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* * *

17. Juni
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Ist ohne Gott die Moral eine Illusion? ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Thorsten Paprotnys Erinnerung an die tröstliche Wahrheit Gottes Licht ist stärker finden Sie auf der Krankenseite. Dort habe ich auch die Predigt Den guten Geist für jene, die ihn darum bitten eingebettet, die Predigt Das Zeugnis des Heiligen Geistes dagegen auf der Exzess-Seite Dario Pizzanos. Den Podcast Wir haben an die Liebe geglaubt finden Sie bei Eduard Kamenickys Aufsatz Der Christ und die Veränderung.


17. Juni
Clément Bonnand

Vor 200 Jahren, am 17. Juni 1821, wurde der Missionar Clément Bonnand (1796-1861) zum Priester geweiht. 1823 schloss er sich der Gesellschaft der ausländischen Missionen zu Paris (MEP) an, von der er 1824 nach Indien gesandt wurde. 1836 wurde er Apostolischer Vikar von Pondicherry. 1859 wurde er “von der Propaganda mit einer Visitation Vorderindiens betraut, während der er 1861 zu Benares starb” (LThK , 1. Auflage).


16. Juni
Papst Benedikt und das Naturrecht

Eine “Wiederverzauberung der Natur” wurde Benedikt XVI. nach seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag vor zehn Jahren vorgeworfen, und zwar von einem katholischen Theologen. In dieser Podcastfolge fühle ich dieser theologischen Kritik an Benedikt auf den Zahn.


16. Juni
Hermann Döring

Vor 100 Jahren, am 16. Juni 1921, wurde der aus Bocholt stammende Missionar Hermann Döring SJ (1859-1951) zum Apostolischen Vikar des zum damaligen Zeitpunkt noch zu errichtenden Apostolischen Vikariats von Hiroshima ernannt.


15. Juni
Unfehlbares Konklave?

Von P. Engelbert Recktenwald

Immer wieder erlebe ich, dass das Wirken des Hl. Geistes bei der Papstwahl in Anspruch genommen wird, um den Papst a priori gegen jede Kritik in Schutz zu nehmen - so als ob der Heilige Geist garantiere, dass die Teilnehmer des Konklaves unfehlbar immer einen geeigneten Kandidaten für das höchste Hirtenamt wählen würden. Merkwürdig, dass mir dieses Dogma bisher noch nie begegnet ist. Das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes wurde auf dem Ersten Vatikanischen Konzil verkündet. Es bestimmt diese Unfehlbarkeit in engen, präzisen Grenzen. Aber von einer Unfehlbarkeit der Papstwähler beim Konklave habe ich noch nie etwas gehört. Auf welchem Konzil wurde diese Lehre verkündet?

Natürlich kann man im gewissen Sinne sagen, dass Gott selbst den Papst einsetzt. Das ist richtig, insofern der Papst seine Hirtengewalt von Gott empfängt. Aber das gilt auch für die Bischöfe. Auch sie haben ihre Hirtengewalt von Gott. Und trotzdem kommt es vor, dass ... weiterlesen


14. Juni
Gott verlässt uns nicht

Der zentrale Gedanke, unter dem die liturgischen Texte des 3. Sonntags nach Pfingsten stehen, ist Gottes Schutz, auf den wir jederzeit hoffen dürfen.

Falls hier nicht die Soundcloudpredigt "Göttlicher Schutz" erscheint, dann folgen Sie bitte diesem Link.


14. Juni
Wird auch die Bischofskonferenz sich kapern lassen?

Mit trojanischen Pferden ins Innere der gegnerischen Festung einzudringen ist eine altbewährte Kampfführung. Sie ist auch heute immer noch wirksam. Wie man die christlichen Kirchen am effektivsten zerstören kann? Baut eine Kirche in der Kirche. Schafft einen Götzen. Tragt den Baal ins Heiligtum und nennt ihn Gott Israels, nennt ihn Gott (je)der Liebe. Nennt den Eros am besten gleich selbst „Gott“ und huldigt ihm. Die LGBTQI-Agenda hat längst die Institutionen des Protestantismus und der anglikanischen Tradition gekapert (...) Jetzt soll der Kompass nach diesem Muster in der katholischen Kirche umgebaut werden. Im September dieses Jahres wird die Deutsche Bischofskonferenz tagen, um, angefeuert von den Funktionären der Laien-Kaste, über die Vorschläge des Synodalen Weges zu befinden. Der Kompass des Lebens und eine neue Sexualethik werden ganz oben auf der Agenda stehen. Es wird sich zeigen, ob die Bischöfe sich daran erinnern, welches Mandat sie ausüben, für welches Gottes- und Menschenbild sie in Verkündigung und Pastoral einstehen.

Aus: Dominik Klenk, Trojanischer Segen. Wie die katholische Kirche gerade ihren Kompass verliert. Ein protestantisches Déja-vu, in: Idea Spektrum 20/2021, S. 21

Weiteres zum Thema

Ein Buch, das Dominik Klenk zum Thema herausgegeben hat.


13. Juni
Andreas Hieronymus Andreucci

Vor 250 Jahren, am 13. Juni 1771, starb in Rom im Alter von 86 Jahren der Theologe Andreas Hieronymus Andreucci SJ. Er “verfaßte zahlreiche geschätzte Werke über Moral, Pastoral und Kirchenrecht” (LThK, 1. Auflage).


13. Juni
Alois Andritzki

Vor zehn Jahren, am 13. Juni 2011, wurde der im KZ Dachau ermordete Märtyrer Alois Andritzki (1914-1943) seliggesprochen. Ein Zeugnis von seinem Gottvertrauen gibt dieses Zitat: "Ich habe das tiefe Vertrauen zu meinem lieben Vater im Himmel, dass alles gut wird, und darum harre ich mit innerer Ruhe all der Dinge, die da kommen."


13. Juni
Achille Ambrogio Damiano Ratti

Vor 100 Jahren, am 13. Juni 1921, wurde Achille Ambrogio Damiano Ratti (1857-1939) zum Erzbischof von Mailand und zum Kardinal ernannt. Acht Monate später wurde er zum Papst gewählt und nannte sich Pius XI.


