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Gabriel Malagrida SJ

Gabriel Malagrida wurde am 18. September 1689 in Menaggio am Comersee als Sohn eines Arztes geboren. Nach Schule und Studium in Como und Mailand trat er 1711 in Genua in die Gesellschaft Jesu ein. Nach einer Zeit als Professor in Bastia auf Korsika kam er 1721 als Missionar nach Südamerika, und zwar in die Provinz Maranhao (früher auch Maragnon genannt) im Nordosten Brasiliens mit der Hauptstadt São Luís (San Luis). Die ersten Missionare in dieser Gegend waren Francisco Pinto SJ und Luís Figueira (1574 - 1643). Pinto wurde 1607 von den Indianern erschlagen, während Figueira entkommen konnte und sich durch das Schicksal seines Mitbruders nicht zurückschrecken ließ, einen weiteren Versuch zu wagen. Mit zwei Mitbrüdern wirkte er dann vierzehn Jahre lang segensreich unter den Indianern. 1652 kam der berühmte Antonio Vieira (1608 - 1697) zusammen mit elf weiteren Jesuiten nach Maranhao. Vieira wurde der große Verteidiger der Indianer, Verfechter ihrer Rechte und Bekämpfer der Sklaverei. Von den Indianern "der große Vater" genannt, wurde er den Kolonisten ein Dorn im Auge, so daß er 1661 zusammen mit 31 weiteren Jesuiten das Land verlassen und nach Europa zurückkehren mußte.

Nachdem Malagrida in Para, das damals den südlichen Teil von Maranhao ausmachte, die Sprache der Indianer erlernt hatte, übernahm er ab 1724 die Leitung der Mission unter den Tobajaren am Fluß Itapicuru (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Fluß in der 1000 Kilometer südlicher gelegenen Provinz Bahia), der bei São Luís ins Meer fließt. Damit begann sein langes, gefahrvolles und entbehrungsreiches Missionarsleben. Mehrmals entging er nur knapp dem Tod durch wilde Tiere, Kannibalen, Schiffbrüche. Weitere Stationen seines Missionarsleben waren ab 1736 Bahia und das nördlich angrenzende Pernambuco.

1749 kehrte er nach Portugal zurück, um von König Johann V. (Regierungszeit 1706 - 1750) den königlichen Schutz seiner Missionen vor Übergriffen der Kolonisatoren zu erbitten. Tatsächlich schätzte der König Malagrida sehr und förderte sein Werk. Er wie auch seine Frau, Maria Anna von Österreich, nahmen an seinen Exerzitien teil. Als der König am 31. Juli 1750 starb, wollte die Königin noch weniger auf seine geistliche Leitung verzichten und versuchte, ihn von seiner Rückkehr in die Mission abzuhalten. Schließlich ließ sie ihn ziehen mit dem abgenötigten Versprechen, daß er wiederkomme, wenn sie ihn wegen des nahenden Todes rufe.

Wie hoch Malagrida wegen seines heiligmäßigen Lebens im Ansehen stand, bezeugen die Franziskaner von Bahia in einem Brief an ihren Generaloberen: "Malagrida ist der Franz Xaver unserer Zeit; wenn schon der Hof von Lissabon und das Königreich Portugal und alle Pflanzstaaten eine hohe Meinung von diesem feurigen Apostel haben, so ist dieselbe doch noch immer tief unter seinem unermeßlichen Verdienst und seiner heroischen Tugend. Wir waren jahrelang Augenzeugen, wir können die Strenge seines Lebens und seinen brennenden Eife nur bewundern und entdecken jeden Tag an ihm neue Tugenden."

Sein Eifer für die Indianer war aber jenen, die die Indianer und deren Land ausbeuten wollten, ein Dorn im Auge. So wuchs auch die Feindschaft gegen ihn und die Jesuiten überhaupt.

Hinzu kamen schicksalsträchtige Änderungen am königlichen Hof in Portugal. Der Sohn Johanns V., König Joseph I. (1750 - 1777), berief 1750 Sebastião José de Carvalho e Mello, berühmt geworden unter dem Namen Marquis de Pombal (wozu er 1769 ernannt wurde; "Marquis" heißt "Markgraf"), zu seinem Berater und Außenminister. Dieser übernahm de facto zunehmend die Regentschaft, besonders, seitdem er 1756 zum ersten Minister ernannt wurde. Sein Bruder, Franz Xaver de Mendoza-Furtado, wurde 1750 Statthalter von Brasilien. Beide waren erbitterte Gegner der Jesuiten und ihrer Missionen in Brasilien.

