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Falschlehrer der Kirche

Von Prof. Dr. Georg May

Eine dreiteilige Predigtreihe aus dem Jahre 1989.

Erste Predigt

Die Kirchen werden immer leerer. So stellen alle eifrigen, gläubigen Christen immer wieder besorgt fest. Die Kirchen werden immer leerer. Und so ist es tatsächlich. Seit etwa 25 Jahren, ziemlich uhrzeitlich gleich mit dem II. Vatikanischen Konzil, hat der Auszug aus dem Gottesdienst begonnen.

Welches sind die Ursachen dieses Auszugs? Die einen sagen: Ja, die Menschen sind halt bequem. Die Menschen sind bequem, das ist keine Frage, aber warum sind sie gerade bequem im Gottesdienst? Sie sind doch sonst nicht bequem. Wenn es umdie Urlaubsfahrt geht, da sitzen sie zehn Stunden am Steuer, und das ist keine Bequemlichkeit. Oder wenn sie ein Haus bauen, da wird wochen-, monatelang Abend für Abend geschafft mit ungeheurer Intensität. Warum ist man also bequem in Bezug auf den Besuch des Gottesdienstes? Die Antwort kann nur lauten: Man ist da bequem, woran einem nichts liegt. Und warum liegt einem nichts am Gottesdienst? Weil man keinen Glauben hat, weil der Glaube an den Wert des Gottesdienstes, an die Nützlichkeit und an die Notwendigkeit des Gottesdienstes verloren gegangen ist.

Andere sagen: Der Wohlstand ist schuld. Ich bezweifle diese Auskunft. Sind denn diejenigen, die nicht im Wohlstand liegen, eifrige Kirchgänger? Und gibt es nicht auch Leute, die im Wohlstand leben und jeden Tag die heilige Messe besuchen? Ich kenne wunderbare Persönlichkeiten, Persönlichkeiten fürstlichen Geblütes, die täglich am Meßopfer teilnehmen, die immer schon im Wohlstand lebten, aber der Wohlstand hat sie nicht gehindert, eifrig den Gottesdienst zu besuchen. Nein, der Wohlstand allein vertreibt die Leute nicht aus dem Gottesdienst, sondern der Mangel an Glauben, der die Wertschätzung des Meßopfers lehrt.

Wieder andere verweisen auf das Fernsehen oder auf die Presse; und tatsächlich, da ist vieles im Argen. Die meisten Sendungen, die meisten Artikel, die sich mit Religion beschäftigen, sind kritisch gegen die Kirche, überkritisch, legen eine Sonde an die Menschen in der Kirche an, die sie sonst nicht anlegen, weder an die Parteien noch an die Gewerkschaften. Keine Frage, daß die Freudigkeit des Glaubens durch das Fernsehen und durch die Presse gewaltig gemindert wird. Das ist gar keine Frage.
Aber was tun die Menschen der Kirche gegen die Verunglimpfungen ihres Glaubens? Was tun vor allem die vielen Theologen? Gewiß gibt es auch heute Theologen, die sich vor die Kirche stellen, sie verteidigen und die gegen sie gerichteten Schläge abwehren. Aber nicht wenige von ihnen helfen mit, die Kirche herabzuziehen. Es gibt ihrer viele, die der Kirchen den Eselstritt geben.

Ich will heute von einer Angelegenheit sprechen, die nach meiner Meinung hauptursächlich für den Auszug aus dem Gottesdienst und der Kirche vor allem bei der jüngeren Generation ist. Das ist die Zerstörung des Glaubens durch die eigenen Theologen. Ich erwähne an erster Steele deren Umgang mit dem geschriebenen Wort Gottes. Das II. Vatikanische Konzil hat bezüglich der Heiligen Schrift gelehrt: Die Bibel lehrt sicher, gewiß, ohne Irrtum die Wahrheit, die Gott um usneres Heiles willen aufgeschrieben wissen wollte, hat also an der Inspiration und an der Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift nichts geändert. Von den Evangelien sagt das II. Vatikanische Konzil, daß die Väter des Konzils an der Geschichtlichkeit der Evangelien festhalten. Die Evangelien überliefern zuverlässig das, was Jesus gewirkt und getan hat, als er untern den Menschen lebte.

Diesen Aussagen, die nichts anderes sind als die immerwährende Lehre der Kirche, steht aber ein Verhalten vieler Theologen gegenüber, das dazu einen vollendeten Gegensatz bildet. Wenn Sie heute moderne Bücher über die Heilige Schrift lesen, da finden Sie darin oft die Rede von Geschichten, von Erzählungen. Geschichten sind keine Geschichte, Geschichten sind Legenden, Märchen, Sagen und Mythen. Erzählungen sind erfundene Wortzusammenhänge und Wortkomplexe. Nach diesen Theologen hat Jesus die Worte, die ihm in der Heiligen Schrift zugeschrieben werden, niemals gesprochen, hat er die Taten, von denen die Evangelien künden, niemals getan, sind viele Ereignisse der Evangelien (und gerade die wichtigsten) niemals geschehen, sondern diese Worte sind ihm von seinen Verehrern zugeschrieben worden, diese Taten hat man ihm - natürlich, ohne daß sie passiert sind - angedichtet. Die Heilige Schrift, so sagen diese Herren und Damen, wolle von der Bedeutsamkeit Jesu reden, sie sei aktuelle Anrede. Die Evangelisten und überhaupt der Männer des Neuen Testamentes hätten ihren Glauben an Jesus in Geschichten umgesetzt, ohne daß ein historisches Fundament diesen Glauben stützt.

Das wird gelehrt von Dutzenden katholischer Theologen! Die Erstbetroffenen sind natürlich die Theologiestudenten, also die künftigen Religionslehrer und Priester. Sie werden hier systematisch ihres Glaubens beraubt. Von diesen Religionslehrern und Priestern geht diese Entleerung des christlichen Glaubens weiter an die Predigtzuhörer, an die Schüler in der Schule. Sie brauchen sich nicht zu wundern, wenn Ihre Kinder allmählich den Glauben verlieren, und das äußere Zeugnis für den Glaubensverlust ist das Fernbleiben vom Gottesdienst. Wer den Aufstellungen der genannten Theologen folgt, wird sich fragen: Wozu soll ich hingehen an einen Stätte, wo mir Märchen erzählt werden, Propagandamärchen, die von den Evangelisten erfunden sind, um Jesus künstlich hochzustilisieren?

Meine lieben Freunde, über die Gefahr, die sich hier erhebt, können Sie sich kein adäquates Bild machen, weil Sie die entsprechende Kenntnis der Literatur nicht besitzen. Aber daran ist kein Zweifel: Was sich hier erhebt, ist eine tödliche Gefahr für unsere Kirche! Wenn diese Positionen das letzte Wort behalten, ist das Ende unserer Kirche gekommen. Natürlich wird sie sich in kleinen Resten, wie hoffentlich in uns, die wir hier versammelt sind, erhalten, aber das Gros wird unweigerlich dieser Kirche entfremdet werden und sich vielleicht zu protestantischen Denominationen begeben, wo man ja immer schon derartige Thesen vertreten hat, oder wir gar in die Glaubenslosigkeit abwandern.

