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Zitatensammlung Evangelisierung “Wenn die Heiligen im Himmel nochmals auf die Erde zurückkehren könnten, würden sie, von Liebe entflammt, unermüdlich darauf bedacht sein, für die Ausbreitung des Glaubens in der ganzen Welt zu sorgen, in der Absicht, der ganzen Welt die unendliche Liebe Gottes zu den Seelen kundzutun. Denn viel mehr als jeder Erdenbewohner wissen die Heiligen, wie sehr der Vater, der Sohn und der Heilige Geist würdig sind, erkannt zu werden. Sind sie doch hingerissen, wenn sie sehen, mit welcher Herrlichkeit im Himmel jede, auch die kleinste Tat für die Verbreitung des Glaubens belohnt wird.” Der einzige Grund, sich davor zu fürchten, Gott das eigene Leben zu geben, ist, wenn man glaubt, man habe einen besseren Plan. Esther Maria Magnis in: Gott braucht dich nicht. Eine Bekehrung, Rowohlt Hamburg 2012, S. 197 Die Werte der jüdisch-christlichen Tradition als Grundlage unseres Staatswesens Idea: Gern wird der Satz des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Ernst-Wolfgang Böckenförde zitiert „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“ Welche Voraussetzungen meint Bockenförde? idea: Ein Humanist beansprucht diese Werte auch für sich. idea: Ihr Kollege am Bundesverfassungsgericht, Udo Di Fabio, schreibt, die moderne Vorstellung von Freiheit und Menschenwürde beruhe auf der Gottesebenbildlichkeit des Menschen. Aus einem Interview, das Karsten Huhn mit dem Bundesverfassungsrichter Herbert Landau geführt hat, veröffentlicht in ideaSpektrum Nr. 19 vom 6. Mai 2009, S. 16. “Timothy Garton Ash, der liberale Agnostiker und Oxford-Professor, verneigt sich vor ihm wie die große Mehrheit der westlichen Intelligenz: ‘Ich kann nicht über seine Bedeutung für die katholische Kirche urteilen’, sagt er, ‘aber er war der erste Welt-Führer.’ Der Spiegel vom 11. April 2005 in seinem großen Artikel zum Tod Johannes Pauls II., S. 96 “Niemand auf der ganzen Welt vermag die Wahrheit zu verändern. Wir können nur eines: sie suchen, sie finden und ihr dienen.” "Das Gebet ist der Zufluchtsort für jeden Kummer, eine Grundlage der Fröhlichkeit, eine Quelle beständigen Glücks, ein Schutzmittel gegen Traurigkeit und Kleinmut der Seele." Hl. Johannes Chrysostomus Frauliche Eigenart “Die Frau darf nicht - im Namen der Befreiung von der ‘Herrschaft’ des Mannes - danach trachten, sich entgegen ihrer fraulichen ‘Eigenart’ die typisch männlichen Merkmale anzueignen. Es besteht die begründete Furcht, daß sich auf einem solchen Weg die Frau nicht ‘verwirklichen’ wird, sondern vielmehr das entstellen und einbüßen könnte, was ihren wesentlichen Reichtum ausmacht. Es handelt sich um einen außerordentlichen Reichtum.” Papst Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben Mulieris Dignitatem, Abschnitt Nr. 10, vom 15. August 1988. Historiker vs. Exegeten Der Historiker Michael Hesemann, Autor der Bücher Paulus von Tarsus - Archäologen auf den Spuren des Völkerapostels und Die Dunkelmänner. Mythen, Lügen und Legenden um die Kirchengeschichte, in einem Interview im FELS, Juni 2008. "Kirche hat zutiefst mit Nützlichkeit nichts zu tun, sondern mit Rettung. Redet man aber auf der gesellschaftspolitischen Ebene, in Kategorien von 'nützlich' oder 'unnütz' - so ist die Kirche entbehrlicher denn je (...) Daher ist alles Sich-Andienen an die Gesellschaft: Seht her, wie nützlich wir sind! - unappetitlich. "Die Psalmen bedeuten mir mehr als alle meine Romane, und damit ist es mir ernst!" “Ein Mensch, der aus dem