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* * *

16. April
Die Liebe in Zeiten der Gesetzesethik

Die neueste Folge meines Podcasts

Der nächste Beitrag auf kath-info ist für den 29. April geplant


16. April
Die berühmte kleine Weile

Meine Predigt zum nächsten Sonntag, dem 3. Sonntag nach Ostern.


15. April
Das Wichtigste

Das Wichtigste ist, daß ihr eine persönliche Beziehung zu Gott entwickelt. Diese Beziehung drückt sich im Gebet aus. Es liegt in Gottes eigenstem Wesen, daß er spricht, hört und antwortet. Tatsächlich ruft uns der hl. Paulus in Erinnerung: wir können und sollten »ohne Unterlaß« beten (1 Thess 5,17). Weit davon entfernt, uns in uns selbst zurückzuziehen oder uns den Höhen und Tiefen des Lebens zu entziehen, wenden wir uns durch das Gebet Gott und durch ihn einander zu, einschließlich den Ausgegrenzten und denen, die anderen Wegen als dem Weg Gottes folgen (vgl. Spe salvi, 33). Wie die Heiligen uns auf so lebendige Weise lehren, wird das Gebet so zu praktizierter Hoffnung. Christus war ihr ständiger Gefährte, mit dem sie auf jedem Schritt ihres Weges im Dienst an den anderen gesprochen haben.
Es gibt einen weiteren Aspekt des Gebets, den wir uns in Erinnerung rufen müssen: die Betrachtung in der Stille. Der hl. Johannes zum Beispiel sagt uns, daß wir, um die Offenbarung Gottes zu erfassen, erst hören und dann antworten müssen, indem wir das verkünden, was wir gehört und gesehen haben (vgl. 1 Joh 1,2-3; Konzilskonstitution Dei Verbum, 1). Haben wir vielleicht etwas von der Kunst des Hörens verlernt? Laßt ihr noch etwas Raum, um auf die Stimme Gottes zu hören, die euch aufruft, zur Güte zu gelangen? Freunde, fürchtet euch nicht vor der Stille oder der Ruhe, hört auf Gott, betet ihn in der Eucharistie an. Laßt zu, daß sein Wort euren Weg als ein Fortschreiten in der Heiligkeit formt.

Papst Benedikt XVI. vor zehn Jahren, am 19. April 2018, während seiner Amerikareise in seiner Ansprache an die Jugendlichen in New York.


15. April
Horst Mittenentzwei

Vor fünf Jahren, am 28. April 2013, starb im Alter von 81 Jahren der aus Halle stammende Pfarrer Horst Mittenentzwei. 1957 zum Priester geweiht, setzte er sich seit den 90er Jahren für den Wiederaufbau des Klosters Helfta ein. Mit Pfadfindern organisierte er seit 1995 in der Ruine von Helfta eucharistische Gebetsabende.


14. April
Eduard Kamenicky

Vor zehn Jahren, am 28. April 2008, starb im niederösterreichischen Sigmundsherberg Eduard Kamenicky. Von ihm sind einige Artikel auf kath-info veröffentlicht, z.B. Gold außer Kurs.


14. April
Susana Paz-Castillo Ramirez

Vor zehn Jahren, am 27. April 2008, wurde Susana Paz-Castillo Ramirez (1863-1940) seliggesprochen. Sie wurde in Venezuela geboren, gründete eine Kongregation zur Krankenpflege, erhielt zur Einkleidung den Namen Candelaria vom heiligen Joseph HCMC und leitete die Gemeinschaft 35 Jahre lang. Außerdem gründete sie dringend notwendige Krankenhäuser.


13. April
Horst Bürkle

Vor drei Jahren, am 24. April 2015, starb im Alter von 89 Jahren der Missionswissenschaftler Horst Bürkle. 1987 konvertierte er von der evangelischen zur katholischen Kirche. “Damit protestierte er gegen ‘geistliche Dürre und Verfremdungserscheinungen’ im deutschen Protestantismus. Bei den Katholiken habe er ein klareres Heilsverständnis vorgefunden, sagte er später” (IdeaSpektrum vom 6. Mai 2015, S. 24). Benedikt XVI. würdigte ihn in einem Grußwort zu seinem Begräbnis als einen großen Theologen, dem er sich sehr nahe gefühlt habe.


13. April
Nicolo Rusca

Vor fünf Jahren, am 21. April 2013, wurde der in Bedano bei Lugano geborene Nicolo Rusca (1563-1618) seliggesprochen. 1587 zum Priester geweiht, setzte er sich für die konziliaren Reformen ein, wurde von den reformierten Bündner Behörden in Thusis vor Gericht gestellt und zu Tode gefoltert. Am 19. Dezember 2011 wurde er vom Heiligen Stuhl als Märtyrer anerkannt. Durch seine Seligsprechung fühlten sich viele Protestanten beleidigt.


13. April
Joseph Maria von Jesus Cuartero Gascón

Vor 100 Jahren, am 21. April 1918, wurde der Spanier Joseph Maria von Jesus Cuartero Gascón geboren. Er trat in den Passionistenorden ein und erlitt 1936 während des Spanischen Bürgerkriegs ein qualvolles Martyrium. Am 1. Oktober 1989 wurde er mit 24 weiteren Passionisten-Märtyrer seliggesprochen.


12. April
Isa Vermehren

Vor 100 Jahren, am 21. April 1918, wurde Isa Vermehren geboren, die wir hier bereits vorgestellt haben.


12. April
Ludwig von Casoria

Vor 25 Jahren, am 18. April 1993, wurde der Neapolitaner Ludwig von Casoria (1814-1885) seliggesprochen. Seine Lebensaufgabe war die Befreiung von Kindersklaven.


12. April
Adam Schall

Vor 400 Jahren, am 17. April 1618, trat der Chinamissionar Adam Schall (1592-1666) seine Reise nach China an. Er war Wissenschaftler und brachte die westliche Astronomie nach Peking an den kaiserlichen Hof.


11. April
Francis Kardinal George

Vor drei Jahren, am 17. April 2015, starb in Chicago im Alter von 78 Jahren Francis Kardinal George, genannt der “amerikanische Ratzinger”. 1997 wurde er Erzbischof von Chicago.
Seine übernatürlich motivierte Loyalität zu Papst Franziskus hinderte ihn nicht daran, freimütig zu bekennen, dass er unter dessem Regierungsstil leide: “Er sendet so viele unterschiedliche Signale, das geht manchmal etwas wild durcheinander. Ich denke, er selbst ist nicht verwirrt, aber viele Leute verwirrt er mit dem, was er sagt, manchmal auch mich. Mir wäre es lieber, manches wäre etwas klarer, so dass ich ihn besser unterstützen kann.”
Im Original: “He sends out so many signals it gets a bit jumbled at times, I'm sure he's not confused, himself. It's confusing for a lot of people, including myself at times. For someone who appreciates clarity I would like to get a few things clear so I can cooperate.”


11. April
Elias Facchini

Vor 150 Jahren, im April 1868, kam der italienische Chinamissionar Elias Facchini (1839-1900) nach Tayuanfu. Er erlitt am 9. Juli 1900 zusammen mit dem hl. Theodor Balat das Martyrium und wurde 1946 selig-, 2000 heiliggesprochen.


10. April
Wird der Albtraum jemals enden?

In der Nacht vom 14. zum 15. April 2014 wurden in Chibok, Nigeria, 276 überwiegend christliche Schülerinnen von Mitgliedern der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram aus ihrer Schule entführt und verschleppt. Ihnen drohte die Zwangsverheiratung und der erzwungene Übertritt zum Islam. Etlichen Schülerinnen gelang es in der Folgezeit, ihren Entführern zu entkommen. Im Mai 2017 erlangten 82 Mädchen nach langen Verhandlungen ihre Freiheit wieder. Doch noch immer ist das Schicksal von etwa 100 Schülerinnen ungeklärt. Damit sie und die zahlreichen von Boko Haram verschleppten Frauen und Mädchen nicht dem Vergessen anheimfallen, hat die katholische englische Autorin Corinna Turner das Buch „Eines Tages“ geschrieben, worin sie die Geschehnisse um die Entführung in Romanform aus Sicht der betroffenen Mädchen beschreibt. Dabei hat sie den Schauplatz der Ereignisse nach Europa verlegt, um ihren Lesern die Vorgänge besser vor Augen zu führen. Das Buch erschien jetzt in deutscher Sprache. Der Erlös geht an KIRCHE IN NOT.

Corinna Turner: Eines Tages. Wird der Albtraum jemals enden? ISBN 978-3-930883-89-9, € 8,90


9. April
Monatsranking März 2018

Der Aufsteiger des Monats, nämlich von Platz 30 auf Platz 6, ist die Seite mit dem Artikel von P. Bernhard Gerstle über Emmaus einst und heute.

Platz Monatsranking März 2018
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 640 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+/- 0
2

In-vitro-Fertilisation

+/- 0
3

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

+/- 0
10

Zitatensammlung

+ 11
20

Zur Hirntoddebatte

- 2
30

Martin Ramm: Der Widerstand der katholischen Jugend im Dritten Reich

- 16
40

Markus Keller: Der hl. Ignatius und die Exerzitien

- 15
50

Recktenwald: Moral ohne Gott?

+ 27
60

Recktenwald: Der Gottesbeweis Anselms v. Canterbury

+ 10
100

Spaemann: Tierschutz und Menschenwürde

+ 42

Zum Ranking der Vormonate


7. April
Albert Hauck

Vor 100 Jahren, am 7. April 1918, starb in Leipzig im Alter von 72 Jahren der evangelische Kirchenhistoriker Albert Hauck. Sein Hauptwerk ist die fünfbändige “Kirchengeschichte Deutschlands”, die bis zum Jahr 1437 geht, “ausgezeichnet durch umfassende Quellenforschung, tiefdringende Kritik, durchsichtige Darstellung und Kunst der Zusammenschau und Charakteristik, gegen das mittelalterliche Papsttum freilich sehr von seinem protestantischen Standpunkt beeinflußt” (LThK, 1. Auflage).


3. April
Der mündige Christ und die Kirche

Die neueste Folge meines Podcasts


3. April
Andreas Schönberger

Vor fünf Jahren, am 5. April 2013, starb im Saarland im Alter von 90 Jahren der im Kampf gegen die nachkonziliare Glaubenskrise sehr engagierte Dr. Andreas Schönberger. Vor allem betätigte er sich über viele Jahre als Übersetzer für den FELS und die Una-Voce-Korrespondenz und brachte auf diese Weise dem deutschen Leser die französischen Verhältnisse und Ereignisse näher.


3. April
Jacques Ozanam

Vor 300 Jahren, am 3. April 1718, starb in Paris im Alter von 77 Jahren der Mathematiker Jacques Ozanam. Er war ein Verwandter des seligen Frédéric Ozanam (1813-1853).


2. April
Rudolf Acquaviva

Vor 450 Jahren, am 2. April 1568, trat der selige Rudolf Acquaviva SJ (1550-1583) ins Jesuitennoviziat St Andreä zu Rom ein.


2. April
Francesco Maria Grimaldi

Vor 400 Jahren, am 2. April 1618, wurde in Bologna der Physiker und Astronom Francesco Maria Grimaldi SJ geboren. Er beschrieb als erster das Licht als Welle. Wegen seiner Verdienste um die Mondkartierung ist der Grimaldi-Krater nach ihm benannt. Grimaldi, der seit 1651 Priester war, starb am 28. Dezember 1663.


1. April
Konversion

Vor zehn Jahren wurde der evangelische Pastor Fernando Casanova auf Grund des Rosenkranzes und einer eucharistischen Erfahrung katholisch.


31. März
Die doppelte Auferstehung

Meine Predigt zur Osternacht.


