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* * *

26. Oktober
Maß für die Reform

Es gibt ein gutes und zuverlässiges Kriterium für die Legitimität einer Liturgiereform, nämlich ob sie begleitet ist von Ehrfurcht und Liebe zur überlieferten Gestalt der Liturgie. So war es mit der tridentinischen Reform Pius' V: alle Riten der lateinischen Kirche, die älter als 150 Jahre waren, durften weiter bestehen, wurden mit Liebe weiter gepflegt und bestanden teilweise bis vor 20 Jahren. Das Verbot des tridentinischen Ritus ist es, das die Legitimität des reformierten unvermeidlich ins Zwielicht geraten ließ. Warum wird nicht die Gegenwart der alten Gestalt der heiligen Messe in jeder Stadt mit Dankbarkeit und Liebe gerade von denen begrüßt, die die neue feiern? Warum wird nicht jeder Priesteramtskandidat von seinen Oberen ermuntert, diese Gestalt von innen heraus kennenzulernen, um an ihr Maß zu nehmen für seine eigene Zelebration? Leider ist das Gegenteil der Fall.

Aus: Robert Spaemann, Was heißt Fortschritt?


26. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

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Die englische Übersetzung meines Aufsatzes über die Rettung der Vernunft wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Das Zitat mit Paprotnys treffender Bemerkung über die Aufgabe des Bischofs (Nicht nur Koordinator) findet sich auf der Bischofsseite, jenes von Grichting über Sklaverei2.0 auf der Eizellenseite. Die Predigt über den letzten Platz ist auf der Focheriniseite, die Predigt Das Gute erkennen und anerkennen beim Schatten des Bären eingebettet.


25. Oktober
Gehypte Geschlechtsdysphorie

Das Phänomen, nach welchem bereits kleine Kinder plötzlich ihr Geschlecht wechseln wollen, nennen Fachkreise „Rapid Onset Gender Dysphoria“ und wird vor allem bei jungen Mädchen beobachtet. In Großbritannien ist die Anzahl weiblicher Teenager mit Geschlechtsdysphorie innerhalb eines Jahrzehnts um 4.500 Prozent gestiegen. Von 97 auf 2.519 stieg die Anzahl der Fälle von Jungen und Mädchen zwischen 2009 und 2017. In den USA verzehnfachte sich die Zahl junger Mädchen, die keines mehr sein wollen. Dr. Alexander Korte, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Sexualmediziner von der LMU München sprach von einem regelrechten „Hype“ auch in Deutschland. Abigail Shrier, Journalistin des Wall Street Journals, berichtet in ihrem Buch „Irreversible Damage“, dass pubertierenden Mädchen eingeredet wird, ihr weiblicher Körper sei etwas, was sie loswerden müssen.

Aus: Pauline Schwarz, Die radikalen Pläne der Ampel-Sondierer zum Transsexuellenrecht

Weitere Meldungen zum Thema


24. Oktober
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

19. Folge

Da der Heilige sehr wohl wußte, daß es dem König der Achiner weniger um die Vertreibung der Portugiesen aus Malakka ging, sondern vielmehr um die Beseitigung des Christentums im ganzen Morgenland, erhob er, nachdem der Brief gelesen hatte, seine Augen zum Himmel und antwortet ohne Zögern, eine solche Schmach dürfe man nicht hinnehmen, denn ließe man eine solche Beleidigung ungeahndet, so würden die Feinde immer kühner, und die anderen mohammedanischen Fürsten würden bald diesem Beispiel folgen. Den Ungläubigen müsse man zeigen, daß der Schöpfer des Himmels und der Erde mächtiger sei, als ihr König. "Aber wie können wir uns auf die See begeben", erwiderte der Statthalter, "wenn wir keine Schiffe haben? Denn von den acht Schiffen, die im Hafen waren, sind nur vier zerbrochene Rümpfe übrig, und wenn wir diese auch verwenden könnten, was könnten wir ausrichten gegen eine so zahlreiche Flotte?"

Xaver antwortete: "So groß ihr euch auch die Schiffe der Barbaren vorstellen mögt, so sind wir doch weit stärker als sie, weil wir den Himmel auf unserer Seite haben. Sollten wir nicht siegen können, wenn wir im Namen des Herrn kämpfen?"

Niemand wagt es, dem heiligen Mann zu widersprechen. Alle gingen ins Arsenal. Bald waren acht Schiffe ausgebessert und seetüchtig gemacht. Die Mannschaft verfügte über 180 Soldaten, ihr Admiral war Franz Deza. Xaver wollte sie selbst begleiten, aber die Einwohner der Stadt hielten ihn zurück. So blieb er, aber versprach, die Mannschaft im Geiste zu begleiten und den Himmel für sie anzuflehen. Er ermunterte sie, für den gekreuzigten Heiland zu kämpfen, und nannte sie die Soldaten Jesu Christi. Alle gelobten durch einen feierlichen Schwur, für ihren Erlöser ihr Leben einzusetzen. Voll Mut verließen sie den Hafen. Kaum hatten sie die Anker gelichtet, als das Schiff des Admirals zerbrach und sogleich versank. Alles Gepäck war verloren; die Mannschaft wurde gerettet.

Dies hielt man für ein schlechtes Vorzeichen, und man fing an, gegen Pater Franz zu murren. Die anderen Schiffe wurden zurückgerufen. Der Statthalter schickte einen Boten zu Franz Xaver, der gerade die heilige Messe las. Der Heilige war im Begriff, die heilige Hostie zu sumieren, als der Bote ankam, der leise die Bitte äußerte, ihn zu sprechen. Xaver bedeutete ihm, er solle schweigen. Nach Beendigung der heiligen Messe sagte Xaver zu dem Boten: "Gehe zurück und sage deinem Herrn in meinem Namen, daß der Verlust eines Schiffes uns nicht entmutigen darf."

Der Heilige hatte vom Verlust des Schiffes schon auf übernatürlichem Wege erfahren. Danach betete er noch eine Weile vor dem Bild der allerseligsten Jungfrau, und man hörte ihn sprechen: "O mein Jesus, du Liebe meines Herzens, sieh' mich an mit einem gnädigen Blick; und auch du, heiligste Jungfrau, hab' Mitleid mit mir. Herr Jesus, schaue auf deine heiligen Wunden, und denke daran, daß wir durch sie berechtigt sind, dich um alles zu bitten, was zu deiner Ehre und unserem Heil gereicht."

Der Statthalter und alle in der Stadt anwesenden Offiziere rieten von dem Vorhaben ab. Aber die Soldaten, eingedenk der Worte des Paters und ihres Eides, erklärten sich laut dafür. Dann sagte Xaver in prophetischem Ton: "Das verlorene Schiff wird bald ersetzt sein; noch ehe die Sonne untergeht, werden Schiff ankommen, die besser zu unserem Zweck geeignet sind, als das untergegangene. Dies sei euch im Namen des Herrn angekündigt."

Eine solche Zuversicht versetzte alle in Staunen. Sie verschoben die Beratung auf den folgenden Tag. Die Schiffe kamen wirklich und Xaver beeilte sich, sie über die Lage zu unterrichten. Er beschwor sie, dieser Stadt im Namen der Religion und des Vaterlands gegen den Feind des Christentums und der Krone Portugals beizustehen. Die Eigentümer der Schiffe willigten ein, und nun zweifelte niemand mehr daran, daß es heilige Pflicht sei, die feindliche Macht anzugreifen.

Die portugiesische Mannschaft verfügte jetzt über 250 Soldaten. Am 25. Oktober lief die Flotte aus. Schon nach vier Tagen kam sie am Pulo Cambylan, dem äußersten Grenzpunkt des Königreichs Malakka, an, ohne auf den Feind getroffen zu sein. Man wollte eben, den erhaltenen Befehlen gemäß, umkehren, als eine sehr starke Mondfinsternis eintrat, was die Soldaten als ein Zeichen der gänzlichen Niederlage der Mohammedaner deuteten. Aber in der Nacht erhob sich ein Wind, der sie nötigte, 23 Tage vor Anker zu bleiben.

Unterdessen war ganz Malakka in der größten Unruhe. Alle meinten, die gesamte Flotte sei zugrunde gegangen. Es wurden bereits der angebliche Zeitpunkt, der Ort und die näheren Umstände genannt. Zauberer und Wahrsager gaben den Gerüchten einen noch größeren Schein der Wahrheit. Alle waren gegen Pater Xaver, die ganze Schuld wurde ihm zugewiesen. Aber der Heilige ließ sich nicht beirren, sondern sagte am Ende jeder Predigt, bald werde die Flotte siegreich zurückkehren.

Ein neuer Schrecken bemächtigte sich nun der Stadt. Der König von Bietan, Sohn jenes Mohammed, dem Albuquerque der Große das Königreich Malakka entrissen hatte, wollte die Gelegenheit nutzen, um sich in den Besitz der Stadt zu bringen. Er schiffte sich mit einer Flotte ein und begab sich an den Muarstrom, sechs Meilen westlich von Malakka. Er stellte sich, als wolle er der portugiesischen Flotte gegen die Achiner zu Hilfe kommen. Aber der Statthalter durchschaute seine Absicht und antwortete, von Xaver dazu ermutigt, die Stadt bedürfe keiner fremden Hilfe, da sie hinreichend mit Mannschaften und Kriegsvorräten versehen sei. Ein Held wie er dürfe den Feldzug gegen den König von Patane, den er beschlossen habe, nicht aufgeben. Man erwarte täglich die portugiesische Flotte zurück, siegreich und mit reicher Beute beladen. Die Nachricht von ihrer Niederlage könne nur von den Sarazenen stammen, deren Zungen schärfer seien, als ihre Lanzen. - So wurde der Plan des Fürsten vereitelt. Die portugiesische Flotte wollte nach Tenasserim segeln, mußte aber in den Fluß Parlez im Königreich Queda einlaufen, um sich Trinkwasser zu verschaffen. Bei Nacht bemerkten die Soldaten einen Fischernachen, der in der Nähe ihrer Schiffe vorbeifuhr. Sie hielten ihn an, und die Schiffer erzählten ihnen, daß die Achiner in der Nähe und vor eineinhalb Monaten in den Fluß eingelaufen seien, das ganze Land geplündert und sich schließlich an den Bau einer Festung begeben hätten.

Die Nachricht von der Nähe des Feindes rief bei den Portugiesen große Freude hervor, insbesondere bei Deza, dem Anführer, der die Unklugheit beging, das Geschütz abzufeuern und so seine Anwesenheit zu verraten.

Deza sandte drei seiner Schiffe flußaufwärts, um die Stellung des Feindes genau zu erkunden. Sie stießen mit vier vom Feind ausgesandten Schiffen zusammen, von denen sie drei wegnahmen, während sich das vierte durch Flucht rettete. Die Mannschaft der drei erbeuteten Schiffe wurde bis auf sechs Personen getötet, und letztere der Folter unterzogen, bis sie die Stellung des Feindes verraten hätten. Zwei starben auf der Folter, zwei wurden lebendig ins Meer geworfen, die beiden noch übrigen teilten die Stellung und Stärke der Achiner mit. Daraufhin war es ein leichtes, den Feind anzugreifen.

Nun stießen die beiden feindlichen Streitmächte aufeinander. Die Wut der Achiner war so groß, daß sie in kurzer Zeit ihre gesamte Munition verbraucht hatten. Die beiden Admiralsschiffe prallten aneinander und es entstand ein Handgemenge, in dem der Sieg so lange unentschieden blieb, bis der Einschlag eines schweren Geschützes in das feindliche Admiralsschiff die Sache beendete.

Der feindliche Admiral wurde, dem Ertrinken nahe, aus dem Wasser gezogen. Vom Verlangen nach Rache entflammt, faßte er neuen Mut, wurde aber schließlich von zwei Kugeln verwundet und ergriff mit zwei Schiffen die Flucht. Diejenigen Achiner, die mit ihm flohen, waren die einzigen, die sich retten konnten. Alle anderen fielen in die Hände der Sieger. In der Beute befanden sich nicht weniger als 62 portugiesische Schiffe, die im Laufe der Zeit in die Hände der Feinde gefallen waren und nun wieder an ihre rechtmäßigen Eigentümer gelangten.

Sobald der König von Parlez Nachricht von der Niederlage der Achiner erhalten hatte, brach er sogleich aus dem Walde hervor und fiel mit 500 Mann über die her, die auf Befehl Soaras am Bau der Festung arbeiteten, und tötete sie samt den Soldaten, die sie beschützen sollten. Dann dankte er dem Admiral Deza für die glückliche Befreiung, und erbot sich, dem König von Portugal einen Tribut zu zahlen.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


23. Oktober
Hingabe statt Abgabe

Zum morgigen 22. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese zwei Predigten anbieten:

Erkenntniswachstum der Liebe

Gott geben, was Gottes ist


23. Oktober
Guido Maria Conforti

Vor zehn Jahren, am 23. Oktober 2011, wurde Guido Maria Conforti SX (1865-1931) heiliggesprochen. In der Nähe von Parma geboren, verehrte er von Jugend an den hl. Franz Xaver seit der Lektüre von dessen Leben. Er empfing 1888 die Priesterweihe, wurde 1895 Generalvikar der Diözese Parma, gründete im selben Jahr die Kongregation der Xaverianer-Missionare und wurde 1907 Erzbischof von Parma. 1912 spendete er Luigi Calza (1879-1944) die Bischofsweihe, der der erste Bischof aus dem Orden der Xaverianermissionare und Apostolischer Vikar von West-Honan in China wurde. Am 17. März 1996 wurde Conforti seliggesprochen.
Am selben Tag vor zehn Jahren wurden auch Bonifacia Rodriguez Castro (1837-1905) und Luigi Guanella (1842-1915) heiliggesprochen. Letzterer gründete den Krankenpflegerorden der Töchter Mariens von der Vorsehung, die Bruderschaft des hl. Josef vom guten Tod und mit dem hl. Don Bosco zusammen mehrere Häuser der göttlichen Vorsehung für behinderte Menschen. Er war 1964 seliggesprochen worden.


22. Oktober
Das Zitat

Wenn du bei der Beichte klar deine Fehler, deine Unterlassungen, deine Mangelhaftigkeit gezeigt hast, dann machst du mich glücklich, wie wenn du mir einen Schatz anvertraut hättest. Sobald eine Seele sich öffnet, bemächtigt sich mein Geist ihrer, ohne Aufsehen zu erregen, aber siegreich. Und was kann ich nicht wieder gutmachen, wenn man mich walten lässt. Dann freue ich mich, deine Seele nach meinem Empfinden und Gefallen auszuschmücken.

