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Zwei neue Bücher über den hl. Pater Pio von Pietrelcina

Von P. Martin Lugmayr

Der hl. Pater Pio ist über viele Jahre unzähligen Menschen beigestan-den, denen er sich als liebevoller und umsichtiger Vater erwiesen hat, indem er sie zu wahren Christen „erzog“ und auf ihrem Weg der Nachfolge des Herrn begleitete. Mit Der „Padre“, der Vater, ist daher prägnant das Buch betitelt, das P. Marcellino Iasenzaniro verfaßt hat, ein Mitbruder Pater Pios, der mehrere Jahre an dessen Seite leben durfte. Doch nicht nur selbst Erlebtes wurde zu Papier gebracht, der Verfasser stützt sich auch auf die Aufzeichnungen eines anderen Mitbruders, P. Pellegrino Funicelli, und viele Aussagen von Augenzeugen, der er in San Giovanni Rotondo und ganz Italien befragt hat. Der Untertitel gibt den Gesichtspunkt an, unter dem das Material gesichtet und geordnet wurde: Die Mission, Seelen zu retten. Das hat nämlich Pater Pio selbst als den an ihn gerichteten Auftrag Gottes bezeichnet, der sich insbesondere in seinem Wirken als Beichtvater und Seelenführer verwirklichte. Dem entsprechend ist das Buch in zwei große Teile gegliedert: Ein außergewöhnlicher Beichtvater und Die Sünden, wie Pater Pio sie sah. Die Worte und Taten Pater Pios, besonders sein Leiden und Beten lassen seine tiefe Liebe zu den Sündern erahnen, eine Liebe, die, weil sie letztlich dem Herzen Jesu entspringt, auch dem Leser die Liebe Christi und sein Erbarmen zeigt. Da gerade heute das Bußsakrament von vielen nicht mehr in seinem Wesen gekannt und dankbar empfangen wird, erklärt der Verfasser zwischen den Berichten über Pater Pio auch die katholische Lehre über die Beichte, die Gebote Gottes wie auch die Eucharistie, auf deren Empfang die Beichte ja vorbereiten soll. Das Buch eignet sich nicht nur dafür, das Leben Pater Pios besser kennenzulernen, es ist eine Einführung in das Wesen der Bekehrung und des christlichen Lebens. Das Buch kann auch an Priester verschenkt werden. Sagte doch Papst Johannes Paul II. über Pater Pio als Spender des Bußsakraments: „Sein Beispiel möge die Priester anspornen, mit Freude und Seeleneifer diesen Dienst zu vollbringen“.

Das zweite Buch über den Heiligen von Pietrelcina, das hier vorgestellt werden soll, verfaßte P. Alesssio Parente und trägt den Titel Pater Pio und die Armen Seelen. Die Frage, was nach dem Tode geschieht, beschäftigt eigentlich jeden Menschen, nicht nur, was die eigene Person, sondern auch die betrifft, die bereits die Schwelle des Todes überschritten haben. Das umfangreiche, aber durch den Großdruck leicht lesbare Buch schenkt uns tiefe Antworten über jene Wirklichkeit, in der die Seelen zwar im Stand der Gnade sind, aber noch der Läuterung bedürfen, um in die Herrlichkeit des Himmels eingehen zu können. Die Worte Pater Pios und seine zahlreichen Erlebnisse mit den Verstorbenen sind einerseits eine Mahnung, hier auf Erden sich jeden Tag zu bemühen, den Willen Gottes zu erfüllen, anderseits vermitteln sie auch einen tiefen Trost, weil uns gezeigt wird: wir können den Armen Seelen helfen und auch sie werden das Gute nicht vergessen, das wir ihnen schenken, vor allem Gebet und die Feier der Heiligen Messe, die wir für sie feiern lassen. Pater Pio, an dessen Meßfeiern sehr viele Menschen teilnahmen, sagte einmal: „Es kommen mehr Arme Seelen als lebende Menschen auf diesen Berg, um an meinen Messen teilzunehmen und mich um Gebete zu bitten“. Und einem Mitbruder gegenüber betonte er: „Man muß für die Armen Seelen beten. Man glaubt es kaum, was sie für unser geistiges Wohl alles tun können, aus Dankbarkeit zu den Menschen, die auf Erden an sie denken und für sie beten“.