Was ist zu diesen Wahnsinnsthesen zu sagen? Zunächst einmal: Hier wird eine private Auslegung der Heiligen Schrift gegen die amtliche gestellt. Hier wird nicht etwa die Bibel gegen die Lehre der Kirche ausgespielt, sondern private gegen amtliche Auslegung. Dieser Vorgang ist uns bekannt, z.B. aus dem 16. Jahrhundert. Da trat auch ein Mann auf, der seine private Auslegung gegen die amtliche stellte, und in Worms hat Kaiser Karl V., dieser gläubige Mann, gesagt: "Ein einfacher Mönch, geleitet von seinem privaten Urteil, hat sich erhoben gegen die Lehre, die alle Christen seit tausend Jahren bewahrten, und sagt dreist, sie hätten sich geirrt." So Karl V. über diesen Mönch in Worms.

Diese Anmaßung, mit dem privaten Urteil das Urteil der gottgeleiteten, vom Heiligen Geist belebten Kirche zu ersetzen, richtet sich selbst. Es sind im Laufe der Jahrhunderte immer wieder solche Falschlehrer aufgestanden. Das ist schon im Neuen Testament bezeugt. Der heilige Apostel Paulus sagt zu den Bischöfen von Kleinasien: "Aus eurer eigenen Mitte werden sich Männer erheben, welche verdrehtes Zeug reden, um die Jünger in ihre Gefolgschaft zu ziehen." Wahrhaftig, dieses Wort ist heute in ungeahnter Weise in Erfüllung gegangen. Es erheben sich Männer - und neuerdings auch Frauen -, die verdrehtes Zeug reden, um die Jünger in ihre Gefolgschaft zu ziehen.

Diese Falschlehrer sagen, es komme nur auf die Bedeutsamkeit der Texte an, daß sie im Menschen eine Antwort finden. Sie sind "aktuelle Anrede", daß die Menschen eben sich bewegen lassen, das Gute zu tun. Tja, meine lieben Freunde, wie soll denn in der Religion etwas bedeutsam sein, dem die göttliche Beglaubigung fehlt? Wieso sollen denn diese Worte bedeutsam sein, wenn hinter ihnen nicht Tatsachen stehen? Wozu soll ich denn reden von Menschwerdung, Jungfrauengeburt, Wundern, Erlösungstod, Auferstehung, Himmelfahrt, wenn das alles nicht passiert ist? Das ist doch offenkundiger Unsinn, etwas bedeutsam zu nennen, was sich enthusiastische Jünger aus den Fingern gesogen haben. Die christlichen Wahrheiten sind doch nur deswegen bedeutsam, weil das, was sie künden, in Wirklichkeit geschehen ist. Die Berichte des Neuen Testaments über die Machttaten unseres Herrn sind doch keine erfundenen Geschichten für irgendwelche Bedeutsamkeiten, Ideen, Gedanken, Entwürfe.

Die Apostel und die Verfasser des Neuen Testaments wußten sehr genau zu unterscheiden zwischen Tatsachen und Märchen, zwischen Geschichte und Legende. An mehreren Stellen wird das deutlich. Zum Beispiel schreibt der heilige Evangelist Lukas am Anfang seines Evangeliums: "Ich habe allen Ereignissen sorgfältig nachgeforscht und sie für dich wohlgeordnet aufgeschrieben, damit du darauf sie Zuverlässigkeit der Erzählungen erkennst." Die Zuverlässigkeit! Sie hängt also davon ab, daß das, was da berichtet wird, geschehen ist; nicht, daß es gut erfunden ist, sondern daß es geschehen ist. Oder um eine andere Stelle zu zitieren im zweiten Petrusbrief: "Denn wir haben euch nicht als Anhänger ausgeklügelter Fabeln die Macht und die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus kundgemacht, sondern weil wir Augenzeugen seiner Größe waren." Augenzeugen! Nicht Dichter, nicht Phantasten, nicht Erfinder von Märchen. Oder um noch eine letzte Stelle zu zitieren im ersten Johannesbrief: "Jeder Geist, der bekennt, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, ist aus Gott. Und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, ist nicht aus Gott." Hier geht es also um die geschichtlicheh Realität essen, was da von den Evangelisten und überhaupt von den Jüngern Jesu berichtet und weitergetragen wird.

Einer von diesen Falschlehrern sagt: Es geht hier nur um Bekenntnisformeln, aber nicht um Sachinformation. Ja, meine lieben Freunde, wie soll ich etwas bekennen, was gar keinen Inhalt hat? Wie soll ich mich zu Jesus bekennen, meinetwegen zu seiner Menschwerdung, wenn diese Menschwerdung niemals geschehen ist, wenn Maria geboren hat wie jede andere Mutter auch und nicht den Logos, den menschgewordenen Logos, die zweite Person in Gott, zur Welt gebracht hat? Ich kann nur bekennen, was eine geschichtliche Tatsache hinter sich hat. Ich kann nur einen Glauben nach außen kundtun - das heißt ja bekennen -, wo eine Sachinformation damit verbunden ist. Bekenntnis und Information schließen sich nicht aus. Was ich bekenne, das muß auch stimmen.

Man rühmt bei diesen Falschlehrern die Theologie der Evangelisten und der anderen Verfasser des Neuen Testamentes. Man meint, daß sie große Theologen seien. Doch groß sind sie nicht als Romanschriftsteller, sondern als Zeugen. Sie haben ihre Aussagen über Jesus nicht erfunden, sondern aus der Persönlichkeit Jesu abgelesen. Das Geschehen um Jesus hatte seine metaphysische Tiefe. Was da passiert ist, war nicht nur ein äußeres Geschehen, sonder war von einer himmlischen Macht und Kraft erfüllt. Und eben diese Macht und Kraft haben die Evangelisten erkannt und abgelesen aus diesem Geschehen.

Meine lieben Freunde, hier geht es um Sein oder Nichtsein des Christentums. Hier geht es um Sein oder Nichtsein unserer Kirche. Sie müssen sich darüber im klaren sein, daß die Realität der Worte und Taten Jesu keine Nebensächlichkeit ist, sondern daß hier entschieden wird über die Zukunft unseres Glaubens und unserer Kirche, auch über die Zukunft des Glaubens Ihrer Kinder und Kindeskinder. Wenn hier nicht Remedur geschaffen wird, ist das Ende des Christentums gekommen.

