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* * *

2. September
Das ignorierte Martyrium

Die Juli/August-Ausgabe der Internationalen Katholischen Zeitschrift Communio ist dem Thema Christenverfolgung gewidmet. Tobias Mayer stellt in seinem Artikel Wie Schafe unter die Wölfe (S. 261-267) das neueste Buch des Journalisten John Allen vor, das demnächst in deutsch unter dem Titel Krieg gegen Christen erscheinen soll. Zur Beobachtung Allens, dass die Christen heute die weltweit am meisten verfolgte religiöse Gruppierung sei, deren Märtyrer zudem viel zu oft unbemerkt leiden müssten, kommentiert Mayer: “Die Zahlen sind in der Tat erschreckend: Den meisten Schätzungen zufolge leben 100 Millionen Christen weltweit in einer Verfolgungssituation. Die Summer der Märtyrer der letzten 20 Jahre beläuft sich auf Hunderttausende (allein 70.000 im Jahr 2013), manche sprechen gar von bis zu 2 Millionen. Unbestritten ist, dass die Zahl der Christen, die allein im 20. Jahrhundert den Märtyrertod erlitten, die Summe der Märtyrer aller vorhergehenden Jahrhunderte übertrifft.”

Mit Allen stellt er die Frage: “Doch warum schweigt die Kirche?” Allen: “Ist es nicht paradox, dass das fesselndste Narrativ des Christentums unseres jungen Jahrhunderts nicht ins Blickfeld des christlichen Bewusstseins gerät?” Zu den Gründen gehört ihm zufolge u.a. “eine eilfertige ‘political correctness’ des interreligiösen Dialogs”.

Ich würde noch die Vermutung hinzufügen, dass große Teile der Reformkatholiken so fanatisch auf ihre Lieblingsthemen und ihr Projekt der Anpassung kirchlicher Lehre und Praxis an ihre Ideen eingeschworen sind, dass für das Leid der Märtyrer einfach nicht mehr genügend Ressourcen an Interesse und Aufmerksamkeit zur Verfügung stehen. Man denke nur an den ganzen institutionellen, finanziellen und medialen Aufwand für einen fruchtlosen Dialog um die bekannten Reizthemen im Vergleich zur eklatanten Vernachlässigung des Einsatzes für unsere verfolgten Brüder und Schwestern. 2013 hat das bereits der Historiker Peter Keller bemerkt und ausgesprochen: “Während in den arabischen Hinterhöfen die Christen verfolgt und vertrieben werden, diskutiert die hiesige Intelligenz über die Homo-Ehe und das Frauenpriestertum als dringendste Reformprojekte für den neuen Papst. Frohe Ostern.”


2. September
Christkönigsjugend

Vor 25 Jahren, am 2. September 1989, wurde in Wigratzbad die Christkönigsjugend (CKJ) gegründet.


1. September
Drei wichtige Kundgebungen

Am Sonntag, den 14. September, findet in Augsburg um 16:30 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto Glaube braucht Bekenntnis – Verfolgte Christen brauchen unsere Solidarität im Rahmen eines Begegnungstages von Kirche in Not statt.

Am Samstag, den 20. September, findet in Berlin der jährlich Marsch für das Leben statt.

Am Sonntag, den 19. Oktober, beginnt in Stuttgart um 14 Uhr auf dem Schillerplatz mit einer Kundgebung die Demo für alle zum Anliegen Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder!

Alle drei Kundgebungen verdienen breiteste Unterstütung!


1. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind Beiträge von der Startseite hingekommen?
Auf einer je eigenen Seite wurden die Ausführungen von Peter Kwasniewski über die Eigenschaften einer guten Predigt und der Artikel von Franz Prosinger über die eucharistische Ekklesiologie Ratzingers und Voderholzers untergebracht. Die Beobachtungen P. Axel Maußens über die selektive Berichterstattung über den Heiligen Vater findet man auf der Seite mit den gesammelten Notizen zu Papst Franziskus.


1. September
Universität Krakau

Vor 650 Jahren, am 1. September 1364, erließ Papst Urban V. (1362-1370, in Avignon residierend) eine Bulle, in der er König Kasimir III. dem Großen von Polen (1333-1370) auf dessen Bitte hin die Gründung der Universität Krakau erlaubte, und zwar mit den Fakultäten für die Artes, Medizin und beide Rechte. Eine theologische Fakultät war also ausgeschlossen. Sie kam erst im Jahre 1400 hinzu. Die Jagiellonen-Universität ist nach Prag die zweitälteste Universität Mitteleuropas. Noch im selben Jahrzehnt folgten Wien und Fünfkirchen (Pécs).


31. August
Gemäßigter Islam?

Kürzlich brachte kath.net eine KNA-Meldung, wonach Saudi-Arabiens Großmufti Abdul Asis bin Abdullah al-Scheich vor der Armee des Islamischen Staates (IS; vorher ISIS) gewarnt habe. Der Großmufti ist die höchste islamische Autorität des Landes. Abdul Asis bin Abdullah bekleidet seit 1999 dieses Amt. Tatsächlich hatte er schon 2004 jeden Terror im Namen des Islam verurteilt. Dieser sei eine Religion des Friedens und der Güte. Derselbe Mann forderte aber 2012 in einer Fatwa die Zerstörung aller Kirchen in Arabien einschließlich Kuwait, da es in diesem Gebiet nur eine einzige Religion, den Islam, geben dürfe. Natürlich ist die Zerstörung von Kirchen im Vergleich zu den Gräueltaten der IS im Irak und in Syrien eine maßvolle Gewalttat. Aber es sollte klar sein, dass im Kontrast zum IS-Terror gemäßigt erscheinende Islamvertreter immer noch meilenweit von der Rechtsstaatlichkeit unserer westlichen Demokratien entfernt sind.

Nun muss man zugeben, dass die in Saudi-Arabien herrschende Form des Sunnitentum, also der Hauptrichtung des Islam, eine besonders radikale ist, nämlich der Wahhabismus, der auf Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb (1703-1792) zurückgeht und sich großenteils mit dem Salafismus deckt. Er zeichnet sich durch fanatische Intoleranz aus, der auch dem Schiitentum gilt. Wenn die IS-Terroristen schiitische Heiligtümer zerstören, tun sie nur das, was ihr wahhabitischen Vorfahren schon im 19. Jahrhundert taten.

Im Vergleich zum arabischen Wahhabitentum ist der Islam, wie er von den Gelehrten der Kairoer Al-Azhar-Universität vertreten wird, wiederum sehr gemäßigt. Für einen Großteil der islamischen Welt gilt der al-Azhar-Scheich, der auch Großimam genannt wird, als die höchste geistliche Autorität des Islam. Natürlich hat auch Al-Azhar das Vorgehen der IS-Milizen verurteilt und die Ausrufung des Kalifats zurückgewiesen. Eine solche Haltung hindert aber nicht die Meinung, dass Muslime, die vom Islam abfallen, die Todesstrafe verdienen, wie es eine Fatwa aus Al-Azhar 1978 festgelegt hat.

Es gibt also einen gemäßigten Islam. Er ist aber gemäßigt nur im Vergleich zu Phänomenen wie dem IS oder Boko Haram in Nigeria. Allen diesen Formen des Islam ist die Anerkennung der Scharia gemeinsam, die das herrschende Rechtssystem in jedem islamischen Staat sein muss. Einzelne muslimische Intellektuelle, die die Scharia in Frage stellen oder die deren ernsthafte Anpassung an die westliche Rechsstaatlichkeit mit ihrem Verständnis der Menschenrechte fordern, dürften Ausnahmeerscheinungen sein, die es niemals geschafft haben, dort, wo der Islam gesellschafts- und staatsbildend wurde, ihre Anschauungen durchzusetzen.


30. August
Satan im Vormarsch?

Klingenberg und der katholische Glaube

Von Dr. Eduard Kamenicky

Vierter Teil

Alle genannten Motive tragen dazu bei und haben schließlich bewirkt, daß sehr viele Menschen, Gläubige und Ungläubige, christlich Gesinnte und Indifferente, religiöse Eiferer und erklärte Atheisten vor der Szene Satan, Hölle und Dämonen gerne den Vorhang fallen sehen, was allerdings ebenfalls zu den Listen und Tücken des Widersachers gehört: er wünscht kaum etwas mehr, als daß man nicht an ihn glaubt und sich so wenig als möglich um ihn kümmert. Er hat beides in hohem Maße erreicht, wie man an dem Resultat der geistesgeschichtlichen Entwicklungen ablesen kann.

3. Negative Merkmale der Lage

Wo sich die höllischen Mächte regen - und sie tun das, wie man kaum bezweifeln kann, heute in beängstigendem Maß -, stoßen wir auf eine völlige Hilflosigkeit der Realität des Teufels gegenüber, auf Ratlosigkeit angesichts der Phänomene, die er hervorruft. Dieser Zustand erlaubt uns, einige negative Momente der gegenwärtigen Lage hervorzuheben, die in diesem Zusammenhang nicht ignoriert werden dürfen. Wir weisen sie der Verständlichkeit halber an dem allgemein bekannten Fall von Klingenberg auf, der uns in mancher Hinsicht symptomatisch zu sein scheint. Die verbürgten Tatsachen als solche setzen wir dabei als bekannt voraus und beziehen uns im einzelnen auf charakteristische Stellungnahmen, die in der deutschen Öffentlichkeit weithin publik sind.

a) Fehlreaktion der Gesellschaft

Für die Reaktion der Gesellschaft auf Vorkommnisse, die ein allgemeines Echo wecken, dürfen die Äußerungen in Funk und Presse aus einem doppelten Grund als repräsentativ gelten: sie stützen sich nicht selten auf Meinungsumfragen im Volk und sie beeinflussen zugleich die Meinungsbildung in hervorragender Weise.

Wenn man nun die Reaktion der Öffentlichkeit auf den Fall Klingenberg im Spiegel der Pressestimmen betrachtet (die hier nur in kleiner Auswahl wörtlich zitiert werden können), fällt auf, wie unernst voreingenommen, übelwollend, ja feindselig bis zur Hysterie sich diese Reaktion in der überwiegenden Mehrzahl der Stellungnahmen sogar in sonst seriösen Organen ausnimmt. Anlaß der merkwürdigen Empörung ist »ein von seiner überfrommen Umwelt in religiösen Wahn getriebenes Mädchen«, was etwa für die »Süddeutsche Zeitung« ohne nähere Untersuchung der Sache von vornherein feststeht (SZ vom 4. 8. 76, Streiflicht), ist der »Humbug mit den rituellen kirchenamtlichen Teufelsaustreibungen« (ebd.), bei dem »geistliche Kurpfuscher« sich der »okkulten Seelenfolter für psychisch Kranke« (ebd.) bedient hätten, die man Exorzismus nennt. Wir hören von einem »religiösen Terror-Akt« (AZ, 5. 8. 76, S. 3), bei dem »ein junger, schwerkranker Mensch in seiner namenlosen Angst nicht getröstet, sondern in die völlige Verzweiflung getrieben wurde« (Ingeborg Münzing in der AZ vom 5. 8. 76, S. 3). Dabei bleibt nicht zwischen den Zeilen, daß man den gemeinten kirchlichen Ritus für ein Verbrechen hält (»Wer ein Kind mißhandelt, gehört vor den Richter«, und: »Teufeleien dieser Art dürfen sich nicht wiederholen« - ebd.).

