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* * *

28. Februar
Solidarität mit Kardinal Woelki

Auf openPetition kann man eine Solidaritätsaktion mit Kardinal Woelki unterschreiben, die glaubenstreue Katholiken als Reaktion auf eine Petition gestartet haben, in der der Kardinal im Zusammenhang mit den synodalen Kontroversen harsch wegen seinen lehramtstreuen Glaubenspositionen etwa zur Frage der Möglichkeit des Frauenpriestertums kritisiert wird.


28. Februar
Staatlich geschützter Todeswunsch?

Aus Anlass der Entscheidung, die das Bundesverfassungsgericht vorgestern gefällt hat und mit der es das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe als verfassungswidrig gekippt hat, mache ich auf den wichtigen Aufsatz von Raimund Klesse aufmerksam, der den Todeswunsch aus ärztlicher Sicht erklärt. Solchen Todeswunsch als Ausdruck autonomer Selbstbestimmung zu erklären, geht an der Wirklichkeit vorbei.


27. Februar
Enlightenment Cancelled

Im amerikanischen Touchstone-Magazine ist mein philosophischer Aufsatz über die Selbstwidersprüchlichkeit des Naturalismus unter dem Titel Enlightenment Cancelled erschienen.


27. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Who is Jesus Christ? wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Auf der Seite über die „Hymnen an die Kirche“ von Gertrud von le Fort wurde die Predigt Freuen wir uns wirklich auf den Herrn? eingebettet. Den päpstlichen Ausführungen über die Pflichten, die mit dem Bischofsamt verbunden sind, wurden die aktuellen Beobachtungen Vergifteter Boden und Zeuge des Evangeliums von Regina Einig und Thorsten Paprotny hinzugefügt.


26. Februar
Of Roman Days and Florentine Nights

About the founding days of the Priestly Fraternity of St. Peter

By Fr. Engelbert Recktenwald

When I recount the story of the formation of the Priestly Fraternity of St. Peter, it is inevitably in a very subjective manner. I therefore intend from the start to limit myself to my own personal point of view and preface this straightaway with a personal confession: When I think back to the events of that time, I am filled with a single great sensation: that of thankfulness. Thankfulness for the gift of being able to experience God’s guidance, in His inexpressible love and faithfulness; a gift which no power in this world can ever take away from me.

In 1988, when Archbishop Lefebvre consecrated four bishops in defiance of a papal warning, I was a priest in his Society, the Society of St. Pius X (SSPX), working in its apostolate in Stuttgart-Feuerbach, Germany. I had known for a long time that I would never be able to back such a decision, and I had already informed the General Superior, Fr. Franz Schmidberger, of my stance in September 1986. On the other hand, it would have been impossible for me to simply cast off the theological and liturgical formation which I had gratefully received in the SSPX. For this formation bore – apart from some particular constrictions which may have arisen here and there especially in recent times – the stamp of the depth and breadth of Catholic Tradition. The Holy Mass and the liturgy into which I grew in the course of my seminary formation were precisely not the liturgy of the SSPX or of Archbishop Lefebvre, but of the Church and of countless saints who had been formed by it in the course of the centuries, across the historical boundaries of the modern era and the Middle Ages. I was not willing – not even in the case of my leaving the SSPX – to forfeit these treasures. Such a demand appeared to me to be completely implausible. In all of the talks, in which such a demand was made, I was never able to detect behind this demand a love of the liturgy, a concern for the reverent celebration of the liturgy, the belief in the profound mystery of the Holy Mass, but rather very different concerns of a “pastoral” nature, against which the loss of the sense of reverence and mystery appeared to be, in the best case, the lesser of two evils. I was never able to convince myself that conforming to this distorted perspective would be the right thing to do. For this reason, I was entertaining the thought of withdrawing into spiritual isolation to wait for better days in the Church, should the schismatic episcopal consecrations take place. The idea of aiming for the formation of a new society with Rome’s blessing was only brought to my attention one week before the episcopal consecrations, by seminarians in Zaitzkofen, the German-speaking seminary of the SSPX, who called me asking for my help. On the one hand, they did not wish to enter into...
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25. Februar
Was Jesus dazu meint

Im Schweizerischen Katholischen Sonntagsblatt ist mein Aufsatz Jesus und das Theodizeeproblem erschienen.


25. Februar
Predigtranking 2019 V

An neunter Stelle der im Jahr 2019 am häufigsten gehörten Predigten steht die Predigt Der Heilige Geist als Seele der Kirche. An zehnter Stelle von insgesamt 120 Predigten kommt die Predigt Die drei Frauen am Grab.


24. Februar
Kollektives Versagen

Seit den intellektuellen Aufständen der 60er Jahre meint heutzutage fast jeder, es besser zu wissen und jede Autorität in Frage stellen zu dürfen. Diese schlechte Tradition der Verbildetheit hat sich durch das nahezu kollektive pastorale Versagen in der Verkündigung des Glaubens seit Jahrzehnten im Kirchenvolk festgesetzt und die Früchte dieser unterlassenen Aussaat des ganzen und unverfälschten Glaubensgutes ernten wir nun im Rahmen des so genannten synodalen Weges.

Aus: Andreas Kuhlmann, Die Saat der pastoralen Versäumnisse geht auf.

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg.


14. Februar
Heilende Liebe

Zum Sonntag Quinquagesima, der in diesem Jahr auf den 23. Februar fällt, kann ich ebenfalls drei Predigten anbieten: Seht, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, Nach Jerusalem dem Leiden entgegen und Der Blinde, unser Vorbild.


14. Februar
Arbeit und Entrückung

Zum Sonntag Sexagesima, dem zweiten Sonntag der Vorfastenzeit, kann ich drei Predigten anbieten: Das Gleichnis vom Sämann, Die Wirksamkeit des Wortes Gottes und In den dritten Himmel entrückt.


14. Februar
Hélène Martin

Vor 150 Jahren, am 22. Februar 1870, starb im Alter von fünf Jahren Hélène Martin, die vierte Tochter der hl. Zélie Martin, geb. Guérin, und des hl. Louis Martin, und ältere Schwester der hl. Theresia von Lisieux. Die hl. Theresia (1873-1897) war das neunte und jüngste Kind. Ein Schlüsselerlebnis für sie war die Erhörung ihrer Gebete, die sie an ihre verstorbenen Geschwister richtete, als sie wegen ihrer Skrupel in geistlicher Not war.


14. Februar
Jacinta Marto

Vor 100 Jahren, am 20. Februar 1920, starb in Lissabon im Alter von nicht einmal zehn Jahren Jacinta Marto, eines der drei Seherkinder von Fatima. Am 13. Mai 2000 wurde sie selig-, am 13. Mai 2017 heiliggesprochen.


14. Februar
Joachim Piegsa

Vor fünf Jahren, am 20. Februar 2015, starb in Ludwigshafen im Alter von 84 Jahren der Moraltheologe Prof. Dr. Joachim Piegsa MSF. Von 1977 bis 1998 lehrte er in Augsburg. Zu seinen Hauptwerken gehört das dreibändige Handbuch Der Mensch – das moralische Lebewesen. Er gehörte zu jener Art von Theologen, die katholisch genug waren, das kirchliche Lehramt ernstzunehmen, statt ihm “moralisierende Einschüchterung” (Höhn) vorzuwerfen.


14. Februar
Michael Novak

Vor drei Jahren, am 17. Februar 2017, starb in Washington im Alter von 83 Jahren der katholische Philosoph Michael Novak. Von ihm gibt es auf kath-info den Artikel Einsame Atheisten.


14. Februar
Die 21

Vor fünf Jahren wurden 21 Kopten in Libyen von der Terrororganisation Islamischer Staat enthauptet. Am 15. Februar 2015 verbreitete der IS ein Video mit dieser Tat und der Botschaft “Wir werden das Meer mit eurem Blut tränken.” Martin Mosebach hat daraufhin die Familien der Enthaupteten besucht und darüber sein Buch Die 21 geschrieben.


14. Februar
Minh Mang

Vor 200 Jahren, am 14. Februar 1820, wurde Minh Mang vietnamesischer Kaiser. Er regierte 21 Jahre lang. Unter ihm begann die erste Welle schlimmer Christenverfolgungen im Land, so dass er der "Nero von Annam" genannt wurde. Das bekanntest Opfer dieser Christenverfolgung war der hl. Pierre Dumoulin-Borie. Eine beeindruckende Erzählung aus der annamitischen Christenverfolgung enthält das Buch von Joseph Spillmann Kämpfe und Kronen.


12. Februar
Missionarische Theologen

Die 40. Folge meines Podcasts. Dieses Mal erkläre ich, warum die schlimmen Reformbremser im Unrecht sind, wenn sie den Missionsbegriff für sich allein reklamieren. Auch die Reformer sind missionarisch.


12. Februar
Joseph Olallo Valdés

Vor 200 Jahren, am 12. Februar 1820, wurde in Havanna Joseph Olallo Valdés geboren. Als Ordensmann der Barmherzigen Brüder des hl. Johannes vom Gott diente er 54 Jahre lang im Krankenhaus in Puerto Prince mit äußerster Hingabe den Kranken. Als “Apostel der Barmherzigkeit” starb er am 7. März 1889. Auf seinem Grabstein steht: “Frater Olallo, die Armen, die getröstet von dir gestorben sind, erwarten dich, die Armen, die du untröstlich zurückgelassen hast, beten für dich.” Am 29. November 2008 wurde er seliggesprochen.


11. Februar
Rehabilitation der Freundschaft

In der Tagespost ist die 11. Folge (und damit die vorletzte Folge) meiner Spaemannserie erschienen.


11. Februar
Predigtranking 2019 IV

An siebter Stelle der im Jahr 2019 am häufigsten gehörten Predigten (von insgesamt 120 Predigten) stehen gleichauf zwei Predigten: In den dritten Himmel entrückt und über den hl. Erzengel Michael.


10. Februar
Alois Stepinac

Vor 60 Jahren, am 10. Februar 1960, starb in seinem Heimatort Krašić, Österreich-Ungarn, im Alter von 61 Jahren als Opfer der kommunistischen Christenverfolgung Alois Kardinal Stepinac, Erzbischof von Zagreb. Am 3. Oktober 1998 wurde er seliggesprochen.


10. Februar
Glaubensmanifest

Vor einem Jahr, am 10. Februar 2019, hat Kardinal Gerhard Ludwig Müller ein Glaubensmanifest veröffentlicht, um in der heutigen Zeit der Glaubensverwirrung Orientierung zu geben. Amerikaner haben es auf ihre amerikanische Weise verfilmt.


9. Februar
Das Zitat

Die Zeit ist gekommen, junge Generationen von Aposteln heranzubilden, die keine Angst haben, das Evangelium zu verkünden. Für jeden Getauften ist es notwendig, von einem Gewohnheitsglauben zu einem reifen Glauben zu gelangen, der in klaren, überzeugten und mutigen Entscheidungen zum Ausdruck kommt.

Hl. Johannes Paul II. am 6. Juni 2004 in Bern


9. Februar
Siegfried Ernst

Vor 25 Jahren, am 9. Februar 1995, konvertierte in Rom in Anwesenheit von Kardinal Ratzinger der Arzt und Lebensrechtler Dr. Siegfried Ernst (1915-2001) zur katholischen Kirche. Ernst war seit 1971 Mitglied der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und gründete 1973 die Europäische Ärzteaktion.


9. Februar
Dom Nicolaas de Wolf

Vor fünf Jahren, am 9. Februar 2015, starb im Alter von 83 Jahren Abt Dom Nicolaas de Wolf OSB. 1993 gründete er mit Unterstützung von Kardinal Ratzinger im Saarland das Priorat Gräfinthal, dessen Prior er von 1996 bis 2015 war.


8. Februar
Weinberg oder Rennbahn?

Zum morgigen Sonntag Septuagesima, dem ersten Sonntag der Vorfastenzeit, kann ich zwei Predigten anbieten: Die Arbeiter der elften Stunde und Der Wettkampf aus Gnade.


8. Februar
Resolution gegen Polen

Ja, richtig verstanden: Eine Mehrheit im Europäischen Parlament plädiert hier [bei der Entschließung gegen eine polnische Gesetzesinitiative zum Schutz der Kinder vor einer frühsexualisierenden, schulischen Zwangsaufklärung] unter anderem für legale Abtreibungen, damit Jugendliche ‘gefahrlos sexuelle Erfahrungen’ machen können! Hier werden Jugendliche nicht nur mit einem Zerrbild von Sexualität vertraut gemacht, sondern auch zur Geringschätzung des ungeborenen Lebens erzogen.

Aus: Stephan Baier, Ideologen im Klassenzimmer, in: Vatican-Magazin Dezember 2019, S. 32 f.


7. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Benedikts Analyse: Ein Stein des Anstoßes wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Auf der Seite mit Robert Spaemanns Aufsatz Wirklichkeit als Anthropomorphismus habe ich die Predigt Adventszeit ist Wüstenzeit eingebettet, außerdem unter dem Titel Die Entdeckung der Person das Zitat aus Schweidlers Rezension über den, wie Schweidler meint, originellsten Aspekt von Spaemanns Philosophie der Person hinzugefügt. Auf der Gewissensseite habe ich meinen Podcast über den missbrauchten Kant eingebettet (es handelt sich um eine Kritik an Magnus Striet) und die interessante Bemerkung Paprotnys über Newmans Gewissensbegriff (Zweifel als Tugend?) hinzugefügt.


7. Februar
Synodale Parallelwelt

Freimut, Augenhöhe, Bröckeln der Angst sind die Stichwörter der Stunde und werden für manche offenbar zu einer lebenswendenden Erfahrung. Die katholische Kirche in Deutschland scheint bisher ein Gläubigenkerker gewesen zu sein, glaubt man den mitunter mit emotionalem Pathos vorgetragenen Statements. Man fragt sich, in welcher Parallelwelt der Angst die Teilnehmer bisher gelebt haben müssen. Denn sagen Verbände, das ZdK zuvorderst, nicht seit Jahren unverblümt, wie sie sich die Kirche der Zukunft vorstellen? Lehren Theologieprofessoren nicht, was sie wollen?

Aus: Oliver Maksan, Das katholische 1968, in der Tagespost vom 6. Februar 2020, über die erste Synodalversammlung des Synodalen Wegs, die vom 30. Januar bis 1. Februar 2020 in Frankfurt am Main stattfand.

Weitere Stimmen zum Synodalen Weg.


6. Februar
Monatsranking Januar 2020

Platz Monatsranking Januar 2020
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 660 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

+ 1
2

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

- 1
3

Beiträge zum Islam im Unterschied zum Christentum

+ 1
10

R. Klesse: Der Todeswunsch aus psychiatrischer Sicht

+ 2
20

Das Christentum und die Emanzipation der Frau

+ 14
30

G. K. Chesterton

- 22
40

Lorenz Jäger: Die Achtundsechziger und die Pädophilie

+ 12
50

Die Vision der Juliana von Norwich: “Alles wird gut"

+ 29
60

Johannes Schwarte: Biologie als Leitwissenschaft?

- 16
100

Oliver Maksan: Führung statt Stuhlkreise

+ 68

Zum Ranking der Vormonate


6. Februar
Anselm Günthör

Vor fünf Jahren, am 6. Februar 2015, starb im oberschwäbischen Altshaus im Alter von 103 Jahren der Moraltheologe P. Anselm Günthör OSB. 1929 trat er ins Benediktinerkloster Weingarten ein. Von 1952 bis 1971 lehrte er als Professor für Moral- und Pastoraltheologie in Rom. Wachsam und kritisch verfolgte er manche theologischen Irrwege nach dem Konzil. Seine Selbstbiographie erschien im fe-Verlag.


5. Februar
Vorausgesagte Beschimpfung

Dass wir beschimpft wurden, haben wir vor der Wende erfahren und auch danach, einfach weil wir zu Jesus gehören. Er hat es uns ja vorausgesagt. Ich denke fast, wer nie um Jesu willen missverstanden oder beschimpft oder ausgegrenzt wird, sollte sich fragen, ob er vielleicht zu angepasst an die säkulare Umgebung lebt. Wer die Wahrheit liebt und lebt, steht automatisch gegen die Lügen in der Familie und in der Gesellschaft.