Ein ehrlicher Mann wie der Herausgeber des SPIEGEL, Rudolf Augstein, hat den Satz geschrieben: "Die Theologen wissen sehr genau, daß das Christentum ein unhaltbarer Irrtum ist, aber sie geben es nicht zu." Augstein hat ganz recht. Von den Theologen, die ich hier im Auge habe, gilt das tatsächlich. Ich kann ihm nur zustimmen, wenn er aus der Lektüre der modernistischen Bücher diesen Schluß zieht. Ein evangelischer Theologe, Ulrich Wilkens, hat diese Verwirrung bemerkt. Der Eindruck, den die Lektüre moderner exegetischer Literatur auf die Theologiestudenten macht, ist oft so, sagt er, daß sie verwirrt sind. "Verwirrt" ist ein harmloses Wort; sie sind durcheinander. Ich stehe seit über 30 Jahren in der Theologenerziehung, meine lieben Freunde. Ich kann Ihnen nur sagen: Wer mit gläubigem Sinn an die theologischen Fakultäten kommt, der verläßt sie oft als blasierter Skeptiker. Selten, ganz selten, wird jemandem in seinem Studium der Glaube wirklich auferbaut. Häufig ist das Gegenteil der Fall. Das sind die Tatsachen, und sie muß man zur Kenntnis nehmen.

Was können Sie, meine lieben Freunde, tun? Sie können sich bemühen, durch eigenes Studium zuverlässiger Werke, die natürlich meistens älteren Datums sind, ein genügendes Wissen zu erwerben, um damit Einwänden zu begegnen. Ich selbst habe ein Buch geschrieben "Der Glaube in der nachkonziliaren Kirche", in dem ich auf diese und ähnliche Erscheinungen eingegangen bin, aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es müßte in einem großen Umfang eine Schar von gläubigen Theologen gesammelt werden, die sich diese Irrlehren vornähmen und ihre Widerlegung sieghaft und überzeugend vortrügen. Solange das nicht geschieht, müssen Sie mit den unvollkommenen Mitteln, die Ihnen zur Verfügung stehen, sich bemühen, in sich selbst den Glauben zu erhalten und Ihren Angehörigen die Zweifel zu zerstreuen. "Ich weiß, wem ich geglaubt habe", sagt der Apostel Paulus. In der Tat: Das Treiben der Falschlehrer hat keine Verheißung. Es ist ein Wölkchen am Horizont, und das wird vorübergehen. Eines Tages wird das Kartenhaus dieser Irrlehren zusammenbrechen. Aber bis dahin gilt es sich zu wappnen gegen die Versuchungen, die von ihnen ausgehen. Halten wir uns an das, was die Kirche immer gelehrt hat. Ihr ist die Heilige Schrift anvertraut. Sie ist die Hüterin der Bibel, ja, aus ihr kommt die Bibel; es sind Männer der Kirche, die sie geschrieben haben. Und ihr obliegt, deswegen auch die Auslegung der Bibel, die amtliche und erforderlichenfalls die unfehlbare Auslegung, und diesem Wort der Kirche wollen wir trauen und uns nicht irre machen lassen. Amen.

26. Februar 1989


Zweite Predigt

Die Falschlehrer erzeugen zwei Christusse, einen, der wirklich gelebt hat, aber über den wenig Sicheres bekannt ist, und einen anderen, der das Produkt einer erregten Phantasie ist, dem man Worte in den Mund legt, die er in Wirklichkeit niemals gesprochen hat, und dem man Taten zuschreibt, die er in Wirklichkeit niemals getan hat.

Ein Mittel, um die Evangelien ihrer Geschichtlichkeit zu entkleiden, besteht darin, daß man sagt, Taten und Worte Jesu seien aus dem Alten Testament "herausgesponnen" worden; die Jünger hätten Jesus für den Messias gehalten; mit dieser Vorgabe hätten sie das Alte Testament gelesen, da seien sie auf Züge gestoßen, die dem Messias zugeschrieben werden, auf Taten, die er einmal tun sollte, also auf Weissagungen über den Messias. Und da Weissagungen nur eine Beweiskraft haben, wenn sie in Erfüllung gehen, so hätten sie die Weissagungen des Alten Testamentes hergenommen und daraus Geschichten fabriziert, die sie dann Jesus zugeschrieben haben. Über das, was ich Ihnen hier sage, gibt es ganze Bücher, von solchen Falschlehrer geschrieben. Die künstliche Erzeugung von Geschichten aus alttestamentlichen Weissagungen liege vor allem dann vor, wenn es im Neuen Testament heißt: "Das ist geschehen, damit die Schrift erfüllt werde."

Diese Ereignisse sind nach den Falschlehrern nicht wahrhaft geschehen, sondern sie sind erdichtet, und zwar in der Absicht, die Vorstellung zu erwecken: Die Weissagungen haben sich erfüllt. Zum Beispiel die Flucht der heiligen Familie nach Ägypten. Da heißt es im Matthäusevangelium: "Das ist geschehen, damit die Schrift erfüllt werde, das Wort des Propheten: ‘Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.'" Ein Wort aus dem Propheten Oseas. Solche erdichteten Geschichten seien aber auch dann anzunehmen, wenn im Neuen Testament Geschichten erzählt werden, die mit Worten und mit dem Sprachgebrauch des Alten Testamentes wiedergegeben werden. Immer dann, wenn das Neue Testament mit Ausdrücken und Wendungen des Alten Testamentes etwas erzählt, dann seien das erfundene Geschichten. Zum Beispiel die Geburt Johannes' des Täufers. Hier wird berichtet, daß Elisabeth schon betagt und unfruchtbar war; sie hat gebetet, daraufhin hat sie einen Sohn empfangen, und dafür hat sie Gott gedankt. Diese Geschichte - so sagen die Falschlehrer - ist nachgebildet den Geburtsgeschichten von Samuel und Samson im Alten Testament. Da haben nämlich auch Frauen, die kein Kind bekamen, gebetet, und dann wurde ihr Gebet erhört, sie bekamen einen Sohn, Samuel und Samson, und sie haben Gott gedankt.

Meine lieben Freunde, da fragt sich jeder, der nicht von diesen Vorurteilen befangen ist, welche die Falschlehrer haben: Gibt es nicht in der Geschichte fortwährend Parallelen? Gibt es nicht immer wieder Fälle, die sich ähnlich sind? Gibt es nicht zahllose Frauen, die kein Kind bekamen, aber ein Kind wollten und darum gebetet haben, und die dann nach langer Zeit erhört wurden?

Ich lernte in Mainz einmal ein Ehepaar kennen, das bekam eine Tochter nach 17 Jahren Ehe. Nach 17 Jahren Eheleben wurde ihnen die heißersehnte Tochter geschenkt. Und wenn nun die Geschehnisse ähnlich sind, warum soll man sie dann nicht mit ähnlichen Ausdrücken wiedergeben?
Ein anderes Beispiel: Der Prophet Elias hat als seinen Nachfolger den Propheten Elisäus berufen. Elisäus war ein Bauer. Elias kam zu ihm und sagte: "Folge mir! Ich berufe dich zum Propheten nach Gottes Willen." Elisäus war gerade beim Pflügen. Er verließ den Pflug und die Tiere und seinen Hof und folgte dem Elisäus nach. Aha, sagen die Falschlehrer, das wiederholt sich im Neuen Testament. Jesus kommt am See Genesareth vorbei, er sieht dort die beiden Jüngerpaare Petrus und Andreas, Jakobus und Johannes; er fordert sie auf, ihm zu folgen. Tatsächlich, sie verlassen die Schiffe, den Fischfang, die Netze und folgen ihm nach. Diese neutestamentlichen Geschichten sind nachgebildet, so sagen die Falschlehrer, dieser alttestamentlichen Berufungsgeschichte. Ist es wirklich so?