Selbst Heinz-Joachim Fischer von der »Frankfurter Allgemeinen« sieht den im Auftrag der Kirche wirkenden und nach allgemeiner Schilderung frommen und gewissenhaften Priester vom »Jagdfieber auf den Teufel gepackt« (FAZ vom 7. 8. 76, S. 17) und ist ohne eindringendes Studium des Falles, das ihm noch gar nicht möglich sein kann, davon überzeugt, daß der Fachmann P. Dr. Adolf Rodewyk SJ »ein dubioses Teufelsgutachten« (ebd.) erstellt hat - ein Mann, den man anderswo sogleich zum »fanatischen Altvater deutscher Exorzisten« stempelt (AZ, 5. 8. 76, S. 3).

So gut wie alle Stimmen sind sich darin einig, daß die Kirche in dieser Affäre kläglich versagt habe, übergehen aber gänzlich das vorausgehende Versagen der Medizin. Wenn es zutrifft, was die» Welt« berichtet: »Seit der Pubertät litt Anneliese unter psychischen Störungen: sie sah Teufelsfratzen. Eine Ärztin diagnostizierte Epilepsie« (Franz Barthel in der »Welt« vom 7. 8. 76, S. 7), so war dies wohl ein dubioseres Gutachten als das des P. Rodewyk . Ausgesprochen unseriös und gehässig werden die Reportagen aber in dem Vorwurf, die kirchliche Aktivität hätte die notwendige und lebenrettende ärztliche Hilfe verhindert. Wie ungerecht dieser Vorwurf ist, geht aus der Mitteilung des Berliner »Petrusblattes« vom 8. 8. 76 hervor: »Erst nachdem die Patientin sechs Jahre lang medizinischer und psychiatrischer Behandlung war - ohne Erfolg, leider -, bemühte man die Kirche, und nach gründlicher zweifacher Prüfung wurde die Erlaubnis erteilt, den Exorzismus vorzunehmen.” (S. 3)

b) Mangel an Glauben

Will man die auffallend unsachliche, negative und gereizte Reaktion der Öffentlichkeit auf das Ereignis von Klingenberg nicht kurzerhand antikirchlichen Affekten und religionsfeindlichen Ressentiments zuschreiben, kann man nicht umhin - und die aufmerksame Lektüre der einschlägigen Wortmeldungen nötigt dazu -, objektiv eine viel umfassendere Unfähigkeit wahrzunehmen, die den einzelnen hindert, einem solchen Phänomen gerecht zu werden, nämlich den Mangel an Glauben, ja dessen totale Absenz. Wie sehr hier die eigentlichen Wurzeln der aufgewiesenen Fehlhaltung liegen, kann an einigen Außerungen mühelos aufgezeigt werden.

So steht etwa für die angeblich so kritische und wissenschaftlich gesinnte Gegenwart ohne weitere Untersuchung des Falles fest, daß es sich nur um »religiöse Wahnideen« gehandelt haben kann (FAZ, Nr. 173, S. 17). Ist das »kritisch«? Oder »wissenschaftlich«? Kann man, mit solchen Präokkupationen belastet, überhaupt in die sachliche Prüfung eines Phänomens eintreten? Wird das Urteil dessen, der das zu beurteilende Objekt oder Faktum in seiner Eigengesetzlichkeit prinzipiell ignoriert, nicht sehr einer Rezension ähnlich, die ein des Chinesischen Unkundiger über ein chinesisches Buch verfaßt? Unter einem derart künstlich verengten Aspekt zeigt sich lediglich jene Alternative, die Heinz-Joachim Fischer zu formulieren sich nicht scheut: »Wer sich nicht mit der Entrüstung über eine anscheinend immer noch finstere mittelalterliche Kirche begnügt, möchte wissen, warum die katholische Kirche im Jahre 1976 noch nicht dem Teufelsglauben abgeschworen hat« (FAZ, a. a. O.). Diese Frage verrät eine dem Glauben entgegengesetzte Auffassung von Religion: daß deren Veränderung nämlich in das Belieben des Menschen gestellt sei, da sie in jedem Falle aus dem Innern des Menschen stamme, nicht aber von dem sich offenbarenden Gott. Offenbarung vermag Fischer - echt modernistisch - nur als »Offenbarung Gottes im Menschen« zu denken; daher spielt es für ihn »nur eine geringe Rolle, ob man annimmt, der religiöse Inhalt sei einer Offenbarung Gottes im Menschen oder einer rein menschlichen Anlage zu verdanken«. Demzufolge ließen sich (als gleicherweise menschliche Leistungen!) »Primitivreligionen oder ausgeklügelte theologische Systeme« unterscheiden, ja dieselbe Religion könne in beiden Gestalten auftreten, wie man bei der Kirche sehe, wo er den »rationalen Hochglauben« von »katholischer Volksfrömmigkeit« scharf abhebt. Unter solchen Voraussetzungen ist eine »Revision der Glaubensvorstellungen« ebenso denkbar, wie sie für den Glauben unmöglich ist.

wird fortgesetzt

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29. August
Das Urteil und sein Anspruch auf Wahrheit

Von Alexander Pfänder

Siebte Folge

5. Positive Bestimmung der Wahrheit. So bleibt denn für den Anspruch auf Wahrheit gar keine andere Beziehung mehr übrig, als die Beziehung des Urteils zu den von ihm gesetzten Gegenständen und Sachverhalten. Es scheint also die Bestimmung, die zuweilen in der Logik gegeben worden ist, daß nämlich die Behauptung, ein Urteil sei wahr, gar nichts anderes besage, als daß der Sachverhalt, den das Urteil setze, bestehe, das Richtige zu treffen. Dennoch liegt genaugenommen auch in dieser Bestimmung wieder eine der leider in der Logik so häufig vorkommenden Bedeutungsverwechslungen vor. Denn die beiden, bedeutungsidentisch gesetzten Behauptungen sind offenbar bedeutungsverschieden, da sie sowohl verschiedene Subjektsbegriffe als auch verschiedene Prädikatsbegriffe enthalten. Im ersten Fall ist der Begriff des Urteils Subjektsbegriff, das Urteil selbst also Subjektsgegenstand, und der Begriff »wahr« der Prädikatsbegriff, »wahr« selbst demnach die Prädikatsbestimmtheit; während im zweiten Falle der Begriff des von dem Urteil verschiedenen Sachverhalts den Subjektsbegriff, der Sachverhalt selbst den Subjektsgegenstand und der Begriff »besteht« den Prädikatsbegriff bildet. Trotz dieser Bedeutungsverschiedenheit stehen jedoch die beiden Behauptungen in engem Zusammenhang: wenn das Urteil wahr ist, dann besteht der entsprechende Sachverhalt; und wenn der Sachverhalt, den das Urteil setzt, besteht, dann ist auch das Urteil wahr. Aber dieser Zusammenhang begründet keine Identität des Sinnes, sondern nur eine Äquivalenz.

Die richtige Ausdeutung des Sinnes der Behauptung, ein Urteil sei wahr, können wir gewinnen, wenn wir von der alten Bestimmung ausgehen, die Wahrheit sei die »Adaequatio intellectus et rei«, wenn wir unter dem »intellectus« hier das Urteil und unter der »res« den von dem Urteil betroffenen Gegenstand verstehen. Dann besagt nämlich diese Bestimmung das gleiche wie jene andere alte Erklärung: die Wahrheit eines Urteils sei seine Übereinstimmung mit der Wirklichkeit. Die Einwände, die gegen diese Erklärung erhoben worden sind, beruhen wohl alle auf Mißverständnissen und lassen sich durch die Aufhebung dieser Mißverständnisse sämtlich beseitigen. Zunächst darf die »Wirklichkeit«, mit der das Urteil übereinstimmen soll, nicht mit der Realität identifiziert werden. Sonst wäre freilich jene Bestimmung ungenügend, da es ja Urteile gibt, die sich gar nicht auf etwas Reales beziehen, wie z. B. die mathematischen und die logischen Urteile, und die dennoch wahr sein können, ohne mit irgend einer Realität übereinzustimmen. Unter der Wirklichkeit kann nur das wirkliche Verhalten der von dem Urteil bezielten Gegenstände, seien diese nun real oder irreal, gemeint sein. Das zweite Mißverständnis bezieht sich auf die »Übereinstimmung«. Sie ist hier, wie ja überhaupt, nicht notwendig im Sinne einer Gleichheit oder Ähnlichkeit zu verstehen. Denn sonst wäre jene Erklärung allerdings falsch, da Urteile sich von den Gegenständen und den Sachverhalten, auf die sie sich beziehen, in den allermeisten Fällen wesentlich unterscheiden, also gar keine Gleichheit oder Ähnlichkeit mit ihnen haben können, trotzdem aber sehr wohl noch wahr sein können. Ebensowenig bedeutet die Übereinstimmung eines Urteils mit dem Verhalten des von ihm bezielten Gegenstandes, daß das Urteil ein Abbild des Gegenstandes und seines Verhaltens sei. Das Denken, das Bilden von Urteilen speziell, besteht gar nicht im Herstellen von Abbildern der Gegenstände. Wer sich solche Abbilder von Gegenständen macht, gewinnt eine Bildergalerie, aber keine Urteile. Die Übereinstimmung besagt hier vielmehr nur dies, daß das Urteil in seiner behauptenden Setzung, die es in bezug auf seinen Subjektsgegenstand vollzieht, zusammentrifft mit dem Verhalten des Gegenstandes selbst. Nimmt man daher die Begriffe »Wirklichkeit« und »Übereinstimmung« in diesem genaueren Sinne, so ist allerdings mit jener Erklärung die Bedeutung der Wahrheit eines Urteils richtig getroffen. Ein Urteil ist wahr, z. B. das Urteil »Schwefel ist gelb« ist wahr, das heißt wirklich nichts anderes als, das Urteil trifft in seiner behauptenden Hinzusetzung des »gelb« zu dem Subjektsgegenstand »Schwefel« zusammen mit dem Verhalten des Schwefels selbst, der, indem er gelb ist, sich wirklich so verhält, wie das Urteil von ihm behauptet. Wir können also das Wort »Übereinstimmung« in diesem Sinne nehmen und dann kürzer sagen, die Wahrheit eines Urteils ist die Übereinstimmung des Urteils mit dem bestehenden Sachverhalt.

Ist dies der Sinn der Wahrheit, so besteht also der Anspruch des Urteils, wahr zu sein, in dem Anspruch, dem Selbstverhalten des von dem Urteil betroffenen Subjektsgegenstandes gemäß oder angemessen zu sein. Dieser Anspruch setzt das Selbstverhalten des Gegenstandes als maßgebendes Fixum für die Urteilsbildung voraus. Der Begriff der Wahrheit setzt voraus, daß es Gegenstände gibt, die unabhängig von den auf sie bezogenen Urteilen sich in bestimmter Weise verhalten, und durch ihr so selbständiges Verhalten für die auf sie bezogenen Urteile den absolut entscheidenden Maßstab bilden. Auch die irrealen Gegenstände, die selbst Produkte einer Denktätigkeit sind, können trotzdem diese Voraussetzung erfüllen, insofern sie als einmal produzierte nun einen Eigenbestand und ein eigenes Verhalten zeigen. Läßt man diese Voraussetzung fallen, behauptet man also, daß es gar keine von den Urteilen unabhängigen und sich selbständig verhaltenden Gegenstände gebe, so hebt man damit die Möglichkeit von Urteilen auf, oder man muß den Sinn der Urteile und den Sinn der Wahrheit umdeuten und verfälschen.