Dickicht der modernen Kultur und Komplexität seinen Weg zum Katholizismus findet, muß schärfer denken denn je zuvor in seinem Leben. Er muß oft ebenso grimmig mit Abstraktionen ringen, als studierte er Mathematik. Er muß all die entgegengesetzten Anziehungskräfte des Heidentums gut genug kennen, um zu wissen, wie anziehend sie sind. Aber vor allem muß er denken, muß seine intellektuelle Unabhängigkeit bewahren, vor allem muß er seinen Verstand benutzen.” G. K. Chesterton, der 1922 katholisch wurde, 1932 in seinem Werk “Christendom in Dublin”, zitiert in: Christian Berger, Gilbert Keith Chesterton, der Fröhliche Philosoph oder Die Paradoxa des Glaubens, in: Karl Josef Wallner (Hrsg.), Denken und Glauben. Perspektiven zu “Fides et Ratio”, Heiligenkreuzer Hochschulreihe Band 9, Heiligenkreuz 2000, S. 297. "Es hat sich einfach die Wertordnung etwas verschoben", teilte der Pfarrer der Gemeinde mit: "der Vollzug des Mahles und die tätige Teilnahme des mündigen Christen stehen im Vordergrund." Ja, die Wertordnung hat sich etwas verschoben. Worin bestand die tätige Teilnahme der Jünger, als sie sich von Christus im Abendmahlsaal die Füße waschen ließen? Martin Mosebach in einem Vortrag "Bildersturm und Liturgie" vor dem Berliner Alfred-Bengsch-Kreis, cf. Mosebach über die Liturgie. Fragt der Ehemann bei Tisch: "Bei welchem Metzger kaufen wir eigentlich?" Antwortet die Frau: "Seit wann schmeckt dir das Fleisch nicht?" Die Pointe dieses bescheidenen Witzes trifft nicht nur im häuslichen Bereich. Manchem, der die objektiv-philosophische Frage aufwirft: "Gibt es eine Hierarchie der Wahrheiten?" wäre weniger mit einem schulgerechten Traktat gedient (den ich gar nicht schreiben könnte) als mit der simplen Gegenfrage: "Welche Lehre möchten Sie dann an unterster Stelle sehen?" So beginnt Ida Friederike Görres ihren Essay Glaube: Skelett oder Leib?, erschienen in: Im Winter wächst das Brot. Sechs Versuche über die Kirche, Einsiedeln, 7. Auflage 1970 Menschenwürde "Die Würde des Menschen darf nicht dadurch angetastet werden, dass das jeweils schützenswerte menschliche Leben nach den aktuellen Erfordernissen der Biowissenschaften fortlaufend neu definiert wird." "Eine flexible Stichtagsregelung wäre der Schritt in eine perpetuierte Doppelmoral - egal ob der Stichtag automatisch angepasst oder immer wieder neu festgelegt wird. Denn das fortgesetzte Rechnen mit fremdem, nicht selbst begangenem Unrecht erschüttert die eigene moralische Glaubwürdigkeit. Wer nicht selbst stiehlt, aber wissend und willentlich vom Diebesgut profitiert, begeht Hehlerei." “‘Das Erdenleben mag einem Jammertal gleichen, es bleibt doch immer der Anfang und die Bedingung der Unsterblichkeit, und als dieser Anfang hat es einen absoluten Wert.’ Hannah Arendt unterstreicht mit diesen Worten die revolutionäre christliche Überzeugung von der Heiligkeit jedes menschlichen Lebens.” Darüber kann man nicht hart genug sprechen Bartholomäus Grill: Sie befürchten also, dass aktive Sterbehilfe, wie sie zum Beispiel in den Niederlanden oder Belgien erlaubt ist, zu einem rein nutzbringenden Handeln führt, das nur noch von Zweckmäßigkeit geleitet wird? Prof. Spaemann: Ja, und zwar ist das nicht nur eine vage Sorge, sondern eine Prognose, die man mit ziemlicher Sicherheit stellen kann, weil die Menschen nun einmal so sind, wie sie sind. Man sieht doch, dass die Tötung ohne Verlangen - also genau das, was die Nazis machten - die Beurteilung eines Lebens als nicht lebenswert voraussetzt. Menschen werden, ohne je danach