P. Marcellino Iasenzaniro, Der „Padre“. Der hl.Pio von Pietrelcina. Die Misson, Seelen zu retten, 223 S., Preis: 6 Euro.

P. Alessio Parente, Pater Pio und die Armen Seelen, 436 S., Preis: 10 Euro.

Erhältlich bei Media Maria.

Der hl. Pater Pio über die menschliche Liebe


Maria Anna Lindmayr

Heute vor 350 Jahren, am 24. September 1657, wurde in München als Tochter von Franz Lindmayr und Eva, geb. Prämer, Anna Maria Lindmayr geboren und in der Kirche St. Peter getauft. Sie wie auch ihre elf Geschwister (drei weitere starben im Kindesalter) wurden religiös und im Geist der Mildtätigkeit gegenüber den Armen erzogen. Vier ihrer Brüder ergriffen den geistlichen Stand: Philipp Franz Lindmayr wurde Priester und schließlich Generalvisitator des Bistums Freising, als welcher er “unermüdlich an der Erneuerung des Klerus im Geiste des Konzils von Trient” wirkte und “unter größten persönlichen Opfern die ‘Petriner’-Priesterhäuser in Dorfen, Miesbach, Lengries und München” errichtete (Klaus Pfeffer, Maria Anna Josepha a Jesu Lindmayr, in: Bavaria Sancta. Zeugen chirstlichen Glaubens in Bayern, hg. von Georg Schwager, Band II, Regensburg 1971, S. 229). Der jüngste Bruder Albert Anton wurde Zisterzienser, die Brüder Johann Joseph und Ignaz Benno Karmeliter.

Schon in jungen Jahren trug Mariandl, wie sie genannt wurde, das Skapulier vom Berge Karmel und ging monatlich zur heiligen Beichte. 1672, im Alter von 15 Jahren, wählte sie den Jesuitenpater Thomas Widmann zu ihrem Seelenführer, der sie zielstrebig den Weg des Gebets, der Askese und der Vollkommenheit führte. Nach dessen Tod übernahmen die Patres Georg Gandbach, Bernhard Vogl, Kaspar Mändl und Ludwig Bilbis diese Aufgabe. Großen Eindruck machte auf Anna Maria Anna das Buch “Betrachtungen von der Ewigkeit” des Jesuitenpaters Jeremias Drexel (1581 - 1638), außerdem las sie Theresa von Avila, Johannes vom Kreuz und Maria Magdalena von Pazzi, durch die sie die karmelitanische Spiritualität kennenlernte. P. Ludwig Bilbis vermittelte ihr daher einen Seelenführer aus dem Karmeliterorden.

Versuche, bei den Benediktinerinnen, Klarissinnen und Zisterzienserinnen einzutreten, scheiterten an ihrer schwachen Gesundheit. Bald zeigte sich ihre mystische Begnadung. Sie hatte die Seelenschau und wurde immer mehr von ratsuchenden Menschen aufgesucht. Es kam zu etlichen Bekehrungen. Sie selber durchlitt fünf Jahre lang die Nacht des Geistes mit Trockenheit, Skrupel und Verlassenheit. Sie opferte das Leiden im Sinne stellvertretender Sühne auf. 1699 kam es nach dem Vorbild der hl. Theresa von Avila zur Transverberatio, der Durchbohrung ihres Herzens durch den göttlichen Liebespfeil.