Wird fortgesetzt

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28. August
Die hierokratische Theorie im Spätmittelalter

Ihr paradoxes Schicksal als paradigmatisches Beispiel kirchlicher Krise

Von P. Engelbert Recktenwald

Dritter Teil

Es sieht so aus, als ob in der Synthese des heiligen Thomas von Aquin OP (1225-1274) die berechtigten Anliegen beider Seiten für einen weltgeschichtlichen Augenblick zu einer ausgewogenen Balance gefunden hätten. Daraus ließe sich auch die gegensätzliche Wertung erklären, die Thomas in der Forschung findet. John A. Watt etwa sieht ihn in einer Linie mit den hierokratischen Ansprüchen Bonifaz VIII., Fritz Bleienstein dagegen betrachtet ihn als den entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der politischen Theorie, der der Anerkennung der relativen Selbständigkeit des Staates zum Durchbruch verholfen habe. [1] Nach Thomas ist der Staat eine Gesellschaftsform, die sich aus der Natur des Menschen ergibt und einen natürlichen Zweck verfolgt. Dieser Zweck ist das irdische Glück des Menschen durch ein tugendhaftes Leben. Dem Grundsatz gemäß, daß die Gnade die Natur nicht zerstört, bleibt dieser dem Staat eigentümliche Zweck auch im Neuen Bund bestehen. Doch im Neuen Bund obliegt es den Priestern, die Menschen zu einem übernatürlichen Ziel hinzuführen. Diesem Ziel muß auch das Staatsziel untergeordnet werden. Aus diesem Grund müssen die Könige dem Papst unterworfen sein wie Christus selbst. Wie diese Unterwerfung unter die geistliche Gewalt mit der relativen Eigenständigkeit der zeitlichen Gewalt harmonisierbar ist, läßt Thomas offen. In dieser offen gelassenen Spannung aber liegt der Keim zu jener maßvollen Theorie der potestas indirecta in temporalibus, zu deren reiferen Ausbildung der Weg erst durch den Zusammenbruch der päpstlichen Machtansprüche freigelegt wurde.

Unmittelbarer Vorläufer zur hierokratischen Theorie ist schließlich Tholomeus von Lucca OP (1236-1326/27). Seine "Determinatio compendiosa" aus dem Jahre 1280 denkt die Approbationstheorie konsequent zuende. Die kaiserliche Herrschaft gerät in eine so prinzipielle Abhängigkeit vom Papst, daß dieser die freie Verfügung über das Reich besitzt. Der Papst hat gegenüber dem Kaiser nicht nur das Approbations-, sondern auch das Ernennungsrecht. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, die zur letzten Steigerung und Übersteigerung päpstlichen Machtanspruchs im großen Doppelkonflikt mit Philipp IV. und Ludwig dem Bayern führen.

II. Die hierokratische Theorie zu Anfang des 14. Jahrhunderts

Man kann im propäpstlichen Lager zwei Richtungen unterscheiden, eine extreme und eine gemäßigte. Die extreme Richtung ist die hierokratische, die die potestas directa des Papstes in temporalibus immer ungehemmter ausbaut. Die gemäßtigte versucht, die Kontinuität mit der von Gelasius herkommenden Tradition zu wahren und beschränkt die Oberhoheit des Papstes auf eine potestas indirecta in temporalibus. Dabei bleibt der Vorrang der geistlichen Gewalt gewahrt, und je nachdem, wie sehr er betont und auf welche Weise die Fälle bestimmt werden, in denen die potestas indirecta zum Zuge kommt, kann diese Konzeption sich sehr stark der extremen Richtung nähern.

Die theologische Speerspitze des propäpstlichen Lagers stellt der Orden der Augustinereremiten. In der Auseinandersetzung zur Zeit Ludwigs steht er - von der bayerischen Provinz abgesehen - treu dem Papst zur Seite. Zwei seiner Ordensgeneräle, Alexander a San Elpidio (1312-1326) und Wilhelm von Cremona (1326-1342) sind scharfe literarische Verfechter der päpstlichen Oberhoheit über die weltliche Gewalt. Die bedeutendsten Theoretiker der hierokratischen Theorie sind jedoch die beiden Augustinereremiten Aegidius Romanus OESA und Augustinus von Ancona OESA, genannt Augustinus Triumphus. Aegidius Romanus (ca. 1243-1316), persönlicher Schüler Thomas' von Aquin, seit 1287 offizielle Lehrautorität des Ordens, 1296 von Bonifaz VIII. nach Rom zum Beistand im Konflikt mit Philipp IV. gerufen und Mitwirkender bei der Abfassung von "Unam sanctam", hat die Gewaltenfülle des Papstes in seinem Werk "De ecclesiastica potestate" (1301) am radikalsten zu Ende gedacht. Was die systematische Entfaltung und Fundierung der hierokratischen Theorie angeht, so gebührt die erste Stelle jedoch Augustinus Triumphus (1243-1328). Seine monumentale "Summa de ecclesiastica potestate" entstand ca. 1325 anläßlich des "Defensor pacis" des Marsilius von Padua. Erwähnt werden muß hier auch Jakob von Viterbo OESA, der mit seinem Traktat "De regimine christiano" (1302) in die Fußstapfen des Aegidius Romanus tritt, allerdings in der Beschreibung der päpstlichen Gewaltenfülle infolge aristotelischen Einflusses maßvoller ist.

Die zweite große Summa aus jener Zeit neben der des Augustinus Triumphus stammt von einem kanonistisch gebildeten Franziskaner, Alvaro Pelayo (latinisiert Alvarus Pelagius, 1275/80-1350). Er schrieb seine "Summa de planctu Ecclesiae" im Auftrag Johannes' XXII. und steht teilweise in wörtlicher Abhängigkeit von Jakob von Viterbo.

Andere Vertreter der hierokratischen These, die hier lediglich erwähnt werden sollen, sind die Franziskaner Matthäus von Aquasparta, Vitalis de Furno, Guilelmus de Sarzano, Andreas und Franciscus Toti de Perusio, die Dominikaner Guido Vernani von Rimini, Galvaneus Flamma, Hervaeus Natalis und Johannes de Regina von Neapel, und schließlich die Weltkleriker Opicinus de Canestris, Egidius Spiritalis de Perusio und Heinrich von Cremona (+ 1312). Letzterer rühmt sich, als erster die Lehre von der direkten zeitlichen Gewalt des Papstes formuliert zu haben.

Als Verfechter der potestas indirecta gehören zur gemäßigten Richtung des propäpstlichen Lagers die Dominikanertheologen Petrus de Palude und Remigius Girolami von Florenz, der Karmelit Sybert von Beek und der Prämonstratenser Petrus de Lutra. Der Dominikaner und Thomist Johannes Quidort von Paris (+ 1306) ist durch seinen Dualismus schon ein Verteidiger der weltlichen Gewalt, nämlich des französischen Königs, gegen die Machtansprüche des Papstes, ebenso Dante (1265-1321) und Wilhelm von Ockham OFM (um 1285-1347). Marsilius von Padua dagegen verläßt in seinem "Defensor pacis" (1324) bereits die dualistische Tradition und stellt der hierokratischen Theorie einen Cäsaropapismus gegenüber, der den göttlichen Ursprung des Papsttums ableugnet und die Kirche, indem ihr jede potestas coactiva abgesprochen wird, ganz der Herrschaft des Kaisers unterwerfen will. Auch die Vorstellung eines normativen Naturrechts gibt er auf.

[1] John A. Watt, Spiritual and temporal powers, in: J. H. Burns (Hg.), The Cambridge history of medieval political thought c. 350 - c. 1450, Cambridge 1988, S. 367-423; Fritz Bleienstein in der Einleitung zur Edition des Traktates Über königliche und päpstliche Gewalt des Johannes Quidort von Paris, Stuttgart 1969.

wird fortgesetzt.

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27. August
Moralischer Abgrund

Denn im Grunde haben das nationalsozialistische Heidentum wie das marxistische Dogma dies gemeinsam, daß sie totalitäre Ideologien sind und dazu neigen, Ersatzreligionen zu werden.

Schon lange vor dem Jahre 1939 zeigte sich in gewissen Bereichen der europäischen Kultur der Wille, Gott und sein Bild aus dem Horizont des Menschen zu entfernen. Man begann, die Kinder vom jüngsten Alter an in diesem Sinne zu indoktrinieren.

Die Erfahrung hat den traurigen Beweis erbracht, daß der Mensch, welcher allein der Macht des Menschen ausgeliefert und in seiner religiösen Sehnsucht verstümmelt ist, sehr schnell zu einer Nummer oder einem bloßen Objekt wird. Im übrigen hat noch kein Zeitalter die Gefahr vermeiden können, daß sich der Mensch in einer Haltung stolzer Selbstgenügsamkeit in sich selbst verschloß. Diese Gefahr aber hat sich in diesem Jahrhundert in dem Maße verschärft, wie Waffengewalt, Wissenschaft und Technik dem heutigen Menschen die Illusion haben geben können, der alleinige Herr und Meister von Natur und Geschichte zu werden. Ein solcher Anspruch liegt den Auswüchsen zugrunde, die wir heute beklagen.

Der moralische Abgrund, in den die Verachtung Gottes und damit auch des Menschen die Welt vor fünfzig Jahren hinabgestürzt hat, läßt uns die Macht des »Herrschers dieser Welt« (Joh 14,30) mit Händen greifen: Er vermag die Gewissen zu verführen durch die Lüge, durch die Verachtung des Menschen und des Rechtes, durch den Kult von Herrschaft und Macht.

An all das erinnern wir uns heute und bedenken dabei, zu welch extremen Folgen die Aufgabe jeglicher Achtung vor Gott und jeglichen transzendenten Moralgesetzes führen kann.

Papst Johannes Paul II. heute vor 25 Jahren in seinem Apostolischen Schreiben zum 50. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs


27. August
Philipp Angelus Becchetti

Vor 200 Jahren, am 27. August 1814, starb im Alter von 72 Jahren der Kirchenhistoriker Philipp Angelus Becchetti OP, seit 1800 Bischof von Pieve, Italien. Seine bedeutendste wissenschaftliche Leistung bestand in der Fortsetzung der Herausgabe der Istoria ecclesiastica, die Giuseppe Agostino Orsi 1747 begonnen hatte. Als dieser 1761 starb, waren 20 Bände erschienen, die den Zeitraum der ersten sechs Jahrhunderte abdeckten. Becchetti gab weitere 28 Bände heraus und kam bis zum Jahr 1587. Das monumentale Werk wurde mehrmals nachgedruckt und in verschiedene Sprachen, auch in die deutsche, übersetzt.


