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Pro familia: Einbahnstraße in den Tod?

Als “Einbahnstraße in den Tod” erfahren viele Frauen im Schwangerschaftskonflikt, die bei pro familia Hilfe suchen. Das berichtet die ALfA (Aktion Lebensrecht für Alle) in ihrer Zeitschrift Lebenszeichen (Nr. 91, Sommer 2011). Sie war mit einem Aufklärungsstand auf der Bildungsmesse didacta in Stuttgart vertreten und begegnete dort Betroffenen. “Eine junge Frau etwa erzählte, dass sie im Studium schwanger wurde. Sie wandte sich an ‘pro familia’, um zu erfahren, welche Hilfen sie für sich und ihr Kind in Anspruch nehmen könne. Stattdessen sei sie dort auf die Möglichkeit der Abtreibung verwiesen worden, was sie völlig schockiert habe.”


ARD und Pro familia: lebensfeindlich

In einem Interview, das Wolfgang Hering, der Leiter des Lebenszentrums - Helfer für Gottes Kostbare Kinder Deutschland und Organisator der inzwischen verbotenen Gehsteigberatung, der Tagespost gegeben hat (21. Juni 2011), nahm er zum Vorwurf Stellung, Bilder zerstückelter Embryonen zu verteilen: “Wir verteilen keine Bilder von zerstückelten Embryonen.” Es gäbe aber einen Flyer, auf dem ein lebender und ein toter Embryo dargestellt würden, und genau das, so lehre die Erfahrung, habe vielen Müttern geholfen, Klarheit zu gewinnen.

Über die Hintergründe des Verbots in Freiburg berichtet Hering: “Es gab einen Brief des Pro-Familia-Chefs an den Oberbürgermeister und Beschwerden beim Ordnungsamt. Wir hatten der Stadt unsere Arbeit auch vorgestellt und mit Sicherheit den Eindruck hinterlassen, dass wir Frauen weder bedrängen noch schocken, wie dies die Presse fälschlicherweise darstellt.”

An der Diffamierungskampagne, die schließlich zum Verbot der lebensrettenden Gehsteigberatung in Freiburg und München führte, beteiligte sich auch, wie berichtet, die ARD.


Keine Hilfe

Ich kann Ihnen versichern, dass Sie mir damit [mit dem Abbruch] keinen Gefallen getan haben. Ich war in einer sehr großen Notsituation. Ich hatte kein Geld und Probleme mit meinem Freund. Die Beratung bei Pro Familia war nicht so, dass man mir geholfen hätte einen Ausweg zu finden, sondern der Schein wurde mir, ohne dass ich danach gefragt hatte, “prophylaktisch” gegeben.

Aus dem Brief einer Mutter an die beiden Ärzte einer Abtreibungspraxis, in der sie ihr Kind hatte abtreiben lassen, veröffentlicht in der Broschüre Erfahrungen nach Abtreibung. Betroffene Frauen und Männer berichten, hg. von Rahel e.V., September 2009.

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