1754 kehrte Malagrida nach Portugal zurück, um seinem Versprechen gemäß der Königin beim Sterben beizustehen. Sie starb am 14. August.
Am 1. November 1755 wurde Lissabon von einem Erdbeben und einem folgenden Tsunami heimgesucht, dem fast 100.000 Menschen zum Opfer fielen. Es war jenes Ereignis, das damals die Geisteswelt Europas erschütterte, Voltaire aus einem Optimisten zu einem Pessimisten machte und allenthalben die Frage nach Gott und dessen Zulassung des Leidens aufwarf. Pombal bewährte sich als praktischer Organisator im Wiederaufbau der Stadt. Doch gefiel es ihm nicht, daß Malagrida die Katastrophe, ohne die natürlichen Ursachen zu leugnen, als Mahnung Gottes zur Umkehr der Herzen deutete. Dem König malte Pombal das Gespenst eines Aufstands vor Augen, der angeblich von den Jesuiten geschürt würde. Es nützte nichts, daß Malagrida zusammen mit seinen Mitbrüdern sich während der Katastrophe heldenhaft der notleidenden Bevölkerung angenommen hatte. Der König gab Pombal freie Hand, und so kam es, dass Malagrida auf den Tag genau ein Jahr nach dem Erdbeben nach Setubal, südlich von Lissabon, verbannt wurde.

Diese Verbannung war nur der erste Schritt auf dem Leidensweg, der nun folgen sollte. Am 19. September 1757 verbannte Pombal Pater Moreira SJ, den Beichtvater des Königs, und die übrigen Jesuiten vom königlichen Hof.

Am 3. September 1758 wurde auf den König ein Attentat ausgeübt. Joseph I. wurde verletzt, aber überlebte. Pombal ließ nach den Tätern fahnden und nahm etwa fünfzig Verdächtige fest, als Hauptverdächtigen den Herzog von Aveiro und den Marquis von Tavora und deren Familienmitglieder. Der von gewissen Kreisen als Aufklärer und Vorreiter der Moderne gefeierte Pombal ließ durch königliches Dekret vom 20. Dezember 1758 die Folter zur Erzwingung von Geständnissen wieder einführen. Sie wurde auch reichlich angewandt. Er richtete ein Sondertribunal ein, dessen Vorsitzender, Gonçalves Pereira, ermächtigt wurde, "alle üblichen Formen des Rechtsverfahrens außer acht zu lassen, und das Gericht wurde angewiesen, seine Urteile am Tage ihrer Verkündigung zu vollstrecken" (so die liberalen Geschichtsschreiber Will und Ariel Durant).

Am 11. Januar 1759 wurde auch Malagrida mit neun weiteren Jesuiten verhaftet. Am folgenden Tag wurden alle Angeklagten ohne weitere Verhandlung vom Sondergericht für schuldig erklärt.
Am 13. Januar 1759 wurden neun der Angeklagten hingerichtet, Mitglieder der Adelsfamilien von Aveiro und Tavora.

Sechs Tage später erwirkte Pombal vom König ein Dekret, das alle Jesuiten in ganz Portugal ihres Besitzes enteignete und die militärische Bewachung in ihren Häusern, die sie nicht verlassen durften, anordnete. Am 3. September 1759 verfügte ein Edikt ihre Deportation. Unter den entwürdigendsten Umständen wurden sie auf Schiffen außer Landes gebracht. Die meisten kamen nach Italien. Ein Teil von ihnen starb unterwegs, andere waren dem Hungertode nahe. 1700 Jesuiten in Portugal waren davon betroffen, weitere 900 in den portugiesischen Missionen. Die Zerstörung der Missionen und die schlechtere Rechtsstellung, die Pombal den Indianern bescherte, öffnete ihrer Ausbeutung Tür und Tor. Was Wikipedia in seinem Artikel über Pombal seltsamerweise die Emanzipation der betreffenden Indianer nennt, war in Wirklichkeit der Beginn ihrer Ausrottung (vgl. die Darstellung dieses Themas im Film The Mission).

Malagrida und seine Mitbrüder, die der Verwicklung in das Attentat verdächtigt wurden, waren nicht von der Landesverweisung betroffen. Sie wurden zu Belem bei Lissabon im schlimmsten Kerker untergebracht, in dem das Wasser bei Regenwetter bis zu den Knien stand. Zweiunddreißig Monate schmachtete der greise Malagrida darin. Pombal bemächtigte sich der Inquisition, ernannte seinen Bruder Paul Carvalhos zu deren Vorsitzenden und ließ am 12. September 1761 Malagrida der Ketzerei und der Gotteslästerung für schuldig erklären. Am 20. September 1761 wurde er in Anwesenheit Pombals erdrosselt und am Pfahl verbrannt. Voltaire brandmarkte diesen Justizmord als "Wahnsinn und Sinnlosigkeit, verbunden mit der entsetzlichsten Bosheit".


