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Die Angst wächst

Christen werden in Ägypten zunehmend diskriminiert

Von Michaela Koller

"Bald haben die Islamisten die Macht übernommen. Spätestens dann will ich nicht mehr hier leben", sagt ein ägyptischer Anwalt im Gespräch mit PUR, der nicht genannt werden will. Der 47-Jährige ist koptisch-orthodoxer Christ und wohnt in der Hauptstadt Kairo-Heliopolis. Seit den Wahlen zum ägyptischen Parlament im vergangenen November fürchtet er sich zunehmend, auch viele seiner Mitchristen haben Angst. Inzwischen nämlich besetzen islamische Fundamentalisten rund ein Fünftel der Parlamentssitze. Offiziell ist deren größte Organisation, die Muslimbruderschaft, zwar verboten, doch als unabhängige Kandidaten gelangen sie dennoch in die Volksvertretung. Kurz vor den Wahlen, am 15. Oktober, sowie im April dieses Jahres kam es zu brutalen Ausschreitungen gegen die christliche Minderheit. Tatort war Alexandria, von wo aus einst der Apostel Markus die Ägypter zum Glauben bekehrte. Beim ersten Vorfall hatten mehrere zehntausend Muslime die Sankt-Georgs-Kirche angegriffen, weil dort ein Theaterstück aufgeführt worden war, das ihrer Ansicht nach den Islam beleidigte. Die Aufführung lag aber schon zwei Jahre zurück, was den Verdacht nahelegt, dass die Ausschreitungen künstlich angestachelt wurden. Drei Menschen kamen bei den Krawallen um, viele wurden verletzt. Bei dem Vorfall im April drang in drei Kirchen jeweils ein mit Messern bewaffneter Mann ein und stach auf die Gläubigen ein. Tagelange Straßenkämpfe zwischen Christen und Muslimen folgten den Messerattacken.

Trend zum Islamismus
Nicht nur zunehmende Gewalt gegen Christen und politische Siege der Islamisten werfen die Frage nach der Zukunft der religiösen Minderheit in Ägypten auf. Auslöser einer Debatte zu diesem Thema war zudem eine Rede des bekannten ägyptische Bürgerrechtlers und Gesellschaftsforschers Saad Eddin Ibrahim. Er trat bei der Zweiten Internationalen Koptischen Konferenz Ende letzten Jahres mit der These auf, die islamistischen Muslimbrüder könnten im Falle ihres Wahlsiegs den Kopten eine volle Teilnahme am öffentlichen Leben endlich ermöglichen. Schließlich kämpften die Muslimbrüder ja für Demokratie. Sie hätten inzwischen eine vergleichbare Entwicklung durchgemacht wie konservative Katholiken von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Verständlicherweise erfährt Saad Eddin Ibrahim dafür heftigen Widerspruch, selbst im eigenen Haus, im soziologischen Forschungsinstitut Ibn Khaldun Zentrum. Ibrahims Kollege Moheb Zaki hält das Bekenntnis der radikalen Muslime zur Demokratie für strategisch begründet. Nach Ende ihrer Verfolgung unter dem ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser setzten sie laut Zaki darauf, Konfrontation zu vermeiden. Sie seien seither den Weg der „gesellschaftlichen Infiltration" gegangen, sagte Moheb Zaki im Gespräch mit PUR-Magazin. „All die Bekenntnisse werden nichts an ihrer freiheitsfeindlichen Ideologie ändern". Nasser starb im Jahr 1971. Die Islamisten in Ägypten hatten also fast soviel Zeit für ihren Marsch durch die Institutionen wie hierzulande die 68er-Bewegung. Und das zeigt sich vor allem in Alexandria, wo noch immer ein Viertel der Bevölkerung christlich ist. Auch der Direktor der Deutschen Schule der Borromäus-Schwestern in Alexandria, Nikolaus Eberl, sieht das ähnlich: „Ich beobachte gerade in Alexandria eher einen Trend zum Islamismus. Dieser äußert sich deutlich in der Zunahme der Verschleierungen der Frauen. Unsere Schülerinnen, die durch ihr deutsches Lehrprogramm zu selbständigem und offenem Denken erzogen werden, fühlen sich oftmals verunsichert."