30. März
Das Zitat

"Betrachte aufmerksam mit deinem geistigen Auge, wie ich am Kreuz hänge. Ich hänge da mit ausgestreckten Armen, um dich umarmen zu können, so oft du zu mir kommen willst.
Meine Füße sind fest genagelt, damit du begreifst, dass ich nicht von dir fortgehen will und dies auch gar nicht kann.
Meine Hände sind durchbohrt, damit du weißt, dass ich dir nichts verweigern will, um das ich gebeten werde, und damit du auch verstehst, dass mich nicht die Nägel am Kreuz festhalten, sondern eine Liebe, die seit ewigen Zeiten dir gehört, wenn nur du in meiner Liebe bleibst.
Siehe also, mit welcher Kraft und mit welcher Liebe ich dich in meine Hände und Füße geschrieben habe, um dich nie mehr zu vergessen.
Doch damit war ich noch nicht zufrieden; ich habe noch etwas viel Größeres für dich getan. Ich habe mir von einem Soldaten die Brust aufreißen lassen, um dir den Weg zu meinem Herzen zu öffnen. Erkenne auch daraus meine große Liebe, dich mich angetrieben hat, für dich zu sterben."

Dionysius der Kartäuser


29. März
Jahresranking 2017: Die Top 100

Vierter Teil: Die Plätze 21 bis 40

Wie letztes Jahr gebe ich die 100 auf kath-info meistgelesenen Seiten des vorangegangenen Jahres in mehreren Schritten bekannt. Dieses Jahr beginne ich mit den letzten 20 der Top 100. In der rechten Spalte ist zu sehen, um wie viele Plätze der jeweilige Beitrag im Vergleich zum Vorjahr gestiegen oder gefallen ist.

Platz Jahresranking 2017
Die Top 100 von über 640 Seiten

Die Plätze 21-40

Verän-derung gegen-über dem Vorjahr
21

Johannes Paul II.: Was bedeutet Schöpfung?

+ 6
22

Bernward Deneke: Die Unterscheidung der Geister

- 7
23

Zitatensammlung

+ 15
24

Recktenwald / Bordat: Fasten

- 6
25

Die Pränataldiagnostik

+/- 0
26

Zur Hirntoddebatte

+ 2
27

Recktenwald: Ist ohne Gott alles erlaubt?

+ 17
28

Grisar: Luther und der Ablassstreit

+ 11
29

Martin Ramm: Der Widerstand der katholischen Jugend im Dritten Reich

+ 22
30

Wie seriös ist Dawkins?

- 7
31

Spaemann: Rationalität und Gottesglaube

+ 3
32

Recktenwald: Darf man im Katastrophenfall Passagierflugzeuge abschießen?

- 21
33

Edmund Husserl

+ 38
34

Hurnau: Die Schule der Exorzisten

+ 29
35

Andreas Wollbold: Die Auferstehung der Toten

+ 50
36

Emmaus einst und heute / Das brennende Herz

+ 20
37

Miriam Schilling: Vergib mir Natascha. Eine Rezension

+ 45
38

Prosinger: Was heißt glauben? Ein biblischer Streifzug

- 14
39

Skandalöses im LThK

- 13
40

Zum Thema Abtreibung

- 4

Zum Jahresranking der Vorjahre


28. März
Ein Lackmustest für die zeitgenössische Theologie

Für die Frage, wieweit zeitgenössische Theologie dem Evangelium standhalten kann, sind die Märtyrer ein wunderbarer Maßstab: Man muss sich bei jeder Dekonstruktion des biblischen Textes, bei jeder Entmythologisierung, Symbolisierung und Allegorisierung nur immer fragen: Wäre ein Mensch bereit, dafür zu sterben?

Martin Mosebach im Interview mit Karsten Huhn, IdeaSpektrum 13/2018 von heute, S. 19.


27. März
“Wir haben nicht den Mut gehabt”

Heute vor zehn Jahren, am 27. März 2008, hielt Christoph Kardinal Schönborn in Jerusalem jene bemerkenswerte, viel Staub aufwirbelnde Predigt, in der er den Widerstand gegen die Enzyklika Humanae vitae und die Haltung der Bischöfe 1968, im Erscheinungsjahr der Enzyklika, beklagte:

“Es gibt in meinem Herzen folgendes zu sagen: gerade dies ist der Ort, wo Jesus uns gesagt hat, dass wir die Vergebung unserer Sünden empfangen, denn ich denke, dass dies auch eine Sünde von uns Bischöfen ist, auch wenn niemand von uns im Jahre 1968 Bischof war. (...) Wir waren nicht Bischöfe, aber es waren unsere Mitbrüder. Wir haben nicht den Mut gehabt, ein klares "Ja" zu Humanae Vitae zu sagen. Es gibt Ausnahmen: der damalige Kardinal von Berlin, Kardinal Bengsch (...) Aber wir Bischöfe, verschlossen hinter den Türen wegen der Angst, nicht wegen der Angst vor den Hebräern, sondern wegen der Presse, und auch wegen des Unverständnisses unserer Gläubigen. Wir hatten nicht den Mut! In Österreich hatten wir "Die Mariatroster Erklärung" - wie in Deutschland "Die Königsteiner Erklärung". Das hat den Sinn des Lebens im Volke Gottes geschwächt, dies hat entmutigt, sich für das Leben zu öffnen. Wie dann die Welle der Abtreibung gekommen ist, war die Kirche geschwächt, da sie nicht gelernt hatte, diesen Mut des Widerstands, den wir in Krakau gesehen haben, den Papst Johannes Paul II. während seines ganzen Pontifikates gezeigt hat, diesen Mut, JA zu sagen zu Gott, zu Jesus, auch um den Preis der Verachtung. Wir waren hinter den verschlossenen Türen, aus Angst. Ich denke, auch wenn wir damals nicht Bischöfe waren, so müssen wir diese Sünde des europäischen Episkopats bereuen, des Episkopats, der nicht den Mut hatte, Paul VI. mit Kraft zu unterstützen, denn heute tragen wir alle in unseren Kirchen und in unseren Diözesen die Last der Konsequenzen dieser Sünde.”
Zur vollständigen Predigt


27. März
Rupert von Salzburg

Vor 1300 Jahren, am 27. März 718, starb der aus Worms stammende hl. Rupertus, Schutzpatron und erster Bischof von Salzburg. Auf der Website des Erzbistums sucht man vergeblich nach einem Hinweis auf dieses Jubiläum.


26. März
Predigten

Im Monat Februar überstieg die Zahl meiner gehörten Predigten auf soundcloud erstmals die 1000. Der bisherige Rekord lag bei 683 im November.


26. März
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Auf den folgenden verlinkten Seiten findet man jeweils die treffende Bemerkung Benjamin Hasselhorns über den Konstruktivismus, die Haunerlands über den Zölibat und die Bischof Anba Damians über die Reform des Islams.


25. März
Der Heilige der Landstraße

Von Alfred Betschart

Siebter Teil

Die Lehre des Heiligen

Der hl. Benedikt Labre hatte in seinem Leben nicht viel geredet. Aber ein Wort ist uns u. a. überliefert, das wie ein geistliches Testament ist. Auf die Frage, wie man am sichersten zu einer großen Gottesliebe gelange und welches die sichersten Zeichen dafür seien, antwortete er: “Um Gott so zu lieben, wie es sich geziemt, muss man drei Herzen in einem einzigen haben. Das erste Herz muss ganz Feuer für Gott sein und uns antreiben, dass wir beständig an Gott denken, beständig von Gott reden, beständig für Gott handeln und die Leiden, die Er uns sendet, während unseres ganzen Lebens geduldig ertragen. Das zweite Herz muss ganz Güte gegen den Nächsten sein und uns bewegen, ihn in seinen körperlichen Bedürfnissen durch Almosen zu unterstützen, und ihm in seinen geistlichen Bedürfnissen mit Belehrung, gutem Rat, gutem Beispiel und Gebet beizustehen. Dieses Herz soll sich auch mitleidig der Sünder erbarmen, und insbesondere der Feinde und für sie zum Herrn beten, dass er sie erleuchten und zur wahren Buße führen wolle. Dieses Herz muss gegen die armen Seelen im Fegfeuer von einem frommen Mitleiden erfüllt sein, damit Jesus und Maria sie bald zur Stätte der ewigen Ruhe einführen wollen. Das dritte Herz aber muss ganz Erz gegen sich selbst sein und uns bewegen, dass wir vor jeder Art der Sinnlichkeit einen Abscheu haben, unserer Eigenliebe beständig widerstehen, dem Eigenwillen abschwören, den Leib durch Fasten und Enthaltsamkeit züchtigen und alle Neigungen der verderbten Natur meistern. Denn je mehr ihr euch selbst hassen und euer Fleisch kreuzigen werdet, desto größer wird eure Belohnung in dem anderen Leben sein.”

Der Heilige hat uns dies in atemberaubender Weise vorgelebt. Seine äußere Lebensform nachzuahmen, ist uns nicht gegeben. Aber seiner geistlichen Botschaft müssen wir nachleben: Gebet und Buße. Ohne diese beiden Grundpfeiler christlichen Lebens ist es nicht möglich, die ewige Seligkeit zu erlangen. Vor allem soll uns das hinreißende Beispiel seiner immerwährenden Anbetung zu wahren Anbetern des Vaters “im Geist und in der Wahrheit” (Joh 4,23) machen. Diese Gnade, anbeten zu dürfen, ist heute im Zeichen des weltweiten Abfalles innerhalb der katholischen Kirche vom Glauben an das Allerheiligste Altarssakrament ein unerhörtes Geschenk. Der hl. Benedikt Labre möge es uns am Throne des allmächtigen Gottes erflehen!

Die Kirche hat diesen liebenswürdigen Heiligen im Jahre 1860 selig und 1881 heilig gesprochen. Sein Fest feiert sie am 16. April. In der Kirche Sta. Maria dei Monti in Rom, wo der Heilige begraben liegt, wird dieser Tag immer sehr festlich begangen. Im benachbarten Haus, wo Benedikt Labre gestorben ist, werden an diesem Tage im Sterbezimmer die ärmlichen Habseligkeiten des Heiligen gezeigt: sein zerschlissenes Habit, sein Brevier und seine wenigen Schriften; auch das Sterbebett und die Totenmaske.

Benedikt Labres Aufenthalte in der Schweiz

Der Heilige suchte auch mit einer gewissen Regelmäßigkeit die Wallfahrtsorte in der Schweiz auf. Vom Elsass her kommend, besuchte er den Marienwallfahrtsort Mariastein im Kanton Solothurn, der von Benediktinerpatres betreut wird. Obwohl hier das Andenken an Benedikt Labre bis heute gepflegt wird - in den Jahren 1984/85 baute die Hofgut Mariastein AG ein großes Gebäude, dem sie den Namen "Benedikt-Labre-Haus" gab -, so sind interessanterweise im Kloster selber keine Erinnerungen an ihm lebendig geblieben. P. Lukas Schenker gibt in einem Artikel in der Zeitschrift “Mariastein” (1985, Heft 6) als Gründe an, dass man vielleicht “den Pilger bei seinem tagelangen Beten in der Gnadenkapelle gar nicht groß beachtet oder ihm wegen seines unansehnlichen Äußeren auch etwas gemieden” hat. “Nicht in Mariastein, sondern in Metzerlen (das ist die politische Gemeinde, zu der das Kloster gehört. Anm. d. Verf.) fand Labre im Haus bzw. im Stall - er wollte kein Bett für sich - ein Nachtlager bei der Familie Gschwind (im sog. Meier-Haus, heute Gasthaus 'Rössli'). Wie oft er dort war, war nicht mehr festzustellen, ganz sicher mehrere Male. Auch über die genauen Jahreszahlen war bereits nichts mehr auszumachen, es müssen aber die ersten siebziger Jahre des 18. Jahrhunderts gewesen sein. Auf Bitten Abt Motschis gab sich P. Leo Meyer von Metzerlen (1822-1906), der letzte Konventuale des aufgehobenen Zisterzienserklosters St. Urban, große Mühe, hier noch in Erfahrung zu bringen, was man noch erzählte. P. Leo Meyer berichtet folgende Einzelheiten: ‘So oft der heilige Pilger bei der Familie Gschwind logierte, wollte er sein Nachtlager nie im Hause selbst nehmen, sondern nur im Stall auf einem Bündel Stroh. Einmal kam der Heilige mit ganz zerrissenen Schuhen an; sofort rief die Hausmutter den Schuster, und am Morgen beschenkte sie den Heiligen mit neuen Schuhen. Dafür überbrachte ihr der Heilige das nächste Mal von Rom aus ein Geschenk bestehend in einem wollenen Gürtel, einem Sterbeglöcklein und einer Jerichorose. Der Heilige soll gesagt haben, dass der Gürtel und das Glöcklein in Rom hoch gesegnet worden seien, und sie sollen den Gürtel in der Sterbestunde anziehen, und das Glöcklein läuten. Diese drei Gegenstände wurden von der Familie Gschwind wie heilige Reliquien aufbewahrt und angewandt – und fanden sich beim Tode der Magdalena (1767-1828; Tochter der Familie Gschwind. Anm. d. Verf.) noch vor.’ Der Lehrer und alte Lammwirt von Metzerlen, Johann Meyer, gab Abt Karl die Auskunft: ‘Mit seinem anständigen Benehmen und seinen erbaulichen Gesprächen gewann ihn diese Familie (Gschwind) lieb ...’”