Worte Jesu an die Mystikerin Louise Jacques


22. Oktober
Boys Town

Vor 100 Jahren, am 22. Oktober 1921, gründete der irische Priester Edward Flanagan (1886-1948) in der Nähe von Omaha (Nebraska) auf der Overlook Farm die Jungenstadt Boys Town, in ähnlichem Geist wie die Oratorien Don Boscos. Wilhelm Hünermann schrieb darüber das Buch Die Stadt der tausend Jungen. Die Gründung wurde außerdem 1938 im Spielfilm Boys Town (deutsch: Teufelskerle) verarbeitet, mit Spencer Tracy in der oscargekrönten Hauptrolle.


21. Oktober
Nikolaus Barré

Vor 400 Jahren, am 21. Oktober 1621, wurde in Amiens Nikolaus Barré geboren. 1666 gründete er die Kongregation der Schwestern vom Kinde Jesu, die sich der Bildung armer Mädchen widmete. Er starb am 31. Mai 1686 in Paris und wurde am 7. März 1999 seliggesprochen.


21. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Sammlung von Kurzbeiträgen zum Thema Synodaler Weg wurde um sieben Beiträge von Christian Spaemann, Franz Norbert Otterbeck, Guido Horst, Oliver Maksan und Nina Heeremann erweitert. Bei dem Beitrag von Frau Heeremann handelt es sich um ein eingebettetes Video, das sie auf ihrem sehr empfehlenswerten Youtube-Kanal veröffentlicht hat. Meine Predigt “mehr, als wir erflehen u. erdenken können” habe ich auf der Vertraulichkeitsseite des hl. Alfons eingebettet, meinen Podcast Wie groß darf Gott sein? auf der Konzilsseite.


20. Oktober
Keiner anderen Gruppe widerfährt solches ...

In Art. 3 des Motu proprio ist die Rede von „Gruppen“, welche die Messe nach dem Missale aus der Zeit vor der Reform von 1970 feiern. Der Ausdruck „Gruppen“ wird der Wirklichkeit der Besucher tridentinischer Messen nicht gerecht. Eine Gruppe ist eine überschaubare soziale Einheit von Mitgliedern, zwischen denen dauerhafte soziale Beziehungen bestehen. Die Besucher der tridentinischen Messe bilden regelmäßig keine solche Gruppe. Sie finden sich zur Feier dieser Messe ein, ohne eine soziale Einheit zu bilden. Es fehlt ein Band, das sie zu einer Gruppe zusammenfügt. Der Ausdruck Gruppe ist daher verfehlt. Er legt die Vermutung von Zusammenschluß und womöglich von Absonderung nahe, was beides nicht zutrifft. Von „Anhängern“ solcher Gruppen zu sprechen (Art. 3 § 2) ist nicht angebracht.
Dem Diözesanbischof wird in Art. 3 § 1 aufgetragen, festzustellen, daß derartige „Gruppen“ die Gültigkeit und die Rechtmäßigkeit der Liturgiereform, der Vorschriften des Zweiten Vatikanischen Konzils und des päpstlichen Lehramtes nicht ausschließen. Diese Bestimmung ist in mehrfacher Hinsicht angreifbar. Einmal sind die angesprochenen „Grup-pen“, wie gesagt, lediglich Ansammlungen einzelner Personen. Sie sind auf keine andere Ordnung festgelegt als auf die Lehre und das Recht der katholischen Kirche. Einen „Gruppenkodex“ gibt es nicht. Man kann also auch nicht danach forschen. Zweitens ist Kritik an Einzelheiten der Liturgiereform keine Bestreitung ihrer Gültigkeit und Rechtmäßigkeit. Sie wird von vielen Seiten geübt, auch und gerade von deren Befürwortern. Man spricht seit langem von der „Reform der Reform“. Die zahllosen Abweichungen von dem Meßbuch Pauls VI., die allenthalben zu beobachten sind, zeigen die Unzufriedenheit weiter Kreise des Klerus mit der Reform. Eine Reform kann gelingen oder mißlingen. Drittens ist die Untersuchung oder gar Vernehmung der Freunde der tridentinischen Messe darüber, was sie über die Liturgiereform etc. denken, eine ungewöhnliche, ja diskriminierende Maßnahme. Sie werden gewissermaßen unter einen Generalverdacht gestellt. Keiner anderen „Gruppe“ in der Kirche widerfährt solche Bezichtigung. Die vielen Theologen, die sich gegen die Glaubens- und Sittenlehre der Kirche verfehlen, die zahlreichen Priester, die Eigenheiten und Absonderlichkeiten in den Vollzug ihres „Gottesdienstes“ einbauen, bleiben ungerügt und unbeanstandet. Kein Diözesanbischof wird vom Heiligen Stuhl beauftragt, die Lehre oder die Gesinnung der in seinem Gebiet tätigen Theologen zu untersuchen.

Aus der Expertise des Kirchenrechtlers Prof. Dr. Georg May über Traditionis Custodes

Weitere Stimmen zu Traditionis Custodes

Georg May über "fremde Sünden"


19. Oktober
Synodales Ablenkungsmanöver

Der Synodale Weg leidet unter einem weithin verdrängten Widerspruch. Wo es um die persönliche Verantwortung derer geht, die enttarnte Missbrauchstäter gedeckt und sie von X nach Y versetzt haben, inszeniert man Kollektivbekenntnisse. Die Schuldigen sprechen gerne von der „Sünde des Systems“ oder von der „Sünde des Klerikalismus“, statt endlich „,mea culpa“ zu sagen. Wo es hingegen um die Vermittlung der Wahrheit an eine weithin glaubenslos gewordene Gesellschaft geht, erklären sich dieselben Entscheidungsträger der Kirche zu Anwälten des „Einzelgewissens“. „Hirten“, die ihre persönliche Verantwortung hinter dem „System“ verstecken, lassen ihre „Schafe“ selbst entscheiden, was wahr sein soll. Doch diese Strategie wird nichts nützen. Solange die Entscheidungsträger der Kirche, die in puncto Missbrauch persönliche Schuld auf sich geladen haben, das System statt sich selbst anklagen, steht der Synodale Weg unter dem Verdacht, ein Ablenkungsmanöver zu sein.

Prof. Dr. Karl-Heinz Menke, Mitglied der Internationalen Theologenkommission, in seinem Aufsatz Wahrheit und Gewissen. Der Synodale Weg begibt sich auf den abschüssigen Pfad des Subjektivismus und Relativismus. Der Aufsatz ist erschienen in der Nr. 7 der äußerst empfehlenswerten Reihe welt&kirche.

Weitere Stimmen zum Synodalen Weg


19. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die polnische Übersetzung meines Aufsatzes Fata Morgana wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Bemerkung Oliver Maksans über sklerotische Ortskirche findet sich bei den Ausführungen Robert Spaemanns über die Zweideutigkeit des Aggiornamento, die Vorstellung der Neuerscheinung “Kirchengeschichte für Kinder” auf der Seite über unser Medienapostolat. Die Predigt über die Liebe als die Vollendung aller Moral ist auf der Seite “Ist ohne Gott alles erlaubt?” eingebettet, jene über die Berufung unseres Herzens auf der biblischen Herz-Jesu-Seite.


18. Oktober
Tränenfeuchter Kitsch

Von Hans Mohrmann

Was mich an den Texten des "Synodalen Wegs" am meisten abstößt, ist der unerträglich tränenfeuchte Kitsch, mit dem sich das Abrißunternehmen "Synodales Weg" als Stimme der Verfolgten, Verfemten, Unterdrückten, Beleidigten inszeniert. Zumeist ist es eine dreckige Lüge, wenn da etwa behauptet wird:

“Zu diesem Leid zählen auch die unzähligen Maßregelungen, denen Religionslehrer/innen und Theolog/innen (…) dann ausgesetzt waren und sind, wenn sie sich kritisch mit der derzeitigen Lehre der Kirche auseinanderzusetzen bemühten. Wir haben dadurch Menschen ausgegrenzt, tief verletzt und in ihrer Menschwerdung behindert.”

Diese "Theolog:innen" waren vielmehr die Kronzeugen des Feuilletons, das seit Jahrzehnten das immer kleiner werdende Häuflein der tiefgläubigen Katholiken verlacht, verspottet und in den Spießrutenlauf der veröffentlichten Meinung getrieben hat.

Nicht Küng, Ranke-Heinemann und auch nicht Schüller hatten Publikationsverbot in den Gazetten des Mainstreams, sondern die wenigen Theologen, die es wagten, den rechten Glauben zu verteidigen.

Die Verfolger spielen die gepeinigten Verfolgten, die feigen Opportunisten tarnen sich als Benachteiligte und Unterdrückte, die Stichwortgeber des Mainstreams verkleiden sich als leise Stimmchen, auf die keiner hören will, wo sie in Wahrheit ganze Bataillone von Skribenten mobilisieren können, die einen ohrenbetäubenden Lärm veranstalten, wenn ihren Lieblingen auch nur ein Härchen gekrümmt wird.

Weitere Stimmen zum Synodalen Weg


17. Oktober
Die Jungfrau von Guadalupe und ihr Weg nach Mexiko

Von Carolin Holterhoff

13. Folge

Guzman ließ alle Briefe nach Spanien abfangen, aber einige seiner Taten drangen doch nach Europa durch. Kaiserin Isabella hatte bereits in Abwesenheit ihres Mannes verfügt, dass das Zurückhalten privater Korrespondenz mit der Verbannung aus Mexiko zu bestrafen war. Schließlich verfügte Guzman die Todesstrafe für jeden Indianer und Geld- und Gefängnisstrafen für jeden Spanier, der bei dem Bischof um Hilfe bat. Bischof Zumárraga, der aus dem Baskenland stammte, konnte vor Ort nichts tun, aber er schrieb einen ausführlichen Bericht über die Machenschaften Guzmans an den Kaiser und suchte eine Möglichkeit, ihn nach Spanien zu schicken. Er ging selbst nach Vera Cruz und fand dort einen baskischen Seemann, der den Brief in einem Schinken in einem Ölfass nach Spanien transportierte (Carroll, Our Lady of Guadalupe and the Conquest of Darkness, S. 94). Der Inhalt des Briefes und die Art der Zustellung waren Beweis genug, dass Guzman seine Position und Autorität missbraucht hatte. Guzman setzte sich rechtzeitig nach Michoacan ab, wo er einige Jahre noch eine Schreckensherrschaft ausübte. Kaiserin Isabella setzte im März 1530 eine neue Audiencia ein, die von Bischof Sebastian Ramirez del Fuenleal geleitet wurde, der in Santo Domingo tätig war. Die Auditoren wurden vom Bischof von Badajoz sorgfältig ausgewählt und kamen mit Bischof Fuenleal am 9. Januar 1531 in Vera Cruz an. Sie leisteten gute Arbeit und waren ein Segen für Mexiko. Ein königliches Dekret vom August 1530 verbot die Versklavung der Indianer; zusätzlich wurde Bischof Zumárraga als Beschützer der Indianer bestätigt und seine rechtlichen Befugnisse genau definiert.

Cortés hatte mit der Eroberung des aztekischen Reiches in nur sechzehn Monaten das Weltbild und den Glauben der Azteken und aller Indianer an ihre Götter tiefgreifend erschüttert. Sie hatten in dem Glauben gelebt, dass ihre Götter für sie sorgen und sie beschützen würden; die Menschenopfer waren nicht als Dank, sondern als Bitte für die Zukunft gedacht (Rinke, Conquistadoren und Azteken, S. 92), denn der Fortbestand ihres Daseins, des ganzen Kosmos, hing von der Gnade der Götter ab, die täglich neu erbeten werden musste, damit die Sonne als Lebensspender wieder aufginge. Zudem gab es in ihrer Vorstellung fünf Zeitalter, von denen bereits vier durch Naturkatastrophen untergegangen waren; das fünfte und letzte, in dem sie lebten, sollte durch ein Erdbeben untergehen (Vaillant, Die Azteken, S. 170). Das ganze Leben war damit geprägt von Angst und Grauen und „es herrschte ein seelisches Klima des Pessimismus vor“ (Soustelle, Das Leben der Azteken, S. 215), das auch vor dem Leben nach dem Tod nicht Halt machte. Die Niederlage der Azteken kann vor diesem Hintergrund durchaus als ein geistiges Erdbeben gesehen werden, das das letzte Zeitalter beendete. Die alte Welt mit ihrer Ordnung war untergegangen und die Indianer hatten damit ihre Identität verloren. Die Missionierung, die sowohl Cortés als auch Karl V. anstrebten, stand noch ganz am Anfang; die Geistlichen erreichten durchaus einen Teil der Indianer, aber im Land lebten an die zwanzig Millionen Menschen und die sprachlichen, geographischen und klimatischen Bedingungen erschwerten die Arbeit. Auch das Verhalten vieler Spanier, die nur von der Gier nach Gold und Macht getrieben wurden, und die daraus folgenden politischen Verwirrungen bremsten die Evangelisierung ungemein. Zudem sahen sich die Spanier als privilegierte Klasse, während die Indianer keinen großen Wert zu haben schienen. Das war nicht das, was Cortés im Sinn gehabt hatte; auch Kaiser Karl V. hatte immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es sei, die Indianer gut zu behandeln und ihnen den christlichen Glauben nahe zu bringen. Von daher verwundert es nicht, dass die Indianer sich zurückhaltend und abwartend verhielten.

