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"Was heißt glauben?"

Ein biblischer Streifzug von P. Franz Prosinger

Zusicherung

Im Neuen Testament finden wir eine definitionsähnliche Beschreibung von "glauben": "Es ist aber der Glaube eine Grundlage für Erhofftes, ein Erweis von Dingen, die wir nicht sehen" (Heb 11,1). Dies steht im Kontext des IV. Teiles des Hebräerbriefes, der praktischen Konsequenz für unsere Mitwirkung am Erlösungswerk Christi, der sich durch sein Opfer als der lebendige und neu eröffnete Weg in das himmlische Heiligtum erwiesen hat (10,19 f als die Konklusion von Teil III) und korrespondiert dem ersten Abschnitt von Teil II: Christus ist als der Glaubwürdige eingesetzt über das ganze Haus, das wir selbst sind (3, 1-6). Angekündigt wird die Beschreibung des Glaubens durch das Zitat aus Hab 2,4 (Röm 1,17): "Der Gerechte lebt aus dem Glauben" (Heb 10,38), und das folgende Kapitel 11 ist kunstvoll von einer chiastisch angeordneten Inklusion von "glauben" und "bezeugt werden" (martyreisthai) gerahmt (vgl. A. Vanhoye, La structure littéraire de l'Epitre aux Hébreux, Desclée 1976).

Dieser Kontext läßt verstehen, daß Christus ein Ziel erreicht hat, das sich uns eröffnet hat, das wir aber noch nicht erreicht haben. Wir können es noch nicht erblicken und somit persönlich verifizieren, aber es ist uns zugesichert: "Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch gesagt, daß ich hingehe, euch eine Stätte zu bereiten?" (Joh 14,2). "Glauben" bedeutet somit, sich in einer Sache, die man selbst nicht verifizieren kann, auf die glaubwürdige Zusicherung einer anderen Person zu stützen. Diese Person verbürgt sich durch ihr Wort, das der Glaubende hörend vernimmt. Darin sind zwei Elemente enthalten: man glaubt jemandem und man glaubt etwas. Beide Elemente sind nicht zu trennen: man kann vielleicht sagen, daß man jemandem von vornherein glaubt, aber erst nachdem man schon Mitteilungen von ihm empfangen hat. Hier sei nur nebenbei erwähnt, daß unser menschliches Wissen zu einem großen Teil nicht von der jeweiligen Person verifiziert, sondern auf das Zeugnis anderer hin angenommen ist.

Wenn man aber etwas "glaubt" unabhängig von der bezeugenden Person, so nimmt man das Mitgeteilte zwar an (soweit man es überhaupt richtig verstanden hat), aber nicht in der Weise des Glaubens – "non per modum fidei", wie der hl. Thomas von Aquin sagt. Wenn etwa jemand den Glauben der Kirche annimmt, weil dieser seinen Vorstellungen entspricht und ihn wieder aufgibt, weil ihm etwas anderes sinnvoller vorkommt, so hat er höchstens die "fides quae", den Inhalt des Glaubens, aufgegeben, aber nicht die "fides qua", weil er den Glaubensakt nie vollzogen hat. Einschränkend muß allerdings gesagt werden, daß sich zumindest im biblischen Glauben der lebendige Glaubensinhalt nur im lebendigen Glaubensakt erschließt. Insofern hat die Person, der ich glaube, den Vorrang vor der Sache, die ich glaube. Von ihr kommt die Sicherheit: "Ich weiß, wem ich glaube und ich bin mir sicher..." (2 Tim 1,12).

Inwieweit ein schriftlich festgehaltenes Wort, das als solches wiederum einer Beglaubigung bedarf, zum persönlichen Glauben führen kann, sei hier dahingestellt – die Hl. Schrift betont, daß der Glaube vom Hören kommt (Röm 10,17a) und nicht vom Lesen. Aber der biblische Glaube ist ohnehin ein Sonderfall.

Die Bezeugung im Johannesevangelium

Im Johannesevangelium kommt der "martyria", der bezeugenden Versicherung (17 x), und dem „martyreón" (33 x) eine besondere Bedeutung zu. Zunächst tritt ein Mensch, dessen Name Johannes ist, auf, um Zeugnis zu geben vom Licht, damit alle durch ihn glauben (1,7). Er gibt Zeugnis von dem Kommenden, der schon vor ihm gewesen ist (1,15), über den der Geist herabgekommen ist wie eine Taube aus dem Himmel (1,32) und der der Sohn Gottes ist (1,34). Die Rede des Johannes, die in 3,27 beginnt, reicht sicher bis 3,30. Danach besteht eine Unsicherheit bzw. der Eindruck als würde das Zeugnis des Täufers unmerklich übergehen in das Zeugnis des Evangelisten. So steht das Zeugnis des Evangelisten am Ende des Evangeliums (19,35; 21,24) im Anschluß an das Zeugnis des Johannes zu Beginn desselben. Aber in der Mitte steht das Zeugnis, das Christus selbst ablegt: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: was wir wissen, davon sprechen wir, und was wir sehen (im Perfekt), davon geben wir Zeugnis, und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an" (3,11). Der geheimnisvolle Plural wird später erklärt: "Wenn ich über mich selbst bezeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr; ein anderer ist, der über mich bezeugt, und ich weiß, daß das Zeugnis wahr ist, das er über mich bezeugt." (5,31f). "Ich aber habe ein Zeugnis, das größer ist als das des Johannes; die Werke, die mir der Vater gegeben hat, damit ich sie vollbringe, diese Werke selbst, die ich mache, geben Zeugnis über mich, daß der Vater mich gesandt hat; und der Vater, der mich gesandt hat, er selbst bezeugt über mich..." (5,36 f). "Auch wenn ich über mich bezeuge, so ist mein Zeugnis wahr, weil ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe... In eurem Gesetz steht geschrieben, daß das Zeugnis zweier Menschen wahr ist: ich bin es, der ich über mich bezeuge, und es bezeugt über mich der Vater, der mich gesandt hat" (8,14.17 f). Dies wird so umständlich betont, weil das Zeugnis die Beglaubigung ist, die unseren Glauben begründet und verlangt. Der Evangelist insistiert: "Der es gesehen hat, bezeugt es (Perfekt!) und wahr ist sein Zeugnis, und er weiß, daß er Wahres sagt, damit auch ihr glaubet" (19,35). Aber zum Zeugnis des Evangelisten muß das innere Zeugnis hinzutreten, das die besondere Sicherheit des biblischen Glaubens ermöglicht: "Wenn jener Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, jener wird über mich bezeugen; und auch ihr werdet bezeugen, weil ihr vom Ursprung an bei mir seid" (15,26 f). So setzt sich das anfängliche Zeugnis des Johannes im Zeugnis der Kirche fort. Der menschliche Zeuge ist nur der Anfang, die Selbstbezeugung durch den Geist Gottes die Vollendung einer unerschütterlichen Sicherheit.