26. August
Symbolik

oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

38. Folge

Von dem Positiven, das an die Stelle des Entzogenen trat, ist ebensowenig eine Vorstellung möglich. Luther stellt in seinem Kommentar über die Genesis, zum dritten Kapitel derselben, eine Vergleichung zwischen der Erbsünde und der ursprünglichen Gerechtigkeit an, und zieht aus der Essentialität der Erbsünde Schlüsse auf die Essentialität der ursprünglichen Gerechtigkeit [70]! Ist demnach Luthern die ursprüngliche Gerechtigkeit das Vermögen, Gott zu lieben und zu erkennen, so wäre ihm die Erbsünde das Vermögen, Gott nicht zu lieben und nicht zu erkennen, oder vielmehr ihn zu hassen, und im Finstern über ihn zu sein! Es ist dies ungefähr dasselbe, wie wenn man sagen wollte, jemand besitze das Vermögen, nicht nur kein Vermögen, sondern überdies noch Schulden zu haben. Luthern war es mithin nicht nur ausgemacht, daß durch Adams Fall das gesamte Menschengeschlecht einen integrierenden Teil seines geistigen Wesens verloren habe, sondern auch, daß im Menschen ein entgegengesetztes Wesenhaftes dafür eingetreten sei; und dies letztere war ihm in dem Grade über allen Zweifel erhaben, daß er aus demselben, als einem schlechthin Unbestreitbaren, gleichsam an sich Gewissen, ganz unbedenklich weitere Folgerungen zieht! Ist es unbegreiflich, wie das Bild Gottes aus dem menschlichen Geiste mit der Wurzel ausgerottet werden konnte, so ist es nun noch unbegreiflicher, wie eine neue Essenz in den Geist eingefügt werden mochte! Und aus dem Bösen etwas Wesenhaftes machen! Mit den Gnostikern und Manichäern waren dergleichen Vorstellungen nach unsäglicher Anstrengung der Kirche beinahe durchgängig verschwunden, und nun tauchten sie so mächtig und voll Anmaßung abermals auf.

[70] Luth. in Genes. c. III. Vide, quid sequatur ex illa sententia, si statuamus, justitiam originalem non fuisse naturae, sed donum quoddam superfluum (!), superadditum. Annon sicut ponis, justitiam non fuisse de essentia hominis, ita etiam sequitur, peccatum, quod successit, non esse de essentia hominis? Wir kennen die Gründe, aus denen behauptet werden wollte, Luthers Worte seien nicht so streng zunehmen. Wenn er aber nichts anderes sagen wollte, als längst Übliches, warum bediente er sich nicht auch des üblichen Sprachgebrauchs? Die neue Sprache deutet auf neue Vorstellungen hin. Und wie wollte man auch nur die späteren Lehren des Flacius erklären, wenn ihm Luther keine Veranlassung gab? - Auch hat man gesagt, essentia sei etwas ganz anderes als substantia; hierüber vergleiche man die unmittelbar vorhergegangene Note, und bestimme darnach den Sprachgebrauch.

wird fortgesetzt

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25. August
Maria Flesch

Vor drei Jahren, am 26. August 2011, starb im Alter von 86 Jahren Maria Flesch, die 1984 die von dem kanadischen Priester Pierre Gendron gegründete Herz-Jesu-Familie in Deutschland einführte.


25. August
László Dobszay

Vor drei Jahren, am 25. August 2011, starb in Budapest im Alter von 76 Jahren Prof. László Dobszay. Er setzte sich mit Kompetenz für die überlieferte Liturgie und den Gregorianischen Gesang ein. Große Beachtung fanden seine Werke The Bugnini Liturgy and the Reform of the Reform und The Restoration and Organic Development of the Roman Rite.


24. August
Monatsranking: Die Top 12 im Juli

Aufsteiger des Monats ist mein Artikel über die Frage, ob Christen und Muslime an denselben Gott glauben.
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24. August
Maria Bartholomäa Bagnesi

Vor 500 Jahren, am 24. August 1514, wurde in Florenz die selige Maria Bartholomaea Bagnesi OP geboren. Sie war eine Mystikerin und “wirkte trotz ihrer mit heroischer Geduld getragenen Leiden höchst segensreich in ihrer Vaterstadt” (H. Wilms im LThK, 1. Auflage). Am 28. Mai 1578 starb sie in Florenz.


23. August
Gender Mainstreaming XLIV

Die Abteilung „Wir haben sonst keine Sorgen“ hat sich ein neues Terrain mit maximaler Mädchenunterrepräsentanz gesucht: Die Kinderspielplätze. Die SPD in München will nun nach dem Vorbild der Stadt Wien den Spielraum in der Stadt gendergerecht umgestalten. Separate Mädchenhäuser und Jungshäuser und mehr Klettergerüste und Wasserspielzeug, weil das eher die Mädchen anspricht. Diese sind dort nämlich weniger häufig anzutreffen, das schreit nahezu nach Ungerechtigkeit und ungeahnten Budgets.
Gut, man hätte sich auch mit der Überrepräsentanz von Jungs als Schulschwänzer, Sitzenbleiber, Gewaltkriminelle und Ritalinschlucker beschäftigen können, schließlich sind dies ebenfalls total ungerechte Jungendomänen – war aber als Thema wohl nicht so sexy und dazu auch noch so unangenehm realistisch. Dann lieber Genderseifenblasenpusten auf Spielplätzen.

Aus: Birgit Kelle, Spielen im Opfer-Modus, auf The European am 14. März 2014.

Weitere Infos über GM


18. August
Julius Bessmer

Vor 150 Jahren, am 21. August 1864, wurde in Baar, Kanton Zug, der Theologie und Psychologe Julius Bessmer SJ geboren. 1888 zum Priester geweiht, lehrte er ab 1895 Dogmatik. Am 18. April 1924 starb der hochangesehene Gelehrte in Valkenburg. Seine Auseinandersetzung mit dem modernistischen Offenbarungs- und Dogmenbegriff ist auf kath-info veröffentlicht.


18. August
John MacHale

Vor 200 Jahren, am 22. August 1814, wurde John MacHale (1791-1881) zum Priester geweiht. Er war ein “Führer im Kampf um die irische Emanzipation” (J.J. Twomey im LThK, 2. Auflage). 1833 wurde er Erzbischof von Tuam.


18. August
Bernard Galura

Vor 250 Jahren, am 21. August 1764, wurde in Herbolzheim Bernard Galura geboren. 1788 zum Priester geweiht, wurde er 1829 Fürstbischof von Brixen. Er war ein “überaus fruchtbarer Schriftsteller” und mit J. B. Hirscher “für die moderne Katechetik grundlegend” (L. Bopp im LThK, 2. Auflage 1960). Am 4. Mai 1856 starb er in Brixen.


18. August
Ladislaus Findysz

Vor 50 Jahren, am 21. August 1964, starb im polnischen Krościenko im Alter von 56 Jahren der selige Ladislaus Findysz. 1932 zum Priester geweiht, wurde er 1944 von den Deutschen aus seiner Pfarrei vertrieben, anschließend von den Kommunisten verfolgt. 1963 wurde er verhaftet und gefoltert. Im Krakauer Gefängnis verweigerte man ihm eine nötige Operation zur Entfernung eines Tumors an der Speiseröhre, woran er schließlich starb. Zusammen mit Bronislaus Markiewicz und Ignatius Klopotowski wurde er am 19. Juni 2005 in Warschau seliggesprochen.


17. August
Pius X.

Vor 100 Jahren, am 20. August 1914, starb der hl. Papst Pius X. Er war ein großer Reformpapst und ein unerschrockener Verteidiger des Glaubens gegenüber den Gefahren des Modernismus, den er in seiner Enzyklika Pascendi als Sammelbecken aller Häresien entlarvte.


17. August
Franz Xaver Wernz

Vor 100 Jahren, am 19. August 1914, starb in Rom im Alter von 71 Jahren der aus Rottweil stammende Kanonist Franz Xaver Wernz SJ. 1875 wurde er Professor für Kirchenrecht, 1886 Konsultor von drei römischen Kongregationen, 1906 Ordensgeneral. Er war der 25. Ordensgeneral in der Geschichte der Gesellschaft Jesu.


17. August
Weltjugendtag

Vor drei Jahren, am 18. August 2011, kam Papst Benedikt XVI. zum Weltjugendtag nach Madrid.


17. August
Christian Philippe Chanut

Vor einem Jahr, am 17. August 2013, starb in Boutigny-sur-Essonne im Alter von 65 Jahren der Historiker Christian Philippe Chanut. Er studierte in Saint-Sulpice und wurde 1979 zum Priester geweiht. Viele Jahre lehrte er Kirchengeschichte, Patristik und Homiletik im Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad. Nach der Promulgation des Motu proprio Summorum Pontificum im Jahre 2007 wurde er in der Diözese Évry-Corbeil-Essonnes zum Verantwortlichen für dessen Umsetzung ernannt.


15. August
Berührt das mein Herz?

Wenn ich daran denke oder höre, dass viele Christen verfolgt werden und sogar das Leben für ihren Glauben hingeben, berührt das mein Herz oder kommt es bei mir nicht an? Bin ich offen für jenen Bruder oder für jene Schwester der Familie, der oder die ihr Leben hingibt für Jesus Christus? Beten wir füreinander? Ich stelle euch eine Frage, aber antwortet nicht mit lauter Stimme, sondern nur im Herzen: Wie viele von euch beten für die verfolgten Christen? Wie viele? Jeder möge im Herzen antworten.

Papst Franziskus in der Generalaudienz vom 25. September 2013


15. August
Andrés Solá y Molist

Vor 100 Jahren, am 15. August 1914, legte der spanische Katalane Andrés Solá y Molist CMF im Alter von 18 Jahren seine erste Profess als Claretiner ab. 1922 zum Priester geweiht, kam er im darauffolgenden Jahr nach Mexiko, um im Untergrund den verfolgten Katholiken beizustehen. Am 24. April 1927 wurde er zusammen mit dem mexikanischen Priester Trinidad Rangel und dem Laienmitarbeiter Leonardo Pérez verhaftet und am darauffolgenden Tag erschossen.

“Leonardo Pérez und der Priester Rangel starben anscheinend sofort, während unser Martyrer, tödlich verwundet, noch drei Stunden mit dem Tod kämpfte. Einige Eisenbahnarbeiter wurden aus nächster Nähe Zeugen des Martyriums. Als schon Stunden vergangen waren, gingen sie zu den Erschossenen hin. P. Andrés Solá kämpfte noch mit dem Tod, und als er merkte, dass diese Leute da waren, sagte er: ‘Zwei von uns sind Priester, und wir sterben für Jesus, wir sterben für Gott. Ich bin schwer verwundet, ich sterbe für Jesus. Vergessen Sie nicht, meiner Mutter, wie auch immer es Ihnen möglich ist, zukommen zu lassen, dass ich gestorben bin, aber sagen Sie ihr, dass sie einen Martyrer als Sohn hat.’ P. Solá bat um etwas Wasser, wie Jesus am Kreuz. Seine letzten Worte waren: ‘Mein Jesus, Barmherzigkeit! Jesus, vergib mir! Jesus, ich sterbe um deinetwillen. Mein Gott, ich sterbe für dich.’” (Quelle).

Am 20. November 2005 wurde zusammen mit zwölf weiteren mexikanischen Märtyrern seliggesprochen.


15. August
Johannes B. Torelló

Vor drei Jahren, am 15. August 2011, starb in Wien im Alter von fast 91 Jahren der in Barcelona geborene Theologe und Psychiater Dr. Johannes B. Torelló. Nach seiner Promotion in Medizin trat er 1941 dem Opus Dei bei und empfing 1948 die Priesterweihe. Von Franz Kardinal König sehr geschätzt, wirkte er ab 1964 in Österreich. Außerdem war er befreundet mit Viktor Frankl, dem Gründer der Logotherapie.


15. August
Pierre Goursat

Vor 100 Jahren, am 15. August 1914, wurde Pierre Goursat, der Gründer der katholischen Gemeinschaft Emmanuel, geboren. Er starb am 25. März 1991. 2010 wurde der Seligsprechungsprozess eingeleitet.