verlangt zu haben, getötet, und zwar in einer jährlich wachsenden Zahl. Es gibt in den Niederlanden Fälle, in denen der Arzt sagt: Ich musste das schnell machen, weil ich die Betten brauchte. Das ist die Realität. Und über die kann man gar nicht hart genug sprechen. Das Interview erschien im Stern, Heft 48/2006 "Benedikt XVI. ist kein Gut-Wetter-Papst, er verkauft seine Überzeugungen nicht um den Preis der Liebedienerei. Doch sein Festhalten an katholischen Prinzipien - etwa in der Frage des Zölibats oder der Verweigerung des gemeinsamen Abendmahls - kommt nie als verknöcherter Fundamentalismus daher, sondern ist immer durch klar formulierte Argumente und Menschenfreundlichkeit getragen. Diese dialogische Vorgehensweise ist geradezu typisch für den Ratzinger-Papst. Er will nicht überrumpeln, sondern überzeugen." Karl Birkenseer in seinem Kommentar "Wahrheit und Dialog",in der "Passauer Neuen Presse" vom 19. April 2007. Dieser Dialogcharakter zeichnete schon seinen Arbeitsstil als Glaubenspräfekt aus. Hl. Gertrud Aus dem Werk "Gesandter der göttlichen Liebe" ("Legatus divinae pietatis"), III. Buch, 28. Kapitel, dem Hauptwerk der hl. Gertrud von Helfta (1256 - 1302), "die Große" genannt, der größten deutschen Mystikerin (LThK, 2. Auflage) und Patronin von Tarragona (Katalonien, Spanien) und Peru. Das Kloster Helfta wurde 1999 nach 450 Jahren wiederbegründet und feiert heuer das Gertrudjahr. Matthias Mattusek: Debile Gesellschaft "Völkerkundler Hans Peter Duerr attestiert den modernen Zeiten eine ‘Brutalisierung' und eine ‘Auflösung des Schamgefühls', die 'beispiellos in der Kulturgeschichte' seien. Er warnt vor dem "Zerfall der Familien" und Soziologe Ulrich Beck diagnostiziert in durchaus biblischer Sprache den allseits veranstalteten "Tanz ums goldene Selbst" des narzisstischen Persönlichkeitstyp." "Konfessionelle Schulen sind neuerdings wieder beliebt unter Eltern, und man erinnert sich zaghaft, daß es die christliche Werteordnung ist, die unser ‘abendländisches Kulturverständnis' bestimmen. In seinem soeben im Reclam-Verlag Leipzig erschienen lesenswerten Buch ‘Was fragen uns die grossen Philosophen' schreibt der Philosoph Leszek Kolakowski, daß es ‘zwei Menschen', waren, die ‘entscheidend zum Aufbau der europäischen Kultur beigetragen haben - Sokrates und Jesus'." Aus dem Artikel "Kunst, Quatsch und das religiöse Gefühl" (Spiegel-online), in dem Matthias Mattusek die abgesetzte Inszenierung von Mozarts Idomeneo und das Recht der Spassgesellschaft auf Verblödung aufs Korn nimmt. Hat die Aufklärung das Mysterium des Lebens nicht doch sehr gründlich entzaubert? Der ehemalige Spiegel-Feuilletonchef Matthias Matussek im Interview mit theo (2/2008) Romano Guardini: Subjektivismus Romano Guardini (1885 - 1968) in: Glaubenerkennnis. Versuche zur Unterscheidung und Vertiefung. Grundwahrheiten des Christentum, mit denen wir nicht fertig werden, im Kapitel "Das Dogma"; Würzburg 1949; Ausgabe der Herderbücherei 1983, S. 129. Dietrich von Hildebrand: Notwendigkeit des Anathema Dietrich von Hildebrand, Das trojanische Pferd in der Stadt Gottes, Regensburg 1969, Gottes Barmherzigkeit Hl. Faustine Kowalska, Tagebucheintragung vom 20. Januar 1938, nr. 1506 Heute sagte mir der Herr: "Tochter, wenn du zur heiligen Beichte kommst, zur Quelle Meiner Barmherzigkeit, fließt stets auf deine Seele Mein aus dem Herzen quellendes Blut und Wasser und veredelt deine Seele. Jedes Mal, wenn du zur heiligen Beichte gehst, tauche mit großem Vertrauen ganz in Meiner Barmherzigkeit