Meine lieben Freunde, wenn jemand berufen wird, dann vollzieht sich doch immer dasselbe. Es kommt derjenige, der ihn beruft, sei es Gott, sei es ein Mensch, er fordert den Berufenen auf, seinen bisherigen Beruf aufzugeben und seiner neuen Berufung zu folgen. Nicht alle folgen dem Ruf. Das Neue Testament weiß von vielen Berufungen zu berichten, wo die Berufenen nicht folgen. Einmal sagt Jesus zu einem Manne: "Folge mir nach!" Er antwortete: "Ach, laß mich zuvor noch meinen Vater beerdigen!" "Laß die Toten ihre Toten begraben!" sagt der Heiland. Also nicht alle Berufenen folgen der Berufung. Aber wenn sie folgen, dann verlassen sie eben ihren Beruf, ihr Haus, ihren Besitz und folgen ihm nach. Das geschieht heute noch. Ein solcher Berufener ist z.B. der Erzbischof Dyba. Er war ja zunächst Jurist. Er hat seinen Beruf verlassen und ist dem Herrn nachgefolgt. Ja, das ist eben immer dasselbe. Da kann man doch nicht sagen, weil das einmal in der Weise passiert ist wie im Alten Testament, ist es aus dem Alten Testament herausgesponnnen, ist es erfunden, sondern das sind Parallelen, Vorgänge, die miteinander gar nichts zu tun haben, als daß Berufungsvorgänge regelmäßig in derselben Weise verlaufen.

Ein besonderer Angriffspunkt für die Falschlehrer sind natürlich die Wunder Jesu. Die Wunder, sagt man, sind ebenfalls aus dem Alten Testament herausgesponnen. Jesus hat man sich vorgestellt als den Messias, und deswegen mußte er Wunder tun, ja mußte er noch größere Wunder tun als die Propheten. So hat man ihm Wunder zugeschrieben, die er in Wirklichkeit nie getan hat.

Nun haben die Propheten zweifellos nach dem Zeugnis des Alten Testamentes große Wunder gewirkt. Aber das Merkwürdige ist, daß nicht alle Wunder der Propheten Entsprechungen im Leben Jesu haben, daß Jesus keineswegs immer die Wunder der Propheten überbietet. Denken Sie an Elias! Was hat er getan auf dem Berge Karmel? Er lud die vierhundert Baalspriester ein, eine Wette mit ihm zu machen. Jeder schlachtete einen Stier, legt ihn auf einen Altar, zündet aber kein Feuer an, sondern wartet, ob Gott Feuer sendet, um den Stier zu verzehren. Die Baalspriester waren einverstanden. Sie machten den Anfang. Sie riefen zu Gott, sie tanzten um den Altar. Der Prophet Elias verspottete sie: Ihr müßt lauter rufen, vielleicht schläft euer Gott! Aber es half alles nichts, es fiel kein Feuer vom Himmel. Dann betete Elias, und es fiel wirklich Feuer vom Himmel und verzehrte das Opfer, das er bereitet hatte. Ein ungeheures Wunder! Abe wo ist denn im Leben Jesu von einem solchen Wunder die Rede? Wo überbietet er den Propheten Elias? Da gibt es überhaupt keine Parallele im Neuen Testament. Und so ist es mit anderen Dingen. Zum Beispiel wurde im Alten Testament dem Messias zugeschrieben, daß er die Kriegswerkzeuge vernichtet. Wo ist diese Weissagung eingetroffen im Leben Jesu? Nichts davon, daß er die Kriegswerkzeuge vernichtet hat.
Das sind doch Indizien dafür, daß in dem Evangelium nicht Geschichte produziert wird, erfunden wird von den Evangelisten, sondern daß sie schildern, was sie gesehen und gehört haben, und daß sie nach dem Ende des irdischen Lebens Jesu, nach seiner Auferstehung in den Schriften des Alten Testaments geforscht haben, dabei auf Texte gestoßen sind, die ihnen sagten: Ja, das ist im Leben Jesu eingetroffen. Und so haben sie aus den Tatsachen auf Weissagungen geschlossen.
Die Sache steht also genau auf dem Kopf. Nicht aus Weissagungen wurden Geschichten produziert, sondern wiel die Geschichte so verlaufen ist, wie die Evangelisten sie schilderten, konnten sie an Weissagungen sich erinnern, die im Alten Testamente gemacht wurden.

Man sagt weiter, Jesus werde als der zweite Moses dargestellt, und deswegen müsste er den Moses überbieten. Auch das stimmt wieder nicht. Das größte Wunder, das Moses gewirkt hat, war zweifellos der Durchzug durch das Rote Meer. Wo hat denn Jesus den Moses überboten? Es gibt kein Wunder, das mit dem Durchzug durch das Rote Meer verglichen werden könnte. Weil Jesus als der große Gesetzgeber auftrat, weil er sagte: "Den Alten ist gesagt worden..., ich aber sage euch..." deswegen haben die Jünger aus seinen Worten und Taten die Folgerung gezogen: Das ist ein zweiter Moses. Also sie hatten nicht die vorgefaßte Meinung: Wir haben hier einen zweiten Moses, und deswegen muß er bestimmte Taten verrichten; wenn er sie nicht getan hat, müssen wir sie eben erfinden, sondern weil er bestimmte Worte sprach und bestimmte Taten setzte, die ihn in eine Linie zu Moses setzen, deswegen hat man den Gedanken gefaßt: Das ist ein zweiter Moses.