Der Glaube an Christus

Im Römerbrief heißt es, „der Glaube kommt vom Hören, das Hören aber vom Wort Christi" (10,17). Das bedeutet im Kontext zunächst und vordergründig, daß Christus die Apostel ausgesandt hat, um seine Frohe Botschaft zu verkünden. Aber trotz dieser äußeren Vermittlung geht es nicht nur um eine menschliche Mitteilung. Wenn auch der Glaube zunächst dem Boten gilt, der als glaubwürdig beurteilt wird, so fordert die Botschaft doch den Glauben an den, der in seinem Wort gegenwärtig ist und wirkt. Bei den Bewohnern von Sichem ist dies einfach zu verstehen: sie glauben zunächst dem Zeugnis der Frau (Joh 4,39) - dann aber sagen sie ihr: „Jetzt glauben wir nicht mehr wegen deiner Rede; wir selbst haben nämlich gehört und wissen, daß dieser wahrhaft der Heiland der Welt ist" (Joh 4,42). Aber wie ist dies nach der Himmelfahrt des Herrn möglich?

Es heißt im Römerbrief, daß Christus eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht (dynamis) gemäß dem Geist der Heiligung aus der Auferstehung der Toten. Durch ihn haben wir die Gnade und die Sendung erhalten im Hinblick auf den Gehorsam des Glaubens (1,4f; cf 1,16!). Wie im Deutschen steckt auch im Griechischen die Wurzel „hören" in „Gehorsam". Im Galaterbrief stoßen wir auf die Formulierung „das Gehör des Glaubens" (3,2.5). Schon im 1. Thessalonicherbrief hat der hl. Paulus erklärt, wie dieses besondere Ohr geöffnet wird: "Deshalb danken auch wir Gott ohne Unterlaß, weil ihr das Wort des Gehörs von uns annehmend von Gott empfangen habt, nicht als Wort von Menschen, sondern wie es der Wahrheit entspricht als Wort Gottes, der auch hineinwirkt (energeîtai) in euch, den Glaubenden" (2,13)." Mit den Worten „dynamis" und „energeia" wird eine Kraft der Gnade angesprochen, die den Menschen innerlich ergreift und überzeugt.

Das Verhältnis von der äußeren Vermittlung und ihrer menschlichen Glaubwürdigkeit und der Unmittelbarkeit des göttlichen Glaubens als Geschenk der Gnade können wir auch in der Perikope des ungläubigen, bzw. gläubigen Thomas betrachten (Joh 20,24-29). Dabei erhellt sich auch die Relation von „etwas glauben" und „jemandem glauben". Gegenüber dem Zeugnis der übrigen Apostel zeigt sich Thomas als ungläubig (ou mê pisteusô 20,25): sie bezeugen etwas, was sie gesehen haben, aber das will Thomas selbst verifizieren. So eine Skepsis kann berechtigten Vorwurf verdienen: „Er warf ihnen ihren Unglauben und ihre Herzensverhärtung vor, weil sie denen nicht geglaubt hatten, die ihn als Auferstandenen gesehen hatten" (Mk 16,14). Dagegen zeigt der Herr in seiner Einladung an Thomas in Joh 20,27 Verständnis für das Bedürfnis nach persönlicher Verifizierung der Fakten, fordert aber zugleich gebieterisch: „Und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!". Doch dieser Glaube gilt jetzt nicht mehr dem Zeugnis der Apostel, sondern seiner Person, die sich ihm zugewandt hat. Das Evangelium berichtet nun nicht, wie uns aus der christlichen Ikonographie geläufig ist, daß Thomas sich tatsächlich „handgreiflich" überzeugt hätte, sondern das spontane Bekenntnis „mein Herr und mein Gott!" (20,28). In der Aussage „weil du mich gesehen hast, glaubst du "(20,29) darf man die johanneische Ironie oder Doppeldeutigkeit vermuten, die in eine tiefere Ebene führen will. Das äußere Sehen des Leibes ist nur ein vordergründiger Anlaß, das tiefere Sehen der zum Glauben einladenden Person das eigentliche Motiv. „Einen Menschen berührte er – und erkannte Gott. Er berührte das Fleisch, aber sein Blick erhob sich zum Wort; denn ‘das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt'" (Augustinus, Sermo 258,3). Wenn der Herr daraufhin jene selig preist, die nicht sehen und doch glauben, so ist damit kein blinder Glaube postuliert und angepriesen, sondern die Überzeugung, die sich allein der überzeugenden Kraft des göttlichen Wortes verdankt, die in denen wirkt, die aus der Wahrheit sind und seine Stimme hören (18,37). Bevor wir diesen Aspekt weiter ausführen, sei bemerkt, daß selbst augenfällige Phänomene, die den sogenannten Naturwissenschaften unerklärlich sind, wie der Mantel des Juan Diego in Guadalupe oder das Leichtuch von Turin, den Glauben der Menschen nicht erzwingen, solange sie sich der Person nicht innerlich zuwenden, die dadurch zu ihnen sprechen will. Die Mitteilung als solche kann Gegenstand von Verifizieren und Wissen sein, aber als Glaubensbotschaft muß sie auf die sich mitteilende Person hin transparent werden. Menschliche Bezeugung und gnadenhafter Einblick sollten dabei ineinander übergehen, ohne einander zu bedingen (cf 1Joh 1,1-3).

Glauben und Sehen

Wir können die komplexe Beziehung zwischen Glauben und Sehen auch am Beispiel des exemplarischen Zeugen Johannes betrachten. Wann und wie wußte Johannes der Täufer was von Jesus? Was bedeutet: „Ich kannte Ihn nicht" (Joh 1,31)? Wenn Johannes im Lukasevangelium fordert: „Bereitet den Weg des Herrn" (3,4), so setzt der Leser voraus, daß Johannes von seinen Eltern von dessen Existenz als Sohn Mariens bereits unterrichtet worden ist: „Wie kommt es, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?", so rief Elisabeth vom Hl. Geist erfüllt (Lk 1,43). Im Matthäusevangelium sagt Johannes schon vor der Offenbarung Jesu im Jordan: „Ich hätte nötig, von Dir getauft zu werden, und Du kommst zu mir..." (Mt 3,14). Also wußte Johannes einiges über Jesus. Das wird auch im Johannesevangelium bestätigt. Schon vor der in 1,32 bezeugten Offenbarung kann Johannes sagen: „Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt; der nach mir kommt, nicht bin ich würdig, ihm die Schuhriemen zu lösen" (1,26f). Am nächsten Tag kann er ihn auch identifizieren: „Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt. Er ist es, von dem ich gesagt habe..." (1,29). „Auch das hat er schon gewußt," kommentiert der hl. Augustinus (Tract in Joh 6 Nr.7), „was hat er also (noch) von der Taube gelernt, damit er nicht (was zu denken Gott von uns fern halte!) als Lügner erfunden werde?" Die Antwort, die uns Augustinus dann gibt, schweift zunächst in eine lange Auseinandersetzung mit den Donatisten ab und trifft nicht das Eigentliche. Aber seine Betrachtungen über die Taube des Hohenliedes (6,8) können uns die Bedeutung der Taube in diesem Zusammenhang erkennen lassen: die innere Kenntnis des Bräutigams ist wesentlich mehr als das bloß äußere Sehen oder sonstwie vermittelte Wissen über eine Person.