Als 1701 der Spanische Erbfolgekrieg ausbrach und über Bayern Not und Gefahr brachte, schlug ihre Stunde. “Ich will mit dir reden wie mit Birgitta, meiner Tochter!”, sagte der Herr zu ihr. Bayern hatte sich unter Kurfürst Max Emanuel mit Frankreich verbündet, so dass das mit England verbündete Österreich gegen Bayern vorrückte und am 2. Juli 1704 bei Donauwörth und am 13. August 1704 bei Höchstädt unter den Befehlshabern John Churchill Herzog von Marlborough und Prinz Eugen von Savoyen die bayerisch-französische Armee besiegte. Bereits nach dem ersten Sieg zeichnete sich für München die höchste Gefahr ab. “Da griff eine Frau ein: Maria Anna Lindmayr. Ihr ergeht es wie vielen prophetischen Gestalten. Ihre Visionen sind nicht gefragt, vor allem wenn sie mit der Aufforderung verbunden sind, ein Leben nach christlichen Grundsätzen zu führen. Doch als die Not am höchsten ist, wird ihr Rat endlich eingeholt. Einige Tage nach der Schlacht bei Donauwörth ruft sie der Bischof nach Freising. Vor ihm wiederholt Maria Anna Lindmayr ihre Überzeugung. Sie sagt: ‘Ich bin vom dreifaltigen Gott ermahnt worden, ein Gelübde zu machen und nach Kräften beizutragen, dass eine Kirche zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit erbaut werde und dass ich in dieser großen Gefahr mein Vertrauen zur Allmacht Gottes haben solle. Es wurde mir versichert: wenn von der Stadt dieses Gelübde gemacht werde, solle sie verschont bleiben’” (Robert Kindelbacher). Bereits am 1. Juni und am 24. Dezember 1703 und im darauffolgenden Jahr am 18. und 19. Mai hatte sie entsprechende Offenbarungen gehabt. Nach der Schlacht von Donauwörth wurde sie endlich vom Bischof gehört. Die Gräfin von Rechberg, die die Lindmayr persönlich kannte, überzeugte ihrerseits die Kurfürstin und den Bürgermeister Ossinger.

So legten am 17. Juli 1704 Adel, Klerus und Bürger Münchens das Gelübde ab. Anna Maria Lindmayr, die am 12. Juli von Freising nach München zurückgekehrt war, schreibt in ihrer Selbstbiographie dazu: “In wenigen Tagen wurde allen Ernstes beschlossen, das Gelübde zu machen, und zwar von der ganzen Stadt, den drei Ständen, von der Geistlichkeit, dem Adel und der Bürgerschaft. Der 17. Juli 1704 wurde zum öffentlichen Beschluss desselben bestimmt. Zuerst machte man auf dem Rathaus das Gelübde mit solchem Eifer, Inbrunst und Zustimmung aller gegenwärtigen Bürger, dass alle reichliche Tränen vergossen und das Versprechen gaben, sie wollen alle nach dem Maß ihrer Möglichkeiten dazu beitragen. Der Bürgermeister beteuerte mir, eine solche Einmütigkeit der ganzen Stadt sei noch nie dagewesen” (zitiert in: Ferdinand Holböck, Ergriffen vom dreieinigen Gott. Trinitarische Heilige aus allen Jahrhunderten der Kirchengeschichte, Stein am Rhein 1981, S. 298).

Die Voraussagung Lindmayrs erfüllte sich: München blieb verschont. Zum 300. Jahrestages des Gelübdes hatte Friedrich Kardinal Wetter am 16. Juli 2004 einen festlichen Jubiläumsgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche geleitet. 1711 wurde mit der Erfüllung des Gelübdes und dem Bau der Dreifaltigkeitskirche begonnen, am 29. Mai 1718, Sonntag in der Oktav von Christi Himmelfahrt, wurde sie, die übrigens “auf wunderbare Weise als einzige Kirche der Münchner Innenstadt auch im zweiten Weltkrieg vor der Zerstörung verschont blieb” (Hans Lehrer), vom Freisinger Fürstbischof Johann Franz Eckher (1696 - 1727) eingeweiht. An ihrem Eingangsportal stehen die Worte: “Die Stadt läg in dem Grund, wan dise Kirch nit stund.” Maria Anna Lindmayr aber gilt seitdem als “rettender Engel Münchens”. Laut Ambrosius Hofmeister im LThK (1. Auflage) vermittelte sie 1705 den Frieden zwischen dem österreichischen Kaiser und dem bayerischen Kurfürsten.

