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Maria im Heilsplan Gottes

Von P. Engelbert Recktenwald

Wenn wir die Stellung überdenken, die Maria im Heilswerk Gottes innehat und die ihr von Gott selber zugedacht worden ist, dann wird unser Blick unweigerlich auf ein eigentümliches Faktum gelenkt. Maria ist der Berührungspunkt von Altem und Neuem Bund. Maria war Jüdin. Sie ist die schönste Blüte, die der Alte Bund hervorbrachte, und die gleichzeitig diesen Bund übersteigt. Das auserwählte Volk des Alten Bundes war Träger der Verheißung, die Jahwe Abraham, seinem Stammvater, feierlich und unwiderruflich gegeben hatte. An Maria erging zum letzten Mal in der Geschichte des Alten Bundes die Verheißung des Erlösers. Maria wurde, als sie ihr Jawort dem Erzengel Gabriel gab, in einem neuen und eminenten Sinn Trägerin der Verheißung. Sie wurde Trägerin des Verheißenen, Mutter des Erlösers, Gottesgebärerin. In Maria erfüllte sich die Verheißung des Alten Bundes und hub an die Verwirklichung des Neuen.

Maria steht am Anfang des Neuen Bundes, so wie Abraham am Anfang des Alten Bundes steht. Diese Parallele zwischen Abraham und Maria wird selten gezogen, ihre Konsequenzen kaum bedacht. Abraham wurde zum Stammvater des Alten Bundes, weil er Gott glaubte, daß in Erfüllung gehen werde, was Gott ihm verheißen hat. Maria wurde Mutter des Neuen Bundes, weil sie Gott glaubte, was er ihr durch den Erzengel Gabriel verhieß. "Abraham glaubte Jahwe, und dieser rechnete es ihm zur Gerechtigkeit an" (Gen 15,6). "Selig, die geglaubt hat, daß in Erfüllung gehen wird, was ihr vom Herrn gesagt wurde" (Lk 1,45). Wenn schon die Juden des Alten Bundes Abraham als ihren Vater im Glauben verehrten, um wieviel mehr haben wir Grund, Maria als unsere Mutter im Glauben zu ehren. Das Bewußtsein der gemeinsamen Abstammung von Abraham schmiedete den Alten Bund zu einer Einheit, die allen Auflösungs- und Vermischungstendenzen widerstand. Im Neuen Bund ist es die Verehrung Mariens, die das geistige Band der Einheit bildet. Sind wir nicht Zeugen dessen, wie in den letzten zwanzig Jahren in der Kirche parallel mit der Abnahme der Marienverehrung die Streitigkeiten, Grabenkämpfe und Polarisierungen zugenommen haben?

Hier haben wir einen wichtigen Einwand zu gewärtigen: Schreiben wir hier nicht Maria eine Rolle zu, die in Wirklichkeit Christus zukommt? Ist Er nicht das Haupt der Kirche und somit Fundament und Garant ihrer Einheit? Gewiß. Aber wie? Schauen wir genauer hin, dann sehen wir, daß gerade das Bekenntnis zu Christus mit in den Strudel der Verwirrungen und Streitigkeiten geraten ist. Jede Richtung macht sich ihr eigenes Christusbild: Die feministische Theologie ein anderes als die Befreiungstheologie, die tiefenpsychologisch inspirierte "Theologie" ein anderes als die charismatisch bewegte. Die Risse, die durch die Kirche gehen, sind tief. Sie machen vor Christus nicht halt.