12. Juni
Zurück nach Ägypten!


12. Juni
Richard Alois Schneider

Vor 100 Jahren, am 12. Juni 1921, wurde in Freiburg/St. Peter Richard Alois Schneider im Alter von 28 Jahren zum Priester geweiht. Weil er vor dem Eintritt in die SS warnte, kam er am 22. November 1940 ins KZ Dachau, aus dem er erst am 29. März 1945 nach schweren Leiden wieder entlassen wurde. Im KZ erlebte er die geheime Priesterweihe des seligen Karl Leisner mit, in dessen Seligsprechungsprozess er 1982 als Zeuge aussagte. Er starb am 6. September 1987 in Buchen.


12. Juni
Lu Zhengxiang

Vor 150 Jahren, am 12. Juni 1871, wurde in Shanghai der Politiker und Dipolmat Lu Zhengxiang geboren. Er war chinesischer Botschafter in den Niederlanden, in Russland und in der Schweiz. Am 25. Oktober 1911 konvertierte er in St. Petersburg zur katholischen Kirche. Von P. Antonin Éveillé-Lagrange O.P. wurde er bedingungsweise getauft, da er im Alter von etwa neun Jahren die Taufe der Methodisten empfangen hatte. “Der Protestantismus war für mich ein Durchgang, ohne den ich, wie ich glaube, nicht zum Katholizismus gelangt wäre”, schrieb er später. 1926 starb seine Frau, 1927 trat er in die Benediktinerabtei Sint-Andries in Brügge (Sevenkerken) ein und erhielt den Ordensnamen Pierre-Célestin. Er schrieb Bücher unter anderem über die französische Mystikerin Élisabeth Leseur und starb am 15. Januar 1949.


11. Juni
Fatale Verknotung

Wenn Kardinal Marx etwas vorzuwerfen ist, dann, kirchenpolitische Agenda und Missbrauchsaufarbeitung mit dem Synodalen Weg zu einem unentwirrbaren Knäuel verknotet zu haben. Deutschlands Kirche steckt in dieser falsch geknüpften Zwangsjacke fest. Der von Marx beklagte "tote Punkt" wird nicht überwunden werden, ehe sie nicht daraus befreit ist.

Aus: Oliver Maksan, Amtsverzicht als Erlösergestus, Tagespost vom 10. Juni 2021

Zum Synodalen Weg


11. Juni
Das Zitat

Die Waffen, mit denen der Glaube verteidigt sein will, sind: das heilige Leben derer, die den Glauben predigen und lehren, und die Geduld in Leiden und Verfolgung.

Hl. Laurentius von Brindisi


10. Juni
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der schöne Text der hl. Edith Stein über das Weihnachtsgeheimnis ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Katharina Westerhorstmanns bemerkenswerte Einschätzung über das Sich-Schuldig-Machen der Reformer finden Sie beim Kommentar Allmächtige Henne? von Barbara Wenz. Die Predigt Dem Herrn entgegen habe ich auf der Dämmerscheinseite, die Predigt Hat Er uns verlassen? auf der Marillacseite eingebettet. Den Podcast Wir brauchen standhafte Christen finden Sie auf der Castroseite.


10. Juni
Alois Dempf

Vor 100 Jahren, am 10. Juni 1921, reichte der Philosoph Alois Dempf (1891-1982) bei Hans Meyer und Clemens Bäumker seine Doktorarbeit zum Thema Der Wertgedanke in der Aristotelischen Ethik und Politik ein.


9. Juni
Ist das noch die Kirche Christi?

Von P. Engelbert Recktenwald

“Von Bethlehem her zieht sich eine Lichtspur, eine Spur der Liebe und der Wahrheit durch die Jahrhunderte: Wenn wir auf die Heiligen hinschauen von Paulus über Augustinus hinauf zu Franz von Assisi und Dominikus, über Franz Xaver und Teresa von Avila bis herauf zu Mutter Teresa ‒ dann sehen wir diesen Strom der Güte, diesen Weg des Lichtes, der sich immer neu am Geheimnis von Bethlehem entzündet, an dem Gott, der ein Kind geworden ist.” So schrieb Papst Benedikt XVI. 2005 in seiner Weihnachtsbotschaft. Dieser Strom der Güte war für ihn “der wirkliche Beweis für die Wahrheit des Christentums,” so wie für das Erste Vatikanische Konzil die Kirche selber “ob der wunderbaren Art ihrer Ausbreitung, ihrer außerordentlichen Heiligkeit und unerschöpflichen Fruchtbarkeit an allem Guten, ob ihrer allumfassenden Einheit und unüberwindlichen Fortdauer ein mächtiger, stets wirksamer Beweisgrund für ihre Glaubwürdigkeit, ein unwiderlegliches Zeugnis für ihre göttliche Sendung” ist.

Dieser Beweis scheint nun zusammengebrochen zu sein. Nach den Enthüllungen der letzten Jahre ist aus der Kirche eine “Täterorganisation” (Bischof Bätzing) geworden, eine Bande von Kinderschändern und Vertuschern. Dass sie einen massiven Vertrauensverlust erleidet, ist die logische Folge. Dass treue Katholiken aber einen Glaubensverlust erleiden, ist keine logische, sondern eine ... weiterlesen


8. Juni
Werte und Bedürfnisse

Auf CNA ist heute die 19. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


8. Juni 2021
Anne de Xainctonge

Vor 400 Jahren, am 8. Juni 1621, starb in Dôle (Burgund) im Alter von 53 Jahren Anne de Xainctonge. Sie stammte aus Dijon und gründete 1606 die Gesellschaft der hl. Ursula, ein Erziehungsinstitut im Geiste des hl. Ignatius von Loyola. 1972 wurde ihr Seligsprechungsprozess eingeleitet.


7. Juni
Logik

Vor 100 Jahren, im Jahre 1921, erschien im vierten Band des Jahrbuches für Philosophie und phänomenologische Forschung die berühmte Logik des Phänomenologen Alexander Pfänder. Aus ihr haben wir auf kath-info das Kapitel Das Urteil und sein Anspruch auf Wahrheit veröffentlicht.


7. Juni
Florian Bahr

Vor 250 Jahren, am 7. Juni 1771, starb in Peking im Alter von 64 Jahren der aus Oberschlesien stammende Chinamissionar Florian Bahr SJ. Er trat 1726 in die Gesellschaft Jesu ein und wurde 1736 als Missionar nach China gesandt. Am kaiserlichen Hof wurde er Musiklehrer der kaiserlichen Prinzen. 1768 wurde er Provinzial der Ostasiatischen Ordensprovinz.


