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Das Post Abortion Syndrom

Von Manfred M. Müller

2006 erscheint im Journal of Child Psychology and Psychiatry eine Studie zum Thema „Abtreibung bei jungen Frauen und nachfolgende mentale Gesundheit.“ [1] Für Projektleiter Fergusson, erklärtermaßen Atheist, Rationalist und Abtreibungsbefürworter [2], sind die Ergebnisse der Studie erschreckend. Was waren nun die Ergebnisse? „Fast jede zweite Frau erkrankt nach einer Abtreibung psychisch (…) Der enge Konnex zwischen Depressionen, Angstzuständen, Suizidgefährdung, Suchtverhalten und einer Abtreibung war selbst für die Autoren überraschend. Aus einer Gruppe von 1265 Mädchen der neuseeländischen Stadt Christchurch, die seit ihrer Geburt im Jahre 1977 beobachtet wurden, wurden 41 Prozent der Mädchen bis zum Alter von 25 Jahren schwanger. 14,6 Prozent ließen ihr Kind abtreiben.

Von jenen 90 Frauen, die eine Abtreibung vornehmen ließen, entwickelten 42 Prozent innerhalb der nächsten vier Jahre eine schwere Depression. Auch der Drogen- und Alkoholmißbrauch stieg bei dieser Gruppe von Frauen signifikant an. Diese Verhaltensweisen und Erkrankungen könnten auf keine früheren Erlebnisse zurückgeführt werden, betont Studienleiter David M. Fergusson von der Universität von Otago (Department Christchurch Health and Development Study). Der familiäre Background, die eigene Kindheit, sexuelle Erfahrung und Mißbrauch sowie andere Faktoren, die die psychische Gesundheit beeinflussen (Alkohol- oder Drogenkonsum), wurden konstant in den Lebensläufen der Frauen mitberücksichtigt (…) Die Ansicht, wonach eine Abtreibung für eine Frau kaum psychische Nebenwirkungen hätte, könne nach dieser bisher umfassendsten Untersuchung nicht mehr gehalten werden, so Fergusson. Bei einer Abtreibung handle es sich um ein ‚traumatisches Ereignis’. Es sei ‚ein Skandal’, daß die psychischen Folgen eines chirurgischen Eingriffs, der bei jeder zehnten Frau durchgeführt wird, kaum studiert und evaluiert würden. Fergusson tritt dafür ein, daß Gesundheitssysteme angesichts der Spätfolgen von Abtreibungen bei Frauen eine Kosten-Nutzen-Rechnung anstellen.“

Soweit das Resultat der Studie, die erst beim vierten Anlauf (nachdem andere Zeitschriften die Veröffentlichung abgelehnt hatten) publiziert werden konnte, was, wie Fergussons Team bemerkt, für ihre Arbeit durchaus unüblich sei, da ihre Studien normalerweise sogleich von Zeitschriften akzeptiert würden. Aber beim Thema Abtreibung, noch dazu, wenn das Endresultat zum offiziell verordneten Diskurs quersteht, gelten andere Gesetze. Wohlgemerkt, das Forschungsteam selbst, mitsamt seinem Leiter, erwartete im Grunde das Gegenteil von dem, was schließlich die Daten erwiesen. Man war davon ausgegangen, die Studie, die weltweit zu den umfangreichsten und ausgedehntesten gehört, würde nachweisen, daß sich postabortive psychische Komplikationen durch Schwierigkeiten erklären ließen, die bereits vor der Abtreibung bestanden. Das Gegenteil war jedoch wahr. Auch nach weiteren Kontrollmaßnahmen und Überprüfungen der Resultate ergab sich jedes Mal aufs Neue, daß Abtreibung offensichtlich Depressionen, Angstzustände, Drogenmißbrauch etc. begünstigt. Fergusson und seine Mitarbeiter unterzogen daraufhin die von der American Psychological Association (APA) veröffentlichten Studien einer neuen Durchsicht, da die APA behauptete, Abtreibung sei eine vorteilhafte Entscheidung für die Gesundheit der Frau, das Risiko einer psychologischen Schädigung sei gering. Und Fergusson und Co. ermittelten, daß die APA etliche gegenteilige Untersuchungen schlichtweg ignorierte. Daraufhin nahm sich ein Journalist der Causa an und bat die APA um eine Stellungnahme angesichts der vorgebrachten Kritik. Antwort der offiziellen APA-Sprecherin: Abtreibung sei ein Bürgerrecht, und weiter: „es ist ohne Belang, was die Fakten erweisen.“ Im Klartext: die gesundheitlichen Schäden der Frauen nach Abtreibung sind irrelevant, Forschung und Wissenschaft sind irrelevant. Was zählt, ist die Durchsetzung einer politischen Agenda, nämlich des Rechts der Frauen auf Abtreibung.