Nach Lk 3,22 stieg der Hl. Geist in leibhaftiger Gestalt als eine Art Taube herab, auch in Joh 1,32 wird die Sichtbarkeit betont: „Ich schaute (Perfekt) den Geist herabsteigen wie eine Taube aus dem Himmel". Aber das angefügte „und auf ihm bleiben" weist im Johannesevangelium in eine innere Wirklichkeit. Dieses „Bleiben" steht im Präsens als andauernde Wirklichkeit und wird durch die Frage der Jünger in 1, 38f in das besondere Interesse des Lesers gehoben. Als ein „Bleiben in" bezeichnet es ein Gegenseitiges- Einwohnen und Auseinander-Leben (6,56; 15,4). Das exklusive Bleiben des Vaters im Sohn (14,10) eröffnet sich denen, die im Sohn bleiben (15,4), und wird zur Einwohnung von Vater und Sohn in der Seele dessen, der Sein Wort bewahrt (14,2.23: monê; 15,10). Nun ist es aber der Geist, der diese Beziehung von Vater und Sohn im Glaubenden bezeugt (14,26 und v.a. 15,26). Da Johannes Zeuge wurde von der Erniedrigung des Herrn und seiner Erhöhung aus den Wassern des Jordans, durfte er bereits den Geist schauen, der auf ihm bleibt. Das Sehen einer äußeren Erscheinung (sômatikôi eidei in Lk 3,22), sei es für alle Umstehenden oder nur für den bezeugenden Visionär, kann nur eine Begleiterscheinung sein. Ohne die innere Bezeugung könnte es sich ja auch um eine hinterfragbare Halluzination handeln. Das äußere Sehen wird nicht abgewiesen, sondern als erster Zugang angeboten (Joh 1,14 und 1 Joh 1,1-3). Aber die sich eröffnende Wirklichkeit läßt die sinnfällige Gestalt weit hinter sich und erschließt sich nur dem, der hört, weil er aus der Wahrheit ist (Joh 18,37), sich dem Licht öffnet (Joh 3,21) und sich nicht klammert an die äußere Gestalt als menschlichen Maßstab (kata sarka in Joh 8,15; cf 3,6; 6,63). Philosophisch gesehen tritt die Wahrheit in das Bild menschlichen Bewußtseins und bezeugt sich in demselben als eben dieses bloße Bildsein transzendierend. Als solches wäre es im Rahmen endlichen Begreifens relativiert und als Einbildung hinterfragbar.

Dieselbe Relation gilt auch vom zwischenmenschlichen Wissen um die andere Person. „Wer von den Menschen weiß, was es um einen Menschen ist, als nur der Geist dieses Menschen, der in ihm ist" (1 Kor 2,11). Gerade in der Beziehung von Braut und Bräutigam ist es von fundamentaler Bedeutung, ob man nur durch äußere Vermittlung und eigene Einbildung über eine Person „informiert" ist, oder die Selbstbezeugung der anderen Person im gemeinsamen Geist der Wahrheit vernimmt. - „Ebenso erkennt auch niemand, was Gottes ist, als nur der Geist Gottes" (ebd.).

So kann Johannes in Wahrheit sagen „ich kannte ihn nicht", trotz allem, was er über ihn wußte (1,27. 29f), und erst nach der Offenbarung bei der Taufe Jesu in 1,32 behaupten: "Ich sehe (Perfekt) und bezeuge (Perfekt), daß dieser der Sohn Gottes ist" (1,34). Ebenso wie die in 1 Joh 1,5 bezeugte Botschaft, daß Gott Licht ist, transzendiert diese Aussage die sinnfällige Realität radikal und steht zu ihrer äußeren Erscheinung in seltsamem Kontrast als Hinführung und Gegensatz zugleich. Die philosophische Kritik könnte hier von einer Metabasis eis allo genos sprechen, wenn sie von uns gesucht und uns nicht geschenkt worden wäre.

Der Glaube an Christus und die Verkündigung

Im Römerbrief heißt es: „Der Glaube kommt vom Hören, das Hören aber vom Wort Christi" (10,17). Das bedeutet im Kontext zunächst und vordergründig, daß Christus die Apostel ausgesandt hat, um seine Frohe Botschaft zu verkünden. Aber trotz dieser äußeren Vermittlung geht es nicht nur um eine menschliche Mitteilung. Wenn auch der Glaube zunächst dem Boten gilt, der als glaubwürdig beurteilt wird, so fordert die Botschaft doch den Glauben an den, der in seinem Wort gegenwärtig ist und wirkt. Bei den Bewohnern von Sichem ist dies einfach zu verstehen: sie glauben zunächst dem Zeugnis der Frau (Joh 4,39) - dann aber sagen sie ihr: „Jetzt glauben wir nicht mehr wegen deiner Rede; wir selbst haben nämlich gehört und wissen, daß dieser wahrhaft der Heiland der Welt ist" (Joh 4,42). Aber wie ist dies nach der Himmelfahrt des Herrn möglich?

Es heißt im Römerbrief, daß Christus eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht (dynamis) gemäß dem Geist der Heiligung aus der Auferstehung der Toten. Durch ihn haben wir die Gnade und die Sendung erhalten im Hinblick auf den Gehorsam des Glaubens (1,4f; cf 1,16!).

Wie im Deutschen steckt auch im Griechischen die Wurzel „hören" in „Gehorsam". Im Galaterbrief stoßen wir auf die Formulierung „das Gehör des Glaubens" (3,2.5). Schon im 1. Thessalonicherbrief hat der hl. Paulus erklärt, wie dieses besondere Ohr geöffnet wird: "Deshalb danken auch wir Gott ohne Unterlaß, weil ihr das Wort des Gehörs von uns annehmend von Gott empfangen habt, nicht als Wort von Menschen, sondern wie es der Wahrheit entspricht als Wort Gottes, der auch hineinwirkt (energeîtai) in euch, den Glaubenden" (2,13)." Mit den Worten „dynamis" und „energeia" wird eine Kraft der Gnade angesprochen, die den Menschen innerlich ergreift und überzeugt.