Für die Gottesmutter war nun die Zeit reif, das Land, das Cortés für sie erobert hatte, in Besitz zu nehmen und ihre Kinder zu sammeln. Sie erschien dem Indianer Juan Diego am 9. Dezember 1531, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis; zu der Zeit wurde dieses Fest im Westen Europas noch am 9. und nicht am 8. November gefeiert, so wie es in der Orthodoxen Kirche noch heute der Fall ist (Hawkins, The Iconography of Guadalupe, in: A Handbook of Guadalupe, S. 64). Juan Diego war zu diesem Zeitpunkt 57 Jahre alt und hatte sowohl die Zeit der Einweihung des neuen Tempels unter der Federführung Tlacaellels erlebt, als auch die Eroberung Mexikos durch die Spanier. Der Ort Cuauhtitlan, aus dem er stammte, war einer von zweien, deren Einwohner bereits 1526 getauft worden waren. Er erhielt von der Gottesmutter den Auftrag, zum Bischof zu gehen und für sie eine Kapelle auf dem Hügel Tepeyac zu errichten. Juan Diego tat, wie ihm geheißen, aber Bischof Zumárraga war recht skeptisch. Juan Diego kehrte zum Hügel Tepeyac zurück und bat die Gottesmutter, die dort auf ihn wartete, jemand anderen mit höherem Ansehen zu schicken. Maria aber trug ihm auf, am nächsten Tag wieder zum Bischof zu gehen, was er auch tat. Diesmal war Bischof Zumárraga freundlicher und stellte viele Fragen, doch forderte er einen Beweis für die Echtheit dessen, was der Indianer ihm erzählte. Juan Diego kehrte zum Hügel Tepeyac zurück, wo die Gottesmutter ihn bereits erwartete. Bischof Zumárraga hatte zwei Bedienstete hinter ihm hergeschickt, aber sie verloren ihn aus den Augen. Als Juan Diego der Gottesmutter von dem Gespräch erzählt hatte, sagte sie ihm, er möge am nächsten Morgen zu ihr kommen und sie würde ihm den Beweis für den Bischof mitgeben. Aber Juan Diego konnte am nächsten Tag nicht zu ihr gehen, da sein Onkel Juan Bernardino, der in Tultepec wohnte, krank war und er sich um ihn kümmerte. Am 12. Dezember war er frühmorgens auf dem Weg in die Stadt, um für seinen Onkel einen Priester zu holen aber da er den Auftrag der Gottesmutter am vorigen Tag nicht erfüllt hatte, nahm er einen anderen Weg um den Hügel Tepeyac herum, doch die Gottesmutter wartete dort bereits auf ihn. Als sie ihn fragte, warum er am vorigen Tag nicht gekommen sei, erzählte er ihr von seinem Onkel. Sie sagte ihm, er solle sich nicht weiter um ihn sorgen, da es ihm gut ginge. Dann trug sie ihm auf, zur Spitze des Hügels zu steigen und die Blumen dort zu pflücken. Juan Diego wunderte sich, da er wusste, dass dort auf dem steinigen Boden keine Blumen wuchsen, vor allem nicht zu dieser Jahreszeit. Aber er fand dort wunderschöne, duftende kastilische Rosen, die er in seinem Umhang aus Agavenfasern, der Tilma, sammelte und zur Gottesmutter zurückbrachte. Sie sortierte sie selbst und trug ihm auf, damit zum Bischof zu gehen; sie schärfte ihm ein, den Umhang nur vor dem Bischof zu öffnen. Juan Diego tat wie ihm geheißen und als er die Tilma öffnete, fielen die Rosen zu Boden, doch zu seiner Verwunderung fielen der Bischof und die anderen Anwesenden auf die Knie. Auf seiner Tilma war der Beweis, den Bischof Zumárraga gefordert hatte. Dieser brachte das Bild auf dem einfachen Umhang sofort in seine Kapelle. Er behielt Juan Diego bis zum nächsten Tag bei sich. Dann ging er mit ihm und einigen anderen zunächst zum Hügel Tepeyac und ließ sich die Stelle zeigen, an der die Gottesmutter erschienen war und wo sie ihre Kapelle stehen haben wollte. Anschließend gingen sie zu Juan Diegos Onkel, der tatsächlich gesund war und ihnen erzählte, dass ihm auf dem Krankenlager eine wunderschöne Frau erschienen sei, die ihn gesund gemacht habe. Das war um die gleiche Zeit, zu der die Gottesmutter mit Juan Diego gesprochen hatte. Sie hatte Juan Bernardino auch den Namen mitgeteilt, unter dem sie in Mexiko verehrt werden wollte, nämlich als Jungfrau von Guadalupe.

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


16. Oktober
Caesarius von Speyer

Vor 800 Jahren, am 16. Oktober 1221, kam Caesarius von Speyer mit ca. 25 Minderbrüdern (Franziskanern) in Augsburg an, um in Deutschland den Franziskanerorden einzuführen. Er hatte sich im Heiligen Land dem Orden angeschlossen und war ein Gefährte des hl. Franziskus geworden. Auf dem ersten Generalkapitel der Franziskaner war er beauftragt worden, den Orden nach Deutschland zu bringen. Augsburg war die erste Station. Von hier aus wurden noch im selben Jahr die Niederlassungen in Würzburg und Regensburg gegründet. Von Würzburg aus machten sich am 30. November 1221 die ersten Franziskaner auf den Weg nach Köln, wo seit 1216 der hl. Engelbert Bischof war. 1239 wurde Köln der Sitz der Kölnischen Franziskanerprovinz.


16. Oktober
François-Marie-Benjamin Richard de la Vergne

Vor 150 Jahren, am 16. Oktober 1871, wurde François-Marie-Benjamin Richard de la Vergne (1819-1908) zum Bischof von Belley ernannt.


16. Oktober
Elisabeth von Dijon

Vor fünf Jahren, am 16. Oktober 2016, wurde die selige Elisabeth von Dijon (1880-1906) heiliggesprochen.


4. Oktober
Wir suchen am falschen Ort

Die 66. Folge meines Podcasts zeigt, wie wir den Sinn unseres Lebens gleichzeitig entdecken und erschaffen können.


4. Oktober
Absichtlich selektiv?

Allerdings ist die Darstellung selektiv – zuungunsten Benedikts XVI. So zitieren die Autoren zwar ausführlich aus dem „Hirtenbrief“, den der deutsche Papst 2010 wegen des Missbrauchsskandals an die irischen Katholiken schrieb. Unerwähnt lassen sie allerdings zwei Aussagen, die zur Hauptthese ihres Buches nicht ohne Weiteres passen wollen: Benedikt XVI. nennt ausdrücklich „eine unangebrachte Sorge um den Ruf der Kirche und die Vermeidung von Skandalen“ als einen Grund für das Versagen angesichts des Missbrauchsskandals. (...) So wird man den Eindruck nicht los, dass es den Autoren letztlich mehr um eine Demontage Ratzingers als um eine Analyse des Missbrauchsskandals geht.

Die FAZ (online am 17. August 2021) über das Buch Doris Reisinger/ Christoph Röhl: Nur die Wahrheit rettet. Der Missbrauch in der katholischen Kirche und das System Ratzinger.

Weitere Infos zum Thema


4. Oktober
Natur und Teleologie bei Robert Spaemann

Am 17. September habe ich in Heiligenkreuz auf dem Philosophischen Kolloquium zum Thema “Normativität der Natur?” einen Vortrag über die Philosophie Robert Spaemanns gehalten. Es muss im Titel statt “Theologie” “Teleologie” heißen. Die einleitenden Worte spricht Prof. Dr. Christoph Böhr.


3. Oktober
Monatsranking September 2021

Platz Monatsranking September 2021
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 720 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

TC: Erklärung der Generaloberen

neu
2

Zitatensammlung

+/- 0
3

Das Motu proprio Traditionis custodes

neu
10

Recktenwald: Tolkiens christliche Botschaft

- 3
20

Das verlorene Schaf und der moderne Mensch

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30

Klaus Gamber und der Zusammenbruch der Liturgie

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40

In memoriam: Cordelia Spaemann

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Handbuch für Lebensschutz und Lebensrecht

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Martin Mosebach: Ein Apostolat der Ehrfurcht

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100

Georg May: Fremde Sünden

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Zum Ranking der Vormonate


3. Oktober
Anton Gogeisl

Vor 250 Jahren, am 12. Oktober 1771, starb in Peking im Alter von fast 70 Jahren der aus Niederbayern stammende Chinamissionar Anton Gogeisl SJ. Er wirkte seit 1739 als Astronom am Hof des Kaisers von China und stieg 1746 in den Rang eines Mandarins auf.


3. Oktober
Seeschlacht von Lepanto

Vor 450 Jahren, am 7. Oktober 1571, gewann die von Papst Pius V. geschmiedete, aus 206 Galeeren bestehende christliche Flottenallianz unter dem Befehlshaber Don Juan de Austria die Seeschlacht von Lepanto gegen die als unbesiegbar geltende osmanische Seemacht. Zum Dank wurde bereits ein Jahr später am 7. Oktober das Rosenkranzfest gefeiert, damals noch als „Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Sieg“.


2. Oktober
Worauf es ankommt

Zum morgigen 19. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese drei Predigten anbieten:

Gerufen zu einer folgenschweren Entscheidung

Gebt dem Teufel nicht Raum!

Lass mein Gebet wie Weihrauch vor dein Angesicht dringen


2. Oktober
Pieter-Jan De Smet

Vor 200 Jahren, am 6. Oktober 1821, begann Pieter-Jan De Smet (1801-1873) sein Noviziat bei den Jesuiten in White Marsh bei Baltimore. De Smet war einer der größten Indianermissionare, über dessen spannendes Leben Anna Diouf auf kath-info erzählt.


2. Oktober
Ignatius Rice

Ebenfalls vor 25 Jahren, am 6. Oktober 1996, wurde Ignatius Rice CFC seliggesprochen. Rice wurde am 1. Juni 1762 im irländischen Westcourt geboren. Mit 27 Jahren wurde er nach zweijähriger Ehe Witwer. 1802 gründete er in Waterford eine Schule, weil er es als seine Lebensaufgabe erkannte, seine ganze Kraft für das seelische und materielle Wohl der Kinder einzusetzen. 1808 gründete er mit Gesinnungsgenossen die Congregatio Fratrum Christianorum, die 1820 von Papst Pius VII. anerkannt wurde. Er starb am 29. August 1844 in Mount Sion, nachdem er viele weitere Schulen und Niederlassungen in Irland, England, Gibraltar und Australien gegründet hatte.


2. Oktober
Maria Marcellina Darowska

Vor 25 Jahren, am 6. Oktober 1996, wurde Maria Marcellina von der Unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria Darowska CSIC seliggeprochen. Sie wurde am 16. Januar 1827 in Szulakach geboren, das damals polnisch und heute ukrainisch ist. Zusammen mit Josepha Karska gründete sie in Rom die Kongregation der Schwestern von der Unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria, die sich der Erziehung der weiblichen Jugend widmet. Sie starb am 5. Januar 1911 im damals polnischen, heute ukrainischen Jazlowiec.


1. Oktober
Synodale Alternativen

In diesen Tagen sind zwei Webseiten online gegangen, die sich bemühen, den Schaden zu begrenzen, den anzurichten der Synodale Weg im Begriffe steht, und alternative Positionen und Sichtweisen aufzuzeigen, die mit dem katholischen Glauben vereinbar sind. Die Website Synodale Beiträge steht in der Verantwortung von Bischof Rudolf Voderholzer, die Website Neuer Anfang in der von Bernhard Meuser, Autor des Buches Freie Liebe. Über neue Sexualmoral.


1. Oktober
Ernst Max Roloff

Vor 100 Jahren, am 1. Oktober 1921, wurde der Pädagoge Ernst Max Roloff (1867-1935) als Generalreferent für den staatsbürgerlichen Unterricht in die Berliner Reichszentrale für Heimatdienst berufen. Er war am 28. Juli 1899 zur katholischen Kirche konvertiert. Von 1907 bis 1917 gab er das fünfbändige Lexikon der Pädagogik heraus, “das, auf katholischer Weltanschauung ruhend, für seine Zeit einzigartig war und im Grundsätzlichen und Historischen wertvoll bleibt” (LThK, 1. Auflage).


30. September
Wiederverzauberung der Natur?

Wie Benedikt Vernunfttheologen provoziert

Von P. Engelbert Recktenwald

“Himmel und Erde sind voll von deiner Herrlichkeit”, so beten wir in der hl. Messe. Dieses Gebet ist mehr als ein frommer Jubel. Es drückt eine tiefe Wahrheit aus. Mit Himmel und Erde ist die gesamte Wirklichkeit gemeint, die uns umgibt. “Herrlichkeit” ist ein Ausdruck für den Wertreichtum, von dem sie überströmt.

Doch im Zeitalter der Wissenschaft ist diese Wirklichkeit entwertet. Max Weber sprach von der Entzauberung der Welt. Was übrigbleibt, sind nackte, neutrale Tatsachen: ein Sein, das kein Sollen mehr enthält. Alle Herrlichkeit liege nur im Auge des Betrachters, ist die seitdem geläufige Ansicht. “Werte existieren nicht in der Welt, sondern nur in unseren Köpfen”, bringt es Julian Nida-Rümelin auf den Punkt, um diese Position kritisch zu beschreiben.

Diese Entzauberung ist das Ergebnis jener Art von Wissenschaft, für die Francis Bacon (1561-1626) Pate steht: Es geht nicht darum, ehrfürchtig und staunend den Reichtum der Natur wahrzunehmen, sondern sie durch Experimente auf die Folter zu spannen, damit sie ihre Geheimnisse preisgibt und beherrschbar wird. Naturerkenntnis wird beschränkt auf Beobachtung, Beschreibung, Messung von Tatsachen. Auguste Comte (1798–1857) gab dieser Denkrichtung den Namen Positivismus. Erkenntnis ist kein Selbstzweck, sondern dient der Daseinsbewältigung des Menschen. Bei Richard Rorty kann man beobachten, wie dieser Pragmatismus ... weiterlesen


29. September
Philosophisches

In der Oktoberausgabe des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus ist mein Artikel Umleitung zum Glück erschienen.

Am 17. September habe ich in Heiligenkreuz im Rahmen eines philosophischen Kolloquiums einen Vortrag zum Thema Natur und Teleologie bei Robert Spaemann gehalten. Man kann die Vorträge auf dem Soundcloud-Kanal des Stifts Heiligenkreuz nachhören.


29. September
Synodale Verwirrung

Biblische Texte wie päpstliche Worte werden aus dem jeweiligen Zusammenhang herausgelöst, konstruktivistisch in eigene Fantasien eingefügt und als illustrative Autoritätsargumente verwendet, während beständig ein diffuses Verständnis von Synodalität gegen kirchliche Autoritäten gesetzt wird. Das Zweite Vatikanische Konzil wird in der Präambel zwar beschworen: "Wir sind geprägt durch das Zweite Vatikanische Konzil, auch wenn die meisten von uns es selbst nicht mehr erlebt haben." (Präambel, 2), aber im "Orientierungstext" missverstanden: "Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist eine andere Zeit in der Kirche angebrochen." (Orientierungstext, 56) Wer das Zweite Vaticanum, wie hier, als Bruch mit dem Ersten Vaticanum und als Neuerfindung der Kirche versteht, denkt und argumentiert konzilswidrig. Dieser synodale "Orientierungstext" schenkt mitnichten Orientierung, sondern stiftet einzig Verwirrung.

Aus: Thorsten Paprotny, Die Synodale Konfusion

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


28. September
Heiliger Erzengel Michael

Zum morgigen Fest des heiligen Erzengels Michael kann ich diese Predigt anbieten.