Übrigens: Die „Expertin“ der APA, die solcherart Fergussons Studie unterdrückte, ist niemand anderer als Dr. Nancy Felipe Russo, die führend daran beteiligt war, Abtreibung in der USA zu legalisieren. In der oben erwähnten Homepage der SVSS taucht auch ihr Name auf. Russo wird zitiert als maßgebliche Autorität, die jeden ursächlichen Zusammenhang zwischen Abtreibung und gesundheitlichen Abtreibungsfolgeschäden ins Reich der Illusion verweist. So funktioniert’s: Das Abtreibungskartell knüpft die internationalen Fäden und kehrt die Fakten unter den Tisch. Eine Hand wäscht die andere. Die Frauen sind, entgegen aller spitzfindigen Rhetorik, die da vorgibt, für die Rechte der Frauen zu kämpfen, wieder einmal die Leidtragenden. [3]

Jahr 2000: Eine von dem kanadischen Kinderpsychiater Prof. Ney und dem Direktor des Elliot Institutes verantwortete und im renommierten American Journal of Drug and Alcohol Abuse publizierte Untersuchung ergibt, daß Frauen nach einer Abtreibung ein fünfmal höheres Risiko hinsichtlich Drogenmißbrauch an den Tag legen als Frauen, die ihre Schwangerschaft austragen.[4] Die befragten Frauen waren zwischen 24 und 44 Jahre alt. Hochgerechnet ergibt dies allein in den USA eine statistische Zunahme von 150.000 bis 500.000 Fällen von durch Abtreibung ausgelöstem Drogenmißbrauch pro Jahr.

Prof. Ney, Experte der PAS-Erforschung, hält diese Ergebnisse für besonders beunruhigend, da Drogenabusus einer der Hauptgründe ist für Schädigungen oder auch Todesfälle der Leibesfrucht bei späteren Schwangerschaften. Ney: “Frauen, die die Trauer oder das Trauma einer früheren Abtreibung nicht bewältigt haben, so zeigt meine Erfahrung, haben in späteren Schwangerschaften in erhöhtem Maße Gefühle der Angst, Furcht und Depression. Wenn sie nicht legal und auf Rezept stimmungsaufhellende Drogen erhalten können, dann nehmen viele dieser Frauen Zuflucht zu Alkohol oder illegalen Drogen als Mittel, um unerwünschte Gefühle über ihre zurückliegenden Abtreibungen zu unterdrücken.”

Das Resultat der Analyse bestätigt im übrigen mehrere vorangegangene Studien, welche allesamt eine höhere Rate an Alkohol- und Drogenmißbrauch bei Schwangeren dokumentieren, die bereits eine Abtreibung hinter sich haben. Während viele Abtreibungsbefürworter, so Ney, einen kausalen Zusammenhang zwischen Abtreibung und Drogenmißbrauch bestreiten würden, belege seine langjährige klinische Erfahrung in der Behandlung von Abtreibungstraumata, daß der Konnex zwischen Abtreibung und Drogenmißbrauch weit davon entfernt sei, ein statistischer Einzelfall zu sein. “Ich habe Frauen behandelt”, so Ney, “deren Verhalten über einen langen Zeitraum hin selbstzerstörerisch war, und die diese Neigungen nur überwanden, nachdem sie sich einer gründlichen Aufarbeitung des Abtreibungstraumas stellten. Viele andere Therapeuten machten die gleiche Erfahrung.”

1996 “erregte (…) eine im renommierten British Medical Journal (BMJ) vorgestellte Studie von Mika Gissler” Aufsehen.[5] Der finnische Forscher entdeckt bei seinen Nachprüfungen von Selbstmordfällen eine bestürzende Verknüpfung: “die Suizidrate bei Frauen nach einer Abtreibung (ist) rund dreimal so hoch wie die durchschnittliche Selbstmordrate unter Frauen. Verglichen mit der Quote nach einer Geburt ist die Suizidrate bei Frauen nach einer Abtreibung sogar sechsmal so hoch. Die Erklärung Gisslers im BMJ: Das erhöhte Risiko von Selbstmord nach einer Abtreibung könnte auf die verheerende Wirkung einer Abtreibung auf die mentale Gesundheit der Frau zurückzuführen sein.”