Theologie des Wortes

Vorbereitet durch die alttestamentliche Weisheitslehre, die Übersetzung der Septuaginta und die aramäischen Targume, die den unaussprechlichen Namen Gottes durch „das Wort" ersetzen, kann der Johannesprolog Jesus Christus als das menschgewordene Wort Gottes bezeichnen. Er ist das ewige Wort des Vaters, das uns offenbart, was ihm allein bekannt ist (Joh 1,1-18). Die Stelle: „Meine Lehre ist nicht meine Lehre, sondern die Lehre dessen, der mich gesandt hat" (Joh 7,16; 14,24) kommentiert der hl. Augustinus: Er sagt „meine Lehre", weil er das Wort selbst ist, und er sagt „nicht meine Lehre", weil er das Wort des Vaters ist. Was ist so sehr mein, wenn ich es selbst bin, und was ist so sehr nicht mein, wenn ich eines anderen bin! - So ist Christus in seinem Wort ganz er selbst und zugleich ganz selbstlos. Niemand verbürgt sich in seinem Wort so unmittelbar wie Christus. Und dieses Wort ist wirkmächtig: Alles ist durch es ins Dasein gerufen und es ist das Leben und das Licht der Menschen. Da dieses Wort im Glaubenden wirksam wird, sprechen die Theologen von der kreatorischen Kraft des Glaubens. „Lebendig ist das Wort Gottes und wirkmächtig" („energês", Heb 4,12). Die Erlösung ist eine Neuschöpfung, die Tote zum Leben erweckt: „Wahrlich, wahrlich ich sage euch, wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist hinübergegangen aus dem Tod in das Leben. Wahrlich ich sage euch, es kommt die Stunde und jetzt ist sie da, wann die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören, und sobald sie es hören, werden sie leben." (Joh 5,24f). Aber vom wem und wie wird diese Stimme gehört?
Das Johannesevangelium spricht von einer "Einwohnung des Wortes". Wir haben schon die Bedeutung des Wortes "bleiben" betrachtet als eine besondere Form der Gegenwart (im Kapitel "Glauben und Sehen"). Im Bild vom Weinstock wird dieses "bleiben in" zehnmal wiederholt und betont. Dieses wahre "Bleiben in Christus" wird zuvor als ein bewußtes und gewußtes gekennzeichnet, weil auf die Bitte Christi hin der Vater den "anderen Tröster" sendet, den Geist der Wahrheit, den wir kennen, weil er bei uns und in uns "bleibt" (14,15-17). Im Bildwort vom Weinstock expliziert der Herr sein Bleiben in uns als ein Bleiben seiner selbst und seiner Worte in uns (15,7). Dagegen wird von den Gegnern gesagt, sie haben "sein Wort nicht in sich bleibend, da sie dem nicht glauben, den jener (der Vater) gesandt hat" (5,38). In 8,31 heißt es dann: "Wenn ihr in meinem Wort bleibt, dann seid ihr in Wahrheit meine Lehrlinge und ihr werdet die Wahrheit kennen und die Wahrheit wird euch frei machen." Über das bloße Hören hinaus ist hier von einem Bleiben die Rede, das vertraute Konversation, Kommunikation und Kommunion zum Ausdruck bringt. Hier steht "mein Wort" (der Logos, der meine) im Singular, während im 15. Kapitel vom Bleiben des Herrn und seinen Worten die Rede ist. Es ist das eine göttliche Wort, das sich in den verschiedenen menschlichen Worten mitteilt, die alle im Geist der Wahrheit Zeugnis geben von demselben einen Wort. Dieses Bleiben ist als conversatio ein Wandern und Weilen im Weben der Worte als Kommunikation und Kommunion, ein Wohnen in der einen sich offenbarenden Welt Gottes. Schriftlesung und Exegese leben aus dieser Hermeneutik! Wenn wir das "mathêtai" in 8,32 ungewohnt mit "Lehrlinge" übersetzt haben und nicht mit dem gewohnten "Jünger", so um an diese unterweisende Kommunikation zu erinnern. In 6,45 heißt es: "Es werden alle von Gott Unterwiesene sein: jeder, der hört von meinem Vater und ein Lernender (mathôn) ist, kommt zu mir." Die Prophezeiung "es werden alle von Gott Unterwiesene sein" geht auf die berühmte Prophezeiung vom Neuen Bund zurück (Jer, 31,31-34), in dem die Gotteserkenntnis nicht mehr von außen vermittelt sein wird: "Und es wird keiner den anderen, noch ein Bruder den anderen belehren und sagen: erkennt den Herrn", sondern unmittelbar wird "jeder Einzelne, ob klein oder groß, Mich kennen". In Is 54,13 heißt es: "Und alle deine Söhne sind Lehrlinge des Herrn und groß ist der Friede deiner Söhne." Die Septuaginta verwendet hier denselben Ausdruck "didaktoi theou" wie Joh 6,45. Das greift auch der hl. Paulus im Ersten Thessalonicherbrief auf: "Ihr seid Gottbelehrte" (1Thess 4,9: theodidaktoi). Das daran sich anschließende "und ihr tut es auch" (Vers 10) schließt den Kreis mit der Fortschreibung der Prophezeiung vom Neuen Bund in Ez 36,27: "Ich will meinen Geist in euer Inneres geben und ich will machen, daß ihr in meinen Gesetzen wandelt, meine Gerichte bewahret, so daß ihr es tut." All das bezeichnet nicht eine Zwangsanstalt, einen Nürnberger Trichter für Unbelehrbare, sondern die göttliche Tugend des Glaubens, die unseren Geist dem Geist Gottes öffnet zu kongenialer Kenntnis und Identifikation. Da sind wir gerade nicht mehr Fremdbestimmte, sondern zu Hause wie der Fisch im Wasser.