Saad Eddin Ibrahim hat nur in einem Punkt recht: Islamisten können sich an demokratische Spielregeln halten. Das zeigt die Türkei. Aber bürgerliche Freiheiten und ein wirklicher Rechtsstaat lassen sich in islamistisch geprägten Regimen nur schwer durchsetzen. Dazu sei an Äußerungen des früheren Führers der Muslimbruderschaft in Ägypten, Mustafa Maschhur, erinnert. Er forderte vor einigen Jahren, die Kopfsteuer, Giziya genannt, für die Kopten landesweit wieder einzuführen. Seit der Eroberung durch muslimische Araber im Jahr 641 bis ins 19. Jahrhundert hinein mussten die ägyptischen Christen diese Steuer bezahlen. Konnten sie sich die Zahlungen nicht leisten, so mussten sie zum islamischen Glauben übertreten, oder sie wurden mit dem Tode bestraft. Laut Maschhur solle die Kopfsteuer den Wehrdienst ersetzen und die Christen somit aus der Armee ausgeschlossen werden. Er bedient sich damit des verbreiteten Vorurteils, die Christen verteidigten den islamisch geprägten ägyptischen Staat nicht loyal, die Kopten seien potentielle Kollaborateure, weil sie einem anderen Glauben anhingen.

Gesetzliche Diskriminierung
Schon immer sind die Christen in der Armee und in anderen öffentlichen Bereichen wie der Polizei, den Staatsanwaltschaften und Gerichten unterrepräsentiert. Die gesellschaftliche Benachteiligung ist vielfach sogar gesetzlich verankert: Ein Dekret vom Oktober 1990 bestimmt, dass nur vier von 209 Staatsanwaltsposten für Christen vorgesehen sind und nur vier von 255 Gerichtsassistenten Christen sein dürfen. Dieser Anteil liegt deutlich unter dem Prozentsatz, den die Kopten in der Gesamtbevölkerung Ägyptens ausmachen: Nach offiziellen Angaben sind sechs von einhundert Ägyptern christlichen Glaubens, andere Quellen gehen von zehn, 12 oder 15 Prozent Kopten landesweit aus. Die gesetzliche Benachteiligung ergibt sich ihrerseits aus der ägyptischen Verfassung, die das islamische Recht zur Hauptquelle der Gesetzgebung erklärt. Schon der Koran schreibt vor, dass kein Christ oder Jude über einen Muslim bestimmen soll: Im fünften Vers der 51. Sure heißt es: „Nehmet nicht die Juden und die Christen als Vorgesetzte an."

Auch das Verbot des Übertritts zum christlichen Glauben ergibt sich aus dem islamischen Recht. In Ägypten ist die Konversion zwar nicht ausdrücklich verboten, doch untersagt das Strafrecht die Beleidigung der Religionen, die Anstiftung zum Aufruhr und damit die Schädigung der nationalen Einheit oder des sozialen Friedens. Einige ägyptische Richter sahen in der Vergangenheit diese Straftatbestände erfüllt, als Muslime zum Christentum übertraten. Nach Erkenntnissen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt wird manch Neugetaufter zudem im Falle einer Festnahme Opfer prügelnder und folternder Polizisten, deren Taten nie geahndet werden. Oft wird bei der Tortur versucht, die Namen anderer herauszupressen. Heimliche Konvertiten machen sich dagegen der Urkundenfälschung schuldig. Um Verhaftung, Misshandlung und Diskriminierung zu entgehen, lassen sie ihre neue Religionszugehörigkeit nicht in ihre Papieren eintragen. Das Dilemma: Da das Gesetz jedoch vorschreibt, das Bekenntnis in allen amtlichen Dokumenten zu vermerken, machen sich Konvertiten, die diese Änderungen nicht vornehmen lassen, strafbar.

