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Wie die Engel im Himmel

Von P. Gabriel Baumann

Wie wird es im Himmel sein? Werden wir auch unsere Verwandten sehen? Werde ich bei meinem Ehepartner sein? Warum stellen wir diese Fragen? Weil es schwer ist, sich den Himmel vorzustellen, und weil eine begründete "Neugier" uns beseelt. Andere haben ein wenig Angst: Wenn der Himmel in der Schau Gottes besteht, wie werde ich dann Zeit für meine Verwandten haben? Werden wir fähig sein, etwas anderes zu "tun" als Gott von Angesicht zu Angesicht zu schauen? Wird es uns überhaupt "erlaubt" sein, etwas anderes zu tun? Einige Gläubigen scheinen zu glauben, wir würden alle auf dem Hauptplatz versammelt sein und alle nebeneinander wie Sardinen in einer Dose nach oben zu Gott schauen!

Eines ist klar: Unsere Vorstellungen reichen nicht aus, um diese Wirklichkeit angemessen zu beschreiben. Da liegt unser Problem: Wir versuchen, uns den Himmel mit unserer Einbildungskraft vorzustellen! Unsinn! Der Feind des Denkens ist eben die Phantasie. Der Himmel muss geistig angegangen werden, nicht mit den Bildern unserer Einbildungskraft.

Zunächst ist die Dreifaltigkeit nicht irgendwo im Himmel, sondern sie ist der Himmel, denn der Himmel ist vor allem und zunächst ein Zustand: Zustand der Schau Gottes und der Liebe Gottes und der Seligkeit in Gott. Alles das ist rein geistig. Unsere sinnliche Phantasie muss davor kapitulieren. Gott wird sich uns mitteilen durch das "Lumen gloriae," d.h. er wird unseren Verstand selber und direkt erleuchten, geistig, von innen her, und deswegen werden wir ihn kennen, wie er ist, und nicht durch das erschaffene Licht des Glaubens. Es ist wahr, dass die Seligkeit, die uns in diesem Zustand erfasst, so ergreifend sein wird, dass wir grundsätzlich nichts anderes vermissen oder brauchen werden, wie ein Mensch in Ekstase an nichts anderes denkt als an das, was er sieht. Die Schau Gottes ist auch unsere hauptsächliche und wesentliche Belohnung: Wir haben Gott auf Erden über alles geliebt (sonst wären wir nicht in den Himmel gekommen), so dass wir ihn in der Ewigkeit tatsächlich in unermesslicher Weise lieben werden, ohne Zerstreuung.

Es ist aber nichtsdestoweniger wahr, dass wir gleichzeitig ein menschliches Leben führen werden. Damit meine ich nicht wie auf Erden, sondern – endlich – unserer Würde entsprechend, und nicht nach den irdischen Bedürfnissen: Wir werden kein Haus mit Dach und Heizung haben, weil uns nie mehr kalt oder heiss sein wird; wir werden nie mehr essen oder schlafen müssen: Im Himmel verliert man keine Zeit für solche Nebensächlichkeiten, man hat auch keineswegs das Bedürfnis danach. Eheleute werden keine ehelichen Beziehungen mehr haben – wozu? Wir werden keine Geheimnisse haben, keine Furcht vor den Nachbarn: Alles, was wir denken und sagen werden, wird schön, gerecht, klug und lieb sein (man kann nur davon träumen!). Aber wir werden miteinander sein, miteinander uns freuen, einander zugeneigt sein, uns gegenseitig lieben in unaussprechlicher Weise. Und da unser Leib ein Hindernis werden könnte, um uns zu unserem Schutzpatron oder zur Mutter Gottes oder zu unseren Verwandten zu begeben, gibt uns Gott einen verklärten Leib, mit welchem wir schnell wie der Blitz von einer Ecke der Welt zur anderen "fliegen" können, denn es wird eine neue Erde und einen neuen Himmel geben, wie uns der hl. Petrus verspricht (2 Petr 3,13).

Aber wie werden wir gleichzeitig Gott schauen, uns in unermesslicher Weise freuen und wie in Ekstase sein, und gleichzeitig mit den anderen Menschen "menschlich" leben? Widerspruch?
Aber das tun die Engel schon jetzt: Unser Schutzengel kümmert sich immer um uns, ist immer bei uns, und gleichzeitig sieht er Gott von Angesicht zu Angesicht : "Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters" (Mt 18,10). Das eine hindert das andere nicht. Toll, nicht wahr?