Wort und Eucharistie

In der eucharistischen Rede in Joh 6,56 lesen wir von Seinem "Bleiben" in uns und unserem "Bleiben" in Ihm durch das Essen Seines Fleisches und das Trinken Seines Blutes, ähnlich der Rede vom "Bleiben in Seinem Wort" in 8,31. Sein Wort ist ja das fleischgewordene Wort und das Essen seines Fleisches kann nicht getrennt sein vom Hören seines Wortes. Gleich zu Beginn dieser Rede wird unsere Glaubenstat als das wesentliche Werk Gottes in uns und damit implizit auch als unser Werk in Gott bezeichnet (6,29). Die Problematik des Glaubens durchzieht von da an die ganze Rede (in den Versen30.35.36.40.47.64.69). Parallel gesetzt ist das Zu-Ihm-Kommen, das An-Ihn-Glauben (6,35) und das Essen seines Fleisches und Trinken seines Blutes: "Wer an mich glaubt, hat das ewige Leben" (6,40.47) und "Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, wird ewig leben" (6.51.53f.57f). Da nun dieses Glauben ein Hören im Geist ist, wird niemand, der der Dynamik dieser Rede gefolgt ist, überrascht sein, daß nach all der Betonung auf Fleisch und Blut als wahrhaftiger Speise und wahrhaftigem Trank gesagt wird: "Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch (hier hätte Luther ein "allein" einfügen dürfen!) nützt nichts: die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und Leben." Das hebt die sakramentale Kommunion in seinem Fleisch und Blut nicht auf, aber es bewahrt vor dem Mißverständnis einer magischen Berührung oder der Einnahme einer Pille mit eigenmächtiger Wirkkraft. Sein fleischgewordenes Wort essen kann nicht getrennt werden vom Hören seines Wortes im Glauben. Da sich in der hl. Kommunion die ganze Fülle der Gottheit, die "leibhaftig" in Ihm wohnt (Kol 2,9 – von der Einheitsübersetzung falsch wiedergegeben!), also in dem einen und unteilbaren Wort mitteilt, könnte uns diese Kommunion leicht als eine stumme Angelegenheit erscheinen, wenn sie nicht vorbereitet und nachbereitet ist durch die Kommunikation im Hören Seiner Worte durch die lectio divina, die betrachtende und bewahrende Lesung der Hl. Schrift. Wie auch bei der Taufe – "wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden" (Mk 16,16) -, so ist auch beim Altarsakrament der Glaube die conditio sine qua non, die notwendige Bedingung des fruchtbaren Sakramentenempfanges. So schließen auch beim hl. Paulus die Ausführungen über die Erlösung durch den Glauben (Röm 3,21-31) die darin implizierte und integrierte Einswerdung mit Christi Leiden, Tod und Auferstehung durch Taufe (Kap 6,2-11) und Corpus Christi (7,4) mit ein. Ohne Glauben kann kein Sakrament, das ja immer eine persönliche Begegnung und Berührung mit Christus in je verschiedenen Umständen sein will, als vollendete Wirklichkeit (res et sacramentum) zustande kommen.

Gnade und freier Wille

„Dazu bin ich in die Welt gekommen, um Zeugnis zu geben von der Wahrheit. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme" (Joh 18,37). „Nicht alle sind dem Evangelium gehorsam" (Röm 10,16), „nicht allen entspricht der Glaube" (2 Thes 3,2). Man muß schon aus der Wahrheit sein, um das Zeugnis der Wahrheit anzunehmen; die Stimme glaubend hören, die den Glauben allererst weckt. Dies ist kein circulus vitiosus, sondern der circulus gratiae. Der Glaube ist das Werk Gottes in uns (Joh 6,29). Wir sind immer schon von Gott geschaffen mit der Befähigung und der Sehnsucht, seine Stimme zu hören (cf Jer 31,2: „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt und dich an mich gezogen in Barmherzigkeit."). Diese erste Gnade geht jeder menschlichen Antwort voraus und sie ist allen Menschen eröffnet, da Gott will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1Tim 2,4). Es ist das Ziehen des Vaters, von dem Christus spricht: „Niemand kann zu mir kommen, außer der Vater, der mich gesandt hat, zieht ihn" (Joh 6,44). Aber das bedeutet keine Zwangsveranstaltung. Der Mensch kann auch gezogen werden durch das innerste Verlangen seines Herzens, das ihm eingeschrieben ist (Katechismus der katholischen Kirche, Nr. 27) und ihn mit sanfter Gewalt ergreifen will. Gewaltig genug, um einstimmen zu können, sanft genug, um die Freiwilligkeit zu gewähren. „Ich stehe vor der Türe und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Türe öffnet, so werde ich eintreten und mit ihm Mahl halten und er mit mir" (Offb 3,20). Der Herr klopft so stark, daß hören kann, wer hören will, und so sanft, daß nicht hören muß, wer nicht hören will. "Solange ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Kinder des Lichtes werdet" (Joh 12,36). Dem Menschen ist genügend Licht geschenkt, damit er vernünftigerweise glauben kann, aber es gibt auch genügend Dunkelheit, damit er nicht glauben muß, wenn er nicht will. Wer das Licht des Glaubens ergreift, dem erhellen sich auch mehr und mehr die noch ungeklärten Fragen, so daß er ein Kind des Lichtes wird. Biblisch gesehen sollte man nicht von der Dunkelheit, sondern vom Licht des Glaubens sprechen, oder mit Garrigou-Lagrange vom „Helldunkel des Glaubens". Das ärgste Hindernis ist, daß jemand die Finsternis mehr lieben kann als das Licht, weil seine Werke böse sind und er an diesen festhalten will (Joh 3,19f). Aber nicht nur das lichtscheue Gesindel verfehlt den Weg zum Glauben. Auch wer „anständig" lebt und sich damit begnügt, kann sein Ohr dem Ruf Gottes verschließen. „Nemo nisi volens credit" – wobei es psychologisch unwahrscheinlich ist, daß jemand im Angesicht des sich bereits erschließenden Glaubens „nein" sagt, sondern eher auf Grund mangelnder Aufmerksamkeit das Sich-Erschließen des Glaubens verhindert. Ablenkung, oberflächliche Unterhaltung, Zerstreuung sind die eigentlichen Feinde des Glaubens. Die Türe, an die der Herr klopft, liegt nicht an der Oberfläche des Daseins, sondern in der Tiefe unserer Existenz. „Aus der Wahrheit sein" schließt ein wirkliches Verlangen ein, in diese Tiefe zu lauschen, um dem „lebendigen Gott zu dienen". Diese Formulierung steht wiederum im Hebräerbrief als eigentliches Ziel des Erlösungswerkes: der Eintritt in das nicht von Menschenhand gemachte Heiligtum, der Audienzsaal des lebendigen, uns hier und jetzt rufenden Gottes (9,11-14). – Somit ist der Glaube das Werk Gottes in uns und zugleich das ureigenste Werk des Menschen in Gott, er ist „das Ja Gottes zu sich selbst in menschlicher Freiheit" (A. Delp).