6. Juni
Facetas do Amor

Por Padre Engelbert Recktenwald

“Aceitar alguém como ele é, é a forma mais extrema de resignação“ escreve Robert Spaemann (N.T. filósofo católico alemão) em seu ensaio “Antinomias do amor“, publicado na recomendável Coletânea Passos para além de nós - Parte 2. Isto soa provocador, no entanto nós estamos acostumados a considerar esta aceitação justamente como expressão do amor. O amor, assim supomos, precisa ser incondicional. Afinal se eu serei amado somente sob a condição de que eu corresponda a certas expectativas, então não serei eu amado, mas sim meramente aquele ideal, que o outro tem de mim. Isto vale especialmente para o amor divino. É lugar-comum hoje em dia, que não se possa merecer este amor por meio dos próprios esforços. Se o amor divino, como pura graça, é imotivado, eu não posso contribuir em nada, para dar a Deus um motivo para o Seu amor.

Contudo o dito de Spaemann é verdadeiro e bem fundado, quando ele acrescenta: “A mensagem de Jesus não começa com as palavras: ‚Deus vos aceita, como sois‘, mas sim com a expressão: ‚Convertei-vos. Sede diferentes disto que sois agora.‘“

A contradição é resolvida quando nós ... weiterlesen


6. Juni
Ecône

Vor 50 Jahren, am 6. Juni 1971, segnete Erzbischof Marcel Lefebvre den Grundstein des ersten Seminargebäudes der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Ecône (Kanton Wallis). Ecône wurde zum Symbol des erfolgreichen Widerstands gegen den nachkonziliaren Niedergang der Kirche. Während sich fast überall auf der Welt die Priesterseminare aufgrund der Reformen und des Einzugs häretischer Theologie in die Priesterausbildung leerten, platzte Ecône bald aus allen Nähten. Das bereitete den Reformern ernsthafte Sorgen. Die Folge war eine Visitation ...


5. Juni
Erste Provinz

Die Priesterbruderschaft St. Petrus bekommt ihre erste Provinz: Am 1. Juli wird die Nordamerikanische Provinz errichtet, die die USA und Kanada umfassen wird. Zum selben Zeitpunkt wird ein neuer Distrikt errichtet, nämlich die Region „Kreuz des Südens“, die Australien und Neuseeland umfasst.


5. Juni
Einladung zum Glück

Zum morgigen Zweiten Sonntag nach Pfingsten kann ich diese zwei Predigten anbieten:

Das tägliche Gastmahl des Herrn

Das Geheimnis der göttlichen Einladung


5. Juni
Lisl Gutwenger

Vor zehn Jahren, am 5. Juni 2011, starb in Wien im Alter von 91 Jahren die Autorin Lisl Gutwenger. Sie schrieb Biographien über P. Leopold Mandic, Maximilian Kolbe, Severin von Lama und die Seherin von Marienfried.


4. Juni
Monatsranking Mai 2021

Platz Monatsranking Mai 2021
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 715 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Sophie Scholl. Die letzten Tage

+ 20
2

Zitatensammlung

- 1
3

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+/- 0
10

Recktenwald: Ist ohne Gott alles erlaubt?

+ 8
20

Spaemann: Tierschutz und Menschenwürde

+ 38
30

Georg May: Falschlehrer der Kirche

- 14
40

Der Vertuschungsskandal und das Zeugnis von Erzbischof Carlo Vigano

- 18
50

Anna Diouf: Der Gesandte des großen Geistes

- 5
60

Robert Spaemann

+ 20
100

Sel. Charles de Foucauld: Betrachtungen über das Gebet

+ 9

Zum Ranking der Vormonate


3. Juni
Das Zitat

Aus dem Dunkel meines so oft frustrierten Lebens zeige ich Dir das Große, das man auf dieser Erde lieben muss: das Allerheiligste Sakrament. Dort wirst Du Abenteuer, Ruhm, Ehre, Treue und den wahren Weg all Deiner Herzensneigungen auf der Erde finden, ja, mehr als das.

J. R. R. Tolkien an seinen Sohn Michael

Im Original:
Out of the darkness of my life, so much frustrated, I put before you the one great thing to love on earth: The Blessed Sacrament. There you will find romance, glory, honor, fidelity, and the true way of all your loves upon earth, and more than that!


3. Juni
Ezechiel Moreno

Vor 150 Jahren, am 3. Juni 1871, empfing der hl. Ezechiel Moreno (1848-1906) in der Nähe von Manila die Priesterweihe. 1888 wurde er nach Kolumbien gesandt und wurde dort 1895 Bischof von Pasto.


3. Juni
Julien Green

Vor 50 Jahren, am 3. Juni 1971, wurde Julien Green (1900-1998) Mitglied der Academie Française auf Sitz 22 als Nachfolger François Mauriacs (1895-1970).


2. Juni
Websites

Seit kurzem gibt es eine neue Website über Leben, Denken und Wirken Benedikts XVI., erstellt von der Tagespost Stiftung für katholische Publizistik.
Außerdem gibt es eine neue Website der Bewegung Maria 1.0, die unter ihrer neuen Leitung Clara Steinbrecher an Fahrt aufnimmt.


2. Juni
Ägidius Maria vom hl. Joseph Pontillo

Vor 25 Jahren, am 2. Juni 1996, wurde Ägidius Maria vom hl. Joseph Pontillo OFM (1729-1812) heiliggesprochen. Er stammte aus Taranto, Süditalien, trat in Lecce in den Orden der Franziskaner-Diskalzeaten ein und wirkte 53 Jahre lang in Neapel als Pförtner des dortigen Klosters und als Almosensammler. So kam er mit unzähligen Menschen in Kontakt, denen er durch Wort und Wunder weiterhalf, so dass er im Volksmund den Namen der “Tröster Neapels” erhielt. 1888 wurde er seliggesprochen. Mit ihm wurden außerdem Johannes Gabriel Perboyre und Johannes Grande heiliggeprochen.