Gissler hat seine Resultate durch weitere Studien erhärtet, so durch seine 2005 publizierte Untersuchung “Injury deaths, suicides and homicides associated with pregnancy, Finland 1987 – 2000”[6], welche die Daten sämtlicher Todesfälle in Finnland bei Frauen im gebärfähigen Alter (15 – 49 Jahre) zugrundelegte und dies im Zeitraum von 1987 bis 2000. Eine parallele, von Reardon initiierte Studie, erhoben in Kalifornien anhand des Datenmaterials von 173.000 Frauen, bestätigt Gissler.

Gerade aufgrund der zahlreichen Evaluationen, die, betrachtet man sie vorurteilsfrei, das Post Abortion Syndrom überzeugend belegen, resümiert Dr. Reardon: “Es ist einfach unmöglich, das ungeborene Kind einer Frau zu töten, ohne sie schweren körperlichen, psychologischen und spirituellen Schäden auszuliefern. Es gibt keine einzige Studie, die gezeigt hätte, daß Abtreibung im Durchschnitt tatsächlich auch nur irgendeinen Vorteil gebracht hätte. Im Gegenteil, zahlreiche Studien belegen die Folgeschäden der Abtreibung.”[7]

PAS meint dabei im strikten Sinne, so ließe sich allgemein definieren, einen psychischen Symptomenkomplex, der infolge von Abtreibung(en) auftritt. Hauptbetroffene des PAS ist die Frau. Aber auch andere in die Abtreibung Verstrickte, wie z.B. der Kindsvater, Ärzte oder Krankenschwestern, können unter PAS leiden. Die Symptome des PAS insgesamt ähneln den bekannten posttraumatischen Streßsymptomen (PTSD). Diese Streßsymptome, die durch körperliche Gewaltanwendung oder auch durch das aktive oder passive Erlebnis eines aggressiven Tötungsgeschehens ausgelöst werden können, wurden etwa bei Vietnam-Kriegsveteranen beobachtet. Man kann sich den Krankheitsverlauf wie folgt vorstellen: Eine Person, die an einem gewalttätigen Tötungsgeschehen beteiligt ist, wird von diesem Geschehen, weil es den üblichen Wahrnehmungs- und Erlebnishorizont brutal sprengt, überwältigt. Ihre notfallmäßige Reaktion auf den erlebten Gewaltakt ist zumeist die Verdrängung: das Schreckliche, das quält, wird in das Unterbewußtsein abgeschoben. Als erste, gleichsam reflexartige Überlebensmaßnahme hat damit diese Reaktion ihre Aufgabe erfüllt. Der Traumatisierte vermag weiterzuleben, in einem Als-ob-Zustand, mit einem eingeklammerten Schmerz, so als ob nichts geschehen wäre. Doch das Verdrängte wird sich zu Wort melden, sei es Wochen, Monate oder Jahre und Jahrzehnte später, denn das Verdrängte, zumal wenn es an Schuld gebunden ist, macht krank und will verarbeitet werden.