unter, damit Ich über Deine Seele die Fülle Meiner Gnaden ergießen kann. Wenn du zur Beichte kommst, wisse, daß Ich Selbst im Beichtstuhl auf dich warte. Ich verhülle Mich nur mit dem Priester, aber in der Seele wirke Ich Selbst. Hier begegnet das Elend der Seele dem Gott der Barmherzigkeit. Sage den Seelen, daß sie aus dieser Quelle der Barmherzigkeit nur mit dem Gefäß des Vertrauens schöpfen können. Wenn ihr Vertrauen groß ist, ist Meine Freigebigkeit grenzenlos. Ströme Meiner Gnade überfluten demütige Seelen. Hochmütige sind immer in Armut und Elend, denn Meine Gnade wendet sich von ihnen ab, hin zu den demütigen Seelen." Tagebucheintrag der hl. Faustina Kowalska (1905 - 1938) vom 13. Februar 1938 Der hl. Pierre-Julien Eymard über das Fronleichnamsfest: Die Verschüttung des Lateins Nicht wenige bedeutende Persönlichkeiten, zum Beispiel der Dichter Julien Green, beklagen den Verlust des Lateinischen beim Gottesdienst. Das wird aber nicht ernstgenommen und als Ästhetizismus (Schöngeisterei) abgetan. Außerdem etablieren sich andere Bildungsideale eher als die alten Sprachen. Zunehmend wird bedauert, dass die Deutschen Latein “nicht mehr mögen”. Wirklich? Inschriften, Urkunden, Dokumente, Grabdenkmäler, markante Worte aus der Heiligen Schrift, die Anrufungen der Litaneien, auf Portalen, in Nischen und Medaillons verteilt auf heilige Räume - Menschen, die davorstehen, ahnen vielleicht das in zeitloser Sprache Ausgesagte und bedauern, dass sie Latein nicht erlernen durften. Weihbischof em. Max Ziegelbauer, “Die ‘alte’ Kirche ist mir lieber. Ein Plädoyer für die Wiederentdeckung des Katholischen”, Buttenwiesen 2002, S. 177 f. Robert Mäder: Pfingsten Robert Mäder (1875 - 1945), Der Heilige Geist, der dämonische Geist, Goldach 1969 McGrath: Historizität der Auferstehung Alister E. McGrath, "Auferstanden am dritten Tag", in: Wer ist Jesus Christus? Mythen, Glauben und Geschichte, hg. von Walter Brandmüller, Aachen 1995, 199 f. Reißen Sie diese Blumen aus... Aus einem Brief der hl. Katharina von Siena an Papst Gregor XI. (1376) Die Muttergottes erzeigt allen Seelen Barmherzigkeit, weil sie das Recht hat, dies zu tun. Sie nahm die Mutterschaft nicht als einen persönlichen Titel an, sondern als die Vertreterin des ganzen Menschengeschlechtes. Ihre Zustimmung ist für die neue Ordnung der Gnade dasselbe, was die Einwilligung Evas für die gefallene Menschheit war. Daher hatte sie einen Anspruch auf die erlösenden Verdienste ihres Sohnes. Und mehr noch, ihr göttlicher Sohn bestätigte diese, denn die letzte Tat unseres Heilandes auf Erden, in der Er deutlich unsere Hingabe beanspruchte, war sein Auftrag an uns, seine Mutter als unsere Mutter anzunehmen: "Siehe da, deine Mutter!" Ein Kind kann seine Mutter vergessen, aber eine Mutter vergißt nie ihr Kind. Sie ist nicht nur die Mutter Jesu, sie auch die Mutter aller, die Er erlöst hat. "Kann eine Frau das Kind ihres Schoßes vergessen?" Es besteht die tröstliche menschliche Tatsache, die viel weiter zurückgeht als alle schönen Erinnerungen, daß eine Mutter gerade das Kind, das viel hinfällt und am meisten leidet, am wärmsten umarmt und liebkost. Fulton J. Sheen, "Du bist gebenedeit unter den Weibern. Ein Marienbuch", Aschaffenburg 1954, S. 266 "Und was sollen wir aus ihm lernen? Eines jedenfalls: dass eine Religion wahr sein muss, wenn sie gut sein soll. Der Mensch, der sich selbst achtet, will nicht Opfer einer Illusion werden, keiner grausamen und keiner freundlichen." "Die gute Religion würde lehren, dass es deshalb