1. Juni
Gesucht: Kritischer Verstand!

Von P. Engelbert Recktenwald

In vielen innerkirchlichen Kontroversen lässt sich ein bestimmtes Argumentationsmuster erkennen, das immer wiederkehrt: Demjenigen, der die kirchliche Lehre hinterfragt, wird der Gebrauch der Vernunft unterstellt, dem Gläubigen dagegen ein Mangel an Vernunftgebrauch: dort der kritische Hinterfrager des Glaubens, der sich seines eigenen Verstandes zu bedienen wagt, hier der naive Gläubige, der es sich im Vernunftgebrauch bequem macht und unreflektiert das übernimmt, was die Kirche ihm vorkaut. Nun will ich gar nicht leugnen, dass es so etwas gab und heute vereinzelt auch noch gibt. Aber ich behaupte, dass es sich heute grosso modo genau umgekehrt verhält: Der Zeitgeist weht heute dem Gläubigen so sehr ins Gesicht, dass es viel bequemer ist, unreflektiert dessen Parolen zu übernehmen, als sich zur kirchlichen Lehre zu bekennen. Es gehört mehr Verstand dazu, sie zu verstehen und zu vertreten, als sie zu leugnen und zu verspotten. Mit welchem Tiefgang und welcher anspruchsvollen Anthropologie hat etwa Johannes Paul II. in seinen berühmten Katechesen jahrelang die kirchliche Lehre über Ehe, Familie und Geschlechtlichkeit begründet und die Theologie des Leibes ausgearbeitet! Von wenigen Ausnahmen abgesehen findet man hierzulande in der kirchlichen Verkündigung oder theologischen Lehre nichts davon. Leichter finden die flutschigen Parolen der Genderideologie Eingang in die Köpfe als die Reflexionen des heiligen Papstes.

Und auch mit dem kritischen Verstand ist es so eine Sache. Natürlich muss man kritisch sein. Die Frage ist nur: kritisch wem gegenüber? Kürzlich erzählte mir ein Theologiestudent von seiner Uni-Erfahrung: Man dürfe alles kritisieren, Kirche, Rom und Bibel, nur nicht den Professor. Der Modernist stellt die richtige Ordnung auf den Kopf: Er ist kritisch gegenüber dem Glauben und unkritisch gegenüber dem Zeitgeist. Zu einem erleuchteten Glauben gehört die Fähigkeit zu unterscheiden, wo eine kritische und wo eine kindliche Haltung gemäß Lk 18,17 angemessen ist. Ein solcher Glaube ist heute selten geworden.

Aber nicht nur kritischer Verstandesgebrauch, auch Mut und Charakter sind notwendig! Von Kurt Tucholsky stammt das Wort: “Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!”

Man könnte heute hinzufügen: “Nichts ist leichter und erfordert weniger Charakter, als sich in offenem Gegensatz zum Lehramt zu befinden und laut zu sagen: Nein!” Ein solcher Neinsager hat heutzutage nichts zu befürchten. Er wird von Medien und innerkirchlichen Pressure-Groups als Held gefeiert.

Zum Thema: B. Deneke: Theologie


31. Mai
Transphobe Transgenderideologen

Jedoch sind längst nicht alle (vermutlich nicht einmal die meisten) Transsexuellen auch Transgenderideologen. Viele von ihnen, selbst einige jener, die sich in der Tat als „Transfrauen“ bezeichnen, vermerken ausdrücklich – stellvertretend etwa Debbie Hayton in The Times –, dass sie keine Frauen sind, und lehnen Forderungen wie jene ab, dass „Transfrauen“ (postoperativ oder nicht) Zugang zu Frauensport, Frauengefängnissen, Frauenhäusern oder speziell für Frauen geschaffene Preise und Stipendien haben sollten. Für diese Zurückweisung der Anmaßungen von Transgenderideologen werden sie von letzteren im Internet mit wüsten Hasstiraden überzogen und propagandistisch ebenfalls als „transphobisch“ bezeichnet – obwohl sich der geforderte Ausschluss von den besagten Einrichtungen nicht gegen „Transfrauen“ im Besonderen, sondern gegen Männer im Allgemeinen richtet. Der Parteidoktrin darf nicht widersprochen werden, offenbar nicht einmal von jenen, deren Interessen sie angeblich vertritt.

Aus: Uwe Steinhoff (Professor am Department of Politics and Public Administration der Universität Hongkong sowie Senior Research Associate im Oxford University Programme on the Changing Character of War), Die Transgender-Ideologie ist totalitär und frauenfeindlich, in: Cicero vom 30. Mai 2021

Weiteres zu Thema


31. Mai
Immensee

Vor 100 Jahren, am 31. Mai 1921, wurde durch päpstliches Dekret das 1895 von Pierre Marie Barral gegründete Missionshaus Bethlehem zu Immensee (Kanton Schwyz) zum schweizerischen Missionsseminar für auswärtige Missionen erhoben. Es war das erste deutschsprachige Weltpriester-Missionsseminar.


30. Mai
Moralfreies Christentum?

In diesem Podcast erkläre ich, wie es dazu kommt, dass manche Kritiker Recht haben, wenn sie dem Christentum vorwerfen, die Moral zu untergraben.


30. Mai
Franz-Xaver Wernz

Vor 150 Jahren, am 30. Mai 1871, wurde in Maria Laach Franz-Xaver Wernz SJ (1842-1914) zum Priester geweiht. Der aus Rottweil stammende Kanonist wurde 1875 Professor für Kirchenrecht, 1886 Konsultor von drei römischen Kongregationen, 1906 Ordensgeneral. Er war der 25. Ordensgeneral in der Geschichte der Gesellschaft Jesu.


29. Mai
Dreifaltige Vollendung

Zum morgigen Dreifaltigkeitsfest kann ich diese drei Predigten anbieten:

- Gott über uns - Gott mit uns - Gott in uns

- Der Heilige Geist, der Vollender

- Wir feiern den Himmel


29. Mai
Calvin

Vor 500 Jahren, am 29. Mai 1521, wurde Johann Calvin im Alter von elf Jahren Kaplan an der Kathedrale Notre-Dame von Noyon. Noyon ist die Geburtsstadt des Reformators und liegt im heutigen Département Oise, ca. 95 km nordöstlich von Paris. Sein Vater hatte ihm diese Stelle besorgt, so dass durch die mit ihr verbundene Pfründe sein Studium finanziert werden konnte, das er 1523 in Paris begann.