Daß Abtreibung als gewalttätiges Tötungsgeschehen in diesen Kontext hineingehört, leuchtet auf der Stelle ein. Frauen, die ihr Abtreibungstrauma aufarbeiten, beschreiben daher oftmals genau die Mechanismen, die zum späteren PAS als einer Form des PTSD führen. In den postabortiven Krankheitssymptomen bricht das Verdrängte auf. Die verdrängte Schuld drückt sich aus und will vergeben sein. Die sich manifestierenden Krankheitssymptome variieren in Stärke, Dauer, Zeitintervall. Ein Symptom, z.B. permanenter Antriebsmangel, kann etwa über einen längeren Zeitraum hin sich schleichend bemerkbar machen, bis es schließlich in einer manifesten Depression endet. Andere Symptome treten larviert auf: hinter einer Schlaflosigkeit oder anhaltenden Migräne verbirgt sich ein massiver Schuldkomplex, der das Bewußtsein und seine Rationalisierungsmaßnahmen aufstören will. Die betroffene Frau konsultiert dann eventuell Arzt um Arzt, ohne effektive Hilfe zu erfahren, bis sie auf einen Therapeuten trifft, der die Symptome korrekt deutet und die vollständige Anamnese ans Licht bringt. Bisweilen auch kann ein biographischer Einschnitt – Tod des Ehepartners, erneute Schwangerschaft, Fehlgeburt, Scheidung, Wechseljahre, Erkrankung, Unfall – plötzlich das Eis einbrechen lassen und das ursprüngliche Trauma zum Vorschein bringen.[8] Die Liste der Symptome insgesamt ist lang. Z. B.: emotionales Absterben, Gefühlskälte, Entfremdung von Freunden und Familie, Angstzustände, Panikattacken, Verlust des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens, Alpträume und Flashbacks (kurzes, ungewolltes Aufblitzen des traumatisierenden vergangenen Erlebnisses; Staubsaugergeräusche erinnern z. B. schlagartig an das Geräusch des Absauggerätes in der Abtreibungsordination), Jahrestagsreaktionen (depressive Zustände am errechneten Geburtstermin des abgetriebenen Kindes bzw. am Tag der Abtreibung), Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, unangemessene Abwehr- oder Fluchtreaktionen, Kommunikationsstörungen, Beziehungsprobleme mit dem Partner, Beziehungsprobleme mit den Kindern (Überfürsorglichkeit und/oder emotionale Distanz), Autoaggression (Hautkratzen, Nägelkauen…), Eßstörungen (Anorexie, Bulimie), erhöhte Gefühle von Einsamkeit, Isolation und Ausgrenzung, Medikamenten-, Alkohol- und Drogenmißbrauch, extreme Gefühlsschwankungen und depressive Zustände, hysterische, unmotivierte Weinkrämpfe, Übererregbarkeit, Überaktivität, Selbstmordgedanken und Selbstmordversuche.

Die klinische Psychologin Maria Simon beziffert aufgrund ihrer Forschungen allein die psychischen Spätfolgen der Abtreibung mit 80%, die Ärztin, Psychotherapeutin und Traumatherapeutin Angelika Pokropp-Hippen kommt aufgrund ihrer Erfahrung zu dem Ergebnis: “Frauen, welche eine Abtreibung erleben, werden alle traumatisiert.”[9] Wanda Poltawska, Professorin der Psychiatrie in Polen, unterteilt “auf der Grundlage meiner eigenen wissenschaftlichen Untersuchung” die Krankheitsphänomene in drei große, zusammenhängende Komplexe: “Dies sind: erstens die Depression mit Schuldbewußtsein; zweitens die Aggression gegen die eigene Person, gegen den Vater des Kindes und gegen die ganze Welt; drittens: dauernde Persönlichkeitsstörungen, die der Enzephalopathie (Gehirnerkrankung) ähnlich sind.” Ihr Fazit: “Alle Ärzte, die sich um ein Höchstmaß an Objektivität bemühen und die Frauen nach der Abtreibung weiterhin beobachtend begleiten, sind sich darin vollkommen einig, daß nach dem Abbruch schwerwiegende psychische Störungen auftreten.”[10]

Um auch hier anschaulich zu machen, worum es geht, sollen Frauen selbst zu Wort kommen. Susan, Petra, Marianne. Sie haben das Post Abortion Syndrom am eigenen Leibe erfahren. Susan, deren Symptome vor der Abtreibung wir im Kapitel V. bereits kennenlernten, erlebt nach der Abtreibung in äußerst destruktiver Weise, was das ist, was sich in der Entscheidung zur Abtreibung schon andeutete: das Roboterfeeling, das emotionale Absterben, welches gemäß einer Studie aus den 90er Jahren mit 92% die psychischen Folgeschäden der Abtreibungen dominiert.[11] Petra weiß, was es heißt, vom Schrecken der geschehenen Abtreibung jahrelang verfolgt zu werden. Und Marianne weiß, daß eine Erleichterung nach der Abtreibung noch nichts sagt über die seelische Zeitbombe, die später explodiert.

Anmerkungen:

[1] David M. Fergusson, L. John Horwood, and Elizabeth M. Ridder, “Abortion in young women and subsequent mental health”, Journal of Child Psychology and Psychiatry 47 (1), 16-24, 2006. S. entsprechende Links: www.imabe.org (resp. Newsletter Jänner 2006, unter: newsletter@imabe.org,) sowie http://afterabortion.info/news/Fergusson.htm und http://www.afterabortion.info/news/APA.htm.