Am Dreifaltigkeitsfest, den 22. Mai 1712, trat Maria Anna in den Karmel ein, und zwar in das Dreifaltigkeitskloster, das auf ihr Betreiben hin neben der Dreifaltigkeitskirche gebaut wurde. Sie erhielt den Namen Maria Anna Josepha a Jesu. 1716 wurde sie Priorin des Klosters, 1722 Novizenmeisterin. Ihre Visionen dauerten an und betrafen vor allem das Leiden der Armen Seelen im Fegefeuer. Sie war befreundet mit der hl. Maria Crescentia Höß von Kaufbeuren (1682 - 1744).

Am 6. Dezember 1726 nahte sich der Tod. “Nach vollendeter Empfehlung ihrer Seele griff sie selbst nach der Sterbekerze und empfahl dem Kloster die Liebe und das Mitleiden gegen die Armen, worauf sie in höchster Ruhe im Herrn entschlafen ist” (Franz Joseph Nock, Leben und Wirken der gottseligen Mutter Maria Anna Josepha a Jesu Lindmayr unbeschuhte Carmelitin im Dreifaltigkeitskloster zu München. Nach authentischen Quellen bearbeitet. Regensburg 1882, S. 502).

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Dreifaltigkeitskirche

Vor 300 Jahren, am 21. Oktober 1711, wurde in München der Grundstein zur Dreifaltigkeitskirche wird gelegt. “Abt Placidus von Ettal leitete die Feierlichkeit. Der Stein trägt die Inschrift: ‘Ad honorem Sacrosanctae Infinitaeque Trinitatis ...’” (Ferdinand Holböck, Ergriffen vom dreieinigen Gott, Stein am Rhein 1981, S. 300). Diese Kirche wurde aufgrund eines Gelübdes erbaut, das die Münchener 1704 während des spanischen Erbfolgekrieges in größter Gefahr angesichts des vorrückenden Feindes machten. Das Gelübde legten sie ab aufgrund der Visionen der Mystikerin Maria Anna Josepha Lindmayr (1657 - 1726), der der Herr die Verheißung gab, dass im Falle dieses Gelübdes München gerettet werde. Bereits am 1. Juni 1703 hatte Lindmayr, die “Retterin Bayerns in schwerer Zeit”, sowohl das Gelübde wie auch den Bau der Dreifaltigkeitskirche vorausgesehen. 1718 wurde die Kirche eingeweiht. Als einzige Kirche der Münchener Innenstadt blieb sie im Zweiten Weltkrieg vor Zerstörung bewahrt.


Antonia von Brescia OP

Heute vor 500 Jahren, am 27. Oktober 1507, starb in Ferrara die als Selige verehrte Dominikanerin Antonia von Brescia.

Antonia Guainaci wurde 1407 in Brescia in der Lombardei geboren. Sie trat in das Kloster Katharina von Alexandrien der Dominikanerinnen ihres Heimatortes ein. Dort lebte sie in großer Selbstverleugnung, die niedrigsten Dienste verrichtend. Doch nach vielen Jahren erkannten die Oberen ihre Charismen und ihre Heiligkeit. Deshalb wurde sie 1457 nach Ferrara in der Emiglia Romana gesandt, um das dortige Koster der hl. Katharina zu reformieren. Das tat sie mit so großer Weisheit, dass dieses Kloster eine Pflanzstätte der Heiligkeit wurde, von der aus wiederum andere Klöster reformiert wurden. Aber die Prüfungen blieben nicht aus: Aufgrund von Verleumdungen wurde Antonia abgesetzt. Ihr wurde der letzte Platz zugewiesen. Sie ertrug dies mit unbeirrbarer Geduld. Schließlich wurde sie rehabilitiert. Von Gott wurde sie mit außerordentlichen Gnadenerweisen beschenkt. Sie starb hochbetagt und verehrt im Alter von 100 Jahren. Ihr Kult ist von Rom noch nicht bestätigt.

