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Der Rücktritt des Papstes

Dieser Papst war von Beginn des Pontifikats, dessen Wahl durch die Kurie er wie ein "Fallbeil" erlebt hat, von einer eigenen Theologie der gläubigen Unerschrockenheit beseelt.
Matthias Matussek in Der Papst und die Taube auf Spiegel-online.

Als guter Vater weiß er um seine Verantwortung, für sein Haus zu sorgen. Ein Gebäude mit einer Milliarde Katholiken und unendlich vielen Etagen zu verwalten, ist eine Belastung, die ich mir gar nicht vorstellen mag. Zumal wenn man so intelligent und redlich ist wie der Papst, der alles Wichtige auch selbst durchdenken will und immer um die Risiken seines Handelns weiß.
Kardinal Meisner im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger


Die unvermeidliche Kritik

Als die Welt Zeuge wurde des Leidens und Ablebens Johannes Pauls II., wurde die Kirche kritisiert, weil sie an einer Mystifizierung des Papsttums festhalte, welche einen von der Menschlichkeit gebotenen Rücktritt tabuisiere. Nach dem Amtsverzicht Benedikts XVI. wird sie kritisiert, dass sie die Mystifizierung des Papsttums aufgebe, und aus der Menschlichkeit, die einen Rücktritt gebiete, wird nun plötzlich ein Akt mehr oder weniger feiger Eigenrücksicht.
Mit anderen Worten: Das Papst kann tun und lassen, was er will, er wird immer kritisiert werden. Nun mag der Widerspruch zwischen den beiden Kritiken dadurch aufgehoben werden, dass sie von verschiedenen Kritikern stammen. Aber ich frage mich: Wo waren die Kritiker des jetzigen Amtsverzichts, als sie mit denselben Argumenten 2005 die Entscheidung Johannes Pauls hätten verteidigen können?


Kommuniqué des Generalhauses der Priesterbruderschaft St. Petrus

An diesem Aschermittwoch [13. Februar 2013] hatte die Priesterbruderschaft St. Petrus die Gelegenheit, ihre tiefe Dankbarkeit gegenüber dem Apostolischen Oberhirten auf persönliche Weise durch einen ihrer Priester, P. Martin Ramm FSSP, auszudrücken, der den Papst im Namen der gesamten Gemeinschaft begrüßen konnte. Unser Mitbruder, der nach der öffentlichen Audienz von Seiner Heiligkeit empfangen wurde, übergab ihm als Zeichen der kindlichen Verehrung und der Dankbarkeit für die Promulgation des Motu Proprio Summorum Pontificum die von der Priesterbruderschaft St. Petrus herausgebrachte Neuauflage des traditionellen römischen Missale.

Mit Demut und Entschlossenheit hat Benedikt XVI. über acht Jahre hin das Schifflein Petri gelenkt, angesichts von Stürmen darauf bedacht, die Seelen in den sicheren Hafen zu leiten. Während er selbst das Vorbild eines tiefinnerlichen Lebens gab, hat er die Aufmerksamkeit der Katholiken neu auf die Fundamente des Glaubens hin ausgerichtet, diese gegen jede Form des Relativismus geschützt und die jüngeren Dokumente des Lehramtes im Licht der Tradition erklärt. Besorgt um die Wiederherstellung des Sakralen, hat er die römische Kirche mit ihrem zweitausendjährigen liturgischen Erbe versöhnt. Als unermüdlicher Apostel der kirchlichen Einheit hat er namentlich ein Gespräch mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. mit dem Ziel einer vollständigen Einigung ins Werk gesetzt. Diese Aufmerksamkeit des Papstes ist uns in besonderer Weise teuer und ruft uns jene Sorge in Erinnerung, die er unserer eigenen Gründung im Jahr 1988 widmete, als er Johannes Paul II. als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre beistand.

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Wie bekommt er das hin?

Die dreiwöchige Synode [im Oktober 2012 in Rom] war schon für einen 52-jährigen Gast wie mich anstrengend, erst recht für die Synodenleitung. Der Papst hat aber parallel die normalen Geschäfte weiter geführt, viel mehr Treffen als sonst wahrgenommen und Abends mehrere öffentliche Auftritte gehabt. Da haben sich schon viele gefragt, wie er das eigentlich noch hinbekommt.

Thomas Schirrmacher, Vorsitzender der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, über den Rücktritt des Papstes im Gespräch mit dem christlichen Medienmagazin pro, 13. Februar 2013


Extremer Einsatz gegen den Missbrauchsskandal

The European: Zum Schluss, was bleibt von Benedikt XVI. in Erinnerung?
Englisch: Dass es ihm gelungen ist, mit extremem Einsatz den Missbrauchsskandal einzudämmen. Für die Vorfälle konnte er nichts, er hat sich immer für ein härteres Durchgreifen eingesetzt. Selbst zu den Opfern zu gehen, zu Menschen, die ein völlig zerstörtes Leben haben und sich bei ihnen zu entschuldigen – das war wirklich groß.

Andreas Englisch im Interview mit Roderick Panchaud von The European, 18. Februar 2013. Die entschiedene Haltung des Papstes zur Aufarbeitung des kirchlichen Missbrauchsskandals wird auch von Eingeweihten hervorgehoben, etwa vom Chefankläger Charles Scicluna: Schon als Glaubenspräfekt hatte Kardinal Ratzinger 2001 zum Erlass des Motu Proprio Sacramentorum sanctitatis tutela zwecks entschiedeneren Durchgreifens bewogen. Als Papst gab er zu den ihm vorgelegten Fällen “stets sehr präzise und entschiedene Anweisungen.”

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Größer

Was bleibt? Bei mir das Gefühl, dass da ein Mensch von der Weltbühne abgetreten ist, dessen Herz und Verstand größer sind als unsere kleinen Geister.

Aus: Albert Link, Der Papst und ich, über den Rücktritt Papst Benedikts, BILD vom 27. Februar 2013


Festes Vertrauen

Wir befinden uns im Jahr des Glaubens, das ich wollte, um gerade unseren Glauben an Gott zu stärken in einem Kontext, der ihn immer mehr als nebensächlich betrachtet. Ich möchte alle einladen, ihr festes Vertrauen auf den Herrn zu erneuern, sich wie Kinder den Armen Gottes anzuvertrauen, in der Gewißheit, daß diese Arme uns immer stützen und uns ermöglichen, Tag für Tag voranzuschreiten, auch in der Mühsal. Ich möchte, daß jeder sich geliebt fühlt von jenem Gott, der seinen Sohn für uns hingegeben und uns seine grenzenlose Liebe gezeigt hat.

Benedikt XVI. in seiner letzten Generalaudienz am 27. Februar 2013


Erfüllte Pflicht

Der Rücktritt Papst Benedikts XVI. hat mich nicht überrascht. Ich habe ihn im Sommer 2012 in einem Gespräch mit Pater Franz Schmidberger vorausgesagt. Der Papst ist zurückgetreten, weil er sich, der Kirche und der Welt das Schauspiel eines Nachfolgers Petri ersparen wollte, der sein Amt festhält, obwohl er es nicht mehr adäquat ausüben kann. Wer mit Gewißheit erkennt, daß er einem Amt nicht (mehr) gewachsen ist, hat die Pflicht, es aufzugeben. Das hat Benedikt getan.

Der Kirchenrechtler Prof. Dr. Georg May im Gespräch mit der Kirchlichen Umschau, März 2013, S. 14.


Zum Streit um den Amtsverzicht: Wie ist er theologisch zu werten?

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