[2] Fergusson wörtlich: „I remain pro-choice. I am not religious. I am atheist and a rationalist. The findings did surprise me, but the results appear to be very robust because they persist across of series of disorders and a series af ages (…) Abortion is a traumatic life event; that is, it involves loss, it involves grief, it involves difficulties. And the trauma may, in fact, predispose people to having mental illness.”

[3] Zu Russos manipulativem Umgang mit Forschungsergebnissen, s. a.: Abortion-Depression study flawed and misleading. Experts dispute interpretations of federal study, unter: http://afterabortion.info/news/russo2.htm.

[4] David C. Reardon/Philip G. Ney, Abortion and subsequent substance abuse, in American Journal of Drug and Alcohol Abuse 26 (1), 2000, 61-75. Vgl. ferner: Abortion linked to subsequent substance abuse (mit ausführlichen weiteren wissenschaftlichen Belegstellen, die den Link zwischen Abtreibung und Drogenmißbrauch signifikant aufweisen), unter: http://www.afterabortion.info/news/subabuse.htm.

[5] S. LebensForum 2005/1 (Nr. 73), 24 sowie: www.afterabortion.info/news.

[6] In: European J. Public Health 15 (5), 2005, 459-63.

[7] S. An Interview with Dr. David C. Reardon, Director of the Elliot Institute. Reprinted from ZENIT News (www.poorchoice.org).

[8] Zu typischen Zeiten für die Manifestation des PAS, s. Angelka Pokropp-Hippen, Das Post-Abortion-Syndrom und sein Bezug zur posttraumatischen Belastungsstörung, 45, in: Bernhard Büchner / Claudia Kaminski (Hg.), Lebensschutz oder kollektiver Selbstbestrug? 10 Jahre Neuregelung des § 218 (1995 - 2005), Bonn 2006.

[9] S. Maria Simon, Psychische Folgen nach einer Abtreibung, 136-140, in: Stiftung “Ja zum Leben - Mütter in Not” (Hrsg.), Myriam... warum weinst du? Das Leiden der Frauen nach der Abtreibung, Uznach o.J.; sowie Angelika Pokropp-Hippen, Post Abortion Syndrom, 22, in: LebensForum 2005/2 (Nr. 74).

[10] Wanda Poltawska, Psychische Folgen, 112, in: Stiftung “Ja zum Leben - Mütter in Not” (Hrsg.), Myriam... warum weinst du? Das Leiden der Frauen nach der Abtreibung, Uznach o.J.

[11] S. http://afterabortion.info/hope/arti17.htm

Es handelt sich bei diesem Text um einen Auszug aus dem sehr empfehlenswerten Buch von Manfred M. Müller, Mehr Licht. Die Heilung der Abtreibungswunden, Wien 2006, 214 Seiten, das neben dem Post Abortion Syndrom (PAS) auch weitere Themen wie dem medialen Umgang mit diesem Problem behandelt. Ein wichtiges Buch, um in der Debatte den Durchblick zu gewinnen!


Auszeichnung
Manfred M. Müller, der Autor unseres Beitrags über das Post Abortion Syndrom, erhielt am 26. Oktober 2008 in Heidelberg den internationalen Literaturpreis "Preis des Lebens” für seine Arbeit Fünf Schritte. Die Heilung der Abtreibungswunden.


30 Studien

In den letzten fünf Jahren sind seit 2005 30 Studien erschienen, die die gesundheitlichen Folgen der Abtreibung untersuchen. Das Faktenmaterial ist inzwischen so erdrückend, dass die Leugnung des Post Abortion Syndroms (PAS) durch interessierte Kreise wissenschaftlich nicht mehr zu rechtfertigen ist.