Durch das Kreuz zur himmlischen Herrlichkeit

Von P. Gabriel Baumann

Die Erlösung, die in Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi gipfelt, wird liturgisch im gleichen Tempo begangen, wie sie von unserem Heiland erlebt worden ist. Wie können zwei so widersprüchliche Ereignisse sich so schnell aneinanderreihen, ohne es dass einem den Atem verschlägt? Bei den Menschen ist die Reihenfolge meistens umgekehrt. Zunächst kommt die Herrlichkeit und dann der Niedergang.

"Nicht weit vom Capitol, da steht Tarpejens Klippe". Im antiken Rom wurden die Helden am Kapitolshügel – dem Hügel der Tempel, also der Götter – vom Kaiser empfangen und mit Lorbeeren gekrönt. Dort empfangen und geehrt zu werden, war der Höhepunkt eines irdischen Lebens, das das "Göttliche" berührte. Jedoch ganz in der Nähe, an der südlichen Spitze desselben Kapitolshügels, war der Tarpejische Fels, von dem aus Todesurteile durch Felsensturz vollstreckt wurden. Der Spruch war eine Warnung, die sich aus der Erfahrung nährte: Nach dem Triumph ist die Ungnade nicht sehr weit.

Bei Jesus ist es umgekehrt. Nach dem schmählichen Tod, der nach menschlichem Willen ein Endpunkt in der Vernichtung hätte sein sollen, folgte der Triumph der Auferstehung. Und am gleichen Orte fand das eine und das andere statt: der Tote hat den Tod besiegt, der Fluchspruch über die durch die Sünde rebellierende Menschheit wurde durch das Liebesopfer Jesu Christi am Kreuze aufgehoben. Mit der erlangten Versöhnung wurden die Tore des Himmels wieder weit geöffnet.

Nun sind wir Christen eingeladen, unserem Heiland zu folgen. Aber wie schwer ist es für uns irdisch gesinnte Menschen, der himmlischen Logik zu folgen. Verdemütigungen, Mißerfolge, Rückschläge des Schicksals, Krankheiten und ähnliche Übel scheinen uns unerträglich, und wir haben nur ein Ziel: Gott bitten, er möge uns davon befreien. Wir glauben, dass die Liebe Gottes uns gegenüber sich zeigt, indem er uns von allen Übeln befreit. Die Heilige Schrift und das Leben der Heiligen belehren uns eines Besseren: Es ist Ehre und Gnade, unserem Heiland in seinen Leiden nachzufolgen, denn Jesus brauchte Unterstützung, wollte Unterstützung von seinen Freunden, und diese haben ihm geholfen, die Geißelung zu ertragen, das Kreuz zu tragen, sein Leben am Kreuze gern aufzuopfern. Wer Jesus wirklich liebt, der will ihm helfen, egal was es ihn kostet. Unser Egoismus führt uns dazu, nur an uns in diesem Erdental zu denken. Wir vergessen – oder nehmen nicht ernst genug oder verstehen nicht richtig –, dass auch wir auferstehen werden für das ewige Leben. Und das allein zählt.

Die Karwoche heißt auf Latein die "Heilige Woche". Man könnte sie auch die gnadenvolle Woche nennen, denn sie ist jene, durch die wir die Weisheit Gottes als Ausdruck seiner Liebe entziffern können, und die uns so zu Herzen spricht, dass wir verstehen, wie "normal" es sein sollte, Jesus von ganzem Herzen, mit unserer ganzen Seele, mit allen unseren Kräften zu lieben. Denn unendlich war die Schmach, die er für uns Sünder erlitten hat, eine Schmach, die er aus Liebe zu uns gerne auf sich genommen hat. Der bevorstehende Triumph seiner Auferstehung ist eine Einladung an uns, uns vor dem Kreuze nicht zu fürchten. Zwar dürfen wir Anteil an seinem Leiden haben, kurze Zeit, maximal die Zeit eines Lebens, aber an seiner Herrlichkeit werden wir Anteil haben durch die ganze Ewigkeit. Wer rechnet, weiß, wo die Weisheit liegt. Wer liebt, braucht nicht zu rechnen: Nur an der Seite des Geliebten ist das Leben denkbar, und mit ihm in der Liebe eins sein ist das Wichtigste, egal wo, ob auf Erden oder im Himmel. Kann Jesus einem solchen Liebhaber verweigern, mit ihm ewiglich in Seiner Freude vereint zu sein?