Der Glaube als Weg und Ziel

Der der verkündenden Kirche aufgrund menschlicher Glaubwürdigkeit geschuldete Glaube öffnet dem Menschen das innere Ohr für die sich im göttlichen Wort offenbarende und versichernde Autorität Gottes (das „Hören vom Vater" Joh 6,45; cf Mt 16,17). Der sich darin eröffnende Austausch des göttlichen Lebens ist bereits die „inchoatio vitae aeternae", der Beginn des ewigen Lebens (cf Joh 17,3). Aber er ist noch nicht das Ziel, das Schauen Gottes von Angesicht zu Angesicht, das Erkennen wie ich selbst erkannt bin (1Kor 13,12; cf Heb 11,1). Der Glaube führt uns auf den „lebendigen Weg", der Christus selbst ist (Heb 10,19-22). In Joh 6,35 wird parallel gesetzt: „Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird nie mehr dürsten". Christus ist „herabgestiegen" (sieben Mal betont in Joh 6), damit wir dadurch auf ihn zugehen können. An ihn glauben bedeutet somit personale Begegnung. Da er aber auf dem Weg ist, der zum Vater führt (bzw. dieser Weg selbst ist), können wir ihm nur begegnen, wenn wir ihm nachfolgen (Mk 8,34). Der Herr sagt, daß er hingehe und daß wir den Weg kennen (Joh 14,4): Er selbst ist der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch ihn (Joh 14,6; cf 13,1; 16,24). Selbst der auferstandene Christus ist nicht das Ziel, sondern der uns zum Vater Führende: „Halte mich nicht fest, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater" (Joh 20,17). Erst am Ende wird der Sohn dem Vater alles übergeben, „so daß Gott (Vater) alles in allem sei" (1Kor 15,28).

Somit bedeutet der Glaube zwar ein „Unterwegs-Sein", aber nicht als Salto mortale ins Ungewisse. Der Weg ist nicht das Ziel, aber das Ziel erleuchtet den Weg und erfüllt ihn mit Leben. Wir tappen nicht durchs Dunkel der Zeit, sondern folgen Christus als dem „Weg, die Wahrheit und das Leben" in Person (Joh 14,6), dem Archêgos des Lebens (Apg 3,15) und des Heiles (Heb 2,10), dem Herzog des Glaubens (Heb 12,2).

Glaube und Vertrauen

Auf die Frage „was heißt glauben?" hört man zumeist die Antwort: vertrauen! Wenn damit gemeint ist, daß man der Person, der man glaubt, aus gutem Grund vertraut und deshalb ihre Zusicherung für wahr hält, so kann diese Antwort gelten. Aber unter Vertrauen kann man auch eine Zuversicht meinen, etwa daß Gott mich nicht fallen lassen wird, daß mein Leben gelingen wird etc. Das entspricht der Hoffnung als der zweiten theologischen Tugend, die ohne die erste, den Glauben, nicht existieren kann. Der Glaube ist wesentlich selbstlos, das Motiv des Glaubens ist die Autorität des sich offenbarenden Gottes ganz unabhängig von allen persönlichen Erwartungen. Dagegen ist ein bloßer Fiduzialglaube eine bloße Vertrauensseligkeit, ein Salto mortale in die Tugend der Hoffnung ohne das Fundament des Glaubens. Hier wird dann auch in ganz unbiblischer Weise von „blindem Glauben" gesprochen.

Im biblischen Sprachgebrauch wird zwischen Vertrauen und Glauben unterschieden. Nach einer Lektionsvariante heißt es in Lk 8,48: „Vertraue Tochter, dein Glaube hat dich gerettet". Nach Heb 4,14f werden wir zunächst zum Bekenntnis aufgefordert – nachdem die Glaubwürdigkeit des Hohenpriesters Christus in Kap 3 aufgezeigt wurde – und dann zum Vertrauen: „Folglich laßt uns mit Zutrauen hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen". In der von A. Vanhoye aufgezeigten Struktur liegt die Trennung zwischen 4,14 und 4,15: 3,1 bis 4,14 entspricht dem 1. Kapitel, der Autorität Christi als dem ewigen Sohn Gottes; 4,15 bis 5,10 entspricht dem Kap 2, dem Entgegenkommen Christi in unser Elend. - Nach dem Epheserbrief haben wir in Christus das Zutrauen und den Zugang in Vertrauen durch den Glauben an ihn (bzw. den ihm gehörenden Glauben). Daß Christus durch den Glauben in unseren Herzen wohne, wird zuerst erbeten, das daraus entstehende Vertrauen ist die Frucht (Eph 3,12.17). Im Griechischen entstammen beide Worte, „pistis" und „pepoithêsis" zwar aus demselben Verb „peithein", aber grammatikalisch bedeutet „Glaube" den ersten Akt ‘sine qua non' des Überzeugtseins, „Vertrauen" ein Perfekt als Ergebnis aus längerer Zuwendung. Das sind keine Spitzfindigkeiten. Eine Trauung in bloßer Erwartungshaltung für mich wird scheitern. Wer nur für sich erhofft, hört nicht selbstlos und aufrecht, was der andere wirklich sagt. Eine Untersuchung von Paul Hacker über den protestantischen Fiduzialglauben trägt den bezeichnenden Titel: „Das Ich im Glauben Luthers".

Glaube und Werke

Im Glauben hört der Mensch auf den Ruf Gottes und antwortet zugleich. Dieser Ruf wird in Christus konkret und heilsmächtig. Der allgemeine Gehorsam des Menschen gegenüber Gott soll hier einmünden in den Gehorsam Christi, der sich darin eine Vollkommenheit (Konsekration) erworben hat, die sich allen eröffnet, die ihm Gehorsam leisten (Heb 5, 7- 9). Das Horchen und Gehorchen des Menschen ist Umdenken und Umkehr (metanoia), aversio ab aliis et conversio ad Christum. Es ist eine Übergabe seiner selbst, ein Hörigsein aus freiem Willen. Der Glaube ist das erste grundlegende Werk des Menschen, aber nicht als eigenmächtig gewirktes, sondern von Gott gewirktes, uns eröffnetes und von uns mitgewirktes Werk (cf Joh 6,28f). In seinen Oxforder Vorlesungen sagt Newman: „We believe because we love". Eine erste keimhafte Liebe aus dem Innersten der Seele als göttliche Vorgabe eröffnet uns das Hören seines Wortes als Aufgabe und führt in der Antwort des Glaubens zur Hingabe des Menschen in vollendeter Liebe. Das ist „der Glaube, der durch die Liebe wirkmächtig ist" (energoumenê, Gal 5,6), also Werke hervorbringt, ohne die er tot wäre (Jak 2,17). Wer recht zu lesen versteht, kann davon leicht die „Werke des Gesetzes" in Röm 3 unterscheiden, die als bloßer Buchstabendienst „nach Vorschrift" nicht aus dem sich uns im Glauben eröffnenden Leben des Geistes stammen (2 Kor 3) und keine Rechtfertigung als Umwandlung in ein neues Geschöpf ermöglichen (2 Kor 5,17). Schon in den Thessalonicherbriefen schreibt der hl. Paulus vom „Werk des Glaubens" (1 Thes 1,3; 2 Thes 1,11). Rechtfertigung aus dem Glauben? Ja, aber als erstes und grundlegendes Werk auch des Menschen, verdienstvoll durch die Kraft der Gnade.