Im Kloster Mariastein gibt es heute noch eine Statue des hl. Benedikt Labre, ein Hinterglasbild, gemalt, als der Heilige sich bei der Familie Gschwind aufhielt und auf dem der Heilige als Bettler dargestellt ist, und als kostbares Andenken die Kopie der Totenmaske.

Wird fortgesetzt.

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23. März
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

1. Als der heilige Mann Job betrachtete, welche Sorge Gott fortwährend um das Wohl der Menschen trägt, so dass es scheint, es liege Ihm nichts mehr am Herzen, als uns zu lieben und unsere Gegenliebe zu erlangen, rief er aus: “Was ist der Mensch, dass du ihn erhebest, oder warum wendest du dein Herz ihm zu” (Job 7,17).

Daraus sieht man, dass man sich irrt, wenn man glaubt, man fehle an der Achtung, die man der unendlichen Majestät Gottes schuldig ist, wenn man sich Ihm mit großem Vertrauen und voll Offenherzigkeit nähert. Freilich müssen wir Gott voll Demut verehren und uns in Seiner Gegenwart erniedrigen, besonders wenn wir daran denken, wie undankbar wir gewesen sind und welche Beleidigungen wir Ihm früher zugefügt haben, aber das darf uns dennoch nicht abhalten, mit der innigsten und vertrauensvollsten Liebe, deren wir nur fähig sind, mit Ihm umzugehen. Gott ist die unendliche Herrlichkeit, aber Er ist auch die unendliche Güte und Liebe. Wir können uns keinen mächtigeren Herrn denken als Gott, aber wir können uns auch niemanden vorstellen, der uns inniger lieben könnte als Er. Gott ist nicht ungehalten auf uns, nein, Er freut sich, wenn wir mit demselben Vertrauen, mit derselben Offenherzigkeit und Zärtlichkeit, die ein Kind zu seiner Mutter trägt, mit Ihm umgehen. Er selbst lädt uns ein, uns Ihm zu nähern, und verspricht uns den zärtlichsten Empfang: “An den Brüsten wird man euch tragen, und auf den Knien euch liebkosen: wie einen, der seine Mutter liebkoset, so will ich euch trösten” (Is 66,12). Gleichwie eine Mutter ihre Freude daran findet, wenn sie ihr geliebtes Kind auf den Schoß nehmen, es da nähren und liebkosen kann, ebenso freut sich Gott, wenn Er auf gleiche Weise Seelen behandeln kann, die sich Ihm ganz geschenkt haben und die auf Seine Güte all ihr Vertrauen setzen.

2. Sei überzeugt, geliebte Seele, dass du keinen Freund, keinen Bruder, keinen Vater, keine Mutter, keinen Gatten, dass du niemanden hast, der dich mehr liebt als dein Gott. Die Gnade Gottes ist jener Schatz, durch den wir aus verächtlichen Geschöpfen und Knechten die geliebten Freunde unseres Schöpfers werden: “Denn sie ist ein unerforschlicher Schatz für die Menschen, wer ihn benutzet, wird der Freundschaft Gottes teilhaftig” (Weish 14). Um unser Vertrauen zu vermehren, hat Gott Sich selbst vernichtet, Er ist Mensch geworden, damit Er um so vertraulicher mit uns umgehen könne: “Er wandelte unter den Menschen” (Baruch 3,38).

Damit unser Vertrauen zu Ihm wachse, ist er als Kind auf Erden erschienen, ist er arm geworden, hat er am Kreuze sterben wollen, bleibt Er unter den Gestalten des Brotes bei uns, wird er unser Genosse auf Erden, vereinigt Er Sich aufs innigste mit uns: “Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinket, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm” (Jo 6,56). Aus dem allem siehst du, geliebte Seele, dass Seine Liebe zu dir so groß ist, dass es scheint, Er liebe nur dich alleine; so musst denn auch du nichts anderes als Gott allein lieben, so dass du Ihm mit der Braut im Hohenlied zurufen könnest: “Mein Geliebter ist mein und ich bin sein.” Gott hat sich ganz mir geschenkt, ich will Ihm ganz angehören, Er hat mich als Gegenstand Seiner Liebe erwählt, ich will nur Ihn alleine lieben: “Mein Geliebter ist weiß und rot, auserwählt aus Tausenden” (Hl 5,15).

wird fortgesetzt


22. März
Symbolik
oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

136. Folge

Nach diesen Erläuterungen sind uns auch Stellen aus Luthers Schriften, wie folgende, erklärlich: “Nun siehest du, wie reich der Christ oder der Getaufte ist; denn auch wenn er will, kann er sein Heil nicht verlieren, so groß auch seine Sünden sein mögen, es sei denn, er wolle nicht glauben. Keine Sünde kann ihn verdammen, als der Unglaube allein. Wenn der Glaube an die göttliche, in der Taufe gegebene Verheißung zurückkehrt, oder gar nicht gewichen ist, so wird alles Andere durch den Glauben, oder vielmehr die Wahrhaftigkeit Gottes, in einem Augenblick verschwinden, denn er selbst kann sich nicht verleugnen, wenn du ihn bekennst und treulich seinen Verheißungen dich hingibst. Die Reue aber und das Bekenntnis der Sünden, und dann auch die Genugtuung und alle jene durch Menschen erfundenen Bestrebungen werden dich schnell verlassen und unglückselig machen, wenn du diese göttliche Wahrhaftigkeit vergissest und in jene Dinge dich einläßt. Eitelkeit über Eitelkeit und Betrübnis des Geistes ist alles, was außerhalb des Glaubens an die Treue Gottes angestrebt wird.”

[173] Luther. de captivit. Babyl. Tom. II. fol. 264. Ita vides, quam dives sit homo christianus, etiam volens non potest perdere salutem suam quantiscunque peccatis, nisi nolít credere. Nulla enim peccata eum possunt damnare, nisi sola incredulitas. Caetera omnia, si redeat vel stet fides in promissionem divinam baptisato factam, in momento absorbentur per eandem fidem etc. Hierher ist auch folgende berühmte Stelle aus einem Briefe Luthers an Melanchthon zu beziehen, obwohl sie wegen der offenbaren Geistesüberspannung ihres Verfassers (so wollen wir nämlich glauben) nicht sonderlich urgiert werden darf: aber sehr bezeichnend und dogmengeschichtlich wichtig bleibt sie immerhin: “Sündige kräftig, schreibt Luther, aber sei kräftiger im Glauben, und freue dich in Christo, welcher der Sieger der Sünde ist, des Todes und der Welt. Sündigen müssen wir, so lange wir hier sind. Es ist genug, daß wir durch die Reichtümer der Glorie Gottes das Lamm erkennen, welches Sünden der Welt hinwegnimmt, von diesem wird uns die Sünde nicht losreißen, wenn wir auch tausendmal in einem Tage Hurerei trieben, oder totschlügen.” Epist. Dr. M. Luth. a Joh. Aurifabro coll. Tom. I. Jena. 1556. 4. p. 545. b. sagt nämlich Luther seinem Freunde: Si gratiae praedicator es, gratiam non fictam sed veram praedica: si vera gratia est, verum non fictum peccatum ferto, Deus non facit salvos ficte peccatores. Esto peccator et pecca fortiter, sed fortius fide et gaude in Christo: qui victor est peccati, mortis et mundi, peccandum est, quamdiu hic sumus. Vita haec non est habitatio justitiae; sed expectamus, ait Petrus, coelos novos et terram novam, in justitia habitat. Sufficit quod agnovimus per divitias gloriae Dei agnum, qui tollit peccata mundi; ab hoc non avellet nos peccatum, etiamsi millies uno die fornicemur aut occidamus. Putas tam parvum esse pretium et redemtionem pro peccatis nostris factam in tanto ac tali agno? Der Brief ist im Jahr 1521 auf der Wartburg geschrieben.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


21. März
Zwölf Jahre

Heute vor zwölf Jahren ging kath-info online.


21. März
Das Zitat

"Das Gebet der Todesangst hat die Welt gerettet. Unsere Gebete, selbst die aus großer Not heraus, lassen uns niemals ohne eine göttliche Kraft. Niemals nahen wir uns Gott, ohne dass Er uns beschenkt, so trocken und so schmerzvoll das Gebet auch sein mag. Lasst uns zu Ihm hineilen wie Verdurstete und Erschöpfte, als ganz Arme. Wenn es uns auch scheint, dass wir nichts gegeben haben, so haben wir doch ganz gewiss empfangen, denn man kann sich dem Feuer nicht nähern, ohne von ihm erwärmt zu werden."

Maria von Jesus Mercier OCD (1853-1917)


20. März
Dina Bélanger

Vor 25 Jahren, am 20. März 1993, wurde die Mystikerin Dina Bélanger seliggesprochen.

20. März
Saskatchewan

Vor 150 Jahren, am 20. März 1868, wurde das Missionsvikariat von Saskatchewan gegründet und Vital-Justin Grandin OMI anvertraut, der vom hl. Eugène de Mazenod OMI die Bischofsweihe empfangen hatte und dessen Seligsprechungsprozess bereits bis zur Feststellung des heroischen Tugendgrades fortgeschritten ist.


20. März
Burchard der Rote

Vor 900 Jahren, am 19. März 1118, starb auf der Rückreise von Konstantinopel Burchard der Rote, Bischof von Münster. Er gehörte zu den engsten Ratgebern Heinrichs IV. und Heinrichs V., nahm an dessen Italienzügen teil, war 1110 bis 1117 Kanzler für Italien und war 1111 maßgeblich an der Gefangennahme Paschalis II. beteiligt.


18. März
Die göttliche Logik der Liebe

Meine Predigt von heute


18. März
Kein Gedanke an Rache

Sein Buch ist frei von dem, was man sich mit einem zweifelhaften Begriff gewöhnt hat, „Islamophobie“ zu nennen, obwohl es den medienaffinen Mördern darum ging, Furcht und Schrecken (Phobos) vor dem Islam zu verbreiten. Zwar weist er einmal darauf hin, dass als Märtyrer in der muslimischen Welt all jene gefeiert würden, die das eigene Leben drangeben, um möglichst viele „Ungläubige“ mit in den Tod zu reißen, während im christlichen Verständnis als Märtyrer nur jene Menschen gelten, die sich für ihren Glauben töten lassen. Ansonsten geht es ihm so wenig um die Täter, dass es für diese fast so kränkend sein muss wie die Haltung der koptischen Familien, die keinen Gedanken an Rache verschwenden. Die Getöteten sind für sie keine „Opfer des Terrorismus“, sondern Heilige: eine Transformation, mit der niemand rechnen konnte, als sie als arme Arbeiter loszogen.

Wolfgang Schneider im Tagesspiegel (Sehnsucht nach dem Mysterium) über das Buch von Martin Mosebach Die 21. Eine Reise ins Land der koptischen Martyrer über die 21 Kopten, die 2015 in Libyen von IS-Schergen enthauptet wurden.