möglich ist, bedingungslos zu lieben und sich selbst loszulassen, ohne die Angst, dabei der Dumme zu sein und den Kürzeren zu ziehen. Sie würde, ähnlich wie Platon, die Einheit von Gutsein und Glücklichsein lehren und, angesichts überwältigender Gegenargumente, ein Endgericht, in dem alle Dinge so erscheinen, wie sie wirklich sind, wo jeder erfährt, was seine Taten wert sind, wo Gutsein gut und Bösesein weh tut, wo den Barmherzigen Barmherzigkeit widerfährt, den Unbarmherzigen Unbarmherzigkeit." Robert Spaemann in der NZZ vom 12. März 2007 "Die Welt ist kein geschlossenes System, der Tod hat nicht das letzte Wort". Der Artikel ist Teil einer Reihe, in der verschiedene Autoren Stellung nehmen zu der Frage: "Was ist eine gute Religion?" “Meine Tochter, nie wirst du hinreichend in diese Wahrheit eindringen: Alles, was vom Eigenwillen in Bewegung gesetzt wird und die eigene Befriedigung sucht, das Streben nach Selbstbehauptung und Ehren, das alles sind ebenso viele Fesseln, mit denen man sich an das Niedrige versklavt. Leider handeln auch viele Seelen so, die in Meiner nächsten Nachfolge den Weg der Vollkommenheit wandeln möchten. Das kommt daher, weil sie einigen Neigungen der verdorbenen Natur, der Eigenliebe, nachgeben. Darum können sie nicht mit der Schnelligkeit voranschreiten, nach der sie sich trotz allem sehnen. Doch falls sie auf Meine Verfügungen und Meine Vorsehung eingehen, kommt ihnen Meine Güte zu Hilfe, damit sie allmählich jene Fesseln sprengen, wenn Ich ihnen als Heilmittel das Ertragen von Widerwärtigkeiten, die nicht nach ihrem Geschmack sind, anbiete.” Aus: Celeste Crostarosa, Zwiesprachen. Aus dem Italienischen von Bernhard Häring, Brendow Verlag, Moers, 1994, Zweites Zwiegespräch: Leben in Christus, S. 24 Celeste Crostarosa (1696 - 1755) war eine italienische Mystikerin, die in Zusammenarbeit mit dem hl. Alfons Maria von Liguori den Orden der Redemptoristinnen gründete. Der Seligsprechungsprozeß ist schon weit fortgeschritten. Mutter Teresa von Kalkutta: “Die Beichte stärkt die Seele. Eine gute Beichte - die Beichte eines Kindes, das gesündigt hat und zu seinem Vater zurückkehrt - bringt immer Demut hervor; und Demut ist Stärke. In der Beichte geht es um meine Sünden, meine Reue und die Vergebung; es geht um die Frage, wie ich meine Versuchungen überwinden, die Tugenden leben und in der Liebe zu Gott wachsen kann.” “Denken wir nicht, die heilige Messe sie nur ein Gedächtnis. Nein, sie ist auch das Opfer, das Jesus am Kreuz darbrachte. Es ist sehr tröstlich, dass dieses Opfer auch unser Opfer ist.” “Jeder Jugendliche sollte die Wundertätige Medaille tragen!” “Abtreibung ist deshalb so entsetzlich, weil die Mutter das Leben und die Liebe zerstört: das Leben des Kindes und das Gewissen der Mutter.” “Wenn es eine Tugend gibt, die dem Teufel Angst einjagt, so sind es Demut und Mitleid.” Die Zitate sind entnommen dem PUR-Spezial”-Sonderheft über die selige Mutter Teresa. In der Tat setzt sich unser Glaube entschieden der Resignation entgegen, die den Menschen als der Wahrheit unfähig ansieht sie sei zu groß für ihn. Diese Resignation der Wahrheit gegenüber ist der Kern der Krise des Westens, Europas. Wenn es Wahrheit für den Menschen nicht gibt, dann kann er auch nicht letztlich Gut und Böse unterscheiden. Und dann werden die großen und großartigen Erkenntnisse der Wissenschaft zweischneidig: Sie können bedeutende Möglichkeiten zum Guten, zum Heil des Menschen sein, aber auch wir sehen es zu furchtbaren Bedrohungen, zur Zerstörung des Menschen