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Leisner Karl

Jean-Théophane Vénard

Vor 150 Jahren, am 2. Februar 1861, wurde in Hanoi der heilige Jean-Théophane Vénard, der Lieblingsheilige der hl. Therese von Lisieux, enthauptet. Am 21. November 1829 in der Diözese Poitiers geboren, las er mit acht Jahren über den Tod des heiligen Märtyrers Jean-Charles Cornay und war seitdem für die Mission begeistert.

Er wurde Priester und anschließend nach Hongkong für die Mission in China gesandt. “Sein Herz jubelte vor Freude, als er plötzlich für das Königreich Annam bestimmt wurde, wo damals die Verfolgung so viele Opfer forderte. Auf diese frohe Kunde hin schrieb er an einen Freund: ‘So oft mir der Gedanke an das Martyrium kommt, macht er mich überströmen von Freude. Das ist der schöne und gute Teil, der nicht allen gegeben wird ... Exultent in Domino Sancti, alleluja! Ich wage es nicht, um eine so strahlende Krone zu bitten: Domine, non sum dignus. Aber meine Seele kann sich einer lebhaften Bewegung und häufiger Stoßgebete nicht erwehren: Domine, qui dixisti: Maiorem caritatem nemo habet, ut animam suam ponat quis pro amicis suis (Eine größere Liebe hat niemand, als dass er sein Leben gibt für seine Freunde, Joh 15,13). Erinnere dich an unser Gebet, es hat für mich einen unwiderstehlichen Reiz: Regina Martyrum, ora pro nobis! Bete für deinen Freund, der dich keinen Tag vergißt.’
Vénard war zuerst mit seinem Jugendfreund Theurel und dem seligen Néron im Kolleg von Hoang-Nguyen im Unterricht der Jugend tätig. Mit knapper Not waren die Missionare 1857 bei einem ungeahnten Überfall der Heiden dem Tode entgangen. Noch drei Jahre gelang es dem Seligen, den verirrten Schäflein nachzugehen, bis man seiner habhaft wurde. Nach zweimonatlicher Gefangenschaft wurde er am 2. Februar 1861 hingerichtet, er zählte erst 31 Jahre. In seinem Gefängnis hatte er noch so viel Freiheit, dass er Eltern und Geschwistern in der Heimat seine Leiden und sein baldiges Sterben für Christus mitteilen konnte. Da verrät er abermals seine große Seele, die schon ganz von Wonne erfüllt ist, dass sie für Christus ihr Leben hingeben darf, er fordert die Seinen auf, Freudentränen zu vergießen ob des beneidenswerten Loses ihres lieben Theophanes. Die Christen hatten ihm auch noch den Trost verschafft, dass ein einheimischer Priester verkleidet zu ihm ins Gefängnis gelangte und ihm schließlich auch noch durch eine Christin die hl. Kommunion gebracht wurde. Die Kommunion war ja immer die Stärke der Märtyrer” (Constantin Kempf SJ, Die Heiligkeit der Kirche im 19. Jahrhundert, Einsiedeln, Waldshut, Köln 1912, S. 297 f).

1909 wurde er selig-, 1988 heiliggesprochen.


Shahbaz Bhatti

Am 2. März 2011 wurde Shahbaz Bhatti, der pakistanische Minister für religiöse Minderheiten, von den Taliban ermordet. 1968 in Khushpur als eines von sechs Kindern katholischer Eltern geboren, setzte er sich bereits im Jugendalter für den Schutz der Christen ein, gehörte 2002 zu den Gründern der All Pakistan Minorities Alliance und wurde 2008 als einziger Christ in die Nationalversammlung gewählt. Als Minister für religiöse Minderheiten strebte er die Abschaffung des Anti-Blasphemiegesetzes an.
Angesichts der Lebensgefahr, in der er sich seit Jahren befand, verfasste er 2005 sein geistliches Testament, in dem es u.a. heißt: “Die schrecklichen Bedingungen, unter denen die Christen Pakistans lebten, erschütterten mich. Ich erinnere mich an jenen Karfreitag, als ich erst 13 Jahre alt war: Ich hörte eine Predigt über das Opfer Jesu für unsere Erlösung und für die Rettung der Welt. So fühlte ich mich gedrängt, als Antwort auf Seine Liebe unseren Brüdern und Schwestern meine Liebe zu schenken, indem ich mich in den Dienst der Christen stellte, besonders der Armen, Notleidenden und Verfolgten, die in diesem islamischen Land leben (...) Für Christus will ich leben, und für Ihn will ich sterben.”
An seinem Begräbnis nahmen etwa 15.000 Menschen teil. Die pakistanische Bischofskonferenz hat den Papst um seine Anerkennung als Märtyrer und Patron der Religionsfreiheit gebeten.

Die englische Band ooberfuse hat aus Anlass von Bhattes Todestag den Song Blood Cries Out veröffentlicht.


Petrus To Rot

1912 wurde in Rakunai, Papua-Neuguinea, der selige Petrus To Rot geboren. Seit Vater gehörte zu den ersten Ureinwohnern, die katholisch getauft wurden. Zuvor hatten bereits die Methodisten über 25 Jahre lang in jenem Gebiet missioniert. Petrus To Rot ließ sich zum Katecheten ausbilden, heiratete 1936 die Katholikin Paula La Varpit und wurde Vater dreier Kinder.

“Als nach der Besetzung durch die Japaner 1942 sämtliche Missionare und das Personal der Mission in ein Konzentrationslager gesperrt wurden, war es Petrus, der durch seine stete Anwesenheit dafür sorgte, dass Gottesdienste abgehalten wurden, der Katechismus unterrichtet und den Kranken und Sterbenden die Kommunion gebracht wurde. Da die Hauptkirche zerstört wurde, errichtete er als Treffpunkt für die katholische Gemeinde eine Kirche aus Zweigen und Laubwerk. Dem folgten das Verbot des christlichen Kultes und die Verordnung, dass die Tolais zu ihrer früheren Praxis der Polygamie zurückkehren müssten. To Rot widersetzte sich entschieden” (Andreas Resch).

Nach einer Beschuldigung durch einen Methodisten wurde er 1945 verhaftet, misshandelt, ins Konzentrationslager verbracht und dort getötet. Am 17. Januar 1995 wurde er seliggesprochen. Er ist der erste Selige der Ureinwohner Ozeaniens.

Personen
(Auswahl)

Lewis C. S.
Malagrida G.
Marescotti J.
Manning H. E.
Marillac L.
Maritain J.
Martin Konrad
Massaja G.
Mieth Dietmar
Mixa Walter
Mogrovejo T.A.
Moltke H. v.
Montalembert
Montecorvino J.
Moreno E.
Mosebach M.
Müller Max
Muttathu-padathu
Nies F. X.
Nightingale F.
Pandosy C.
Paschalis II.
Pieper Josef
Pignatelli G.
Pius XI.
Postel M. M.
Poullart C. F.
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Prümm Karl
Pruner J. E.
Quidort
Radecki S. v.
Ragueneau P.
Rahner K.
Ratzinger J.
Reinbold W.
Répin G.
Rippertschwand
Rudigier F. J.
Ruysbroek
Salvi Lorenzo
Sanjurjo D. S.
Saventhem E.
Schamoni W.
Schreiber St.
Schynse A.
Sierro C.
Silvestrelli C.
Simonis W.
Solminihac A.
Spaemann C.
Stein Karl vom
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Therese
Thun Leo G.
Tolkien J.R.R.
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Vénard Th.
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Wurmbrand R.


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