Sprachliche Hinweise

Die Sprache des neutestamentlichen Griechisch hat im Gebrauch von Kasus und Präposition nicht mehr die exakten Differenzierungen des klassischen Griechisch. Man sagt deshalb, daß man auf Präpositionen keine Theologie aufbauen soll. Einige Hinweise sind dennoch von Interesse.

Zunächst gibt es in Mk 11,22 eine singuläre und eigenartige Formulierung: „Habet Glauben Gottes!". Ohne Artikel meint dies eine allgemeine Qualifizierung: Gottesglauben; einen Glauben, der Gott entspricht; der Gott Gott sein läßt (vgl. die ganz andere Formulierung in Röm 3,3!).

Klar unterschieden wird das Glauben „wegen" und das Glauben „durch" (diá + Akkusativ und diá + Genetiv). Die Samariter glauben an ihn zunächst wegen der Rede der Frau, dann wegen der selbst gehörten Worte (Joh 4,39-42), während in Apg 3,17; 18,27 und vor allem in Röm 10,7 erklärt wird, daß der Glaube innerlich durch Ihn, durch die Gnade, durch die Kraft seines Wortes geweckt und verwirklicht wird (diá + Gen.).

Zumindest in den synoptischen Evangelium wird der bloß menschliche Glaube formuliert als „jemandem glauben" mit Dativ (dem Engel, Johannes dem Täufer, den Frauen, der Schrift, den Worten, dem Evangelium): Mt 21,25.32; Mk 11,31; 16,13f; Lk 1,20; 16,11; 20,5; Joh 2,22; 4,21.50; Apg 24,14; 26,27; Röm 10,16. Eine Ausnahme scheint Joh 5,24.38.46f; 6,30 zu bilden. Auch in der Apostelgeschichte findet sich „glauben" + Dat. im Hinblick auf die göttliche Person (5,14; 18,8), aber zumindest im Kontext von 16,34 ist da die Bedeutung „vertrauen" gemeint (wohl auch in 27,25). Röm 4,3 entnimmt die Formulierung wörtlich der Septuaginta. – Ansonsten wird der Glaube an Gott bzw. an Christus mit der Präposition „eis" formuliert (mindestens 21x). Interessant ist die Differenzierung in Joh 5,10: an den Sohn Gottes glauben - „dem" Gott nicht glauben – an das Zeugnis glauben. An sich wäre das „eis" wörtlich ein „hineinglauben", aber im NT wird die Differenzierung zu „en" nicht mehr strikt eingehalten. Ausnahmsweise findet sich auch „glauben an" mit „en": Mk 1,15 (an das Evangelium); Joh 3,15 (aber dann „eis" in 3,16ff); Gal 3,26; Eph 1,15.

Besondere Beachtung verdient die Formulierung „glauben auf" durch „epí" mit Dativ oder Akkusativ. Der Vergleich von Mt 7,24 und 16,18 – jeweils „auf den Felsen bauen" – zeigt, daß hier Akkusativ und Dativ unterschiedslos gebraucht werden. In Lk 5,5 heißt es: „Auf dein Wort werde ich die Netze auswerfen" (epí + Dat. – Zerwick M., Graecitas Biblica, Nr 126: gibt oft die Basis, das Fundament an, auf das sich eine Handlung stützt und steht deshalb bei den Verben „glauben, hoffen"). Auch die eingangs erwähnte Definition des Glaubens in Heb 11,1 spricht ja vom Glauben als einer Grundlage (hpostasis), auf der man steht. Das bedeutet, daß der Glaube als Lebensfundament angesehen wird, „sofern ihr verbleibt im Glauben gegründet und fest und nicht wankend von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt" (Kol 1,23). Sicher haben dabei die neutestamentlichen Autoren das hebräische „a m n" im Sinn, das „fest, sicher, zuverlässig sein " bedeutet, im Hifil „sich fest machen in, glauben", im Nifal „treu sein, Bestand haben", das Substantiv aemaet „Wahrheit, Treue". Im Hinblick auf die Festigkeit des Auferbautseins ist an die Natanweissagung zu erinnern: „Der HERR verkündet dir, daß ER dir ein Haus machen wird... und fest sein wird (w-nae-aman) dein Haus und dein Königtum immerdar vor mir" (2 Sam 7, 11.16). Der hl. Petrus beschreibt die Gemeinschaft der Glaubenden als ein spirituelles Haus, das auf dem Grundstein Christus auferbaut ist aus lebendigen Steinen (1Ptr 2,5-7), und zitiert den Propheten Isaias „Wer auf ihn glaubt, wird nicht zuschanden" (Is 28,16 LXX; TM: „Wer sich daran festmacht, der wird nicht hasten"). Bei aller berechtigten Kritik an einem religiösen Fundamentalismus (Fanatismus) muß man sich in acht nehmen, nicht zugleich einen urbiblischen Gedanken zu verraten: der Glaube ist ein festes Fundament, auf dem der Glaubende sein ganzes Leben aufbauen kann und soll.

Ergebnis

Die Bestimmung bei Kant, „wissen" bedeute objektive und subjektive Gewißheit, „glauben" subjektive, aber nicht objektive Gewißheit und „meinen" weder objektive noch subjektive Gewißheit, mag für die Wahrnehmung sinnfälliger Gegenstände gelten: ich weiß, glaube oder meine, daß sich hinter diesem Berg eine Stadt befindet. Anders verhält es sich bei der Wahrnehmung der Innenwelt, sei es der eigenen oder der anderer Personen. Wer sagen kann, „Ich weiß, wem ich glaube, und ich bin mir sicher", der hat eine objektive und subjektive Gewißheit, auch wenn er sie einem anderen Menschen nicht in Form eines experimentellen „Beweises" demonstrieren, sondern „nur" ein glaubwürdiges Zeugnis geben kann, durch das der andere – sofern er dazu bereit ist - selbst in den Prozeß der Glaubensaneignung einzutreten imstande ist. - Ohne eine solche objektive und subjektive Gewißheit wäre ein ehelicher Bund, unauflöslich bis in den Tod und über den Tod hinaus, mit einem Menschen und noch mehr mit Gott selbst, unverantwortlich und unmoralisch.