17. März
Zum wem machst du dich selbst?

Meine Predigt zum morgigen Passionssonntag


17. März
Das Zitat

"Jesus erhört die Bitten der Gläubigen in seiner eucharistischen Gegenwart schneller als auf irgendeinem anderen Weg. Die Heiligen haben das verstanden, und in all ihren Versuchungen und Leiden flüchteten sie stets zu Jesus im Allerheiligsten."

Ehrw. Lukas Etlin


16. März
Neu im Personenregister:
Gerard Manley Hopkins, Konrad I.


15. März
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

61. Folge

In der Ausgießung der übernatürlichen, kindlichen, göttlichen Liebe, der “caritas”, in unsere Herzen wird der im Heiligen Geiste sich vollziehende innere Erguß der Liebe zwischen Vater und Sohn eben deshalb, weil nachgebildet, auch fortgesetzt, so daß wir nicht nur sagen können, die Liebe werde uns gegeben und in uns ausgegossen, sondern auch der Heilige Geist selbst werde in dieser Liebe uns gegeben und in uns ausgegossen; oder vielmehr eben dadurch, daß der Heilige Geist, der Strom der göttlichen Liebe, in unsere Seele hineingegeben, in sie hineingelenkt wird, kommt der Ausfluß derselben, der “habitus” und der “actus” der “caritas”, in unser Herz [53].

Ebenso wird in der Mitteilung des übernatürlichen göttlichen Lichtes und des Abglanzes der göttlichen Natur an unsere Seele, in der Einprägung des übernatürlichen Ebenbildes Gottes der ewige Abglanz des Vaters auf uns übergestrahlt, sein konsubstantiales Ebenbild, der Sohn, unserer Seele eingeprägt, der Sohn Gottes in uns wiedergeboren durch eine Nachbildung und Ausbreitung der ewigen Produktion. Somit wird hier der Sohn Gottes selbst in seiner göttlichen und hypostatischen Eigentümlichkeit in die Kreatur hineingelegt, als das Siegel ihrer Gottebenbildlichkeit, durch dessen Eindruck die Kreatur ihm selbst gleichförmig wird, durch dessen Gemeinschaft sie die Würde und die Herrlichkeit der Kinder Gottes empfängt [54].

Anmerkungen:

[53] “Caritas Dei diffusa est in cordibus nostris per Spiritum sanctum, qui datus est nobis” (Röm 5,5) nach der Augustinischen Erklärung. - “In hoc cognoscimus, quoniam in eo manemus et ipse in nobis, quoniam de Spiritu suo dedit nobis” (1 Jo 4, 13), in der “caritas” nämlich. Dahin gehören alle Stellen, welche ausdrücken, dass der Heilige Geist in uns lebe, oder dass wir in ihm leben, als wenn er selbst der in uns wohnende Lebensodem wäre. So Röm 8, 9: “Vos autem in carne non estis, sed in Spiritu, si tamen Spiritus Dei habitat in vobis. Si quis autem Spiritum Christi (den Geist der Liebe) non habet, hic non est eius.” - Ebd. V. 14 u. 15: “Quicumque enim Spiritu Dei aguntur, ii sunt filii Dei. Non autem accepistis Spiritum servitutis iterum in timore, sed accepistis Spiritum adoptionis (sc. in caritate filiali), in quo clamamus: Abba, Pater.” - 1 Kor 2, 12: “Nos autem non spiritum huius mundi accepimus, sed Spiritum, qui ex Deo est.”

[54] “Filioli mei, quo iterum parturio, donec formetur Christus in vobis” (Gal 4, 13). - “Formatur Christus in nobis ineffabiliter, non ut creatus in creatis, sed ut increatus, ad dignitatem creatura superiorem creaturam, id est nos, transferens” (Cyr. Alex., Dial. de Trin. l. 4; ed. Aub. p. 530. Cfr. Ambr., De fide l 5, c. 7). - “Christum habitare per fidem in cordibus vestris” (Eph 3, 17). Der Sohn Gottes als “Verbum” wohnt aber natürlich nur dann durch das Licht des Glaubens in uns, wenn der Glaube in der Liebe sich lebendig erweist. Denn, sagt der heilige Thomas (I, q. 43, a. 5 ad 2), “Filius est Verbum, non qualecumque, sed spirans amorem. Unde Augustinus dicit in lib. 9 de Trin. (c. 10): Verbum autem, quod insinuare intendimus, cum amore notitia est.”

Wird fortgesetzt


14. März
Florentina Nicol Goni

Vor 150 Jahren, am 14. März 1868, wurde im spanischen Tafalla, Navarra, die selige Florentina Nicol Goni geboren. Mit 17 Jahren trat sie bei den Dominikanerinnen ein und erhielt den Namen Schwester Ascension vom Herzen Jesu. 1913 folgte sie einem Ruf des Dominikanerbischofs Ramón Zubieta y Les, des Apostolischen Vikars für Puerto Maldonado, und zog mit vier weiteren Missionarinnen nach Peru, um im peruanischen Regenwald den Ärmsten zu dienen und ihnen das Evangelium zu bringen. Sie starb am 24. Februar 1940 in Pamplona. Am 14. Mai 2005 wurde sie im Rahmen der ersten Seligsprechung unter Papst Benedikt XVI. seliggesprochen.


14. März
Königin Mathilde

Vor 1050 Jahren, am 14. März 968, starb in Quedlinburg im Alter von über 70 Jahren die hl. Mathilde, die Frau von König Heinrich dem Vogler.


12. März
Paulos Faraj Rahho

Vor zehn Jahren, am 12. März 2008, wurde Paulos Faraj Rahho, Erzbischof der Chaldäisch-Katholischen Kirche im Irak, ermordet.


12. März
St. Clemens in Hannover

Vor 20 Jahren, am 12. März 1998, hat Papst Johannes Paul II. die Kirche St. Clemens, die Hauptkirche von Hannover, in der ich jeden Sonntag die hl. Messe feiere, zur Basilica minor erhoben. In der Diözese Hildesheim gibt es drei Basiliken.


11. März
Welche Freiheit hat uns Christus geschenkt?

Meine Predigt von heute


11. März
Das Zitat

"Gutsein ist ein weit gewaltigeres und kühneres Abenteuer als eine Weltumsegelung."

G. K. Chesterton


10. März
Wir sollen uns satt trinken!

Meine Predigt zum morgigen Sonntag


10. März
Aloysius von Gonzaga

Vor 450 Jahren, am 9. März 1568, wurde in Castiglione delle Stiviere (bei Mantua) der hl. Aloysius von Gonzaga geboren.


7. März
Interkommunion als Rückschritt

“Überzeugend ist er nicht. Künftig soll eine Teilnahme von Protestanten an der Kommunion in ‘Einzelfällen’ möglich sein. Mein Mann ist katholisch, ich evangelisch - wir könnten also so ein 'Fall' sein. Zur Kommunion werde ich aber auch in Zukunft nicht gehen. Was unterscheidet mich denn von den vielen Millionen Protestanten, die weiterhin ausgeschlossen sind? Macht mein katholischer Partner mich zu einer ‘würdigeren’ Person?”

So Daniela Städter in ihrem Kommentar zum Beschluss der katholischen Bischöfe, konfessionsverschiedenen Ehepaaren im Einzelfall eine gemeinsame Teilnahme am Kommunionempfang ermöglichen zu wollen (ideaSpektrum von heute, S. 9). Zur Aussage der geplanten Leitlinien, dass der Glaube der katholischen Kirche bejaht werden müsse, meint Städter: “Das kann doch nur bedeuten, dass Protestanten, die an der Kommunion teilnehmen, damit gleichzeitig alles anerkennen, wofür die katholische Kirche steht: Papsttreue, Amts- und Heiligenverständnis, Stellenwert von Tradition und Kirche. Jede Eucharistiefeier ist eine Feier der ganzen katholischen Kirche, die in Einheit mit dem Papst und den Bischöfen stattfindet - dann könnte ich auch gleich katholisch werden.”

Mit dem letzten Satz beweist Städter, dass sie mehr von der katholischen Eucharistie verstanden hat als manch oberflächlicher Befürworter der Interkommunion auf katholischer Seite. Es war gerade eine der theologischen Errungenschaften von Henri de Lubac, die Eucharistie als "Sakrament der Einheit" der Kirche neu entdeckt und gewürdigt zu haben. Dabei war Henri de Lubac ein Vertreter der nouvelle théologie, die sich rühmte, von der Neuscholastik verschüttete Einsichten wiederzuentdecken. In diesem Fall bestand der Anspruch zu Recht. Doch all das wird jetzt von den angeblich fortschrittlichen Befürwortern der Interkommunion vom Tisch gewischt.


6. März
Predigten online

Vor zwei Jahren, am 6. März 2016, begann ich mit der Veröffentlichung meiner Predigten auf Soundcloud. Ich hatte lange gezögert, aber gute Freunde konnten mich schließlich überzeugen. Ich freue mich, dass sie auf guten Zuspruch stoßen, und danke allen, die mich ermuntern und unterstützen.


4. März
Die Austreibung des stummen Teufels

Meine Predigt von heute.


4. März
Das Zitat

"Ohne Versuchung wird die Sorgfalt Gottes für uns nicht empfunden, das Vertrauen zu Ihm nicht erworben, die Weisheit des Geistes nicht gelernt und die Liebe Gottes nicht in der Seele befestigt."

Isaak v. Ninive


3. März
Demut vertreibt den Teufel

Meine Predigt zum morgigen Sonntag.


1. März
Leben und Lehre

Ziel muss die Übereinstimmung mit dem Willen Gottes in Bezug auf die Ehe sein und nicht die Angleichung der christlichen Ehe an die gesellschaftlichen Standards. Mit anderen Worten: Die Kirche muss leben, was sie lehrt (die Unauflöslichkeit der Ehe), nicht lehren, was gelebt wird (Scheidung und Wiederverheiratung; die viel beschworene "Lebenswirklichkeit").

Aus dem sehr sachlichen und erhellenden Artikel von Weihbischof Marian Eleganti OSB, Wider die Spaltung. Über die Rechtmäßigkeit einer zweiten Ehe kann nicht das subjektive Gewissen entscheiden, in der Tagespost vom 8. Februar, S. 10.


28. Februar
Hans Lubsczyk

Vor 10 Jahren, am 29. Februar 2008, starb in Zwochau bei Leipzig im Alter von fast 97 Jahren der Exeget Hans Lubsczyk. Er war ein engagiertes Mitglied der Fokolar-Bewegung, lehrte lange Jahre in Erfurt und war ein Freund der Priesterbruderschaft St. Petrus, in deren Priesterseminar er eine Zeitlang Vorlesungen gab.


28. Februar
Gérard Calvet

Vor 10 Jahren, am 28. Februar 2008, starb in Le Barroux im Alter von 80 Jahren Dom Gérard Calvet, der Gründer des Benediktinerklosters in Le Barroux (zuerst in Bédoin; bei Carpentras). Wegen der überlieferten Liturgie war die Klostergemeinschaft zunächst mit Erzbischof Marcel Lefebvre verbunden, schlug aber 1988 den Weg der Versöhnung ein, so dass die Situation kirchenrechtlich geregelt wurde und Dom Gérard am 2. Juli 1989 von Augustin Kardinal Mayer zum Abt geweiht wurde. Dom Gérard machte in Frankreich auch die Werke des deutschen Liturgiewissenschaftlers Klaus Gamber bekannt.


27. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel von Emma Lindle An den Freund, der nicht mehr an die Liebe glaubt wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Das Lob Jörg Spletts auf meine Anselm-Arbeit findet sich nun im Anschluss an die Wiedergabe ihrer Zusammenfassung auf kath-info, der Bericht über die Rehabilitierung des Fürstbischofs Julius Echter von Würzburg Ende einer Legende: Der Hexenbrenner wird zum Hexenretter bei Friedrich Spee


26. Februar
Der Fehler westlicher Liturgiewissenschaftler

Besonders groteskes Beispiel [für Arroganz gegenüber den orientalischen Christen]: die westliche Reform der Liturgie. Bei den Kopten hätte man studieren können, was frühchristliche Liturgie ist – und zwar nicht als archäologische Rekonstruktion, sondern als lebendigen Vollzug. Hätten die westlichen Liturgiewissenschaftler das getan, dann hätte die Liturgiereform völlig anders aussehen müssen – nicht weniger Sakralität, sondern mehr davon wäre das Ergebnis gewesen.