und der Welt werden. Wir brauchen Wahrheit. Aber freilich, aufgrund unserer Geschichte haben wir Angst davor, daß der Glaube an die Wahrheit Intoleranz mit sich bringe. Wenn uns diese Furcht überfällt, die ihre guten geschichtlichen Gründe hat, dann wird es Zeit, auf Jesus hinzuschauen, wie wir ihn hier im Heiligtum zu Mariazell sehen. Wir sehen ihn da in zwei Bildern: als Kind auf dem Arm der Mutter und über dem Hochaltar der Basilika als Gekreuzigten. Diese beiden Bilder der Basilika sagen uns: Wahrheit setzt sich nicht mit äußerer Macht durch, sondern sie ist demütig und gibt sich dem Menschen allein durch die innere Macht ihres Wahrseins. Wahrheit weist sich aus in der Liebe. Sie ist nie unser Eigentum, nie unser Produkt, sowie man auch die Liebe nicht machen, sondern nur empfangen und weiterschenken kann. Diese innere Macht der Wahrheit brauchen wir. Dieser Macht der Wahrheit trauen wir als Christen. Für sie sind wir Zeugen. Sie müssen wir weiterschenken in der Weise, wie wir sie empfangen haben. Papst Benedikt XVI., Predigt in Mariazell am 8. September 2007 Kannibalismus Robert Spaemann in einem Interview mit Günter Müchler, das im Deutschlandfunk am 21. Oktober 2001 als “Interview der Woche” ausgestrahlt wurde, zur Problematik der Stammzellforschung. “ ... Ich wünsche und hoffe immer noch, einen Gefährten zu bekommen; ich habe jetzt einen sehr guten, einen ausgezeichneten Priester in Aussicht ... Mir persönlich fehlt nichts, da ich einsam zu Füßen des heiligen Tabernakels lebe, Jesus Tag und Nacht nahe bei mir habe und jeden Morgen die heilige Messe lesen kann. Ich spüre kein Bedürfnis nach Gesellschaft, ich fürchte sie eher, da ich die Einsamkeit mit Jesus aufs äußerste auskoste und die Verantwortung fürchte. Aber ich müßte Jesus sehr wenig lieben, wenn ich meinen eigenen Geschmack in Betracht ziehen wollte; und wenn ich nur Seine Verherrlichung, das Einzige, das es zu sehen gilt, in Betracht ziehe, so wäre es viel besser, wenn ich einen guten und heiligmäßigen Priester bei mir hätte; es wäre eine Messe mehr, mehr Gebete, man würde zu zweit anbeten und das Officium divinum zu zweit rezitieren ...” Kurienreform Vor 100 Jahren reformierte der hl. Papst Piux X. durch die Konstitution Sapienti consilio vom 29. Juni 1908 die römische Kurie. Papst Johannes Paul II. würdigte seinerseits diesen historischen Schritt in seiner Apostolischen Konstitution Pastor bonus über die römische Kurie vom 28. Juni 1998: “Mit dem Wechsel der Jahrhunderte und der geschichtlichen Umstände und mit den Veränderungen der sachlichen Gegebenheiten wurden einige Anpassungen und Veränderungen vorgenommen, vor allem als im 19. Jahrhundert Kardinalskommissionen eingerichtet wurden, deren Aufgabe es war, neben den übrigen Dikasterien der Römischen Kurie dem Papst zur Seite zu stehen. Schließlich ist durch die Anstrengungen und auf Geheiß unseres Vorgängers, des hl. Pius X., die Apostolische Konstitution Sapienti consilio herausgegeben worden, und zwar am 29. Juni 1908, in der er, auch unter der Rücksicht, daß die kirchlichen Gesetze im Codex Iuris Canonici zusammengefaßt werden sollten, schrieb: ‘Es erschien als sehr angebracht, bei der Römischen Kurie den Anfang zu machen, damit diese, in geeigneter und in für alle verständlicher Form geordnet, dem Papst und der Kirche ihre Hilfe leichter und ihren Beistand vollkommener gewähren könne.’ [Vgl. AAS 1 (1909) 8] Die hervorragenden Ergebnisse dieser Reform waren: Die heilige Römische Rota, die im Jahr 1870 aufgehoben worden war, wurde dadurch wieder eingerichtet, damit sie die gerichtlichen Angelegenheiten behandle, während die Kongregationen, nach dem Verlust der gerichtlichen Kompetenzen, ausschließlich zu Verwaltungsorganen wurden. Außerdem wurde der Grundsatz eingeführt, daß sich die Kongregationen ihres eigenen, unübertragbaren Rechts erfreuen sollten, das bedeutet, daß die einzelnen Angelegenheiten von ihrem jeweils zuständigen Dikasterium und nicht von mehreren zugleich behandelt werden sollten. Ist die Religion ein Feind der Wissenschaft? “Religion ist der szientistischen Weltanschauung entgegengesetzt, die davon ausgeht, unser einziger Zugang zur Wirklichkeit sei die Wissenschaft. Wenn ich einen Menschen liebe und ihn sehr gut kenne, dann ist mein Zugang zu ihm kein wissenschaftlicher. Im Gegenteil, ich würde diesen Menschen von mir entfremden, wenn ich anfinge, ihn zu psychologisieren und ihn mit wissenschaftlichen Kategorien zu betrachten. Es gibt in diesem Sinne eine Grenze der Wissenschaft. Gott kommt im innerweltlichen Bereich der Wissenschaft nicht vor, so wie der Projektor eines Films im Film nicht vorkommt. Insofern ist die Religion etwas, das der Wissenschaft Grenzen setzt. Der Philosoph Robert Spaemann im Interview mit Judith Hardegger in Forum. Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zürich, Ausgabe vom 24. Januar 2008 Kulturrevolution in Frankreich? “Der republikanische Brauch gebietet, dass Repräsentanten des Staates keinen offiziellen Umgang pflegen mit den Vertretern irgendeiner Glaubensgemeinschaft. Mit anderen Worten: Als Privatmann dürfte der gläubige Katholik Sarkozy den Papst durchaus empfangen, als Staatspräsident hingegen nur das Staatsoberhaupt des Vatikans. Solche Haarspalterei gepaart mit einem millimetergenauen Protokoll galt als Dogma - bis gestern. In einem gut aufeinander abgestimmten Doppel haben Nicolas und Benedikt begonnen, das Verhältnis von Kirche und Staat in Frankreich neu auszuloten. Peter Heusch in der Kölnischen Rundschau über den Frankreichbesuch des Papstes am 12. September 2008. “Jesus ist ein verborgener Schatz, ein unschätzbares Gut, das wenige Seelen zu finden vermögen, denn es ist verborgen, und die Welt liebt, was glänzt. Wenn Jesus sich allen Seelen mit seinen unaussprechlichen Gaben hätte zeigen wollen, dann hätte keine einzige ihn verachtet. Doch Er will nicht, dass wir ihn seiner Gabe wegen lieben. Er selbst muß unser Lohn sein.” Der Strom aller Gnaden “Wir alle müssen uns mit aufrichtiger Liebe dem Studium der christlichen Lehre hingeben, um zugleich mit allen übrigen Wahrheiten unserer heiligen Religion zu erkennen, dass die Eucharistie der Mittelpunkt unseres Glaubens, das Endziel jeder anderen Andachtsübung, die Quelle alles Guten, die Vollendung aller anderen Sakramente, der Inbegriff der göttlichen Geheimnisse, der Strom aller Gnaden, das Linderungsmittel für alle Schmerzen, das Brot des Lebens, die Zehrung für die Reise in die Heimat, das Unterpfand und der Vorgenuss der Himmelsglorie ist.” Hl. Papst Pius X. Du bist gestorben, Jesus, aber für die Seelen entsprang eine Quelle des Lebens. Für die ganze Welt öffnete sich ein Meer der Barmherzigkeit. O Born des Lebens, unergründliche Barmherzigkeit Gottes, beherrsche die ganze Welt und ergieße Dich über uns. Hl. Faustina Kowalska in ihrem Tagebuch unter dem Datum des 10. Oktober 1937. Sieh nicht, was andere tun Sieh nicht, was andere tun, Geh einfach Gottes Pfad, Christian Morgenstern (1871 - 1914) |
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