28. Mai
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

16. Folge

Unter den Molukken versteht man eine Menge kleiner Inseln im westlichen Ozean in der Nähe des Äquators. Die bekanntesten von ihnen sind Ternate, Tidor, Motir, Maciar und Baciar. Ternate ist die größte von ihnen, und dorthin begab sich Xaver. Auf seiner Reise mußte er einen Meerbusen von 90 Meilen durchqueren. Weil gerade heftige Stürme auftraten, konnte dies nicht ohne große Gefahr geschehen. Pater Xaver fuhr auf einer Caracore, einem langen, schmalen, galeerenähnlichen Schiff. Auf einem anderen Schiff dieser Art befand sich ein Portugiese, Johann Galvan, der sein gesamtes Vermögen mitführte. Alle beide segelten nach Ternate.

Als sie sich in der Mitte des Meerbusens befanden, kam ein heftiger Sturm auf, der sie voneinander entfernte. Das Schiff, auf dem sich Xaver befand, kam, nachdem es mehrfach zu versinken drohte, endlich im Hafen von Ternate an. Wie es dem anderen Schiff ergangen war, wußte man nicht. Als der Heilige am ersten Festtag predigte, hielt er plötzlich mitten in seiner Rede inne und sagte dann: "Empfehlt Gott Johann Galvans Seele, denn er ist im Meerbusen ertrunken." Die Freunde des Galvan liefen zu den Matrosen, die mit dem Pater gereist waren, und befragten sie über diese Angelegenheit. Aber die Matrosen waren nicht in der Lage, irgendeine Auskunft darüber zu geben. Die Portugiesen meinten nun, der Pater wisse es nicht, daher faßten sie neue Hoffnung. Aber bald mußten sie sich von der Wahrheit der Worte Xavers überzeugen, denn nach drei Tagen fanden sie am Ufer den Leichnam Galvans und Trümmer des Schiffes, mit dem er gereist war.

Diese Weissagung festigte den Ruf des Heiligen so, daß er vieles bei diesen wilden und rohen Völkern wirken konnte. Die Inselbewohner waren in Laster versunken, die zu abscheulich sind, um sie zu schildern. Und doch gelang es dem Heiligen, sie zu bekehren. Viele Ungläubige nahmen das Christentum an, unter anderem eine sarazenische Fürstin, Neachile Pocaraga, Tochter des Königs Almanson von Tidor und Gemahlin Boleifs, des früheren Königs von Ternate.

Diese geistreiche und edle Fürstin war dem Glauben der Sarazenen sehr zugetan und hatte einen unversöhnlichen Haß gegen das Christentum oder vielmehr gegen die Portugiesen, welche ihren Großmut damit vergolten hatten, daß sie ihr nach Boleifs Tod die Krone nahmen und ihr nichts mehr ließen als den bloßen Titel einer Königin. Sogar ihre drei Söhne verloren Krone und Leben. Sie irrte seit einigen Jahren von Insel zu Insel umher und kam gerade, als Xaver in Ternate war, dorthin. Der Heilige bemühte sich, mit ihr zu sprechen und vom Himmelreich zu reden. Da sie die Religion Mohammeds sehr gut kannte, mußte er viele Einwürfe widerlegen. Endlich gelang es ihm, ihre Zweifel zu lösen, und sie ließ sich öffentlich von Xaver taufen, der ihr den Namen Isabella gab. Sie war nun dem Christentum von ganzem Herzen ergeben, demütig und bescheiden, mild und nachsichtig gegen andere, streng gegen sich selbst, geduldig und gottergeben im Leiden.

Während seines Aufenthaltes auf Ternate vernahm der Heilige, daß in östlicher Richtung noch andere Inseln seien, unter denen More die größte wäre. Die Bewohner hatten wohl schon die Taufe empfangen, aber dies war bei ihnen nur noch eine Erinnerung. Sie wurden ihm als fürchterliche Menschen beschrieben, wie er es uns selbst in einem Brief an die Gesellschaft Jesu erzählt. Seine Freunde sagten ihm, daß es sich um die grausamsten aller Menschen handle. Sie vergifteten einander, essen Menschenfleisch, schneiden ihren verstorbenen Verwandten Hände und Füße ab, um sich Speisen daraus zu bereiten, ja sie treiben ihre Unmenschlichkeit so weit, "daß, wenn einer eine vornehme Tafel geben muß, er seinen Nachbarn um seinen alten Vater bitte, um ihn geschlachtet den Gästen als Speise vorsetzen zu können, aber unter der Bedingung, daß er ihm die gleiche Gefälligkeit verspricht, wenn er eine ähnliche Mahlzeit halten will."

Alle, die Xaver liebten, fügten hinzu, daß er als Fremder keinerlei Schonung zu erwarten habe. Man müsse zuerst Menschen aus ihnen machen, dann erst Christen. Wie sollte man denen die Grundsätze des Christentums einprägen können, die kein menschliches Gefühl hätten? Wenn auch Xaver sie bekehren sollte, wer würde das schwere Werk fortsetzen? Seine Freunde wandten alles ihnen mögliche auf, Bitten und Tränen, um ihn von dieser Reise abzuhalten, und als sie sahen, daß dies nicht zum gewünschten Erfolg führe, nahmen sie sogar zur Gewalt als letztem Mittel ihre Zuflucht. So erging vom Statthalter von Ternate ein Verbot an alle Schiffseigentümer, den Pater Xaver nach Ternate mitzunehmen.