28. September
József Kardinal Mindszenty

Vor 50 Jahren, am 28. September 1971, verließ Josef Kardinal Mindszenty (1892-1975) nach 15 Jahren die amerikanische Botschaft in Budapest und kam nach Wien. Der Gipfelpunkt seiner Leiden sollte noch kommen: Papst Paul VI. opferte den Bekenner Mindszenty, der durch die Veröffentlichung seiner "Erinnerungen" den grausamen Charakter des Kommunismus aller Welt offenbarte, seiner Ostpolitik und setzte ihn im Dezember 1973 als Erzbischof und Primas ab, nachdem er ihn vergeblich um freiwilligen Rücktritt gebeten hatte. "Der Papst hat einen großen Kämpfer des Antikommunismus im Stich gelassen", so erklärte triumphierend der ungarische Parteichef János Kádár.


27. September
Die alles entscheidende Frage

In meiner Predigt von gestern zum 18. Sonntag nach Pfingsten zeige ich, wie das heilige Messopfer uns lehrt, das Wohlgefallen Gottes zu gewinnen.


27. September
Joseph Schumacher

Vor einem Jahr, am 27. September 2020, starb in Freiburg im Breisgau im Alter von 86 Jahren der Theologe Joseph Schumacher. Seit 1978 lehrte er in Freiburg Fundamentaltheologie. Im Priesterseminar der Priesterbruderschaft St. Petrus in Wigratzbad gab er von 1997 bis kurz vor seinem Tod Vorlesungen. Seine private Website mit zahlreichen Texten ist heute noch online.


26. September
Das Zitat

Der Gläubige lebt aus einer Kraftquelle, die nicht aus ihm selbst fließt, sondern gerade dann am stärksten ist, wenn wir die eigene Sicherheit und Verteidigung aufgegeben haben. Dann kommt die unendliche Stärke des Schöpfers des Himmels und der Erde zum Zuge.

Robert Spaemann (Meditationen eines Christen. Über die Psalmen 1-51, Stuttgart 2014, S. 178: zum Psalm 22)


25. September
Erlösendes Licht

Zum morgigen 18. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese vier Predigten anbieten:

Das Gute erkennen und anerkennen

Lead, Kindly Light

Die Gicht der Seele

Lenkendes Erbarmen


25. September
Entweltlichung

Vor zehn Jahren, am 25. September 2011, hielt Papst Benedikt XVI. in Freiburg seine berühmte Rede, in der er das Stichwort “Entweltlichung” zu einer Kirchenerneuerung gab, die diesen Namen verdient. Diese Rede ist viel kritisiert worden. Mit der Kritik habe ich mich in einem eigenen Artikel auseinandergesetzt.


25. September
Fernand Lelotte

Vor 100 Jahren, am 23. September 1921, trat der Belgier Fernand Lelotte (1902-1979) in die Gesellschaft Jesu ein. Bekannt wurde er durch sein vierbändiges Werk Heimkehr zur Kirche über berühmte Konvertiten, z. B. über Sigrid Undset.


25. September
Martin D’Arcy

Vor 100 Jahren, am 25. September 1921, wurde der Philosoph Martin D’Arcy SJ (1888-1976) zum Priester geweiht. Er pflegte regen geistigen Austausch mit den Größen seiner Zeit, z.B. mit Albert Einstein, Bertrand Russell und T. S. Eliot. Zu jenen, die er zum katholischen Glauben führte, gehörte Evelyn Waugh. 1957 hielt er die Grabrede bei der Beerdigung von Ronald Knox. Bis zu seinem Tode feierte er die hl. Messe im überlieferten Ritus.


24. September
Spotify

Meinen Podcast gibt es jetzt auch auf Spotify.


24. September
Alfons Maria von Liguori

Vor 25 Jahren, am 24. September 1996, richtete Papst Johannes Paul II. zum Gedenken der 300. Wiederkehr des Geburtstages des hl. Alfons Maria von Liguori an den Generaloberen der Kongregation vom Heiligsten Erlöser Juan M. Lasso de la Vega ein Schreiben, in dem er auf die Bedeutung des Heiligen einging. Dabei würdigte er auch dessen Schriftenapostolat: “Man muß sich außerdem der anderen modernen Mittel bedienen, die es ermöglichen, die Wahrheit zu den Männern und Frauen der heutigen Zeit zu bringen. Unter den besonders beeindruckenden Aspekten des Werks des hl. Alfons ist auch sein Einsatz als Schriftsteller zu erwähnen: Die Zahl seiner Schriften, die rasche Folge von Ausgaben und Übersetzungen, die Fähigkeit, in einer einfachen und allen zugänglichen Sprache auch die anspruchvollsten Wahrheiten des Glaubens und der Moral auszudrücken, haben seine Lehre in allen Schichten des Christenvolkes verbreitet.”
Das veranlasste mich damals, einige seiner Schriften neu herauszugeben.


24. September
Jugendvigil

Vor zehn Jahren, am 24. September 2011, fand in Freiburg die teils skandalös gestaltete Jugendvigil zum Papstbesuch Benedikts XVI. statt.


23. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die "theologische Farbenlehre" von Dr. Christian Wirz Die Kraft der Verheißung wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die beiden Zitate von Reiner Kunze und Heike Schmoll über Sprachgenderismus und über Kentlers Horrorkimi findet man bei meinem Artikel Wie Sterne im Weltall? Meine Predigt über Mariä Himmelfahrt ist auf der Seite mit dem Rosenkranzzeugnis von Kerstin Müller-Siegesmund eingebettet, die Predigt Sind Wunder möglich? auf der Seite des Aufsatzes Vernunft und Tyrannei der Mehrheit von Janne Haaland Matláry.


23. September
Biblische Erlösungslehre

Eine heilsgeschichtliche Synthese zur Frage, wie wir erlöst werden, bietet der Exeget Franz Prosinger in seinem neuesten Werk Geheiligt in Wahrheit. Eine biblische Soteriologie. Es ist in diesen Tagen in St. Ottilien im EOS-Verlag erschienen und umfasst 344 Seiten. Es handelt sich um eine grundsätzliche, systematische Erörterung, die aber auch für aktuelle Diskussionen fruchtbare Erkenntnisse abwirft. “Die vorliegende Arbeit kommt zum gegenteiligen Ergebnis”, schreibt Prosinger auf Seite 313. Gegenteilig wozu? Zu einer Auffassung des Erlösungsopfers, die die Gemeinschaft Jesu mit seinem Vater zerreißt, so dass “der Herr in keinem Augenblick eine verstehende Sicht seines Tuns hat”: so Georg Bätzing in seiner Darstellung der Theorie Hans Urs von Balthasars (in Die Eucharistie als Opfer der Kirche, Einsiedeln 1986).


22. September
Der Kampf um das Naturrecht

Wenn katholische Gelehrte dem Papst in den Rücken fallen

Von P. Engelbert Recktenwald

Heute vor zehn Jahren hielt Papst Benedikt XVI. vor dem Deutschen Bundestag seine Rede über die Notwendigkeit der Wiederentdeckung des Naturrechts. Es waren ausgerechnet katholische Theologen und Philosophen, die ihn dafür kritisierten. Diese Kritik habe ich mir einmal etwas näher angeschaut.

In seiner Rede vor dem Bundestag am 22. September 2011 machte sich Papst Benedikt XVI. “Gedanken über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats.” Wer wollte bestreiten, dass dies ein Anliegen ist, das alle Parlamentarier unabhängig von ihrer Parteilinie eint? Der Papst erinnerte an Zeiten, in denen Macht von Recht getrennt wurde und “der Staat zum Instrument der Rechtszerstörung wurde.” Dass der Staat zum Unrechtsstaat werden kann, liegt daran, dass Recht sich nicht darin erschöpft, einfach nur ein Produkt der Staatsgesetze zu sein, wie der Rechtspositivismus meint. Vielmehr gibt es ein Recht, das den Gesetzen vorausliegt und einen Maßstab darstellt, an denen sie selber gemessen werden. Gesetze können ja auch ungerecht sein. Es gibt ein Recht, dem sie dienen sollen. Das ist im weitesten Sinne das, was man “Naturrecht” nennt.

Und nun stellt der Papst die Frage: “Wie erkennt man, was recht ist?” Als wichtigste Voraussetzung nennt er ein “hörendes Herz”. Dieser Ausdruck ist biblisch. Er findet sich in der Berufungsgeschichte des Königs Salomon. Der Papst hatte sie als Auftakt seiner Überlegungen gewählt. Bevor Salomon den Thron besteigt, stellt Gott ihm eine Bitte frei. Salomon entscheidet sich für die Weisheit, um ein gerechter König zu werden: “Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht” (1 Kön 3,9).

Papst Benedikt deutet nun dieses hörende Herz als die Vernunft, die für die “Sprache des Seins” geöffnet ist. Mit dem biblischen Ausdruck des “Herzens”, so darf man diesen Gedanken ergänzen, ist angedeutet, dass es sich um eine Frage der Gesinnung handelt. Der Politiker soll so gesinnt sein, dass es ihm, wie Benedikt ausführt, um Gerechtigkeit und Frieden geht, nicht um Erfolg oder materiellen Gewinn. Er muss ein Gewissen haben.

Und dieses Herz muss “hören” können. Es soll erkennen, “was recht ist”. Dazu bedarf es nicht nur eines Gewissens in uns, sondern auch einer sorgfältigen Beachtung der Wirklichkeit um uns, nämlich der Natur “in ihrer wahren Tiefe, in ihrem Anspruch und mit ihrer Weisung.” Dabei verwendet der Papst das Wort “Natur” sowohl im Sinne der ökologischen Bewegung als auch zur Bezeichnung dessen, was zum menschlichen Wesen gehört: Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit, sondern hat auch eine Natur, auf die er achten muss.

Nun gibt es Theologen, die offensichtlich meinen ... weiterlesen


22. September
Eine exkommunizierte Heilige

Vor 150 Jahren, am 22. Septembre 1871, wurde die hl. Maria vom Kreuz MacKillop (1842-1909) aufgrund von Missverständnissen und Verleumdungen von Bischof Laurence Bonaventure Sheil (1865-1872) exkommuniziert. Kurz vor seinem Tod im Mai 1872 widerrief der Bischof die Exkommunikation.


22. September
Andrea Aiuti

Vore 150 Jahren, am 22. September 1871, empfing Andrea Aiuti (1849-1905) die Priesterweihe. 1893 wurde er Apostolischer Nuntius in Bayern, 1903 zum Kardinal ernannt. Als solcher nahm er am Konklave teil, in dem der hl. Papst Pius X. gewählt wurde.


22. September
Diözese St. Albert

Vor 150 Jahren, am 22. September 1871, wurde die Diözese St. Albert (seit 1912 Erzbistum Edmonton) gegründet. Erster Bischof der Diözese wurde Vital-Justin Grandin OMI (1829-1902), einer der großen Pioniere der Nordmission. Bereits 1859 hatte er vom hl. Eugène de Mazenod OMI die Bischofsweihe empfangen.


21. September
Franz Xaver Schweyer

Vor 100 Jahren, am 22. September 1921, wurde Franz Xaver Schweyer (1868-1935) bayerischer Innenminister. Er war gläubiger Katholik, Mitglied der Bayerischen Volkspartei und wurde recht bald “Hitlers frühester Widersacher”. Sein Antrag im März 1922, Hitler auszuweisen, scheiterte am Widerstand des SPD-Parteiführers. Kompromisslos verurteilte er die Ideologie und den Antisemitismus Hitlers. Die Folge war, dass er 1933 nach der Machtübernahme der Nazis sofort verhaftet wurde und am 10. November 1935 an den Folgen der Haft verstarb.


21. September
Lorenz von Westenrieder

Vor 250 Jahren, am 21. September 1771, empfing der Historiker, Schriftsteller, Pädagoge, Theologe und Münchener Lokalpatriot Lorenz von Westenrieder (1748-1829) die Priesterweihe. Sein publizistisches Werk umfasst über 100 Bände. “Bis Mitte seines Lebens emsiger Vorkämpfer der Aufklärung in Bayern in der jungen Münchener Akademie unter Maximilian III Joseph, ohne Freigeist zu sein, 1778 kurze Zeit Mitglied des Illuminatenordens, vollzog er seit Ende der 80er Jahre weniger infolge der durch schwere Krankheit mitbedingten, in der Literatur mehrfach übertriebenen Vereinsamung und Verbitterung als aus lebendiger Volksverbundenheit und mit dem echten Sinn für das Gewordene eine Wendung zu konservativem Denken und wurde schärfster Gegner der Aufklärung des Regimes Montgelas” (LThK, 1. Auflage).


20. September
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

14. Folge

Aber eben die Möglichkeit begrifflicher Konstruktionen, deren Bedeutungsgehalt aus dem Strome der Veränderlichkeit sich erhebt, führt uns trotz aller Bedenken des Relativismus um einen wichtigen Schritt näher an das Ziel jener eindeutigen Zuordnung. In den Reihen des steten räumlichen Nebeneinander, des gleichförmigen Nacheinander, des auf den einzelnen Gebieten sachlich Verwandten, in dem Zählen und Gruppieren als den diese Reihenbildungen konstituierenden Funktionen haben wir uns - zwar von der Basis der Erfahrung aus ermittelte, aber ihrer Geltung nach über der Relativität der Erfahrung stehende - Ordnungen gebildet, die als „Invarianten" [1] die allmähliche Orientierung in den variablen Erfahrungsreihen und ihre wechselseitige eindeutige Zuordnung ermöglichen. Mag also auch diese Zuordnung selbst einer steten Vervollkommnung bedürftig sein und insofern unter dem Gesetz der Relativität stehen, - ein rettungsloses Versinken in diesem Strome verwehrt uns jener Inbegriff allmählich gefundener Invarianten, die als unerschütterliches Gerüst allem Erkennen, ja, allem Werten erst festen Halt geben. Dass es aber solche „Invarianten" gibt, darüber belehrt uns nicht nur die Reflexion auf den Wissensbetrieb, sondern die Evidenz jener „erfahrungsfreien" (apriorischen) Gesetzmäßigkeiten selbst. Auch der Relativist erkennt solche an: Er könnte von einer Relativität nicht sprechen, wenn er nicht im stande wäre, an der Hand eben dieser Invarianten sich über die Veränderlichkeit zu erheben.

