prof. Andreas Wollbold über die Schönheit und den Wert der überlieferten Liturgie finden sich nun bei der Rede von Kardinal Ratzinger über die Notwendigkeit, die Dimension des Heiligen in der Liturgie zurückzuerobern. Die Beobachtung Prof. Ginderts zur Reaktion der deutschen Bischöfe auf den Vorschlag, ein Scheidungsritual einzuführen (Nur sechs von siebenundzwanzig?), wurde auf der einschlägigen Themenseite untergebracht. Das Video Martin Lohmanns mit Prof. Georg May zur Vorstellung von dessem Mammutwerk über zerstörerische Tendenzen in der Theologie findet sich auf der Seite, die der von Johannes Paul II. so genannten Pseudotheologie gewidmet ist.


2. Februar
Paula Gräßl

Vor 300 Jahren, am 2. Februar 1718, wurde in Pfaffenhofen an der Ilm die Mystikerin Paula Gräßl OP geboren. “Ob ihrer Ekstasen, Herzenskenntnis, mystischer Vermählung usw. von der Hölle und einigen Mitschwestern hart verfolgt, unter schweren seelischen und körperlichen Leiden eine heroische Dulderin und ein Trostengel für ihr Kloster, entfaltete für Ungezählte, die sie in geistigen und materiellen Nöten aufsuchten, eine weitgreifende helfende Liebe. Zusammen mit der Genossin ihrer Gnaden, Columba Weigl, ein typisches Beispiel für die Leidens- und Sühnemystik des 18. Jahrhunderts” (LThK, 1. Auflage). Paula Gräßl starb am 27. April 1793 in Altenhohenau am Inn.


1. Februar
Mission braucht Maria

“Maria ist von Gott erwählt worden, der Welt den Erlöser zu bringen. Und er will auch heute durch sie zu den Menschen kommen. Niemand hat Jesus Christus so gut kennengelernt wie sie, niemand hat ihn so geliebt wie sie. Und das ist auch heute noch so. Deshalb ist Maria der Stern der Neuen Evangelisierung, wie es die letzten Päpste, Paul VI. Johannes Paul II, Benedikt XVI. und Franziskus, immer wieder ausdrücklich betont haben. Eine Mission, die zur Erneuerung des Glaubens an Jesus Christus, zum neuen Aufblühen des sakramentalen Lebens, der Begegnung mit dem Erlöser in Beichte und Eucharistie, führen will, braucht Maria. Ohne die Gottesmutter wird es nicht gelingen, unsere Pfarreien mit neuem Leben zu erfüllen. Es wird auch nicht gelingen, die Einheit unter den Christen herbeizuführen.”

So Erich Maria Fink in seiner freundschaftlichen Kritik am Mission Manifest (das er selber unterschrieben hat) in seinem Artikel Jesus ist der Retter, in Kirche heute vom Februar und März 2018. Außerdem ist er der Überzeugung, dass unser Missionseifer nicht davor zurückschrecken darf, den Gläubigen der Freikirchen freimütig unseren Glauben zu bekennen. Ohne Maria können wir das Geheimnis der Kirche nicht verstehen.


31. Januar
Der Heilige der Landstraße

Von Alfred Betschart

Sechster Teil

Herr Paul Mancini, Kleriker, Verwalter des Annenhospizes, 60 Jahre alt, sagte aus (aaO., S. 235): Ich habe von verschiedenen Personen, an die ich mich, außer an den hochw. Herrn Marconi, nicht erinnere, gehört, dass unser Diener Gottes nachts, auch nach Mitternacht, gesehen wurde, wie er in jenen Kirchen, in denen das heiligste Sakrament ausgesetzt war, betete. Ich verstehe nicht, wie sich eine solche Tatsache vereinbaren lässt mit dem, was der Herbergsvater und die Armen des Hospizes mir versichert haben, dass nämlich Benedikt unfehlbar jeden Abend zur vorgeschriebenen Stunde, das ist gegen 24 Uhr, im Hospiz erschien, wo er schlief und das er erst am andern Morgen nach dem gemeinsamen Gebet verließ.

Frau Magdalena Majo, Maestra Pia (Schulschwester), etwa 30 Jahre alt, sagte aus (aaO., S. 359): Nach seinem Tode habe ich erfahren, dass er die letzten zwei, drei Jahre seines Lebens in dem Hospiz des hochw. Herrn Mancini geschlafen hat und keine Nacht dort gefehlt habe. Zur selben Zeit habe ich gehört, der Diener Gottes sei in der Nacht von Heiligabend 1782 im Gottesdienst der Kirche Madonna dei Monti gewesen. Darum hielt man dies für ein Wunder. Ich wusste, dass in jener Nacht zwei meiner Gefährtinnen, nämlich Lukrezia Minaccioni und Maria Trojani, die jetzt Schulschwestern in Subiaco sind, in diese Kirche gegangen waren. Um mir Gewissheit zu verschaffen, habe ich ihnen geschrieben, sie möchten mir mitteilen, ob sie mit Sicherheit Benedikt in dieser Nacht in dieser Kirche gesehen hätten. Bald darauf antwortete mir Lukrezia Minaccioni, die es zugleich auch im Namen von Maria Trojani bezeugte, dass sie ihn wirklich in dieser Nacht in dieser Kirche gesehen hätten, er habe teilgenommen an der Christmette und der Mitternachtsmesse, und sie hätten auch gesehen, dass Benedikt das Santo Bambino geküsst habe. Nach meiner Kenntnis der beiden Schwestern kann ich nicht in Zweifel ziehen, was sie mir geschrieben haben."

Das Sterben des Heiligen

Gegen Ende seines Lebens hielt sich Benedikt Labre fast nur noch in Rom auf, weil er diese Stadt der Apostel- und Martyrergräber, der vielen Kirchen und Kapellen liebte, und weil er hier in den Scharen der Pilger am besten untertauchen konnte. Vielleicht wollte er auch hier sterben. Denn seine Kräfte nahmen zusehends ab. Er war ausgemergelt, seine Augen waren tief eingesunken, öfters überfielen ihn Ohnmachten. Trotzdem hielt er sich immer in den Kirchen auf. Es schien, als ob er in der Nähe des Allerheiligsten sterben wollte, dessen Anbetung sein Leben gegolten hatte. Es war ihm dies jedoch nicht vergönnt. Als Benedikt eines Tages ohnmächtig auf den Stufen der Pfarrkirche des "Monti"-Viertels - Sta. Maria dei Monti - liegen blieb, trug ihn ein frommer Metzgermeister in sein nahegelegenes Haus (Via Serpenti 3), wo er wegen seiner Bewusstlosigkeit nicht einmal mehr die heilige Kommunion empfangen konnte. Benedikt hatte vor allem in diesem Viertel gebetet und in strenger Askese gelebt. Und hier gab er in größter menschlicher Armseligkeit seine Seele dem Schöpfer zurück, nachdem er kaum fünfunddreißig Jahre alt geworden war. Es war Karfreitag, der 16. April 1783.

Kaum war er verschieden, als auf der Straße die spielenden Kinder laut zu rufen anfingen: “Der Heilige ist gestorben! Der Heilige ist gestorben!” Von den Kindern, von den Unmündigen also wurde zuerst seine Heiligkeit ausgerufen, von ihnen wurde er erkannt. Die Nachricht ging wie ein Lauffeuer durch Rom. Jedermann wollte ihn noch einmal sehen, ihn, der zu Lebzeiten von vielen verachtet worden war. L. Aubineau schreibt: “Die Menge, die von allen Seiten zu Fuß und zu Wagen herbeikam, war nicht zufrieden, bis zu dem gesegneten Leichnam vorzudringen. Sie begab sich zu dem Fleischer, um das Zimmer zu sehen, wo der Heilige gestorben war. Sie ging bis zu dem evangelischen Hospiz, die Herberge zu ehren, wo ihm die christliche Liebe so lange Zeit eine arme Zuflucht gewährt hatte. Man war überall genötigt, Maßregeln gegen das gewaltsame Eindringen und auch gegen die Begehrlichkeit des populären Enthusiasmus aufzustellen. Aber der Zulauf vom Karfreitage und vom Samstage war noch nichts gegen das, was man am Ostersonntag sah. Trotz der Erfahrung der letzten Tage und trotz aller Maßregeln, die man genommen, wurde man buchstäblich überschwemmt. Es war an diesem Osterfeste unmöglich, die Messe und Vesper in Sta. Maria dei Monti zu singen. Die Menge war völlig von Sinnen, weinte, betete, jauchzte dem Heiligen zu und wollte ihn sehen. Nicht allein die Kirche war überfüllt, auch die benachbarten Straßen waren es von Sonnenaufgang an.”

Und “als der Tote zu Grabe getragen wurde, konnten die aufgebotenen Soldaten nur mit Mühe die Ordnung in der unübersehbaren Menschenmenge aufrechterhalten, und die Prozession glich mehr einem Triumphzug als einem Leichenbegängnis” (W. Nigg).

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


30. Januar
Symbolik
oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

135. Folge

Diesen Begriff von Glauben erforderte die Annahme einer äußeren im § 14 beschriebenen Gerechtigkeit (justitia extra nos). Auch eine besondere Vorstellung von der Aneignung der Verdienste und des Gehorsams Christi mußte hiernach gebildet werden; nun wurde nämlich gerade das Aneignung des Gehorsams genannt, wodurch er uns nicht angeeignet, nicht auf innere lebendige Weise uns eigen wird, so daß wir gleich dem Erlöser gehorsam würden. Es verhält sich mit dieser neuen Art von Aneignung ungefähr wie wenn jemand ein sehr gelehrtes Buch durch einen Kaufvertrag in seinen Besitz brächte, und ohne dessen Inhalt seinem Geiste tief einzuprägen, und in dieser Weise sich anzueignen, so daß er das lebendige Buch geworden wäre, dafür hielte, er sei nun auch sehr gelehrt, weil das gelehrte Buch sein (äußerliches) Eigentum ist! Nun wird auch erst die Verwerfung der obigen zweiten katholischen Betrachtungsweise vom Glauben vollkommen klar. Übrigens entlehnte Calvin die beschriebene Vergleichung, wie es scheint, aus Luthers Schriften, in welchen sie häufig, nur nicht so ausgeführt, zum Vorschein kommt [172].