Claudia Kaminski über PAS

Trotz einschlägiger wissenschaftlicher Untersuchungen, über die etwa Michael M. Müller in seine Beitrag berichtet und die eigentlich keinen Zweifel mehr übriglassen, wird von interessierter Seite immer noch die Existenz des Post Abortion Syndroms geleugnet. Dr. med. Claudia Kaminski hat nun in Lebensforum Ausgabe 88 (4/2008) unter dem Titel Post-Abortion-Syndrom: Tabu unserer Zeit einen Artikel veröffentlicht, in dem sie nicht nur weitere wissenschaftliche Studien anführt, sondern auch auf ein beliebtes Gegenargument eingeht: “Nun argumentiert mancher, dass die Gesellschaft Frauen immer noch ein schlechtes Gewissen nach Abtreibung einredet. Dabei zeigte Dennis A. Bagarozzi bereits 1994 auf, dass es gerade die Leugnung des PAS oder PTSD [Post-Traumatic-Stress-Disorder] ist, die wesentlich zum Aufbau der Stressreaktion beiträgt (Identification, assessment, and treatment of women suffering from posttraumatic stress after abortion. In: Journal of Family Psychotherapy, 5, 3/1994). Was nicht sein kann, das nicht sein darf: Da es PAS angeblich nicht gibt, darf die Frau auch nach der Abtreibung nicht leiden, so die Befürworter der Abtreibung.”

Dass die Leugner des PAS zunehmend Boden unter den Füßen verlieren, zeigt ihren Ausblick auf die aktuelle Situation: “Jetzt scheint Bewegung in die Debatte um das Post Abortion Syndrom zu kommen. Mitte August 2008 hatte die »American Psychological Association« (APA) den »Report of the APA Task Force on Mental Health and Abortion« veröffentlicht, wonach es keine wissenschaftlichen Daten gebe, die den Zusammenhang zwischen Abtreibung und psychischen oder auch psychosomatischen Erkrankungen bewiesen. Dem wurde unter anderem im Lancet, einer der führenden internationalen medizinischen Zeitschriften, widersprochen (Women should be offered postabortion psychological care. In: The Lancet, 372, 2008). Im Editorial fordern die Autoren psychologische Beratung und Hilfe nach einer Abtreibung, da unter anderem das »Journal of Youth and Adolescence« eine Studie veröffentlicht habe, die psychische Probleme nach Abtreibung nachweise (Resolution of unwanted pregnancy during adolescence through abortion versus childbirth: Individual and family predictors and psychological consequences. In: Journal of Youth and Adolescence, 35, 6/2006).
Angesichts einer Vielzahl von Betroffenen, seien es Frauen, die abgetrieben haben, Männer, die ihre Partnerinnen zur Abtreibung gedrängt haben, Geschwister, Großeltern oder auch direkt an Abtreibung mitwirkende Ärzte, Hebammen und Krankenschwestern, muss die Schweigespirale um das Leid nach Abtreibung endlich durchbrochen werden.”

Der ganze Artikel ist im PDF-Format downloadbar.


Fehlende Aufklärung über PAS

Offenheit und umfassende Aufklärung sind Leitplanken der modernen Medizin. Warum werden dann die vielfältigen gesundheitlichen und psychischen Folgen einer Abtreibung (PAS) verschwiegen? Sie sind seit langem bekannt; die Psychologin Maria Simon beschrieb sie 1993, in ihrer Studie gaben 63 Prozent der Frauen Depressionen und Flashbacks mit Selbstvorwürfen an (C. Kaminski, S. 152f). Bestätigt wird das PAS auch in einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2007. Die Psychotherapeutin und Ärztin Angelika Pokropp-Hippen widmet sich seit vielen Jahren engagiert den betroffenen Frauen und fordert, die breite Symptomatik nach Abtreibung in das Feld der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) einzuordnen. Mittlerweile werden für »Sternenkinder« auf so manchem Friedhof Grabplätze eingerichtet, einmal weil es sich um verstorbene Menschen handelt, zum andern, um ihren Müttern und Angehörigen einen Gedenkraum einzurichten. Wäre nicht auch jenen Müttern eine Möglichkeit zu gewähren, die um ihr durch Abtreibung verlorenes Kind und das ganze Geschehen trauern – wie halten wir es da mit der Nächstenliebe?

Aus: Dr. med. Maria Overdick-Gulden, Gibt es ein Recht auf Abtreibung?, Rezension des Buches von Bernward Büchner, Claudia Kaminski, Mechthild Löhr (Hrsg.): Abtreibung - Ein neues Menschenrecht?, Krefeld 2012, 192 Seiten. Die Rezension erschien in Lebensforum 4/2012


Achtzig Prozent

Nach einer neueren Untersuchung leiden 80 Prozent der Frauen nach einer Abtreibung unter Schuldgefühlen, Stimmungsschwankungen und Depressionen.

Der WDR in einer Sendung am 18. April 2013.


Das Hörerleben des ungeborenen Kindes

Zum Thema Abtreibung

Die Problematik der Pränataldiagnostik

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