Darüber wurde der Heilige unwillig und klagte öffentlich: "Wer sind denn diese Menschen, daß sie der Allmacht Gottes Grenzen setzen, und die Gnade unseres Heilands mit einem so kleinem Maßstab messen wollen? Gibt es also so harte Herzen, die der durchdringenden Kraft des Allerhöchsten einen solchen Widerstand leisten können, daß er Geschöpfe, die eine Seele besitzen, wenn es ihm gefällt, nicht erreichen und umwandeln kann? Jener Kraft, die die den dürren Baum erblühen läßt und aus Steinen Kinder Abrahams macht? Sollte der, der durch die Sendung seiner Apostel die ganze Welt unterwarf, nicht auch jenes kleine Stück Erde seiner Herrschaft unterwerfen können? Sollte allein die Insel More keinen Anteil an der Gnade der Erlösung haben? Sollten jene Völker von dem allgemeinen Opfer ausgeschlossen sein, das Jesus Christus für alle seinem Ewigen Vater dargebracht hat? Wohl sind sie sehr roh und wild, ich gestehe es, doch auch wenn sie es in noch höherem Maße wären, so müßte ich noch mehr von ihnen hoffen; ich kann alles in dem, der mich stärkt, sagt der Apostel, und von dem allein alle Kraft der Arbeiter im Weinberg des Herrn kommt." Weil die anderen Inseln schon christliche Lehrer hätten, so müsse er dorthin gehen, und er fuhr in heiliger Begeisterung fort: "Wenn auf diesen Inseln wohlriechende Hölzer und Goldminen zu finden wären, dann würden sich die Christen voll Mut dorthin wagen, und sich durch keine Gefahr zurückhalten lassen. Sie sind nur darum so feige und zaghaft, weil dort nur Seelen zu gewinnen sind. Soll vielleicht die Liebe weniger unternehmend und mutig sein als der Geiz? Sie werden mich töten, sagt ihr, durch das Schwert oder durch Gift. Dieser Gnade ist ein Sünder, wie ich es bin, nicht würdig! Doch darf ich sagen, daß ich, welche Qualen und welchen Tod sie mir auch antun mögen, noch tausendmal mehr für das Heil einer einzigen Seele zu leiden bereit wäre! Wer weiß, ob nicht alle den Herrn Jesus Christus anbeten werden, wenn ich durch ihre Hände den Tod erleide; denn seit den ersten Jahrhunderten der Kirche hat der Same des Evangeliums immer bessere Früchte hervorgebracht, wenn er vom Blut der Märtyrer befeuchtet wurde, als wenn ihn bloß der Schweiß der Missionäre begossen hat."

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


27. Mai
Göttliche Nähe

Die andere Fassung meiner diesjährigen Pfingstpredigt.

Falls hier nicht das Youtube-Video "Die göttliche Pfingstgnade" erscheint, benutzen Sie bitte diesen Link.


27. Mai
Edith Stein

Vor 100 Jahren, am 27. Mai 1921, verließ die hl. Edith Stein Göttingen in Richtung Bergzabern zu ihrer Freundin, der Philosophin Hedwig Conrad-Martius. In ihrem Gepäck mit dabei hatte sie die Autobiographie der hl. Teresa von Avila, deren Lektüre für sie zum entscheidenden Schritt auf ihrem Weg zum katholischen Glauben wurde. Das Buch war ein Geschenk von Pauline Reinach, der Schwester des Philosophen Adolf Reinach (1883-1917), der zum Kreis der Phänomenologen um Edmund Husserl gehört hatte.


26. Mai
Unser Herz als göttliches Zuhause

In meiner diesjährigen Pfingstpredigt bin ich auf die Aussage des Herrn eingegangen, dass Er und sein Vater kommen und bei uns Wohnung nehmen wollen.

Recktenwald-Predigten · Pfingstsonntag: Gottes Wohnung

Falls hier nicht die Soundcloudpredigt "Pfingstsonntag: Gottes Wohnung" erscheint, sondern eine ältere Predigt, dann folgen Sie bitte diesem Link.


26. Mai
Pierre Olivaint

Vor 150 Jahren, am 26. Mai 1871, starb in Paris als Märtyrer im Alter von 55 Jahren Pierre Olivaint. Durch die Predigten Lacordaires zum Glauben bekehrt, trat er in die Gesellschaft Jesu ein und wurde Priester. Er war ein fähiger und erfolgreicher Prediger, Seelenführer (u.a. von der seligen Eugenie Smet) und Exerzitienmeister. Zusammen mit zwei Mitbrüdern wurde er von der Pariser Kommune erschossen.
Von ihm stammt das bekannte Gebet: “Wachse, Jesus, wachse in mir. In meinem Geist, in meinem Herzen, in meiner Vorstellung, in meinen Sinnen. Wachse in mir in Deiner Milde, in Deiner Reinheit, in Deiner Demut, Deinem Eifer, Deiner LIEBE: Wachse in mir mit Deiner Gnade, Deinem Licht und Deinem Frieden. Wachse in mir zur Verherrlichung Deines Vaters, zur größeren Ehre Gottes. Amen.”


25. Mai
Die Erkenntnisrelevanz des moralischen Werts

Auf CNA ist heute die 18. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


25. Mai
Hermann Ludwig Rolfus

Vor 200 Jahren, am 25. Mai 1821, wurde in Freiburg im Breisgau der Pädagoge Hermann Ludwig Rolfus geboren. Er “übte auf die praktische katholische Pädagogik namentlich in Süddeutschland gemeinsam mit A. Pfister durch die Herausgabe des Süddeutschen katholischen Schulwochenblatts (1861-1867) und der Realenzyklopädie des Erziehungs- und Unterrichtswesens nach katholischen Prinzipien (4 Bde, 1863/66, 21871/74, Suppl.-Bd 1884; ersetzt durch E. M. Roloffs LexPäd) sowie als politischer und pädagogischer Tages- und Broschürenschriftsteller und Versammlungsredner großen Einfluß aus” (LThK, 1. Auflage). Am 27. Oktober 1896 starb er in Bühl.


25. Mai
Georges Darboy

Vor 150 Jahren, am 24. Mai 1871, wurde Erzbischof Georges Darboy von Paris von der Pariser Kommune erschossen. Er war 58 Jahre alt.


24. Mai
Das Zitat

Der Heilige Geist ist Licht und Stärke. Er ist es, der uns das Wahre vom Falschen und das Gute vom Bösen unterscheiden lässt. Gleich den Ferngläsern, welche die Gegenstände vergrößern, lässt uns der Heilige Geist das Gute und das Böse im Großen sehen. Mit dem Heiligen Geist sieht man alles im Großen: Man sieht die Größe der kleinsten für Gott vollbrachten Handlungen und die Größe der kleinsten Fehler.

Hl. Pfarrer von Ars


24. Mai
Ferdinand Sterzinger

Vor 300 Jahren, am 24. Mai 1721, wurde in Schloß Lichtwehr, Tirol, der Theologe Ferdinand Sterzinger geboren. 1740 trat er bei den Theatiner ein, empfing 1744 die Priesterweihe und lehrte im Laufe der Jahre Moraltheologie, Philosophie, Kirchenrecht und Kirchengeschichte in Prag und München. Er bekämpfte den Hexenglauben und hatte entscheidenden Anteil am Ende der Hexenprozesse in Bayern. “Unermüdlich für wahre Volksaufklärung tätig, hat der milde, feingebildete Ordensmann immerhin der Zeitphilosophie und dem Fürstenabsolutismus seinen Tribut gezollt, ohne sich aber je in bewußten Gegensatz zur katholischen Kirche zu stellen” (LThK, 1. Auflage). Am 18. März 1786 starb er in München.