Pastor Uwe Holmes im Interview Neues "nicht mit Hass beginnen" mit Karin Wollschläger, in der Neuen Bildpost vom 25./26. Januar 2020, S. 16 f. Holmes hatte 1990 Erich Honecker Asyl in seinem Pfarrhaus gewährt. In der vom Domradio veröffentlichten Fassung wurden die Antworten mit diesem Abschnitt weggelassen.


5. Februar
Tadeusz Brzozwski

Vor 200 Jahren, am 5. Februar 1820, starb in Polazk, der ältesten Stadt Weißrusslands, im Alter von 70 Jahren Tadeusz Brzozwski SJ, seit 1805 Generaloberer der Jesuiten. Sofort danach verbannte Zar Alexander I. (1801-1825) alle Jesuiten aus Russland. Als Papst Clemens XIV. 1773 die Gesellschaft Jesu aufhob, fanden viele Jesuiten Zuflucht in Russland unter Katharina der Großen (1762-1796), die die Bildungsarbeit der Jesuiten schätzte. Nachdem Pius VII. 1814 den Orden wiederherstellte, vertrieb etwa 15 Monate später Zar Alexander die Jesuiten aus St. Petersburg, so dass General Tadeusz Brzozwski SJ mit 26 Mitbrüdern St. Petersburg kurz vor Weihnachten verlassen musste. Die Ausreise nach Rom wurde ihm vom Zar verboten.

Aus der Geschichte des Jesuitenordens


4. Februar
Predigtranking 2019 III

An fünfter Stelle der im Jahr 2019 am häufigsten gehörten Predigten steht die Predigt Wir leben von seinen Rosen. An sechster Stelle von insgesamt 120 Predigten kommt die Predigt Das Wort Gottes - Das Geheimnis des Erfolgs.


4. Februar
Das neue Superkriterium

Freundlicher lässt sich Theologisches nicht ausbremsen! Ist die flache Hierarchie im Sozialen erst einmal als Superkriterium etabliert, so wirkt sakramentales Hierarchiedenken als Anschlag auf die Gemeinnützigkeit, und Ämterfragen können nicht anders denn als Machtfragen aufgefasst werden. Die Offenbarungsidee hätte sich demnach durch ihre Tauglichkeit auszuweisen, im jeweiligen Heute „Gräben zu überbrücken“ (Bischof Bätzing), „Blockaden zu lösen“ (Pater Langendörfer), „authentisch und echt“ (Bischof Bode) zu sprechen. Augenhöhe, sich willkommen fühlen, Respekt und Wertschätzung waren denn auch die in Frankfurt am häufigsten beanspruchten Chiffren für die Zukunftsfähigkeit der Religion.

Aus Christian Geyers Kommentar zum Synodalen Weg Kalter Kaffee in Gottes Namen?, FAZ-Online von gestern.

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


3. Februar
Kirchenreform: Die Verwandlung in bürgerliche Religion

Der Theologe Johann Baptist Metz scheute sich 1980 bei einem Vortrag auf dem Katholikentag von unten “nicht, seinen Zuhörern vorzuhalten, ihre Kirchenkritik sei ‘allzu ausschließlich autoritätsfixiert’: Aus ihr spreche die Vorstellung, ‘alles an kirchlicher Erneuerung’ hinge wesentlich davon ab, dass ‘der Papst und die Bischöfe sich ändern’; wer jedoch eine wirkliche Erneuerung der Kirche ‘von unten’ her erstrebe, der müsse erst einmal bei sich selbst anfangen. Damit nicht genug, übt Metz scharfe Kritik an der bloß vermeintlichen Fortschrittlichkeit eines kirchenreformerischen Programms, das auf eine ‘Verwandlung des Christentums in bürgerliche Religion’ abzielt – oder anders ausgedrückt: das darauf hinausläuft, ‘die Erneuerung der Kirche nicht auf der Basis des Evangeliums, sondern auf der Basis dieser bürgerlichen Religion [zu] suchen’. Das Resultat sei, so Metz, eine ‘Angebots- beziehungweise Servicekirche’, in der Gott ‘zwar zitierfähig, aber kaum mehr anbetungswürdig’ erscheint.”

Aus: Tobias Klein, Glaubenskompass 2020. Von wegen rückwärtsgewandt und erstarrt: Kommt die wahre Erneuerung der Kirche von den Konservativen?, in der Tagespost vom 30. Januar 2020.


3. Februar
Kaiser Gia Long

Vor 200 Jahren, am 3. Februar 1820, starb im Alter von fast 58 Jahren der vietnamesische Kaiser Gia Long. Er war der Begründer und erste Kaiser der vietnamesischen Nguyen-Dynastie und machte 1804 Hue zur Hauptstadt. Gia Long war der katholischen Kirche wohlgesonnen, doch unter seinem Nachfolger Kaiser Minh Mang (1820-1841), auch der “Nero von Annam” genannt, brach eine Christenverfolgung aus, der z.B. der hl. Pierre Dumoulin-Borie zum Opfer fiel. Eine beeindruckende Erzählung aus der annamitischen Christenverfolgung enthält das Buch von Joseph Spillmann Kämpfe und Kronen.


2. Februar
Zuspruch der Predigten

Ich freue mich, dass meine Predigten auf Soundcloud auf immer größeren Zuspruch stoßen. Die Jahresstatistiken bringen es an den Tag: 2019 stieg die Zahl der gehörten Predigten gegenüber dem Vorjahr um 52,1%, gegenüber 2017 um 198,4%. Gestartet wurde dieses Apostolat am 6. März 2016.


2. Februar
André Frossard

Vor 25 Jahren, am 2. Februar 1995, starb in Neuilly bei Paris im Alter von 80 Jahren André Frossard. Sein Vater gehörte zu den Gründern der Kommunistischen Partei Frankreichs und war Minister in der Dritten Republik. Atheistisch und antiklerikal erzogen, erfuhr André Frossard eine plötzliche Bekehrung, die er in seinem Buch Gott existiert. Ich bin ihm begegnet beschrieb. Seitdem war er ein publizistischer Streiter für den katholischen Glauben und gewann solches Ansehen, dass er 1987 in die Académie Française aufgenommen wurde.

Großes Aufsehen erregte sein 1993 erschienenes Buch La parti de Dieu (Die Partei Gottes), in dem er die Zerstörung des Glaubens anprangerte und die Bischöfe aufrief, dem nicht länger tatenlos zuzuschauen. Das Buch ist geschrieben als ein offener Brief an die Bischöfe. Der FELS brachte im April 1993 Auszüge aus dem Werk. Darin heißt es:

"Bischöfe Frankreichs, Ihr habt nur eine Partei zu ergreifen, die Partei Gottes. Seit einiger Zeit jedoch bietet Ihr nur mehr ein Christentum an, das seines Lebensnervs, seiner Geheimnisse und Wunder beraubt und auf die Soziologie und die Geschichte reduziert ist. Es ist in religiöser Hinsicht das, was die Mitte für die Politik darstellt. Ihr vermehrt die Zugeständnisse an die intellektuelle Mode, die Kompromisse mit der Welt. Die Welt aber, die in Angst lebt und in geistiger Hungersnot, die Welt, die Hoffnungen gehabt hat und der nur noch Enttäuschungen beschert werden, erwartet von Euch Gründe zu glauben. Eure Furchtsamkeit aber liefert nur Gründe zu zweifeln. Ihr sprecht immer weniger wie der hl. Paulus und immer mehr wie ein Senator der Mitte."

Frossard schrieb das vor 27 Jahren an die Bischöfe Frankreichs. Dabei hatten die sich damals nicht einmal auf einen synodalen Weg gemacht...


1. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel von Maria Elisabeth Schmidt Wie David gegen Goliath über den Film und die Geschichte einer Frau, die den Weg vom Abtreibungsanbieter „Planned Parenthood“ zur Lebensrechtsbewegung „40 Days for Life“ geht, wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Auf der Seite über die Kostbarkeit des Glaubensgutes wurde meine Predigt über den zweifelnden Johannes den Täufer eingebettet, außerdem auch die interessante Beobachtung von Bischof Oster über die eigentliche Bruchstelle der Polarisierung in der heutigen Kirche hinzugefügt. Meinen Podcast zur Frage Liebe - Wahrheit oder Schein? habe ich auf der Seite mit Spaemanns Aufsatz über ein opferloses Christentum eingebettet.


1. Februar
Veräußerlichung statt Entweltlichung

Ist der notwendige religiöse Reformgedanke hierzulande inzwischen derart veräußerlicht, dass er – unter einen kirchengemachten massenmedialen Erwartungsdruck gesetzt – weitaus mehr den säkularen Plausibilisierungs-Routinen genügen möchte als theologischen Begründungen? Was verspricht man sich davon, der Öffentlichkeit in religiösen Fragen eine Zentralstellung einzuräumen, dergestalt, dass man den gesamtgesellschaftlichen Pluralismus in der Religion selbst abbilden möchte statt im Pluralismus eine eigene, eine genuin theologische Stimme auszubilden?

Aus dem Kommentar Christian Geyers zum Synodalen Weg unter dem Titel Schwatzbude oder kirchliche Erneuerung?, FAZ-online vom 28. Januar 2020.

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg.


1. Februar
John Berg

Vor 50 Jahren, am 1. Februar 1970, wurde in Minnesota P. John Berg FSSP geboren. Am 6. September 1997 wurde er zum Priester geweiht. Von 2006 bis 2018 war er Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Petrus. Heute leitet er das St. Joseph of Cupertino House und die Personalpfarrei St. Mary in Providence, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Rhode Island.


31. Januar
Frauenpriestertum

Mein Podcast: Nach der längsten Episode folgt nun die kürzeste.


31. Januar
Predigtranking 2019 II

An dritter Stelle der im Jahr 2019 am häufigsten gehörten Predigten steht die Predigt über den Fluch des Unkrautsammelns. An vierter Stelle von insgesamt 120 Predigten kommt Dir geschehe, wie du geglaubt hast.


30. Januar
Missbrauchskrise: Die Rolle der Moraltheologen

Die Steine, die Theologen auf Benedikt werfen, treffen sie selber

Von P. Engelbert Recktenwald

In der Erklärung der Sprecher der deutschen Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie (vom 14. April 2019) zur Analyse Joseph Ratzingers zum sexuellen Missbrauch weisen die Professoren Christof Breitsameter und Stephan Goertz auf die Tatsache hin, “dass erst eine moralisch sensible Öffentlichkeit und ihre Medien die Kirche aus ihrer moralischen Lethargie wecken mussten”.

Dem kann man nur zustimmen. Und zu dieser Kirche gehörten auch die von Benedikt kritisierten Moraltheologen. “Kirche” ist eben nicht nur Papst und Hierarchie, Kirche sind wir alle. Und wenn nicht der Theologie die Aufgabe zukommt, für übersehene Nöte in Kirche und Gesellschaft zu sensibilisieren, wem dann? Aber nicht unsere theologischen Beamten, sondern feministische Kreise hatten seit der “sexuellen Befreiung” vor der Tendenz gewarnt, Pädophilie zu verharmlosen. Diese Tendenz war damals tief in die Reihen der Linken, der Grünen und eben auch der fortschrittlichen Geistlichkeit eingedrungen, so etwa im Jesuitenorden, wo “an die Stelle der fatalen Schläge das fatale Streicheln” trat, wie die ZEIT 2010 in einem Artikel schrieb. Dieser Artikel befasste sich mit einer Klausurtagung des Ordens, die die Vergangenheit aufarbeiten sollte: “Die weltliche Wende von 68 hatte auch die Jesuiten erfasst”, schreibt die ZEIT, und belegt diese Behauptung unter anderem mit der bezeichnenden Tatsache, dass Pater S., ein Täter, “einige Zeit an der Odenwaldschule zugebracht” hatte. “Damit ist die letzte Mauer zwischen beiden Skandalen durchbrochen, die zwischen konfessionell-katholisch und reformerisch-kulturprotestantisch.”

Und jetzt wagen katholische Theologen, diese offensichtlichen und längst eingestandenen Verbindungen zwischen 68 und kirchlichem Missbrauchsskandal zu leugnen, um Papst Benedikt Vorurteile vorzuwerfen?

Klar: Wer dem Zeitgeist hinterherhechelt, kann ihm nicht vorausgehen. Es ist leicht, nachträglich auf den Zug aufzuspringen. Dabei gibt es in unserer Zeit genügend dringende Anliegen, die unseren Moraltheologen Gelegenheit böten, Trendsetter zu werden. Hat man irgendwo gehört, dass Goertz und Co. sich z.B. laut und vernehmlich gegen das tausendfache Töten von Menschen im Mutterleib engagieren, zu Märschen für das Leben aufrufen oder sonstige Aktionen setzen, um die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren? Wenn es in der Zukunft einmal zu einer Trendwende kommt und sich wieder eine Kultur des Lebens durchsetzt, wird man im Rückblick nicht auf die deutsche “Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie” stoßen, der diese Trendwende zu verdanken sein wird; eher aber auf einen hl. Papst Johannes Paul II., der nicht müde wurde, sich für eine solche Kultur einzusetzen - und der genau dafür von sich fortschrittlich wähnenden Theologen kritisiert wurde: Goertz z.B. verunglimpft die strikte Ablehnung der Abtreibung als Folge rigider Sexualmoral! Der Papst, so wird man einmal feststellen müssen, war die Lokomotive, die voranstürmte, und deutsche Moraltheologen jene Waggons, die sich abkoppelten, um in einer Kultur des Todes in lethargischen Schlaf zu fallen.

Goertz und Co. stehen für eine Art von Theologen, die durch ihre moralische Lethargie genau jene Zustände fördern, für die sie dann, wenn sich das Blatt gewendet hat, Papst und Kirche kritisieren.

Diesen Beitrag kann man auch hören.

Zum Thema: Benedikts Analyse, ein Stein des Anstoßes


29. Januar
Nietzsche über Luther

Er lieferte die heiligen Bücher an Jedermann aus, - damit gerieten sie endlich in die Hände der Philologen, das heißt der Vernichter jeden Glaubens, der auf Büchern ruht. Er zerstörte den Begriff "Kirche", indem er den Glauben an die Inspiration der Konzilien wegwarf: denn nur unter der Voraussetzung, dass der inspirierende Geist, der die Kirche gegründet hat, in ihr noch lebe, noch baue, noch fortfahre, sein Haus zu bauen, behält der Begriff "Kirche" Kraft.

Aus: Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft, 358: Der Bauernaufstand des Geistes


27. Januar
Jahresranking 2019: Die Top 100

Erster Teil: Die Plätze 1 bis 20

Wie letztes Jahr gebe ich die 100 auf kath-info meistgelesenen Seiten des vorangegangenen Jahres in mehreren Schritten bekannt. In der rechten Spalte ist zu sehen, um wie viele Plätze der jeweilige Beitrag im Vergleich zum Vorjahr gestiegen oder gefallen ist.

Platz Jahresranking 2019
Die Top 100 von über 660 Seiten
1. Teil: Die Plätze 1-20
Verän-derung gegen-über dem Vorjahr
1

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

+ 2
2

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+/- 0
3

Beiträge zum Islam im Unterschied zum Christentum

+ 7
4

Zitatensammlung

+ 2
5

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

- 4
6

In-Vitro-Fertilisation

- 2
7

Raimund Klesse: Der Todeswunsch aus psychiatrischer Sicht

+/- 0
8

Bernward Deneke: Liebe, und dann tue was du willst

- 3
9

Glauben Christen und Muslime an denselben Gott?

+/- 0
10

Katholische Kirche und Nationalsozialismus;
Geschichtsfälschung um den Löwen von Münster

- 2
11

Die Priesterbruderschaft St. Petrus

+/- 0
12

Engelbert Recktenwald: Der Gottesbeweis Anselms von Canterbury

+ 23
13

Der Streit um das Konzil

- 1
14

Recktenwald: Tolkiens christliche Botschaft

+ 4
15

Recktenwald: Darf man im Katastrophenfall Passagierflugzeuge abschießen?

+ 24
16

Johannes Paul II.: Was bedeutet Schöpfung?

+ 3
17

Albert Lang: Der Primat Petri

+/- 0
18

Recktenwald: Das verlorene Schaf

+ 16
19

G. K. Chesterton

+ 9
20

Wie seriös ist Dawkins?

+ 11

Zum Jahresranking 2018


27. Januar
Frauenpriestertum. Warum nicht?

Die Theologin Nina-Sophie Heereman erklärt, warum Frauen nicht zu Priestern geweiht werden. Es ist eine der besten Erklärungen, die ich kenne.