Jesuiten:

Vier weitere Jesuiten


Der hl. Franz von Paula

Vor 500 Jahren, am 2. April 1507, an einem Karfreitag, starb der hl. Franz von Paula.

Franz von Paola wurde 1416 in Paula oder Paolo bei Cosenza in Kalabrien geboren. Seine Eltern waren arm und fromm. Mit 12 Jahren wurde er den Franziskanern in San Marco übergeben. Mit 14 Jahren zog er sich als Eremit in die Einsamkeit zurück und führte ein strenges Leben. Sein Beispiel zog andere junge Männer an. Sie schlossen sich zur Gemeinschaft der "Eremiten des hl. Franziskus von Assisi" zusammen. Ihr Leitspruch war "Alles in Liebe". Durch ihre Armut bildeten sie einen Kontrast zur prunkliebenden Renaissance. 1454 erbaute Franziskus für die größer werdende Gemeinschaft mit Genehmigung des Bischofs von Cosenza eine Kirche und ein Kloster. Die Gemeinschaft breitete sich in Kalabrien und Sizilien aus. Es entstanden Niederlassungen in Paterno Calabro, Spezzano und Corigliano Calabro. 1470 kam vom Erzbischof von Cosenza Pirro Caracciolo (1452 - 1484) die bischöfliche, am 27. Mai 1474 von Sixtus IV. die päpstliche Bestätigung. Sie erhielten die Privilegien der Mendikanten. Der offizielle Name ist heute "Ordo Fratrum Minimorum" (OM), die Mitglieder heißen Minimen oder Minimiten, im Volksmund auch Paulaner. Zum Generaloberen, Corrector generalis genannt, wurde der hl. Franz ernannt. Am 26. Februar 1493 bestätigte Alexander VI. die Regel, die sich stark an die Franziskanerregel von 1223 anlehnt.

1497 entstand die erste Niederlassung auf deutschem Boden, und zwar in Oberthalheim in Oberösterreich. Wolfgang von Pollheim, Vertrauter und Gesandter Kaisers Maximilian I. (1493 - 1519), hatte den hl. Franz, der sich seit 1482 in Frankreich aufhielt, dort 1494 kennengelernt. Er erbaute für die Paulaner in Oberthalheim Kirche und Kloster, die ab 1497 von zwei aus Frankreich gesandten Paulanern besiedelt wurden. Im selben Jahr folgten zwei weitere Klöster in Deutschland. Das Kloster in Oberthalheim wurde 1784 ein Opfer des Josephinismus.

Der hl. Franz kam 1482 nach Frankreich, weil ihn der sterbende König Ludwig XI. (1461 - 1483) zu sich rief. Wegen seiner Wundergabe und seiner Güte hatte sich der Ruf des Heiligen schon weit verbreitet und zog viele Menschen an. Dem Ruf nach Frankreich folgte er erst auf Geheiß des Papstes. Der König wollte geheilt werden und bot dem Heiligen eine Schüssel Golddukaten an. Doch dieser, so wird berichtet, erwiderte: "Majestät, geben Sie dieses Geld Ihrem Volke zurück, von dem Sie es durch ungerechte Abgaben erpresst haben. Es klebt das Blut der Armen daran, und ein solches Almosen ist ein Greuel vor unserem Herrn" (Melchers, Das große Buch der Heiligen, S. 203). Statt ihn zu heilen, führte er ihn zur Umkehr und zur Beichte.

Der Nachfolger Ludwigs, Karl VIII., "schenkte Franz noch größeres Vertrauen und ließ ihm ein schönes Kloster im Park von Plessis-les-Tours (bei Tours), und ein anderes zu Amboise erbauen. In Paris wurden seine Mönche Bon hommes [Boni homines] genannt. In Spanien, wohin Franciscus Mönche aus dem Kloster Plessis-les-Tours sandte, erhielten sie den Namen Väter des Sieges [Fratres de Victoria], weil Ferdinand der Katholische es ihrem Gebete zuschrieb, daß Malaga den Mauren entrissen wurde."

1495 wurde in Andujar in Spanien der weibliche Zweig der Minimitinnen gegründet.
Als Franz von Paola in Plessis-les-Tours starb, hatte sein Orden fünf Provinzen in Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland. "Um 1520 hatte der Orden ca 450 Klöster; 1623 waren es deren 359 in 30 Provinzen u. 3 Kommissariaten, wovon 1 in Westindien" (Michael Bihl in: LThK 1. Auflage, Band VII, Sp. 200).