Auch Recht aus osmanischer Zeit schränkt die Religionsfreiheit der Christen heute noch ein. Das Hamayouni-Dekret von 1856 untersagt den Neubau von Kirchen und regelt deren Renovierung. Fallen Reparaturarbeiten in einer Kirche an, so müssen diese zunächst beim Innenministerium beantragt werden. Das Ministerium formuliert eine Stellungnahme und leitet den Antrag dann an den zuständigen Provinzgouverneur weiter. Das Gouvernorat entsendet dann einen Ingenieur, der die Baumängel inspiziert. Auf der Grundlage seines Gutachtens erteilen die Behörden dann eine Genehmigung. Darin ist genau vorgeschrieben, was ausgebessert werden darf. So manche Kirche ist während dieser langen Zeit zwischen Antrag und Genehmigung schon zusammengebrochen. Wenn eine Kirchengemeinde eigenmächtig restauriert, schreitet die Polizei ein, auch wenn es nur um die Pfarrhaustoilette geht.

Benachteiligung im zivilen Leben
Jenseits staatlichen Reglements und Benachteiligung werden die Christen auch gesellschaftlich diskriminiert, was sich vor allem in der beruflichen Laufbahn bemerkbar macht. Kopten gelangen nur in Ausnahmefällen in leitende Positionen. Es kommt vor, dass sie bei Beförderungen und Gehaltserhöhungen einfach übergangen werden. Und Professoren lassen immer wieder Studenten und Studentinnen mit christlichen Namen durch entscheidende Prüfungen rasseln. Unter vielen muslimischen Ägyptern herrscht zudem das Vorurteil, die koptischen Mitbürger seien faul, reich, geizig und ungepflegt. Diese volkstümlichen Vorbehalte gegen die Kopten setzten Islamisten wiederholt geschickt ein, um Gewalt und Diskriminierung zu rechtfertigen.

Tatsächlich sind koptische Christen in allen gesellschaftlichen Schichten vertreten, sowohl in der ärmeren Landbevölkerung in Mittel- und Oberägypten und den Slums von Kairo als auch in den freien Berufen der Mittelschicht, wie die der Anwälte, Geschäftsleute oder Apotheker. Nur wenige prominente Familien sind sehr reich, wie zum Beispiel die des ehemaligen Uno-Generalsekretärs Boutros Boutros Ghali.

Der Artikel erschien zuerst im PUR-Magazin, September 2006

Michaela Koller ist Publizistin und Vorsitzende des Osttimorforums e.V.

Update zur Situation in Ägypten ab Januar 2011: Ein Bericht unserer Autorin bei Zenit.

Michaela Koller über Osttimor


Update zur Situation in Ägypten

“In Ägypten ist die Konversion zwar nicht ausdrücklich verboten, doch untersagt das Strafrecht die Beleidigung der Religionen, die Anstiftung zum Aufruhr und damit die Schädigung der nationalen Einheit oder des sozialen Friedens. Einige ägyptische Richter sahen in der Vergangenheit diese Straftatbestände erfüllt, als Muslime zum Christentum übertraten. ‘Er kann sogar des Hochverrats angeklagt werden, der mit dem Tod bestraft wird, nicht weil er seinen Glauben abgelegt hat, sondern weil er durch seine Gedanken Verwirrung im Staat verbreitet und gegen seine Ordnung verstoßen hat’, schreibt der ägyptische Religionsminister Mahmoud Hamdi Zakzouk in einer Broschüre aus dem Jahr 2004.”

Aus dem Artikel von Michaela Koller Privilegien ersetzen verbriefte Rechte. In Ägypten leben Christen in einer Atmosphäre von Angst und Spannung – Sorge wegen der Muslimbruderschaft, am 22. Dezember 2007 in der Tagespost erschienen.