27. Januar
Verpflichtung

Wir müssen jedoch auf die sehr ernste Verpflichtung hinweisen, die Erde den neuen Generationen in einem Zustand zu übergeben, so dass auch sie würdig auf ihr leben und sie weiter kultivieren können. Das schließt ein, »es sich zur Pflicht zu machen, nach verantwortungsbewusster Abwägung gemeinsam zu entscheiden, welcher Weg einzuschlagen ist, mit dem Ziel, jenen Bund zwischen Mensch und Umwelt zu stärken, der ein Spiegel der Schöpferliebe Gottes sein soll – des Gottes, in dem wir unseren Ursprung haben und zu dem wir unterwegs sind« (Botschaft zum Weltfriedenstag 2008).

Aus der Enzyklika Benedikts XVI. Caritas in Veritate vom 29. Juni 2009


26. Januar
Klugheit versus Moral?

In der Tagespost ist die 10. Folge meiner Spaemannserie erschienen.


25. Januar
Heilung und Glaube

Zum morgigen 3. Sonntag nach Erscheinung kann ich zwei Predigten anbieten: Die Heilung des Aussätzigen und Dir geschehe, wie du geglaubt hast.


25. Januar
Kolumbien

Vor fünf Jahren, am 25. Januar 2015, weihte P. Andrzej Komorowski, damals Assistent des Generaloberen der Petrusbruderschaft, in Kolumbien das erweiterte Colegio Campestre Santo Domingo Savio ein. Es wird von 150 Schülern besucht und bildet das Herzstück des Bildungsprojekts, das die Priesterbruderschaft Sankt Petrus seit elf Jahren in Kolumbien betreibt. Im Film Des hommes à part wird dieses Apostolat geschildert.


25. Januar
Max Jakob

Vor 100 Jahren, am 25. Januar 1920, widerfuhr dem Maler und Dichter Max Jakob (1876-1944) jenes Ereignis, das ihn endlich zur Abkehr von einem Leben der Sünde führte: Er wurde von einem Auto angefahren und sah dem Tod ins Auge. Bereits fünf Jahre zuvor, am 18. Februar 1915, hatte er sich taufen lassen, nachdem er am 7. September 1909 von einer Christusvision heimgesucht worden war.


24. Januar
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

9. Folge

20. Wenn du Gott wahrhaft liebst, geliebte Seele, so musst du dich mehr über Seine als über deine eigene Seligkeit freuen. Wer einen Freund recht innig liebt, hat größere Freude an dem Glück desselben als an dem eigenem Wohlergehen. Die Erkenntnis von der unendlichen Glückseligkeit deines Gottes ist dein größter Trost, du musst oft zu Ihm sprechen und sagen: Lieber Gott, ich freue mich mehr über Deine Seligkeit als über mein eigenes Wohlergehen, denn ich liebe Dich mehr als mich selbst.

21. Du kannst Gott auch einen Beweis deines Vertrauens zu Ihm geben, wenn du, nachdem du einen Fehler begangen hast, dich nicht schämst, alsbald Ihm zu Füßen zu fallen und Ihn um Verzeihung zu bitten. Bedenke, dass Gottes Wunsch, den Sündern zu verzeihen, so groß ist, dass, nachdem sie sich von Ihm entfernt haben, Er ihren Verlust beklagt, und wieder liebevoll zu Sich ruft: “Warum wollt ihr sterben, Haus Israels... Bekehret euch und lebet” (Ez 18,31). Er verspricht jeder Seele, die Ihn verlassen hat, sobald sie in Seine Arme zurückkehrt, sie freundlich wieder aufnehmen zu wollen: “Wendet euch zu mir, und ich werde mich zu euch wenden” (Ez 18). Möchten es also doch die Sünder begreifen, mit welcher Liebe der Herr sie erwartet, um ihnen zu verzeihen: “Es wartet der Herr, sich eurer zu erbarmen” (Is 30,18). Möchten sie begreifen, wie sehr Er wünscht, sie bekehrt zu sehen, wie gerne Er ihnen die Strafe ersparte, wie gerne Er sie umarmen und an Sein Herz drücken möchte. Er beteuert: “So wahr ich lebe, ich habe kein Wohlgefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose sich bekehre von seinem Wege und lebe” (Ez 33,11). Und er fügt hinzu: “Kommt und klaget über mich, wenn eure Sünden wie Scharlach wären, sollen sie weiß werden wie Schnee, und wenn sie rot wie Purpur wären, sollen sie weiß werden wie Wolle" (Is 1,18). Als ob Er sagte: Bereut es, ihr Sünder, dass ihr mich beleidigt habt, und kehrt zu Mir zurück. Klagt über Mich, wenn Ich euch nicht sogleich verzeihe, tadelt Mich, behandelt Mich wie einen Wortbrüchigen; aber nein, Ich halte Mein Versprechen, wenn ihr kommt, so seid überzeugt, dass, wenn auch euer Gewissen durch eure Sünden noch so schwarz wäre, Ich es durch Meine Gnade alsbald weiß wie Schnee machen werde.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


23. Januar
Predigtranking 2019

Bis Ende des Jahres 2019 habe ich auf Soundcloud 120 Predigten veröffentlicht. Welche Predigten wurden 2019 am häufigsten gehört? An erster Stelle steht die Predigt zum Fest der heiligen Familie: Ist der Mensch gut oder böse? Sie wurde 617 mal gehört. An zweiter Stelle kommt die Predigt über die Dreifaltigkeit: Gott über uns - Gott mit uns - Gott in uns.


23. Januar
Gottfried Böhm

Vor 100 Jahren, am 23. Januar 1920, wurde in Offenbach am Main der heute noch lebende Architekt Gottfried Böhm geboren, der 69 Kirchen entworfen hat, darunter die Sühnekirche der Gebetsstätte Wigratzbad. Er ist der Sohn von Dominikus Böhm, über den Franz Prosinger auf kath-info einen Artikel zum Thema Die praktische Durchführung der Liturgiereform und die sakrale Architektur von Dominikus Böhm geschrieben hat.


22. Januar
Greta und der Synodale Weg

Was man von Greta lernen könnte

Von P. Engelbert Recktenwald

Das Phänomen der Fridays for Future-Bewegung kann zumindest teilweise erklärt werden auf dem Hintergrund dessen, was der Psychiater Viktor E. Frankl das “existentielle Vakuum” nannte. Darunter versteht er ein Sinnlosigkeitsgefühl, das sich in Form von Langeweile (Verlust an Interesse) und Gleichgültigkeit (Mangel an Initiative) manifestiert. Es sei ein Produkt der Industrie- und Konsumgesellschaft, die alle Bedürfnisse befriedige außer dem Sinnbedürfnis. Denn dieses Bedürfnis kann nur gestillt werden durch die Möglichkeit, etwas Wertvolles zu tun. Sinnvolles Tun besteht in der Bewältigung einer Herausforderung, in der Erfüllung einer wertvollen Aufgabe.

Aber in einer Gesellschaft, die immer komplexer, in einer Welt, die immer unübersichtlicher wird, erlebt sich der Einzelne als machtlos, überfordert, einflusslos. Seinem Wirken sind enge Grenzen gesetzt. Um alles Wichtige kümmert sich der Staat, gegebenenfalls sind vielleicht noch Wissenschaftler und Experten gefragte Gutachter und Ratgeber, aber der einzelne Bürger kann nichts Großes vollbringen. Er ist ein kleines, leicht ersetzbares Rädchen in einem riesigen, unüberschaubaren Räderwerk. Sein eigenes Tun ist zur Bedeutungslosigkeit verurteilt.

Von diesem existentiellen Vakuum ist nach Frankl besonders die Jugend betroffen, weil sie durch den Abbruch von Traditionen entwurzelt und jenen Werten entfremdet sei, die die Tradition noch vermittelt habe. Und wir können hinzufügen: Gerade weil in der Jugend das Sinnbedürfnis und der Drang nach großen Tagen besonders ausgeprägt ist, leidet sie unter dem Sinnvakuum besonders schmerzlich.

Und genau das ändert sich schlagartig mit der Fridays for Future-Bewegung. Hier kann der Jugendliche zum Weltretter avancieren. Er wird Teil einer Bewegung, von deren Erfolg die Zukunft abhängt. Die Unübersichtlichkeit reduziert sich auf das eine große Problem des Klimawandels, das zu eindeutigem Handeln aufruft. Gut und Böse sind klar verteilt, und es geht um ein Anliegen, wie es bedeutsamer nicht sein kann: um die Zukunft der Menschheit. Die Klimabewegung erlöst den Jugendlichen von der Langeweile und füllt sein Sinnbedürfnis. Der unterdrückte Idealismus, der Hunger nach einem Engagement, das allen Einsatz wert ist, der Drang nach großen Taten, all das findet hier ein Ventil. Im Engagement für den Klimaschutz nimmt für den jungen Menschen der Sinn seines Tuns überdimensionale Ausmaße an.

Nur stellt sich die Frage: Hat die Kirche nicht eigentlich auch eine solche Aufgabe anzubieten? Eine Aufgabe, die an Bedeutung sogar noch den Klimaschutz übertrifft, eine göttliche Aufgabe, die ihr von Jesus Christus anvertraut wurde? Bei der Klimabewegung geht es um die Rettung der Erde, bei der Evangelisierung um die Rettung unsterblicher Seelen. Dort geht es um die Zukunft, hier um die Ewigkeit. Dort geht es um die Bewahrung vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels, hier um die Bewahrung vor ewiger, qualvoller Gottesferne. Die Rettung der Seelen war das Anliegen, das schon im Jugendalter den edelsten Idealismus der Heiligen zu wecken vermochte - von der hl. Theresa von Avila über den hl. Don Bosco bis zum hl. Maximilian Kolbe. Sie wollten der Welt nicht nur ein gutes Klima, sondern Christus den Retter bringen. Was für eine Chance hätte die Kirche, mit ihrer im Vergleich zur Greta-Bewegung noch viel größeren Sendung das existentielle Sinn-Vakuum auszufüllen!

Doch diese Chance nimmt sie nicht wahr. Statt dessen präsentiert sie sich als eine ratlose Institution, die mit ihrem synodalen Weg den Weg in die Zukunft sucht. Synodalität bedeutet in diesem Kontext Beteiligung an dieser Suche, also Teilhabe der Jugend an ihrer eigenen Ratlosigkeit. Statt die Jugend mit einer Vision zu begeistern, laden Bischöfe sie ein, ihnen zu helfen, eine solche Vision überhaupt erst zu finden, frei nach dem Motto: Liebe Jugendliche, was sollen wir tun, damit wir euch gefallen? Was wollt ihr hören? Welche Wünsche habt ihr an uns? Wie unglaublich interessant! Was für ein Interesse soll die Jugend denn an den Selbsterhaltungsanstrengungen einer Institution haben, die selber nicht mehr weiß, wozu sie da ist?

Die Gegenprobe liefern Bewegungen wie das Mission Manifest: Sie aktivieren das jugendliche Begeisterungspotenzial, während - wie für den aufmerksamen Beobachter schnell klar wird - sich unter der Flagge von Initiativen wie Maria 2.0 eher frustrierte Angehörige der älteren Generation versammeln. Kein Wunder, dass sie den Neid und die Kritik jenes Teils des kirchlichen Establishments provozieren, dem die Vision der Evangelisierung, der Glaube an die Notwendigkeit der Seelenrettung, der Sinn für die Schönheit des christlichen Missionsauftrags abhanden gekommen ist.

Greta hat die Klimajugend nicht dadurch gewonnen, dass sie mit ihr Probleme wälzte, sondern ihr eine Vision anbot und eine gewaltige Aufgabe übertrug. In dieser Hinsicht sollten die Bischöfe von Greta lernen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Cathwalk. Man kann ihn auch hören.


21. Januar
Joseph Vaz

Vor 25 Jahren, am 21. Januar 1995, wurde in Colombo, Sri Lanka der Sri Lanka-Missionar Joseph Vaz (1651-1711) von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Die Heiligsprechung erfolgte am 14. Januar 2015.


21. Januar
Wie Jesus wirkt

Die hl. Mutter Teresa von Kalkutta wollte die Menschen nicht bekehren und tat es doch. So wie Jesus: Als Jesus Wasser in Wein verwandelte, wollte er die Festtagsfreude der Hochzeitsgesellschaft retten. Er wollte einfach nur helfen. Und offenbarte gerade dadurch seine Herrlichkeit und bekehrte seine Jünger zum Glauben. Meine Predigt vom letzten Sonntag.


20. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der hochaktuelle Artikel Die Überwindung der Kluft von P. Bernward Deneke über die falsche kirchliche Berufung auf die Lebenswirklichkeit von heute wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt Warum Mark Forster recht hat wurde auf der Adventsseite eingebettet. Die Bischofskonferenzseite wurde um die Kurzbeiträge Nachhilfeunterricht aus Amerika und Strukturen der Sünde ergänzt.


20. Januar
Sarah: Gotteszeuge vs. behütete Theologen

Als Nachfolger des Märtyrerbischofs Raymond-Maria Tchidimbo wurde Robert Sarah 1979 mit 34 Jahren der jüngste Erzbischof der Weltkirche. In Guinea herrschte der Diktator Sékou Touré, der junge Kirchenmann erlebte die Endphase dieser Schreckenszeit noch als Oberhirte – und hatte dabei stets seinen Vorgänger vor Augen, der fast neun Jahre im Kerker verbrachte. Robert Sarah hat unter anderen Umständen zum Priestertum gefunden als die behüteten Kleriker und Theologen des Westens, deren schlimmstes Erlebnis in ihrem jungen Leben vielleicht eine kleine Intrige im Seminar ist. Die Gottesfrage hat sich für Sarah immer sehr radikal gestellt. Und er hat sie in seinen Büchern immer mit jener Unbedingtheit und Klarheit beantwortet, wie sie für einen Gotteszeugen typisch sind.

Aus: Guido Horst, Portrait der Woche: Kardinal Robert Sarah, Tagespost vom 16. Januar 2020.


19. Januar
Maria vom Kreuz MacKillop

Vor 25 Jahren, am 19. Januar 1995, wurde in Sydney Maria vom Kreuz MacKillop RSJ (1842-1909) als erste Australierin von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Zeitweise war sie aufgrund von Missverständnissen und Verleumdungen ungerechterweise exkommuniziert. 2010 wurde sie heiliggesprochen, 2013 zur Patronin Australiens ernannt.


19. Januar
Der unbedingte Anspruch des Guten

Ausgangspunkt für den Gotteserweis ist bei Splett, der 1970 über „Die Rede vom Heiligen“ habilitierte, die Erfahrung, im Gewissen von einem unbedingten Anspruch getroffen zu sein: „Das Gute soll unbedingt sein. Das Böse auf gar keinen Fall.“ Die Unbedingtheit dieses Anspruchs wird als Anruf erfahren, dem als Antwort Verehrung gebührt. Splett bestimmt Gott daher als „das Woher des so einsichtigen wie kategorisch-unbedingten Gut-Sein-Sollens.“ Über diese Grunderfahrung, vom Licht des Unbedingten getroffen zu werden und sich seinem Anspruch zu stellen und nicht davor zu fliehen, wird das philosophische Fragen zum Antwort-Geben und zum Zeugnis.

Aus: Michael Karger, Das Gebot der Stunde. Das Lebenswerk des Religionsphilosophen Jörg Splett als Aufgabe für die Kirche in Zeiten synodaler Debatten, Tagespost vom 16. Januar 2020


18. Januar
Und er offenbarte seine Herrlichkeit

Zum morgigen 2. Sonntag nach Erscheinung kann ich drei Predigten anbieten: Die Verwandlung von Wasser in Wein, Die Hochzeit zu Kana und Freude aus der Herrlichkeit.


18. Januar
Unverständliche Sprache

In der Summe zeigen die Vorträge, wie weit sich die akademische Theologie vom Volk entfernt hat. Die Gelehrten sprechen ihre eigene Sprache. Für sie scheint entscheidend zu sein, wie viel Wissen sie in ihrem Vortrag unterbringen können, und nicht, wie viel die Zuhörer davon behalten. Danach weiß man Hartls Übersetzungsarbeit vom Theologischen ins Verständliche umso mehr zu schätzen.