1620 und 1622 entstanden zwei Klöster des Ordens in der Schweiz.1627 kamen die Paulaner nach Bayern, und zwar nach München, Kloster Neudeck ob der Au, wo sie ab 1634 Bier brauten. Ohne sie gäbe es in München nicht das Paulaner-Bier.
1998 gab es noch ca. 185 Paulaner in Europa und Amerika.

Franz wurde von Leo X. am 7. Juli 1513 selig- und am 1. Mai 1519 heiliggesprochen. Seine Gebeine ruhten in der Kirche in Plessis, wo sie 1562 von den Hugenotten verbrannt wurden. Pius XII. ernannte ihn am 27. März 1943 zum Patron der italienischen Seefahrer, Johannes XXIII. 1962 oder 1963 zum Patron Kalabriens.

Linksammlung zum hl. Franz von Paola


Dominikus Mau

Vor 150 Jahren, am 5. November 1858, starb in Hung Yen (südöstlich von Hanoi, Tonkin, Nordvietnam) als Märtyrer der hl. Dominikus Mau OP.

Dominikus Mau wurde 1808 in Phu Nai in der Provinz Nam Dinh (südlich gelegen von der Provinz Hung Yen) in Tonkin geboren. Er war zunächst Schüler der Gesellschaft des Pariser Missionsseminars und trat nach seiner Priesterweihe in den Dominikanerorden ein.

Mau wurde Opfer der blutigen Christenverfolgung unter dem Kaiser Tu-Duc (1847 - 1883), dem vierten Kaiser der Nguyen-Dynastie. In den Jahren 1857 bis 1862 wurden mehr als 20000 Christen in Tonkin umgebracht. In der Gegend von Hue, der alten Kaiserstadt von Annam (Zentralvietnam), waren es etwa 10000. Weitere 40000 Christen starben durch Hunger und Elend, nachdem sie aus ihren Dörfern vertrieben worden waren.

Über die Zeit der Gefangenschaft des hl. Dominikus Mau besitzen wir folgende Aussagen eines Zeugen: “Zwei Monate lang sah ich den Pater als Gefangenen im Hause des Mandarins. Er zeigte sich allen gegenüber so gütig und liebenswürdig, dass selbst seine Wächter ihn liebgewannen und ehrten ... Ich habe viele zu ihm geführt, damit sie beichten konnten ... Er betrachtete und betete immer. Mit Heiterkeit und Freude bereitete er sich auf den Tod für Christus vor ... Als er zur Enthauptung ging, hatte er die Hände gefaltet wie bei der heiligen Messe” (zitiert in: Ferdinand Baumann SJ, Pius XII. erhob sie auf die Altäre, Würzburg 1960, S. 289).

Dominikus Mau wurde von Papst Pius XII. am 29. April 1951 seliggesprochen, zusammen mit 24 weiteren Märtyrern der Verfolgung jener Jahre, darunter die hll. Josef Diaz Sanjurjo OP und Melchior Garcia Sampredo OP.
Später war er unter der Gruppe von 117 Märtyrern der vietnamesischen Kirche, die Johannes Paul II. am 19. Juni 1988 heiligsprach, unter ihnen Pierre Dumoulin-Borie MEP.

Von diesen 117 Märtyrern waren 50 unter Tu-Duc umgekommen und 58 unter dessen Vorvorgänger Minh-Mang (1820-1840). 96 von ihnen waren Vietnamesen (37 Priester und 59 Laien), 11 Spanier und 10 Franzosen.

In seiner Ansprache zur Heiligsprechung führte Johannes Paul II. aus: “Die vietnamesische Überlieferung erinnert uns daran, dass die Geschichte des Martyriums der vietnamesischen Kirche seit ihren Anfängen noch viel reicher und komplexer ist. Seit 1533, das heißt seit dem Beginn der christlichen Predigt in Südostasien, hat die Kirche in Vietnam drei Jahrhunderte lang immer neue Verfolgungen durchgemacht, dazwischen nur wenige Zeiten der Ruhe, ähnlich den Verfolgungen, unter denen die Kirche im Westen in den ersten drei Jahrhunderten zu leiden hatte. Es hat Tausende von gemarterten Christen gegeben, und zahlreich sind jene, die in den Bergen und Wäldern oder in ungesunden Gegenden gestorben sind, wohin man sie in die Verbannung geschickt hatte” (zitiert in: Ferdinand Holböck, Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 3, Stein am Rhein 1994, S. 292 f).

Einen interessanten Einblick in die Zeit Tu-Ducs gibt die spannende Erzählung von Joseph Spillmann Kämpfe und Kronen.

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Poullart C. F.
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