[172] Luthers Auslegung des Briefes an die Gal. I. Th. Wittenb. S. 70. “Warumb aber der glaube gerecht mache, ist dies die Ursache, nemlich darumb, daß er den köstlichen edlen Schatz ergreift und gegenwärtig bei sich hat, als nemlich Christum.”

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


29. Januar
Meine Predigt von gestern

Ist der Himmel ein reines Gnadengeschenk oder der Lohn für unsere guten Werke? Die katholische Antwort.


29. Januar
Das Zitat

“Das härteste Gericht wird über die Prälaten ergehen, wenn sie nicht, wie der Apostel sagt, ihr Vorsteheramt mit Sorgfalt führen.”

Hl. Hildegard von Bingen


28. Januar
Pierre Gaudray

Vor fünf Jahren, am 28. Januar 2013, starb im Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad im Alter von 90 Jahren der aus Le Havre stammende Priester Pierre Gaudray. Zu den Themen seines Lebens gehörten die Pfadfinder und die deutsch-französische Versöhnung und Verständigung. Befreundet mit P. Andreas Hönisch, kam er im September 1988 als Beichtvater für die Novizen der SJM nach Mussenhausen. Seit 1994 wirkte er als Beichtvater und Spiritual im Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad.


27. Januar
Ist der Herr ungerecht?

Mein Predigt zum Evangelium des morgigen Sonntags über die Arbeiter der elften Stunde.


27. Januar
Thomas Wegener

Vor 100 Jahren, am 27. Januar 1918, starb in Dülmen im Alter von 86 Jahren Thomas Wegener OESA. Er war in Coesfeld geboren worden und erhielt den Namen Theodor Caspar Heinrich. Im Augustinerorden, in den er 1886, elf Jahre nach seiner Priesterweihe, eintrat, bekam er den Namen Thomas a Villanova. Wegener war der Biograph der seligen Anna Katharina Emmerick. Er setzte sich bei Bischof Johann Bernhard Brinkmann (1870-1889 Bischof von Münster) für die Einleitung des Informationsprozesses zu ihrer Seligsprechung ein und wurde 1892 unter Bischof Hermann Dingelstad (1889-1911) zusammen mit Provinzial Pater Pius Keller Postulator im Diözesanprozess.


26. Januar
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

60. Folge

§ 28. Die reale Sendung der göttlichen Personen in der heiligmachenden Gnade. Erste Art dieser Sendung durch Ein- und Ausprägung der ausgesandten Personen

Wenden wir uns also jetzt zu unserem eigentlichen Gegenstande, zur realen Sendung der göttlichen Personen in das Innere der vernünftigen Kreatur durch die Gnade.

Ein wahres Sein, eine wahre Gegenwart einer einzelnen göttlichen Person in der Kreatur kann nach dem Gesagten nur durch eine von ihr und den übrigen göttlichen Personen gemeinsam hervorgebrachte Wirkung gedacht werden. Von der Natur dieser Wirkung hängt es ab, ob man sagen könne, daß die betreffende göttliche Person als solche, d. h. in ihrem göttlichen und in ihrem hypostatischen Charakter in die Kreatur eingeführt werde resp. als von einer andern ausgehend sich einführe. Nicht jede Wirkung ist dazu geeignet. Obgleich man auch in den natürlichen Wirkungen Gottes in etwa einen Reflex der ewigen Ausgänge wahrnehmen und sie als Ausfluß der in der Zeugung des Sohnes und der Hauchung des Heiligen Geistes ursprünglich sich betätigenden Weisheit und Güte Gottes betrachten kann, so werden doch hier die Personen nicht in ihrem spezifisch göttlichen Charakter der Kreatur mitgeteilt, in dieselbe hineingebildet oder ausgegossen. Eher geschähe das schon durch die sogenannten "gratiae gratis datae", bei deren Mitteilung die Heilige Schrift schon öfter von einer Mitteilung und Innewohnung des Heiligen Geistes spricht; aber sie tut das nicht im strengen und vollen Sinne des Wortes. Nicht einmal bei der Mitteilung der auf die heiligmachende vorbereitenden aktuellen Gnaden kann man in diesem Sinne von der Sendung des Heiligen Geistes reden. Überall haben wir hier nur eine Präsenz der göttlichen Person der Kraft und Wirksamkeit nach, "secundum virtutem", und darum auch nur "secundum appropriationem".

Erst da, wo sich die Kraft und Wirksamkeit der göttlichen Personen in besonders erhabener Weise offenbart, in einer Wirkung, durch welche die spezifisch göttlichen Vorzüge einer Person der Kreatur mitgeteilt werden und in deren Mitteilung der Ausgang dieser Person nach seinem spezifisch göttlichen Charakter in der Kreatur nachgebildet wird, wo also diese Person als ein Siegel erscheint, das, der Kreatur eingedrückt, in seiner göttlichen und hypostatischen Eigentümlichkeit sich in ihr ausprägt, - kann man im eigentlichen und vollen Sinne des Wortes sagen, daß sie selbst, nicht bloß eine irgendwie aus ihr derivierte Gabe, in die Kreatur hineingelegt, der Kreatur gegeben werde, in ihr sich offenbare und gegenwärtig sei; daß sie nicht durch irgend welchen Ausfluß ihrer Kraft, sondern durch einen in seinem ursprünglichen Charakter, gleichsam in demselben Bette, verbleibenden Erguß der Strömung, in der ihr ewiger Ausgang sich vollzieht, in die Kreatur eintrete - also in sich selbst, in die Kreatur gesendet werde.

Alles das geschieht aber in der heiligmachenden Gnade - und in ihr allein. Das haben wir früher schon erklärt und bewiesen, als von dem Bilde der Trinität und der trinitarischen Produktionen die Rede war; denn eben die Nachbildung der ewigen Produktionen ergibt in ihrem Anschlusse an die letzteren und in ihrer Verbindung mit denselben eine kontinuierliche Fortbildung und Einführung derselben in die Kreatur.

Wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


25. Januar
Wie Jesus ein altbekanntes Gesetz umkehrt

Meine Predigt vom letzten Sonntag


25. Januar
Kolumbien

Vor drei Jahren, am 25. Januar 2015, weihte P. Andrzej Komorowski, Assistent des Generaloberen der Petrusbruderschaft, in Kolumbien das erweiterte Colegio Campestre Santo Domingo Savio ein. Es wird von 150 Schülern besucht und bildet das Herzstück des Bildungsprojekts, das die Priesterbruderschaft Sankt Petrus seit neun Jahren in Kolumbien betreib. Im Film Des hommes à part wird dieses Apostolat geschildert.


25. Januar
Andreas Hönisch

Heute vor zehn Jahren starb P. Andreas Hönisch.


23. Januar
Dietrich von Hildebrand über Teilhard de Chardin

1967 erschien das Buch Das trojanische Pferd in der Stadt Gottes. Autor war Dietrich von Hildebrand. Es war das erste Buch des berühmten Philosophen, das sich mit der nachkonziliaren Kirchenkrise befasste. Heute hat es angesichts von Bestrebungen, Teilhard de Chardin zu rehabilitieren, wieder unerwartete Aktualität erlangt. In einem Anhang setzt sich von Hildebrand ausführlich mit dessen Ideen auseinander. Hier wollen wir nur den Anfang wiedergeben. Auf kathtube gibt es das vollständige Buch im doc-Format.

“Ich traf Teilhard de Chardin 1951 bei einem Diner, das von Father Robert Gannon SJ, dem damaligen Rektor der Fordham-Universität, veranstaltet wurde. Zuvor hatten ihn mir die berühmten Gelehrten Pater Henri de Lubac und Monsignore Bruno de Solages wärmstens empfohlen. Ich war deshalb voller Erwartungen. Nach der Mahlzeit setzte Teilhard in einem langen Expose seine Ansichten auseinander. Die Vorlesung war eine große Enttäuschung, denn sie bewies äußerste philosophische Verwirrung, besonders was Teilhards Auffassung von der menschlichen Person anging. Ich war damals aber noch mehr über seine theologische Primitivität erregt, da er den entscheidenden Unterschied zwischen Natur und Übernatur völlig ignorierte. Nach einer heftigen Diskussion, in der ich eine Kritik an seinen Auffassungen versuchte, hatte ich Gelegenheit, Teilhard persönlich zu sprechen. Als unser Gespräch Augustinus berührte, rief er heftig aus: „Erwähnen Sie diesen unglückseligen Mann nicht; er hat alles dadurch verdorben, dass er das Übernatürliche eingeführt hat!" Diese Bemerkung bestätigte den Eindruck, den ich vom krassen Naturalismus seiner Ideen gewonnen hatte; doch sie erschütterte mich auch noch in einer anderen Hinsicht: Diese Kritik am heiligen Augustinus - dem größten aller Kirchenväter - verriet Teilhards mangelnden Sinn für intellektuelle und geistige Größe. Aber erst nach dem Lesen einiger Werke Teilhards wurde ich mir der katastrophalen Konsequenzen seiner philosophischen Ideen und der absoluten Unverträglichkeit seiner Theologie-Fiktion (wie sie Etienne Gilson bezeichnet) mit der Christlichen Offenbarung und der Lehre der Kirche völlig bewusst.”