Karsten Huhn über das Theologie-Forum bei der MEHR-Konferenz in seinem Bericht über letztere Was die Kirche attraktiv macht, in Idea-Spektrum vom 9. Januar, S. 24-26. Ich zitiere diese interessante Bemerkung Huhns deshalb, weil von Seiten der Theologie oft die Forderung an die Kirche erhoben wird, eine neue Sprache zu finden, die alte werde nicht mehr verstanden. Dabei gehen solche Theologen oft mit schlechtem Beispiel voran. Ein gutes Beispiel dagegen lieferte der Theologe Joseph Ratzinger, durch dessen Werke viele Menschen zum Glauben gefunden haben. Genau diese Wirkung ist dagegen seitens modernistischer Theologen nicht gewollt. Sie wollen hinterfragen und Zweifel säen. Ihr Feindbild ist der Fundamentalismus. Vergleiche auch mein Artikel Wenn der Inhalt stört.


17. Januar
Scruton und die Prager Untergrunduniversität

Nicht viele Philosophen werden im wirklichen Leben aktiv. Er [Roger Scruton] aber tat es, indem er zusammen mit anderen die „Underground University“ gründete. Während der siebziger und achtziger Jahre nahm er ein beachtliches Risiko auf sich, als er hinter den Eisernen Vorhang ging, um heimlich wissenshungrigen Studenten Philosophie nahezubringen. Wenn Roger und seine Kollegen linksgerichtete Denker gewesen wären, die rechtsradikale Regime unterwandert hätten, um Plato und Aristoteles zu unterrichten, hätte man bestimmt einige Hollywoodfilme über sie gedreht. Aber nichts davon spielte für Roger eine Rolle. Wahrgenommen zu werden interessiert ihn nicht. Alles was er wollte, war, das Richtige zu tun, und die Flamme der philosophischen Wahrheit am Brennen zu halten in Gesellschaften, in denen die Bürokratie eifrig bemüht war, sie auszulöschen.

Aus Douglas Murrays Nachruf Roger Scruton: A man who seemed bigger than the age, erschienen im Spectator, deutsche Übersetzung von Joachim Winter in Tichys Einblick. Sir Roger Vernon Scruton ist letzten Sonntag im Alter von 75 Jahren verstorben. Er veröffentlichte 2017 zusammen mit Robert Spaemann, Rémi Brague und weiteren Intellektuellen die Pariser Erklärung zu einem Europa wo(ran) wir glauben können.


17. Januar
Petrus To Rot

Vor 25 Jahren, am 17. Januar 1995, wurde Petrus To Rot (1912-1945) seliggesprochen. Er starb in Papua-Neuguinea als Märtyrer der Keuschheit und ist der erste Selige der Ureinwohner Ozeaniens.


16. Januar
Podcast: Kulturrelativismus zwischen Fluch und Segen

Begründer des modernen Kulturrelativismus ist der Ethnologe Franz Boas. Er wollte den Ethnozentrismus und den naiven Fortschrittsglauben der Aufklärer Voltaire, Turgot und Condorcet überwinden. Dabei aber geriet man vom Regen in die Traufe, indem nun der Einsatz für Menschenrechte, etwa für die Abschaffung weiblicher Genitalverstümmelung, als westlicher Kulturimperialismus verunglimpft wird. Beispiele für eine solche Haltung liefern Ethnologen wie Thomas Reinhardt oder Anni Peller. Mein Podcast über dieses Thema. Der Text erschien zuerst in der Neuen Ordnung im Dezember 2017.


16. Januar
Familie als Uterus spiritualis

Jeder Mensch ist eine eigene Persönlichkeit, von Ewigkeit her im Herzen Gottes bedacht. Die Familie ist der natürliche Rahmen, in dessen Nestwärme die christliche Persönlichkeit geformt werden soll. Eine Predigt von Franz Prosinger zum Fest der heiligen Familie.


16. Januar
Berard von Carbio

Vor 800 Jahren, am 16. Januar 1220, starb in Marrakesch, Marokko, als Märtyrer der hl. Berard von Carbio OFM. Er war 1219 vom hl. Franz von Assisi mit vier Gefährten nach Marokko gesandt worden, um den Sultan Miramolin zu bekehren. Dieser ließ sie einkerkern. Sie wurden misshandelt und schließlich vom Sultan selber ermordet. So wurden sie die ersten Märtyrer des Franziskanerordens. Papst Sixtus IV. sprach sie 1481 heilig.


15. Januar
The Mature Christian and the Church

by P. Engelbert Recktenwald

Nobody believes all by himself. Already during his time as a theologian, this was a favourite thought of Pope Benedict XVI. The acting out of our faith is always embedded in the life of the whole Church. This stems from the will of God, to whom the Church owes her foundation. But this will of God, in human terms, does not arise on a whim, but from love, which as far as possible meets human nature. Man, as Aristotle already knew, is a social animal: by nature he is dependent on community. What may sound like a trite proposition becomes an exciting discovery as soon as the forgotten truth is rediscovered in a new way. For example, 2014 in a book review, "Spektrum der Wissenschaft" magazine reported on the unprecedented discovery of behavioral scientist Michael Tomasello that language and thought did not develop individually but in community. Somehow I had always imagined that language is not the result of solitary self-talk, but of communal communication.

But what is true for language also applies to faith, which we could call the supernatural faculty of speech in the matter of revelation. Likewise, on the supernatural level the social nature of man should be just as obvious to us as it is on the natural level. But this is not the case, as we will see when we cast a glance at Luther. To Martin Luther, faith was a matter of the individual ego conducting a lonely search for ...
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14. Januar
Silberne Tiefe

Maria hat Jesus mit Schmerzen gesucht - und blieb doch in den silbernen Tiefen, von denen der hl. Petrus von Alcantara spricht. Meine Predigt zum diesjährigen Fest der heiligen Familie.


14. Januar
Ein tiefer Denker

Keiner hat in 300 Jahren so tiefe Gedanken gehabt wie er – niemand! Er war ein Desaster in Öffentlichkeitsarbeit. Er war ein Desaster in Administration. Aber der tiefste Denker. Ich denke mit Verachtung daran, dass er vor dem Bundestag gesprochen hat und viele Abgeordnete das Plenum verließen. Und so die wahrscheinlich beste Rede verpassten, die dort je gehalten wurde. Einfach empörend!

Filmregisseur Werner Herzog über den emeritierten Papst Benedikt XVI. im Interview mit der Welt vom 7. Dezember 2019, „Natürlich lese ich auf Griechisch“.


13. Januar
Das Zitat

Wenn der Sohn nicht am Kreuz gelitten hätte, würde diese Finsternis es niemals zulassen, dass der Mensch zur himmlischen Herrlichkeit gelangt. Während der Sohn Gottes am Kreuz hing, ging die Kirche wie ein Lichtglanz aus dem ewigen Ratschluss hervor und wurde ihm durch göttliche Macht zugeführt. Überströmt von seinem Blut, das hochaufsprudelnd aus seiner Seite floss, wurde sie ihm durch den Willen des himmlischen Vaters angetraut und empfing als kostbare Hochzeitsgabe sein Fleisch und Blut.

Hl. Hildegard von Bingen


13. Januar
Die Basis aller Ethik

In der Tagespost ist die 9. Folge meiner Spaemann-Serie erschienen.


12. Januar
Neues Apostolat der Petrusbruderschaft

Heute begann mit einem feierlichen levitierten Amt der Dienst der Priesterbruderschaft St. Petrus in Oberhausen-Styrum. Der Bischof von Essen hat ihr dazu die Kirche St. Joseph übergeben. Wie es dazu kam, schildert P. Bernhard Gerstle, der Distriktsobere, im regionalen Rundbrief vom Dezember 2019, den Sie auf der Gelsenkirchener Website der FSSP im PDF-Format herunterladen können. P. Martin Michael Klein wird dort wohnen und den Dienst versehen.


12. Januar
Von Gott enttäuscht?

Jedem Gläubigen kann es passieren, dass sich ihm durch bestimmte Ereignisse in seinem Leben unwillkürlich der Eindruck aufdrängt, dass Gott ihn enttäuscht habe. Das kann eine schwere Glaubensprüfung sein, eine Vertrauenskrise. Da kann es helfen, zu erkennen, dass man selber nicht der Erste ist, der so etwas erlebt. Und das Zeugnis über eine solche Krise, die sich dann doch wieder zum Guten wendet und so die Wahrheit über Gottes Treue neu aufleuchten lässt, kann den Glauben stärken und helfen, die eigene Krise zu meistern. Hier in diesem Video ein solches Zeugnis.


11. Januar
Das philosophieträchtige Fest

Morgen feiern wir im alten Kalender das Fest der heiligen Familie. Dazu kann ich zwei Predigten anbieten: Ist der Mensch gut oder böse? und Das antiutilitaristische Fest.


11. Januar
Wahrheit oder Mythos?

Auferstehung vom Tod? Die Welt lächelt höhnisch. Für den postmodernen Menschen und für alle spätliberalen Fundamentalisten von heute, diesseits und jenseits der Theologie, sind dies nur Mythen. Für andere aber liegt darin die Wahrheit, die einzige Wahrheit, von der alles abhängt und auf die alles ankommt. Es ist die Wahrheit, mit der, in der und für die sie leben und sterben werden.

Aus: Thorsten Paprotny, Geschenk und Geheimnis.


10. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Artikel Schockenhoffs Frühling und Kruips sbenteuerliche Theologie wurden auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt Ist Gnade ungerecht? über die Arbeiter der elften Stunde habe ich auf der Seite über die dreifache Größe der göttlichen Barmherzigkeit eingebettet. Die informativen Bemerkungen Thorsten Paprotnys und Michael Hesemanns über Pius XII. (Einsame Stimme im Schweigen und Über Hubert Wolfs Attacken gegen Pius XII.) wurden auf der Piusseite untergebracht.


10. Januar
Kirchenerneuerung auf deutsche Art: Floskenwechsel

Die Debatte um den Missbrauchsskandal hat ein neues Codewort geschaffen. Die „Aufarbeitung der Krise“ löste die verbrauchte Floskel vom „Geist des Konzils“ ab. Letztere funktionierte jahrzehntelang als Reformjoker, um kirchenrechtlichen Tricks und dogmatischen Lockerungsübungen den Anschein des Rechtmäßigen, von den Konzilsvätern quasi implizit Gemeinten zu geben. Inzwischen ist das Zweite Vaticanum zeitlich in weitere Ferne gerückt, während die Missbrauchsfälle das im Zuge der Konzilsbegeisterung mitunter euphorisch überzeichnete Bild der Kirche der sechziger und siebziger Jahre und mancher ihrer Hirten trüben. Geblieben ist in Deutschland eine Ortskirche im Verweigerungsmodus ...

Aus dem Tagespost-Leitartikel Das neue Codewort von Regina Einig, Ausgabe von gestern.

Weitere Beiträge zur Missbrauchskrisenaufarbeitung


9. Januar
Das Geheimnis der Anbetung

Entweder wir beten an oder wir bleiben in uns gefangen. Die Predigt von Franz Prosinger zum Fest Epiphanie.


9. Januar
Glaubenstreue und Fairness

Im Cathwalk plädiere ich für Fairness in der Beurteilung der MEHR-Konferenz. Allen, die in meinem Versuch, das Gute auch dort zu würdigen, wo katholisch motivierte Vorbehalte möglich sind, die Gefahr des Indifferentismus wittern, lege ich meinen Aufsatz über die Relevanz der Rechtgläubigkeit ans Herz, die in der Januarausgabe das Vatican Magazins erscheint, gedacht jedoch als Spitze gegen die Verächter der Rechtgläubigkeit im Namen der Liebe. Dieser Aufsatz wurde einige Wochen vor dem Cathwalk-Plädoyer geschrieben. Geändert hat sich an meiner Überzeugung nichts.


8. Januar
"In ihm allein ist Heil"

Meine Predigt zum letzten Sonntag, dem Namen-Jesu-Fest. Zugleich ein Blick auf das heftig umkämpfte Dokument Dominus Iesus.


8. Januar
Wer schützt die Frauen?

Ich traf auch Sherrie Laurie, damals angeklagt wegen Transphobie in Anchorage, Alaska, wo sie das „Downtown Hope Center“ für Obdachlose betreibt, jeden Tag 500 Mahlzeiten an alle Geschlechter austeilt, alle können dort duschen und Wäsche waschen. Nachts ist ihr Haus aber ein Frauenhaus. Ein echter „Safe Space“ für Frauen. Es ist verdammt kalt in Alaska, und Laurie sagt, einige dieser Frauen würden trotzdem lieber nachts im Freien schlafen, als noch einmal in ihrem Leben in einem Raum mit einem Mann. Nahezu 100 Prozent ihrer Frauen dort seien Opfer von männlicher Gewalt, Vergewaltigung, sexueller Übergriffe. Durch Männer. Dem Haus drohte die Schließung, weil eine „Transfrau“ versuchte, sich in den Bettensaal einzuklagen.

Aus: Birgit Kelle, Der weibliche Penis, ein Artikel auf Achgut über die Auswüchse der Transgenderbewegung.


7. Januar
Eine prophetische Rede

Von P. Bernward Deneke

Vor beinahe 100 Jahren, am 16. Dezember 1920, hielt Papst Benedikt XV. im Konsistorium eine Ansprache, die heute zu denken gibt. (Der Text findet sich in: Joseph de Guibert, Documenta ecclesiastica christianae perfectionis studium spectantia (Dokumente des Lehramtes zum geistlichen Leben), übersetzt, aktualisiert und herausgegeben von Stephan Haering und Andreas Wollbold, Freiburg-Basel-Wien: Herder 2012, 527f., Nr. 633). In ihr nahm er die Forderungen einer tschechischen Kleriker-Vereinigung namens Jednota zum Anlass, einige Bemerkungen über die priesterliche Ehelosigkeit zu machen. Zunächst stellte er fest: „Ja, es gab sogar manche, die nicht vor der Behauptung zurückscheuten, der Apostolische Stuhl sei geneigt, die Strenge des Zölibatsgesetzes zu mildern und dazu diejenigen, die den Weihestand verlassen haben, von diesem Gesetz zu entbinden.“

Dieses Thema, die Laisierung, d.h. die Rückversetzung von Klerikern in den Laienstand, sollte ein halbes Jahrhundert später, als nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil Abertausende von Priestern und Ordensleuten ihren Beruf aufgaben, hochaktuell werden. Im Jahr 1920 jedoch war Benedikt XV. noch der Überzeugung: „Wir halten es für vollkommen unnötig, uns dabei aufzuhalten und zu zeigen, wie weit dies alles von der Wahrheit entfernt ist.“

Bereits die Forderung nach einem milderen Umgang mit Klerikern, die ihren Stand verlassen wollen, erschien ihm also als völlig verfehlt! Darüber dürften die Meinungen auseinandergehen, denn, so kann man fragen, welchen Sinn und Nutzen sollte es wohl haben, jemandem, der sich innerlich und in seinem Lebensstil schon längst vom Priestertum verabschiedet hat, seine Verpflichtung immer noch vorzuhalten? Andererseits hat die Kirche damit herausgestellt, wie heilig ihr diese Einrichtung ist.

Papst Benedikt XV. machte im Anschluss daran aber auch eine generelle Feststellung, die unsere Beachtung verdient. Aus ihr spricht eine wahrhaft übernatürliche Sichtweise. „Es ist nämlich eine Tatsache“, so sagte er, „dass, wenn die Lateinische Kirche blüht und gedeiht, ein Großteil ihrer Kraft und ihres Ansehens vom Zölibat der Kleriker herrührt und dieser deshalb völlig unerschütterlich fest bestehen bleiben muss.“

Übernatürliche gegen natürliche Sichtweise

Während die Ehelosigkeit des Klerus in unseren Tagen als Hindernis für die Ausbreitung des Glaubens angesehen wird, da man ohne sie mehr Priester haben könnte, betrachtete sie Papst Benedikt XV. – und mit ihm ungezählte andere Päpste und Heilige – als Quelle der Vitalität und auch des Ansehens der Kirche. Dem sehr menschlichen, diesseitigen Denken, wie es z.B. auf der jüngst veranstalteten Amazonas-Synode zutage trat, stehen die Überzeugungen der früheren Zeit als Ausdruck einer klar aus dem Glauben hervorgehenden und auf den Glauben gestützten Sichtweise gegenüber. Selbst wenn man ohne das Zölibatsgesetz sehr schnell eine größere Anzahl an Priestern hätte (zumindest in den Ländern, wo der Priesterberuf eine über den religiösen Bereich hinausgehende Attraktivität besitzt), so wiegt doch die geistliche Kraft, die von ihm ausgeht, solche quantitativen Vorteile ohne weiteres auf.