14. August
Maria Eugenie delle Grazie

Vor 150 Jahren, am 14. August 1864, wurde in Ungarisch-Weißkirchen die Schriftstellerin Maria Eugenie delle Grazie geboren. Sie war eine Anhängerin des naturwissenschaftlich geprägten Materialismus eines Ernst Haeckel, bekehrte sich aber 1912 zum katholischen Glauben. Am 19. Februar 1931 starb sie in Wien.


14. August
Raimund Lull

Vor 700 Jahren, am 14. August 1314, segelte der selige Theologe und Mystiker Raimund Lull im Alter von über 80 Jahren ein letztes Mal nach Tunis, um die Muslime zu bekehren. In Algier überlebte er eine Steinigung und starb 1316 in Mallorca. Im Laufe seines Lebens gründete er mehrere Sprachschulen für Hebräisch, Arabisch und Chaldäisch.


14. August
Romanus Lysko

Vor 100 Jahren, am 14. August 1914, wurde in Horodok bei Lemberg der selige Romanus Lysko geboren. 1941 von Erzbischof Andrey Sheptytsky zum Priester geweiht, starb er 1949 an den Foltern unter den Sowjets, weil er sich weigerte, zur russisch-orthodoxen Kirche zu konvertieren. Am 27. Juni 2001 wurde er zusammen mit 27 weiteren ukrainischen Märtyrern seliggesprochen.


13. August
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind Beiträge von der Startseite hingekommen?
Auf einer je eigenen Seite wurde die Biographie Christa Pfenningbergers über Matt Talbot und der Artikel von Peter Lippert über Dogma und Leben untergebracht. Die Meldung über die Kritik Manfred Spiekers an der Antwort der DBK auf den römischen Fragebogen zu den “pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung” findet man auf der Seite mit weiteren einschlägigen Meldungen.


13. August
Kanut Graf von Enffans d’Avernas

Vor 100 Jahren, am 13. August 1914, wurde der aus Schirmdorf (Steiermark) stammende Kanut Graf von Enffans d’Avernas OSB im Alter von 28 Jahren zum Priester geweiht. Er gehörte zur Missionsabtei St. Ottilien. 1921 wurde er nach Korea gesandt. Hier fand er in der kommunistischen Christenverfolgung mit vielen Mitbrüdern der Märtyrertod. Er starb am 6. November 1950 an den unmenschlichen Strapazen der Lagerhaft in Manpo.


12. August
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

26. Folge

Wollen wir daher verstehen und erklären, warum und wie die ersten Personen, und zwar sie allein, mit den Eigennamen Vater und Sohn bezeichnet werden, so müssen wir zu verstehen und zu erklären suchen, warum und wie die Produktion der zweiten Person aus der ersten, und zwar ausschließlich im Gegensatz zu der andern göttlichen Produktion, Zeugung genannt wird. Es sind eigentlich zwei Fragen, ob und wie die erste Produktion Zeugung genannt werden könne und müsse, und ob und wie dieser Name und der ihm zu Grunde liegende Begriff ihr allein und nicht auch der zweiten Produktion zukomme. Gleichwohl sind diese Fragen kaum getrennt zu behandeln; denn wenn die erste Produktion eben wegen ihres eigentümlichen Charakters den Namen in Anspruch nimmt, ist er damit schon der zweiten abgesprochen; und falls er dieser ebenfalls zukäme, würde er auch keineswegs den eigentümlichen Charakter der ersten bezeichnen.

Vieles scheint uns von dieser Untersuchung abzuschrecken. Man ruft uns die Worte des Propheten zu: "Seine Zeugung, wer wird sie erklären?" (Is 53,8) Man führt uns in dichten Scharen die heiligen Väter vor, die es für eine grenzenlose Verwegenheit halten, die Zeugung Gottes begreifen und den Unterschied der Zeugung von der Produktion des Heiligen Geistes ergründen zu wollen; die behaupten, man müsse diese Dinge im Glauben festhalten und sich nicht vergeblich abmühen, sie mit der Vernunft zu durchschauen, was den Gläubigen erst im Himmel aufbewahrt sei.

Fürchten wir nicht. Das alles gilt zunächst denjenigen, die im Lichte der bloßen Vernunft oder auch bloß an der Hand des Glaubens, nicht aus dem Glauben selbst, über das innere Geheimnis Gottes denken und reden, - wir entwickeln das Verständnis dieser Sache aus dem Glauben und seinen Daten. Es gilt ferner allen denen, die, wie die Eunomianer, gegen welche die heiligen Väter vorzüglich redeten, das Geheimnis vollständig ergründen und erschöpfen wollen, - wir wollen bloß den Sinn des Ausdruckes, womit die Offenbarung den Ursprung der zweiten Person bezeichnet, verstehen, ohne damit seinen Inhalt völlig zu ergründen. Wir wollen bloß untersuchen, warum und inwiefern die Offenbarung diesen der sinnlichen Welt entlehnten Begriff und Ausdruck auf Gott angewandt hat; da wir aber nicht einmal die sinnliche Zeugung in ihrem innersten Wesen begreifen und durchschauen, so werden wir noch viel weniger Anspruch darauf machen, das selbst für unsere Vernunft unsichtbare Ideal derselben aus seinem schwachen Abbilde zu ergründen und zu umspannen. Den Sinn der geoffenbarten Wahrheiten und den Zusammenhang derselben müssen wir so viel als möglich zu erfassen streben, wenn unser Glaube ein erleuchteter, inhaltreicher sein soll; um so viel weniger dürfen wir uns damit begnügen, bloße Formeln festzuhalten und deren Sinn für unbestimmbar auszugeben. Freilich klingen einzelne Ausdrücke der heiligen Väter so, als wenn dieses behauptet werden wollte. Aber es kam dies nur daher, weil die Wissenschaft zu ihrer Zeit den innern Organismus der Trinität noch nicht genug beleuchtet, den vollen, tiefen Sinn der Ausdrücke faktisch noch nicht genug erklärt hatte und man doch den Häretikern gegenüber behaupten mußte, daß die Bezeichnungen des Sohnes und des Heiligen Geistes nicht miteinander verwechselt werden dürften. Unterdes hat die theologische Wissenschaft immense Fortschritte gemacht; durch die wissenschaftliche Forschung und die übernatürliche Kontemplation, deren Gegenstand das Dogma bei den Heiligen war, ist es in klareren, helleren Zügen hervorgetreten, und so dürfen wir es wohl wagen, ohne den Vorwurf der Verwegenheit an unsere Frage heranzutreten. Wir dürfen es um so zuversichtlicher, als wir in dem Vorhergehenden eigentlich schon den sachlichen Unterschied zwischen der zweiten und dritten Person erklärt und begründet und jetzt im Grunde nur die Namen zu erklären haben.

§ 16. Die Produktion der zweiten Person in Gott als Zeugung, ihr Produkt als Sohn

Zunächst soll natürlich durch den Namen der Zeugung die Produktion der zweiten Person in Gott von der Schöpfung, von dem Akte, durch den die außergöttlichen Wesen ins Dasein treten, unterschieden werden. Die Schöpfung ist eine freie Tat des göttlichen Willens, durch welche Gott Dinge, die aus sich nichts waren, ins Dasein ruft und ihnen ein von dem seinigen wesentlich verschiedenes Sein mitteilt. Sein inneres Wort hingegen bringt Gott dadurch hervor, daß er sein eigenes Sein, seine eigene Substanz in dasselbe hineinlegt. Das Wort geht aus dem Innersten, aus der Substanz des Vaters hervor, weil die letztere auf dasselbe übergeht und es in den Vollbesitz derselben Natur setzt, welche dem Vater eigen ist. Das ist aber das erste, wodurch sich die Zeugung in den Geschöpfen von jeder andern Hervorbringung unterscheidet: daß etwas von der Substanz des Hervorbringenden in das Produkt übergeht, und daß das Produkt selbst substantiell dem Hervorbringenden ähnlich ist. In der Regel sind beide Bedingungen in den Geschöpfen verbunden; die zweite ist immer und überall an die erste geknüpft, aber nicht umgekehrt. So geht z. B. auch bei den Parasiten, die auf einem Baume wachsen, etwas von der Substanz des Baumes als Stoff mit in das Produkt hinein; aber das spezifische Wesen des Baumes nicht. In Gott hingegen stehen die beiden Bedingungen in so wesentlichem Zusammenhang, daß man sie kaum voneinander unterscheiden kann. Die göttliche Substanz ist absolut einfach; deshalb geht nicht nur ein Teil derselben, wie das selbst bei der vollkommensten sinnlichen Zeugung geschieht, auf die zweite Person über, sondern die ganze Substanz. Diese Substanz ist aber durchaus vollkommen und lebendig; sie geht somit auch nicht über als zu formierender, zu belebender Stoff, sondern als absolute Vollkommenheit und reines Leben, womit das produzierte Subjekt ausgerüstet werden soll. Weil also die ganze Substanz mit ihrer ganzen Vollkommenheit auf das Produkt übergeht, deshalb sind auch bei der Produktion der zweiten Person die beiden ersten Bedingungen der Zeugung im vollkommensten Sinne vorhanden.

Wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


11. August
Fronleichnam

Vor 750 Jahren, am 11. August 1264, führte Papst Urban IV. (1261-1264) mit der Bulle Transiturus de hoc mundo das Fronleichnamsfest ein, das auf die Visionen der hl. Juliana von Lüttich zurückgeht.

Bei der Generalaudienz vom 17. November 2010 führte Benedikt XVI. darüber u.a. aus:

“Mit 16 Jahren hatte sie [Juliana von Lüttich] zum ersten Mal eine Vision, die sich ihr später in der eucharistischen Anbetung mehrmals wiederholte. In der Vision zeigte sich der Mond in seinem vollen Glanz, von einem dunklen Streifen durchquert. Der Herr gab ihr die Bedeutung dieser Erscheinung zu verstehen. Der Mond symbolisierte das Leben der Kirche auf der Erde, die trübe Linie dagegen das Fehlen eines liturgischen Festes, für dessen Einführung Juliana sich tatkräftig einsetzen sollte: ein Fest, bei dem die Gläubigen die Eucharistie anbeten konnten, um den Glauben zu mehren, die Übung der Tugenden zu fördern und die Schmähungen des Allerheiligsten Sakraments zu sühnen.
(...)
Auch Jacques Pantaléon aus Troyes wurde für das gute Anliegen des Fronleichnamsfestes gewonnen; er hatte die Heilige während seiner Amtszeit als Archidiakon in Lüttich kennengelernt. Als er dann mit dem Namen Urban IV. Papst geworden war, setzte er 1264 das Fronleichnamsfest als gebotenen Feiertag für die Universalkirche ein, am Donnerstag nach Pfingsten. In der Einsetzungsbulle mit dem Titel Transiturus de hoc mundo (11. August 1264) verwies Papst Urban sehr zurückhaltend auch auf Julianas mystische Erfahrungen und bestätigte damit ihre Echtheit. So schreibt er: »Wenngleich die Eucharistie jeden Tag gefeiert wird, so halten wir dafür, sie wenigstens einmal im Jahr ehrwürdiger und feierlicher zu begehen. Die anderen Dinge nämlich, derer wir gedenken, begreifen wir mit dem Geist und mit dem Verstand, erhalten aber deshalb nicht ihre Realpräsenz. In dieser sakramentalen Gedächtnisfeier Christi dagegen ist Jesus Christus, wenngleich unter anderer Gestalt, in seiner eigenen Substanz bei uns gegenwärtig. Denn bevor er in den Himmel aufgenommen wurde, sagte er: ›Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt‹ (Mt 28,20)«.