Ein weiterer Artikel von Gabriel Baumann


Die Seele im Himmel

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

Sobald eine Seele in den Himmel eingeht und in dem Lichte der Glorie die unendliche Herrlichkeit und Schönheit Gottes ohne Hülle und Schleier schaut, wird sie von Liebe ergriffen und verzehrt; sie geht unter in dem schrankenlosen Meere der göttlichen Vollkommenheit; sie vergißt sich selbst, und von der göttlichen Liebe berauscht, denkt sie nur mehr daran, ihren Gott zu lieben: "Sie werden trunken werden vom Überfluß deines Hauses" (Ps 35, 9). Ein Trunkener achtet nicht auf sich selbst, und so denkt auch die Seele im Himmel nur daran, ihren Geliebten zu lieben und Ihm zu gefallen; sie wünscht Ihn ganz zu besitzen, und besitzt Ihn in der Tat ohne die Furcht, Ihn je verlieren zu können; sie wünscht, sich Ihm in vollkommener Liebe hinzugeben, und sie erreicht, was sie wünscht, weil sie sich in der Tat in jedem Augenblick Gott ganz und ohne Vorbehalt hingibt: und Gott wiederum umfängt sie mit unendlicher Liebe und hält sie liebend umfangen und wird sie umfangen halten durch die ganze Ewigkeit.

Und so ist die Seele im Himmel ganz mit Gott vereinigt, sie liebt Ihn aus allen Kräften mit einer vollkommenen und vollendeten Liebe, mit einer Liebe, die zwar endlich ist, weil kein Geschöpf einer unendlichen Liebe fähig ist, die aber dessen ungeachtet sie so vollkommen sättigt und beseligt, daß ihr nichts zu wünschen übrig bleibt. Gott dagegen teilt sich der Seele mit, Er erfüllt sie mit seiner Liebe und mit seiner Herrlichkeit, insoweit sie es nach Maß ihrer Verdienste fähig ist. Er vereinigt sich mit ihr nicht bloß durch einzelne Gnadengaben, Erleuchtungen und Liebesbezeigungen, wie er sich hier auf Erden mit den Seelen vereinigt, sondern in seiner Wesenheit. Gleichwie das Eisen im Feuer glühend und leuchtend wird und sich in Feuer zu verwandeln scheint, so wird die Seele von Gott durchdrungen und mit Gott erfüllt. Und obwohl sie ihr eigentümliches Sein nicht verliert, so versinkt sie doch dergestalt in dem grundlosen Meere der göttlichen Wesenheit, das sie sich gleichsam vernichtet fühlt, wie wenn sie es nicht mehr wäre. Dies ist das selige Los, das der Apostel seinen Jüngern wünschte: "Daß ihr erfüllt werden mögt mit aller Fülle Gottes" (Eph 3,19).

Und dies ist das letzte Ziel, das uns Gott in seiner unendlichen Güte vorgesetzt hat, und das wir in dem anderen Leben erreichen sollen. So lange daher eine Seele nicht dahin gelangt ist, sich mit Gott im Himmel zu vereinigen, wo die Vereinigung vollkommen ist, kann sie hier auf Erden ihre volle Ruhe nicht finden. Allerdings finden Gott liebende Seelen in der Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes den Frieden, aber nicht die volle Ruhe; denn diese können sie nur erlangen, wenn sie ihr letztes Ziel erreicht haben, wenn sie Gott von Angesicht zu Angesicht schauen und von dem Feuer der göttlichen Liebe durchdrungen und verzehrt werden.

Aus: Hl. Alfons Maria von Liguori, Die Liebe zu Jesus Christus; kostenlos erhältlich bei www.apostolat.de


Der hl. Alfons über das Sterben

Über das Fegfeuer


Die Himmelsvision der hl. Faustina Kowalska

"Ich sah, wie groß das Glück in Gott ist, das sich auf alle Geschöpfe ergießt, sie beglückt und wie aller Ruhm und alle Ehre aus der Beglückung zur Quelle zurückkehren. Sie dringen ein in die Tiefen Gottes, das innere Leben Gottes betrachtend, - des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes - das sie niemals begreifen oder ergründen werden. Diese Quelle des Glücks ist in ihrem Wesen unveränderlich, jedoch immer neu, sprudelnd mit Beglückung für alle Geschöpfe. Jetzt kann ich den heiligen Paulus verstehen, der gesagt hat: 'Kein Auge hat es gesehen, kein Ohr hat es vernommen, in keines Menschen Herz ist es gedrungen, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben.' Und Gott gab mir eines zu erkennen, was in Seinen Augen unendlichen Wert hat - es ist die Liebe Gottes, Liebe, Liebe und nochmals Liebe; mit einem einzigen Akt reiner Gottesliebe ist nichts zu vergleichen. Mit welch unbegreiflichem Wohlwollen beschenkt Gott die Seele, die Ihn aufrichtig liebt.”

Aus der Himmelsvision der hl. Faustine Kowalska (1905 - 1938), aufgezeichnet in ihrem Tagebuch unter dem Datum des 27. November 1936. Eine Cassette über sie und ihre Botschaft kann man auf dieser Website bestellen.

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