Antonia gehört in eine Reihe von Dominikanerinnen, die zu ihrer Zeit den Orden in Italien erneuerten. Dazu gehören die Seligen Hosanna von Mantua (1449 - 1505), Columba von Rieti (1467 - 1501), Magdalena Panatieri (1443 - 1503), Stephana von Quinzani (1457 - 1530), Lucia Brocadelli von Narni (1476 - 1544), die in Ferrara starb (und über deren Beziehung zu C.S. Lewis’ Lucia von Narnia diskutiert wird), Katharina von Racconigi (1486 - 1547) und Domenica Narducci de Paradiso (1473 - 1553), die in Florenz ein Kloster gründete. Die vier Letzteren waren stigmatisiert.


Emilie Schneider

Vor 150 Jahren, am 21. März 1859, starb in Düsseldorf die Mystikerin Emilie Schneider. Sie wurde am 6. September 1820 in Haaren bei Aachen geboren, auf den Namen Julie getauft und begann 1845 das Noviziat bei den Töchtern vom Heiligen Kreuz, wo sie den Namen Emilie erhielt. Diese Gemeinschaft war 1833 in Lüttich gegründet worden. 1852 wurde Schwester Emilie Oberin eines Krankenhauses in Düsseldorf. Ihr Seligsprechungsprozess ist eröffnet worden.

1924 veröffentlichte Karl Richstätter SJ unter dem Titel Eine moderne deutsche Mystikerin die Biographie Schneiders. Darin veröffentlichte er auch ihre Briefe, die einen Einblick in ihre Mystik gewähren. Sie hatte sie auf Geheiß ihres Beichtvaters an diesen geschrieben. Als Beispiel und Kostprobe zitieren wir aus ihrem Brief vom 8. März 1857 (Richstätter, S. 200):

“Als ich eines Tages gleich beim Anfang der heiligen Messe tief durchdrungen war von diesem wunderbaren Geheimnis göttlicher Liebe, sah ich gleich nach der Wandlung meinen geliebten Heiland. Aus seinen heiligen Wunden strömten im reichlichem Maße Strahlen von wunderbarem Glanze. Bei diesem Anblick ward meine Seele von Wonne erfüllt. Ich wollte mich ihm nahen, um von diesen Strahlen überströmt zu werden. Da sah ich, wie dieselben sich über die Anwesenden, doch nicht über alle, verbreiteten und ergossen; dann bemerkte ich, wie der Raum sich ausdehnte, bis er unübersehbar und die Zahl der Anwesenden unzählbar war. Die Strahlen verbreiteten sich in einem Augenblick über alle und teilten sich ihnen in der ungleichem Maße mit. Auch ich hatte Anteil an den Gnadenstrahlen meines geliebten Heilandes, und meine Seele wurde davon in ein Meer von Seligkeit versenkt. Als ich mich wieder im natürlichen Zustand befand, war mein Herz von einer so großen Glut entzündet, dass ich nicht weiß, wie es nicht ganz davon verzehrt wurde. Ich hatte ein so großes Verlangen, alle Menschen von recht lebendigem Glauben in Betreff dieses Geheimnisses der Liebe belebt und von glühender Liebe zu meinem geliebten Heiland entzündet zu sehen, dass ich, um dies zu erlangen, für alle und für jeden einzelnen mein Leben hätte hingeben wollen. Wenige Tage später sah ich wieder nach der Wandlung meinen geliebten Heiland von unbeschreiblichem Glanze umgeben. Aus seinen heiligen Wunden, besonders aus seiner Herzenswunde, sah ich in wunderbaren Gestalten die Gnaden fließen. Bei diesem Anblick versank ich in heiliges Staunen. Da sagte mein geliebter Heiland: 'Was du hier siehst und nicht verstehst, sind die Früchte meiner Liebe zu den Menschen. Vergiß nimmer, was du gesehen, und suche hier, wessen du bedarfst.’”


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