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Rettet den ungeborenen Menschen! Das werdende menschliche Leben im Mutterschoß, entstanden durch die Schöpfermacht Gottes im geheimnisvollen Zusammenwirken mit der lebenspendenden Kraft von Mann und Frau, ist vom ersten Augenblick der Empfängnis an ein besonders schützenswertes Gut. Auch die Mutter selbst, die unter dem Herzen das aufkeimende und sich entwickelnde Menschenkind trägt, verdient in hohem Maße Achtung, Ehrfurcht und Anerkennung. So rufe ich am heutigen Geburtsfest Mariens ganz besonders dazu auf, das werdende Kind im Mutterleib als vollwertigen Menschen anzuerkennen und einer werdenden Mutter mit Respekt und Wertschätzung, Liebe und Feinfühligkeit zu begegnen. Papst Johannes Paul II. beim Angelus am Fest Mariä Geburt heute vor 25 Jahren (aus: Der Apostolische Stuhl 1985, S. 187). Rettet die Retter! Während Lebensrechtler, die vor Abtreibungskliniken höflich abtreibungswillige Frauen ansprechen und ihnen helfen wollen, kriminalisiert werden, können in Wien seit über einem Jahr ungestraft von Christian Fiala angeheuerte Schläger Lebensrechtler terrorisieren. Das auf gloria.tv veröffentlichte Video dokumentiert es. Gegen eine Kultur des Todes “Die Gesetze, die Abtreibung und Euthanasie zulassen und begünstigen, stellen sich also nicht nur radikal gegen das Gut des einzelnen, sondern auch gegen das Gemeinwohl und sind daher ganz und gar ohne glaubwürdige Rechtsgültigkeit. Tatsächlich ist es die Nicht-Anerkennung des Rechtes auf Leben, die sich, gerade weil sie zur Tötung des Menschen führt in dessen Dienst zu stehen die Gesellschaft ja den Grund ihres Bestehens hat , am frontalsten und irreparabel der Möglichkeit einer Verwirklichung des Gemeinwohls entgegenstellt. Daraus folgt, daß ein staatliches Gesetz, wenn es Abtreibung und Euthanasie billigt, eben darum kein wahres, sittlich verpflichtendes staatliches Gesetz mehr ist. Verfechterinnen des Rechtes auf Leben “Einen besonderen Gedanken möchte ich euch, den Frauen, vorbehalten, die sich für eine Abtreibung entschieden haben. Die Kirche weiß, wie viele Umstände auf eure Entscheidung Einfluß genommen haben können, und sie bezweifelt nicht, daß es sich in vielen Fällen um eine leidvolle, vielleicht dramatische Entscheidung gehandelt hat. Die Wunde in eurem Herzen ist wahrscheinlich noch nicht vernarbt. Was geschehen ist, war und bleibt in der Tat zutiefst unrecht. Einen Gewissensspiegel für Frauen, die abgetrieben haben, und für Personen, die an Abtreibungen mitgewirkt haben, hat die “Aktion Leben e.V.” herausgegeben. Wir bieten ihn hier im pdf-Format zum Downloaden an. Er ist zum Ausdrucken und Falten gedacht und entsprechend formatiert. Ein Zeugnis, wie die zitierten Worte des Papstes betroffenen Frauen geholfen haben, findet sich auf der Website von Lichtzeichen e.V. Es zeigt sich immer mehr, wie prophetisch die Worte des Papstes waren, dass betroffene Frauen, die umgekehrt sind und sich mit Gott versöhnt haben, zu den “beredtesten Verfechterinnen des Rechtes aller auf Leben” werden: Bei der Kundgebung, die der Verein “Durchblick e.V.” am 13. Oktober 2007 in Köln durchführte, traten zwei solcher Verfechterinnen auf: Ursula Linsin-Heldrich, die sich in der Selbsthilfegruppe “Rahel” engagiert, und Claudia Wellbrock, die in Schulen von ihrer Abtreibung und ihren Erlebnissen berichtet. Letztere hat einen beeindruckenden Song “Gedenken an mein Kind” verfaßt, in dem sie ihre Tat verarbeitet und den man sich auf der Website von joycenet anhören kann. Das Zitat “Wichtig wäre