Der Papst selbst wollte mit gutem Beispiel vorangehen und feierte das Fronleichnamsfest in Orvieto, der Stadt, in der er damals residierte. Auf sein Geheiß hin wurde – und wird noch immer – im Dom der Stadt das berühmte Korporale mit den Spuren des eucharistischen Wunders verwahrt, das ein Jahr zuvor, 1263, in Bolsena geschehen war. Ein Priester wurde während der Wandlung von Brot und Wein von starken Zweifeln an der Realpräsenz von Leib und Blut Christi im Sakrament der Eucharistie befallen. Auf wunderbare Weise begannen einige Blutstropfen aus der geweihten Hostie hervorzuquellen. Auf diese Weise bestätigte sich das, was unser Glaube bekennt. Urban IV. bat einen der größten Theologen der Geschichte, den hl. Thomas von Aquin – er begleitete damals den Papst und befand sich in Orvieto –, die Texte für das liturgische Gebet dieses großen Festes zu verfassen. Sie werden heute noch in der Kirche verwendet: Meisterwerke, in denen Theologie und Poesie miteinander verschmelzen. Es sind Texte, die die Saiten des Herzens in Schwingung versetzen, um dem Allerheiligsten Sakrament Lob und Dank zum Ausdruck zu bringen, während der Verstand staunend in das Geheimnis vordringt und in der Eucharistie die lebendige und wahre Gegenwart Jesu erkennt, seines Liebesopfers, das uns mit dem Vater versöhnt und uns das Heil schenkt.

Zwar wurde nach dem Tod Urbans IV. die Feier des Fronleichnamsfestes auf einige Regionen Frankreichs, Deutschlands, Ungarns und Norditaliens beschränkt, aber ein anderer Papst, Johannes XXII., stellte es 1317 für die ganze Kirche wieder her. Seitdem hat das Fest eine wunderbare Entwicklung erfahren und ist beim christlichen Volk noch immer sehr beliebt. Ich möchte mit Freude darauf hinweisen, daß es heute in der Kirche einen »eucharistischen Frühling« gibt: Wie viele Menschen verweilen still vor dem Tabernakel, um mit Jesus ein liebevolles Gespräch zu führen! Es ist tröstlich zu wissen, daß nicht wenige Gruppen junger Menschen neu entdeckt haben, wie schön es ist, das Allerheiligste Sakrament anzubeten.”


11. August
Nikolaus von Kues

Vor 550 Jahren, am 11. August 1464, starb im umbrischen Todi im Alter von 63 Jahren der Theologe und Humanist Nikolaus Kardinal von Kues.


3. August
Wer ist ein Fundamentalist?

Von Robert Spaemann

Zweiter und letzter Teil

Das Irreführende in diesem polemischen Bild liegt darin, daß stillschweigend unterstellt wird, diese vier Merkmale hingen wesentlich zusammen. Wer etwas zweifelsfrei für wahr hält, ist unduldsam gegen andere, wer glaubt, mit der modernen Zivilisation sei etwas fundamental nicht in Ordnung, ist ich-schwach und fühlt sich ganz einfach bestimmten Herausforderungen nicht gewachsen. Wer also z.B. die jungfräuliche Geburt Jesu für eine absolute Wahrheit hält, der steht auf Kriegsfuß mit der modernen Wissenschaft, er ist zweitens intolerant und drittens geborgenheitssüchtig.

Aber wieso eigentlich? Die Wissenschaft lehrt uns, was die Menschen immer schon wußten, daß nämlich in der Regel und normalerweise Kinder nicht von Jungfrauen geboren werden. Bekanntlich ging auch der heilige Josef davon aus. Wenn er sich durch einen Engel über diesen besonderen Fall belehren ließ und wenn die Christen behaupten, daß es einmal eine Ausnahme von dieser Regel gab, nämlich als das ewige Wort Fleisch annahm, dann kann man das glauben oder nicht, die Wissenschaft hat dazu überhaupt nichts zu sagen. Sie spricht über die Welt, nicht über deren Ursprung, sie spricht über Regeln und Gesetze, nicht über das Einmalige.

Und wieso ist der intolerant, der etwas tatsächlich für wahr hält? (Absolute Wahrheit ist ja so etwas wie ein weißer Schimmel. Jede Wahrheit ist absolut, oder sie ist überhaupt keine Wahrheit.) Die gleiche Offenbarung, die uns mit göttlicher Autorität darüber belehrt, daß Jesus für unsere Sünden gestorben, am dritten Tag auferstanden ist und uns vom Tod errettet hat, lehrt uns auch, daß der Glaube eine übernatürliche Gnade, also unerzwingbar, ist. Das gleiche 2. Vatikanische Konzil, das die religiöse Toleranz als Pflicht lehrte, lehrte die "unhinterfragbare" Wahrheit des Dogmas. Intolerant sind unsere liberalen Antifundamentalisten. Denn sie lehren tatsächlich nicht, fremde Überzeugungen zu achten, sondern sie möchten es verbieten, überhaupt Überzeugungen zu haben. Und schließlich die Ich-Schwäche: Gewiß gibt es das Phänomen des Sektierers, der seinen Kopf bei der Gruppe oder deren Leitung abgibt. Aber gilt das für jeden Katholiken, der der Kirche den Glaubensgehorsam leistet, den das 2. Vatikanische Konzil so eindeutig verlangt? Tatsächlich wird der christliche Glaube im Neuen Testament als ein Akt und eine Haltung des Gehorsams beschrieben. Aber der Gehorsam ist nicht blind. "Ich weiß, wem ich geglaubt habe", schreibt der heilige Paulus. Der Gehorsam wird in Freiheit und Mündigkeit einer Person geleistet. Das Dogma ist ein eindeutiger Satz, der die Zustimmung freier, vernünftiger Wesen verlangt. Die heute gängige Alternative dazu ist die unreflektierte, halb unbewußte, passive Anpassung an gewisse Trends, deren Inhalt bezeichnenderweise nie klar formuliert wird. So soll es nach Ansicht der katholischen Liberalen nicht auf die Zustimmung zu den Texten des 2. Vatikanischen Konzils ankommen - die Progressisten stehen ja mit viel mehr Sätzen des Konzils auf Kriegsfuß als die Traditionalisten - sondern auf das Weitergehen in einer angeblich vom Konzil gewiesenen Richtung. Aber was diese Richtung ist, zu welchem Ziel sie führen soll, das soll sich wiederum nicht aus den Sätzen des Konzils ergeben, sondern das hat man zu fühlen, darüber hat man sich sozusagen augenzwinkernd zu verständigen, und es gilt als Mangel an Taktgefühl und gutem Willen, als Ausdruck entweder von Naivität oder von fundamentalistischem Starrsinn, wenn hier jemand um ausdrückliche Auskunft bittet. Überhaupt gehört ein gewisser Irrationalismus, Verdächtigung der Logik und eine seltsame Mischung von Sentimentalität und Erbarmungslosigkeit zu den Kennzeichen liberaler katholischer Antifundamentalisten.

Sie hätten es auch gerne, wenn sie die Liebe mancher Katholiken zum alten römischen Ritus unter Nostalgie verbuchen könnten. Gewiß, die Liebe zu überkommenen Formen des Kultes ist auch schon als solche etwas, das sich vor jeder Vernunftinstanz rechtfertigen kann. Aber hier geht es ja tatsächlich um mehr. Diese Katholiken können meist recht genau angeben, welche Inhalte unseres gemeinsamenkatholischen Glaubens mit dem Verlust dieser Formen und Texte verloren gehen oder doch in den Schatten treten.

Nein. So leicht sind wir nicht mit einem Schlag-Wort einzuschüchtern. Wir sind keine Fundamentalisten in dem ursprünglichen Sinn des Wortes, da wir an eine legitime Entwicklung des Christentums und der Kirche glauben. Wir sind auch keine Fundamentalisten in dem Sinn des Wortes, der zu Zwecken der Diffamierung erfunden wurde. Wir wollen keine blasphemischen Schriftsteller ermorden, wir sind keine sektiererischen Wissenschaftsfeinde, wir sind vielmehr genügend in wissenschaftlichem Geist geschult, um laienhafte Psychogramme, die auf Ferndiagnose beruhen, auf sich beruhen zu lassen. Wenn allerdings der Papst, wie man des öfteren hört, ein Ayatollah ist, wenn es sich bei dem neuen Katechismus der Katholischen Kirche um ein fundamentalistisches Machwerk handelt, kurz, wenn Fundamentalismus einfach ein diffamierendes Synonym für Rechtgläubigkeit ist, dann allerdings sind wir gern bereit, uns diesen Schimpfnamen als Ehrennamen zueigen zu machen.

Denn so übel ist er ja nicht, wenn man dabei an das Wort des heiligen Paulus denkt: "Ein anderes Fundament kann niemand legen außer dem, das gelegt ist, nämlich Jesus Christus" (1 Kor 3,11 ).

Zum ersten Teil


2. August
Tödliche Normenverschiebung

Von P. Engelbert Recktenwald

Es ist immer wieder interessant, den Argumenten auf den Zahn zu fühlen, die gegen einen konsequenten Lebensschutz angeführt werden. Im Deutschlandfunk hat nun Thorsten Jantschek dargelegt, warum er das deutsche Embryonenschutzgesetz und den damit verbundenen “lupenreinen Lebensschutz” für zu streng hält. Er meint zwar, die “Ethik der Heiligkeit des Lebens”, die menschliches Leben aufgrund seines Personstatus als unbedingt schützenswert ansieht, sei gut begründet, nennt die Begründung aber nicht und setzt sich deshalb mit ihr auch nicht auseinander. Klopfen wir seinen Text auf die Argumente ab, die er gegen den Lebensschutz ins Feld führt, kommt im Wesentlichen nichts anderes heraus als die Behauptung, dass sich in der Gesellschaft eben ein “Wertewandel”, “eine Normenverschiebung”, “ein Mentalitätswandel” vollzogen habe. Die “moralischen Überzeugungen” haben sich geändert. So einfach ist das. Gründe für die neuen Überzeugungen werden nicht genannt. Sie sind selber ihre eigenen Gründe.

Die Ethik der Heiligkeit des Lebens ist Jantschek zufolge abgelöst worden vom moralischen Leitbild des guten und gelingenden Lebens. Doch dieser Wandel ist ein alter Hut. Schon vor vierzig Jahren wurde mit diesem Argument das Abtreibungsverbot gelockert bis hin zu seiner praktischen Abschaffung: Das gute und gelingende Leben der Mutter wurde gegen das Lebensrecht des Kindes ausgespielt. Jetzt sind es die zum Reproduktionstourismus gezwungenen Frauen und deren “moralisches Recht auf Fortpflanzung”, die Jantschek gegen das Embryonenschutzgesetz ins Feld schickt.

Es handelt sich nicht um einen neu aufkommenden Mentalitätswandel, sondern um den alten Konflikt zwischen Lebensrecht des Kindes und Selbstbestimmungsrecht der Eltern. Dass der von Jantschek diagnostizierte “Erosionsprozess” des Lebensschutzes immer weiter voranschreitet, ist dabei aber kein Argument für die Richtigkeit dieses Prozesses. Mit demselben Argumentationsmuster könnten künftige Jantscheks alle möglichen gesellschaftlichen Normenverschiebungen rechtfertigen, etwa Kriegsmentalität, Ausländerfeindlichkeit oder die Scharia. Die entscheidende Frage, die Jantschek zu stellen versäumt, ist die, ob es sich um einen gesellschaftlichen Wandel handelt, der zu unterstützen oder dem zu widerstehen ist, ob also Opportunismus oder Opposition angemessen ist.