Die Wurzeln des Djihad
Eine Buchrezension

Der Autor Mark A. Gabriel war ursprünglich Moslem, Imam in Gizeh, Ägypten, Professor an der Al-Azhar-Universität, Kairo. Als er 1991 den Islam in Frage stellte, wurde er von der ägyptischen Geheimpolizei entführt und gefoltert. Später wurde er Christ. 1994 gelang ihm die Flucht.

Der Hauptteil des Buches schildert die geschichtliche Entwicklung des modernen Djihad, also die Form, die der "Heilige Krieg" im 20. Jahrhundert angenommen hat. Im ersten Drittel führt er in die Welt des Islam ein und macht den Djihad daraus verständlich. Sechzig Prozent der Koranverse, so hält Gabriel fest, handeln vom Djihad. Dem werden oft jene Verse entgegengehalten, die Toleranz fordern. Wenig bekannt ist die Tatsache, daß es im Islam ein Deutungs- und Entscheidungsprinzip angesichts widersprüchlicher Koranverse gibt. Es handelt sich um das Naskh-Prinzip: "Naskh basiert auf der Tatsache, dass der Koran Mohammed zu verschiedenen Zeiten über eine Zeitraum von zweiundzwanzig Jahren hinweg geoffenbart wurde. Manche Teile des Korans kamen später, manche früher. Um einen Widerspruch aufzulösen, beschloss man, dass neuere Offenbarungen die älteren Offenbarungen aufheben" (S. 50). Die Sure 9,5, der sogenannte "Vers des Schwertes", der dazu auffordert, die Götzendiener zu töten, "wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf" - diese Sure hebt die Verse, die von Liebe, Frieden und Vergebung sprechen, auf. Sie ist der Ausgangspunkt des Djihad.

Auf die Frage, warum es überhaupt Widersprüche im Koran gibt, antwortet Gabriel: "Anfangs waren die Botschaften, die Mohammed geoffenbart wurden, friedlich und freundlich, um Menschen anzuziehen. Doch die Umstände veränderten sich. Mohammed traf in Mekka, der Stadt, wo er seine Botschaft erstmals predigte, auf viel Widerstand, so dass er sie im Jahre 622 n. Chr. verließ. Er ging nach Yathrib, in eine Stadt, die heute Medina heißt, wo er eine Militärmacht aufbaute und die Zahl seiner Anhänger vergrößerte. (....) Als Mohammed eine gewisse Macht erlangt hatte, war er in der Lage, zurückzukehren und Mekka und die umliegenden Gebiete zu eroberen. Der Islam wandelte sich von einer geistlichen Religion in eine politische Religion."

Gabriel zeigt auf, wie der Islam weder Menschenrechte noch die Rechte der Frau anerkennt. Er hält sie für westliche Ideen von Ungläubigen.

So klar und eindeutig das Urteil Gabriels über den Islam ausfällt, so ist er doch weit davon entfernt, alle Muslime über einen Kamm zu scheren. Er unterscheidet die säkularen, die traditionellen und die fundamentalistischen Muslime. Die säkularen sind jene, die für sich nur die angenehmen Aspekte des Islam akzeptieren und den Djihad ablehnen. Sie bilden seiner Einschätzung nach die Mehrheit. Die traditionellen Muslime deuten den Djihad als geistliche Auseinandersetzung oder lehnen ihn aus pragmatischen Gründen ab. Die fundamentalistischen sind jene, die den Koran in seiner Ganzheit ernstnehmen. "Wir nennen sie zwar Radikale, aber sie sind es, die den wahren Islam praktizieren" (S. 61).