22. Januar
Das Zitat

“Die Unsterblichkeit der Seele ist von so gewaltiger Bedeutung für uns, berührt uns so tief, dass man jedes Gefühl verloren haben muss, wenn es einem gleichgültig sein kann, zu wissen, was es damit auf sich hat. Alle unsere Handlungen und Gefühle müssen so verschiedene Wege einschlagen, je nachdem, ob es ewige Güter zu erhoffen gibt oder nicht, dass es unmöglich ist, mit Verstand und Urteil einen Schritt zu tun, ohne ihn nach jenem Punkt einzurichten, der unser letztes Ziel sein muss.

Blaise Pascal


22. Januar
Julius Bachem

Vor 100 Jahren, am 22. Januar 1918, starb in Köln im Alter von 72 Jahren der Publizist und Politiker Julius Bachem. Von 1876 bis 1890 kämpfte er “im preußischen Abgeordnetenhaus tatkräftig und zielbewusst für Beseitigung der preußischen Ausnahmegesetzgebung gegen die katholische Kirche und für Gleichberechtigung des katholischen Volksteils auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens” (LThK, 1. Auflage). Von 1869 bis 1914 war er “Redakteur bei der Kölnischen Volkszeitung, die er mit Hermann Cardauns zum führenden Blatt der deutschen Katholiken emporhob” (ebd.). 1876 war er an der Gründung der Görres-Gesellschaft beteiligt. Auf kath-info ist sein Artikel über die preußische Kirchenpolitik veröffentlicht.


21. Januar
Paschalis II.

Vor 900 Jahren, am 21. Januar 1118, starb in Rom im 19. Jahr seines Amtes Papst Paschalis II. Seine für damalige Verhältnisse revolutionäre und zukunftsweisende Lösung des Investiturstreits scheiterte am Widerstand der Bischöfe.


19. Januar
Placidus Riccardi

Vor 150 Jahren, am 19. Januar 1868, legte der selige Placidus Riccardi OSB (1844-1915) in St. Paul vor den Mauern die Gelübde ab. Das war damals am Fest des Namens Jesu. Sein Biograph, der selige Alfredo Ildefonso Kardinal Schuster, bemerkte hierzu: “Der Novize Riccardi, der auf den Namen Thomas getauft war, aber im Orden Fr. Placidus hieß, betrachtete dieses Zusammentreffen als Mahnung, dass er Jesus zum Ausdruck bringen solle in allen Akten seines Lebens, so dass all seine Gedanken, Gesinnungen und Handlungen immer Jesus künden und sein Lob oder die Verherrlichung seines heiligen Namens zum Ausdruck bringen müssten". Placidus Riccardi war ein “Erneuerer des klösterlichen Lebens, vor allem aber unermüdlich in der Seelsorge für die Wallfahrer (‘Apostel der Sabina’)” (A. Schmitt im LThK, 2. Auflage). Am 5. Dezember 1954 wurde er seliggesprochen.


19. Januar
Friedrich Baraga

Vor 150 Jahren, am 19. Januar 1868, starb in Marquette im Alter von 70 Jahren der Indianermissionar Friedrich Baraga. Er stammte aus dem slowenischen Krain (damals österreichisches Kronland). 1823 zum Priester geweiht, wirkte er seit 1831 als Indianermissionar. 1857 wurde er der erste Bischof von Sault-Ste-Marie, heute Marquette. Er ist der erste Verfasser einer Grammatik und eines Wörterbuchs der Chippewa-Sprache.


18. Januar
Die Hochzeit zu Kana

Meine Predigt vom letzten Sonntag


18. Januar
Pro Familia und die Folgen

Über die Folgen einer bestimmten Art von Schulsexualunterricht berichtet der Rundbrief Nr. 120 des Freundeskreises Maria Goretti (Dezember 2107): In einem thüringischen Ort waren Mitarbeiter von "Pro Familia in allen 4. Klassen tätig: kurz darauf kamen sie - ohne die Eltern zu informieren - auch in eine 3. Klasse. Nach uns zugegangenen Informationen kam darauf ein gerade neun Jahre alt gewordenes Mädchen mit folgenden Sätzen nach Hause - wir entschuldigen uns für die Ausdrucksweise: ‘Ein Kind kam mit zwei Geschlechtern auf die Welt, konnte sich entscheiden, ob es ein Junge oder Mädchen sein wollte, hat durch eine Tablette den Penis bekommen. Später hatte seine Freundin Krebs und konnte kein Kind bekommen. Sie wünschten sich so sehr ein Kind, dass sich der Mann eine befruchtete Eizelle in den Bauch machen ließ. Das Baby kam mit einem großen Schnitt aus dem Bauch heraus. - Mama, Kinder können auch schon Sex machen, sie brauchen nur eine Tablette zu nehmen. Kann ich in der Pubertät entscheiden, ob ich ein Junge oder ein Mädchen sein will?’”
Ein weiterer Fall: “Ein gleichaltriges Kind einer anderen Schule sagte nach dem Pro-Familia-Unterricht: ‘Ich will nie ein Kind, will nie heiraten, nie das nochmal hören, was wir in der Schule hatten.”

Außer dem Freundeskreis Maria Goretti engagiert sich auch die Demo für alle sehr engagiert und unterstützenswert gegen die Indoktrinierung der Kinder.


17. Januar
Christen werden ihren Verfolgern ausgeliefert

“Ein Pfarrer klagt an: Christen werden eher abgeschoben als Salafisten”: Unter diesem Titel beschreibt Pfarrer Gottfried Martens seine entsetzlichen Erfahrungen mit dem Umgang der Außenstellen des BAMF in Berlin und Brandenburg mit Christen, die an ihre Verfolger in Afghanistan und im Iran ausgeliefert werden (IdeaSpektrum von heute). Ein Beispiel: “In Skandinavien haben christliche Konvertiten kaum noch eine Chance, einer Abschiebung in ihr muslimisches Heimatland zu entkommen. Ein afghanischer Christ, der deswegen aus Norwegen nach Deutschland in eine unserer Nachbargemeinden geflohen war, wurde gerade kürzlich von Deutschland sofort nach Norwegen und von dort nach Kabul zurückgeschickt, wo er gleich nach seiner Ankunft verhaftet und gefoltert wurde.” Den ganzen Artikel kann man auf der Internetpräsenz des Arbeitskreises Religionsfreiheit der Evangelischen Allianz nachlesen.


17. Januar
Die verhinderte Papstrede

“Was ist Vernunft? Wie weist sich eine Aussage – vor allem eine moralische Norm – als ‘vernünftig’ aus? An dieser Stelle möchte ich vorerst nur ganz kurz darauf hinweisen, daß John Rawls, obwohl er umfassenden religiösen Lehren den Charakter der ‘öffentlichen’ Vernunft abspricht, in deren ‘nicht öffentlicher’ Vernunft immerhin Vernunft sieht, die ihren Trägern nicht einfach im Namen einer säkularistisch verhärteten Rationalität abgesprochen werden dürfe. Ein Kriterium dieser Vernünftigkeit sieht er unter anderem darin, daß solche Lehren aus einer verantworteten und doktrinellen Tradition heraus stammen, in der über lange Zeiträume hinweg hinreichend gute Gründe für die jeweilige Lehre entwickelt wurden. An dieser Aussage erscheint mir wichtig, daß die Erfahrung und Bewährung über Generationen hin – der historische Fundus menschlicher Weisheit – auch ein Zeichen ihrer Vernünftigkeit und ihrer weiter reichenden Bedeutung ist. Gegenüber einer a-historischen Vernunft, die sich nur in einer a-historischen Rationalität selber zu konstruieren versucht, ist die Weisheit der Menschheit als solche – die Weisheit der großen religiösen Traditionen – als Realität zur Geltung zu bringen, die man nicht ungestraft in den Papierkorb der Ideengeschichte werfen kann.”

Aus der verhinderten Rede, die Papst Benedikt XVI. heute vor 10 Jahren an der römischen Universität La Sapienza halten wollte.


16. Januar
Mission Manifest

“Wir wissen: Unsere Heimatländer sind Missionsländer geworden. Wir sind bereit für Mission. Wir wünschen, dass unsere Länder zu Jesus finden.”

Diese Kernaussage des Mission Manifests ist mir aus dem Herzen geschrieben. Der Aufruf zur Mission war überfällig.

Natürlich steht in den zehn Thesen noch viel mehr. Und je mehr man schreibt, um so mehr sammeln sich Aussagen an, über die man streiten könnte, ob sie wirklich den Nagel auf den Kopf treffen oder glücklich formuliert sind und dergleichen.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, auf eine solche Einladung zur Mission zu reagieren: Man missioniert oder man diskutiert.

Ein Vergleich: Um einen großen Brand zu bekämpfen, machen einige Feuerwehrleute das Löschfahrzeug startklar und rufen ihre Kameraden auf, mit ihnen so schnell wie möglich zum Einsatzort zu fahren (oder mit ihren eigenen Wagen sich ihnen anzuschließen). Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Man fährt mit oder man diskutiert.

Wer diskutieren will, findet immer Stoff dazu, z.B. weil ihm die Farbe des Fahrzeugs nicht gefällt, weil es hier oder dort eine Beule hat u.v.m. Vielleicht hat er recht und da ist wirklich eine Beule. Na und? Zu warten, bis alles perfekt ist, wäre ein tödlicher Fehler.
Der Aufruf verdient Unterstützung.

Meine Wahl ist klar: Ich habe mich entschieden zu löschen.


15. Januar
Nikolaus Olahus

Vor 450 Jahren, am 15. Januar 1568, starb in Tyrnau im Alter von 75 Jahren Nikolaus Olahus (Oláh). 1543 wurde er Bischof von Agram, 1548 Bischof von Erlau, 1553 Erzbischof von Gran (Esztergom) und Primas von Ungarn. “Olahus erwarb sich hohe Verdienste um die Ausführung der Trienter Beschlüsse; er arbeitete rastlos für Reinheit des Glaubens, Disziplin und Bildung des Klerus und Mehrung der Schulen, verkehrte mit Humanisten und war selber literarisch tätig” (LThK, 1. Auflage). 1561 berief er durch den hl. Petrus Canisius die Jesuiten nach Tyrnau.


14. Januar
Das Zitat

Gott sucht ein von Liebe zu Gott und dem Nächsten erfülltes Herz, das ist der Thron, auf dem Er zu sitzen liebt und auf dem Er in der Fülle Seiner himmlischen Herrlichkeit erscheint. Gib Mir, mein Sohn, dein Herz, sagt Er, und Ich will dir alles andere zufallen lassen; denn in dem Herzen des Menschen ist das Reich Gottes. Da Er ja jedem von uns nicht fern ist. Denn in Ihm leben wir und bewegen wir uns und sind wir (Apg 17,27), wenn wir Ihn nur lieben, unseren himmlischen Vater, wahrhaft nach Sohnesweise. Der Herr erhört gleichermaßen den Mönch und den Laien, den einfachen Christen, wenn nur beide rechtgläubig sind und beide Gott aus der Tiefe ihrer Seelen lieben und beide den Glauben an Ihn haben, wenn auch nur wie ein Senfkorn, und sie beide werden dann Berge bewegen. »Einer wird Tausende schlagen, zwei aber -Legionen.« Gott selber sagt: Dem, der da glaubt, ist alles möglich; der hl. Apostel Paulus aber ruft vor aller Welt aus: Alles vermag ich in dem, der mir die Kraft dazu verleiht (Phil 4,13). Und redet nicht unser Herr Jesus Christus noch wunderbarer von denen, die an Ihn glauben: Wer an Mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die Ich tue, und noch größere als diese wird er tun, denn Ich gehe zum Vater. Und Ich werde Ihn für euch bitten, dass unsere Freude erfüllt werde. Bisher batet ihr um nichts in Meinem Namen, bittet, und ihr werdet empfangen (Jo 16,24). So also. Euer Gottliebden, werdet Ihr alles von Gott, dem Herrn, empfangen, worum Ihr Ihn bitten werdet, wenn das nur zum Ruhme Gottes oder zum Nutzen des Nächsten gereicht, weil Er auch den Nutzen des Nächsten zu Seinem Ruhme rechnet, weswegen Er Euch sagt: Alles, was ihr der Geringsten einem getan habt, das habt ihr Mir getan (Mt 25,40). So habt denn gar keine Zweifel, dass Gott, der Herr, Eure Gebete nicht erhören würde, wenn sie nur zum Ruhme Gottes und zum Nutzen und zur Erbauung der Nächsten beitragen. Aber selbst dann, wenn Ihr etwas für Euren eigenen Nutzen oder Vorteil braucht, wird Euch sogar dieses Gott, der Herr, ebenso schnell und wohlgeneigt zuwenden, nur dass Eure Not und Bedürftigkeit wirklich groß ist, denn Gott liebt, die Ihn lieben; der Herr ist gütig in allen Dingen: Er erfüllt den Willen derer, die Ihn fürchten, und erhört ihr Gebet.

Seraphim von Sarow, ein Heiliger der russisch-orthodoxen Kirche, zu Nikolai Alexandrowitsch Motowilow.


13. Januar
Die Verwandlung

Predigt zum morgigen Sonntag


13. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Ausführungen Guido Horsts über den Papst und seinen Präfekten sind hier, das Zitat Vergebung statt Wegschauen aus des Präfekten Buch hier untergebracht. Regina Einigs überspringender Funke findet sich hier.


13. Januar
Köln

Heute vor einem Jahr wurde das Haus der Petrusbruderschaft in Köln kanonisch errichtet. 85 der 125 Häuser der Petrusbruderschaft sind kanonisch errichtet (Stand vom 24. November 2017). Was bedeutet eine kanonische Errichtung gemäß Kirchenrecht? Wenn die Niederlassung einer Gemeinschaft päpstlichen Rechts vom Generaloberen der Gemeinschaft mit Erlaubnis des Ortsordinarius (also des Bischofs, in dessen Diözese das Haus liegt) errichtet wird, dann kann diese Niederlassung nur noch vom Heiligen Stuhl wieder aufgelöst werden. Eine kanonische Errichtung gewährt also eine große Rechtssicherheit.


12. Januar
Facetten der Liebe

Die neueste Folge meines Podcasts


12. Januar
Ein großer Wurf und ein Kristall

Die Logik der Liebe lehrt dagegen, dass ein Leben aus dem Glauben den Blick auf einen wunderschönen, vielfarbigen Lebensraum eröffnet und dass die richtige Orientierung, ganz wie der heilige Benedikt es in seiner Regel schildert, zunächst als enger Weg erscheinen mag, bei zielstrebigem Weitergehen aber in die Weite ewiger Freude führt.
Das Buch Logik der Liebe ist nicht nur ein Geschenk, weil man es bei der Priesterbruderschaft St. Petrus kostenlos erhalten kann. Es ist vor allem deshalb ein Geschenk, weil es einem Kristall gleicht, in dem die vielen Facetten des Glaubens aufleuchten. Seine Lektüre ist nicht nur Eheleuten, sondern auch allen Priestern und Priesteramtskandidaten sehr zu empfehlen.

Aus dem Artikel Die Ehe als Schule der Liebe. Pater Martin Ramm glückt mit seinem Leitfaden für die Vorbereitung auf die Trauung ein großer Wurf. Von Barbara Stühlmeyer, gestern erschienen in der Tagespost.


11. Januar
René de Maumigny

Vor 100 Jahren, am 11. Januar 1918, starb in Paris im Alter von fast 81 Jahren der aus Nevers stammende mystische Schriftsteller René de Maumigny SJ. Von 1887 bis 1913 war er in der Jesuitenausbildung in Canterbury tätig. “Gestützt auf die hl. Theresia und den hl. Johannes von Kreuz sowie besonders auf eigene Erfahrung, vertrat er in der Mystik eine sichere, der Praxis dienende Richtung. Seine französischen, weit verbreiteten Schriften wurden auch ins Italienische, Englische und Chinesische übersetzt” (LThK, 1. Auflage). Am bekanntesten ist sein zweibändiges Werk Pratique de l’oraison mentale (1905), das auch ins Deutsch übersetzt wurde. Zu seinen Schülern gehörten L. L. de Grandmaison und Jules Lebreton.


11. Januar
Maria von Mörl

Vor 150 Jahren, am 11. Januar 1868, starb in Kaltern, Südtirol, im Alter von 56 Jahren die Mystikerin Maria von Mörl. 1834 wurde sie stigmatisiert. Nachdem der Maler Melchior Paul von Deschwanden sie 1847 besucht hatte, schrieb er: “Maria von Mörl lebt mehr in einem Zustand der Verklärung; ragt hinüber in die Ewigkeit; wohnt und wandelt in der Nähe Gottes; das Göttliche teilt sich ihr mit und prägt sich in ihrer ganzen Haltung besonders in ihren Gesichtszügen so auffallend aus, daß man sie für ein Wesen höherer Art zu halten versucht, sich in ihrer Nähe in eine überirdische Sphäre versetzt fühlt...” Auch Joseph Görres und Clemens Brentano waren vor ihr beeindruckt.


11. Januar
José de la Canal

Vor 250 Jahren, am 11. Januar 1768, wurde in Ucieda, Diözese Santander, der Theologe José de la Canal OESA geboren. 1792 zum Priester geweiht, wurde er anschließend Professor der Philosophie in Madrid und Burgos, 1799 Professor der Theologie in Toledo und Alcalá. “Er arbeitete seit 1804 an der Fortsetzung der ‘España Sagrada’ des E. Flórez. 1836 gab er die ‘Institutiones Theologiae dogmaticae’ von Engelbert Klüpfel heraus” (LThK, 3. Auflage). Am 17. April 1845 starb er in Madrid.


11. Januar
Stephan Georg Schmidt

Vor fünf Jahren, am 11. Januar 2013, starb in Kaarst im Alter von 50 Jahren Stephan Georg Schmidt, Chefredakteur der Kölner Kirchenzeitung, Autor des Buches Publicity für das Himmelreich und Newman-Kenner. Seine Frau Maria Elisabeth Schmidt hat letztes Jahr ein Buch über sein Sterben und ihre Ehe veröffentlicht.


10. Januar
Wen stört Mission?

So lassen sich auch die Stimmen zu und das Schweigen über Mission Manifest gut in das System der vergangenen 50 Jahre einordnen. Die Quintessenz aus dem II. Vatikanischen Konzil ist nämlich in der Breite in Westeuropa diese: „Es ist alles nicht so ernst gemeint.“ Da stört der Gedanke an Mission gewaltig. Und es verwundert nicht, daß sich gerade jene, die den Glauben politisiert und dezentralisiert wissen wollen, auf den nicht getragenen Schlips getreten fühlen.

Peter Winnemöller in seinem Kommentar Im Winterschlaf statt auf Mission zu den Reaktionen auf Mission Manifest.


10. Januar
Besondere Treue?

Heute vor 10 Jahren, am 10. Januar 2008, schrieb schrieb Papst Benedikt XVI. an den Generaloberen der Gesellschaft Jesu, P. Peter-Hans Kolvenbach SJ:

“Um der ganzen Gesellschaft Jesu eine klare Ausrichtung zu geben, die Unterstützung ist für eine großzügige und treue apostolische Hingabe, wäre es heute wie noch nie nützlich, wenn die Generalkongregation, im Geist des hl. Ignatius, ihr vollständiges Festhalten an der katholischen Lehre bestätigt, besonders in einigen neuralgischen Punkten, die heute von der säkularen Kultur sehr stark angegriffen werden, wie zum Beispiel das Verhältnis von Christus und den Religionen, einige Aspekte der Theologie der Befreiung sowie verschiedene Punkte der Sexualmoral, besonders, was die Frage der Unauflöslichkeit der Ehe und die Pastoral für die homosexuellen Personen betrifft.”

Anlass des päpstlichen Schreibens war die 35. Generalkongregation der Gesellschaft Jesu. Das Schreiben enthält viele anerkennende Passagen und erinnert an die besondere Treue zum Papst, “die das unterscheidende Zeichen Eures Ordens ausmacht.” Jorge Mario Bergoglio SJ war zu diesem Zeitpunkt bereits Kardinal und Vorsitzender der argentinischen Bischofskonferenz.


9. Januar
Revolutionär

“Besonders für die deutschsprachigen Zuschauer interessant ist das Schicksal des Paläontologen und renommierten Insektenkundlers Günter Bechly, auf das gegen Ende des Films ebenfalls eingegangen wird. Bechly, als Atheist aufgewachsen, hatte in Sachen Evolution nach gründlicher Lektüre von Arbeiten zu 'Intelligent Design' nach und nach eine Kehrtwende vollzogen und war zum Evolutionskritiker und Schöpfungsgläubigen geworden. Einige Zeit, nachdem er seine neu gewonnenen Überzeugungen auf seiner privaten Homepage publik gemacht wurde, musste er nach 17 Jahren seine Anstellung am Staatlichen Museum für Naturkunde aufgeben.”

Aus einer Rezension des neuen Films Revolutionär über den Biochemiker Michaele Behe, dessen Evolutionskritik schon in dem Film Dem Geheimnis des Lebens nahe thematisiert wurde, im christlichen Medienmagazin pro am 3. Januar 2018.


8. Januar
Petrusbruderschaft: Das nächste Generalkapitel

Vom 4. bis 18. Juli wird in Amerika das nächste Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Petrus stattfinden. Ich bitte alle Freunde und Wohltäter um ihr begleitendes Gebet! Am Generalkapitel werden 33 Mitglieder teilnehmen, davon 15 geborene und 18 gewählte. Die Wahl geschieht nach den drei Distrikten, in die die Petrusbruderschaft aufgeteilt ist. Der nordamerikanische Distrikt wird 8, der französische 6 und der deutschsprachige 4 Mitglieder ins Generalkapitel wählen. Das Generalkapitel tritt alle sechs Jahre zusammen. Es wählt unter anderem den Generaloberen, wobei nur einmal eine Wiederwahl möglich ist. Da P. John Berg 2006 zum ersten Mal, 2012 dann zum zweiten Mal gewählt wurde, ist eine Wiederwahl auf dem nächsten Kapitel nicht mehr möglich. Um so notwendiger ist das Gebet für die Wahl eines guten Generaloberen.

Infos zu den beiden letzten Generalkapiteln


6. Januar
Hugo Laemmer

Vor 100 Jahren, am 6. Januar 1918, starb in Breslau im Alter von fast 83 Jahren der im ermländischen Allenstein geborene Theologe und Kirchenhistoriker Hugo Laemmer. Er stammte aus einer Salzburger Emigrantenfamilie, wurde protestantisch erzogen, studierte evangelische Theologie und konvertierte am 21. November 1858 in Braunsberg zur katholischen Kirche. Bereits am 24. Juli 1859 wurde er zum Priester geweiht und wurde unter anderem Subregens, Professor und Domkapitular. “Die durch viele kirchliche und staatliche Ehrungen anerkannte Bedeutung Laemmers liegt in seinem langen Wirken als Professor für Dogmatik, Kirchengeschichte und Kirchenrecht in der Breslauer katholisch-theologischen Fakultät (...) Er veröffentlichte reiches Quellenmaterial zur Kirchengeschichte sowie wichtige kanonistische Werke” (F. X. Seppelt im LThK, 1. Auflage). Über seinen Weg zum katholischen Glauben berichtet er ausführlich in seinem Buch Misericordias Domini.


4. Januar
Kulturrelativismus

Mein Artikel über Kulturrelativismus, der in der Neuen Ordnung erschienen ist, wurde gestern vollständig von einem katholischen Blogger übernommen. Allerdings empfehle ich die Lektüre im Original, da im Blog die Absatzeinteilung völlig sinnwidrig verändert wurde.


3. Januar
Jean Crasset

Vor 400 Jahren, am 3. Januar 1618, wurde in Dieppe der Theologie Jean Crasset SJ geboren. Er war Professor der Philosophie, erfolgreicher Prediger, Seelenführer und Leiter der Marianischen Männerkongregation in Paris. Er schrieb eine zweibändige Missionsgeschichte Japans, die in fünf Sprachen übersetzt wurde, und aszetische Schriften. “Eine ausgeglichene, praktische Lehre des geistlichen Lebens bieten seine zahlreichen aszetischen Schriften, sehr oft aufgelegt und in viele Sprachen übersetzt” (LThK, 1. Auflage). Crasset starb am 4. Januar 1692 in Paris.


3. Januar
Franz Cumont

Vor 150 Jahren, am 3. Januar 1868, wurde in Alost, Belgien, der Orientalist und Archäologe Franz Cumont geboren. Er “vermittelte in seinen zahlreichen Veröffentlichungen neue Erkenntnisse über den Mithras-Kult, die Astrologie der Ägypter und die Jenseitsvorstellungen der Römer” (LThK, 2. Auflage). Am 19. August 1947 starb er in Woluwé-Saint-Pierre.


2. Januar
Metaethik

Mein Artikel über Metaethik ist jetzt auf der Seite der Karl-Leisner-Jugend erschienen.


2. Januar
Das Zitat

"Wohin das göttliche Kind uns auf dieser Erde führen will, das wissen wir nicht und sollen wir nicht vor der Zeit fragen. Nur das wissen wir, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten gereichen."

Hl. Edith Stein


2. Januar
Willi Graf

Vor 100 Jahren, am 2. Januar 1918, wurde in Euskirchen-Kuchenheim Willi Graf geboren. Er gehörte zur Münchener Studentengruppe Die Weiße Rose und bezahlte am 12. Oktober 1943 den Widerstand gegen das Nazi-Regime mit seinem Leben. Auf meiner Website über die Weiße Rose, die ich vor vielen Jahren fertigstellte, habe ich ihn kurz vorgestellt.


31. Dezember
Predigt zum 1. Januar

Ein Gott - ein Augenblick - eine Ewigkeit


31. Dezember
Adolf Reinach

Vor 100 Jahren, am 31. Dezember 1917, wurde in Göttingen der Phänomenologe und Philosoph Adolf Reinach in aller Stille beigesetzt. Er war am 16. November 1917 im Ersten Weltkrieg in Belgien im Alter von nicht einmal 34 Jahren gefallen. Zusammen mit Moritz Geiger und Alexander Pfänder gehörte er zu den Gründern des von Husserl herausgegebenen Jahrbuchs der Philosophie und phänomenologischen Forschung. Er lehrte in Göttingen. Dietrich von Hildebrand nannte ihn seinen eigentlichen Lehrer in der Philosophie. Die hl. Edith Stein sagte über ihn nach ihrer ersten Begegnung 1912 in Göttingen: “Es war mir, als sei mir noch nie ein Mensch mit einer so reinen Herzensgüte entgegengekommen.” Über sein Seminar: “Die Stunden in dem schönen Arbeitszimmer waren die glücklichsten in meiner ganzen Göttinger Zeit.” Ein Jahr vor seinem Tod ließ sich Reinach taufen. Die Begegnung mit seiner Witwe nach dem Tod Reinachs und die Entdeckung, wie standhaft sie dieses Kreuz im christlichen Geiste trug, war für Edith Stein, die bis dahin Atheistin war, ein entscheidender Schritt auf ihrem Weg zum Glauben. Die Grabrede heute vor 100 Jahren hielt Dietrich von Hildebrand.


30. Dezember
Wurzeln

Eine neue Folge meines Podcasts


29. Dezember
Der Tod meiner Großmutter

Eine wahre Begebenheit zu den Verheißungen der Birgitta-Gebeten, erzählt von X.Y.

Es war im Sommer 1990. Morgens durfte ich an das Bett meiner Großmutter in die Intensivüberwachung, nachdem sie gerade in der Nacht eine für uns alle unerwartete schwere lebensgefährliche Operation hinter sich hatte. Als ich zu ihr eintrat, war sie bei Bewusstsein, und sofort sagte sie mir: “Heute Nacht hat die Mutter vom Sieg von Wigratzbad hier vor meinem Bett gestanden. Sie hat mir zugewunken, und ich habe ständig gesagt: ‘Mutter vom Sieg, nimm mich mit!’”

Da der Zustand meiner Großmutter sich besserte, waren wir voll Hoffnung. Doch dauerte es nicht lange, bis sie nach unmenschlichen Schmerzen infolge einer Thrombose eine Beinamputation über sich ergehen lassen musste und sie einige Tage später nach entsetzlichen Qualen starb. Einige Nächte lang durfte ich an ihrem Bett wachen, und häufig habe ich sie noch von ihrem Erlebnis in der Nacht erzählen hören. Was mich und alle, die an ihrem Krankenbett sein durften, ja sogar die Schwestern des Krankenhauses tief bewegt hat, war, dass nie eine Klage aus ihrem Mund zu hören war, obgleich ihre Schmerzen ungeheuer groß gewesen sein müssen.

Einige Wochen nach ihrem Tod erzählte ich davon einem Bekannten, und dieser fragte sofort, ob meine Oma nicht über mehrere Jahre hinweg die ‘Fünfzehn Gebet der heiligen Birgitta’ gebetet habe, woran ich bis dahin noch mit keinem Gedanken gedacht hatte. So rechnete ich nach, und es stellte sich tatsächlich heraus, dass es genau 15 Tage vor ihrem Tode war, da sie in der Nacht die Gottesmutter vor sich gesehen hat.

Nun gingen mir die Augen auf, und es blieben mir keine Zweifel mehr, woher meine Oma die Kraft empfangen hat, die letzten Tage ihres Lebens so heldenhaft zu bestehen.

Ich erinnere mich an manches Mal, dass ich - wenn ich dort zu Besuch war - mit meinen Großeltern im Wohnzimmer die “Fünfzehn Gebete” gebetet habe, und wie dieses Vorbild mit Anlass war, selber diese Gebete ein Jahr lang zu beten. So hoffe ich, dass es auch andere im Herzen dazu bewegen wird, denn ich habe selbst erfahren dürfen, was die Verheißung bedeutet, die der Heiland der hl. Birgitta für diese Gebete gegeben hat: “Vor ihrem Tode werde ich mit meiner teuren, vielgeliebten Mutter kommen und ihre Seele gnadenreich empfangen und sie in die ewigen Freuden einführen.”

Der Autor ist mir persönlich bekannt. PER


28. Dezember
Das Zitat

"Die Inkarnation Gottes ist etwas unendlich Größeres als alles, was ich mich getrauen würde zu schreiben.”

J. R. R. Tolkien

Eduard Kamenicky über die Menschwerdung


26. Dezember
Ungerechte Bibelkritik

Ein Beispiel einer völlig unnötigen, unlogischen und ungerechten Bibelkritik liefert Christian Schwägerl in der Zeitschrift Geo vom Dezember 2017. In seinem an sich informativen Artikel Der Gute Mensch heißt es:

“Wenn Experten wie der Anthropologe Michael Tomasello, der am Leipziger Max-Planck-Institut forscht, von Moral sprechen, meinen sie nicht religiöse Gesetze, die – von Gott gegeben – rigide Handlungsanweisungen liefern, wie das siebte christliche Gebot: Du sollst nicht stehlen. Ihnen geht es um die Grundregeln guten Verhaltens, die von Buddha bis Kant nahezu gleich geblieben sind: Schade nicht anderen für deinen Nutzen.”

Warum gehören die Zehn Gebote, insbesondere das Gebot “Du sollst nicht stehlen”, nicht zu den Grundregeln guten Verhaltens, sondern zu den rigiden Handlungsanweisungen? Es ist geradezu ein Witz, die Zehn Gebote als rigide hinzustellen und ihnen ausgerechnet Kants Ethik entgegenzustellen - als ob die Pflichtethik Kants sich nicht gerade durch ihre größere Rigidität von der biblischen Liebesethik unterscheidet. Hier schreibt jemand entweder über ein Thema, zu dem ihm das Grundwissen fehlt, oder der mit Absicht die Bibel in ein schlechtes Licht rücken will.


25. Dezember
Weihnachtspredigt

Wie Gott alles verwandelt


23. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die erhellende Aussage von Ulrike und Thomas Schührer über die Möglichkeit der Interkommunion (Götzendienst oder Gottesverherrlichung) wie auch das Zitat Ratzingers über das Selbstverständnis protestantischer Gemeinschaften finden sich auf der dem Thema Ökumene gewidmeten Seite. Guido Horsts Der Papst und sein Präfekt ist auf der Franziskusseite untergebracht.


23. Dezember
Maria und Heinrich List

Vor 25 Jahren, am 23. Dezember 1992, wurde das katholische Ehepaar Maria und Heinrich List von Yad Vashem als “Gerechte unter den Völkern” anerkannt, weil sie 1941 auf ihrem Bauernhof in Hessen einen Juden versteckt hatten. Sie wurden verraten, woraufhin Heinrich List ins KZ Dachau gebracht wurde, wo er am 5. Oktober 1942 starb. Maria List starb am 21. Oktober 1965 im Alter von 84 Jahren.


22. Dezember
Jakob Baegert

Vor 300 Jahren, am 22. Dezember 1717, wurde im elsässischen Schlettstadt der Missionar Jakob Baegert SJ geboren. Er trat 1736 in die Gesellschaft Jesu ein und wirkte von 1751 bis 1767 in Kalifornien. Von dort vertrieben, ging er nach Neuburg an der Donau, wo er am 29. September 1772 verstarb. Er “verfasste die seltene, geographisch und besonders ethnologisch bedeutsame Schrift Nachrichten von der Amerikanischen Halbinsel Californien (Mannheim 1771 u. 1773)” (LThK, 1. Auflage).


22. Dezember
Franziska Cabrini

Vor 100 Jahren, am 22. Dezember 1917, starb in Chicago im Alter von 67 Jahren die aus San Angelo Lodigiano (bei Lodi) strammende Ordensgründerin Franziska Cabrini. Sie gründete 1880 die Kongregation der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen. 1888 wanderte sie nach Amerika aus, wo sie insgesamt 67 Schulen, Krankenhäuser, Waisenhäuser und Klöster gründete. 1938 wurde sie selig-, 1946 heiliggesprochen. 1950 erklärte Papst Pius XII. sie zur Patronin der Emigranten.


20. Dezember
Kulturrelativismus

Die von Prof. Dr. Wolfgang Ockenfels redigierte Zweitmonatszeitschrift Die neue Ordnung hat meinen Artikel über Kulturrelativismus veröffentlicht. Man kann den ganzen Text online nachlesen.


20. Dezember
Wirklichkeitserschließende Kraft

Zu Recht fragen Konservative nach der Rechtfertigung des Neuen. Wo andere den Fortschritt begrüßen, sehen sie - oft mit guten Gründen - Verlust. Deshalb besaß das konservative Denken bei großen Autoren der Bundesrepublik wie Joachim Ritter, Arnold Gehlen, Helmut Schelsky, Robert Spaemann wirklichkeitserschließende Kraft.

Jens Bisky in der Süddeutschen Zeitung


19. Dezember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (29, 30)

An 29. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen zwei Seiten: der Artikel von Jakob Knab über Paul Stern Der nichts von Bitterkeit wusste und die vierte Seite der Titus-Oates-Verschwörung.


19. Dezember
Robert Bork

Vor fünf Jahren, am 19. Dezember 2012, starb in Arlington Country, Virginia, im Alter von 85 Jahren Robert Bork, einer der bedeutendsten Juristen der USA. Er trat für das Naturrecht und das Lebensrecht ein, so dass die Abtreibungslobby und andere Kreise seine von Präsident Reagan geplante Beförderung zum beisitzenden Richter am Obersten Gerichtshof der USA durch eine aggressive Kampagne verhinderten. 2003 konvertierte Bork zum katholischen Glauben.


17. Dezember
Kalender

Das Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad bietet für 2018 einen Kalender mit schönen Bildern aus dem Seminarleben an.


17. Dezember
Johannes Leppich

Vor 25 Jahren, am 17. Dezember 1992, starb in Münster im Alter von 77 Jahren der Straßenprediger Johannes Leppich SJ. Seit 1935 Jesuit, begann er 1948 mit “religiösen Kundgebungen auf Straßen, Plätzen, in Messehallen größerer und mittlerer west-deutscher Städte; Millionen Menschen, besonders auch ‘Randsiedler der Kirche’, wurden angesprochen” (Wolfgang Tarara im LThK, 3. Auflage).


16. Dezember
Predigt zum morgigen Sonntag

Meine Predigt zum dritten Adventssonntag: Phil 4, 4-7: "Freuet euch allezeit im Herrn. Noch einmal sage ich: Freuet euch. Lasst alle Menschen eure Güte erfahren; denn der Herr ist nahe."


16. Dezember
Charles Balley

Vor 200 Jahren, am 16. Dezember 1817, starb im Alter von 66 Jahren Charles Balley, der großer Förderer des hl. Johannes Maria Vianney, ohne den dieser wohl niemals das Priestertum erreicht hätte. Balley wurde 1803 Seelsorger in Ecully, wo er ab dem Winter 1806/07 dem damals zwanzigjährigen Vianney Unterricht gab und ihn unermüdlich auf seinem Weg zum Priestertum unterstützte. In Ecully feierte dann der Heilige am 20. August 1815 auch seine Primiz. Als Balley starb, war Vianney sein Kaplan. Zwei Monate später wurde Vianney nach Ars versetzt und wurde der heilige Pfarrer von Ars.


16. Dezember
Maria von den Engeln

Vor 300 Jahren, am 16. Dezember 1717, starb in Turin im Alter von 56 Jahren die Mystikerin Maria von den Engeln OCD (bürgerlicher Name: Maria Anna Fontanella). Nach anfänglichem Widerstand gegen die göttlichen Gnadenerweise wurde sie “in sechsjähriger peinvoller Läuterung zur mystischen Gottvereinigung geführt und mit hohen Gnadengaben (Wunder, Weissagung, Herzensdurchschauung, Ekstasen) ausgezeichnet, befreite 1706 durch ihr Gebet Turin von langer Belagerung” (LThK, 1. Auflage). In Moncalieri gründete sie 1702 ein neues Karmelkloster, das dem hl. Joseph geweiht ist. Am 25. April 1865 wurde sie seliggesprochen. Aus diesem Anlass schrieb der hl. Don Bosco ihre Biographie.


15. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Richtigstellung zu den Anfängen der Petrusbruderschaft gibt es jetzt auf der Seite mit meinem letzten Brief an Erzbischof Lefebvre. Der Hinweis auf die Neuerscheinung, Martin Ramms Ehebuch, findet sich auf der Seite über unser Medienapostolat, die Zitate aus dem Gespräch zwischen Kardinal Müller und Martin Mosebach beim Artikel Spaemanns über den Fortschritt.


15. Dezember
Experimente an Embryonen

Einen Einblick in menschenverachtende Forschungsmethoden gibt Stefan Rehder im Lebensforum (3. Quartal 2017, Artikel Nach uns die Sintflut). Forscher haben “absichtlich menschliche Embryonen mit einem genetischen Defekt” erschaffen, “um diesen anschließend zu beheben. Damit nicht genug: Am fünften Tag sezierten die Forscher die so manipulierten Embryonen.” Es handelt sich bei diesen Forschern um das Team des Klonforschers Shoukrat Mitalipov an der Oregon Health and Science University in Portland.

Stefan Rehder über die Todesengel


13. Dezember
Edmund Husserl

Ein Neuaufbruch in der Philosophie des 20. Jahrhunderts


13. Dezember
Antoine Lavalette

Vor 250 Jahren, am 13. Dezember 1767, starb in Toulouse im Alter von 59 Jahren Antoine Lavalette SJ. Seit 1742 wirkte er als Missionar auf den Kleinen Antillen. Er spielte eine tragische Rolle in jenen Vorgängen, die zur Aufhebung der Gesellschaft Jesu führten: “Zwecks Besserung der traurigen Finanzlage betrieb Lavalette Plantagenwirtschaft und Handel in beträchtlichem Umfang. Große Verluste infolge des französisch-englischen Krieges verleiteten ihn trotz ernster Weisungen der Oberen zu kirchenrechtlich unerlaubten Handelsgeschäften, und er geriet immer tiefer in Schulden. Die jesuitenfeindlichen Gerichte in Frankreich verurteilten den ganzen Orden zur Tilgung der ungeheuren Schuldenlast, und der Fall Lavalette wurde allgemein zur Vernichtung der Gesellschaft ausgenutzt. Lavalette wurde 1762 seiner Ämter enthoben, suspendiert und auf seine Bitte aus dem Orden entlassen” (A. Väth im LThK, 1. Auflage).


12. Dezember
Alfons Kardinal Stickler

Vor 10 Jahren, am 12. Dezember 2007, starb im Vatikan im Alter von 97 Jahren der aus Niederösterreich stammende Kardinal Alfons Stickler. Er war ein Freund der überlieferten Liturgie und weihte am 11. Februar 1993 den ersten Priester der von P. Andreas Hönisch gegründeten Kongregation der Servi Jesu et Mariae.


11. Dezember
Die Rückkehr des Königs

Auf credo-online, dem Online-Magazin der Diözese Augsburg, ist heute mein Artikel über die Rückkehr des Königs erschienen.


11. Dezember
Théophile Dontenwill

Vore 50 Jahren, am 11. Dezember 1967, starb in Marseille im Alter von 88 Jahren der aus dem Elsass stammende Missionar Théophile Dontenwill MSC. 1905 zum Priester geweiht, kam er bereits im darauffolgenden Jahr nach British New Guinea, wo er 27 Jahre lang missionarisch tätig war. Dann kehrte er aus Gesundheitsgründen nach Frankreich zurück.


11. Dezember
Dominikus Iturrate Zubero

Vor 100 Jahren, am 11. Dezember 1917, trat der aus dem Baskenland stammende Dominikus Iturrate Zubero (1901-1927) in Bien-Aparecida, Diözese Santander, in den Trinitarierorden ein. Am 30. Oktober 1983 wurde er seliggesprochen. In seiner Ansprache zur Seligsprechung erinnerte Papst Johannes Paul II. an die Haltung, mit der der Selige das hl. Messopfer darbrachte: “Als Priester hatte er eine klare Vorstellung von seiner Identität als ‘Vermittler zwischen Gott und den Menschen’ und als ‘Vertreter des Ewigen Hohenpriesters Jesus Christus’. Das ließ ihn jede Eucharistiefeier als einen Akt des Selbstopfers verbunden mit dem allerhöchsten Opfer Jesu Christi zugunsten der Menschen erleben.”


9. Dezember
Neu im Personenregister:
Hansjürgen Verweyen, Brendan


9. Dezember
Jerusalem

Vor 100 Jahren, am 9. Dezember 1917, ging in Jerusalem die Jahrhunderte alte osmanische Herrschaft zu Ende. Am 19. November 1917 hatte die Schlacht um Jerusalem zwischen den britischen Truppen auf der einen und den türkischen und deutschen Truppen auf der anderen Seite begonnen. Nachdem die britischen Truppen immer weiter vorrücken konnten, kapitulierte am 9. Dezember Jerusalem, und General Edmund Allenby, der Oberbefehlshaber der britischen Truppen, konnte am 11. Dezember in Jerusalem einziehen. Aus Ehrfurcht vor der religiösen Bedeutung Jerusalems tat er es zu Fuß.


8. Dezember
Cornelius a Lapide

Vor 450 Jahren, am 8. Dezember 1567, wurde in Bocholt bei Lüttich der Exeget Cornelius a Lapide SJ geboren. Er lehrte ab 1596 in Löwen, ab 1616 in Rom. “Zu allen Büchern der Hl. Schrift (außer Psalmen und Job) verfasste er breit angelegte Kommentare, die weniger durch genaue Darlegung des Literalsinns als durch reiche Ausführung des Moralsinns im Anschluss an die Kirchenväter und älteren Kommentatoren hervorragen und eine ergiebige Fundgrube für Prediger sind” (LThK, 1. Auflage). Er starb am 12. März 1637 in Rom.


8. Dezember
Marienweihe

Vor fünf Jahren, am 8. Dezember 2012, weihte Bischof Andrew Francis von Multan seine Diözese dem Unbefleckten Herzen Mariens. Multan liegt im pakistanischen Punjab, wo Christen immer wieder Drangsalen durch die islamische Mehrheit ausgesetzt sind. Bischof Francis war ein unermüdlicher Vorkämpfer der Aussöhnung zwischen Christen und Muslimen. Er starb am 6. Juni 2017.


8. Dezember
Marienweihe

Vor zehn Jahren, am 8. Dezember 2007, weihte der Erzbischof von Québec, Marc Kardinal Ouellet, seine Diözese dem Unbefleckten Herzen Mariens. Seit dem 30. Juni 2010 ist er Präfekt der Bischofskongregation. Auf die Frage, wie ein katholischer Bischof sein muss, antwortete er 2011: "Im Kontext unserer säkularisierten Gesellschaften brauchen wir Bischöfe, die die ersten Evangelisatoren einer Diözese sind und nicht bloße Verwalter derselben. Die also imstande sind, das Evangelium zu verkünden."


7. Dezember
Albert Krantz

Vor 500 Jahren, am 7. Dezember 1517, starb in Hamburg im Alter von etwa 72 Jahren der hansische Staatsmann und Geschichtsschreiben Albert Krantz. Er wurde 1492 Kanonikus am Dom zu Hamburg, 1500 ständiger Syndikus von Hamburg, 1508 Domdekan. Er stellte bei Kirchenvisitationen viele Missbräuche ab. “Er besorgte die Neuausgabe des Hamburger Missale und sammelte auf seinen weiten Reisen unermüdlich Quellenmaterial zur nordischen Kirchengeschichte (...) Vor Luther warnte er bei dessen erstem Auftreten” (LThK, 1. Auflage).


6. Dezember
Lehrer der Weisheit

“Ob Wolfgang Stegmüller, Dieter Henrich, Werner Beierwaltes, Robert Spaemann, Reinhard Lauth oder manch anderer: sie verkörperten [in München in den 80er Jahren] die Einheit des Philosophierens in ihrer Person und ließen einem die Sache offen, wo man sie selber finden würde [...] Ich schüttle heute den Kopf, wenn ich an die Schätze denke, die da vor mir lagen und tausend Jahre Grabung wert gewesen wären, und ich bin doch heilfroh, um meines eigenen Weges willen in keine der Schluchten für immer hinabgestiegen zu sein. Die letzte Einheit der Philosophie, der ‘Lehrer der Weisheit in Lehre und Beispiel’, ist für mich Robert Spaemann gewesen, aber ich habe mein halbes Leben gebraucht, um in den Bann seiner Einsichten zu geraten und etwas davon an junge Lernende weiterzugeben.”

Walter Schweidler in Information Philosophie 3/2017, S. 38 in seiner Antwort auf die Frage “Wie beurteilen Sie persönlich die Entwicklung der Philosophie hinsichtlich ihrer Einheit?”. Schweidler ist Professor der Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.


6. Dezember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (26, 27, 28)

An 26. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen drei Seiten: der Artikel von Michaela Koller über Osttimor, die Biographien über Caesar Baronius, Guerricus von Igny, Pietro Sforza Pallavicino und Franz Stadlin und die Seite über den Katholikentag in Mannheim.


3. Dezember
Engelbert Sterckx

Vor 150 Jahren, am 4. Dezember 1867, starb in Mecheln im Alter von 75 Jahren Erzbischof Engelbert Sterckx von Mecheln.