In seiner Ansprache wies Benedikt XV. daher auch darauf hin, dass der ehelose Klerus in Zeiten sittlicher Verführung und Verwilderung eine dringend nötige Aufgabe hat. Er müsse die Menschen „anleiten, die in Verwirrung geratenen Regungen des Geistes zu bezähmen“ und daher „zusehen, dass er nicht selbst in dieser wichtigen Aufgabe seines Amtes auf schwachen Füßen steht.“ Etwas anders gesagt: Gerade durch seinen ehelosen und enthaltsamen Stand wirkt der Priester als Zeichen des Widerspruchs gegen den Strom der Zeit und zugleich als Zeichen der Hoffnung für alle Menschen guten Willens, denen er zu erkennen gibt, dass es möglich ist, sich den vorherrschenden Trends zu widersetzen.

Die abschließenden Worte des vorletzten Benedikt-Papstes mögen bei vielen, die die jüngsten Entwicklungen vor Augen haben, ein hämisches Lächeln hervorrufen, bei anderen aber eine heilige Trauer und vielleicht auch eine angemessene Empörung. Sie lauten: „Was Wir schon mehrmals aus gegebenem Anlass öffentlich geäußert haben, das erklären Wir nun also, meine ehrwürdigen Brüder, feierlich und bestimmt: Niemals wird der Apostolische Stuhl die überaus heilige und äußerst segensreiche Verpflichtung zum Klerikerzölibat in irgendeiner Hinsicht abschwächen oder gar aufheben.“ Das war 1920…

Zum Thema: P. Gabriel Baumann über die Krise des Zölibats


6. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel Führung statt Stuhlkreise von Oliver Maksan wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Bemerkung von Weihbischof Schwaderlapp über den alarmierenden Zustand der deutschen Priesterschaft wurde unten auf der Priestertumsseite hinzugefügt. Dort wurde auch die Predigt zum fünften Sonntag nach Pfingsten Wenn eure Gerechtigkeit nicht vollkommener ist als die der Pharisäer eingebettet. Mein Podcast Die Liebe als Quelle der Moralität wurde auf der Seite mit den tiefschürfenden Ausführungen Bernward Denekes zu Augustins Diktum "Liebe - und dann tue, was du willst" eingebettet.


6. Januar
Liobaschwestern

Vor 100 Jahren, am 6. Januar 1920, begann die Gründung der Liobaschwestern. Maria Föhrenbach (1883-1961), die Gründerin, nannte dieses Datum als den Tag, an dem sie den Ruf im Gebet in der Gnadenkapelle der Beuroner Klosterkirche empfing. Ziel der Gemeinschaft war die Unterstützung sozial benachteiligter Mütter und Kinder. Am 21. März 1927 wurde sie kanonisch errichtet. Zum Kloster St. Lioba in Günterstal bei Freiburg im Breisgau hatte die hl. Edith Stein rege Kontakte.


6. Januar
Elvira Moragas Cantarero

Vor 100 Jahren, am 6. Januar 1920, legte die selige Elvira Moragas Cantarero (1881-1936; Ordensname: Maria Sagrario von hl. Aloisius Gonzaga OCD) in Madrid im Karmel der hl. Anna und des hl. Joseph ihre ewigen Gelübde ab. 14 Jahre zuvor hatte sie als erste Frau Spaniens das Doktorat in Pharmazie gemacht. Im Spanischen Bürgerkrieg erlitt sie das Martyrium: Sie wurde am 15. August 1936 in Madrid erschossen. Am 10. Mai 1998 wurde sie seliggesprochen.


4. Januar
Marianisch werden

Meine Predigt zum 1. Januar: Wie Schneewittchen uns lehrt, gottwohlgefällig zu werden.


4. Januar
Genderideologie: Das Zeugnis der slowakischen Bischöfe

Vertreter der Todeskultur kommen mit einer neuen „Genderideologie“. In ihrem Namen wollen sie die sog. „Geschlechtergleichstellung“ durchsetzen. Ein Mensch, der diesen Begriff zum ersten Mal hört, meint, es gehe darum, dass Mann und Frau gleiche Rechte und gleiche Würde zuerkannt werden. Aber diese Gruppen zielen durch die sogenannte „Geschlechtergleichstellung“ auf etwas ganz Anderes. Sie wollen uns überzeugen, dass keiner von uns von Natur aus als Mann oder als Frau existiert, sie wollen also dem Mann das Recht und die Identität des Mannes nehmen und der Frau das Recht und die Identität der Frau und der Familie das Recht und die Identität der Familie, damit sich Mann nicht mehr als Mann und Frau als Frau fühlen und damit die Ehe nicht mehr die einzige von Gott gesegnete Gemeinschaft von Mann und Frau ist, sondern sie wollen auf die Ebene der Ehe auch die Gemeinschaft zweier Männer oder Frauen stellen.

Aus dem Hirtenbrief der slowakischen Bischöfe zum Advent 2013, zitiert in Kirche heute, Januar 2020, S. 19. Die deutschen Bischöfe haben sich im Unterschied zu den slowakischen Bischöfen gegen Kritik an der Genderideologie gewandt.


4. Januar
Empfangen können!

Eine Predigt von Franz Prosinger vom 1. Januar über das, was sowohl Maria als auch Kohelet uns lehren können.


3. Januar
Die doppelte Sendung

Meine Predigt vom letzten Sonntag: Im Galaterbrief spricht der hl. Paulus von der doppelten Sendung: des Sohnes in die Welt, des Geistes in unser Herz.


3. Januar
Genoveva Torres Morales

Vor 150 Jahren, am 3. Januar 1870, wurde im spanischen Almenara Genoveva Torres Morales geboren. Sie gründete mit Unterstützung von Jesuiten die Schwestern des Heiligen Herzens Jesu und der heiligen Engel, um arme, alleinstehende, pflegebedürftige Frauen in eigene Frauenhäuser aufnehmen zu können. Das erste Haus konnte 1911 in Valencia eröffnet werden. Bis 1950 folgten weitere Häuser in Saragossa, Madrid, Bilboa, Barcelona, Santander und Pamplona. Morales starb am 5. Januar 1956 in Saragossa. 1995 wurde sie selig-, 2003 heiliggesprochen.


2. Januar
Das Zitat

Die Welt sieht nur das diesseitige Leben; der Christ aber sieht in die Tiefe der Ewigkeit.

Hl. Pfarrer von Ars


1. Januar
Sigismund Gorazdowski

Vor 100 Jahren, am 1. Januar 1920, starb in Lemberg im Alter von 74 Jahren der Priester Sigismund Gorazdowski. Er war vierzig Jahre lang Pfarrer in St. Nikolaus, Lemberg, wo er als “Vater der Armen” und “Priester der Obdachlosen” sich ganz im Dienst an den Seelen verausgabte. Gleichzeitig war ein großer Presseapostel, der unter anderem eine katholische Tageszeitung gründete und redigierte. 1884 gründete er die Kongregation der Schwestern vom hl. Joseph. 2001 wurde er selig-, 2005 heiliggesprochen.


1. Januar
Freya von Moltke

Vor zehn Jahren, am 1. Januar 2010, starb in Norwich im Alter von 98 Jahren Freya von Moltke, geb. Deichmann, die Ehefrau des Widerstandkämpfers Helmuth James Graf von Moltke.


31. Dezember
Ein Gott - ein Augenblick - eine Ewigkeit

Eine Predigt zum 1. Januar: Mit dem hl. Vinzenz Pallotti ins neue Jahr.


31. Dezember
Was ist vorüber?

Für jene, die Sinn für Ironie haben, gibts hier eine Glosse von mir zur gegenwärtigen Zeitenwende.


31. Dezember
Das helle Mittelalter

Erbe der griechischen Wissenschaften Mathematik, Physik und Biologie war vor allem das christliche Mittelalter. Gemäß der islamischen Auffassung von göttlicher Allmacht konnte die Schöpfung nicht einer gesetzmäßigen Ordnung gemäß strukturiert sein – es widerspräche der Freiheit Gottes. Deshalb verbannte der Islam die griechischen Wissenschaften, insbesondere die Physik, zunehmend aus seinen Schulen. Astronomie betrieb man vor allem, um die rituellen Gebetszeiten genauer berechnen zu können. Der bedeutende syrische Astronom Ibn al-Shatir (1304–1375) etwa war als muwaqquit – Zeitnehmer – in einer Moschee von Damaskus angestellt. Seine christlichen Kollegen hingegen lehrten an Universitäten und rezipierten die Lehren des muslimischen Aristoteles-Kommentators Averroes (Ibn Rushd), der als «Rationalist» von seinen Glaubensbrüdern verfolgt wurde.

Aus dem hervorragenden Artikel Das Mittelalter war nicht einfach dunkel, und die Aufklärung begann schon in der Antike: Über ein paar moderne Missverständnisse von Martin Rhonheimer, am 29. Dezember 2019 erschienen in der NZZ.

Zum Thema: Die Grundlegung der Wissenschaft im Mittelalter


29. Dezember
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

5. Folge

Sollen wir nun daraus folgern, das die „materiale" Ich-Komponente fur die Bestimmung unseres Subjektscharakters von keiner Bedeutung ist? Wir würden damit entschieden über das Ziel hinausschießen! Denn einerseits finden wir bei näherem Zusehen, dass ein Teil von Inhalten enger, als andere Inhalte, und zwar so unlöslich mit der formalen Ich-Komponente verknüpft ist, dass er sich nötigenfalls sein „Bürgerrecht" in dem Reiche meines „Ich-Bewusstseins" erzwingt, und anderseits erlebe ich, dass diese so mit mir verbundenen materialen Momente auf die Ausgestaltung der formalen Ich-Komponente unter Umständen einen bestimmenden Einfluss ausüben. Ich konstatiere deshalb, dass jenes im engeren Sinne zur materialen Ich-Komponente gehört, das auf diese Weise als zu „mir" in unlöslichem „realen" Zusammenhang stehend erlebt oder auf Grund der Erlebnisse ermittelt wird. Mit dieser zuletzt erwähnten Bestimmung werden wir aus dem Bereich des unmittelbar Gegebenen hinausgeleitet. Wir wollen deshalb hier den Gedanken nicht weiter verfolgen und nur auf den für die weitere Untersuchung grundlegenden Unterschied zwischen realem Bestand und ideellem Vorfinden mit einigen Worten hinweisen: Was zu mir in realer Weise gehört, braucht mir nicht unmittelbar (ideell) gegenwärtig zu sein. In der Tat fällt vieles davon aus dem Rahmen meines Bewusstseinslebens heraus. Ja, selbst was in meinem Bewusstsein realiter vorgeht, wird von mir nicht immer (idealiter) bemerkt. Zu mir „gehört" eben vieles, was ich nicht zu mir „rechne". Realer Zusammenhang und ideelle Zusammenordnung sind zweierlei. Daraus ergibt sich aber für unser spezielles Problem, dass das „Ich", soweit es mir in der Reflexion gegenwärtig ist, sich nicht mit dem Erlebnis-Ich restlos deckt, und dass dieses hinwiederum wohl zu unterscheiden ist von dem realen Bewusstseinssubjekt, das in ihm sich selbst erlebt.

Immerhin darf auch diese Unterscheidung nicht überspannt werden. Das „Erleben" und die „Reflexion" sind selbst reale Vorgänge, und so erklärt es sich denn, dass das Ich-Bewusstsein, wie es mir im Erleben und schärfer noch in der Reflexion gegenwärtig ist, auch auf den realen Erlebnis-Zusammenhang einen bestimmenden Einfluss ausüben kann. Was insbesondere den realen Erkenntnisprozess anbetrifft, so wird er überhaupt erst möglich, sobald das Subjekt, wenn auch zunächst in noch so primitiver Form, sich als „ich" der Umwelt gegenübergestellt, und die Zuverlässigkeit, Schärfe und Konsequenz meines Erkennens hält gleichen Schritt mit der gleichsinnigen Entwicklung meines „Ich"-Bewusstseins. Man kann unbedenklich die Behauptung aufstellen, dass genau so viel von unserem realen Subjektcharakter für das Erkennen — und nicht nur für dieses, sondern für jede selbständige Stellungnahme — aktualisiert, wirkungsfähig gemacht wird, als es im „Ich" uns bewusst wird und als solches sich verfestigt.

Wie kommt indes dieses „Ich"-Bewusstsein zustande? und wie kann es somit sich vervollkommnen? Als das eigentlich „Ich"-bildende Moment erschien uns die formale Ich-Komponente: Die an sich ungeschiedene Erlebnismasse wird in Ich und Nicht-Ich accentuiert durch jede Betätigung dieser Komponente. Dunkel gibt sie sich bereits im Fühlen, im „Angemutetsein von den einzelnen Erlebnissen" kund; bestimmter regt sie sich in jeder Triebäußerung, im Akte des Strebens. Gefühl und Streben sind somit die ersten Kristallisationspunkte für die Bildung des Bewusstseins vom eigenen Selbst. Je bestimmter nun diese Selbständigkeit sich äußert, je mehr durch sie von dem erlebten Material verarbeitet, organisiert, also einheitlich durchgestaltet wird, um so schärfer umrissen tritt das „Ich" in seiner Einheitlichkeit hervor. Hier kommt nun auch die materiale Ich-Komponente wieder zur Geltung: die Selbständigkeit kann sich nicht im „luftleeren Raume" äußern. Sie braucht nicht nur einen Gegenstand, an dem sie sich erproben kann; sie bedarf vielmehr auch eines konkreten Stützpunktes, an dem sie sich orientiert, und von dem aus sie sich äußert. Gerade als dieser konkrete Stützpunkt dient nun für unser Selbstbewusstsein die materiale Ich-Komponente, also der Inbegriff von „meinen" Erlebnissen und „meinen" Handlungen. Die Einheitlichkeit eines jeden Querschnittes meines Bewusstseins und damit mein gegenwärtiges Ich-Erlebnis wird von mir bemerkt, weil ich eben finde, wie alle bewussten Inhalte wechselseitig zusammenhängen und sich um einen einheitlichen Mittelpunkt gruppieren; und die Identität meines „Ich" in den verschiedenen Stadien meiner Entwicklung würde von mir nicht konstatiert werden können, wenn nicht Fäden des Zusammenhanges mein früheres, nun dispositionell in „mir" ruhendes Erleben mit dem gegenwartigen Erleben auf das engste verknüpfen würden.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


28. Dezember
Unaussprechliche Liebe

Zum morgigen Sonntag in der Weihnachtsoktav kann ich zwei Predigten anbieten: Du bist der Mittelpunkt Seiner Liebe und Tiefstes Schweigen hielt alles umfangen.


28. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz über den Streit um die Religionsfreiheit und über das, was die Piusbruderschaft in ihrer Kritik am Konzil übersieht, wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Predigt “Freude aus der Herrlichkeit” über die Überwindung des Dilemmas zwischen Egoismus, der erfolgreich ist, und Torheit, die sich ausnutzen lässt, ist auf Dekus Humorseite eingebettet. Birgit Kelles Beobachtung, wie sehr die Abtreibungslobby Frauen im Stich lässt, habe ich Manfred M. Müllers Ausführungen über das Post Abortion Syndrom hinzugefügt.


28. Dezember
Konrad von Waldhausen

Vor 650 Jahren, am 28. Dezember 1369, starb in Prag im Alter von ca. 43 Jahren der Buß- und Reformprediger Konrad von Waldhausen CanAug. Seit 1363 war er Prediger an St. Gallus in Prag. “Seine deutschen Bußpredigten hatten starken Zulauf. Konrad war den Bettelorden Geldgier und Simonie (Aufnahme von Dominikanerinnen nur nach Einkauf) vor; diese richteten eine Beschwerde an Erzbischof Ernst von Pardubitz” (LThK, 2. Auflage). 1368 wurde er Hofkaplan Kaiser Karls IV. (1355-1378).


27. Dezember
Das Jesuskind und Schwester Faustyna

Aus "Fatima ruft"

Der einfachen polnischen Ordensfrau, Schwester Faustyna Kowalska, vertraut Jesus in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts die große Botschaft von der Göttlichen Barmherzigkeit an. Und in vielen weiteren Visionen, zeigt er ihr, wie sehr Gott jede einzelne Seele liebt.