Anders sieht es aus bei jenen, die Maria verehren. Bei ihnen besteht eine wohltuende Einigkeit darüber, für wen sie Christus zu halten haben: Christus ist der Sohn des Ewigen Vaters und der allerseligsten Jungfrau Maria. Der Glaube an die Gottheit Jesu ist gerade die Voraussetzung für die Marienverehrung. Denn bei Maria verhält es sich anders als bei anderen Müttern. Andere Frauen sind Mütter, weil sie (im günstigsten Fall) es wollten. Maria ist Mutter, weil ihr Sohn es wollte. Eine Mutter ist Mutter, weil sie sich für ein Kind entschieden hat. Maria ist Mutter, weil Gott sich für sie entschieden hat. Irdische Mutterschaft geht zurück auf eine menschliche Entscheidung (oder Leidenschaft), die Mutterschaft Mariens auf eine göttliche Auserwählung. Mütter schenken ihren Kindern das Leben, Maria wurde die Mutterschaft geschenkt. Die Initiative ging nicht von der Mutter aus, sondern von dem, der ihr Sohn werden wollte. Die Mutterschaft Mariens enthält mehr noch eine Aussage über Christus als über Maria. Maria wegen ihrer Christusmutterschaft zu verehren, bedeutet, den Ratschluß des ewigen Logos anzuerkennen und anzubeten so wie die Verehrung Abrahams eine Verherrlichung des Ratschlusses Gottes bedeutete, der Abraham auserwählte. Die Marienverehrung ist eine Frucht des Glaubens an die Gottheit Jesu. Sie ist eine besondere Form der Christusverehrung. Genau deshalb ist sie Garant der Einheit im Christusglauben. Gibt man den Glauben an die Gottheit Jesu auf, ist Jesus nur noch ein Mensch, im günstigsten Fall der vollkommenste Mensch. In diesem Fall nimmt er genau jenen Platz ein, den bis dahin Maria innehatte. Die Marienverehrung erscheint dann als ein Konkurrenzunternehmen zu Christus. Die Leugnung der Gottheit Christi führt folgerichtig zum Vorwurf der Vergöttlichung Mariens an jene, die Maria für das halten, für was die Leugner Christus halten.

Die Verehrung Mariens schließt das Bekenntnis zur Gottheit Jesu, der sich Maria zur Mutter erwählte, mit ein. So ist Christus selber Garant der Einheit durch Maria. So wie Maria erst durch Christus Mutter geworden ist. Christus ist Urheber der Mutterschaft Mariens und damit Urheber unserer Marienverehrung. So wie Gott Urheber der Verehrung Abrahams und dessen geistlicher Vaterschaft war: "In dir sollen gesegnet sein alle Geschlechter der Erde" (Gen 12,3). "Denn siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter" (Lk 1,48). Die Einheit dieser Seligpreisung ist die Einheit des Gottesvolkes. In der Endzeit werden viele Messiasse auftreten und, womöglich, auch die Auserwählten irreführen (vgl. Mt 24,24). Die Entscheidung aber wird fallen zwischen dem Drachen und der Frau. Entscheidend wird sein, unter denen zu sein, die zur Nachkommenschaft, zum Samen der Frau gehören. Denn sie sind es, "die die Gebote Gottes beobachten und am Zeugnis Jesu festhalten" (Apk 12,17).


Weitere Beiträge von Engelbert Recktenwald


Maria und die Eucharistie

Von P. Bernward Deneke

In einer berühmten Vision wurde dem hl. Don Bosco gezeigt, wie der Papst das umkämpfte und gefährdete Schiff der Kirche an den Säulen der Heiligsten Eucharistie und der Jungfrau Maria festmacht. Diese beiden Geheimnisse unseres Glaubens sind uns tatsächlich Sicherheit und Rettung in den Stürmen unserer Zeit. Leider sind sie beide - mitsamt der Gestalt des Papstes, der das Schiff lenkt - in unseren Tagen vielfältigen Angriffen ausgesetzt. Deshalb gilt es, ihren inneren Zusammenhang neu zu entdecken und zu vertiefen.

Maria und das Altarsakrament stehen in einer vielfältigen Verbindung miteinander. Das kann läßt sich an den Freudenreichen Geheimnissen des Rosenkranzes zeigen:

- Die Jungfrau hat den Sohn Gottes auf wunderbare Weise vom Heiligen Geist empfangen. So wirkt der Heilige Geist auch beim Messopfer im Schoss der Kirche eine wunderbare Empfängnis, durch die Jesus unter uns gegenwärtig ist.

- Wie ein lebendiger Tabernakel, eine kostbare Monstranz hat Maria unseren Herrn zu Elisabeth getragen und führt uns so zu tiefer Ehrfurcht und inniger Liebe gegenüber dem Ort der eucharistischen Gegenwart in unseren Kirchen.

- In Bethlehem hat die jungfräuliche Mutter das Kind voller Liebe in die Arme genommen und den herbeieilenden Menschen entgegengehalten. Erinnert uns das nicht daran, wie der Priester den eucharistischen Herrn in der heiligen Wandlung emporhebt und uns zur Anbetung zeigt?

- Simeon hat Maria vorhergesagt, ihr Herz werde ein Schwert durchbohren. Bei der Kreuzigung des Heilandes ist das Wirklichkeit geworden. Aber auch wenn das Kreuzesopfer in der Heiligen Messe unter uns gegenwärtig wird, ist die Gottesmutter mitopfernd dabei und wird uns von ihrem Sohn neu geschenkt: "Siehe da, deine Mutter!"