In den theologischen Schulen, vor allem der Dominikaner und Franziskaner, war strittig, ob der Glaube mehr als Akt des Intellektes oder des Willens aufzufassen sei. Die alte Definition des Katechismus, „christlich glauben heißt, alles für wahr halten, was Gott gesagt hat", bezeichnet zwar ein Ergebnis, aber nicht den ganzen Werdegang des zum Glauben Kommens. Wie wir gesehen haben, wird da der Mensch im tiefsten Wesen seiner Existenz gerufen und ergriffen. Dabei geht es nicht nur um irgendwelche Wahrheiten und Sätze, sondern um Liebe und Gehorsam, Demut und Vertrauen, aber auch Reflektion und Verantwortung. Die intellektuelle Seite darf keineswegs ausgeklammert werden: Der Glaube ist nicht nur Gefühl und Vertrauen, sondern Mitteilung und Auftrag. „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt" (Joh 14,21). Man kann also nicht sagen, die Hauptsache in der Religion sei, jemand meine es gut und sei subjektiv überzeugt. Wenn Gott sich mitteilt, dann muß sein Wille richtig aufgefaßt werden. Allerdings fährt Christus an derselben Stelle fort: „Wer aber mich liebt, wird geliebt werden von meinem Vater, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren" und weist damit auf eine Beziehung und Offenbarung, die über das bloße Haben und Halten der Gebote hinausgeht.

Wenn es in der Schrift heißt, „corde creditur ad iustitiam" (mit dem Herzen glaubt man zur Gerechtigkeit, Röm 10,10), so ist mit dem Herzen keine Sentimentalität, sondern das innerste Wesen, die Tiefe der menschlichen Existenz mit all ihren Triebkräften und Kapazitäten, den intellektuellen und den willentlichen, gemeint. Im biblischen Sprachgebrauch denkt jemand in seinem Herzen – nicht nur in seinem Kopf -, vor allem aber kann er sich in seinem Herzen öffnen oder verschließen, ja verhärten und versteinern. Wo es nicht um sogenannte „wertneutrale" Mitteilungen geht (man kann eigentlich höchstens von relativ wertneutralen Sachverhalten sprechen), ist die intellektuelle Auffassung abhängig von der emotionalen und willentlichen Bereitschaft, und diese ist wiederum angewiesen auf die verstandesmäßige Erschließung. Dieser scheinbare circulus vitiosus läßt den Streit der dominikanischen und franziskanischen Schule unendlich fortsetzen, wenn man nicht bedenkt, daß die erste Liebe eine göttliche Vorgabe ist, ein bereits Vor-Gedachtes und Vor-Geliebtes, das der Mensch in beiderlei Hinsicht einholen kann und muß, bzw. soll. Der Circulus wird dann zu einem Hin- und Hergehen, das sich gegenseitig erhellt und bestätigt. So ist der Glaube eine Herausforderung des ganzen Menschen mit all seinen Kräften, aus ganzem Herzen und mit ganzem Gemüte. Im „Für-wahr-Halten" betätigt und bestätigt sich das „Bekenntnis zum Heil" (ebd., Röm 10,10).

Die Vergewisserung geschieht zwar im eigenen „Herzen", aber sie bezieht gewissenhaft die äußere Mitteilung in reflektierender Verantwortung mit ein (das haben wir am Beispiel des ungläubigen, bzw. gläubigen Thomas betrachtet). Eine leichtsinnige Gläubigkeit ist eine Lieblosigkeit, die den wahren und lebendigen Glauben auf die Dauer gesehen zum Erlöschen bringt. Erscheinungssüchtige Gläubige nehmen Gott nicht wirklich ernst, sind nicht ernsthaft und kritisch besorgt um die wirkliche Anwesenheit des angeblich geliebten Herrn, sondern geben sich mit subjektiven Erlebnissen zufrieden. Andererseits sind viele wirklich Gläubige durch eine „verkopfte" Theologie abgestoßen, so daß sich Theologie und Glaube zu beider Schaden gegenseitig polarisieren. „Morgen für Morgen weckt Er das Ohr mir, damit ich höre nach der Art der Lehrlinge. Der Herr mein Gott hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber, ich habe nicht widerstrebt, nach hinten bin ich nicht gewichen" (Is 50,4f). Wer in diese Schule des Glaubens eintreten will, muß täglich neu hören und lernen, horchen und forschen, streben und leben. „Selig der Mensch,... der viel mehr in der Weisung des Herrn Gefallen findet und in seiner Weisung murmelt Tag und Nacht" (Ps 1,1f). Dieses ununterbrochene, nachsinnende, halblaute Rezitieren der Torah, der göttlichen Weisung, ist ein gläubiges Verlangen, das sich hineinbeten will in den wahren Sinn des von Gott Gemeinten und Gewollten. Auch wenn das Glauben ein Empfangen ist, so ist es doch zugleich höchste Anspannung aller inneren und äußeren Kräfte, aktives Rezitieren, Rezipieren und Integrieren. Wir können auch an das Rezeptieren des Apothekers denken, der in der Verantwortung seiner Fachkenntnis das Rezept des Arztes ausführt. Ebenso sollte der gläubige Theologe die göttliche Vorgabe gehorsam horchend verarbeiten. Die so im Satz und im System von Sätzen formulierte Wahrheit ist dann eine Arznei „aus dem Glauben und für den Glauben" (Röm 1,17): theologia salutis, heilsame Heilstheologie.

Christus sagt am Ende der Bergpredigt: „Jeder also, der diese Worte hört und sie tut, der wird einem weisen Mann gleichen, der sein Haus auf Felsengrund gebaut hat" (Mt 8,24). Immer wieder werden wir aufgefordert, die Worte des Herrn zu hören (typisch bei Jeremias), und damit ist gemeint, nicht nur zu hören, sondern gut zu hören, gehorsam zu sein. - Im Lukasevangelium geht der Herr nicht auf die Seligpreisung des Leibes, der ihn getragen, und der Brust, die ihn genährt hat, ein, sondern preist diejenigen selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren (11,27). Damit werden wir aber gerade in diesem Evangelium auf Maria verwiesen, von der mehrfach betont wird, daß sie „all diese Worte bewahrt hat, sie in ihrem Herzen erwägend" (2,19.51 - „symballousa" als Zusammenschau des Ganzen der Heilsgeschichte in der Analogie des Glaubens). „Selig die da glaubend ist, daß eine Vollendung werde dem ihr vom Herrn Gesagten". (Lk 1,45). In der Frage, was eigentlich Glauben bedeute, können wir einfach auf Maria verweisen, auf ihr ganzes Wesen und Vorbild.


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