Mit der Veränderlichkeit und dem nur allmählich fortschreitenden Sich-auswirken der Realität auf sämtlichen Erfahrungsgebieten hängt sofort eine weitere Unvollkommenheit unserer Erkenntnismöglichkeit zusammen: wir meinen die Begrenztheit des jeweils uns gegenwärtigen Wirklichkeitsausschnittes, der als Erfahrungsbasis für unsere Erkenntnisbetätigung uns zur Verfügung steht. Da wir nämlich, wie bereits angedeutet, als reale Subjekte nur sozusagen Knotenpunkte innerhalb der Maschen des Wirklichkeitsgeschehens sind, so wird von den Gegenständen und Veränderungen innerhalb der Wirklichkeit immer nur der uns näher liegende, auf uns unmittelbar einwirkende und darum uns besonders angehende Teil der Wirklichkeit von uns gesichtet und vornehmlich beachtet, und da ferner wegen der Variabilität der subjektiven wie der objektiven Wirklichkeitsreihe unsere Stellung zur Umwelt, zum Teil wenigstens, stetig eine andere wird, so wird dieser Wechsel uns nicht einmal diesen jeweils gegenwärtigen Teil scharf erfassen lassen. Eine glückliche Fügung sehen wir nun aber darin, dass innerhalb dieses Wechsels ein Teil der gegebenen Inhalte rascher, ein anderer Teil weniger rasch sich verändert, und dass anderseits im Verlaufe der Veränderung selbst Altbekanntes von neuem auftritt und so Stützpunkte gegeben sind für die Orientierung auch innerhalb des Neuen und Fremdartigen selbst. Unter diesen Umständen wirkt sogar der Wechsel selbst erkenntnisbereichernd: Durch die auf diesem Wege erlebbare Mannigfaltigkeit der „Wirklichkeitsausschnitte" wird eine Ergänzung und Korrektur der einzelnen Erlebnisphasen ermöglicht; das Wirkliche tritt uns im weiteren Umfange und vor allem von den verschiedensten Seiten, also gleichsam plastischer gegenüber, und das als das „eigentlich Wirkliche" Ermittelte wird nunmehr das sein, was als einheitlicher, widerspruchsfreier Daseinsgrund in den wechselnden Konstellationen eben die wechselnden „Ausschnitte" (Ansichten) zu liefern imstande ist. Das ist denn auch der methodische Gesichtspunkt, unter dem die Erfahrungswissenschaften sich bemühen, das „allgemeingiltig Wirkliche" festzustellen.

Anmerkungen:

[1] Den „Invarianten"-Begriff hat Aloys Müller in seiner trefflichen Abhandlung: Wahrheit und Wirklichkeit, Untersuchungen zum realist. Wahrheitsproblem (Bonn. 1913) in ansprechender Weise zur Erläuterung der realistischen Wahrheitserkenntnis verwendet. Seine Forschungsergebnisse streben übrigens einem dem unsrigen analogen Ziele zu, worin wir, da Müllers und unsere kritischen Forschungen im wesentlichen gleichzeitig und unabhängig von einander angestellt wurden, bei aller Verschiedenheit im Einzelnen, eine willkommene Bestätigung unserer Ausführungen erblicken können.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


19. September
Waiting for God

For all this, victories will come. They always do for works honed by God Himself. It might help us to recall Pope Clement XIV’s Dominus ac Redemptor (1773), the papal brief in which he suppressed the Society of Jesus. The action of this venal pope sent tremors throughout the Catholic world. When the Society was restored in 1814 by Pope Pius VII, it flourished as never before. The suffering and patience endured during those forty-one years of suppression blossomed into still greater graces for that once extraordinary Order. (...)
This is our season for patience, for waiting—waiting for God to show us clear paths forward in the light of unexpected setbacks, but not defeats. But it is a season that God has permitted. So, we end with Eliot as we began with Eliot, this time from Burnt Norton: “for us there is only the trying/the rest is not our business.”

Aus: Fr. John A. Perricone: Post Traditionis Custodes: Musings on a Setback, Not a Defeat

Weitere Meldungen zu Traditionis custodes


18. September
Würde und Einheit

Zum morgigen 17. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese beiden Predigten anbieten:

Die Würde unserer Berufung

Welche Einheit?


15. September
Sem Deus a moral é uma ilusão?

Por Padre Engelbert Recktenwald

“Sem Deus a moral é uma ilusão?“ Dos ateus obtêm-se duas respostas antagônicas a esta questão. Alguns vangloriam-se de desmascarar valores morais, que realmente nos vinculam, como ilusão. Eles consideram-nos, por exemplo, como produto da evolução. Assim escrevem, por exemplo, o biólogo E. O. Wilson (fundador da sociobiologia) e o filósofo Michael Ruse em um artigo em conjunto: “O que nós entendemos por moral é uma ilusão, que nossos genes nos simulam, para que cooperemos.“ Outros consideram-na uma invenção humana. “A moral é obra humana“, escreve o ateu Andreas Müller, o qual se dedicou totalmente ao “Iluminismo“ ateu. Desde Nietzsche tornou-se um método popular despojar a moral por meio da divulgação de sua genealogia, ou seja, de seu desenvolvimento histórico e de sua condicionalidade. As normas morais são, com isto, privadas de uma validade de seu prestígio, para nós, realmente vinculativa na consciência. Sigmund Freud fez, à sua maneira, a mesma coisa: Na perspectiva da psicologia profunda, a consciência, com suas leis e proibições, como superego, é um produto da educação. Todos estes intentos de destruição da moral são a expressão comum do Iluminismo.

Porém, depois, há também aqueles ateus, os quais rejeitam indignados a acusação, de que o ateísmo subverte a moral. A expressão do Iluminismo é retirada. Eles atemorizam-se diante da ... weiterlesen


14. September
Johann Emmanuel Veith

Vor 200 Jahren, am 17. September 1821, erhielt Johann Emmanuel Veith (1787-1876) von der Wiener Regierung die Erlaubnis zum Eintritt in den Redemptoristenorden. Veith war Jude, hatte sich 1816 taufen lassen und gehörte zum Kreis um den hl. Clemens Maria Hofbauer (1751-1820), der den Redemptoristenorden aus Italien erstmals nördlich der Alpen gebracht hatte. Die Begegnung mit diesem Heiligen hatte bei Veith bewirkt, “den Rest seines Lebens sich mit dem zu beschäftigen und für das zu arbeiten, was allein ewig und allein wichtig ist” (zitiert in Ferdinand Holböck, Wir haben den Messias gefunden, Stein am Rhein, 21987, S. 64).) Veith trat 1830 wieder aus dem Orden aus.


14. September
Robert Bellarmin

Vor 400 Jahren, am 17. September 1621, starb in Rom im Alter von 78 Jahren der Theologe Robert Bellarmin. Eines seiner Werke wurde 1590 für kurze Zeit auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. 1599 wurde er zum Kardinal erhoben. In Hobbes' Leviathan ist Bellarmin der am häufigsten zitierte und kritisierte Autor. 1923 wurde er selig-, 1930 heiliggesprochen, 1931 zum Kirchenlehrer erhoben. Meine Predigt über ihn ist hier veröffentlicht.


13. September
François Du Puy

Vor 500 Jahren, am 15. September 1521, starb in der Grande Chartreuse im Alter von 71 Jahren der Jurist und Kanoniker François Du Puy. Er war der 34. Generalprior der Kartäuser und förderte die Kanonisierung des hl. Bruno, des Gründers des Kartäuserordens, der1514 von Leo X. heiliggesprochen wurde.


13. September
Mark Galli

Vor einem Jahr, am 13. September 2020, ist Mark Galli, ehemaliger Chefredakteur der evangelikalen Zeitschrift Christianity Today, katholisch geworden.


12. September
Wurzeln der Glaubenserosion

Es gibt "Reform-Bedarf". Der sexuelle oder der weiter gefasste Macht-Missbrauch in der Kirche sind nicht die einzigen Probleme. Die Glaubenserosion, die Papst Franziskus angesprochen hat, hat viel weiter zurückreichende Wurzeln. Und es ist höchste Zeit, hier aufzuwachen: Wie können wir wieder sprachfähig werden, um die Frohe Botschaft hörbar zu machen? Wir sind überzeugt, dass die Anpassung des Evangeliums an das moderne Lebensgefühl, an „demokratische Standards“ oder gesellschaftliche Trends nicht der richtige Weg ist. Das Evangelium ist "Salz", etwas Frisches und Neues, heilend und lebensnotwendig, weil es von derjenigen Liebe redet, die sich die Welt nicht zusprechen kann.

Aus einem Interview der Theologin Prof. Dr. Marianne Schlosser mit CNA Deutsch über den Synodalen Weg.

Weitere Beiträge über den Synodalen Weg.


11. September
Wem Gott nahe ist ...

Zum morgigen 16. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese beiden Predigten anbieten:

Der letzte Platz

"... der weit mehr vermag, als wir erflehen u. erdenken können"


11. September
Arnoldo Onisto

Vor 50 Jahren, am 11. September 1971, wurde Arnoldo Onisto (1912-1992) zum Bischof von Vicenza ernannt. Er förderte die Erscheinung von Tre Fontane.


10. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel Ist das noch die Kirche Christi? ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Zeugnisse Katholisch wegen der traditionellen Liturgie und Fenster in die Zeitlosigkeit finden Sie auf der “Alte-Messe-Seite”. Dort ist auch der Podcast über Rettende Schönheit eingebettet (ganz unten). Feldkamps Kritik an seinem Historikerkollegen Hubert Wolf (Wissenschaftlich unredlich) ist den übrigen Notizen über den Umgang mit Pius XII. hinzugefügt. Die Predigt Christliche Jenseitsvertröstung ist auf der Seite über die Kirche vor den Herausforderungen der Zeit eingebettet.


10. September
Alfred Bengsch

Vor 100 Jahren, am 10. September 1921, wurde in Berlin-Schöneberg Alfred Bengsch geboren. 1961 wurde er zum Bischof von Berlin ernannt, 1967 zum Kardinal. Er starb am 13. Dezember 1979.

Als 1968 die Enzyklika Humanae vitae erschien, entwarf er in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Berliner Ordinarienkonferenz eine Stellungnahme, die sich von der Königsteiner Erklärung durch ihre Lehramtstreue unterschied. Was er von der Königsteiner Erklärung hielt und wie weitsichtig er ihre Folgen vorausschaute, geht aus einem Brief hervor, den er an Kardinal Döpfner schrieb: „Ich fürchte, wenn wir uns zu sehr winden und drehen und gegen den Papst ausgespielt werden, dann wird genau das unsere künftige Lehraufgabe sehr erschweren ... Ich habe auch um künftige Entscheidungen der Bischofskonferenz Sorge, wenn die unleugbaren Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Rom die Bischöfe auf einen Weg drängen, dem die öffentliche Meinung Klugheit und Fortschrittlichkeit bescheinigt, der aber doch in der Gefahr ist, das Lehramt an die Fachgremien abzugeben.“

Kardinal Brandmüller schrieb 2020 in der Tagespost: “Weiß man noch, dass Kardinal Döpfner, Vorsitzender der DBK, jenen Brief des Berliner Kardinals Bengsch an die DBK, in dem die Bischöfe der DDR sich zur Enzyklika des Papstes bekannten, einfach unterschlagen hat? Nur so konnte es zu jener ‘Königsteiner Erklärung’ kommen, in welcher die DBK den Gebrauch von Antikonzeptiva dem individuellen Gewissensurteil überließ. Damit war ein Dammbruch geschehen. Johannes Pauls II. wiederholte Aufforderung, die fatale Erklärung zu revidieren, wurde seitens der DBK mit eisigem Schweigen beantwortet.”


9. September
Traditionis custodes

Die Meldungen und Notizen zu Traditionis custodes habe ich jetzt auf einer eigenen Seite versammelt. Dort ist auch meine Predigt zum Thema eingebettet.


9. September
Bill Hayden

Vor drei Jahren, am 9. September 2018, ließ sich im Alter von 85 Jahren der australische Politiker und prominente Atheist Bill Hayden in der katholischen Marienkirche in Ipswich bei Brisbane von Father Peter Dillon taufen und in die katholische Kirche aufnehmen.


8. September
Gebetsaufruf

Die Priesterbruderschaft St. Petrus hat wegen des Motu proprio Traditionis custodes einen Gebetsaufruf gestartet.


8. September
Überlingen

Vor 400 Jahren, am 8. September 1621, wurde vom Konstanzer Weihbischof Johann Jakob Mirgel die Klosterkirche des Überlinger Kapuzinerklosters eingeweiht. Ihr Patrozinium ist das Fest Mariae Opferung. Die Gründung des Klosters geht auf eine Einladung des Rats der katholischen Reichsstadt Überlingen an die Schweizerische Kapuzinerprovinz im Jahr 1613 zurück.


7. September
Irene von Hildebrand

Vor 100 Jahren, am 7. September 1921, starb in München im Alter von 75 Jahren Irene von Hildebrand, geb. Schäuffelen, die Ehefrau des Bildhauers Adolf von Hildebrand und Mutter des Philosophen Dietrich von Hildebrand (1889-1977).


7. September
Anna Eugenia Picco

Vor 100 Jahren, am 7. September 1921 starb in Parma im Alter von 53 Jahren Anna Eugenia Picco PPFF. Mit 20 Jahren riss sie von zu Hause aus und trat in Parma in die von Augustinus Chieppi gegründete Kongregation der Kleinen Töchter von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä ein, wo sie als Erzieherin tätig war. Ihr Motto war “Leiden, Schweigen, Lieben”. 1911 wurde sie zur Generaloberin gewählt. Während des Ersten Weltkriegs verzehrte sie sich im Dienst an den Armen und Notleidenden. Sie wurde am 7. Oktober 2001 seliggesprochen.


7. September
Legio Mariä

Vor 100 Jahren, am 7. September 1921, gründete Frank Duff (1889-1980) in Dublin die Legio Mariä. Ein bekanntes Mitglied war Edel Mary Quinn, deren Seligsprechungsprozess eingeleitet ist.


6. September
Göttliche Freigebigkeit

Nachträglich habe ich noch meine Predigt zum diesjährigen Hochfest von Mariä Himmelfahrt veröffentlicht.

Falls hier nicht die Soundcloudpredigt über Mariä Himmelfahrt erscheint, dann folgen Sie bitte diesem Link.


6. September
Hans Apel

Vor zehn Jahren, am 6. September 2011, starb in Hamburg im Alter von 79 Jahren der evangelische Christ, SPD-Politiker und ehemalige Verteidigungsminister Hans Apel. Er war ein scharfer Kritiker der zunehmenden theologischen Profillosigkeit der evangelischen Volkskirche und warnte vor einem “weichgespülten Christentum”. Die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in Hamburg unter Maria Jepsen, die zudem die Schirmherrschaft über den Christopher Street Day übernahm, brachte bei Apel das Fass zum Überlaufen: Er trat 1999 aus der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche aus und schloss sich der SELK (Selbständig Evangelisch-Lutherischen Kirche) an.


5. September
Writing with precision

It is simply inconceivable that this document, which affects so many Catholics around the world, was drafted and then reviewed/edited by genuine experts in church history and liturgy. On the contrary, Tc gives the distinct impression that it was composed by only a single individual who (to be perfectly frank) didn’t know what he was writing about, and didn’t bother even to check the internet to make sure he got the historical facts straight—and then failed to seek the comments/input of officials in the appropriate Vatican offices (in this case the Congregation for Divine Worship, as well as the Congregation for the Doctrine of the Faith, particularly its section comprising the former Pontifical Commission Ecclesia Dei). In short, it looks to be the work of someone writing in a hurry, someone who isn’t accustomed to writing with precision. We can only wonder what the history of this document really is.

Aus: Cathy Caridi, J.C.L., (an American canon lawyer), The Enormous Loophole in Traditionis Custodes

Weitere Stimmen zu Traditionis custodes


4. September
Was dürfen wir erwarten?

Zum morgigen 15. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese beiden Predigten anbieten:

Wir ernten, was wir säen

Ist Gott geizig?


4. September
Eine Hermeneutik des Bruchs?

Johannes Schwarz über "Traditionis custodes".


3. September
Roland Rösler

Vor einem Jahr, am 3. September 2020, starb im Alter von 77 Jahren der Politiker Roland Rösler. Rösler setzte sich mit Engagement für das Lebensrecht Ungeborener ein, war lange Zeit stellvertretender Bundesvorsitzender der Christdemokraten für das Leben (CDL) und gab 2010 zusammen mit Manfred Balkenohl das umfangreiche Handbuch für Lebensschutz und Lebensrecht heraus.


2. September
Erklärung der Generaloberen der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften

Am 31. August 2021 haben sich in Courtalain die Generaloberen der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften getroffen, um sich über die Lage zu beraten, die durch das Motu proprio Traditionis custodes entstanden ist. Sie haben nachfolgende Erklärung veröffentlicht, die aus klugen Gründen an erster Stelle an die französischen Bischöfe gerichtet ist.

"Das Erbarmen des Herrn gilt allem Fleisch”
(Sir 18, 13)

Die unterzeichnenden Institute möchten vor allem ihre Liebe zur Kirche und ihre Treue zum Heiligen Vater bekräftigen. Diese kindliche Liebe ist heute mit großem Leid verbunden. Wir fühlen uns verdächtigt, ausgegrenzt, verbannt. Wir erkennen uns jedoch nicht in der Beschreibung wieder, die im Begleitschreiben zum Motu proprio Traditionis custodes vom 16. Juli 2021 gegeben wird.

"Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben..."
(1 Joh. 1,8)

Wir betrachten uns keineswegs als die "wahre Kirche". Im Gegenteil, wir sehen in der katholischen Kirche unsere Mutter, in der wir das Heil und den Glauben finden. Wir unterstehen loyal der Jurisdiktion des Papstes und der Diözesanbischöfe, wie die guten Beziehungen in den Diözesen (und die unseren Mitgliedern anvertrauten Funktionen als Mitglied des Priesterrats, Archivar, Kanzler oder Offizial) und die Ergebnisse der kanonischen oder apostolischen Visitationen der letzten Jahre zeigen. Wir bekräftigen unsere Treue zum Lehramt (einschließlich des Zweiten Vatikanischen Konzils und des nachkonziliaren Lehramts) gemäß der katholischen Lehre von der geschuldeten Zustimmung (vgl. insbesondere Lumen Gentium, Nr. 25, und Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 891 und 892), wie sie durch die vielen Studien und Doktorarbeiten, die mehrere von uns ... weiterlesen.


1. September
Unser Opfer

Die hl. Messe ist die heiligste Handlung auf Erden. Meine Predigt vom letzten Sonntag.


1. September
Kurt Hübner

Vor 100 Jahren, am 1. September 1921, wurde in Prag der Philosoph Kurt Hübner geboren. Sein Hauptgebiet war die Wissenschaftstheorie. Auf diesem Portal ist er mit einem Beitrag vertreten. Die Theologie Ratzingers verstand er besser und wusste er besser zu würdigen als mancher modernistische Theologe: “Damit komme ich, wenn auch auf verschiedenem Wege, zu demselben Ergebnis wie der Kardinal Joseph Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI. Er unterscheidet zwei Formen der Vernunft, die dennoch eine unlösliche Einheit bilden. Die eine betrifft das Denken des Subjekts und betätigt sich stets in einem geschichtlichen Zusammenhang; die andere betrifft das Begreifen der ewigen Offenbarung. Aber - so der damalige Kardinal: ‘Die Vernunft wird in ihrer Relativität ohne den absoluten Glauben nicht heil, der Glaube wird ohne die Vernunft in ihren jeweils unvermeidlich historisch bedingten Erscheinungen nicht menschlich.’ Damit hat Ratzinger die eigentliche Tiefe der Aufklärung erfasst, die man nicht erkannte, weil man sich mit einem rudimentären Vernunftbegriff begnügte, nämlich demjenigen, der nur die Bildung von Ontologien betrifft, aber das Vermögen, die Offenbarung zu erlangen, unberücksichtigt lässt.” (Quelle).
Am 8. Februar 2013 starb er in Kiel.


31. August
Gebetssturm

Für den Monat September sind die Mitglieder der Konfraternität St. Petrus aufgerufen, den Rosenkranz in den Anliegen zu beten, die sich aus dem Motu proprio Traditionis custodes und weiterer zu erwartender Entscheidungen ergeben. Auch alle anderen Beter sind herzlich eingeladen, sich diesem Gebetssturm anzuschließen.


30. August
Das Zitat

Lass also keinen Schrecken und keine Furcht dein Herz bemeistern. Glaube an mich und vertraue auf meine Erbarmungen.

Nachfolge Christi, III, 30


28. August
Heilige Sorglosigkeit

Zum morgigen 14. Sonntag nach Pfingsten kann ich drei Predigten anbieten:

Die Berufung deines Herzens

Das Evangelium, das den Konflikt zwischen Pflicht und Neigung löst

"Seid nicht ängstlich besorgt um euer Leben."


28. August
Johannes Hessen

Vor 50 Jahren, am 28. August 1971, starb in Bad Honnef im Alter von 81 Jahren der Philosoph Johannes Hessen. Er war ein Schüler von Max Scheler und Vertreter der Wertethik. “Gott ist der Werte Hort und Heimat. In ihm sind alle Werte fundiert. Er ist ja Wertwirklichkeit, Synthese von Wert und Sein, Idealität und Realität. Sage ich also ‘Gott’, dann sage ich damit zugleich ‘Wahrheit’, ‘Gutheit’, ‘Schönheit’ (...) kurz das Pleroma der geistigen Werte” (Hessen, Der Sinn des Lebens, S. 67).


16. August
"Als würde Papst Franziskus uns, die wir die Kirche so lieben, nicht verstehen"

Von Autumn Jones

Die Hausarbeit, Schulstunden, der Mittagsschlaf der Kleinen, das gemeinsame Bücherlesen: Bei den McKinleys ist der Alltag gut eingespielt. Maureen und Matt kümmern sich um ihre fünf Kinder - von denen das älteste zehn Jahre alt ist - sowie um zwei Ziegen, ein Kaninchen, Hühner und einen Hund.

Der Tagesablauf mag genau geplant sein. Doch der Mittelpunkt und die eigentliche Kraftquelle der Familie ist die traditionelle lateinische Messe, sagen Maureen und Matt.

Die Schönheit, Ehrfurcht und Zeitlosigkeit der TLM verbinden sie mit einem reichen liturgischen Erbe, das Jahrhunderte zurückreicht.

Die traditionelle lateinische Messe (TLM) ist auch als "tridentinische" bekannt, als Feier im usus antiquior, als Messe in der außerordentlichen oder überlieferten Form sowie als "Alte Messe" (Vetus Ordo), im Gegensatz zur in den 1970er Jahren eingeführten "Neuen Messe" (Novus Ordo).

Die TLM "ist die Messe, die im Laufe der Zeit so viele Heilige hervorgebracht hat", sagt die 36 Jahre alte Maureen. In ihrer Pfarrei, Mater Misericordiæ in Phoenix, wird täglich die TLM gefeiert.

"Wissen Sie, welche Messe der Heilige Alfons von Ligouri, die Heilige Therese von Lisieux, die Heilige Teresa von Avila und der Heilige Augustinus besucht haben? Die traditionelle lateinische Messe", sagt Maureen. Die Vorstellung, mit diesen Heiligen diese Erfahrung gemeinsam zu haben, begeistert die junge Mutter. "Das ist einfach ... weiterlesen


16. August
Growth and Vitality

“I want to say, that as I read the motu proprio of Pope Francis, and its accompanying letter, I find nothing that threatens the existence of St. Mary’s Church, nor the ministry of the Priestly Fraternity of St. Peter among you.”
The bishop thanked the parishioners for the “growth and vitality” he has witnessed at St. Mary’s Church over the previous three years, including the South Side parish’s increase in attendance, in spiritual devotions, in catechetical programs and in charitable service to the community.
“And I can assure you that, as long as I am your bishop; as long as you remain united to the Church Universal and the Diocese of Providence; as long as you support the parish, personally and spiritually; and as long as the Priestly Fraternity of St. Peter is able to provide us with faithful and effective pastors; I will do all that I can to support and affirm the existence and ministry of St. Mary’s Parish,” Bishop Tobin said.

Aus: Rick Snizek, Bishop Thomas J. Tobin to St. Mary's traditional Latin Mass community: 'I want you to be at peace', in Rhode Island Catholic.


15. August
Johann Emmanuel Veith

Vor 200 Jahren, am 26. August 1821, wurde der aus Böhmen stammende Arzt und Dichter Johann Emmanuel Veith (1787-1876) zum Priester geweiht. Er war Jude, ließ sich 1816 taufen, trat 1821 in den Redemptoristenorden ein, 1830 wieder aus und gehörte zum Kreis um den hl. Clemens Maria Hofbauer. Die Begegnung mit diesem Heiligen hatte bei ihm bewirkt, “den Rest seines Lebens sich mit dem zu beschäftigen und für das zu arbeiten, was allein ewig und allein wichtig ist” (zitiert in Ferdinand Holböck, Wir haben den Messias gefunden, Stein am Rhein, 21987, S. 64).


15. August
Maria Flesch

Vor zehn Jahren, am 26. August 2011, starb im Alter von 86 Jahren Maria Flesch, die 1984 die von dem kanadischen Priester Pierre Gendron gegründete Herz-Jesu-Familie in Deutschland einführte.


15. August
Der barmherzige Samariter

Zum heutigen, vom Marienfest verdrängten 12. Sonntag nach Pfingsten kann ich drei Predigten anbieten:

Die Herrlichkeit des Neuen Bundes

Der barmherzige Samariter als katholische Antwort

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter


15. August
László Dobszay

Vor zehn Jahren, am 25. August 2011, starb in Budapest im Alter von 76 Jahren Prof. László Dobszay. Er setzte sich mit Kompetenz für die überlieferte Liturgie und den Gregorianischen Gesang ein. Große Beachtung fanden seine Werke The Bugnini Liturgy and the Reform of the Reform und The Restoration and Organic Development of the Roman Rite.


15. August
Jakob Fugger

Vor 500 Jahren, am 23. August 1521, unterzeichnete Jakob Fugger die Stiftungsurkunde für die Fuggerei in Augsburg. So entstand die älteste Sozialsiedlung der Welt. Der katholische Kaufmann Jakob Fugger stiftete die Wohnungen für arme Bürger seiner Stadt als Dank an Gott für das viele Glück, das er in seinem Leben hatte.


15. August
Regelmäßige Anbetung

Vor zehn Jahren, am 21. August 2011, fand die Abschlussmesse des Weltjugendtages in Madrid statt. Dabei sagte Papst Benedikt XVI.:

“Ich bitte euch, liebe Freunde: Liebt die Kirche, die euch zum Glauben geboren hat, die euch geholfen hat, Christus besser kennenzulernen, die euch die Schönheit seiner Liebe entdecken ließ. Für das Wachsen eurer Freundschaft mit Christus kommt es entscheidend darauf an, daß ihr die grundlegende Bedeutung eurer freudigen Einbindung in die Pfarreien, Gemeinden und Bewegungen ebenso anerkennt wie die Teilnahme an der Eucharistie an jedem Sonntag, den häufigen Empfang des Sakraments der Versöhnung, die regelmäßige Anbetung und die regelmäßige Betrachtung des Wortes Gottes. Aus dieser Freundschaft mit Jesus wird auch der Impuls dazu hervorgehen, in den verschiedensten Bereichen Zeugnis vom Glauben zu geben, einschließlich dort, wo Ablehnung oder Gleichgültigkeit herrschen. Es ist nicht möglich, Christus zu begegnen und ihn nicht den anderen bekannt zu machen. Bewahrt also Christus nicht für euch selbst! Teilt eure Glaubensfreude den anderen mit! Die Welt braucht das Zeugnis eures Glaubens.”


14. August
Gebetssturm

Pater Gerald Gesch FSSP ruft die Mitglieder der Konfraternität St. Petrus auf, in diesen Monaten besonders für die Anliegen zu beten, die durch das Motu proprio Traditionis custodes entstanden sind. Mögen sich viele weitere Gläubige diesem Gebetssturm anschließen!


14. August
Wenn Gott das vierte Gebot erfüllt

Zum morgigen größten Marienfest des Kirchenjahres kann ich diese Predigt anbieten: Mariä Himmelfahrt


14. August
Alte Ermutigung

Am 28. Oktober 2013 dankte Papst Franziskus – durch den damaligen Apostolischen Nuntius in Frankreich – anlässlich des 25. Gründungsjubiläums der Priesterbruderschaft St. Petrus für ihre unverbrüchliche Treue im „Dienst der kirchlichen Einheit cum Petro et sub Petro“: „Der Heilige Vater ermutigt sie, ihren Auftrag zur Versöhnung aller Gläubigen fortzusetzen, welche Richtung sie auch immer vertreten mögen, und sich somit dafür einzusetzen, dass die Gläubigen einander im Bekenntnis desselben Glaubens und in einer starken mitbrüderlichen Liebe achten mögen.“

Aus: Thorsten Paprotny, Im Dienst der kirchlichen Einheit. Apostolat und Aufgabe der Priesterbruderschaft St. Petrus, CNA vom 12. August 2021


14. August
Madrid

Vor zehn Jahren, am 18. August 2011, kam Papst Benedikt XVI. zum Weltjugendtag nach Madrid. In seiner Ansprache bei der Willkommensfeier auf dem Cibeles-Platz sagte er unter anderem: “Liebe Freunde, seid klug und weise, baut euer Leben auf den festen Grund, der Christus ist. Diese Weisheit und Klugheit wird eure Schritte leiten, nichts wird euch in Furcht setzen, und in eurem Herzen wird der Friede herrschen. Dann werdet ihr selig, glücklich sein, und eure Freude wird die anderen anstecken. Sie werden sich fragen, was das Geheimnis eures Lebens ist, und sie werden entdecken, daß der Fels, der das ganze Gebäude trägt und auf den sich euer ganzes Leben stützt, die Person Christi selbst ist, euer Freund, Bruder und Herr, der menschgewordene Sohn Gottes, der dem gesamten Universum Beständigkeit verleiht.”


14. August
Morlinobrief

Vor drei Jahren, am 18. August 2018, veröffentlichte Bischof Robert C. Morlino von Madison seinen Brief an die Gläubigen über den anhaltenden sexuellen Missbrauch in der Kirche. Die Aufrichtigkeit, mit der er dieses Krebsgeschwür in der Kirche wahrnimmt, und der Mut, mit dem er die nötigen praktischen Konsequenzen daraus zieht, könnten als Vorbild für den synodalen Weg in Deutschland dienen - wenn man nur wollte.


13. August
Erkanbald

Vor 1000 Jahren, am 17. August 1021, starb im Alter von etwa 54 Jahren Erkanbald. Er war von 997 bis 1011 Abt von Fulda, danach Erzbischof von Mainz. Die Bischofsweihe empfing er vom hl. Bernward von Hildesheim.


13. August
François Gaspard de Jouffroy de Gonsans

Vor 300 Jahren, am 15. August 1721, wurde François Gaspard de Jouffroy de Gonsans geboren. 1774 wurde zum Bischof von Gap, 1777 zum Bischof von Le Mans ernannt. 1792 musste er Frankreich verlassen, da er den Eid auf die Zivilkonstitution verweigerte. 1795 fand er im Partnerbistum Paderborn neben mehreren hundert weiteren Franzosen Zuflucht, wo er am 23. Januar 1799 verstarb. Im Paderborner Dom fand er sein letzte Ruhestätte vor dem Hochaltar.


13. August
Maria del Tránsito Cabanillas

Vor 200 Jahren, am 15. August 1821, wurde in Santa Leocadia, Argentinien, Maria del Tránsito Cabanillas geboren. Sie gründete am 8. Dezember 1878 in San Vincenzo di Córdoba mit zwei Gefährtinnen die Kongregation des Dritten Ordens der Franziskanermissionarinnen von Argentinien. Sie starb am 25. August 1885 und wurde am 14. April 2002 seliggesprochen.


13. August
Johannes B. Torelló

Vor zehn Jahren, am 15. August 2011, starb in Wien im Alter von fast 91 Jahren der in Barcelona geborene Theologe und Psychiater Dr. Johannes B. Torelló. Nach seiner Promotion in Medizin trat er 1941 dem Opus Dei bei und empfing 1948 die Priesterweihe. Von Franz Kardinal König sehr geschätzt, wirkte er ab 1964 in Österreich. Außerdem war er befreundet mit Viktor Frankl, dem Gründer der Logotherapie.


13. August
Therese von Lisieux

Vor 100 Jahren, am 14. August 1921, wurde Therese von Lisieux (1873-1897) im Rahmen ihres Seligsprechungsprozesses der heroische Tugendgrad zugesprochen. Die Seligsprechung folgte 1923, die Heiligsprechung 1925.


13. August
Cuauhtemoc

Vor 500 Jahren, am 13. August 1521, wurde Cuauhtemoc, Herrscher der Azteken, ein Neffe Montezumas, während der Belagerung der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlan auf einem Boot auf dem See von García Holguin gefangengenommen und zu Cortés gebracht.


13. August
Johannes Berchmans

Vor 400 Jahren, am 13. August 1621, starb in Rom im Alter von 22 Jahren der hl. Johannes Berchmans SJ. Er wurde 1865 selig-, 1888 heiliggesprochen und ist der Patron der studierenden Jugend. Wilhelm Hünermann hat sein Leben im Buch Ein Flame in Gottes Kompanie beschrieben.


12. August
Albert D’Orville

Vor 400 Jahren, am 12. August 1621, wurde in Brüssel der Chinamissionar Albert D’Orville SJ geboren. 1658 kam er nach Macau, von dort wurde er in die Provinz Shanxi entsandt, danach kam er nach Peking. Am 8. April 1662 starb er in Agra während der Rückreise über Land nach Rom. Er sollte Johann Grueber SJ begleiten, der den Auftrag hatte, in Rom den Astronomen Adam Schall SJ, der die Astronomie nach China gebracht hatte, gegen falsche Anklagen der Förderung des Aberglaubens zu verteidigen.


11. August
Candidus Sierro

Vor 150 Jahren, am 11. August 1871, begann der Brasilienmissionar Candidus Sierro mit 31 Jahren seine Expedition, die ihn in den Tod führen sollte: die Missionierung der Indianer zwischen den Flüssen Tocantins und Gurupi. Anfang 1874 wurde er von Kannibalen, die von einem europäischen Großspekulanten aufgestachelt worden waren, erschossen, enthauptet und verspeist.


11. August
Dina Bélanger

Vor 100 Jahren, am 11. August 1921 (einem Donnerstag), verließ die 1993 seliggesprochene kanadische Mystikerin Dina Bélanger (1897-1929) für immer das elterliche Haus und trat bei den Schwestern von Jesus-Maria ein.


9. August
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

17. Folge

36. Den Tag über mußt du dich oft, gleichwie die heilige Theresia, Gott aufopfern und Ihm sagen: “Siehe Herr, hier bin ich, mache mit mir, was Dir immer gefällt, sage mir, was Du von mir verlangst, ich bin zu allem bereit.” Erwecke, sooft du kannst, Liebesakte zu Gott, denn die heilige Theresia sagt, daß dieselben dem Holze gleichen und im Herzen das Feuer der göttlichen Liebe unterhalten. Begehst du einen Fehler, so demütige dich und suche durch einen desto eifrigeren Liebesakt, dich wieder vom Falle aufzurichten. Stößt dir ein Ungemach zu, so opfere Gott dieses Leiden auf, und ergib dich in Seinen heiligen Willen, gewöhne dich daran, in allen Widerwärtigkeiten zu dir selbst zu sagen: “Dies ist jetzt Gottes Wille und darum will ich es auch.” Es gibt keinen Gott angenehmeren Liebesakt als die Ergebung in Seinen Willen.

37. Du mußt auch, ehe du einen Entschluß faßt oder andern einen wichtigen Rat erteilst, dich jedesmal vorher Gott anempfehlen. Wiederhole, sooft du kannst, mit der heiligen Rosa von Lima die Bitte: “Herr, hilf mir, überlasse mich nicht mir selbst!” Blicke oft auf ein Kruzifix oder auf ein Bild Mariens, rufe die heiligen Namen Jesus und Maria aus, und das besonders in der Zeit der Versuchungen. Gott, der unendlich gut ist, wünscht nichts mehr, als uns Seine Gnade mitzuteilen, und Pater Alvarez sah eines Tages unseren Heiland, die Hände voll Gnaden, und suchend, wem Er sie mitteilen könne; aber Gott will, daß wir Ihn um Seine Gnade bitten: “Bittet, und ihr werdet empfangen.” Tun wir das nicht, so zieht der Herr Seine Hand von uns, bitten wir Ihn hingegen, so teilt Er uns mit, was immer wir wünschen: “Wer, der ihn angerufen hat, ist verschmäht worden?” (Sir 2,10). David sagt, daß Gott barmherzig und sehr barmherzig gegen die ist, die Ihn anrufen: “Du bist gütig und mild und von großer Erbarmung für alle, die dich anrufen” (Ps 8,55). Wie gut und freigebig beweist Sich der Herr gegen alle, die Ihn liebevoll suchen: “Gut ist der Herr denen, die auf ihn hoffen, der Seele, die ihn sucht” (Ps 8,55). “Wenn jene, die ihn nicht gesucht haben, ihn finden” (Röm 10,20), um wieviel leichter wird Ihn alsdann der finden, der Ihn sucht, um sich ganz Seinem Dienste zu weihen.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


8. August
Maria Margarita Caiani

Vor 100 Jahren, am 8. August 1921, starb in Poggio a Caiano bei Florenz im Alter von 57 Jahren die Ordensgründerin Maria Margarita Caiani. Sie gründete 1902 das Institut der Kleinsten Schwestern des heiligen Herzens Jesu, das sich vor allem der Kinder und der Armen annahm. Am 23. April 1989 wurde sie seliggesprochen.


7. August
Liebe macht alles gut

Zum morgigen elften Sonntag nach Pfingsten kann ich vier Predigten anbieten:

Sind Wunder möglich?

Die Heilung des Taubstummen

Die Auferstehung Jesu

Er hat alles wohl gemacht


7. August
Edmund Bojanowski

Vor 150 Jahren, am 7. August 1871, starb in Górka Duchowna im Alter von 56 Jahren Edmund Bojanowski. Bewegt vom sozialen Elend der damaligen Zeit, diente er selbstlos den Kranken und Sterbenden und gründete die Schwestern von der unbefleckten Empfängnis, die sich der verwahrlosten Kinder annahmen. Am 13. Juni 1999 wurde er seliggesprochen.


6. August
Hl. Dominikus

Von 800 Jahren, am 6. August 1221, starb in Bologna im Alter von ca. 50 Jahren der Gründer des Predigerordens. Am 13. Juli 1234 wurde er von Papst Gregor IX. (1227-1241) heiliggesprochen.


5. August
Franz Adam Göpfert

Vor 150 Jahren, am 5. August 1871, wurde der Moraltheologe Franz Adam Göpfert (1849-1913) zum Priester geweiht. Er lehrte in Würzburg und war ein “beliebter akademischer Lehrer, von fester Glaubensüberzeugung, treukirchlicher Haltung und hochgemutem Opfersinn.” Seine dreibändige Moraltheologie, die 1897 erschien, ist “ausgezeichnet durch praktische Verwendbarkeit” (LThK, 1. Auflage).


4. August
Dear Pope Francis!


4. August
Anselm Franz Dominik von Eckart

Vor 300 Jahren, am 4. August 1721, wurde in Mainz der Jesuit Anselm Franz Dominik von Eckart SJ geboren. Ab 1753 wirkte er als Missionar in Brasilien. Schon wenige Jahre später wurden die Jesuiten von Pombal verfolgt und vertrieben. Ab 1759 schmachtete von Eckart in verschiedenen Gefängnissen. Erst nach dem Sturz Pombals 1777 kam er wieder frei. 1803 zog er nach Russland, wo der Jesuitenorden, der 1773 aufgehoben worden war, überlebte. Hier wurde er Novizenmeister und durfte zu seinen Schülern Johann Philipp Roothaan, den späteren berühmten Generaloberen, zählen.


3. August
Anna Caterina Gonzaga

Vor 400 Jahren, am 3. August 1621, starb in Innsbruck im Alter von 55 Jahren Anna Caterina Gonzaga. Sie war die Tochter des Herzogs Wilhelm Gonzaga von Mantua III. und vermählte sich 1582 mit Erzherzog Ferdinand II. von Tirol. Nach dessen Tod erbaute sie in Innsbruck ein Servitinnenkloster, in das sie 1612 selber eintrat. Ihr Urururgroßvater war Ludovico III. Gonzaga, der der Ururgroßvater des hl. Aloisius von Gonzaga (1568-1591) war.


2. August
Dynamik der Neuevangelisierung

Mir ist kein anderes vatikanisches Dokument bekannt, das die Dynamik der Neuevangelisierung seit 2007 so sehr beflügelt und zugleich dem liturgischen Frieden gedient hat wie „Summorum Pontificum“. Wer eine heilige Messe nach dem Missale von 1962 mitfeiert, der sieht, dass die Kirche jung ist, die Sehnsucht nach Gott besteht und die Einheit mit Rom dort selbstverständlich gepflegt wird. Warum muss ein solches gedeihliches Wachstum, ein solcher freudvoller Aufbruch im Glauben und im Leben der Kirche nun ohne Not eingehegt werden? Warum erfreuen wir uns nicht am Reichtum der Liturgie, wie sie uns der würdig gefeierte „Novus Ordo“ und der klassische Römische Ritus bieten?

Aus: Thorsten Paprotny, Hüter der Tradition, auf CNA vom 29. Juli 2021


2. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel Die geschändete Barmherzigkeit ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Habermas’ Bekenntnis über seine Faszination von Thomas von Aquin findet sich auf der Mittelalterseite. Mein Podcast über Julian Nida-Rümelins Buch Unaufgeregter Realismus wurde auf der Avalonseite, die Predigt Der Herr ist mein Heil auf der Seite Die Rückkehr der Philosophie zum Objekt von Peter Wust.


1. August
Das Zitat

Liebe diejenigen, welche dich hassen und zu verkleinern suchen. Denn sie geben dir Gelegenheit, eine um so schönere Siegeskrone zu gewinnen.

Hl. Birgitta von Schweden


1. August
Luther an Melanchton

Vor 500 Jahren, am 1. August 1521, schrieb Luther an Melanchton jenen Brief, der die berühmten Worte enthält: “pecca fortiter, sed crede fortius”, oder ausführlicher: “Esto peccator et pecca fortiter, sed crede fortius et gaude in Christo, qui victor est peccati, mortis et mundi!” “Sei ein Sünder und sündige fest! Aber glaube fester und habe Freude an Christus, der Sieger ist über die Sünde, den Tod und die Welt.” Den Unterschied zwischen katholischer und lutherischer Erlösungslehre erklärt Franz Prosinger hier.


31. Juli
Der sichere Lottogewinn

Zum morgigen zehnten Sonntag nach Pfingsten kann ich diese Predigt anbieten: Der sichere Lottogewinn.


30. Juli
Das Zitat

Das ist das Geheimnis meines Lebens: Ich habe mein Herz an diesen Jesus von Nazareth verloren, der vor 1900 Jahren gekreuzigt worden ist.

Sel. Charles de Foucauld


30. Juli
Antonín Boll

Vor 300 Jahren, am 30. Juli 1721, wurde in Prag der böhmische Philosoph Antonín Boll SJ geboren. Er lehrte in Troppau, Jitschin, Brünn, Znaim, Breslau, Prag und Königgrätz. Am 22. Juli 1792 starb er in Kučerov.


29. Juli
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel Facets of Love ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Tücks Bemerkung über die Instrumentalisierung des coronabedingten Versammlungsverbots als Reformkatalysator findet sich auf der Priesterseite. Die Predigten Der Heilige Geist, der Vollender und Gott ist kein Erpresser wurden auf der Wust-Seite und auf der Seite über Postel u.a. eingebettet.


29. Juli
The best qualities of Catholicism

This was Benedict XVI's reading of it, anyway. In 2007, when he issued the Summorum Pontificum, permitting wider use of the Old Rite, he didn't mean it as a comment on the New Rite but, on the contrary, to reassert that the two Rites have the same heritage, same validity and can even enrich the other – and Heaven knows, aspects of Church life had grown utilitarian and sterile. I am personally of the view that one of the best qualities of Catholicism, one of the things that attracted me to it, is that it is beautiful. This is not mere aesthetics: like St Thomas digging his finger into Christ’s side, humans have a desire to see in order to believe, and religious beauty helps us come closer to God through sensual experience. This is the philosophy of most of the Catholic priests saying the Old Rite: far from being Looney Tunes schismatics, as Francis seems to imagine, they want to restore and revivify the whole Church, and by encouraging the Old Rite in a whole new social context, add something to our appreciation of the New.

Aus: Tim Stanley, Pope Francis is losing his culture war, im Spectator


28. Juli
Gott das Ideal der Wahrheit

Von Arnold Rademacher

Vierte Folge

Die Wahrheit selbst aber ist ohne Vergleich größer als jede Summe von Wahrheiten und die Wissenschaft größer als jede Summe von Wissen. Wie hinter dem realen und begrenzten Raum ein unermeßliches Reich des möglichen Raumes und möglicher Welten, der ideale Raum, liegt, so hinter dem uns zugänglichen Erkenntnisgebiet ein unbegrenztes Reich möglichen Erkennens. Aber auch intensiv bleibt unser Erkennen beschränkt, weil wir weder in das Wesen der Dinge eindringen noch diese in uns selbst aufnehmen können und weil wir die Dinge immer nur von einer Seite zu betrachten vermögen. Je mehr wir in die Tiefe dringen, desto dunkler wird es um uns, und desto mehr werden wir uns der Grenzen unseres Erkennens bewußt. “Unser ganzer Erkenntnisprozeß ist, soweit er sich innerhalb der Erfahrungsform bewegt, eine ins Unendliche fortgehende Horizonterweiterung, die aber von ihrem Ziel, der Enthüllung des Wesens der Dinge, immer gleich weit entfernt bleibt” (Karl Heim, Glaubensgewißheit. Eine Untersuchung zur Lebensfrage der Religion. 2. Aufl. Leipzig 1920, S. 135). Es ist nicht einmal nötig, hinzuweisen auf die Abhängigkeit der Erkenntnis von den Sinnen, auf die Kürze der verfügbaren Zeit, auf das Gesetz der "Enge des Bewußtseins" und auf die mannigfachen Fehlerquellen, denen unsere Erkenntnis ausgesetzt ist. Mit einem Worte: die Wahrheit ist eine Idee und das Wissen ein Ideal , d. h. Wahrheit und Wissen sind Größen, deren die Seele nur näherungsweise und unvollkommen habhaft werden kann. Auch ein noch so großes Maß von Wahrheitserkenntnis füllt die Seele nicht aus; je umfangreicher und tiefer die Erkenntnis, desto zahlreicher und schwieriger sind die neuen Probleme, die aus ihr geboren werden, und desto begieriger wird die Seele nach Ausfüllung ihrer sich stets umfassender ausweitenden Vermögen. Das Orakel zu Delphi pries Sokrates als den Weisesten, weil er, durchdrungen von der Idealität des Wissens, eingestand, zu wissen, daß er nichts wisse, und St. Paulus nennt unser Erkennen Stückwerk und Rätsel.

So haben wir denn auf der einen Seite eine unbegrenzte Aufnahmefähigkeit und einen geistigen Hunger nach Wahrheitserkenntnis und einen Einheitstrieb, der nur in der geschlossenen Verknüpfung der Einzelerkenntnisse und in letzten Auskünften über das Woher und Was der Dinge sich befriedigt fühlt, auf der andern Seite ein unbegrenztes Reich von Wahrheiten als Gegenstand möglicher Erkenntnis. Wer wird den Wahrheitsdurst stillen und was wird dem Einheitstrieb Befriedigung geben? Das kann, wenn es überhaupt je geschehen soll, - und es muß geschehen, wenn das Wahrheitssuchen einen Sinn hat - nur die Wahrheit selbst, die sich dann in einem einzigen und stetigen Anblick dem Geiste zu schauen gibt, die selbst ewig und unwandelbar ist und von der die einzelnen Wahrheiten nur Ausstrahlungen sind. Wir können nicht wohl anders, als dieser Wahrheit mit Platon und Augustinus den Charakter einer wesenhaften Wirklichkeit geben, welche Trägerin der abstrakten Wahrheit und irgendwie Schöpferin der konkreten Wirklichkeiten ist. [1] Gott hat die Wahrheit und ist die Wahrheit. Die Schöpfung ist ihr Spiegel, das Prisma, in welchem sich die eine und einfache Wahrheit in vielfachen und vielfarbigen Strahlen bricht. Der göttliche Logos allein besitzt die ganze Wahrheit; er ist "der Abglanz der Herrlichkeit Gottes", der von Ewigkeit her bei Gott war und Gott selbst ist, "aus dem alles gemacht ist und ohne den nichts gemacht ist von dem, was geworden ist". Wir aber sind ein Bild dieses Logos, und nun haben wir auch die Erklärung für unseren Hunger nach Wahrheit: jede Seele ist ein Hauch Gottes, wesensverwandt mit der Gottheit, und daher strebt sie stets in naturhaftem Verlangen nach ihrem Ursprung zurück; denn Gott hat uns für sich geschaffen.

[1] Weniger glücklich scheint mir der Weg zu sein, den Hermann Bahr (Vernunft und Wissenschaft. Innsbruck, Verlag Tyrolia 1917) zu dem gleichen Ziele einschlägt. Er geht aus von der Idealität des Wissens und postuliert, wie aus dem Widerstreit des sittlichen Imperativs mit dem tatsächlichen Maße der sittlichen Kraft eine göttliche Gnadenhilfe, so aus der Unmöglichkeit der Befriedigung unserer Wahrheitsbedürfnisse aus eigenem Vermögen eine göttliche Gnadenerleuchtung zur Ergänzung den natürlichen Fähigkeiten. Man wird dagegen das Bedenken geltend machen: Warum legt die Gottheit in die Seele ein Verlangen, das diese nicht befriedigen kann? Trieb und Objekt müssen sich doch entsprechen. Ist der Trieb blind und unerfüllbar, dann besteht auch keine logische Notwendigkeit, ihm sein Objekt zu geben; ist er aber erfüllbar, dann bedarf es keiner ergänzenden Gnade. Eine Offenbarung als Ergänzung der rein natürlichen Ausstattung der menschlichen Vernunft, die wir uns doch um der Ehre ihres Urhebers willen als genügend vorstellen müssen, könnte nur als ein Widerspruch Gottes mit sich selbst gedeutet werden.

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


26. Juli
Thomas Molnar

Vor 100 Jahren, am 26. Juli 1921, wurde in Budapest der katholische Philosoph und Politikwissenschaftler Thomas Molnar geboren. Er starb am 20. Juli 2010 in Richmond, Virginia.


26. Juli
Filippo Salvatore Gilii

Vor 300 Jahren, am 26. Juli 1721, wurde in Norcia der Missionar Filippo Salvatore Gilii SJ geboren. Sein missionarisches Einsatzgebiet waren das Amazonas- und Orinocogebiet, später Bogota. Als Opfer der Jesuitenvertreibung musste 1767 nach Italien zurückkehren, wo er inspirierend auf das Sprachgenie Lorenzo Hervás y Panduro SJ einwirkte. Er starb 1789 in Rom.


26. Juli
Jacques Hamel

Vor fünf Jahren, am 26. Juli 2016, wurde in Saint-Étienne-du-Rouvray der Priester Jacques Hamel während der Feier der hl. Messe von Islamisten ermordet. Er war 85 Jahre alt.


25. Juli
Maria Josepha Sancho de Guerra

Vor 150 Jahren, am 25. Juli 1871, gründete die hl. Maria Josepha Sancho de Guerra (1842-1912) in Bilbao die Kongregation der Dienerinnen Jesu, die sich um Kranke und Obdachlose kümmern. Am 27. September 1992 wurde sie selig-, am 1. Oktober 2000 heiliggesprochen.


25. Juli
Sigismund Gorazdowski

Vor 150 Jahren, am 25. Juli 1871, wurde Sigismund Gorazdowski (1845-1920) zum Priester geweiht. Er war vierzig Jahre lang Pfarrer in St. Nikolaus, Lemberg, wo er als “Vater der Armen” und “Priester der Obdachlosen” sich ganz im Dienst an den Seelen verausgabte. Gleichzeitig war ein großer Presseapostel, der unter anderem eine katholische Tageszeitung gründete und redigierte. 1884 gründete er die Kongregation der Schwestern vom hl. Joseph. 2001 wurde er selig-, 2005 heiliggesprochen.


25. Juli
Paul Josef Nardini

Vor 200 Jahren, am 25. Juli 1821, wurde in Germersheim Paul Josef Nardini geboren. Er gründete 1855 die Kongregation, die heute unter dem Namen der Mallersdorfer Schwestern bekannt ist. 1862 starb er in Pirmasens, 2006 wurde er in Speyer seliggesprochen.


24. Juli
Niemals ist ein Gebet vergeblich

Eine Predigt zur Votivmesse zur Verteidigung der Kirche.


23. Juli
Xavier Tilliette

Vor 100 Jahren, am 23. Juli 1921, wurde in Corbie der Philosoph Xavier Tilliette SJ geboren. Orte, an denen er lehrte, waren Paris, Chantilly, das Institut Catholique und die Gregoriana in Rom. Er war ein Spezialist für Schelling und Fichte, wurde der “Universalgelehrte in Sachen Deutscher Idealismus” (Erich Fuchs) genannt und arbeitete auch mit Reinhard Lauth zusammen, dem Herausgeber der Fichte-Gesamtausgabe. In Paris starb er am selben Tag wie Robert Spaemann.


21. Juli
Wachstum

Wir haben etliche Häuser mit Zustimmung der Bischöfe kanonisch errichten können, was unseren Apostolaten eine kirchenrechtlich nicht unbedeutende Stabilität verleiht und ein Hinweis ist auf eine gewachsene Wertschätzung. In einigen Niederlassungen haben sich die äußeren Rahmenbedingungen wesentlich verbessert, indem uns schöne und geeignete Kirchen zur Haupt- oder Alleinnutzung zur Verfügung gestellt wurden. In Tschechien, das ebenfalls zum deutschsprachigen Distrikt gehört, durften wir vor zwei Jahren in der Diözese Budweis die Verantwortung für einen altehrwürdigen Wallfahrtsort mit Pfarrei übernehmen. Erfreulich ist, dass gegen den allgemeinen Trend, die Zahl unserer Messbesucher seit Jahren in den meisten der von uns betreuten Gemeinden kontinuierlich zunimmt.

Aus dem Interview von P. Bernhard Gerstle FSSP mit der Tagespost vom 15. Juli 2021


21. Juli
Betrübnis, Treue und Hoffnung

Offizielles Kommuniqué der Priesterbruderschaft St. Petrus zum Motu Proprio Traditionis Custodes

Fribourg, 20. Juli 2021

Die Priesterbruderschaft St. Petrus, deren Ziel die Heiligung der Priester durch die Befolgung der liturgischen Traditionen vor der vom Zweiten Vatikanischen Konzil gewünschten Reform ist (vgl. Konstitutionen Nr. 8), hat das Motu Proprio Traditionis Custodes von Papst Franziskus mit Verwunderung aufgenommen.

Die Priesterbruderschaft St. Petrus, die gemäß den Bestimmungen des Motu Proprio Ecclesia Dei Adflicta vom hl. Johannes Paul II. (2. Juli 1988) gegründet und kanonisch anerkannt wurde, hat sich stets zum gesamten Lehramt der Kirche und zur Treue gegenüber dem Papst und den Nachfolgern der Apostel bekannt und übt ihren Dienst unter der Verantwortung der Diözesanbischöfe aus. Indem sie sich in ihren Konstitutionen auf die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils beruft, hat sie immer versucht, Teil dessen zu sein, was der emeritierte Papst Benedikt XVI. im Jahr 2005 „die Hermeneutik der Reform unter Wahrung der Kontinuität der Kirche“ nannte (vgl. Ansprache an die Römische Kurie, 22. Dezember 2005).

Wir sind daher zutiefst betrübt über die Motive, die angeführt werden, um den Gebrauch des Messbuchs des hl. Johannes XXIII. einzuschränken, das im Zentrum unseres Charismas steht. Die Petrusbruderschaft erkennt sich in keiner Weise in den vorgebrachten Kritikpunkten wieder. Es ist erstaunlich, dass die vielen Früchte, die in jenen Apostolaten sichtbar werden, die mit dem Messbuch des hl. Johannes XXIII. verbunden sind, sowie die Freude der Gläubigen, die von dieser liturgischen Form profitieren, nicht erwähnt werden. Viele Menschen haben dank dieser Liturgie den Glauben entdeckt oder sind zum Glauben zurückgekehrt. Es ist nicht zu übersehen, dass aus den oft jungen und blühenden Gemeinden viele christliche Familien, Priester- und Ordensberufungen hervorgegangen sind.

In diesem Zusammenhang möchten wir einerseits unsere unerschütterliche Treue zum Nachfolger Petri bekräftigen und andererseits zum Ausdruck bringen, dass wir unseren Konstitutionen und unserem Charisma treu bleiben und den Gläubigen weiterhin dienen wollen, wie wir es seit unserer Gründung getan haben. Wir hoffen, auf das Verständnis der Bischöfe zählen zu können, deren Autorität wir immer respektiert und denen gegenüber wir uns stets loyal verhalten haben.

Im Vertrauen auf die Fürsprache der Gottesmutter und unseres Schutzpatrons, des hl. Petrus, wollen wir diese Prüfung in Glauben und Treue annehmen.


20. Juli
Ächtung

Wichtig für die rechte Bewußtseinsbildung in Sachen Liturgie ist auch, daß endlich die Ächtung der bis 1970 gültigen Form von Liturgie aufhören muß. Wer sich heute für den Fortbestand dieser Liturgie einsetzt oder an ihr teilnimmt, wird wie ein Aussätziger behandelt; hier endet jede Toleranz. Derlei hat es in der ganzen Geschichte nicht gegeben, man ächtet damit ja auch die ganze Vergangenheit der Kirche. Wie sollte man ihrer Gegenwart trauen, wenn es so ist? Ich verstehe, offen gestanden, auch nicht, warum viele meiner bischöflichen Mitbrüder sich weitgehend diesem Intoleranzgebot unterwerfen, das den nötigen inneren Versöhnungen in der Kirche ohne einsichtigen Grund entgegensteht.

Aus: Joseph Kardinal Ratzinger, Gott und die Welt, München 2000, 2. Auflage, 357

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