Eine der Visionen, die Schwester Faustyna Kowalska geschenkt werden, erlebt sie in der Heiligen Nacht des Jahres 1937: Während der Mitternachtsmesse hat sie eine Begegnung mit dem Jesuskind. In ihrem Tagebuch berichtet sie darüber:

„Als ich zur Mitternachtsmesse ankam, war ich von Anfang an in tiefer Andacht. Plötzlich sah ich die Krippe in Bethlehem in vollem Licht vor mir erstrahlen. Die selige Jungfrau, die in tiefe Liebe versunken war, wickelte Jesus in Windeln, der heilige Josef schlief noch. Erst nachdem die Muttergottes Jesus in die Krippe gelegt hatte, wurde er durch das Licht Gottes geweckt. Auch er betete. Nach einer Weile sah ich mich allein mit dem Jesuskind, das mir seine kleinen Hände entgegenstreckte, und ich verstand, dass ich Ihn in meine Arme nehmen sollte. Jesus legte seinen Kopf an mein Herz und gab mir mit seinem tiefen Blick zu verstehen, dass er sich wohlfühlte an meinem Herzen. In diesem Moment läutete die Glocke für die heilige Kommunion und Jesus verschwand. Meine Seele wurde ohnmächtig vor Freude.“

Diese kurze Begegnung von Schwester Faustyna mit dem Jesuskind zeigt uns die Bedeutung von Weihnachten und vom Empfang jeder heiligen Kommunion: Jesus will zu uns kommen und in unser Herz eintreten. Da wir an Weihnachten, dem Fest der Ankunft unseres Erlösers, die Liebe Gottes besonders deutlich spüren können, sollten wir an diesem Tag das Jesuskind ganz besonders froh und liebevoll begrüßen und in unser Herz aufnehmen.

Am besten möglich ist das durch den bewussten und ehrfürchtigen Empfang der heiligen Kommunion. Nicht umsonst hat Schwester Faustyna ihre Krippen-Vision unmittelbar vor der hl. Kommunion erleben dürfen.

Kurze Zeit nachdem sich Jesus Schwester Faustyna als Kind von Bethlehem gezeigt hat, unterstreicht er die Bedeutung dieser Erscheinung noch einmal, indem Er zu Schwester Faustyna spricht: „O, wie schmerzt es Mich, dass die Seelen sich so wenig in der heiligen Kommunion mit Mir verbinden! Ich warte auf die Seelen und sie sind Mir gegenüber so gleichgültig. Ich liebe sie so zärtlich und aufrichtig, und sie glauben Mir nicht. Ich will sie mit Gnaden überhäufen - sie wollen sie nicht annehmen. Sie gehen mit Mir um wie mit etwas Totem, aber ich habe ein Herz voller Liebe und Barmherzigkeit.“

Der katholische US-Journalist Philip Kosloski empfiehlt in diesem Zusammenhang: „Vielleicht denken Sie an die Vision der heiligen Schwester Faustyna, wenn Sie diese Weihnachten zur heiligen Kommunion schreiten, und stellen sich vor, wie das kleine Jesuskind seine Arme für Sie öffnet und darauf wartet, dass Sie es an sich nehmen und an ihr Herz drücken. Wenn Sie dann die Kommunion empfangen, können Sie das Jesuskind in Ihr Herz aufnehmen und seinem liebevollen Blick begegnen. Machen Sie das ganz bewusst, und Weihnachten wird nie mehr so sein wie früher.“

Aus Fatima ruft 4/2019


26. Dezember
Das Banausentum des Modernismus

Die etwas andere Weihnachtspredigt von mir. Gestern habe ich sie gehalten.


26. Dezember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (24-30)

An 24. Stelle der im Jahr 2018 am seltensten aufgerufenen Seiten stehen gleich sieben Seiten, und zwar folgende:
- Alkuin Schachenmayr: Das Theater aus der Osterbotschaft
- Anton de Waal
- Die Titus Oates-Verschwörung, Seite 2
- Johannes Lantrua von Triora
- Franz Xaver Nies, Nicolas Fiva, Michal Boym
- Johannes Ruysbroek, Pierre Lambert de la Motte, Jean-Charles Cornay
- Alfonso de Castro SJ, Alfonso de Castro OFM, Francesco Caracciolo, Johannes Baptist Berthier.


25. Dezember
Vielfältiges Geheimnis

Für Weihnachten kann ich drei Predigten anbieten: Der Gammablitz von Bethlehem, Die DNA des Christentums und Wie Gott alles verwandelt.


25. Dezember
Das Zitat

Die Neuzeit wird häufig dargestellt als ein Erwachen der Vernunft aus dem Schlaf, als das Ans-Licht-Kommen der Menschheit, die aus dunkler Zeit emporsteigt. Ohne Christus reicht jedoch das Licht der Vernunft nicht aus, um den Menschen und die Welt zu erleuchten. Darum klingt das Evangelienwort des Weihnachtstages: "Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt", mehr denn je wie eine Verkündigung des Heils für alle.

Papst Benedikt XVI. (Weihnachtsansprache am 25. Dezember 2005)


24. Dezember
Die Anbetung der Hirten

Eine Predigt von mir zur Christmette.


24. Dezember
Die unvermeidliche Konfrontation

Die Predigt von Franz Prosinger zum 4. Adventssonntag.


24. Dezember
Was wird woran gemessen?

Es kann nicht darum gehen, das Evangelium von den Zeichen der Zeit neu zu definieren, sondern, wie es das Zweite Vatikanum gefordert hat, die Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums zu deuten. Und natürlich gehört zu dieser Deutung dann auch eine Stellungnahme. Das kann eine positive oder eben auch eine kritische Stellungnahme sein.

Der Theologe Prof. Dr. Thomas Marschler im Interview mit Domradio.de über die Reformdebatte in der Kirche

Weitere Beiträge zum Synodalen Weg.


23. Dezember
Wenn Jesus wirklich kommt

"Biete deine Macht auf, oh Herr, und komm!" beten wir am Anfang und am Ende des Advents. Was passiert, wenn wir im Ernst so beten, zeigt eine Begebenheit aus dem kommunistischen Ungarn. Meine Predigt zum 4. Adventssonntag.


23. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Lorenz Jägers scharfsichtiger Artikel über die Kunst, es nicht gewesen zu sein, habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Auf dieser Seite habe ich zudem meinen Podcast über die Kritik der Theologen Christof Breitsameter und Stephan Goertz an Papst emeritus Benedikt XVI. eingebettet. Weil in meiner Predigt über das Wunder zu Kana ein chinesischer Bauer vorkommt, habe ich sie auf der Chinaseite eingebettet. Die gesammelten Antworten auf die Frage, wie wir evangelisieren sollen, habe ich um die Nummern 8 und 9 ergänzt, außerdem um die Predigt “Das Geheimnis des Erfolgs”, die ich auf der Seite eingebettet habe.


22. Dezember
Ungetrübter Blick

Die achte Folge meiner Spaemann-Serie in der Tagespost ist erschienen.


22. Dezember
Johannes XXIII.

Vor 600 Jahren, am 22. Dezember 1419, starb in Florenz der Konzilspapst Johannes XXIII. Ja, Sie haben richtig gelesen! Johannes XXIII. war im Abendländischen Schisma einer von drei Päpsten. Die beiden anderen waren Gregor XII. und Benedikt XIII. Konzilspapst wird er genannt (z.B. vom Lexikon für Theologie und Kirche), weil er das Konzil von Konstanz einberief, und zwar auf Drängen von König Sigismund. Von diesem Konzil wurde er am 29. Mai 1415 nach fünfjähriger Amtszeit abgesetzt. Baldassarre Cossa - so sein eigentlicher Name - war “ehrgeizig, skrupellos und habgierig” (LThK), “untauglich für alles Kirchliche”. Man sieht: Die Kirche hat schon Einiges überlebt.

Weitere Infos: Nersinger über das spannende Konklave auf dem Konzil von Konstanz


21. Dezember
Protest gegen Netflix und Boykott

Schon fast 3 Millionen Menschen haben eine Petition unterschrieben, die Netflix bewegen soll, den gotteslästerlichen Film "The First Temptation of Christ", in der z.B. Maria als Flittschen dargestellt wird, aus dem Programm zu nehmen. Eine Petition bei citizengo im gleichen Anliegen hat bereits über eine Million Unterzeichner gewonnen.


21. Dezember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (19-23)

An 19. Stelle der im Jahr 2018 am seltensten aufgerufenen Seiten stehen gleich fünf Seiten, und zwar folgende:
- Volker Kapp: Sprache ist etwas Inkarnatorisches
- Über die Nordmission in Oregon und British Columbia
- Jean Jacques Olier, Maurus X. Herbst, Michael de Sanctis
- Ezechiel Moreno, Julian Maunoir, Melchior G. Sampedro
- Bartholemea Capitanio, Domenico Savio, José Sanz Tejedor


20. Dezember
Entrechtung der Eltern

Mehrere Kinder einer sechsten Jahrgangsstufe berichten ihren Eltern unabhängig voneinander, dass beim Schulprojekt der coole junge Redner erklärt habe, man könne sich in jeden und alles, auch in eine Kartoffel verlieben. Sie hätten alle gelacht und später ihrem Biologielehrer davon berichtet. Der habe aber erklärt, dass das schon richtig so sei. Darüber hinaus käme es auch oft vor, dass in ihrem Alter der Wunsch entstünde, sich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen. Auch das sei ganz natürlich, heute völlig problemlos und ganz einfach möglich. Die Kinder sind geschockt.

Dies ist eines von mehreren Beispielen, die Sabine Weigert in ihrem Artikel Hallo! Aufwachen! (Tagespost vom 12. Dezember 2019) anführt, um zu belegen, wie weit die Entrechtung der Eltern und die Ideologisierung der Kinder durch den Staat schon vorangeschritten sind. Ob betroffene Eltern in ihrem Kampf gegen solchen Missbrauch Hilfe von der Kirche erfahren werden? Natürlich: durch den Synodalen Weg! Wenn erst einmal die Morallehre der Kirche geändert ist und ein paar Maria-2.0-Damen mehr Macht und vielleicht sogar Weihen in der Kirche empfangen haben, wird alles gut...


20. Dezember
Gabriel a S. Maria Magdalena

Vor 100 Jahren, am 20. Dezember 1919, empfing der belgische Karmelit P. Gabriel a S. Maria Magdalena OCD (mit bürgerlichem Namen Hadrian de Vos) im Alter von 26 Jahren die Priesterweihe. Er ist der Autor des weitverbreiteten, dreibändigen Betrachtungsbuches Geheimnis der Gottesfreundschaft. Seit 1926 wirkte er in Rom, wo er ab 1931 bis zu seinem Tod Aszese und Mystik lehrte. 1944 gründete er die Zeitschrift Vita Carmelitana, die 1947 in Rivista di vita spirituale umbenannt wurde. 1945 berief ihn Pius XII. als Konsultor in die Ritenkongregatin. Er starb unerwartet am 15. März 1953 in Rom.


19. Dezember
Der Ruf zur Evangelisierung

Wenn du das liebst, was du tust und davon überzeugt bist, dass diese Initiative nicht von dir kommt, sondern von Gott, dann können alle Schwierigkeiten kommen, die nur wollen. Aber dazu muss man grundsätzlich sagen: Für so eine Sache entscheidet man sich nicht, weil es einfach ist oder obwohl es schwierig ist, sondern das tut man einfach, weil es getan werden muss (...) Christus erobert uns nicht mit Gewalt. Er erobert uns wie ein Gentleman. Und wenn du ihn wirklich liebst, dann ist es nicht schwierig, über ihn zu sprechen.

Juan Manuel Cotelo, Produzent des Films Das größte Geschenk, über seine Berufung, mit Filmen zu evangelisieren, im Interview mit Martin Müller, PUR-Magazin, Dezember 2019


19. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Sammlung von Beiträgen zu Benedikts Analyse der Ursachen der kirchlichen Missbrauchsskandale wurden auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Predigt zum Fest der hl. Familie mit der Frage, ob der Mensch gut oder böse sei, wurde auf Spaemanns Kulturseite eingebettet. Die Sammlung von Beiträgen zum Thema Synodaler Weg wurde um 12 Beiträge erweitert, darunter der Podcast Von Greta lernen und die Kritik von Kardinal Cordes an Kardinal Marx.


19. Dezember
Robert Spaemann

Vor einem Jahr, am 19. Dezember 2018, wurde Robert Spaemann in Stuttgart-Botnang beerdigt.


18. Dezember
The Conscience between Vision and Illusion

By P. Engelbert Recktenwald

“His conscience is man’s most secret core and his sanctuary. There he is alone with God whose voice echoes in his depths,” so reads the Pastoral Constitution Gaudium et Spes of the Second Vatican Council and the CCC (No. 1776). This statement already gives us an idea of how highly the Church regards the dignity of the human person. This dignity is related to his call to moral greatness. In his conscience, man experiences the absolute claim of the good and the reprehensibility of evil. The value of his character depends on his behavior in relation to this claim. “The moral value of a person begins at the point when he is prepared to give his life for his convictions,” said General Henning von Tresckow, who out of Christian sentiment took part in Stauffenberg’s conspiracy against Hitler on July 20, 1944, costing him his life. Behind this statement lies the conviction that moral value is even greater and more important than one’s own life. This is only comprehensible when the absolute claim of the good is understood to be a consequence of the absolute holiness of God. Only if God exists is this claim so firmly anchored in reality that we need not fear falling for an illusion when we acknowledge it.

There are attempts in the realm of philosophy to turn the tables and to declare atheism to be the condition of possibility for true morality. A perfect example of this is given in Winfried Schröder’s book “Moralischer Nihilismus” (Moral Nihilism). Schröder esteems the radical 17th and 18th century philosophers of the Enlightenment, who sought to cleanse morality from the lower motives of the Christians, who, by having their eyes set on the heavenly reward, pollute their own motivation. Theonomous morality, which submits to the will of God for the sake of reward must be replaced by an autonomous morality, which enables man to “submit his decisions only to his insight into the morally right or the laws of his conscience.” In this way, atheism, according to Schröder, leads not to the destruction of morality but to its purification. “Only the atheist,” he declares in blatant agreement with the philosophers of the Enlightenment, “can acknowledge the normative force of the moral laws without...
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17. Dezember
... den ihr nicht kennt

Meine Predigt vom 3. Adventssonntag Gaudete: Tragik und Freude als Kehrseiten derselben Medaille.


17. Dezember
Veruntreuung

Es läuft am Ende immer auf dasselbe Muster hinaus. Eine massiv gegen den Glauben der Kirche gerichtete Aktion [gemeint ist eine BDKJ-Kampagne des Diözesanverbandes in Köln] wird aus Mitteln der Kirchensteuer finanziert und mit Personal in Diensten kirchlicher Arbeitgeber unterstützt oder gar ersonnen. Auch deren Gehälter haben ihren Ursprung in der Kirchensteuer. Die Gläubigen zahlen mit ihrem Geld, das über die Kirchensteuer in derartige Töpfe oder Lohntüten gelangt, Aktionen und Kampagnen, die gegen ihren Glauben gerichtet sind. Das ist nicht nur ein einfacher Vertrauensbruch. Das ist, nimmt man es ernst, Veruntreuung.

Aus: Peter Winnemöller, Distanzieren vom BDKJ ist gut, jetzt müssen Konsequenzen folgen.

Weitere Beiträge zum Thema Kirchensteuer und Veruntreuung


17. Dezember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (16, 17, 18)

An 16. Stelle der im Jahr 2018 am seltensten aufgerufenen Seiten stehen drei Seiten, die jeweils mehrere Persönlichkeiten vorstellen, und zwar: Candidus Sierro, Petrus Claver und Peter Donders, die heiligen Giuseppe Maria Pignatelli und Josef Benedikt Cottolengo, und Engelbert Sterckx, Nikolaus Nilles, Pierre Retord.


16. Dezember
Das Zitat

Gott ist mehr bereit, einem reuigen Sünder zu verzeihen, als eine Mutter, ihr Kind aus dem Feuer zu retten.