- Mit welcher Sehnsucht und Liebe hat Maria ihr Kind nach dreitägiger schmerzlicher Suche im Tempel wieder in die Arme geschlossen und mit in ihr Haus genommen! Darin ist sie ein Vorbild der sehnsuchts- und liebevollen Kommunion.

Die Gottesmutter verdient wirklich den Titel "Unsere Liebe Frau vom heiligsten Sakrament", den ihr der hl. Julian Peter Eymard verliehen und den der hl. Papst Pius X. bestätigt hat. Niemand führt uns sicherer zum eucharistischen Jesus als sie.

Und so gehören die drei weissen Gestalten, die Don Bosco in seiner Vision gesehen hat, untrennbar zusammen: der Papst, die weiße Hostie und die strahlendreine Jungfrau Maria!


Notre-Dame-du-Laus

“Unsere Liebe Frau hat sich in Laus als versöhnende Mittlerin und als Zuflucht der Sünder offenbart. Also gab sie auch Zeichen, um die Sünder von der Notwendigkeit einer Umkehr zu überzeugen. Sie ließ Benoîte wissen, dass das Öl in der vor dem Allerheiligsten brennenden Lampe der Kapelle bei den Kranken Heilungen bewirken werde, die sich damit bestreichen, sofern sie glaubensvoll um ihre Fürsprache bitten. In der Tat wurden zahlreiche Heilungen innerhalb kurzer Zeit registriert: Ein Kind gewann seine Sehkraft auf einem Auge wieder; eine Person wurde von einem Geschwür an der Hand geheilt. Heute noch ereignen sich Wunder bei den Personen, die sich im Vertrauen auf die Fürsprache unserer Lieben Frau andächtig des Öls von Le Laus bedienen.
Benoîte lag der Auftrag, den sie von der Seligsten Jungfrau Maria erhalten hatte, nämlich die Vorbereitung der Sünder auf den Empfang des Sakraments der Buße, sehr am Herzen. Dementsprechend ermunterte sie die beiden Priester, die in der Wallfahrtskirche tätig waren, die Pilger mit Sanftmut, Geduld und Liebe zu empfangen und den größten Sündern mit besonderer Güte zu begegnen, um sie zur Reue zu bewegen.”

Dom Antoine Marie OSB in einer Kurzbiographie über Benoîte Rencurel (1647 - 1718). Ihr erschien ab 1664 die Muttergottes. Am 4. Mai 2008 wurden die Erscheinungen von Notre-Dame-du-Laus vom zuständigen Bischof von Gap und Embrun Jean-Michel di Falco offiziell als übernatürlich anerkannt.


Exegetisches Tauschangebot

“Und wenn jemand - irrtümlich - meint, Marienverehrung belaste die Ökumene, dann wird schnell darauf hingewiesen, die Empfängnis durch den Heiligen Geist stehe nur in zweien der vier Evangelien. Außerdem sei sie nicht mehr zeitgemäß. Ich pflege dann immer mit einem Tauschangebot zu antworten: Auch das Vaterunser steht nur in zwei Evangelien, zufällig in denselben. Wenn ihr das Vaterunser aufgebt, gebe ich Mariae Verkündigung auf.”

Der Exeget Prof. Dr. Klaus Berger in Die Exegese der Zukunft, erschienen im Vatican-Magazin, Oktober 2008, S. 37 - 45.


Die größte Stütze

Ich rate Ihnen, immer eifriger die Verehrung der heiligen Jungfrau zu pflegen, deren Fürsprache so stark und den Seelen so wertvoll ist. Ich halte sie für unsere größte Stütze in unserem Streben nach Fortschritt in der wahren Frömmigkeit. Ich kann davon reden, weil ich mehrere bemerkenswerte Einzelheiten darüber weiß. Der Name dieser hochheiligen Jungfrau sei immerdar gepriesen und verherrlicht!

Aus einem Brief, den der hl. Franz von Sales vor 400 Jahren, am 20. April 1610, an Frau Brulart, die Gattin des Parlamentspräsidenten von Burgund, geschrieben hatte; zitiert in: Ferdinand Holböck, Geführt von Maria. Marianische Heilige aus allen Jahrhunderten der Kirchengeschichte, Stein am Rhein 1987, S. 396.


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