mehr Öffentlichkeit. Wir halten es für bedenklich, dass Kardinal Lehmann und Bischof Huber sich mit der Kanzlerin treffen, um über mögliche Regelungen hinsichtlich Spätabtreibungen zu sprechen, ohne vorher schon klar Position zu beziehen. Es ist für diejenigen, die sich bei Beratung und in der Politik für das ungeborene Leben einsetzen, mehr als ernüchternd, wenn ihre Vertreter in der Öffentlichkeit es nicht für nötig hält, die klare Position, wie sie die katholische Lehre darstellt, auch vor politischen Gesprächen festzuhalten. Wir haben den Eindruck, dass manche Bischöfe zu sehr Freunde der Politiker sein wollen und weniger Hirten der ihnen anvertrauten Herde.” Das Hör-Erleben des ungeborenen Kindes Zwangsabtreibungen in China “Noch immer finden in China Zwangsabtreibungen statt. Beispielsweise wurden in zwei chinesischen Provinzen von Behörden mehr als 60 Christinnen unter Druck gesetzt, ihr Kind abzutreiben. Regierungsbeamte haben die schwangeren Frauen aus ihren Häusern zu Abtreibungskliniken gezerrt, wo ihnen geburtseinleitende Mittel gespritzt worden seien. Die Frauen hatten daraufhin eine Fehlgeburt. Einige Kinder seien bereits sieben oder neun Monate alt gewesen. Der Grund für die Zwangsabtreibungen sei, so eine Hilfsorganisation, dass die Familien zu verbotenen Hauskirchen gehörten.” Im Chinareport 1/2007 der IGFM heißt es: Die Bischöfe und die Pro-Life-Bewegungen Obwohl der Präsident des Päpstlichen Rates Justitia et Pax Kardinal Renato Martino am 18. März 2005 die Bischofskonferenzen aufforderte, mit den Pro-Life-Bewegungen zusammenzuarbeiten, zeichnet sich eine derartige Kooperation in Deutschland nicht ab. Im Gegenteil: Eine Bitte an die Bischofskonferenz um eine Intensivierung der Kontakte wurde negativ beantwortet. Die gewünschte Zusammenarbeit solle „wie bisher, bei konkreten Anlässen, stattfinden. Eine andere Form ist nicht erforderlich.“ Da es die Zusammenarbeit „bei konkreten Anlässen“ nie gegeben hat, war die Versicherung, sie fortführen zu wollen, eher ein Affront. Prof. Dr. Manfred Spieker in seinem Artikel In der Beratungsfalle. Deutschlands Katholiken sind in der Frage der Schwangerschaftsberatung nach wie vor gespalten, erschienen in der Tagespost vom 12. Juni 2008 Mutterschoß “Wie ist es möglich, daß der wundersamste und heiligste Raum im Menschen der Mutterschoß zum Ort unsagbarer Gewalt geworden ist?” Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache beim Willkommensfest der Jugendlichen in Barangaroo, Sydney, am 17. Juli 2008 Unwiderruflich auslöschen? "Mein Mann und ich sind gegen Abtreibung, weil wir nicht über Leben und Tod eines Menschen bestimmen dürfen. Jedes unserer vier Kinder ist zum Leben berufen. Aus den unschuldigen Kinderaugen spricht ein grenzenloses Vertrauen und ein unbändiger Lebenswille. Das Ja zum Kind ist immer die richtige Entscheidung, bei der wir auf Gottes Hilfe bauen dürfen. Die kleinen und großen Opfer der Elternschaft sind immer geringer als das große Opfer eines ungeborenen Kindes. Für uns wäre es undenkbar, ein noch im Verborgenen wachsendes Leben unwiderruflich auszulöschen..." Dieses und 123 weitere Zeugnisse von jungen Menschen, die erklären, warum sie niemals abtreiben würden, findet man nebst Fakten zur Thematik, auf der Website Ich tus nicht. Sie wurde von der Generation Benedikt eingerichtet. Die blanke Wahrheit über Abtreibung “Wir selbst versäumen es häufig, auf freundliche Art und Weise die blanke Wahrheit zu sagen. Zum Beispiel, dass Abtreibung die häufigste Todesursache der Welt ist (über vierzig Millionen