Hl. Pfarrer von Ars


16. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel Die Gabe der Frömmigkeit von P. Martin Ramm wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Weihnachtspredigt Der Gammablitz von Bethlehem wurde auf der Menschwerdungsseite eingebettet. Und auf der Theologieseite finden sich nun folgende vier Kurzbeiträge: Lokomotive auf Talfahrt, Begriffsverwirrung und Verrat, Islamophobe Häresie und Der Einzige.


16. Dezember
Karl August Graf von Reisach

Vor 150 Jahren, am 16. Dezember 1869, starb in Contaminé (Savoyen) im Alter von 69 Jahren Kardinal Karl August Graf von Reisach. 1836 wurde er Bischof von Eichstätt, 1846 Erzbischof von München-Freising. 1855 wurde er zum Kurienkardinal ernannt. Nachdem er an der Kurie verschiedene Ämter innehatte, wurde er 1865 mit sieben anderen Kardinälen in die Kommission zur Vorbereitung des Konzils berufen. 1867 wurde er Präsident der kirchenpolitischen Kommission, 1868 Kardinalbischof von Sabina, am 27. November 1869 erster Präsident des Ersten Vatikanischen Konzils. Dieses Amt konnte er aber aus Krankheitsgründen nicht mehr antreten.


15. Dezember
Was uns Papst Franziskus zeigt

Gut zu wissen ist, dass das Lehramt unterschiedliche Stufen der Verbindlichkeit päpstlicher Aussagen kennt. Franziskus zeigt uns ja ziemlich klar, was päpstliche Unfehlbarkeit alles nicht ist.

Aus: Gudrun Sailer, Franziskus und die freie Rede: Der abweichende Papst


15. Dezember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (15)

An 15. Stelle der im Jahr 2018 am seltensten aufgerufenen Seiten steht der Artikel von Michaela Koller über Osttimor.


14. Dezember
Dreifache Freude

Morgen feiern wir den dritten Adventssonntag Gaudete. Dazu kann ich drei Predigten anbieten: Freuen wir uns wirklich auf die Ankunft des Herrn?, Mache hell die Finsternisse unseres Geistes und Lasst alle Menschen eure Güte erfahren.


14. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel Die geschändete Barmherzigkeit wurde auf einer eigenen Seite unterbracht. Meine Predigt Die Verwandlung von Wasser in Wein wurde unterhalb des Artikels von P. Zimmer Die Aufgabe des Priesters ist zu konsekrieren in die Seite eingebettet. Das vergessene Christenleid wurde den Beiträgen zum Thema Christenverfolgung hinzugefügt.


13. Dezember
Empörung von Kardinal Schönborn

“Ich sage es undiplomatisch, ich bin empört über diese Art von Missbrauch der Amazoniensynode.” Das sagte Christoph Kardinal Schönborn in einem Interview mit Jan-Heiner Tück, veröffentlich in der Communio November/Dezember 2019. Mit dem Missbrauch meint er eine Online-Petition von Paul M. Zulehner und andere Bestrebungen, die nach Art eines Dominoeffekts die von der Synode vorgesehenen Ausnahmeregelungen auf andere Gebiete der Weltkirche ausdehnen wollen. Statt dessen müsse die zentrale Botschaft der Synode, die Forderung nach einer ökologischen Umkehr, ernstgenommen werden.


13. Dezember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (14)

An 14. Stelle der im Jahr 2018 am seltensten aufgerufenen Seiten steht die kritische Betrachtung der Woche für das Leben.


12. Dezember
Komplette Neuauflage

Vergleicht man die Themen und Ziele, die seit der Ausrufung des “Synodalen Weges” im Raum stehen, so erkennt man eine komplette Neuauflage der Forderungen, wie sie schon vor 50 Jahren erhoben worden sind. Und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als dass nun die Schwächung der Kirche durch den Missbrauchsskandal dazu benützt wird, um die Schaffung einer “anderen Kirche”, wie es bisher nicht gelungen war, mit brachialer Gewalt durchzusetzen.

Aus: Erich Maria Fink, Die notwendige Erneuerung, in: Kirche heute, Oktober 2019, S. 7.

Weitere Beiträge zum Synodalen Weg


12. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel Striet vs. Benedikt von Franz Prosinger wurde auf einer eigenen Seite unterbracht. Meine Predigt über das antiutilitaristische Fest wurde auf der Seite mit dem Artikel Unsere Heimat ist im Himmel von Uwe Christian Lay eingebettet, mein Podcast Das Argumentationspotenzial der Langeweile auf der Theodizeeseite.


11. Dezember
Maria, die neue Materie

Gedanken zum Fest der Unbefleckten Empfängnis

Von P. Bernward Deneke

Nach jeder guten Beichte dürfen wir die Erfahrung machen, wie es ist, von Grund auf neu zu sein. Aber nach einiger Zeit schon stellen wir fest, dass der alte Mensch keineswegs gestorben ist. Intensiver noch ist das Erlebnis nach einer Generalbeichte, in der wir unser ganzes Leben in das Licht Gottes gerückt haben. Doch selbst nach genauester Gewissensprüfung und priesterlicher Lossprechung weicht das Gefühl, jetzt sei der Feind völlig überwunden, alsbald einer Ernüchterung. Auf dem frisch gereinigten Taufkleid zeigen sich wieder dunkle Flecken. Unsere Gewohnheiten, Neigungen und Regungen sind eben nicht ausgelöscht.

Ja, man müsste ganz am Nullpunkt beginnen können. „Zurück zur Natur“ - zu unserem Menschsein in dem Zustand, in dem es sich am Anfang befand, noch vor jedem schlechten Einfluss durch verfehlte Erziehung und schlechte Gesellschaft. Von hier aus müsste es doch möglich sein, alles besser zu machen.

Aber nein, selbst dieser Nullpunkt trüge schon eine Tendenz in sich: eine Schwerkraft, die nach unten zieht. Und daran ist nicht allein die Umgebung schuld, wie ein Vertreter der Irrlehre des Pelagianismus sagen würde. Bekanntlich müssen auch tiefreligiöse, ja heilige Eltern in der Erziehung ihrer Kinder ebenso kämpfen wie andere, möglicherweise sogar noch mehr. Es bewahrheitet sich die Redensart: „Das kommt selbst in den besten Familien vor.“

Die geschädigte „Materie“

Und warum gelingt es auch mit bester Erziehung nicht, den perfekten Menschen zu schaffen? Weil das Problem nicht erst irgendwann im Kleinkindalter entsteht, sondern von Anfang an gegeben ist. Es liegt in der „Materie“, aus der wir sind. Diese ist immer schon geschädigt. Sie trägt in sich Keime der Auflösung, zieht nach unten.

„Materie“ sei hier aber bitte nicht materialistisch missverstanden und auch nicht auf unseren Körper bezogen. Nein, damit ist die ganze menschliche Natur gemeint. Es ist ja doch bemerkenswert, dass im lateinischen Wort materia das uns vertraute Wort mater (= Mutter) steckt und dass natura von dem Zeitwort nasci stammt, das „geboren werden“ bedeutet. „Materie“ in unserem Sinne ist sozusagen der Mutterboden der menschlichen Natur, aus dem wir gemacht sind; das Erbgut, das jeder von uns in sich trägt.

Die Schrift sagt, dass wir alle in Adam gefallen sind. Wo wir schon auf der Suche nach der Herkunft der Worte sind: Der Name Adam bedeutet „von der Erde genommen“. Die Erde, die Materie, aus der unser Stammvater genommen wurde, war bekanntlich der Boden des Paradiesesgartens, ein heiliger Boden; ein Humus, aus dem ein...
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10. Dezember
Der vorsynodale Gott

Sodom und Gomorra könnten noch immer blühende Metropolen sein, hätte sich Gott mehr um die Lebenswirklichkeit der Menschen gekümmert.

Aus: Peter Winnemöller, Ein alter Theologenwitz


10. Dezember
Rettender Meeresstern

In Maria, dem Morgenstern, leuchtet die göttliche Licht der Sonne inmitten aller Verwirrung. Eine Predigt von Franz Prosinger zum Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens.


10. Dezember
Robert Spaemann

Vor einem Jahr, am 10. Dezember 2018, starb in Stuttgart im Alter von 91 Jahren der Philosoph Robert Spaemann. Von ihm finden sich auf kath-info zehn Aufsätze (siehe die Auflistung im Autorenverzeichnis), darunter derjenige über Rationalität und Gottesglaube. Es freut mich, dass sein Aufsatz Wer hat wofür Verantwortung zur Zeit der meistgelesene von allen Texten auf kath-info ist (siehe die Rankingübersicht von gestern). Eine Würdigung über ihn schrieb ich anlässlich seines Todes für die Tagespost, eine weitere für CNA Deutsch. Die letztere kann man sich auf meinem Podcast anhören.


10. Dezember
Xavier Tilliette

Vor einem Jahr, am 10. Dezember 2018, starb in Paris im Alter von 97 Jahren der Philosoph Xavier Tilliette SJ. Er lehrte in Paris, in Chantilly, am Institut Catholique und an der Gregoriana in Rom. Tilliette war ein Spezialist für Schelling und Fichte, wurde der “Universalgelehrte in Sachen Deutscher Idealismus” (Erich Fuchs) genannt und arbeitete auch mit Reinhard Lauth zusammen, dem Herausgeber der Fichte-Gesamtausgabe.


9. Dezember
Keine Ethik ohne Metaphysik

In der Tagespost ist nun die siebte Folge meiner Serie über Robert Spaemann erschienen.


9. Dezember
Bitte etwas klimafreundlicher, liebe Reformer!

Ich glaube: Wir brauchen keine wundersame Synodenvermehrung, sondern einfach mehr Freude an Gott, mehr Liebe zu Seiner Kirche und mehr Wachstum im Glauben. Die letzte europäische Bischofssynode war zudem gefühlt erst gestern. Ungleich klimafreundlicher erscheint es also, nicht erneut in synodale Betriebsamkeit zu verfallen, die dann allzu leicht in traditionalistische wie postmoderne Ideenflucht, endlose Konferenzen und unnötige Flugreisen mündet...

Aus: Thorsten Paprotny, "Inkulturation des Evangeliums". Was der hl. Johannes Paul II. uns Europäern ans Herz legte, CNA Deutsch vom 20. November 2019


8. Dezember
Frauen sind keine Gebärmaschinen

Es gibt keine ethisch vertretbare Leihmutterschaft. Weder der Körper der Frau noch die Geburt eines Kindes können in Form von Produktion und Warenaustausch gehandelt werden, ohne dass dabei die Rechte des Einzelnen grob verletzt werden. Frauen sind keine Gebärmaschinen, Kinder keine Handelsware.

Susanne Kummer, Geschäftsführerin des Instituts für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE), zitiert in dem Artikel von Stefan Baier Kinder als Handelsware, in der Tagespost vom 5. Dezember 2019.

Zum Thema: Die Jagd nach den Eizellen


8. Dezember
Narcisa Martillo Morán

Vor 150 Jahren, am 8. Dezember 1869, starb in Lima im Alter von 37 Jahren die aus Ecuador stammende Mystikerin Narcisa Martillo Morán. Sie führte als alleinstehende Jungfrau ein intensives Gebetsleben, das sie mit aufopferndem Dienst an Bedürftigen, Kranken und Kindern verband. Trotz ihrer extremen Bußübungen “sprühte sie vor Fröhlichkeit”, wie eine Bekannte von ihr bezeugte. 1992 wurde sie selig-, 2008 heiliggesprochen.


7. Dezember
Wüstenzeit mit Johannes

Morgen wird im Alten Kalender zwar der Zweite Adventssonntag vom Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens verdrängt (im Neuen Kalender wird das Fest auf den Montag verschoben), aber ich will trotzdem auf diese beiden Adventspredigten zum Sonntag hinweisen: Adventszeit ist Wüstenzeit und Der zweifelnde Johannes der Täufer.


7. Dezember
Gender als Störfaktor des Materialismus

In einem Artikel für den Cathwalk erläutere ich, warum die Genderideologie ein Stolperstein für den Materialismus ist.


7. Dezember
Manfred Spieker

Von zehn Jahren, Anfang Dezember 2009, wurde der Osnabrücker Sozialethiker Prof. Dr. Manfred Spieker mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet. Bei der feierlichen Überreichung durch den österreichischen Botschafter wurden seine wissenschaftlichen Verdienste auf dem Gebiet der Bioethik, der politischen Ethik und der Wirtschaftsethik hervorgehoben. Auf kath-info findet sich sein Artikel über Euthanasie - ein Bruch in der europäischen Rechtskultur.


6. Dezember
Franz Coster

Vor 400 Jahren, am 6. Dezember 1619, starb in Brüssel im Alter von 87 Jahren der Theologe Franz Coster SJ. In der Gesellschaft Jesu war er Lehrer und Novizenmeister (in Köln), Rektor und Provinzial. Er gründete zahlreiche marianische Kongregationen und verfasste viele Predigten und Betrachtungen, die oft gedruckt und übersetzt wurden.


6. Dezember
George Colin Lindsay

Vor 200 Jahren, am 6. Dezember 1819, wurde in Muncaster Castle der Konvertit George Colin Lindsay geboren. Er stammte aus der schottischen Familie der Earls of Crawford. Er gründete die Manchester Church Society und war bis 1867 Präsident der English Church Union. 1868 konvertierte er zur katholischen Kirche, vorbereitet durch den hl. John Henry Newman. Er starb am 28. Januar 1892 in London.


6. Dezember
Friedrich Johann Wörter

Vor 200 Jahren, am 6. Dezember 1819, wurde im badischen Offenburg der Theologe Friedrich Johann Wörter geboren. Von 1855 bis 1897 lehrte er Dogmatik und Apologetik in Freiburg im Breisgau. “Zuerst von der Tübinger Schule beeinflusst und von K. Frh. v. Schäzler angegriffen; wandte sich später etwas mehr der Neuscholastik zu. Hervorragender Kenner der patristischen Gnadenlehre” (LThK, 2. Auflage). Am 18. November 1901 starb er in seiner Geburtsstadt.


5. Dezember
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

69. Folge

Wenn so der Heilige Geist selbst in seiner Person als das Pfand der uns zugewandten väterlichen Liebe und der zu hoffenden Erbschaft durch seinen Besitz und seine Einwohnung uns selbst und unser Verhältnis zum Vater besiegelt: dann verstehen wir auch den vollen Sinn der Worte: “in dem wir rufen” und “der in uns ruft: Abba, Vater”. Wir rufen zu Gott: Vater, und der Heilige Geist ruft es in uns schon dadurch, daß durch ihn die kindliche und vertrauensvolle Liebe zu Gott in uns ausgegossen ist. Aber diese Liebe hinwiederum ruft gerade deshalb so stark und vertrauensvoll den Vaternamen, weil sie im Heiligen Geiste das höchste Pfand der Vaterliebe besitzt und umfängt; und der Heilige Geist selbst ruft in uns vorzüglich auch dadurch, daß er durch seinen persönlichen Besitz uns dem Vater nahebringt und das zärtlichste Vertrauen zu ihm einflößt (Eph 2, 14: “Habemus ambo (Iudaei et gentes) accessum in uno Spiritu ad Patrem). Und insofern er endlich durch seine Einwohnung der ganzen Zärtlichkeit des ewigen Vaters uns würdig macht, ist er auch in seiner Person der unaussprechliche Seufzer, der für uns die Liebe und die Wohltaten des Vaters fordert und an den wir unsere unaussprechlichen Seufzer und Bitten, wodurch wir nach der vollen Offenbarung der Herrlichkeit der Kinder Gottes verlangen, anschließen (Röm 8, 26: “Sed ipse Spiritus postulat pro nobis gemitibus inenarrabilibus.”) Denn eben “wegen seines in uns wohnenden Geistes”, sagt der Apostel, “wird Gott auch eure sterblichen Leiber beleben” (Röm 8,11), d. h. sie zum glorreichen, unsterblichen Leben erwecken und damit die volle Herrlichkeit der Kinder Gottes offenbaren.