Martin Mosebach im Gespräch mit Regina Einig; aus “Gott ist Dir näher als Deine Halschlagader”, in der Tagespost vom 22. Februar.


25. Februar
Das Zitat

"Gütigster Jesus, bewahre mich davor, dass ich je einen Menschen, und mag er mich noch so hassen und verfolgen, verachte, gering schätze, ihn herabsetze oder mich von ihm abwende. Lass in mir niemals Hass oder auch nur eine bittere Empfindung gegen ihn aufkommen, und lass nicht zu, dass ich an seiner Besserung verzweifle, solange er lebt."

Hl. Fidelis von Sigmaringen


25. Februar
Die missverstandene Verklärung

Meine Predigt von heute


24. Februar
Über die Selbstprüfung des Herzens

Meine Predigt zum morgigen Sonntag.


24. Februar
The Abolition of Man

Vor 75 Jahren, vom 24. bis 26. Februar 1943, hielt C. S. Lewis an der Universität Durham im Rahmen der Riddell Memorial Lectures drei Vorlesungen, aus denen sein anspruchsvollstes Werk hervorgegangen ist: Die Abschaffung des Menschen, über welches Owen Barfield schrieb: “Falls es ein Stück heutiger Schriftstellerei gibt, das solchen denkerischen Scharfsinn, solche Munterkeit im Ausdruck und solchen Tiefsinn mit soviel Seligkeitsgefühl verbindet, so bin ich ihm noch nicht begegnet.” Die amerikanische National Review setzte es in der Liste der 100 besten Sachbücher des 20. Jahrhunderts auf den siebten Platz.

C. S. Lewis über das Naturrecht


24. Februar
Der “Schott” des 21. Jahrhunderts

In der Tagespost dieser Woche hat Clemens Schlip unter dem Titel "Der “Schott” des 21. Jahrhunderts. Ein Volksmissale, das keine Wünsche offen lässt: Der “Ramm” setzt Maßstäbe" ausführlich das 1896 Seiten umfassende Volksmessbuch von P. Martin Ramm FSSP vorgestellt, das man bei der Petrusbruderschaft bestellen kann.


22. Februar
Die drei Einfallstore der Versuchung

Meine Predigt vom letzten Sonntag


17. Februar
Joachim Piegsa

Vor drei Jahren, am 20. Februar 2015, starb in Ludwigshafen im Alter von 84 Jahren der Moraltheologe Prof. Dr. Joachim Piegsa MSF. Von 1977 bis 1998 lehrte er in Augsburg. Zu seinen Hauptwerken gehört das dreibändige Handbuch Der Mensch – das moralische Lebewesen. Er gehörte zu jener Art von Theologen, die das kirchliche Lehramt ernstnehmen, statt ihm “moralisierende Einschüchterung” (Höhn) vorzuwerfen.


17. Februar
Seattle

Vor fünf Jahren, am 19. Februar 2013, wurde die Niederlassung der Priesterbruderschaft St. Petrus in Seattle, das Haus Our Lady of Grace, kanonisch errichtet.


17. Februar
Norma McCorvey

Vor einem Jahr, am 18. Februar 2017, starb in Texas im Alter von 69 Jahren Norma McCorvey. Sie wurde berühmt durch das von ihr als Klägerin ausgelöste Urteil “Roe v. Wade”, mit dem 1973 der Oberste Gerichtshof der USA die Abtreibung legalisierte. 1995 änderte sie ihre Einstellung, wurde zu einer Lebensrechtlerin, empfing von Evangelikalen die Taufe und konvertierte 1998 zur katholischen Kirche.


17. Februar
Gennaro Bucceroni

Vor 100 Jahren, am 18. Februar 1918, starb in Rom im Alter von 76 Jahren der Moraltheologe Gennaro Bucceroni SJ. Er gehörte zur Vorbereitungskommission des Codex Iuris Canonici, den der hl. Papst Pius X. 1917 promulgierte. Die Werke Bucceronis “setzten unter enger Anlehnung an kirchliche Quellen die Lehrtradition A. Ballerinis fort” (LThK, 3. Auflage).


16. Februar
Michael Novak

Vor einem Jahr, am 17. Februar 2017, starb in Washington im Alter von 83 Jahren der katholische Philosoph Michael Novak. Von ihm gibt es auf kath-info den Artikel Einsame Atheisten.


16. Februar
Evarist Mushi

Vor fünf Jahren, am 17. Februar 2013, wurde auf der Insel Sansibar, Tansania, der katholische Priester Evarist Mushi von Islamisten ermordet. Mushi war 55 Jahre alt. Er wurde von zwei Männern durch Kopfschuss getötet, als er die St. Josephs-Kathedrale betreten wollte, um einen Gottesdienst zu feiern. Zu dem Anschlag bekannte sich die Separatistenbewegung Uamsho (Erwachen), die damals ankündigte: “Es werden noch viele andere sterben. Wir werden Kirchen und Häuser in Brand stecken.”


15. Februar
Wurde das nicht vom Konzil abgeschafft?

Von Kevin Scallon C.M.

Freunde von mir haben einen Sohn, der ein erfolgreicher Anwalt ist. Dieser junge Mann machte an einem berühmten katholischen College sein Examen. Er gab seinen Glauben auf und ist nicht kirchlich verheiratet. Immer, wenn ich ihm begegne, hält er mir Vorträge darüber, „was in der katholischen Kirche falsch läuft“. Nach einigen dieser Begegnungen verlor ich schließlich die Geduld, ich konnte es nicht mehr ertragen.

Ich antwortete ihm: „Lass mich dir sagen, was mit der katholischen Kirche nicht stimmt! Sie ist voll von Leuten wie dir, die nie zur heiligen Messe gehen, die sich nicht die Mühe machen zu heiraten oder ihre Kinder taufen zu lassen, die nicht zur Beichte gehen, nicht beten und denen die Armen und andere Menschen egal sind, die ständig die Priester, Brüder, Ordensschwestern und andere engagierte Leute kritisieren. Das ist meiner Meinung nach das, was mit der katholischen Kirche nicht stimmt!“ Ich kam mir vor wie Jesus im Tempel. Ich war wütend auf ihn und er wusste es. Das war das letzte Mal, dass er mir Vorträge zu diesem Thema hielt.

Dies ist das Problem mit vielen Katholiken. Sie wollen eine Kirche nach ihren eigenen Vorstellungen, und Gehorsam gehört nicht dazu. Sie wollen alle Vorteile des Katholischseins, doch keine der Verpflichtungen. Sie leben am Rand des kirchlichen Lebens, ohne Sakramente und ohne Gebet. Manchmal leben sie in großer Sünde. Sie haben sich völlig der Welt mit ihrem Hochmut, ihrer Gier, ihrem sozialen Ehrgeiz und den Vergnügungen des Trinkens und Sex hingegeben. Ihr Leben ist selbstsüchtig und egozentrisch. In einem Leben, das sich nur um sie selbst dreht, haben sie kein Verlangen nach Gott. Sie kommen jedoch zu Taufen und Hochzeiten. Sie treten sogar vor den Altar, um die heilige Kommunion zu empfangen. „Warum denn nicht? Ich bin schließlich katholisch!“

Das Endprodukt dieses Lebensstils ist eine tiefe Unzufriedenheit. Es ist eine Tatsache, dass wir für Gott geschaffen sind und dass der Raum in unserem Herzen, der für Ihn bestimmt ist, nie von la dolce vita ausgefüllt werden kann. Weder ein Jet-Set-Leben noch Drogen, Alkohol, Sex oder irgendetwas anderes können uns je glücklich machen oder die Leere ausfüllen, die durch die Abwesenheit des lebendigen Gottes entsteht.

Der heilige Augustinus drückte mit seinen oft zitierten Worten eine Realität aus, der kein Mensch entfliehen kann:
“Groß bist du, o Herr, und deines Lobes ist kein Ende; groß ist die Fülle deiner Kraft, und deine Weisheit ist unermesslich. Und loben will dich der Mensch, ein so geringer Teil deiner Schöpfung; der Mensch, der sich unter der Last der Sterblichkeit beugt, dem Zeugnis seiner Sünde, einem Zeugnis, dass du den Hoffärtigen widerstehest; und doch will dich loben der Mensch, ein so geringer Teil deiner Schöpfung. Du schaffest, dass er mit Freuden dich preise, denn zu deinem Eigentum erschufst du uns, und ruhelos ist unser Herz, bis es ruhet in dir” (Augustinus, Bekenntnisse, Buch 1, I).

Letztlich können solche Leute so sehr jeglichen Kontakt mit Gottes Gnade verlieren, dass ihnen noch nicht einmal bewusst ist, wie sündig ihr Leben geworden ist. Sie leben buchstäblich in einem Zustand tödlicher Sündhaftigkeit. Ihr moralischer Kompass funktioniert nicht mehr, langsam aber sicher werden sie so durcheinander, dass ihnen Finsternis hell erscheint und das Böse gut. Satan ist nie weit weg von solchen Leuten, er drängt sie zur endgültigen Zerstörung. Doch auch Gott ist nicht fern von ihnen, „denn seine Huld währt ewig!“ (Psalm 136).

Nicht jeder führt nun ein so dunkles und sündiges Leben. Gott beruft alle zu einem Leben der Heiligkeit im Bund mit Ihm, doch leider geraten viele in ein Leben der Kompromisse, sie sind lauwarm. Ihr Lebensziel ist dasselbe wie das so vieler – die Suche nach Reichtum und sozialem Ansehen. Sie werden von der Meinung anderer und verschiedenen Formen der „Korrektheit“ regiert. Sie beten wenig. Gott wird auf Abstand gehalten. Sie befinden sich auf einer Startbahn und der Tower hat ihnen die Starterlaubnis gegeben – doch sie heben nie ab.

Einmal fragten mich Leute nach den Themen meiner Einkehrtage. Als ich ihnen sagte, dass unser erster Abend unter dem Thema der Umkehr und des Sakraments der Versöhnung stände, sagte einer von ihnen: „Wissen Sie, ich bin seit zwanzig Jahren nicht mehr beichten gewesen. Ich dachte, all das sei nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil abgeschafft worden!“

Es gibt viele Katholiken, die irgendwie den Eindruck haben, das Sakrament der Versöhnung sei für die Praxis unseres katholischen Glaubens nicht mehr nötig. Dem ist jedoch nicht so. Um die Wahrheit zu sagen: Für unsere Kirche ist es heutzutage sehr notwendig, Menschen dazu aufzurufen, in dieser barmherzigen Begegnung mit dem auferstandenen, vergebenden Christus im Sakrament der Versöhnung ihre Sünden zu bereuen.

Eine andere bedauerliche Haltung hinsichtlich dieses Sakraments möchte ich als „Autowasch-Mentalität“ bezeichnen. Viel zu viele Menschen meinen, nur die Beichte sei erforderlich, es sei nicht wirklich nötig, sein Leben zum Besseren hin zu verändern. Der Empfang des Sakraments der Versöhnung setzt ein Verlangen zur Umkehr und zur Veränderung seines Lebens voraus.

Vor einigen Jahren feierte ich in Asien während einer großen Versammlung die heilige Messe. Das Auditorium war mit etwa zweitausend Menschen gefüllt. Auf dem Weg zur Eucharistiefeier, während der Prozession, näherte sich mir ein Mann und fragte, ob ich seine Beichte hören könne. Ich antwortete: „Nein, das kann ich nicht, ich muss die heilige Messe feiern.“

Als ich mich von ihm entfernte, hörte ich eine Stimme, die mir sagte: „Geh zurück und höre seine Beichte!“ Sofort kehrte ich um und ging zurück, nahm ihn zur Seite und hörte seine Beichte. Später wurde mir erzählt, dass dieser Mann eine außergewöhnliche Erfahrung mit dem barmherzigen, vergebenden Christus hatte, die offensichtlich sein ganzes Leben veränderte. Als Priester bin ich Zeuge vieler solcher Gnaden durch das Sakrament der Versöhnung geworden, und an jenem Tag fasste ich den Vorsatz, immer die Beichte eines jeden zu hören, der mich darum bittet – ganz gleich, wie sehr ich zeitlich unter Druck stehen mag.