Kinder pro Jahr, wahrscheinlich viel mehr) und die Zahlen für Hunger (elf Millionen), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (siebzehn Millionen) oder Aids (2,5 Millionen) bei weitem übersteigt. Das kann man nicht vergleichen? Warum nicht? Zum Beispiel, dass Kleinstkinder nicht nur zerstückelt, abgesaugt und sonstwie aus der Mutter gerissen, sondern ebenso professionell gleich weiterverwertet werden - in Impfstoffen, für die Forschung, für Frischzellenbehandlungen, in der Kosmetik, für die Entwicklung neuer medizinischer Möglichkeiten.” Aus: Alexandra Linder, Was haben wir falsch gemacht? Teil drei einer Fehler-Suche. Von der Sisyphus-Arbeit einer Lebensschützerin, in: Vatican-Magazin Mai 2009, S. 67. Die wahre Frauenbewegung Die Lebensrechtler bilden die eigentliche Frauenbewegung! Der Lebensschutz des ungeborenen Kindes steht nicht in Konflikt mit den Rechten der Frau, wie es die Gegner gerne weismachen wollen. Es ist zynisch, von einem Recht der Frau zu sprechen, an ihrem eigenen Kind schuldig zu werden! Eine Frau, die abtreibt, wird das Opfer eines fatalen Irrtums, indem sie sich über den eigentlichen Charakter ihres Tuns hinwegtäuscht. Jede schwere Sünde ist gewissermaßen ein Selbstmord der Seele. So hat jede Abtreibung zwei Opfer: das Kind und die Mutter. Jemanden vor einer schweren Sünde zu bewahren, ist eine kostbare Tat der Liebe. Jene, die die Abtreibung propagieren, treiben Frauen in ein schweres moralisches Elend, das sich nach der Tat oft in Form des Post-Abortion-Syndroms äußert: Die betroffenen Frauen kommen nicht darüber hinweg, dass sie unwiderruflich das Leben ihres eigenen Kindes ausgelöscht haben. Die Tat kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Dennoch ist Heilung möglich, nämlich durch den, der dafür sein Blut vergossen hat: Jesus Christus, den Erlöser. Der Zutritt zum Heil wird durch das Sakrament der Buße gewährt. In der Vergebung der Sünden offenbart sich die ganze Erlöserliebe des Herrn. Als Lebensrechtler sollten wir uns bewusst sein, dass unser Wirken im Dienst dieser Liebe steht. Die Art und Weise unseres Auftretens und Argumentierens sollte deutlich machen, dass wir nicht für das Kind gegen die Frau, sondern für beide kämpfen. Letztlich besteht dieser Kampf darin, die Lügengespinste der Abtreibungsbefürworter zu zerreißen und den betroffenen Frauen den klaren Blick auf die wahre Natur der Abtreibung zu ermöglichen. Welche Frau wird nicht davor zurückschrecken, ihr eigenes Kind zu töten, wenn sie sich nur erst einmal darüber im klaren ist? Keine Frau ist dazu berufen, ihr Kind zu töten, sondern zu lieben. Die Lebensrechtler stehen ganz im Dienste dieser Berufung: Sie bilden die eigentliche Frauenbewegung! In den Mistkübel Über seine Erfahrungen im Einsatz vor Abtreibungskliniken, um ungeborene Kinder vor der geplanten Tötung zu retten, spricht Herbert Heißenberger in einem Interview mit Christof Gaspari von der österreichischen Zeitschrift Vision 2000 (4/2009). Ein interessanter Aspekt ist die Menschenverachtung hinter der Abtreibungsmentalität, die er in den elf Jahren seines bisherigen Einsatzes manchmal erfahren mußte, die aber ungewollt Unentschlossenen mitunter die Augen öffnet. Heißenberger führt das Beispiel eines fünfzehnjährigen Mädchens an, das die Klinik betrat, um ihr Kind abtreiben zu lassen: Zur Situation des Lebensschutzes im Erzbistum München Im neuesten Rundbrief der Aktion Leben (5/2009) berichtet Gabriele Hüter-Weber über ihre Erfahrungen während der Aufklärungskampagnen der Aktion Leben durch Infostände in