23. Mai
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

16. Folge

34. Betrachtest du ein reizendes Tal, so bedenke, daß gleichwie dasselbe durch das von den Bergen herabfließende Wasser befruchtet wird, die Gnaden vom Himmel nur in demütige Seelen niedersinken und die Stolzen leer ausgehen. Eine schön gezierte Kirche sei dir das Bild einer Seele, die in der Gnade Gottes ist, und die wahrhaft ein Tempel Gottes genannt zu werden verdient. Das Meer stellt die Unendlichkeit und Größe Gottes vor. Siehst du Feuer oder Lichter auf dem Altar, so sage zu dir selbst: “Seit wie langen Jahren hätte ich verdient, in der Hölle zu brennen? Du, o mein Gott, hast mich bis heute verschont; gib, daß mein Herz, gleichwie dies Holz oder diese Lichter, von Liebe zu Dir entbrenne.” Bewunderst du den Sternenhimmel, so sage mit dem heiligen Andreas Avellino: “Einst werde ich hoch über diesen Sternen erhaben stehen!"

35. Um dich recht oft an die Geheimnisse des Lebens unsers Erlösers zu erinnern, mußt du jedesmal, wenn du Heu oder eine Krippe oder einen Stall erblickst, an das Jesukindlein in Bethlehem denken. Siehst du eine Säge, einen Hobel, einen Hammer, so stelle dir Jesus vor, wie Er in der Werkstätte des heiligen Joseph arbeitet. Seile, Stricke, Ketten, Dornen und Nägel müssen dir das Leiden und den Tod deines Heilands ins Gedächtnis zurückrufen. Begegnete der heilige Franz von Assisi einem Lamme, so fing er an zu weinen und sagte: “Für mich ließ sich mein Herr Jesus, gleichwie ein Lamm, zum Tode führen. “Erblickst du einen Altar, einen Kelch oder Meßgewänder, so denke sogleich an die Liebe Jesu Christi, der Sich dir im Altarssakramente geschenkt hat.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


22. Mai
Seele der Kirche

Zum Pfingstsonntag kann ich diese Predigt anbieten.


22. Mai
Dominikaner und Franziskaner

Vor 800 Jahren, an Pfingsten 1221, fand sowohl das Generalkapitel der Dominikaner wie auch das der Franziskaner statt.

Das des Dominikanerordens (der 1215 gegründet worden war) war das zweite und tagte in Bologna. Es beschloss die Errichtung von acht Provinzen, darunter Teutonia. Noch im selben Jahr kamen die ersten Dominikaner nach Deutschland und gründeten in Köln ein Kloster. 1248 kam der hl. Albertus Magnus OP nach Köln. Der hl. Dominikus war während des Generalkapitels bereits schwer krank und starb am 6. August 1221.

Das berühmte erste Generalkapitel der Franziskaner wird Mattenkapitel genannt, weil die Teilnehmer auf Strohmatten im Freien schliefen. Über 3000 Franziskaner nahmen daran teil. Es tagte auf dem Gelände bei der Kirche Portiuncula unterhalb von Assisi. Hier begegnete der hl. Antonius von Padua zum ersten Mal dem hl. Franziskus. Caesarius von Speyer, der sich im Heiligen Land dem Franziskanerorden angeschlossen hatte und ein Gefährte des hl. Franziskus geworden war, wurde beauftragt, den Orden in Deutschland einzuführen. Am 16. Oktober 1221 kam er mit ca. 25 Minderbrüdern (so nannten sich die Franziskaner ursprünglich) in Augsburg an. Von dort aus wurden noch im selben Jahr die Niederlassungen in Würzburg und Regensburg gegründet. Von Würzburg aus machten sich am 30. November 1221 die ersten Franziskaner auf den Weg nach Köln, wo seit 1216 der hl. Engelbert Bischof war. 1239 wurde Köln der Sitz der Kölnischen Franziskanerprovinz.


21. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

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Meinen Aufsatz Gender als Störfaktor des Materialismus habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Das Video mit den überzeugenden Ausführungen der Exegetin Nina Heeremann über die Priesterweihe der Frau ist bei Alice von Hildebrand eingebettet, mein Podcast Das Kreuz als Offenbarung auf der einschlägigen Themenseite. Das Schlaglicht auf die Studentenbewegung FOCUS bildet nun den 10. Vorschlag zu praktischer Evangelisierung.


21. Mai
Kirche in Deutschland: ihre heilige Kuh

Clara Steinbrecher [Leiterin von Maria 1.0], regt daher an, über die Abschaffung der Kirchensteuer nachzudenken. Dabei nimmt die junge Eichstätterin Bezug auf einen anderen Bayer: Papst Benedikt XVI. hatte die katholische Kirche in Deutschland 2011 überraschend aufgefordert, auf staatliche Privilegien zu verzichten. Bei einer Rede vor 1 500 Gästen im Freiburger Konzerthaus sagte der damalige Papst: "Die von materiellen und politischen Lasten und Privilegien befreite Kirche kann sich besser und auf wahrhaft christliche Weise der ganzen Welt zuwenden, wirklich weltoffen sein. Sie kann ihre Berufung zum Dienst der Anbetung Gottes und zum Dienst des Nächsten wieder unbefangener leben." Für Steinbrecher und viele andere Beobachter war das schon 2011 ein kritischer Hinweis von Papst Benedikt, dass die katholische Kirche in Deutschland, mit ihren großen, durchfinanzierten Behörden und Apparaten ihre Prioritäten falsch setze. "Die Kirchensteuer ist zwar eine heilige Kuh, aber sie scheint mir Teil des Problems zu sein", analysiert Steinbrecher.

Aus: Kirche in Deutschland ist "zu ängstlich", sagt "Maria 1.0", CNA vom 17. Mai 2021.