Weitere Beispiele: Jesus ist in Jerusalem eingezogen auf einem Esel. Die Jünger haben ihre Kleider ausgebreitet. Das ist das Evangelium vom Palmsonntag. Das ist natürlich erfunden, sagen die Falschlehrer. Woher erfunden? Erfunden aus dem Alten Testament. Denn bei dem Propheten Zacharias heißt es: "Fürchte dich nicht, Tochter Sion, dein König kommt zu dir. Er sitzt auf dem Füllen einer Eselin." Aha! Weil dort von einer Eselin die Rede ist, ist die ganze Palmsonntagsszene gestellt, Komposition. Ist das wirklich so? Zunächst einmal ist darauf hinzuweisen, daß das Pferd im ganzen Altertum das Tier des Kriegers ist. Zu Pferde reitet man in den Krieg. Entweder als Reiter oder auch als Wagenkämpfer. Dagegen der Esel ist sanftmütig, der Esel ist friedlich, er ist das Haustier, das häusliche Last-, Arbeits- und Reittier. Wer auf einem Pferde kommt, hat kriegerische Absichten. Wer auf einem Esel sitzt, ist friedlich gesinnt. Das wußte doch Jesus genauso wie jeder andere, und deswegen hat er sich bei dem Einzug in Jerusalem auf einen Esel gesetzt, weil der Esel ein friedliches, sanftmütiges Tier ist und weil er nicht kam, sein Volk mit Krieg zu überziehen, sondern es von seinen Sünden zu befreien durch seine eigene Sanftmut und Milde.
Außerdem berichten die Evangelisten, daß zur Zeit, als das geschah, die Jünger überhaupt nicht verstanden, was hier vor sich geht. "Das verstanden seine Jünger zuerst nicht," heißt es im Johannesevangelium, nämlich daß hier die Erfüllung einer Weissagung des Alten Testamentes sich vollzieht. Das verstanden seine Jünger zuerst nicht. "Als aber Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich, daß das über ihn geschrieben stand, und daß sie ihm das getan hatten." Also die Wirklichkeit ist genau umgekehrt: Erst die Tatsache, dann das Aufsuchen der Weissagung.

So ist es auch bei der nachfolgenden Tempelreinigung. Jesus schwingt die Geißel und treibt die Wechsler und Verkäufer aus dem Tempel. Wir alle kennen diese Geschichte. Tja, sagt da der Falschlehrer, das ist aus dem Psalm 69 herausgesponnen. Aus welchem Vers? Was steht in Psalm 69? "Der Eifer für dein Haus verzehrt mich." Das ist glaubwürdig. Wie soll jemand auf den Gedanken kommen, aus diesem Satz "Der Eifer für dein Haus verzehrt mich" einen geißelschwingenden Messias zu erzeugen? Das ist doch offensichtlicher Unsinn. Wer kann denn zu solchen Ansichten sich verleiten lassen? Dazu gehört schon viel Blindheit, ja, ich meine Verblendung. Nein, weil Jesus so aufgetreten ist wie einer, den der Eifer für sein Haus verzehrt, deswegen kamen die Jünger auf den Gedanken: Das steht eigentlich so im Psalm 69 geschrieben. Weil er die Geißel geschwungen hat, weil er das Haus Gottes reinigen wollte und weil er das mit brennender Leidenschaft getan hat, deswegen erinnerten sie sich an das Wort, das da geschrieben steht: "Der Eifer für dein Haus verzehrt micht."

Die Falschlehrer machen auch vor dem Tode Jesu nicht halt. Nach dem Evangelisten Johannes starb Jesus am Nachmittag des 14. Nisan, also ungefähr, nach unserer Zeitrechnung, den 14. April. Der 14. Nisan war ein besonderer Tag; an ihm wurden die Osterlämmer geschlachtet. Aha, sagen die Falschlehrer, die Evangelisten hatten die Idee, Jesus sei das neue Osterlamm. Deswegen haben sie seinen Tod auf diesen Nachmittag verlegt. Sie haben dieses Datum für ihn erfunden. Wie armselig, meine lieben Freunde! Woher hatten denn die Jünger, woher hatten denn die Evangelisten die Vorstellung, Jesus sei das Osterlamm? Das erklärt sich doch viel natürlicher daraus, daß er eben am 14. Nisan geschlachtet wurde und daß man dann auf den Gedanken kam: Das ist ja die Erfüllung der alttestamentlichen Weissagung: "Ihr sollt an ihm kein Bein zerbrechen!" Diese Äußerung "Ihr sollt an ihm kein Bein zerbrechen" geht auf das Paschlamm in Ägypten, das die Israeliten vor ihrem Auszug aßen. Da sollten eben die Beine, die Knochen des Osterlammes nicht zerbrochen werden. Und das konnte auf Jesus angewandt werden, weil er eben an diesem Tag gelitten hat, gestorben ist und weil ihm die Knochen nicht wie den beiden Mitgekreuzigten zerbrochen wurden, sondern weil nur die Lanze einen Stoß in seine Seite führte. Also weil es so geschehen ist, deswegen kamen die Jünger auf den Gedanken, im Alten Testament nachzulesen, was dort über den Tod des Messias geschrieben steht, und da fanden sie eine Stelle, die ihnen geeignet schien, diesen Gedanken auszudrücken. Das alttestamentliche Osterlamm war ein Symbol, das neutestamentliche ist eine Wirklichkeit, eine Wirklichkeit, die Erlösung für die Menschen bewirkt und nicht bloß Erlösunng ankündigt.

Schließlich ist es auch so mit der Auferstehung. Ja, sagen die Falschlehrer, da sind die Jünger hergegangen, haben im Alten Testament Stellen gelesen, die von der Auferstehung sprechen, vor allem im Psalm 15. Im Psalm 15 heißt es nämlich: "Mein Herz ist voll Freude und meine Zunge jubelt, ja auch mein Fleisch wird auf Hoffnung gesetzt werden, denn du wirst meine Seele nicht in der Unterwelt lassen, noch wirst du deinem Heiligen die Verwesung zu schauen geben." Aus diesem Text, so sagen die Falschlehrer, haben die Evangelisten die Auferstehung Jesu herausgesponnen. Das Evangelium schildert die Auferstehung ganz anders. Im Johannesevangelium haben wir einen genauen Bericht, wie sich Petrus und Johannes zum Grabe Jesu begaben. Sie eilten dahin, als sie von den Frauen die Nachricht erhielten, der Leichnam Jesu sei aus dem Grab entfernt worden. Zuerst kam Johannes, er war ja der Jüngere, dann kam Petrus. Er ging in das Grab hinein und sah die Binden und das Schweißtuch daliegen, das auf seinem Haupte war. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst zum Grabe gekommen war, hinein, "er sah und glaubte." Er sah und glaubte! Er hat sich also nicht an die alttestamentliche Weissagung erinnert, sondern was er hier vorfand, das leere Grab, das hat ihn dazu geführt, zu glauben. Und um uns klarzumachen, daß der Vorgang tatsächlich so war, schreibt Johannes: "Denn noch hatten sie die Schrift nicht begriffen, daß er von den Toten auferstehen müsse." Noch hatten sie die Schrift nicht begriffen. Erst nachher haben sie dann in der Schrift Hinweise gefunden, daß der Messias nicht vom Tode festgehalten werden kann. Dann waren sie natürlich selig, als sie das vom Alten Testament bestätigt fanden, was sie im Leben Jesu, im Sterben Jesu, im Auferstehen Jesu mit ihm erlebt hatten.