verschiedenen deutschen Städten. In München meinten fünfzehnjährige Schülerinnen, “das Leben fange erst mit der Geburt an, vorher sei es noch kein menschliches Leben. Auf die Frage, wo sie dies denn gelernt hätten, sagten sie uns: ‘In der Schule, im Religionsunterricht’.” Nachfragen haben ergeben, dass es sich um den Religionsunterricht in einer katholischen Schule handelte. Nicht das erste Mal Die Erfahrung, die Lebensrechtler von EuroProLife mit dem Ordinariat München machen mussten, ist nicht die erste ihrer Art. Bereits im Jahr 1999 wurde der Jugend für das Leben verboten, die ursprünglich geplante Eröffnungsmesse für ihren jährlich stattfindenden Pro Life Marsch im Münchner Dom zu feiern. “Der Grund für die Ausladung ist die Verbindung zwischen JfdL und Weihbischof Laun. Letzterer hat sich in der Frage um die Beratungsscheine dezidiert hinter die Entscheidung Roms, und somit gegen die Mehrheit der deutschen Bischöfe gestellt”, so lesen wir der chronologischen Übersicht der Geschichte der Jugend für das Leben, die Jutta Graf für die Festschrift zum 20-Jahres-Jubiläum Auf der Seite des Lebens (S. 50) zusammengestellt hat. Phantom Selbstbestimmung Ein besonders eklatanter Widerspruch ist die sogenannte selbstbestimmte Entscheidung einer Schwangeren. Jede Beratungsstelle gibt zu, dass in der Regel zwei Drittel der Frauen abtreiben, weil der Mann das Kind nicht will. Bisher konnte mir niemand erklären, was daran selbstbestimmt sein soll. Alexandra M. Linder, Autorin des neu erschienenen Buches Geschäft Abtreibung, im Interview mit dem PUR-Magazin, Dezember 2009. Die Zahl der Abtreibungen Auf dem europäischen Kontinent einschließlich Russland wurden im Jahr 2008 2,9 Millionen ungeborene Kinder getötet, das sind 330 Kinder pro Stunde oder alle 11 Sekunden ein Kind. Auf dem Gebiet der EU waren es über 1,2 Millionen, wie eine Studie des Instituts für Familienpolitik in Oslo ergeben hat (cf. Idea-Spektrum 11/2010). Die Würde des Kindes Von P. Engelbert Recktenwald Seit dem Christentum wird dem Kind eine bis dahin nicht gekannte Würde zugeschrieben: An Weihnachten beten wir ein Kind an. Christus stellt den Erwachsenen Kinder als Vorbilder hin: “Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder ...” Und die Praxis der Kindertaufe bezeugt die Tatsache, dass auch schon Kinder dazu berufen sind, der göttlichen Natur teilhaftig zu werden und damit eine übernatürliche Würde zu empfangen. Heute erleben wir, wie mit dem Rückgang des christlichen Glaubens auch die Würde des Kindes immer mehr verleugnet und verachtet wird. Mag man sich im Fall der Abtreibung noch damit herausreden, dass es sich nicht um ein Kind, sondern um Schwangerschaftsgewebe handelt - eine gekünstelte Ausrede, an die vieler ihrer Anhänger wohl selber nicht wirklich glauben -, so wird in anderen Zusammenhängen deutlich, dass sich diese Verachtungsmentalität eben doch gegen das Kind richtet, etwa in jenen Gerichtsurteilen, die ein behindertes Kind als Schadensfall ansehen, der durch ärztliche Nachlässigkeit nicht rechtzeitig beseitigt worden sei, oder in jenen mit der künstlichen Befruchtung verbundenen Selektionsplänen, die sich nicht auf ein Schwangerschaftsgewebe, sondern auf das fertige Kind nach der Geburt beziehen, das als Designerbaby bitte den eigenen Wunschvorstellungen zu entsprechen habe. Doch unbeirrt erweist sich heute die Kirche als ein Anwalt des Kindes. So lehrt sie etwa in Donum vitae: “Das Kind ist nicht etwas Geschuldetes und kann nicht als Eigentumsobjekt aufgefaßt werden: Es ist vielmehr ein Geschenk, ‘das