Mark A. Gabriel
Islam und Terrorismus. Was der Koran wirklich über Christentum, Gewalt und die Ziele des Djihad lehrt
Mit einem Vorwort von Hansjürg Stückelberger
2. Auflage 2005, 270 Seiten
Rezension und Bestellmöglichkeit


Der Unterschied

“In seinem Aufsatz ‘Über Gewalt im Christentum’ (NZZ 14.10.06) hat Hans Maier darauf hingewiesen, dass die christlichen Lehren selber stets zu einer innerchristlichen Kritik an der Ausübung von Zwang gegen Andersgläubige Anlass gaben; das Gebot der Liebe, die auch den Feinden zu gelten hat, entzieht derartigem Vorgehen von vornherein jegliche Rechtfertigung. Eine Delegitimierung der gewaltsamen Ausbreitung des Glaubens ist aus dem Munde Mohammeds nicht überliefert. ‘Mir wurde nur aufgetragen, gegen die Menschen zu kämpfen, bis sie sagen: ‹Es gibt keinen Gott ausser Allah!› Wenn sie dies sagen, dann schützen sie ihr Blut und ihr Vermögen, und die Abrechnung mit ihnen obliegt Allah (am Jüngsten Tag).’ Entweder als ein Teil der Predigt Mohammeds bei seiner ‘Abschiedswallfahrt’ oder als ein eigenständiges Vermächtnis (allein fünf Belege bei al-Buchari) wird dieser Satz überliefert.”

Aus: Tilman Nagel, Kämpfen bis zum endgültigen Triumph. Über Gewalt im Islam, in: NZZ vom 25/26. November 2006, S. 71. Tilman Nagel war von 1981 bis 2007 Professor für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Göttingen.


Der Unterschied II

Die am 3. Oktober 2010 von Bundespräsident Christian Wulff geäußerte Meinung, der Islam gehöre inzwischen zu Deutschland, sieht Spiegel-Redakteur Matthias Mattusek als die Eröffnung eines neuen Religionskrieges, der über die Unterschiede zwischen den Religion neu nachzudenken zwinge. Und er tut es auch: “Ich las von der Wulff-Rede in Oberammergau, wo die letzte Aufführung der Passion stattfand. Gerade hatte ich eine Revolution erlebt. In Jesus Geschichte werden die atavistischen Rechtsbegriffe des alten Testaments verabschiedet. Nicht mehr ‘Auge um Auge’ soll gelten, sondern ‘wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, so halte ihm auch die linke hin’. Das ist die Revolution der christlichen Botschaft. Sie sagt: ‘Liebe deine Feinde’. Sie ist der islamischen diametral entgegengesetzt.” Und dann bringt Mattusek das Beispiel von Ameneh Bahrami, die von ihrem Freier Maschid, dem sie einen Korb gab, mit Säure geblendet wurde und nun ihrerseits nach dem Gesetz der Scharia Maschid zu blenden entschlossen ist.
Kurz: Der Islam gehört zu Deutschland. Die Scharia gehört zum Islam. Gehört also die Scharia zu Deutschland?


Verhöhnung der Opfer

Es gibt keinen “christlichen Terror”. Niemand, der Bomben legt, kann sich damit auf das Evangelium berufen. Wer es dennoch tut, handelt im offenen Widerspruch dazu. Islamistische Terroristen - auch wenn sie eine kleine Minderheit unter den Muslimen sind - berufen sich dagegen auf den Koran. Selbstmordattentate, Terror von Islamisten führen in der arabischen Welt regelmäßig zu Bekennerschreiben und nicht selten zu Jubel in den Straßen. Christen in aller Welt haben die Anschläge von Norwegen mit Entschiedenheit verurteilt und für die Opfer gebetet.

Markus Reder, Chefredakteur der Tagespost, in der Ausgabe vom 30. Juli 2011. Er kritisiert darin die Rede des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan vom “christlichen Terror” und findet diese Instrumentalisierung der Anschläge Anders Behring Breiviks vom 22. Juli widerlich und opferverhöhnend. Doch finden wir diese Instrumentalisierung nicht nur bei Erdogan, sondern auch bei der Memorandumsunterzeichnerin Saskia Wendel.


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