Meine lieben Freunde, das sind Beispiele für das Vorgehen der Falschlehrer, die sich in unseren Büchern, auch in den Schulbüchern finden und die den Glauben unserer Christen zersetzen. Die Falschlehrer haben falsche Voraussetzungen, von denen sie ausgehen, nämlich daß Wunder nicht passieren können und daß Weissagungen nicht möglich sind. Wir wissen aber, daß beides möglich ist, hier zumal die Weissagungen. Jetzt lese ich Ihnen einen Text vor und sage nicht, von wem er ist: "Sie haben durch die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler unser heiliges deutsches Vaterland einem der größten Demagogen aller Zeiten ausgeliefert. Ich prophezeie Ihnen feierlich, daß dieser unselige Mann unser Reich in den Abgrund stürzen und unsere Nation in unfaßbares Elend bringen wird. Kommende Geschlechter werden Sie wegen dieser Handlungen in Ihrem Grabe verfluchen." Das ist geschrieben im Februar 1933. Der das schrieb, ist der General Ludendorff, und er schrieb es an den Reichspräsidenten Hindenburg. Ludendorff hat also schon bei der Machtübernahme durch Hitler das ganze kommende Elend vorausgesehen, und niemand kann sagen: Das unselige Wirken Hitlers sei aus der Weissagung Ludendorffs herausgesponnen. O nein! Dessen sind wir ja nun alle Zeugen, daß das wirklich passiert ist; schmerzhafte Zeugen, nicht wahr, zumal wir Heimatvertriebenen! Und solche Zeugnisse gibt es viele. Der Philosoph Oswald Spengler schrieb 1936, daß es in zehn Jahren wohl kein deutsches Reich mehr geben wird. 1936! Oder ein anderes Beispiel: Hans Kroll, einer unserer oberschlesischen Landsleute, war Botschafter in Belgrad. Als Stalin starb, sagte er voraus, daß Malenkov sein Nachfolger werden würde. Malenkov wurde sein Nachfolger. Ja, ich muß Ihnen gestehen, ich habe mich selbst einmal als Prophet betätigt und bin bestätigt worden. Ich hatte einmal einen Kollegen in Mainz an der Universität, der hieß Friedrich Wetter. Ich sagte damals voraus: Das ist der nächste Bischof von Speyer. Wetter wurde der nächste Bischof von Speyer. Es gibt also erstaunliche Voraussagen, die rein menschlich zu erklären sind. In dem Christusgeschehen ist aber mehr als ein Mensch, hier ist der Gottessohn, der sein Licht vom Vater empfängt, er sollte keine Weissagungen gemacht haben? Er sollte nicht haben vor dem Leiden zu seinen Jüngern sagen können: "Ihr werdet alle Ärgernis an mir nehmen. Es soll sich das Schriftwort erfüllen: ‘Ich will den Hirten schlagen, und die Herden werden sich zerstreuen'"? Wiederum herausgesponnen, sagen die Irrlehrer, herausgesponnen aus der Weissagung des Zacharias. O nein, Jesus kannte seine Jünger. Er wußte, wie ängstlich sie waren, er ahnte, wie sie sich in der Gefahr verhalten würden, daß sie ihn verlassen würden. Wie soll er denn eine solche Weissagung nicht gemacht haben? War er ein so schlechter Menschenkenner?

Lassen Sie sich, meine lieben Freunde, nicht von Falschlehrern irre machen! Lassen Sie sich nicht verblüffen durch zunächst verblüffend wirkende Aufstellungen! Glauben wir den Evangelien, denn darin spricht das Wort der Wahrheit, und was kann wahrer sein? Amen.

5. März 1989


Dritte Predigt

Die Verschwörer um Graf Stauffenberg hatten beschlossen, den Urheber des deutschen und europäischen Unheils, Hitler, zu töten. Stauffenberg nahm eine Bombe, steckte sie in eine Aktentasche und legte die Aktentasche unter dem Tisch nieder, über den gebeugt Hitler seine Lagebesprechung abhielt. Dann verließ er den Raum, beobachtete die Explosion der Bombe und flog eilends nach Berlin. Als er dort ankam, überfielen ihn seine Mitverschwörer mit der Nachricht: "Keitel hat eben angerufen, Hitler lebt." "Keitel lügt wie immer," sagte Stauffenberg. "Es war, als wenn eine 15-cm-Granate eingeschlagen hat; da ist niemand mehr am Leben!" Stauffenberg täuschte sich. Das Unwahrscheinliche war eingetreten. Der, dem die Bombe gegolten hatte, war fast unverletzt, während einige andere schwer, teilweise tödlich verletzt waren.

Warum erzähle ich diese Geschichte, meine lieben Freunde? Weil wir uns heute mit der Frage der Wahrscheinlichkeit beschäftigen wollen. Mit der Wahrscheinlichkeit deswegen, weil die Falschlehrer der Bibel mit diesem Begriff zu Leibe rücken; weil sie sagen: Dies und jenes in der Bibel, das ist wahrscheinlich, das kann sich zugetragen haben, anderes ist unwahrscheinlich, das ist nicht historisch. Wahrscheinlichkeit ist das Maß für den Grad der inneren Möglichkeit von Ereignissen.

Wie das eben erzählte Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit zeigt, geschieht in der Geschichte oft etwas, was ganz unwahrscheinlich ist. Wenn man den Maßstab, den die Falschlehrer an die Bibel anlegen, auf die Geschichte anwenden würde, dann wären viele geschichtliche Ereignisse nie passiert. Die Falschlehrer gehen davon aus, daß sie sagen: Was immer und überall sich zuträgt, das ist wahrscheinlich.

Was selten passiert, ist nicht sehr wahrscheinlich. Und was außerhalb der in den Evangelien beschriebenen Geschichte Jesu gar noch nicht vorgekommen ist, das ist absolut unwahrscheinlich. Auf diese Weise wird die ganze Gestalt Jesu, wird aber auch die Bibel überhaupt auf das Maß der profanen Geschichte herabgedrückt. Doch selbst diese weist viele Beispiele auf, daß Dinge, an die die Menschen nicht dachten, ja, die sie für ausgeschlossen hielten, geschehen sind. Im Jahre 218 v. Chr. brach der punische Feldherr Hannibal mit 50000 Fußsoldaten und 9000 Reitern sowie mit 37 Elefanten aus Südspanien auf, um die Römer zu besiegen. Er nahm den Weg über Nordspanien, Südfrankreich, und gegen alle Erwartung überstieg er im beginnenden Winter die Alpen. Unter ungeheueren Verlusten bezwang er diese Bergwelt und stand eines Tages in der Po-Ebene. Kein Mensch hatte damit gerechnet, daß man mit einem großen Heer die völlig unwegsamen Alpen überwinden könnte. Das Unwahrscheinliche war eingetreten.

Als im Jahre 1942 die deutsche Wehrmacht die russische Festung Sewastopol eroberte, da setzte der führende General Manstein den Angriff an der Stelle an, an der ihn die Russen am wenigsten erwarteten, nämlich in der schwierigsten und steilsten Gegend. Auf diese Weise wurde die Festung erobert. Das Unwahrscheinliche war eingetreten.