vorzüglichste’ und das am freiesten gegebene der Ehe; es ist lebendiges Zeugnis der gegenseitigen Hingabe seiner Eltern. Deswegen hat das Kind das Recht, die Frucht des spezifischen Aktes der ehelichen Hingabe seiner Eltern zu sein, und hat ein Recht darauf, vom ersten Augenblick seiner Empfängnis an als Person geachtet zu werden.” Es wird wieder eine Zeit kommen, wo man dies der Kirche zu danken weiß. Bis dahin wollen wir im Geiste von Weihnachten in jedem Kind voll Ehrfurcht den geringsten der Brüder des Jesuskindes immer wieder neu erblicken lernen. Verhöhnte Frauen “Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.” Dieses Sprichtwort beschreibt leider oft die traurige Realität. Die Abtreibungslobby sorgt dafür, dass es auch auf Frauen zutrifft, die unter den Folgen einer Abtreibung zu leiden haben. 2009 wurde auf dem Berliner Marsch für das Leben eine solche trauernde Frau, die von ihrem Leiden berichtete, gnadenlos ausgebuht, indem die ach so menschlichen Abtreibungsbefürworter “Heul doch!” oder “Stell dich nicht so an” skandierten. Ein Hohn für betroffene Frauen ist es aber auch, wenn ihr Leiden (in der Fachsprache Post Abortion Syndrom, PAS genannt) einfach geleugnet wird - so geschehen von Heinz Krämer, dem Leiter der Beratungsstelle Pro Familia in Saarbrücken. Das wirft ein entlarvendes Licht auf die Beratungstätigkeit von Pro Familia. Beratungsstellen, die Frauen nach einer Abtreibung nicht im Stich lassen, wissen um deren Leiden, und können bezeugen: Jede Abtreibung hat zwei Opfer, das Kind und die Mutter. Diese muss mit ihrer Tat leben in der traurigen Gewissheit, sie nie mehr rückgängig machen zu können. Eine ausweglose Situation. Wirklich? Der katholische Glaube öffnet den Blick in die Ewigkeit und zeigt den Ausweg: Schuld kann vergeben werden. Der Verlust des Kindes muss nicht endgültig sein: Die Frau darf auf ein Wiedersehen mit ihrem Kind in der Ewigkeit hoffen. Verzweiflung verwandelt sich in Hoffnung, Trauer in Trost. Der Glaube hält den Schlüssel für ein neues Leben bereit, in dem die Abtreibungswunden heilen. Welch befreiende Botschaft! Der Abtreibungslobby verbleibt als Alternative nur die verbissene Leugnung der Schuld und die Verdrängung des namenlosen Leids. Und wenn betroffene Frauen, die von ihrem Leid Zeugnis ablegen, leibhaftig vor ihnen stehen, bleibt ihnen nur noch der Hohn als Antwort darauf. An den Gegenkundgebungen gegen den Marsch für das Leben war auch Pro Familia beteiligt, und bis heute warten wir auf deren Distanzierung von dem Hass und der Gewalt, die von ihnen ausgingen. Todesurteil Tatsächlich ist die Abtreibung eine schwere Niederlage des Menschen und der zivilen Gesellschaft. Mit ihr wird das Leben eines menschlichen Wesens Gütern von geringerem Wert geopfert, wobei Beweggründe angeführt werden, die häufig von Mangel an Mut und Vertrauen in das Leben und manchmal vom Verlangen nach einem falsch verstandenen Wohlstand bestimmt sind. Und statt einzugreifen - wie es seinem Auftrag entspräche - und das in Gefahr befindliche unschuldige Leben dadurch zu verteidigen, dass er seine Tötung verhütet und sein Leben und Wachstum mit angemessenen Mitteln sicherstellt, gestattet der Staat das Todesurteil und wirkt sogar an seiner Durchführung mit. Das ist eine der besorgniserregenden Folgen des theoretischen und praktischen Materialismus, der mit der Leugnung Gottes schließlich auch den Menschen in seiner wesentlichen transzendenten Dimension leugnet.Papst Johannes Paul II. vor 25 Jahren in seiner Ansprache bei der Audienz für Repräsentanten