Immerhin geht es hier um Leben oder Tod. Der Sachfrage, ob der Embryo ab der Befruchtung ein Mensch mit Personenstatus ist, ob er also ein Lebensrecht hat oder nicht, weicht Jantschek aus. Sie kann nicht mit Verweis auf die vorherrschende Mentalität in der Gesellschaft beantwortet werden, sondern umgekehrt entscheidet sie darüber, welche Mentalität in der Gesellschaft denn eigentlich herrschen sollte. In der Logik Jantscheks wird die Rede von Rechten zu einer bloßen façon de parler, da das Lebensrecht von der Gesellschaft je nach Mentalitätslage verliehen oder aberkannt wird. Auf die fatalen Folgen für die Gesellschaft hat der von Jantschek zitierte Spaemann schon 1988 aufmerksam gemacht: “Jeder von uns tritt kraft eigenen Rechts in die Gesellschaft ein. Sobald er da ist, ist er Mitglied, geborenes Mitglied, nicht kooptiertes Mitglied. Die Verwandlung der Gesellschaft in eine Vereinigung, deren Mitglieder kooptiert werden, wäre das Ende einer freien Gesellschaft” (Verantwortung für die Ungeborenen, wieder veröffentlicht in Grenzen. Zur ethischen Dimension des Handelns, Klett-Cotta 2001, S. 367-382).

Verräterisch ist eine Aussage Jantscheks gegen Ende seiner Ausführungen: “Eine ethisch aufgeklärte Gesellschaft ist in der Lage zu wissen, dass eine befruchtete menschliche Eizelle weder Etwas ist, mit dem man beliebig verfahren kann, noch dass sie Jemand ist, den es unbedingt zu schützen gilt.” Abgesehen davon, dass seine Ausführungen wiederum nicht über den reinen Behauptungsstatus hinauskommen und aus dem Erosionsprozess nun plötzlich ein Aufklärungsprozess geworden ist, geht aus ihnen hervor, dass Jantschek Aufklärung über die Frage, was die befruchtete Eizelle ist, von der Ethik erwartet, also nicht etwa von der Biologie oder der Anthropologie. Die Umgehung der Sachfrage hat System. Und auf ethischer Ebene hat Jantschek wie beschrieben nur die gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse zur Problemlösung anzubieten. Die vorherrschende Mentalität beeinflusst jetzt plötzlich nicht nur Überzeugungen, sondern erzeugt sogar “Wissen”. Analoges gab es schon in der Geschichte der Sklaverei oder der Indianerunterdrückung.

Ist dieses Glanzstück tiefschürfender Argumentation ein Symptom für den Qualitätszustand des heutigen Journalismus? Schlimmer: der Philosophie! Jantschek ist Philosoph in Bremen.

Weitere Beiträge zum Thema Lebensschutz


2. August
Gonzalo Carrasco Espinosa

Vor 100 Jahren, am 8. August 1914, wurde der Maler Gonzalo Carrasco Espinosa SJ (1859-1936) während der mexikanischen Katholikenverfolgung verhaftet und zum Tode verurteilt. Er entging der Hinrichtung durch ein Porträt, das er vom mexikanischen Präsidenten Venustiano Carranza machte und das diesem so gut gefiel, dass er die Todesstrafe in die Strafe des Exils verwandelte. Carrasco starb am 19. Januar 1936 in Puebla.


2. August
Friedrich Muckermann

Vor 100 Jahren, am 7. August 1914, wurde Friedrich Muckermann SJ (1883-1946) zum Priester geweiht. Wegen seines unermüdlichen Engagements gegen den Nationalsozialismus musste er 1934 nach Holland, später in die Schweiz und nach Frankreich emigrieren. Seit 1925 gab er die Kulturzeitschrift Der Gral heraus. Er schrieb bedeutende Werke über Goethe und Solowjew.


2. August
Gesellschaft Jesu

Vor 200 Jahren, am 7. August 1814, stellte Papst Pius VII. mit der Bulle Sollicitudo omnium ecclesiarum den Jesuitenorden wieder her, den Papst Clemens XIV. 1773 aufgehoben hatte. Die Bulle wurde in der Jesuitenkirche Il Gesù verlesen, nachdem der Papst am Ignatiusaltar die hl. Messe gefeiert hatte.


1. August
Antisemitismus

Am selben Tag, an dem wir der Märtyrer des 20. Juli 1944 gedachten, war die aktuelle Israelpolitik Gegenstand von Hass- und Hetz-Demonstrationen. „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“, skandierte in Berlin ein Mob aus arabischen Muslimen und Linkspartei-Jugend. Sie lesen richtig: Links!

Peter Hahne in einem Gastkommentar in ideaSpektrum vom 30. Juli 2014, S.3.


1. August
Johannes Petrus Maria van der Ploeg

Vor zehn Jahren, am 4. August 2004, starb in Nijmegen im Alter von 95 Jahren der Theologe Johannes Petrus Maria van der Ploeg OP., ein Kritiker des Holländischen Katechismus und nachkonziliarer Verirrungen.


1. August
Die Synode von Arles

Vor 1700 Jahren, am 1. August 314, versammelten sich 33 Bischöfe zur Synode von Arles, die im Donatistenstreit die Gültigkeit der Ketzertaufe feststellte und die in Nordafrika verbreitete rigoristische Sekte der Donatisten verurteilte. Diese hielt sich aber noch über 100 Jahre. Zu den Synodenteilnehmern gehörten die britannischen Bischöfe von York, London und Lincoln und auch der hl. Maternus, der erste Bischof von Köln, der in der Teilnehmerliste an 24. Stelle rangierte.


31. Juli
Frühzeitige Warnung aus Rom vor der Genderideologie

Heute vor zehn Jahren, am 31. Juli 2004, veröffentlichte die Kongregation für die Glaubenslehre unter ihrem Präfekten Joseph Kardinal Ratzinger ein Schreiben an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt. Darin wird auch die Genderideologie präzise beschrieben und zurückgewiesen. Angesichts der Entwicklung, die diese Ideologie inzwischen genommen hat, kann man das Schreiben nur als prophetisch bezeichnen. Doch es stieß in manchen Regionen, wie wir es ja schon gewohnt sind, auf taube Ohren, so dass die Ausbreitung dieser Ideologie auf keinen Widerstand seitens der Kirche stieß. Inzwischen sind jedoch einige Bischofskonferenzen aufgewacht und schlagen Alarm, so die polnische, portugiesische und slowakische.

Wir bringen hier einige Ausschnitte:

2. In den letzten Jahren haben sich in der Auseinandersetzung mit der Frauenfrage neue Tendenzen abgezeichnet. Eine erste Tendenz unterstreicht stark den Zustand der Unterordnung der Frau, um eine Haltung des Protestes hervorzurufen. So macht sich die Frau, um wirklich Frau zu sein, zum Gegner des Mannes. Auf die Missbräuche der Macht antwortet sie mit einer Strategie des Strebens nach Macht. Dieser Prozess führt zu einer Rivalität der Geschlechter, bei der die Identität und die Rolle des einen zum Nachteil des anderen gereichen. Die Folge davon ist eine Verwirrung in der Anthropologie, die Schaden bringt und ihre unmittelbarste und unheilvollste Auswirkung in der Struktur der Familie hat.

Im Sog dieser ersten Tendenz ergibt sich eine zweite. Um jegliche Überlegenheit des einen oder des anderen Geschlechts zu vermeiden, neigt man dazu, ihre Unterschiede zu beseitigen und als bloße Auswirkungen einer historisch-kulturellen Gegebenheit zu betrachten. Bei dieser Einebnung wird die leibliche Verschiedenheit, Geschlecht genannt, auf ein Minimum reduziert, während die streng kulturelle Dimension, Gender genannt, in höchstem Maß herausgestrichen und für vorrangig gehalten wird. Die Verschleierung der Verschiedenheit oder Dualität der Geschlechter bringt gewaltige Auswirkungen auf verschiedenen Ebenen mit sich. Diese Anthropologie, die Perspektiven für eine Gleichberechtigung der Frau fördern und sie von jedem biologischen Determinismus befreien wollte, inspiriert in Wirklichkeit Ideologien, die zum Beispiel die Infragestellung der Familie, zu der naturgemäß Eltern, also Vater und Mutter, gehören, die Gleichstellung der Homosexualität mit der Heterosexualität sowie ein neues Modell polymorpher Sexualität fördern.

3. Die unmittelbare Wurzel der genannten Tendenz findet sich im Kontext der Frauenfrage. Ihre tiefste Begründung muss aber im Versuch der menschlichen Person nach Befreiung von den eigenen biologischen Gegebenheiten gesucht werden. [1] Gemäß dieser anthropologischen Perspektive hätte die menschliche Natur keine Merkmale an sich, die sich ihr in absoluter Weise auferlegen: Jede Person könnte und müsste sich nach eigenem Gutdünken formen, weil sie von jeder Vorausbestimmung auf Grund ihrer Wesenskonstitution frei wäre.

Diese Perspektive hat vielfältige Auswirkungen. Zum einen wird dadurch die Meinung bekräftigt, die Befreiung der Frau bringe eine Kritik an der Heiligen Schrift mit sich, die ein patriarchalisches Verständnis von Gott überliefere, das von einer wesentlich männlichen Kultur genährt sei. Zum anderen ist es gemäß dieser Tendenz unwichtig und bedeutungslos, dass der Sohn Gottes die menschliche Natur als Mann angenommen hat.

4. Angesichts dieser Denkströmungen spricht die Kirche hingegen, erleuchtet vom Glauben an Jesus Christus, von aktiver Zusammenarbeit von Mann und Frau bei ausdrücklicher Anerkennung ihrer Verschiedenheit.

[...]

8. Eine Durchsicht dieser grundlegenden Texte macht es möglich, einige Kernaussagen der biblischen Anthropologie zu bekräftigen. Vor allem muss der personale Charakter des Menschen unterstrichen werden. „Der Mensch ist eine Person: das gilt in gleichem Maße für den Mann und für die Frau; denn beide sind nach dem Bild und Gleichnis des personhaften Gottes geschaffen“. [2] Die gleiche Würde der Personen verwirklicht sich als physische, psychologische und ontologische Komplementarität, die eine auf Beziehung angelegte harmonische „Einheit in der Zweiheit“ schafft. Nur die Sünde und die in der Kultur eingeschriebenen „Strukturen der Sünde“ haben aus dieser Beziehung eine potentielle Konfliktsituation gemacht. Die biblische Anthropologie legt nahe, die Probleme im Zusammenhang mit der Verschiedenheit des Geschlechts auf öffentlicher und privater Ebene in einer Weise anzugehen, die von der gegenseitigen Beziehung und nicht von Konkurrenz oder Rache ausgeht.