So, meine lieben Freunde, ist es bei rein menschlichem Tun. Das waren alles Menschen wie wir, die hier tätig waren, sie haben wider alle Erwartung gehandelt. Alle diese Ereignisse sind beglaubigt. Man kann sie mit Sicherheit beweisen. Wie muß man erst mit Unwahrscheinlichkeiten rechnen, wenn Gott ins Spiel kommt, wenn es nicht bloß um menschliche Kräfte und Pläne, sondern um göttliche Macht und Weisheit geht. Und davon ist ja nun die Heilige Schrift voll, von Großtaten göttlicher Macht und göttlicher Weisheit. Die Israeliten in Ägypten wollten aus dem Sklavenlande Ägypten ausziehen. Die Ägypter weigerten sich, sie ziehen zu lassen. Daraufhin sandte Gott die zehn ägyptischen Plagen. Es wurden enorme Schäden an den Ägyptern, an ihrem Besitz und am Lande angerichtet. Erfunden, sagen die Falschlehrer, erfunden! Erfunden, um Gottes Macht zu zeigen. Wer nachdenkt, wird sich fragen: Wie kann etwas Erfundenes Gottes Macht zeigen? Das ist doch Unsinn. Nur wenn sich Gottes Macht wirklich in Taten geoffenbart hat, kann ich über Gottes Macht etwas aussagen.

Wir brauchen zu diesen ägyptischen Plagen keine geschichtlichen Parallelen. Aber es gibt sie. Im August 1986 ging über Südbaden ein furchtbares Unwetter nieder. Hagel so groß wie Hühnereier zerschlug Autos, Fensterscheiben, Hausdächer und richtete größte Schäden an. Paßt das nicht zu dem Bericht über den Hagel in Ägypten, der die Tiere auf dem Felde tötete?

Die Israeliten durften am Ende ziehen und sie standen vor dem großen Hindernis des Roten Meeres. Das Rote Meer öffnete sich, und sie zogen trockenen Fußes hindurch. Tja, Legende, sagen die Falschlehrer, gut erfunden, eine Komposition! Meine lieben Freunde, in Korea versammeln sich alljährlich 30000 bis 40000 Touristen, um ein Naturschauspiel zu beobachten. Korea vorgelagert sind zwei Inseln namens Zindo und Modo. Einmal im Jahre sind die Gezeiten und der Wind derart gelagert, daß zwischen diesen beiden Inseln - von Zehntausenden beobachtet - sich eine trockene Straße bildet, 2,8 Kilometer lang, 40 Meter breit, und das ganze hält eine Stunde an. Das sind rein natürlich zu erklärende Vorgänge, aber hier in der Bibel ist mehr, hier ist Gottes allmächtige Hand am Werk. Man kann hier nicht mit irdischer Wahrscheinlichkeit oder Unwahrscheinlichkeit argumentieren. Man muß vielmehr entgegennehmen, was Gott getan hat und was seine Zeugen uns übermitteln.

Erst recht ist das der Fall, wenn der Gottmensch auf Erden erscheint, Jesus Christus. Die Falschlehrer sagen, dem Heiland seien von den Evangelisten die größten Worte in den Mund gelegt worden. Er hat sie also nicht gesprochen. Es ist zumindest ganz unwahrscheinlich, daß er sie gesprochen hat. Wahrscheinlich sind lediglich die harmlosen Redearten, z.B. wenn er sagt: 'Lasset die Kinder zu mir kommen!' Das kann er gesagt haben. Aber wenn er sagt: 'Ich bin das Licht der Welt,' oder 'Ehe Abraham ward, bin ich!', dann sind das Erdichtungen. Das ist ganz ausgeschlossen, daß er so etwas gesagt haben könnte. Solche Aufstellungen der Falschlehrer, meine lieben Freunde, finden Sie in den Schulbüchern Ihrer Kinder. Die Falschlehrer begehen einen schweren methodischen Fehler. Sie schaffen zunächst eine erdachte Gestalt Jesu, indem sie nur das, was harmlos in seinem Leben ist, was auch bei anderen Menschen passiert, auf Jesus übertragen: "Das hat er getan. So ist er gewesen," und indem sie von vornherein alles, was Übermenschliches von ihm ausgesagt wird, ausklammern. Wenn dann die hoheitsvollen Worte und die gewaltigen Machterweise Jesu in den Horizont des Lesers der Bibel treten, sagen sie: Das kann Jesus nicht gesagt bzw. getan haben. Sie haben aber diese Taten und Worte Jesu schon bei der Erzeugung ihres Bildes von Jesus ausgeklammert und entscheiden dann von dem selbstmächtig hergestellten Phantombild Jesu, was er getan und was er gesagt haben könnte. Ein schwerer methodischer Fehler!

Wenn im Evangelium von Worten Jesu berichtet wird, die mehrfach vorkommen, dann sagen sie: Das sind Dubletten, also Dinge, die zweimal angeführt werden, und zwar natürlich von den Verfassern der Evangelien. Jeder vernünftige Mensch wird sich fragen: Kann denn Jesus nicht zweimal dasselbe gesagt haben? Tut das nicht jeder Lehrer, indem er nämlich eine Aussage wiederholt und sie so seinen Schülern einschärft? Warum muß das eine Dublette sein?

Die Falschlehrer gehen her und sagen: So, wie Jesus im Johannesevangelium spricht, kann er nicht gesprochen haben. Das sind erdichtete Reden, die der Verfasser Jesus zugeschrieben hat. Es besteht zweifellos ein gewisser Unterschied der Reden Jesu im Johannesevangelium und bei den anderen drei Evangelisten. Aber müssen sie deswegen erfunden sein? Bedenken wir, meine lieben Freunde, ein jeder Redner stellt sich auf seine Zuhörer ein. Man wird vor hochgebildeten Menschen anders sprechen können als vor einfachen Leuten; und man wird - wie Jesus - zu denen, die in die Weisheit schon eingeführt sind, das waren ja die Apostel am Ende seiner irdischen Laufbahn, anders reden können als am Anfang. Auch diejenigen, die die Reden hören, werden vor allem das aufnehmen, was sie fassen können. Wenn man nach einer Predigt die Menschen, die sie gehört haben, niederschreiben läßt, was der Prediger gesagt hat, kommen so viele verschiedene Berichte heraus wie Zuhörer. Aber nicht, weil die Menschen fabulieren, sondern weil sie nach ihrer Fassungskraft eine Predigt aufnehmen. Und das sollte nicht der Fall gewesen sein bei den Evangelisten? Sie haben für eine verschiedene Zuhörerschaft geschrieben, und sie haben auch, je nachdem, ob sie sehr einfache oder etwas gebildetere Männer waren, mehr oder weniger von den Worten Jesu, von seinen Reden, erfaßt und wiedergeben können. Es braucht nicht die fatale Annahme von der Wahrscheinlichkeit und von der Unwahrscheinlichkeit der Ausführungen Jesu, um die Unterschiede zu erklären.

Auch viele Worte und Taten Jesu, die ihm von den Falschlehrern nicht abgesprochen werden, haben Parallelen. Ich sage noch einmal: Wir brauchen diese Parallelen nicht, um uns der Zuverlässigkeit der Evangelien zu versichern, denn wir sind überzeugt, daß Jesus eine absolut einmalige Persönlichkeit war. Aber diese Parallelen können uns helfen zu verdeutlichen, daß unser Glaube ein vernünftiger Glaube ist. Ich denke etwa an die Geschichte von dem Besessenen in Gerasa. Da ist im 5. Kapitel bei Markus die Rede von einem Mann, der in den Gräbern hauste und den man mit Fesseln zu bändigen versucht hat. Er schrie und schlug sich selbst mit Steinen. Als Jesus zu ihm kam, da lief er hin und rief: "Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn des höchsten Gottes? Ich beschwöre dich bei Gott, mich nicht zu quälen." Jesus erkannte sofort, daß der Mann besessen war, und so gab er den Befehl: "Fahre aus dem Menschen aus, du unreiner Geist!" Und er fragte ihn: "Wie heißt du? Wie ist dein Name?" Er antwortete: "Ich heiße Legion, weil wir viele sind." Und der Geist bat ihn inständig, er möge sie nicht aus der Gegend fortjagen. Nun weidete dort am Berghang eine große Schweineherde. Da baten ihn die Geister: "Gestatte uns, daß wir in die Schweine fahren!" Er gestattete es. Da rissen die unreinen Geister aus und fuhren in die Schweine. Nun stürmte die Herde den Abhang hinunter in das Meer und ertrank dort.

Ein ungeheuerliches Ereignis, dem die Falschlehrer überhaupt keine Wirklichkeit zusprechen; eine reine Erfindung, sagen sie. Meine lieben Freunde, im Jahre 1978, also in unserer Gegenwart, hat sich in Reggio Emilia - in Norditalien - folgendes zugetragen: Eine Herde von zweihundert Schafen stürzte aus unbekannten Gründen in einen reißenden Fluß. Alle Schafe ertranken. Sowohl die Hirten wie die ansässigen Tierärzte standen vor einem Rätsel. Ist das nicht eine geschichtliche Parallele zu dem, was das Evangelium berichtet?

Noch einmal: Wir brauchen diese Parallelen nicht, aber wenn es sie gibt, mögen sie uns sagen: Was schon rein natürlich möglich ist, das sollte dem Herrn der Natur, unserem Gott und Heiland, nicht möglich sein?

Wir sind jetzt in die Leidenszeit eingetreten. Jesus steht vor dem Hohen Rat. Zwei Evangelisten berichten, daß Mitglieder des Hohen Rates ihn beschimpft, angespuckt und geschlagen haben. Unmöglich, sagen die Falschlehrer, wie kann eine solche Behörde so etwas tun? Das ist ganz unwahrscheinlich. Meine lieben Freunde, im Jahre 1943 waren Hunderttausende von amerikanischen Soldaten in England und bereiteten sich auf die Invasion vor. Es gab da ein Lager namens Ridgefield. Der Kommandeur dieses Lagers hieß Eisenhower. In diesem Lager befand sich auch ein Arrestgefängnis. In dieses Gefängnis wurden amerikanische Soldaten, die sich irgendetwas hatten zuschulden kommen lassen, eingesperrt. Und nun wurde aufgedeckt, daß hohe und höchste Offiziere aus dem Stabe Eisenhowers diese wegen geringfügiger Vergehen eingesperrten Soldaten auf das bestialischste mißhandelten. Das ist beglaubigt, das ist festgestellt, das ist untersucht worden. Ist das nicht eine Parallele zu dem, was da im Neuen Testament berichtet wird? Hohe Richter benehmen sich nicht so, sagt man. Ja, wie hat sich denn der Präsident des Volksgerichtshofes, Roland Freisler, benommen? Er beschimpfte einen angeklagten Juristen: "Sie sind ja ein schäbiger Lump!" So hat sich der höchste deutsche Richter benommen.

Meine lieben Freunde, all diese Fälle und Beispiele, die ich Ihnen vorgeführt habe, sollen Sie darin überzeugen: Wir haben keinen genügenden Anlaß, an der Wahrhaftigkeit der Evangelisten, an der Glaubwürdigkeit der Heiligen Schrift zu zweifeln. Wir brauchen uns von den Falschlehrern nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. Wir können uns auf das verlassen, was die Kirche immer gelehrt hat und in ihren gesunden Vertretern - in ihren gesunden Vertretern - heute noch lehrt. Der heilige Evangelist Johannes weist öfters darauf hin, daß die Taten Jesu diejenigen, die sie erlebt haben, unentschuldbar machten. "Wenn ihr meinen Worten nicht glaubt, dann wenigstens meinen Taten!" Wie kann Johannes so etwas schreiben, wenn diese Taten gar nicht passiert sind?

Nein, wir wollen uns, meine lieben Freunde, nicht unsicher machen lassen. Wir wollen fest zum Glauben stehen, den wir von gläubigen Priestern und Lehrern überkommen haben. Wir wollen diesen Glauben unseren Anvertrauten weitergeben, in diesem Glauben leben und in diesem Glauben sterben.

12. März 1989


Zum Autor Georg May


Zweifel statt Bestärkung

“Im Studium erwarten sie [viele Studierende der Theologie] daher primär eine Bestärkung des Glaubens – und keine Provokation durch Zweifel und Kritik. Die willfährige Erfüllung dieser Erwartung bedeutet aber das Ende jeder Theologie als Wissenschaft.”
Das schreibt der katholische Theologieprofessor Hans-Joachim Höhn in seiner Antwort auf die Reflexionen von Bischof Stefan Oster über das Verhältnis von Theologie und Lehramt.
Wir leben heute in einer Zeit, in der die Glaubensweitergabe fast vollständig abgerissen ist. Eine solide Kenntnis des katholischen Glaubens kann bei Abiturienten und Studenten nicht mehr vorausgesetzt werden. Eine Vertiefung der Kenntnis wäre ein dringendes Ziel des Theologiestudiums. Eine gesunde Theologie will in ein tieferes Verstehen des Glaubens einführen, statt ihn den Studenten noch weiter zu entfremden. Höhn plädiert für Zweifel und Kritik, und das natürlich im Namen der Wissenschaftlichkeit: als ob eine Theologie, die den Glauben voraussetzt, unwissenschaftlich wäre. Dabei gehört es zur Wissenschaftlichkeit jeder Wissenschaft, über die eigenen Voraussetzungen aufgeklärt zu sein. Bei der Theologie gehört zu diesen Voraussetzungen der Glaube, genauer gesagt: das durch das Lehramt der Kirche vorgelegte Offenbarungsgut. Ein Theologe, der sich vom kirchlichen Lehramt emanzipieren will, untergräbt die Grundlagen seiner eigenen Wissenschaft. Erschreckend bei Höhn aber ist die Arroganz, mit der er gegen Bischof Oster und die Rolle des Lehramts polemisiert. Und erschreckend ist, welchen Professoren die Kirche die Ausbildung der künftigen Religionslehrer und Priester anvertraut.


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