Die Menschen sollten keine Angst haben, ihren Sünden und Dämonen ins Gesicht zu sehen. Gott schenkt uns die Gebote, und die Kirche lehrt und hilft uns, unser Gewissen zu bilden. Die Sünde verändert sich nicht sehr; sie legt sich lediglich ein neues Gesicht zu.

Bei diesem Text handelt es sich mit freundlicher Abdruckgenehmigung des Verlags um ein Kapitel aus dem Buch von P. Kevin Scallon C.M. Ich will selbst kommen! Den auferstandenen Christus erfahren, Miriam-Verlag Jestetten, 22010


13. Februar
Anton Brus

Vor 500 Jahren, am 13. Februar 1518, wurde im mährischen Müglitz Anton Brus geboren. 1540 zum Priester geweiht, wurde er später Beichtvater des Kaisers, 1558 Bischof von Wien und 1561 auch Erzbischof von Prag. Er nahm am Konzil von Trient teil und erreichte 1564 vom Papst das Zugeständnis des Laienkelches. Mit ihm begann der Aufschwung des katholischen Lebens in Böhmen. Er starb am 27. August 1580 in Prag.


13. Februar
Paul Liu Hanzuo

Vor 200 Jahren, am 13. Februar 1818, starb in China als Märtyrer im Alter von 40 Jahren der hl. Paul Liu Hanzuo. Er war Diözesanpriester der Mission von Su-Tchuen und “zeichnete sich durch besondere Liebenswürdigkeit, Bescheidenheit und Einfachheit aus. Das Wüten der Verfolgung verdoppelte seinen Eifer. Nach seiner Verhaftung wurde er nach Tchen-Tou gebracht, wo ihn der Mandarin einer Prüfung unterzog, bei der er sich als Priester erklärte und angab, lieber sterben zu wollen, als dem katholischen Glauben abzuschwören. Er wurde verprügelt und ins Gefängnis gesteckt, um dort den kaiserlichen Bescheid abzuwarten. Nach Eintreffen desselben wurde er am 13. Februar 1818 stranguliert” (A. Resch). Am 27. Mai 1900 wurde er selig-, am 1. Oktober 2000 heiliggesprochen.


13. Februar
Ars

Vor 200 Jahren, am Sonntag, den 13. Februar 1818, feierte in Ars der hl. Johannes Maria Vianney, der vier Tage zuvor angekommen war, seinen Einführungsgottesdienst als Pfarrer. Die Kirche war voll von Neugierigen. Unter ihnen war Bürgermeister Mandy, der nach dem Gottesdienst meinte: “Wir haben eine arme Kirche, aber wir besitzen einen heiligen Priester.” Seine erste hl. Messe in Ars überhaupt hatte der Heilige am 10. Februar gefeiert.


12. Februar
Fundamentalismus

"Wenn ,Fundamentalismus' so etwas ist wie eine verkürzte Argumentation, die die Einsicht in andere Argumente und damit deren Integrierung verweigert, dann kann man diesen Vorwurf auch gegenüber den Argumenten, welche eine bestimmte Art der Selbstbestimmung absolut setzen, erheben. Selbstbestimmung als ,liberal' im Sinne von Freiheitsdenken zu reklamieren, Lebensschutz hingegen, der sich an realer Freiheit und Abhängigkeit orientiert, als ,fundamentalistisch' zu diskriminieren, ist mit dem Anspruch an einen fairen und offenen ethischen Diskurs nicht zu vereinbaren."

Aus: Dietmar Mieth: Grenzenlose Selbstbestimmung?. Der Wille und die Würde Sterbender. Patmos Verlag, Düsseldorf 2008. Zitiert von Michael Pawlik in seiner Rezension in der FAZ vom 14. Juli 2008.

Spaemann: Wer ist Fundamentalist?


11. Februar
Ein Blinder als Vorbild

Meine Predigt von heute.


11. Februar
Rücktritt

Vor fünf Jahren, am 11. Februar 2013, kündigte Papst Benedikt XVI. für den 28. Februar seinen Amtsverzicht an. Sofort entzündete sich eine Diskussion darüber, wie dieser Schritt theologisch zu werten sei. Meine Stellungnahme dazu veröffentlichte ich auf kath-info.


11. Februar
Bernhard Sirch

Vor fünf Jahren, am 11. Februar 2013, starb im Alter von 69 Jahren P. Dr. Bernhard Sirch OSB. Er leitete neunzehn Jahre lang den EOS-Verlag in St. Ottilien. Die Leiden seiner letzten Krankheit hatte er für Papst Benedikt XVI. aufgeopfert.


10. Februar
Werden wir den Herrn begleiten?

Meine Predigt zum morgigen Sonntag.


10. Februar
Aufgewirbelter Staub

Die angebliche Wunderproblematik besteht in Wirklichkeit gar nicht. Sie ist nur aufgewirbelter Staub, der die schlichte Tatsache verhüllen soll, dass man nicht mehr an einen Gott glaubt, der als Schöpfer souverän über Seiner eigenen Schöpfung und ihren Gesetzen steht und daher jederzeit in den Gang der Dinge eingreifen kann.

Aus: P. Bernward Deneke, Ja, Er kann!, in: Deutsches Katholisches Sonntagsblatt 2/2018.

Zum Thema Wunder


9. Februar
Widerstand

Maria Serwe hat eine Präsentation über den Widerstand der katholischen Kirche gegen den Nationalsozialismus erstellt, die wir hier im PDF-Format anbieten. Die Präsentation ist informativ und vielseitig verwendbar.


8. Februar
Was heißt “Gott”?

Einer Religion, die Unterwerfung unter einen Gott verlangt, der Hass, Terror und Unterdrückung in die Welt bringt, kann nur eine andere Religion antworten, die den wahren Gott verteidigt, weil es den “anderen Gott” nicht gibt und auch nicht geben kann. Das Wort Gott hat keinen Sinn, wenn das Göttliche nicht gut und das Gute nicht göttlich ist.

Aus: Bernhard Meuser, Mut zu neuen Wegen, in Kirche heute, Februar und März 2018.


8. Februar
Kurt Hübner

Vor fünf Jahren, am 8. Februar 2013, starb in Kiel im Alter von 91 Jahren der renommierte Philosoph Kurt Hübner. Er war unter anderem sechs Jahre lang Präsident der Allgemeinen Gesellschaft der Philosophie in Deutschland, Gründer des Zentrums zum Studium der deutschen Philosophie und Soziologie in Moskau und Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Die ZEIT nannte ihn einen “der letzten Universalisten der Philosophie und Wissenschaftstheorie”. Auf kath-info ist von ihm eine Rezension erschienen: über ein Werk von Markus von Hänsel-Hohenhausen, das Neuland in der Wissenschaftstheorie erschließt.


6. Februar
Die geschändete Barmherzigkeit

Die neueste Folge meines Podcasts


6. Februar
Anselm Günthör

Vor drei Jahren, am 6. Februar 2015, starb im oberschwäbischen Altshaus im Alter von 103 Jahren der Moraltheologe P. Anselm Günthör OSB. 1929 trat er ins Benediktinerkloster Weingarten ein. Von 1952 bis 1971 lehrte er als Professor für Moral- und Pastoraltheologie in Rom. Wachsam und kritisch verfolgte er manche theologischen Irrwege nach dem Konzil. Seine Selbstbiographie erschien im fe-Verlag.


4. Februar
Das Gleichnis gegen Drückeberger

Meine Predigt von heute


4. Februar
Claude Dablon

Vor 400 Jahren, im Februar 1618, wurde in Dieppe der Kanadamissionar Claude Dablon SJ geboren. Er wurde 1670 in Sault Ste. Marie, wohin 29 Jahre zuvor der hl. Isaac Jogues als erster Europäer gekommen war, Leiter des dortigen riesigen Missionsgebietes. Zusammen mit Marquette und Allouez bildet er das berühmte Missionstriumvirat der Kanadamission der damaligen Zeit. Er starb 1697 in Québec.


3. Februar
Das Mutmachergleichnis für die Priester

Meine Predigt zum morgigen Sonntag Sexagesima


3. Februar
Josephina Nicoli

Vor zehn Jahren, am 3. Februar 2008, wurde Josephina Nicoli FdC (1863-1924) seliggesprochen. Sie stammte aus Castima, Diözese Tortona, und trat 1883 in die Kongregation der Töchter der christlichen Liebe ein, die vom hl. Vinzenz von Paul und der hl. Luise von Marillac gegründet worden war. Ihr Einsatz galt den Armen und der Erziehung der Jugend.


3. Februar
Alfons von Mena

Vor 450 Jahren, am 3. Februar 1568, wurde in Logroño, Spanien, der selige Alfons von Mena OP geboren. Er meldete sich für die Mission der Philippinen, kam 1602 nach Japan und starb dort am 10. September 1622 “des Feuertodes beim ‘großen Martyrium’ zu Nagasaki” (LThK, 1. Auflage). 1867 wurde er seliggesprochen.


2. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die beiden Zeugnisse von Alina Oehler und Prof. Andreas Wollbold über die Schönheit und den Wert der überlieferten Liturgie finden sich nun bei der Rede von Kardinal Ratzinger über die Notwendigkeit, die Dimension des Heiligen in der Liturgie zurückzuerobern. Die Beobachtung Prof. Ginderts zur Reaktion der deutschen Bischöfe auf den Vorschlag, ein Scheidungsritual einzuführen (Nur sechs von siebenundzwanzig?), wurde auf der einschlägigen Themenseite untergebracht. Das Video Martin Lohmanns mit Prof. Georg May zur Vorstellung von dessem Mammutwerk über zerstörerische Tendenzen in der Theologie findet sich auf der Seite, die der von Johannes Paul II. so genannten Pseudotheologie gewidmet ist.


2. Februar
Paula Gräßl

Vor 300 Jahren, am 2. Februar 1718, wurde in Pfaffenhofen an der Ilm die Mystikerin Paula Gräßl OP geboren. “Ob ihrer Ekstasen, Herzenskenntnis, mystischer Vermählung usw. von der Hölle und einigen Mitschwestern hart verfolgt, unter schweren seelischen und körperlichen Leiden eine heroische Dulderin und ein Trostengel für ihr Kloster, entfaltete für Ungezählte, die sie in geistigen und materiellen Nöten aufsuchten, eine weitgreifende helfende Liebe. Zusammen mit der Genossin ihrer Gnaden, Columba Weigl, ein typisches Beispiel für die Leidens- und Sühnemystik des 18. Jahrhunderts” (LThK, 1. Auflage). Paula Gräßl starb am 27. April 1793 in Altenhohenau am Inn.


1. Februar
Mission braucht Maria

“Maria ist von Gott erwählt worden, der Welt den Erlöser zu bringen. Und er will auch heute durch sie zu den Menschen kommen. Niemand hat Jesus Christus so gut kennengelernt wie sie, niemand hat ihn so geliebt wie sie. Und das ist auch heute noch so. Deshalb ist Maria der Stern der Neuen Evangelisierung, wie es die letzten Päpste, Paul VI. Johannes Paul II, Benedikt XVI. und Franziskus, immer wieder ausdrücklich betont haben. Eine Mission, die zur Erneuerung des Glaubens an Jesus Christus, zum neuen Aufblühen des sakramentalen Lebens, der Begegnung mit dem Erlöser in Beichte und Eucharistie, führen will, braucht Maria. Ohne die Gottesmutter wird es nicht gelingen, unsere Pfarreien mit neuem Leben zu erfüllen. Es wird auch nicht gelingen, die Einheit unter den Christen herbeizuführen.”

So Erich Maria Fink in seiner freundschaftlichen Kritik am Mission Manifest (das er selber unterschrieben hat) in seinem Artikel Jesus ist der Retter, in Kirche heute vom Februar und März 2018. Außerdem ist er der Überzeugung, dass unser Missionseifer nicht davor zurückschrecken darf, den Gläubigen der Freikirchen freimütig unseren Glauben zu bekennen. Ohne Maria können wir das Geheimnis der Kirche nicht verstehen.


