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Tapfer und Treu

Von Petra Kehl

Joseph Spillmann, Schweizer Jesuit und Schriftsteller, verfasste neben einer glänzend recherchierten „Geschichte der Katholikenverfolgung in England“ und zahlreichen Erzählungen für die katholische Jugend mehrere umfangreiche historische Romane.

Als eines seiner gelungensten erzählerischen Werke kann der Roman „Tapfer und Treu“ gelten. Angeregt durch ein altes Buch, das er beim Großvater fand, beschäftigte sich schon im Kindesalter seine Fantasie mit den Ereignissen der Französischen Revolution und dem Schicksal der Schweizer, die in der Garde des französischen Königs dienten und bei seiner Verteidigung ihr Leben ließen. Etwa 50 Jahre später hatte Spillmann dann Gelegenheit, bei einem Besuch in Paris die Schauplätze des Geschehens selbst in Augenschein zu nehmen. Bereits bei dieser Gelegenheit kam ihm der Gedanke, die Geschehnisse in einem Roman zu verarbeiten. Doch erst als er in seiner Schweizer Heimat die Bildnisse einiger jener Männer sah, die in die dramatischen Kämpfe verwickelt gewesen waren, machte er sich tatsächlich ans Werk.

Das Ergebnis ist ein historischer Roman, den man mit Fug und Recht an die Seite der Romane Sir Walter Scotts stellen kann, der Spillmanns großes Vorbild war. Der Schweizer Schriftsteller schildert darin nicht nur spannend und anschaulich die Ereignisse, er zeichnet auch lebendig und überzeugend die handelnden Personen, ob nun historische Persönlichkeiten, wie König, Königin und vor allem seine Schweizer Landsleute Rudolf von Reding und Baron Bachmann, oder seinen fiktiven Helden, den jungen Damian Muos. Mit Letzterem ist Spillmann ebenso ein großer Wurf gelungen wie mit der ebenfalls fiktiven Gestalt der Martha Valdouleur, die im besten Sinne das „starke Weib“ des Alten Testaments verkörpert.

Nicht weniger gelungen ist die Art und Weise, wie der Jesuit seine katholische Sicht und Wertung der Französischen Revolution unaufdringlich und niemals schulmeisternd in die Schilderung einfließen lässt. Damian, der nach Paris zieht, um als Offizier der Schweizergarde sein Glück zu machen, schwärmt, wie so viele junge Leute seiner Zeit, für die neuen Ideen „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. Dadurch eckt er gerade beim Großrichter Keyser an, dem Vater seiner Verena, deren Hand Damian zu erringen hofft, sobald er „Amt und Brot“ erlangt hat. Keyser lehnt die neuen Ideen schroff ab. Eine eher vermittelnde Haltung nimmt der Kapuzinerpater Secundus, der neue Gardekaplan ein. Auch er ist gegen die neuen Ideen, erläutert aber Damian geduldig und voller Verständnis für die Jugend und ihren Hang zu Neuerungen, weshalb die neuen Ideen mit dem katholischen Glauben unvereinbar sind und welche Gefahren sie in sich schließen. Dabei verschließt Pater Secundus keineswegs die Augen vor den Missständen des Ancien Régime, im Gegenteil, er benennt sie klar und deutlich.

Auf diese Weise wird der jugendliche Leser (und nicht nur dieser!) belehrt und gleichzeitig unterhalten. Mit dem jungen Helden Damian durchlebt er atemberaubende Abenteuer. Der junge Schweizer erlebt den Sturm auf die Bastille, entgeht beim Kampf um die Tuilerien nur knapp dem Tod, wird in die Fluchtversuche der königlichen Familie verwickelt und kann schließlich die Ermordung seines besten Freundes während der Septembermorde nicht verhindern. Durch all dies reift Damian charakterlich, seine Überzeugungen erfahren eine Wandlung, sein Glaube vertieft sich, er wird ernster. Er begreift, worum es den Revolutionären wirklich geht, und steht schließlich wieder auf dem Boden der wahren Werte. Daran hat nicht zuletzt sein Glaube Anteil und der Gedanke an sein „Mütterchen“, das in der Heimat für ihn betet.

„Tapfer und Treu“ ist ein Roman, den man gerade Jugendlichen in die Hand geben sollte, da heute im Geschichtsunterricht die Französische Revolution unkritisch stets als Beginn der glorreichen Moderne dargestellt und ihre Schattenseiten übergangen werden.

Joseph Spillmann: Tapfer und Treu, broschiert, 357 Seiten


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