3. Selbstverständlich ist der Heilige Geist das Siegel unserer Gotteskindschaft, nicht bloß insofern Gott als unser Vater uns angehört, sondern auch insofern wir als seine Kinder ihm angehören, auf ähnliche Weise, wie bei Gott selbst der Vater nicht nur dem Sohne, sondern auch der Sohn dem Vater im Heiligen Geiste angehört. So ist er denn auch, wie in der Trinität durch seinen Ausgang von Vater und Sohn das Band und Siegel der absoluten Einheit beider, bei uns durch seine Einkehr das Band und Siegel derjenigen Einheit, welche wir als Adoptivkinder Gottes mit ihm haben sollen. Darum hatte der Sohn Gottes selbst den Vater gebeten, als er sprach: “Ich bitte, daß alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie in uns eins seien.” Und damit das geschehe, damit wir so eins seien wie er und der Vater und “vollkommen eins seien”, fügt er hinzu, habe er uns die Herrlichkeit gegeben, die er vom Vater empfangen, und erklärt den Organismus der Einheit dadurch, daß er in uns sei und der Vater in ihm (Jo 17, 20-23). Wenn wir aber eins sind im Vater und Sohne, dann sind wir eben eins im Bande dieser Einheit, im Heiligen Geiste, und wenn der Sohn wahrhaft in uns ist, dann ist er es eben in seinem Geiste, der uns mit ihm und dem Vater zugleich verbindet.

Wie aber die Seele als Kind Gottes durch den Heiligen Geist besiegelt und mit Gott dem Vater verbunden wird, wie der Heilige Geist das “osculum” des Vaters ist, wodurch er sie zu seiner Tochter annimmt und mit sich vereint, so ist er auch zugleich das “osculum” des Sohnes, wodurch sie dessen Braut wird. Als Braut des Sohnes bittet ihn die begnadete Seele im Hohenliede: “Er küsse mich mit dem Kusse seines Mundes”, damit sie durch seinen geistigen Kuß mit ihm eins werde in einem Geiste [64]. Sie wird eins mit ihm zu einem Geiste im Heiligen Geiste, welchen Er in sie aushaucht und mit welchem sie durch den von ihm selbst geweckten Liebesodem sich verschmelzt: wie eine Flamme, die, nachdem sie von einer andern entzündet worden, mit dieser, sich begegnend und kreuzend, zu einer Flamme sich vereinigt. Die reale Einwohnung des Geistes des Bräutigams in seiner Braut ist in der geistigen Ehe des Sohnes Gottes mit der Seele das, was in der leiblichen die leibliche Einheit, welche durch die gegenseitige Liebe zwischen Braut und Bräutigam erstrebt wird. Sie kann also auch als die Konsummation und Besiegelung der affektuellen Einheit zwischen dem Sohne Gottes und der Seele betrachtet werden [65].

Anmerkungen:

[64] “Nescitis, quoniam qui adhaeret meretrici unum corpus efficitur? ... Qui autem adhaeret Domino, unus spiritus est” (1 Kor 6, 16-17).

[65] In der ihm eigentümlichen, zarten und sinnigen Weise redet insbesondere der heilige Bernard vom “osculum” Gottes im Heiligen Geiste und dessen Beziehungen zur begnadeten Seele in dem schon öfter zitierten Serm. 8 in Cant. n. 9: “Felix osculum, per quod non solum agnoscitur Deus, sed et diligitur Pater, qui nequaquam plene cognoscitur, nisi cum perfecte diligitur. Quae in vobis anima sensit aliquando in secreto conscientiae suae Spiriturn Filii clamantem: abba, pater? Ipsa, ipsa paterno se diligi praesumat affectu, quae eodem se Spiritu, quo Filius, affectam sentit, Confide quaecumque es illa, confide nihil haesitans. In Spiritu Filii filiam cognosce te Patris, sponsam Filii vel sororem. Utroque vocabulo eam, quae huiusmodi est, invenies appellari. Ad manum est, unde id probem, non multum laborabo: Vox sponsi est ad ipsam: Veni in hortum meum, soror mea sponsa. Soror siquidem est, quia ex uno Patre; sponsa, quia in uno Spiritu. Nam si carnale matrimonium constituit duos in carne una, cur non magis spiritualis copula constituet duos in uno Spiritu? Denique qui adhaeret Domino, unus Spiritus est etc.”

Wird fortgesetzt


4. Dezember
Zeit der Erwartung

Eine Adventspredigt von Franz Prosinger über die Frage, warum es so wichtig ist, aus dem Advent eine Zeit des aktiven Wartens zu machen. Ohne Erwartung kann es nicht zu einer erfüllenden Begegnung mit dem Herrn kommen.


4. Dezember
Die unentdeckten Seiten von kath-info (12 und 13)

An zwölfter Stelle der im Jahr 2018 am seltensten aufgerufenen Seiten stehen zwei Seiten: die Seite mit den Biographien von Karl Freiherr vom Stein, Honoré Fabri, Lorenzo Hervás y Panduro und Giuseppe Agostino Orsi, und außerdem die siebte Seite des monumentalen Werkes Joseph Spillmanns über die anglikanische Katholikenverfolgung.


4. Dezember
Henri Leclerq d’Orlancourt

Vor 150 Jahren, am 4. Dezember 1869, wurde in Tournai Henri Leclerq d’Orlancourt OSB geboren. Er “wirkte als unermüdlicher Forscher und fruchtbarer Schriftsteller auf dem Gebiet der Liturgie, christlichen Archäologie und Kirchengeschichte” (LThK, 2. Auflage). Am 23. März 1945 starb er in London.


3. Dezember
Moralische Norm und Sanktion

In der Dezemberausgabe der Neuen Ordnung ist mein Aufsatz Moralische Norm und Sanktion erschienen. Ich setze mich darin mit der Sanktionstheorie auseinander, die besagt, dass die Sanktion der Geltungsgrund der moralischen Norm sei. Ihr prominentester Vertreter in Deutschland ist Ernst Tugendhat.


3. Dezember
Synodaler Weg unter theologischer Beobachtung

Die Tagespost hat damit begonnen, unter dem Titel „welt&kirche“ eine zweimonatliche Sonderpublikation zum Synodalen Weg zu veröffentlichen. Für deutsche Verhältnisse geschieht hier etwas Außergewöhnliches: Hochkarätige Theologen analysieren Themen des Synodalen Wegs aus katholischer Sicht. Die erste Nummer ist kürzlich erschienen und kann als PDF-Datei heruntergeladen werden. Man kann aber auch Papierexemplare bestellen, sie in Pfarreien auslegen und so für etwas katholische Aufklärung sorgen! ;)

Weitere Beiträge zum Thema "Synodaler Weg"


2. Dezember
Wenn die Fülle der Zeit sich nähert

Mit dem Advent wird uns eine neue Gnadenfrist geschenkt, um Jesus Christus anzuziehen. Meine Predigt von gestern.


2. Dezember
Missbrauch: Ein Betroffener spricht

Weil all das ausbleibt, kann ich im Entschluss zum "Synodalen Weg" nur taktische Finesse und ein Lehrstück institutioneller Verdrängung sehen. Man möchte über etwas Anderes reden, möchte die eigentliche Baustelle vergessen machen. Irgendwas an Reform soll passieren, aber bitte an einer ganz, ganz anderen Ecke, etwas, das Lärm macht, das positive Nachrichten von Kirche erzeugt, etwas, bei dem die Leute sagen: Na, sie tut doch was! Der Witz ist: Sie tut zum eigentlichen Thema gerade nichts, außer vor Betroffenheit zu triefen und sich einer peinlichen Debatte um die Höhe von Abfindungen (sic!) hinzugeben. Sie kehrt weiter unter den Teppich.
Als Betroffener kann ich dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer nur zustimmen, wenn er die Organisatoren und Betreiber des "Synodalen Weges" mit dem schwerwiegenden Verdacht der "Instrumentalisierung des Missbrauchs" konfrontiert. Ich teile sein Misstrauen, wo er vermutet, "dass an der Wiege des Synodalen Prozesses eine Unaufrichtigkeit steht." Nun darf ein jeder sein Süppchen darauf kochen. Frauen dürfen vom Priesteramt träumen. Lustaffine von der Lockerung der Sitten. Laien von der Macht. Priester vom Ende des Zölibats.

Aus: Bernhard Meuser, Die "Synodalkerze" brennt. Und jetzt? Ein Aufschrei der Lämmer für die Hirten, veröffentlich im Vatican-Magazin und auf CNA deutsch.

Weitere Beiträge zum Thema


1. Dezember
Dobro i zło.

O niemożliwości ich naturalistycznego wyjaśnienia

Ks. Engelbert Recktenwald

,,Jak dobry Bóg może dopuszczać tak wiele cierpienia?” Tak brzmi argument wielu ateistów. Pytając w ten sposób, poddają oni Boga osądowi moralnemu. Sąd ten, zawarty w pytaniu retorycznym, brzmi: ,,Bóg, który dopuszcza tak wiele cierpienia, nie może być dobry.” Przy tym zakładają oni koniecznie skalę wartości tak ogólną i absolutną, iż odnoszącą się do samego Boga. Chociażby Dawkins nie wstydzi się szczegółowo charakteryzować moralnie, oceniać i potępiać żydowskiego oraz chrześcijańskiego Boga.

W tym przypadku zakłada się pojęcie ,,dobry”, które pojmuje ,,dobry” jako właściwość obiektu, na podstawie którego podjęty zostaje moralny osąd tegoż obiektu. Istota, która zadaje ból lub znajduje przyjemność w cierpieniu innych, uważana jest za złą, a jej czyny i usposobienie są moralnie naganne. Przy tym nie gra żadnej roli, czy istotą tą jest człowiek, anioł, kosmita, czy też Bóg. Nie jest tu także istotne, w jakiej epoce ma to miejsce. ,,Tak, jak zawsze osądzał”, brzmi we ,,Władcy pierścieni” Tolkiena odpowiedź Aragorna na pytanie Eomera, jak powinien wyrokować człowiek, co powinien on czynić w takich czasach. Jest tak dlatego, gdyż: ,,Dobro i zło nie zmieniły się w najnowszych czasach; nie są one dwojakie u elfów i karłów z jednej strony oraz u ludzi z drugiej. Człowiek musi potrafić...
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28. November
Es naht eure Erlösung

Eine Predigt von mir zum Ersten Adventssonntag: Warum Mark Forster recht hat.


28. November
Liebe als Schlüssel zur Erkenntnis

Die neueste Episode meines Podcasts über die Schlüsselrolle, die die Liebe in der Gotteserkenntnis einnimmt. Gleichzeitig schon eine Einstimmung auf Weihnachten.


28. November
Sehnsüchte und Befürchtungen

Junge Menschen sehnen sich nach Liebe und Treue in ihrem Leben. Die Sexualmoral der Kirche dient dem Leben und der Liebe. Sie macht die Menschen frei und froh. Diese Botschaft gilt es neu zu entdecken und in der Pastoral junger Menschen freudig zu verkünden. Auch hier kann der Synodale Weg positive Akzente setzen – aber immer mit und niemals gegen das Lehramt.
Wir befürchten jedoch, dass gerade die Foren zu Frauen und Hierarchie Gefahr laufen ausschließlich häretische Ansätze verfolgen, die gegen die Verfasstheit der Kirche verstoßen und lehramtliche Wahrheiten ablehnen.

Aus einer Erklärung der Initiative Pontifex zum Synodalen Weg, der nach dem Willen von DBK und ZdK am 1. Dezember mit dem Entzünden von Synodalkerzen beginnt.


28. November
Mechthild Thaller-Schönwerth

Vor 100 Jahren, am 30. November 1919, starb im Alter von 51 Jahren die Mystikerin Mechthild Thaller-Schönwerth, aufgrund eines Buchtitels bekannt als Vertraute der Engel. An eine Bekannte schrieb sie einmal: “Nicht wie Petrus sollen Sie sein, der mitten auf dem See zu sinken begann, da er anfing sich zu fürchten. Gehen Sie ruhig über die Wasser der Trübsale, am anderen Ufer steht der Herr und wartet auf Sie. Nicht den Mut verlieren, sondern sich keinem anderen Gedanken hingeben, als dem der vertrauenden Liebe zu unserem Herrn und Erlöser. Glauben Sie mir: mit Vertrauen und Liebe bezwingt man das unendlich gütige Herz Gottes…”


28. November
Missionsenzyklika Maximum illud

Vor 100 Jahren, am 30. November 1919, erließ Papst Benedikt XV. das Apostolische Schreiben Maximum illud über die Mission. Darin erteilt er einer Mission im Dienst der Kolonisierung eine Absage. Das Ziel der Mission beschreibt der Papst, an die Missionare gewandt, so: “Euer Ziel ist ein göttliches, ganz weit von der Armseligkeit menschlicher Rücksichten entferntes, nämlich denen, die im Schatten des Todes sitzen, Licht zu bringen und den Weg zum Himmel denen zu öffnen, die ins Verderben zu stürzen drohen.” Über die Mission in Amerika schreibt er: “Als Amerika entdeckt war, nahm sich eine Schar apostolischer Männer, unter denen Bartholomäus de las Casas, diese Zierde und Leuchte des Dominikanerordens, besonders zu erwähnen ist, der armen Eingeborenen an, sowohl um sie vor ungerechter Unterjochung der Menschen zu schützen, als auch um sie aus der harten Sklaverei der bösen Geister zu befreien.”


28. November
Sieg der Wahrheit

Vor 20 Jahren, am 27. November 1999, hielt Joseph Kardinal Ratzinger vor der Sorbonne seine berühmte Rede über die Christenheit, die Entmythologisierung und den Sieg der Wahrheit über die Religionen.


27. November
Love - Truth or Illusion?

by P. Engelbert Recktenwald

"At the evening of life, we shall be judged on love", says St. John of the Cross. It is therefore love that gives value to our being and doing. Love is the most significant reality of our life. This is because it is the most important reality of all: God. Twice in the New Testament, it is explicitly stated that God is love.

Classical philosophy defines God as being-in-itself. Every being that is outside of God exists only thanks to the communication of being through God, who exists as being out of itself. His being was not given to Him, but He is intrinsically being Himself. And this being, as we know from the revelation of the New Testament, is love. Love is the primal source of all being. It is the solely relevant reality that gives splendour, beauty and weight to our lives. Without love, we are weighed and found too light. Without love, we become insubstantial. The real reality of our life is this splendour, which is a reflection of the divine primal reality.

As we contemplate love in the way described, we adopt a perspective in which love is theologically explained "from above".

Materialistic atheism reverses this relationship. Accordingly, the real reality is matter, which in and of itself is indifferent and value-neutral, that is, valueless. Hence love is merely a genetically conditioned behaviour that evolution has brought about in the service of the conservation of species or of group fitness. The fact that it appears to us to be something beautiful and valuable is a trick of evolution to induce us to...
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26. November
Gefühl und Vernunft

Die sechste Folge meiner Spaemann-Serie in der Tagespost ist erschienen: Gefühl und Vernunft.


26. November
Theologischer Fortschritt mit Newman

Mein Artikel über Newman als Vorbild theologischen Fortschritts ist jetzt auch auf CNA erschienen.


26. November
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz über die Rettung der Vernunft ist auf einer eigenen Seite erschienen. Meine Predigt über das jüngste Gericht und was die Frankfurter Schule damit zu tun hat, wurde auf der Seite über Adorno eingebettet. Die CD-Besprechung Die kostbare Perle in Indien findet sich bei der Rezension von Robert Hugh Bensons Im Dämmerschein der Zukunft.


25. November
... so glaubet es nicht!

Meine Predigt von gestern über die Warnung Jesu vor der Leichtgläubigkeit. Wir sollen uns nicht auf einen ungewissen Weg in die Wüste locken lassen, sondern beim Herrn bleiben wie die Rebe am Weinstock.


25. November
Begegnung zwischen Himmel und Erde

Eine der berühmtesten Fresken Raffaels im Vatikan stellt die sogenannte Schule von Athen dar. In ihrem Mittelpunkt stehen Platon und Aristoteles. Der erste deutet mit dem Finger nach oben, zur Welt der Ideen, zum Himmel, könnten wir sagen; der zweite streckt die Hand nach vorne, auf den Betrachter zu, zur Erde, der konkreten Wirklichkeit. Das scheint mir ein Bild zu sein, das Europa und seine Geschichte gut beschreibt, die aus der fortwährenden Begegnung zwischen Himmel und Erde besteht, wobei der Himmel die Öffnung zum Transzendenten, zu Gott beschreibt, die den europäischen Menschen immer gekennzeichnet hat, und die Erde seine praktische und konkrete Fähigkeit darstellt, die Situationen und Probleme anzugehen.

Aus der Rede, die Papst Franziskus heute vor fünf Jahren vor dem Europäischen Parlament gehalten hat.

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