29. Januar
Meine Predigt von gestern

Ist der Himmel ein reines Gnadengeschenk oder der Lohn für unsere guten Werke? Die katholische Antwort.


29. Januar
Das Zitat

“Das härteste Gericht wird über die Prälaten ergehen, wenn sie nicht, wie der Apostel sagt, ihr Vorsteheramt mit Sorgfalt führen.”

Hl. Hildegard von Bingen


28. Januar
Pierre Gaudray

Vor fünf Jahren, am 28. Januar 2013, starb im Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad im Alter von 90 Jahren der aus Le Havre stammende Priester Pierre Gaudray. Zu den Themen seines Lebens gehörten die Pfadfinder und die deutsch-französische Versöhnung und Verständigung. Befreundet mit P. Andreas Hönisch, kam er im September 1988 als Beichtvater für die Novizen der SJM nach Mussenhausen. Seit 1994 wirkte er als Beichtvater und Spiritual im Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad.


27. Januar
Ist der Herr ungerecht?

Mein Predigt zum Evangelium des morgigen Sonntags über die Arbeiter der elften Stunde.


27. Januar
Thomas Wegener

Vor 100 Jahren, am 27. Januar 1918, starb in Dülmen im Alter von 86 Jahren Thomas Wegener OESA. Er war in Coesfeld geboren worden und erhielt den Namen Theodor Caspar Heinrich. Im Augustinerorden, in den er 1886, elf Jahre nach seiner Priesterweihe, eintrat, bekam er den Namen Thomas a Villanova. Wegener war der Biograph der seligen Anna Katharina Emmerick. Er setzte sich bei Bischof Johann Bernhard Brinkmann (1870-1889 Bischof von Münster) für die Einleitung des Informationsprozesses zu ihrer Seligsprechung ein und wurde 1892 unter Bischof Hermann Dingelstad (1889-1911) zusammen mit Provinzial Pater Pius Keller Postulator im Diözesanprozess.


25. Januar
Wie Jesus ein altbekanntes Gesetz umkehrt

Meine Predigt vom letzten Sonntag


25. Januar
Kolumbien

Vor drei Jahren, am 25. Januar 2015, weihte P. Andrzej Komorowski, Assistent des Generaloberen der Petrusbruderschaft, in Kolumbien das erweiterte Colegio Campestre Santo Domingo Savio ein. Es wird von 150 Schülern besucht und bildet das Herzstück des Bildungsprojekts, das die Priesterbruderschaft Sankt Petrus seit neun Jahren in Kolumbien betreib. Im Film Des hommes à part wird dieses Apostolat geschildert.


25. Januar
Andreas Hönisch

Heute vor zehn Jahren starb P. Andreas Hönisch.


23. Januar
Dietrich von Hildebrand über Teilhard de Chardin

1967 erschien das Buch Das trojanische Pferd in der Stadt Gottes. Autor war Dietrich von Hildebrand. Es war das erste Buch des berühmten Philosophen, das sich mit der nachkonziliaren Kirchenkrise befasste. Heute hat es angesichts von Bestrebungen, Teilhard de Chardin zu rehabilitieren, wieder unerwartete Aktualität erlangt. In einem Anhang setzt sich von Hildebrand ausführlich mit dessen Ideen auseinander. Hier wollen wir nur den Anfang wiedergeben. Auf kathtube gibt es das vollständige Buch im doc-Format.

“Ich traf Teilhard de Chardin 1951 bei einem Diner, das von Father Robert Gannon SJ, dem damaligen Rektor der Fordham-Universität, veranstaltet wurde. Zuvor hatten ihn mir die berühmten Gelehrten Pater Henri de Lubac und Monsignore Bruno de Solages wärmstens empfohlen. Ich war deshalb voller Erwartungen. Nach der Mahlzeit setzte Teilhard in einem langen Expose seine Ansichten auseinander. Die Vorlesung war eine große Enttäuschung, denn sie bewies äußerste philosophische Verwirrung, besonders was Teilhards Auffassung von der menschlichen Person anging. Ich war damals aber noch mehr über seine theologische Primitivität erregt, da er den entscheidenden Unterschied zwischen Natur und Übernatur völlig ignorierte. Nach einer heftigen Diskussion, in der ich eine Kritik an seinen Auffassungen versuchte, hatte ich Gelegenheit, Teilhard persönlich zu sprechen. Als unser Gespräch Augustinus berührte, rief er heftig aus: „Erwähnen Sie diesen unglückseligen Mann nicht; er hat alles dadurch verdorben, dass er das Übernatürliche eingeführt hat!" Diese Bemerkung bestätigte den Eindruck, den ich vom krassen Naturalismus seiner Ideen gewonnen hatte; doch sie erschütterte mich auch noch in einer anderen Hinsicht: Diese Kritik am heiligen Augustinus - dem größten aller Kirchenväter - verriet Teilhards mangelnden Sinn für intellektuelle und geistige Größe. Aber erst nach dem Lesen einiger Werke Teilhards wurde ich mir der katastrophalen Konsequenzen seiner philosophischen Ideen und der absoluten Unverträglichkeit seiner Theologie-Fiktion (wie sie Etienne Gilson bezeichnet) mit der Christlichen Offenbarung und der Lehre der Kirche völlig bewusst.”


22. Januar
Das Zitat

“Die Unsterblichkeit der Seele ist von so gewaltiger Bedeutung für uns, berührt uns so tief, dass man jedes Gefühl verloren haben muss, wenn es einem gleichgültig sein kann, zu wissen, was es damit auf sich hat. Alle unsere Handlungen und Gefühle müssen so verschiedene Wege einschlagen, je nachdem, ob es ewige Güter zu erhoffen gibt oder nicht, dass es unmöglich ist, mit Verstand und Urteil einen Schritt zu tun, ohne ihn nach jenem Punkt einzurichten, der unser letztes Ziel sein muss.

Blaise Pascal


22. Januar
Julius Bachem

Vor 100 Jahren, am 22. Januar 1918, starb in Köln im Alter von 72 Jahren der Publizist und Politiker Julius Bachem. Von 1876 bis 1890 kämpfte er “im preußischen Abgeordnetenhaus tatkräftig und zielbewusst für Beseitigung der preußischen Ausnahmegesetzgebung gegen die katholische Kirche und für Gleichberechtigung des katholischen Volksteils auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens” (LThK, 1. Auflage). Von 1869 bis 1914 war er “Redakteur bei der Kölnischen Volkszeitung, die er mit Hermann Cardauns zum führenden Blatt der deutschen Katholiken emporhob” (ebd.). 1876 war er an der Gründung der Görres-Gesellschaft beteiligt. Auf kath-info ist sein Artikel über die preußische Kirchenpolitik veröffentlicht.


21. Januar
Paschalis II.

Vor 900 Jahren, am 21. Januar 1118, starb in Rom im 19. Jahr seines Amtes Papst Paschalis II. Seine für damalige Verhältnisse revolutionäre und zukunftsweisende Lösung des Investiturstreits scheiterte am Widerstand der Bischöfe.


19. Januar
Placidus Riccardi

Vor 150 Jahren, am 19. Januar 1868, legte der selige Placidus Riccardi OSB (1844-1915) in St. Paul vor den Mauern die Gelübde ab. Das war damals am Fest des Namens Jesu. Sein Biograph, der selige Alfredo Ildefonso Kardinal Schuster, bemerkte hierzu: “Der Novize Riccardi, der auf den Namen Thomas getauft war, aber im Orden Fr. Placidus hieß, betrachtete dieses Zusammentreffen als Mahnung, dass er Jesus zum Ausdruck bringen solle in allen Akten seines Lebens, so dass all seine Gedanken, Gesinnungen und Handlungen immer Jesus künden und sein Lob oder die Verherrlichung seines heiligen Namens zum Ausdruck bringen müssten". Placidus Riccardi war ein “Erneuerer des klösterlichen Lebens, vor allem aber unermüdlich in der Seelsorge für die Wallfahrer (‘Apostel der Sabina’)” (A. Schmitt im LThK, 2. Auflage). Am 5. Dezember 1954 wurde er seliggesprochen.


19. Januar
Friedrich Baraga

Vor 150 Jahren, am 19. Januar 1868, starb in Marquette im Alter von 70 Jahren der Indianermissionar Friedrich Baraga. Er stammte aus dem slowenischen Krain (damals österreichisches Kronland). 1823 zum Priester geweiht, wirkte er seit 1831 als Indianermissionar. 1857 wurde er der erste Bischof von Sault-Ste-Marie, heute Marquette. Er ist der erste Verfasser einer Grammatik und eines Wörterbuchs der Chippewa-Sprache.


18. Januar
Die Hochzeit zu Kana

Meine Predigt vom letzten Sonntag


18. Januar
Pro Familia und die Folgen

Über die Folgen einer bestimmten Art von Schulsexualunterricht berichtet der Rundbrief Nr. 120 des Freundeskreises Maria Goretti (Dezember 2107): In einem thüringischen Ort waren Mitarbeiter von "Pro Familia in allen 4. Klassen tätig: kurz darauf kamen sie - ohne die Eltern zu informieren - auch in eine 3. Klasse. Nach uns zugegangenen Informationen kam darauf ein gerade neun Jahre alt gewordenes Mädchen mit folgenden Sätzen nach Hause - wir entschuldigen uns für die Ausdrucksweise: ‘Ein Kind kam mit zwei Geschlechtern auf die Welt, konnte sich entscheiden, ob es ein Junge oder Mädchen sein wollte, hat durch eine Tablette den Penis bekommen. Später hatte seine Freundin Krebs und konnte kein Kind bekommen. Sie wünschten sich so sehr ein Kind, dass sich der Mann eine befruchtete Eizelle in den Bauch machen ließ. Das Baby kam mit einem großen Schnitt aus dem Bauch heraus. - Mama, Kinder können auch schon Sex machen, sie brauchen nur eine Tablette zu nehmen. Kann ich in der Pubertät entscheiden, ob ich ein Junge oder ein Mädchen sein will?’”
Ein weiterer Fall: “Ein gleichaltriges Kind einer anderen Schule sagte nach dem Pro-Familia-Unterricht: ‘Ich will nie ein Kind, will nie heiraten, nie das nochmal hören, was wir in der Schule hatten.”

Außer dem Freundeskreis Maria Goretti engagiert sich auch die Demo für alle sehr engagiert und unterstützenswert gegen die Indoktrinierung der Kinder.


17. Januar
Christen werden ihren Verfolgern ausgeliefert

“Ein Pfarrer klagt an: Christen werden eher abgeschoben als Salafisten”: Unter diesem Titel beschreibt Pfarrer Gottfried Martens seine entsetzlichen Erfahrungen mit dem Umgang der Außenstellen des BAMF in Berlin und Brandenburg mit Christen, die an ihre Verfolger in Afghanistan und im Iran ausgeliefert werden (IdeaSpektrum von heute). Ein Beispiel: “In Skandinavien haben christliche Konvertiten kaum noch eine Chance, einer Abschiebung in ihr muslimisches Heimatland zu entkommen. Ein afghanischer Christ, der deswegen aus Norwegen nach Deutschland in eine unserer Nachbargemeinden geflohen war, wurde gerade kürzlich von Deutschland sofort nach Norwegen und von dort nach Kabul zurückgeschickt, wo er gleich nach seiner Ankunft verhaftet und gefoltert wurde.” Den ganzen Artikel kann man auf der Internetpräsenz des Arbeitskreises Religionsfreiheit der Evangelischen Allianz nachlesen.