2. Dezember
Tapfer und Treu

Von Petra Kehl

Joseph Spillmann, Schweizer Jesuit und Schriftsteller, verfasste neben einer glänzend recherchierten „Geschichte der Katholikenverfolgung in England“ und zahlreichen Erzählungen für die katholische Jugend mehrere umfangreiche historische Romane.

Als eines seiner gelungensten erzählerischen Werke kann der Roman „Tapfer und Treu“ gelten. Angeregt durch ein altes Buch, das er beim Großvater fand, beschäftigte sich schon im Kindesalter seine Fantasie mit den Ereignissen der Französischen Revolution und dem Schicksal der Schweizer, die in der Garde des französischen Königs dienten und bei seiner Verteidigung ihr Leben ließen. Etwa 50 Jahre später hatte Spillmann dann Gelegenheit, bei einem Besuch in Paris die Schauplätze des Geschehens selbst in Augenschein zu nehmen. Bereits bei dieser Gelegenheit kam ihm der Gedanke, die Geschehnisse in einem Roman zu verarbeiten. Doch erst als er in seiner Schweizer Heimat die Bildnisse einiger jener Männer sah, die in die dramatischen Kämpfe verwickelt gewesen waren, machte er sich tatsächlich ans Werk.

Das Ergebnis ist ein historischer Roman, den man mit Fug und Recht an die Seite der Romane Sir Walter Scotts stellen kann, der Spillmanns großes Vorbild war. Der Schweizer Schriftsteller schildert darin nicht nur spannend und anschaulich die Ereignisse, er zeichnet auch lebendig und überzeugend die handelnden Personen, ob nun historische Persönlichkeiten, wie König, Königin und vor allem seine Schweizer Landsleute Rudolf von Reding und Baron Bachmann, oder seinen fiktiven Helden, den jungen Damian Muos. Mit Letzterem ist Spillmann ebenso ein großer Wurf gelungen wie mit der ebenfalls fiktiven Gestalt der Martha Valdouleur, die im besten Sinne das „starke Weib“ des Alten Testaments verkörpert.

Nicht weniger gelungen ist die Art und Weise, wie der Jesuit seine katholische Sicht und Wertung der Französischen Revolution unaufdringlich und niemals schulmeisternd in die Schilderung einfließen lässt. Damian, der nach Paris zieht, um als Offizier der Schweizergarde sein Glück zu machen, schwärmt, wie so viele junge Leute seiner Zeit, für die neuen Ideen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Dadurch eckt er gerade beim Großrichter Keyser an, dem Vater seiner Verena, deren Hand Damian zu erringen hofft, sobald er „Amt und Brot“ erlangt hat. Keyser lehnt die neuen Ideen schroff ab. Eine eher vermittelnde Haltung nimmt der Kapuzinerpater Secundus, der neue Gardekaplan ein. Auch er ist gegen die neuen Ideen, erläutert aber Damian geduldig und voller Verständnis für die Jugend und ihren Hang zu Neuerungen, weshalb die neuen Ideen mit dem katholischen Glauben unvereinbar sind und welche Gefahren sie in sich schließen. Dabei verschließt Pater Secundus keineswegs die Augen vor den Missständen des Ancien Régime, im Gegenteil, er benennt sie klar und deutlich.

Auf diese Weise wird der jugendliche Leser (und nicht nur dieser!) belehrt und gleichzeitig unterhalten. Mit dem jungen Helden Damian durchlebt er atemberaubende Abenteuer. Der junge Schweizer erlebt den Sturm auf die Bastille, entgeht beim Kampf um die Tuilerien nur knapp dem Tod, wird in die Fluchtversuche der königlichen Familie verwickelt und kann schließlich die Ermordung seines besten Freundes während der Septembermorde nicht verhindern. Durch all dies reift Damian charakterlich, seine Überzeugungen erfahren eine Wandlung, sein Glaube vertieft sich, er wird ernster. Er begreift, worum es den Revolutionären wirklich geht, und steht schließlich wieder auf dem Boden der wahren Werte. Daran hat nicht zuletzt sein Glaube Anteil und der Gedanke an sein „Mütterchen“, das in der Heimat für ihn betet.

„Tapfer und Treu“ ist ein Roman, den man gerade Jugendlichen in die Hand geben sollte, da heute im Geschichtsunterricht die Französische Revolution unkritisch stets als Beginn der glorreichen Moderne dargestellt und ihre Schattenseiten übergangen werden.

Joseph Spillmann: Tapfer und Treu, broschiert, 357 Seiten

Petra Kehl: Wer will da nicht Prinzessin werden?


1. Dezember
Das Zitat

Wir müssen die Moslems annehmen, für sie zuverlässige Freunde werden, an die man sich wendet, auf die man zählt, wenn einen Zweifel befallen oder man in sonstigen Nöten steckt; über Zuneigung, Klugheit und Gerechtigkeit kommt man voran. Erst, wenn man diesen Punkt erreicht hat, kann man daran gehen, etwas für ihr Seelenheil zu tun.

Seliger Charles de Foucauld

Charles de Foucauld über den Glauben


1. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Auf einer eigenen Seite wurde der Artikel von Richard Niedermeier Türkenkriege und Volksfrömmigkeit untergebracht. Die Notiz über den Herder-Verlag, der sich auf dem Weg in eine transhumanistische Zukunft bewegt, befindet sich auf der einschlägigen Themenseite über die Kirchenkrise, entsprechend auch die Kritik Stefan Rehders an der Haltung des Berliner Diözesanrats gegenüber den Lebensrechtlern.


30. November
Spe salvi

Vor zehn Jahren, am 30. November 2007, veröffentlichte Papst Benedikt XVI. seine Enzyklika Spe salvi über die Hoffnung.


30. November
Eingeschliffene Selbsttäuschung

Wenig Identifikationsfläche für ernsthafte Gottsucher bietet auch die eingeschliffene Selbsttäuschung, die von betont politisch agierenden Verbänden wie dem BDKJ ausgeht. Das Missverhältnis von Selbst- und Außenwahrnehmung tritt bei den in Glaubensfragen oft überfordert wirkenden BDKJ-Mitgliedern besonders krass zutage. Mangelnde Selbstkritik und die Vorstellung, die kirchliche Hierarchie befände sich im Zustand immerwährender Bringschuld, bestimmen den Duktus vieler Wortmeldungen.

Regina Einig in der Tagespost vom 28. November 2017


29. November
Podcast: Amoris laetitia, ein Paradigmenwechsel?


29. November
Die unentdeckten Seiten von kath-info (24, 25)

An 24. Stelle der im Jahr 2016 am seltensten gelesenen Seiten stehen zwei Seiten: der Artikel von P. Franz Prosinger über die zentrale Bedeutung der Liturgie in Lumen fidei und die Biographien über Franz Xaver Nies, Nicolas Fiva und Michal Boym.


28. November
AL auf dem moraltheologischen Schlachtfeld

“Thomas von Aquin behauptet unmissverständlich, dass kein menschliches Handeln von moralischer Bedeutung moralisch richtig sein kann, wenn das gewählte Objekt nicht dem moralischen Gesetz entspricht. Johannes Paul II. erklärte: „Einige Sünden sind aufgrund ihrer Materie an sich schon schwerwiegend und tödlich, d. h. es gibt Handlungen, die an sich und in sich, unabhängig von den Umständen, aufgrund ihres Gegenstands schwerwiegend falsch sind“ (Reconciliatio et Paenitenia, Abs. 17). Die bewusste Entscheidung, Unschuldige zu töten, ist immer falsch, unabhängig von der Situation oder den Umständen. Diese Überzeugung, die der von vielen liberalen Moraltheologen favorisierten proportionalistischen Ethik völlig fremd ist, wurde in Veritatis Splendor nachdrücklich bekräftigt, aber von dieser Argumentationslinie ist in Amoris Laetitia keine Spur zu finden. Stattdessen gibt es Andeutungen, dass es Ausnahmen von Normen geben müsse, die auf den konkreten Lebensumständen einer Person beruhen, denn es sei “kleinlich, nur bei der Erwägung stehen zu bleiben, ob das Handeln einer Person einem Gesetz oder einer allgemeinen Norm entspricht oder nicht” (Absatz 304). Papst Franziskus und seine Unterstützer behaupten, dass sie dem hl. Thomas treu sind, wenn sie behaupten, „je mehr wir uns den Details zuwenden, desto häufiger begegnen wir der Ungewissheit“ (304). Aber für Thomas von Aquin könnte eine solche moralische Zweideutigkeit entstehen, wenn affirmative Normen auf dem Spiel stehen. Amoris Laetitia ignoriert völlig die essentielle thomistische Unterscheidung zwischen affirmativen Regeln (wie z.B. „man muss geliehene Dinge zurückgeben“), die immer, aber nicht in jeder Situation gelten, und bestimmten negativen Regeln („begehe keinen Ehebruch“), die ausnahmslos gültig sind.”

Aus dem Artikel von Richard A. Spinello The Morality of Amoris Laetitia Is Not Thomistic, der am 14. November 2017 auf Crisis Magazine erschienen ist, in deutscher Übersetzung auf dem Blog des Scholastikers.

Vergleiche zur Frage der ausnahmslosen Geltung bestimmter negativer Normen die Aussagen von Papst Johannes Paul II.: "Die Existenz besonderer Normen für das innerweltliche Handeln des Menschen, die von so verpflichtender Kraft sind, daß sie immer und überall die Möglichkeit von Ausnahmen ausschließen, ist eine ständige Lehre der Überlieferung und des Lehramtes der Kirche gewesen, die von einem katholischen Theologen nicht in Zweifel gezogen werden darf."

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