der italienischen “Bewegung für das Leben” am 25. Januar 1986. Entscheidungsfreiheit? Im Begriff „Entscheidungsfreiheit“ der Frau steckt das ganze Problem. Niemand oder, vorsichtig gesagt, noch niemand würde sprechen von einer Entscheidungsfreiheit in Bezug auf das Leben eines behinderten Menschen im Rollstuhl, obwohl dessen Leben sehr belastende Folgen für seine Angehörigen haben kann. Wo ein menschliches Wesen existiert, da gibt es nichts mehr zu entscheiden. Prof. Dr. Robert Spaemann in einem Interview mit der KNA über die PID. Unantastbar Die Liebe Gottes macht keinen Unterschied zwischen dem neu empfangenen Kind, das sich noch im Leib seiner Mutter befindet, und dem Kleinkind oder dem Jugendlichen oder dem Erwachsenen oder dem alten Menschen. Sie macht keinen Unterschied, weil sie in jedem von ihnen die Spur seines Bildes und der Ähnlichkeit mit ihm sieht (vgl. Gen 1,26). Sie macht keinen Unterschied, weil sie in allen als Widerschein das Antlitz des eingeborenen Sohnes Gottes erkennt, in dem „er uns erwählt hat vor der Erschaffung der Welt…; er hat uns aus Liebe im voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden … nach seinem gnädigen Willen“ (Eph 1,4-6). Diese unermeßliche und fast unbegreifliche Liebe zum Menschen offenbart, bis zu welchem Grad die menschliche Person würdig ist, um ihrer selbst willen geliebt zu werden, unabhängig von jeder anderen Voraussetzung Intelligenz, Schönheit, Gesundheit, Jugendlichkeit, Integrität und so weiter. Schließlich ist das menschliche Leben immer ein Gut, denn »es ist in der Welt Offenbarung Gottes, Zeichen seiner Gegenwart, Spur seiner Herrlichkeit « (Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium vitae, 34). Dem Menschen wird nämlich eine sehr hohe Würde geschenkt, die ihre Wurzeln in dem engen Band hat, das ihn mit seinem Schöpfer verbindet: Im Menschen, in jedem Menschen, und zwar in jeder Phase und auch in jedem Zustand seines Lebens, leuchtet ein Widerschein der Wirklichkeit Gottes selbst auf. Deshalb hat das Lehramt der Kirche ständig den heiligen und unantastbaren Charakter jedes Menschenlebens von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende verkündet (vgl. ebd., 57). Dieses moralische Urteil gilt bereits vom Beginn des Lebens eines Embryos an, noch vor dessen Einnistung im mütterlichen Schoß, der ihn neun Monate lang bis zum Augenblick der Geburt schützen und nähren wird: „Das menschliche Leben ist in jedem Augenblick seiner Existenz, auch in jenem Anfangsstadium, das der Geburt vorausgeht, heilig und unantastbar“ (ebd., 61). Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache an die Teilnehmer der Vollversammlung der Päpstlichen Akademie für das Leben und am Internationalen Kongress über das Thema „Der menschliche Embryo in der Phase vor der Implantation“ im Clementina-Saal am 27. Februar 2006. Geh nicht den Schritt! “Geh nicht den Schritt, den ich gegangen bin! Die Schmerzen, die eine Abtreibung hinterlässt, sind in jedem Fall größer als die schlimmsten Probleme, die mit der Geburt eines Kindes kommen würden.” Eine junge Frau, die abgetrieben hat, zitiert von Peter Fischer, Pfarrer i. R. aus Schönebeck an der Elbe, in Idea-Spektrum vom 16. Februar 2011, S. 16. Infos zum Post Abortion Syndrom Hauptthema Kirchenleiter haben als Hauptthema des größten Protestantentreffens - des Kirchentages [der vom 1. bis 5. Juni in Dresden stattfand]- fast ausschließlich Politisches benannt - vor allem die Kernenergie. An ihren Folgen ist in der deutschen Geschichte vermutlich noch niemand gestorben. Aber