Weitere Meinungen zur Kirchensteuer


20. Mai
Ignatius von Loyola

Vor 500 Jahren, am 20. Mai 1521, einem Pfingstmontag, wurde der hl. Ignatius von Loyola bei der Verteidigung der Festung Pamplona gegen die Franzosen schwer verwundet. Das leitete mit den folgenden Wochen qualvoller Leiden den Beginn seiner Bekehrung ein.


20. Mai
Bernhard Kötting

Vor 25 Jahren, am 20. Mai 1996, starb in Münster im Alter von 86 Jahren der Kirchenhistoriker Bernhard Kötting. Er lehrte in Münster 27 Jahre lang.


19. Mai
Gottes Antlitz suchen: Zweite Fassung

Seit dem 14. Februar feiere ich in Hannover zwei Sonntagsgottesdienste (statt einem). Folglich halte ich auch dieselbe Predigt zweimal. Da ich aber frei predige, fallen die beiden Fassungen der Predigt oft unterschiedlich aus. Die Predigt aus der ersten Messe vom letzten Sonntag habe ich auf Soundcloud veröffentlicht, die aus der zweiten Messe auf Youtube.

Falls hier nicht das Youtube-Video erscheint, benutzen Sie bitte diesen Link.


19. Mai
Ida Friederike Görres: Ratzingers Gedenkrede

Vor 50 Jahren, am 19. Mai 1971 wurde Ida Friederike Görres beerdigt. Die Gedenkrede bei ihrem Requiem im Freiburger Münster hielt Joseph Ratzinger. Dabei zitierte er aus ihrem Werk jene Worte, die ihre Qual angesichts des Verrats ausdrücken, den die nachkonziliare Theologie am Glauben und an der Kirche übt:
“Eine ihrer letzten Veröffentlichungen, die Rede ‘Vertrauen zur Kirche?’, gibt uns erregenden Einblick in ihr Fragen und Ringen um das immer neu notwendig werdende Sichdurchtasten zur Kirche: ‘Wie, wenn den Rebellen wirklich die Zukunft gehörte? Wenn dieser Vorgang, der uns wie Zerstörung und Verrat vorkommt, tatsächlich Gottes Wille wäre und ihm zu widerstehen unfromm und kleingläubig? Wenn — quälender Gedanke der Nachmitternachtsstunden —, wenn ich an einen großartigen, doch unaufhaltsam sterbenden Körper gefesselt wäre, durch lauter zwar rührende, doch letztlich unsachliche, unsinnige Hemmungen, Gewohnheiten, Vorurteile, überlebte Pietät, falsch fixierte Treue?... Leben wir auf einem lecken, zollweise versinkenden Schiff, von dem nicht nur die Ratten, sondern einfach die Vernünftigen, Nüchternen rechtzeitig abspringen?’ (Im Winter wächst das Brot, 113). Aber all dieses Fragen wird doch aufgefangen von einer großen, unzerstörbaren Zuversicht. Es mündet in das einfache und eben darin so großartige Bekenntnis: ‘Ich glaube an Gottes Treue’ (127).”
Die ganze Rede kann hier nachgelesen werden.


19. Mai
Pietro Kardinal Boetto

Vor 150 Jahren, am 19. Mai 1871, wurde in Vigone (Provinz Turin) Pietro Boetto geboren. Er trat 1888 der Gesellschaft Jesu bei, empfing 1901 die Priesterweihe, wurde 1935 zum Kardinal erhoben und 1938 zum Erzbischof von Genua ernannt. Während des Zweiten Weltkriegs rettete er mindestens 800 Juden das Leben, so dass ihm die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem im Juli 2017 die Auszeichnung Gerechter unter den Völkern zuerkannte. Er starb am 31. Januar 1946.


17. Mai
Gottes Antlitz suchen

In meiner gestrigen Predigt erkläre ich, wie sich unser Suchen nach Gottes Antlitz verwandelt, je mehr wir Ihn kennenlernen.

Recktenwald-Predigten ˇ So. nach Himmelfahrt: Gottes Antlitz suchen

Falls hier nicht die Predigt zum Sonntag nach Christi Himmelfahrt erscheint, sondern eine ältere Predigt, dann folgen Sie diesem Link.


17. Mai
Lúcia dos Santos

Vor 100 Jahren, am 17. Mai 1921, trat Lúcia dos Santos (1907-2005), eine der drei Seherinnen von Fatima, nach dem Tod der beiden anderen, in das Kollegium der Dorotheerinnen „Asilo do Villar“ bei Porto ein, wo sie Lesen und Schreiben lernte.


16. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

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Die portugiesische Übersetzung meines Aufsatzes O Amor de Deus como fonte da moralidade habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Meinen Podcast über den Fortschritt in der Theologie finden Sie bei Harald Seuberts Aufsatz Wort ohne Begriff, Peter Winnemöllers Bemerkung über das Absurdum schlechthin beim Brief Bischof Morlinos über den sexuellen Missbrauch in der Kirche. Meine Predigt Auch in Coronazeiten Gott verherrlichen! habe ich auf der Bellarminseite eingebettet.


16. Mai
Otto Faller

Vor 50 Jahren, am 16. Mai 1971, starb in St. Blasien im Alter von 82 Jahren P. Otto Faller SJ. Faller war Editor der Werke des hl. Ambrosius von Mailand. 1950 wurde er Provinzial der oberdeutschen Ordensprovinz der Gesellschaft Jesu. Im Auftrag von Papst Pius XII. leistete er die theologische Vorarbeit zur Dogmatisierung der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel.


15. Mai
Der Heilige Geist wirkt!

Zum morgigen Sonntag nach Christi Himmelfahrt kann ich vier Predigten anbieten:

Das Zeugnis des Heiligen Geistes

Der Trost des Heiligen Geistes

Bewahre sie vor dem Bösen!

Das Geschenk des guten Willens


15. Mai
Ida Friederike Görres

Vor 50 Jahren, am 15. Mai 1971, während der Würzburger Synode, starb in Frankfurt am Main im Alter von 69 Jahren die Schriftstellerin Ida Friederike Görres, eine der großen katholischen Frauengestalten des 20. Jahrhunderts. Von der nachkonziliaren Rhetorik ließ sie sich nicht blenden, sondern sie erkannte und bekämpfte den theologischen Niedergang in der Kirche Deutschlands. Das Erstreben des Frauenpriestertums geißelte sie als Machtstreben.


14. Mai
Octogesima adveniens

Vor 50 Jahren, am 14. