Das Portal
zur katholischen Geisteswelt


Zum
Inhalts-
verzeichnis
Zum
biographischen Bereich

Impressum

Das katholische Informationsportal kath-info
dient der theologischen Aufklärung
und bietet Ihnen Beiträge zu Themen der katholischen Welt.

Die Beiträge unterliegen in der Regel dem Urheberrecht.

Zum Autorenverzeichnis

Sie befinden sich im dritten Teil
des blauen Bereichs des PkG (Buchstaben N bis Z)
Zum ersten Teil
Zum zweiten Teil

Die neuesten Beiträge finden Sie jeweils auf der Startseite
Zum philosophischen Bereich
Zum
liturgischen Bereich

Links

Themen

Nächstenliebe
Normen-verschiebung
NS 1937
Offenbarung
Ökumene
Ökumene II
Osttimor
Pallium
Papstbesuch 06
Papstbesuch 11
Papstbesuch 11b
Papstrücktritt
Papstverleumdung
PAS
Pastoral
Persien
Petrusbruderschaft
Phobien
PID
Pille
Pius XII.
Piusbruderschaft
Plan
Pornographie
Portugal
Posener A.
Pränataldiagnostik
Predigtqualität
Preußen
Priester
Priester II
Priesterberuf
Priesterkleidung
Primat
pro familia
Progressismus
Prometheus
Pseudotheologie
Psychotherapie
Rahner K.
Randnotizen
Religion
Religionen
Religionsfreiheit

ZdK, quo vadis?

Daniel Deckers nahm in der FAZ vom 11. November 2008 die Politik des Zentralkomitees der deutschen Katholiken kritisch unter die Lupe und schrieb: “Gestern Hymnen an die Familienpolitik Frau von Leyens, davor die umverhohlene Parteinahme für Expansionspläne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, heute ein Klimapapier, das fast eins zu eins ins Wahlkampfprogramm von SPD und Grünen eingehen könnte.”

Prof. Dr. Hubert Gindert greift nun in der Januarausgabe 2009 des FELS diese Kritik auf, gibt zu Bedenken, dass das ZdK den katholischen Steuerzahler Millionen kostet und benennt Themen, die für eine Vertretung der Katholiken drängender sind. Dazu gehören:

“Die Christenverfolgung in Ländern, mit denen wir politische und florierende Wirtschaftsbeziehungen unterhalten. Es sind die Katholiken, die von der Verfolgung am härtesten betroffen sind.
Die Neuevangelisierung. Wir erleben das Dahinschwinden der Volkskirche, aber, abgesehen von den in Deutschland kleinen neuen geistlichen Bewegungen keinen Neuaufbruch. Das ZdK hat bisher nur dazu beigetragen, im antirömischen Affekt einen solchen zu lähmen. Was sich in der katholischen Kirche in den letzten Jahren bewegt hat, hatte sein Zentrum in Rom, nicht im ZdK.”

Außerdem erwähnt er noch den Religions- und den Sexualkundeunterricht. Er schließt mit einem Zitat Deckers’ aus dem erwähnten Artikel: “So wird durch funktionärsgesteuerte Festlegungen das breite Meinungsspektrum unter Katholiken missachtet und in der Diskussion die Beweislast zu Lasten derer verschoben, die nicht mit dem Strom des Zeitgeistes schwimmen. Sich dagegen zu wehren wird unter den Christen und Christinnen im ZdK immer schwerer.”


Dank ans ZdK!

Eigentlich dürfen wir dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken sehr dankbar sein. In seiner Erklärung “Nein zur Judenmission” vom 9. März 2009 zieht es auf eine Weise die Konsequenzen von Thesen, die bereits Kardinal Lehmann vertreten hat, dass die Bischöfe gezwungen waren, sich scharf von der Erklärung zu distanzieren. “Weil Gottes Bund Israel bereits das Heil erschlossen hat, braucht die Kirche nicht um das Heil Israels besorgt zu sein, die Juden nicht zum christlichen Glauben zu bekehren und sie nicht um ihres Heiles willen zur Taufe zu veranlassen”, heißt es in der Erklärung. Kardinal Lehmann hatte am 28. Oktober 2005 als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz eine Erklärung zum Konzilsdokument Nostra aetate abgegeben, in der es heißt: “Deshalb hat die Kirche auch über ihre lange vertretene Überzeugung selbstkritisch nachgedacht, Juden müssten, um das Heil erlangen zu können, getauft werden. Es wurde zunehmend bewusst, dass Mission als Ruf zur Umkehr vom Götzendienst zum lebendigen und wahren Gott (1 Thess 1,9) nicht auf Juden angewandt werden kann. Hierin gründet das Faktum, dass es heute keine judenmissionarischen Aktivitäten der katholischen Kirche mehr gibt.” Mit dieser biblisch nicht haltbaren Einseitigkeit hatte sich in einem Tagespost-Beitrag der Exeget Franz Prosinger auseinandergesetzt. Auf das ZdK-Papier hat inzwischen im Auftrag der Bischofskonferenz Bischof Gerhard Ludwig Müller geantwortet und dabei u.a. eine Deutung von Nostra aetate zurückgewiesen, die “die universale Heilsmittlerschaft Jesu Christi und die daraus folgende Heilsnotwendigkeit des Christus-Bekenntnisses” relativiert. Das ist gleichzeitig auch eine Antwort auf Lehmann!
Ebenso wird dadurch deutlich, wie unsinnig es ist, das Konzil gegen Papst Benedikt XVI. auszuspielen, so geschehen etwa durch Alan Posener in einem Welt-Artikel vom 10. Mai 2009. Für ihn liegt das ZdK-Papier “ganz auf der Linie des II. Vatikanischen Konzils. Nicht jedoch auf der Linie Joseph Ratzingers.” Und in einer waghalsigen Logik führt er die zeitliche Nähe der ZdK-Affäre um die Chefwahl (Brockmann) zur päpstlichen Israelreise auf ein mangelndes Timing Benedikts XVI. zurück. Wofür der Papst doch nicht alles herhalten muss!

Der Sache nach aber offenbart sich das größte Unverständnis in diesem Satz Poseners: “Für ihn [Joseph Ratzinger] steht nichts weniger auf dem Spiel als der absolute Wahrheitsanspruch der Kirche.” Falsch! Was auf dem Spiel steht, ist der Anspruch Christi, der Erlöser aller Menschen zu sein, Juden wie Heiden inbegriffen. Niemand kann die Kirche von der Verpflichtung dispensieren, Christus treu zu bleiben und seine Lehre zu verkünden: "Niemand kommt zum Vater außer durch mich (Joh 14,6). Wie sehr die Mitte des christlichen Glaubens in dieser Frage auf dem Spiel steht, zeigte sich u.a. in Stellungnahmen von Prof. Dr. Hanspeter Heinz (s.o.), einem der Hauptverantwortlichen für das ZdK-Papier. Nur merkwürdig, dass Erzbischof Zollitsch von solchen Theologen nicht die uneingeschränkte Anerkennung des Konzils fordert.


Gelähmte Kirche

Im Konflikt um den Beratungsschein in der Schwangerschaftskonfliktberatung hat die Mehrheit der deutschen Bischöfe und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken nicht die kirchliche Lehre gegenüber dem Gesetzgeber, sondern die fatale deutsche Rechtslage gegenüber Papst Johannes Paul II. verteidigt. Dies lähmt die Kirche in Deutschland in Fragen des Lebensschutzes bis heute.

Prof. Dr. Manfred Spiekier im Interview mit Victoria Fels, Neue Bildpost vom 24./25. Mai 2014, S. 6.

Themen

Religionsunterricht
Ring-Eifel
Rosenkranz
Rosenkranz II
Rosenkranz III
San Bartolomeo
schlechte Priester
Schöpfung
Schweden
Schweigen
Seeleneifer
Selbstgerechtigkeit
Sexualerziehung
Silesius
Sinnthesen
Sixt. Kapelle
SJM
Spanien 711
Span. Bürgerkrieg
Span. Märtyrer
Stammzellen
Südsee
Sühnopfer
Theater
Theologenkongress
Theologie
Thomaschristen
Thomismus
Tier
Todesstunde
Todeswunsch
Toleranz
Tradition
Türkenkriege
Unauflöslichkeit
Urlaub
Urteilen
veilleurs
Veränderung
Verblendung
Vergebung
verlorenes Schaf
Vernunft
Verweyen
Verzicht
Vorsehung
Weihestufen
Weihnachten
Weihnachtsmann
Wiederverheiratete
WJT
Woche f. d. L.
Wunder
Wunder II
Wurzeln
Yad Vashem
ZdK
Zeugnis
Zölibat

Zu den neuesten Beiträgen