mindestens 4 Millionen (!) sind allein seit der Wiedervereinigung im Mutterleib umgebracht worden, weil man sie nicht wollte. Warum ist das kein Hauptthema in Dresden? Das evangelikale Wochenmagazing IdeaSpektrum vom 1. Juni 2011 Kultur des Wegsehens In der Frage, wie mit dem Recht ungeborener Kinder auf Leben umgegangen wird, gilt nicht die sonst oft so gerne beschworene "Kultur des Hinsehens", sondern die "Kultur des Wegsehens". Empathie für das schwächste Leben? Fehlanzeige. Mit Eiseskälte wird es bei jedem Schwangerschaftsabbruch überwiegend auf Kosten der Solidargemeinschaft "entsorgt". Die Solidarität mit den Kleinsten der Kleinen hat keinen Vortritt. Kurt J. Heinz in einem Kommentar zur Woche für das Leben Rassismus heute “Der Rassismus unterdrückte nicht nur Afro-Amerikaner - er versengte auch die Gewissen der Unterdrücker. Manche Auswirkungen des Rassismus machten das Leben dieser Menschen scheinbar angenehmer, bequemer, und so überließen sie sich den Falschheiten. Sie wurden von diesen Falschheiten in gewisser Weise abhängig. Und so begannen sie an das zu glauben, was sie in ihren Herzen doch als falsch erkannten. Und so ist es auch heute mit den Lügen derer, die abtreiben. Dr. Alveda King, die Nichte von Martin Luther Kings jr., vor einem Jahr in ihrer Rede vom 22. Juni 2010 im Europäischen Parlament. Eichhörnchen 5. Juli, 8.03 Uhr Nachrichten auf WDR4. Nach der Griechenlandkrise kommt: “Die Hamburger Feuerwehr hat ein Eichhörnchen gerettet, das in einem Gullydecke eingeklemmt war. Das gerettete Tier wurde einem Tierheim übergeben.” Bei den bald folgenden Verkehrsnachrichten wurde nochmals auf das Eichhörnchen eingegangen. Am nächsten Tag melden die WDR-4-Nachrichten den Tod des Tieres. Selbst große Tageszeitungen berichten darüber. - Am gleichen Tag wurden mindestens 400 Kinder in Deutschland im Mutterleib umgebracht. Das war noch nie eine Meldung wert. Aus ideaSpektrum vom 13. Juli 2011 Versäumnis Der Weltkirchenrat hat Christen zum Schutz und Erhalt der Wälder aufgerufen. Christen sollten sich vom 1. September bis 4. Oktober durch Gebet und Meditationen besonders dem Thema Wald nähern, teilte er in Genf zum Start der Kampagne “Zeit der Schöpfung” mit. Noch nie hat man gehört, dass der Weltkirchenrat zum Schutz ungeborener Kinder aufgerufen hätte. Das Gremium vertritt über 560 Millionen evangelische, anglikanische und orthodoxe Christen in 349 Kirchen. Niemals hätten die beiden großen Kirchen die Gesetzgebung zur Abtreibung und das so genannte Schwangerschaftskonfliktgesetz von 1995 akzeptieren dürfen. Sie hätten dem Gesetzgeber klarmachen müssen, dass er keine Gesetze gegen das jüdisch-christliche Menschenbild und gegen den Wertekonsens des Grundgesetzes erlassen darf. Hier sehe ich ein schwerwiegendes Versäumnis und auch Schuld. Noch nie bereut Haben Sie schon einmal erlebt, dass eine Frau ihre Entscheidung für das Kind bereut hat? So Kristijan Aufiero im Interview mit dem ERF am 7. September 2011. Aufiero ist Geschäftsführer der Schwangerschaftskonfliktberatung Die Birke. Seine Erfahrung deckt sich mit der von Sozialpädagogin Claudia Langanki, die über ihre Beratertätigkeit sagt: “Ich habe noch nie erlebt, dass Eltern diese Entscheidung [das Kind auszutragen statt abzutreiben] bereut hätten!” (Zitiert im Stiftungsbrief der Stiftung Ja zum Leben vom September 2011; im Internet bei Tim-lebt). Dabei berät sie Schwangere, deren ungeborene Kinder behindert sind. 95 Prozent entscheiden sich nach der Beratung für ihr Kind. |
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