17. Januar
Die verhinderte Papstrede

“Was ist Vernunft? Wie weist sich eine Aussage – vor allem eine moralische Norm – als ‘vernünftig’ aus? An dieser Stelle möchte ich vorerst nur ganz kurz darauf hinweisen, daß John Rawls, obwohl er umfassenden religiösen Lehren den Charakter der ‘öffentlichen’ Vernunft abspricht, in deren ‘nicht öffentlicher’ Vernunft immerhin Vernunft sieht, die ihren Trägern nicht einfach im Namen einer säkularistisch verhärteten Rationalität abgesprochen werden dürfe. Ein Kriterium dieser Vernünftigkeit sieht er unter anderem darin, daß solche Lehren aus einer verantworteten und doktrinellen Tradition heraus stammen, in der über lange Zeiträume hinweg hinreichend gute Gründe für die jeweilige Lehre entwickelt wurden. An dieser Aussage erscheint mir wichtig, daß die Erfahrung und Bewährung über Generationen hin – der historische Fundus menschlicher Weisheit – auch ein Zeichen ihrer Vernünftigkeit und ihrer weiter reichenden Bedeutung ist. Gegenüber einer a-historischen Vernunft, die sich nur in einer a-historischen Rationalität selber zu konstruieren versucht, ist die Weisheit der Menschheit als solche – die Weisheit der großen religiösen Traditionen – als Realität zur Geltung zu bringen, die man nicht ungestraft in den Papierkorb der Ideengeschichte werfen kann.”

Aus der verhinderten Rede, die Papst Benedikt XVI. heute vor 10 Jahren an der römischen Universität La Sapienza halten wollte.


16. Januar
Mission Manifest

“Wir wissen: Unsere Heimatländer sind Missionsländer geworden. Wir sind bereit für Mission. Wir wünschen, dass unsere Länder zu Jesus finden.”

Diese Kernaussage des Mission Manifests ist mir aus dem Herzen geschrieben. Der Aufruf zur Mission war überfällig.

Natürlich steht in den zehn Thesen noch viel mehr. Und je mehr man schreibt, um so mehr sammeln sich Aussagen an, über die man streiten könnte, ob sie wirklich den Nagel auf den Kopf treffen oder glücklich formuliert sind und dergleichen.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, auf eine solche Einladung zur Mission zu reagieren: Man missioniert oder man diskutiert.

Ein Vergleich: Um einen großen Brand zu bekämpfen, machen einige Feuerwehrleute das Löschfahrzeug startklar und rufen ihre Kameraden auf, mit ihnen so schnell wie möglich zum Einsatzort zu fahren (oder mit ihren eigenen Wagen sich ihnen anzuschließen). Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Man fährt mit oder man diskutiert.

Wer diskutieren will, findet immer Stoff dazu, z.B. weil ihm die Farbe des Fahrzeugs nicht gefällt, weil es hier oder dort eine Beule hat u.v.m. Vielleicht hat er recht und da ist wirklich eine Beule. Na und? Zu warten, bis alles perfekt ist, wäre ein tödlicher Fehler.
Der Aufruf verdient Unterstützung.

Meine Wahl ist klar: Ich habe mich entschieden zu löschen.


15. Januar
Nikolaus Olahus

Vor 450 Jahren, am 15. Januar 1568, starb in Tyrnau im Alter von 75 Jahren Nikolaus Olahus (Oláh). 1543 wurde er Bischof von Agram, 1548 Bischof von Erlau, 1553 Erzbischof von Gran (Esztergom) und Primas von Ungarn. “Olahus erwarb sich hohe Verdienste um die Ausführung der Trienter Beschlüsse; er arbeitete rastlos für Reinheit des Glaubens, Disziplin und Bildung des Klerus und Mehrung der Schulen, verkehrte mit Humanisten und war selber literarisch tätig” (LThK, 1. Auflage). 1561 berief er durch den hl. Petrus Canisius die Jesuiten nach Tyrnau.


14. Januar
Das Zitat

Gott sucht ein von Liebe zu Gott und dem Nächsten erfülltes Herz, das ist der Thron, auf dem Er zu sitzen liebt und auf dem Er in der Fülle Seiner himmlischen Herrlichkeit erscheint. Gib Mir, mein Sohn, dein Herz, sagt Er, und Ich will dir alles andere zufallen lassen; denn in dem Herzen des Menschen ist das Reich Gottes. Da Er ja jedem von uns nicht fern ist. Denn in Ihm leben wir und bewegen wir uns und sind wir (Apg 17,27), wenn wir Ihn nur lieben, unseren himmlischen Vater, wahrhaft nach Sohnesweise. Der Herr erhört gleichermaßen den Mönch und den Laien, den einfachen Christen, wenn nur beide rechtgläubig sind und beide Gott aus der Tiefe ihrer Seelen lieben und beide den Glauben an Ihn haben, wenn auch nur wie ein Senfkorn, und sie beide werden dann Berge bewegen. »Einer wird Tausende schlagen, zwei aber -Legionen.« Gott selber sagt: Dem, der da glaubt, ist alles möglich; der hl. Apostel Paulus aber ruft vor aller Welt aus: Alles vermag ich in dem, der mir die Kraft dazu verleiht (Phil 4,13). Und redet nicht unser Herr Jesus Christus noch wunderbarer von denen, die an Ihn glauben: Wer an Mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die Ich tue, und noch größere als diese wird er tun, denn Ich gehe zum Vater. Und Ich werde Ihn für euch bitten, dass unsere Freude erfüllt werde. Bisher batet ihr um nichts in Meinem Namen, bittet, und ihr werdet empfangen (Jo 16,24). So also. Euer Gottliebden, werdet Ihr alles von Gott, dem Herrn, empfangen, worum Ihr Ihn bitten werdet, wenn das nur zum Ruhme Gottes oder zum Nutzen des Nächsten gereicht, weil Er auch den Nutzen des Nächsten zu Seinem Ruhme rechnet, weswegen Er Euch sagt: Alles, was ihr der Geringsten einem getan habt, das habt ihr Mir getan (Mt 25,40). So habt denn gar keine Zweifel, dass Gott, der Herr, Eure Gebete nicht erhören würde, wenn sie nur zum Ruhme Gottes und zum Nutzen und zur Erbauung der Nächsten beitragen. Aber selbst dann, wenn Ihr etwas für Euren eigenen Nutzen oder Vorteil braucht, wird Euch sogar dieses Gott, der Herr, ebenso schnell und wohlgeneigt zuwenden, nur dass Eure Not und Bedürftigkeit wirklich groß ist, denn Gott liebt, die Ihn lieben; der Herr ist gütig in allen Dingen: Er erfüllt den Willen derer, die Ihn fürchten, und erhört ihr Gebet.

Seraphim von Sarow, ein Heiliger der russisch-orthodoxen Kirche, zu Nikolai Alexandrowitsch Motowilow.


13. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Ausführungen Guido Horsts über den Papst und seinen Präfekten sind hier, das Zitat Vergebung statt Wegschauen aus des Präfekten Buch hier untergebracht. Regina Einigs überspringender Funke findet sich hier.


13. Januar
Köln

Heute vor einem Jahr wurde das Haus der Petrusbruderschaft in Köln kanonisch errichtet. 85 der 125 Häuser der Petrusbruderschaft sind kanonisch errichtet (Stand vom 24. November 2017). Was bedeutet eine kanonische Errichtung gemäß Kirchenrecht? Wenn die Niederlassung einer Gemeinschaft päpstlichen Rechts vom Generaloberen der Gemeinschaft mit Erlaubnis des Ortsordinarius (also des Bischofs, in dessen Diözese das Haus liegt) errichtet wird, dann kann diese Niederlassung nur noch vom Heiligen Stuhl wieder aufgelöst werden. Eine kanonische Errichtung gewährt also eine große Rechtssicherheit.


12. Januar
Facetten der Liebe

Die neueste Folge meines Podcasts


12. Januar
Ein großer Wurf und ein Kristall

Die Logik der Liebe lehrt dagegen, dass ein Leben aus dem Glauben den Blick auf einen wunderschönen, vielfarbigen Lebensraum eröffnet und dass die richtige Orientierung, ganz wie der heilige Benedikt es in seiner Regel schildert, zunächst als enger Weg erscheinen mag, bei zielstrebigem Weitergehen aber in die Weite ewiger Freude führt.
Das Buch Logik der Liebe ist nicht nur ein Geschenk, weil man es bei der Priesterbruderschaft St. Petrus kostenlos erhalten kann. Es ist vor allem deshalb ein Geschenk, weil es einem Kristall gleicht, in dem die vielen Facetten des Glaubens aufleuchten. Seine Lektüre ist nicht nur Eheleuten, sondern auch allen Priestern und Priesteramtskandidaten sehr zu empfehlen.

Aus dem Artikel Die Ehe als Schule der Liebe. Pater Martin Ramm glückt mit seinem Leitfaden für die Vorbereitung auf die Trauung ein großer Wurf. Von Barbara Stühlmeyer, gestern erschienen in der Tagespost.


11. Januar
René de Maumigny

Vor 100 Jahren, am 11. Januar 1918, starb in Paris im Alter von fast 81 Jahren der aus Nevers stammende mystische Schriftsteller René de Maumigny SJ. Von 1887 bis 1913 war er in der Jesuitenausbildung in Canterbury tätig. “Gestützt auf die hl. Theresia und den hl. Johannes von Kreuz sowie besonders auf eigene Erfahrung, vertrat er in der Mystik eine sichere, der Praxis dienende Richtung. Seine französischen, weit verbreiteten Schriften wurden auch ins Italienische, Englische und Chinesische übersetzt” (LThK, 1. Auflage). Am bekanntesten ist sein zweibändiges Werk Pratique de l’oraison mentale (1905), das auch ins Deutsch übersetzt wurde. Zu seinen Schülern gehörten L. L. de Grandmaison und Jules Lebreton.


11. Januar
Maria von Mörl

Vor 150 Jahren, am 11. Januar 1868, starb in Kaltern, Südtirol, im Alter von 56 Jahren die Mystikerin Maria von Mörl. 1834 wurde sie stigmatisiert. Nachdem der Maler Melchior Paul von Deschwanden sie 1847 besucht hatte, schrieb er: “Maria von Mörl lebt mehr in einem Zustand der Verklärung; ragt hinüber in die Ewigkeit; wohnt und wandelt in der Nähe Gottes; das Göttliche teilt sich ihr mit und prägt sich in ihrer ganzen Haltung besonders in ihren Gesichtszügen so auffallend aus, daß man sie für ein Wesen höherer Art zu halten versucht, sich in ihrer Nähe in eine überirdische Sphäre versetzt fühlt...” Auch Joseph Görres und Clemens Brentano waren vor ihr beeindruckt.


11. Januar
José de la Canal

Vor 250 Jahren, am 11. Januar 1768, wurde in Ucieda, Diözese Santander, der Theologe José de la Canal OESA geboren. 1792 zum Priester geweiht, wurde er anschließend Professor der Philosophie in Madrid und Burgos, 1799 Professor der Theologie in Toledo und Alcalá. “Er arbeitete seit 1804 an der Fortsetzung der ‘España Sagrada’ des E. Flórez. 1836 gab er die ‘Institutiones Theologiae dogmaticae’ von Engelbert Klüpfel heraus” (LThK, 3. Auflage). Am 17. April 1845 starb er in Madrid.


11. Januar
Stephan Georg Schmidt

Vor fünf Jahren, am 11. Januar 2013, starb in Kaarst im Alter von 50 Jahren Stephan Georg Schmidt, Chefredakteur der Kölner Kirchenzeitung, Autor des Buches Publicity für das Himmelreich und Newman-Kenner. Seine Frau Maria Elisabeth Schmidt hat letztes Jahr ein Buch über sein Sterben und ihre Ehe veröffentlicht.


10. Januar
Wen stört Mission?

So lassen sich auch die Stimmen zu und das Schweigen über Mission Manifest gut in das System der vergangenen 50 Jahre einordnen. Die Quintessenz aus dem II. Vatikanischen Konzil ist nämlich in der Breite in Westeuropa diese: „Es ist alles nicht so ernst gemeint.“ Da stört der Gedanke an Mission gewaltig. Und es verwundert nicht, daß sich gerade jene, die den Glauben politisiert und dezentralisiert wissen wollen, auf den nicht getragenen Schlips getreten fühlen.

Peter Winnemöller in seinem Kommentar Im Winterschlaf statt auf Mission zu den Reaktionen auf Mission Manifest.

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