Darüber hinaus ist zu unterstreichen, wie wichtig und sinnvoll die Verschiedenheit der Geschlechter als eine dem Mann und der Frau tief eingeschriebene Wirklichkeit ist. „Die Geschlechtlichkeit kennzeichnet Mann und Frau nicht nur auf der physischen, sondern auch auf der psychologischen und geistigen Ebene und prägt alle ihre Ausdrucksweisen“.[3] Sie kann nicht auf einen unbedeutenden biologischen Aspekt reduziert werden, sondern „ist eine grundlegende Komponente der Persönlichkeit; sie ist eine ihrer Weisen zu sein, sich zu äußern, mit den anderen in Kontakt zu treten und die menschliche Liebe zu empfinden, auszudrücken und zu leben“.12 Diese Fähigkeit zu lieben, Abglanz und Bild Gottes, der die Liebe ist, äußert sich auch im bräutlichen Charakter des Leibes, in dem die Männlichkeit bzw. die Weiblichkeit der Person eingeschrieben ist.

Diese anthropologische Dimension der Geschlechtlichkeit kann nicht von der theologischen Dimension getrennt werden. Das menschliche Geschöpf in seiner Einheit von Seele und Leib ist von Anfang an durch die Beziehung zum anderen gekennzeichnet.

[1] Zur komplexen Frage des Gender vgl. auch Päpstlicher Rat für die Familie, Familie, Ehe und „de-facto“ Lebensgemeinschaften (26. Juli 2000), 8: L’Osservatore Romano. Wochenausgabe in deutscher Sprache (22. Dezember 2000), 8.

[2] Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Mulieris dignitatem (15. August 1988), 6: AAS 80 (1988) 1663.

[3] Kongregation für das Katholische Bildungswesen, Orientierung zur Erziehung in der menschlichen Liebe. Hinweise zur geschlechtlichen Erziehung (1. November 1983), 4: Ench. Vat. 9, 423.

Weitere Infos zur Gendertheorie


30. Juli
Die preußische Kirchenpolitik bis zum 19. Jahrhundert

Von Julius Bachem

Fünfter Teil

Den Katholiken der neu erworbenen westlichen Landesteile wurde durch die königlichen Besitzergreifungspatente der Schutz ihrer Religion feierlich zugesagt. Behufs Wiederherstellung der zerstörten kirchlichen Organisation knüpfte die Regierung Verhandlungen mit dem Römischen Stuhle an, welche zum Erlaß der Bulle De salute animarum führten. Durch diese Bulle, welche Papst Pius VII. am 16. Juli 1821 erließ und König Friedrich Wilhelm III. durch Kabinettsordre vom 23. August desselben Jahres zum Staatgesetz erhob, wurden acht Bischofssitze (Köln, Paderborn, Münster, Trier , Breslau, Ermland, Posen-Gnesen und Kulm) nebst Domkapiteln, Seminarien und theologischen Lehranstalten (bzw. theologischen Fakultäten) neu gegründet und zu deren Ausstattung die nötigen Fonds aus Staatsmitteln angewiesen. Die in der Bulle fixierte Verpflichtung, die einzelnen Sprengel zu dotieren und diese Dotationen auf Staatsdomänen zu radicieren, ist bis heute [1894] nicht erfüllt worden. Hinsichtlich der Bischofswahlen enthielt die Bulle De salute animarum nur die Bestimmung, daß der zu Wählende Preuße sein müsse. Durch das auf besonderer Vereinbarung mit der preußischen Regierung beruhende Breve Quod de fidelium ist jedoch auch die Wahl eines deutschen Priesters, der nicht Preuße sei, für zulässig erklärt worden, während andererseits das Kapitel verpflichtet wurde, vor der Wahl sich zu vergewissern, daß der in Aussicht genommene Kandidat keine dem Könige mißliebige Persönlichkeit sei. Die preußische Regierung hat seitdem wiederholt das Recht in Anspruch genommen, alle auf der vom Domkapitel vorzulegenden Kandidatenliste stehenden Kandidaten zu streichen und Ergänzung oder Vorlegung einer neuen Liste zu fordern, während der Apostolische Stuhl daran festhält, bei dem Listenverfahren müsse die Regierung behufs Ermöglichung einer Wahl drei Kandidaten auf der Liste stehen lassen.

Während die Bulle De salute animarum die äußeren Bedingungen für die Betätigung katholisch-kirchlichen Lebens wiederhergestellt hatte, machte sich die staatskirchliche Tradition der preußischen Kirchenpolitik alsbald wieder in der frühern Weise geltend. In alle kirchlichen Angelegenheiten wurde hineinregiert; in die Ausübung geistlicher Funktionen, die Verwaltung der geistlichen Seminarien, die Prüfungen der Aspiranten zum geistlichen Stande, das kirchliche Kollektenwesen, den Gebrauch der Katechismen in der Schule.

In der Frage der Mischehen traf König Friedrich Wilhelm III. [1797-1840] folgenschwere Anordnungen. Bereits i.J. 1803 hatte er durch die Deklaration vom 21. November eine Abänderung des § 76 des Allgemeinen Landrechts dahin getroffen, daß in Zukunft eheliche Kinder stets in der Religion des Vaters zu erziehen seien. Diese Deklaration ward durch Kabinettsordre vom 17. August 1825 auch auf die Rheinlande und auf Westfalen ausgedehnt. Zur Begründung wies die Kabenettsordre auf die in den östlichen Provinzen geltende Praxis hin, wo tatsächlich, insbesondere in der Diözese Breslau, die Nachgiebigkeit gegen die Forderungen der Regierung bis zum vollen Widerspruch gegen alle kirchlichen Grundsätze und den Apostolischen Stuhl getrieben wurde. Inzwischen richtete Papst Pius VIII. [31.3.1829-30.11.1830] am 25. März 1830 das Breve Litteris altero ab hinc an die vier rheinisch-westfälischen Bischöfe. Dasselbe ließ die allgemein geltende Norm unberührt, wonach die Erlaubnis zur Einsegnung einer gemischten Ehe von der Verbürgung ungefährdeter Religionsübung des katholischen Teils, katholischer Erziehung der Kinder und ausschließlicher Einsegnung der Ehe durch den katholischen Geistlichen abhängig sein sollte. Mit Rücksicht auf die eigentümlichen Verhältnisse in Preußen gestattete aber der Papst den Pfarrern die passive Assistenz auch ohne die Gewährung dieser Bürgschaften und erklärte, dass in Zukunft auch die ohne Beobachtung der tridentinischen Form geschlossenen Ehen gültig sein sollten. Die Regierung wünschte jedoch ein der Durchführung der Kabinettsordre vom 17. August 1825 nicht entgegenstehendes Breve und wußte die rheinisch-westfälischen Bischöfe zum Abschluß der Geheimen Konvention über die gemischten Ehen vom 19. Juni 1834 zu bestimmen, welche über die vom Apostolischen Stuhle gewährten Zugeständnisse weit hinausging und das Breve Litteris altero ab hinc in wesentlichen Punkten verletzte, indem sie insbesondere von dem Versprechen der katholischen Kindererziehung als unerläßlicher Bedingung absah. Erzbischof Ferdinand August [von Spiegel] von Köln [1824-1835] und die Bischöfe von Trier, Münster und Paderborn erließen auf Grund jener Konvention Pastoral-Instruktionen, welche die Abnahme eines Versprechens der katholischen Kindererziehung ausdrücklich untersagten.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


28. Juli
Martin Lugmayr

Vor 25 Jahren, am 29. Juli 1989, wurde in Wigratzbad Martin Lugmayr zum Priester geweiht.
Er gehörte zu den Seminaristen, die 1988 das Priesterseminar von Erzbischof Marcel Lefebvre wegen der illegalen Bischofsweihen verließen und an der Gründung der Petrusbruderschaft beteiligt waren, ohne als eigentliche Gründer zu gelten. Später promovierte er bei Professor Manfred Hauke in Dogmatik mit einer Arbeit über Scheffczyks Schöpfungstheologie, aus der ein Auszug auf kath-info veröffentlicht ist.


28. Juli
Jean Ousset

Vor 100 Jahren, am 28. Juli 1914, wurde in Porto, Portugal, Jean Ousset geboren. 1946 gründete er in Paris zusammen mit Denis Demarque und Jean Masson die Cité catholique, in der sich Laien zum Aufbau einer christlichen Gesellschaftsordnung engagieren. Er veranstaltete Kongresse, an denen z.B. Gustave Thibon und Jean Madiran mitwirkten. Eines seiner Hauptwerke wurde auch ins Deutsche übersetzt: Aktion. Die Praxis der christlichen Gesellschaftslehre. Ousset starb am 20. April 1994 in Paris.


25. Juli
Aufruf der Petrusbruderschaft:
Tag des Gebetes für die verfolgten Christen!

Die Priesterbruderschaft St. Petrus ist erschüttert über die entsetzliche Christenverfolgung, die sich derzeit im Irak, in Syrien und in weiten Gebieten des Nahen Ostens ereignet. Aus diesem Grund hat der Hwst. H. Generalobere, P. John Berg FSSP, angeordnet, dass die Gemeinschaft den kommenden 1. August diesen verfolgten Christen widmet. Jede Pfarrei, Kapelle und jedes Apostolat der Bruderschaft wurde gebeten, an diesem Tag eine Heilige Stunde oder eine andere Gebetszeit oder sonst einen Sühneakt in dieser Meinung zu organisieren.

Wir bitten die Allerheiligste Dreifaltigkeit, dass diese verfolgten Glieder des Mystischen Leibes Jesu Christi in ihrem Glauben standhaft bleiben und von dieser schrecklichen Verfolgung befreit werden. Möge ein solcher Gebetstag uns den krassen Gegensatz vor Augen führen zwischen den erholsamen Urlaubstagen bei uns und dem täglichen Kampf ums Überleben dort, wo die Christen getötet und aus ihrer Heimat verschleppt werden.

Dieser Tag ist für eine solche Initiative deswegen besonders geeignet, weil wir an ihm nicht nur den Herz-Jesu-Freitag begehen, sondern die Bruderschaft als vom Hl. Stuhl zugestandenes Privileg an diesem Tag das Fest "St. Peter in Ketten" als Fest III. Klasse feiert. Mit unserer Initiative folgen wir dem Gebet der Urkirche für unseren hl. Patron, wie es in der Lesung dieses Festes heißt: "Petrus quidem servabatur in carcere; oratio autem fiebat sine intermissione ab Ecclesia ad Deum pro eo. - Petrus wurde also im Gefängnis bewacht. Die Kirche aber betete inständig für ihn zu Gott." (Apg. 12,5)


20. Juli
Kardinal Ratzinger über P. Prosinger

Vor zehn Jahren, am 23. Juli 2004, schrieb der Präfekt der Glaubenskongregation Joseph Kardinal Ratzinger in einem Brief an Pater Michael Wildfeuer: “Vielleicht wissen Sie nicht, daß P. Prosinger von der Petrusbruderschaft bei dem weltberühmten Exegeten des Bibel-Institutes, P. Vanhoye S.J., eine Lizentiatsarbeit über diese Frage geschrieben und klar bewiesen hat, daß die Übersetzung `für viele´ heißen muß, was von den gestrengen Prüfern des Bibel-Instituts auch angenommen worden ist”. Deshalb darf man annehmen, dass die Arbeit von P. Prosinger zu dem Entschluss von Papst Benedikt XVI. beigetragen hat, 2006 die betroffenen Bischofskonferenzen anzuweisen, für eine entsprechende Korrektur der landessprachlichen Übersetzungen der Wandlungsworte zu sorgen und die Gläubigen durch entsprechende Katechesen darauf vorzubereiten. Eine Kurzfassung der Arbeit Prosingers findet sich auf kath-info.

Über die Reaktion der Bischöfe auf die Korrekturaufforderung

Über den Brief des Papstes von 2012

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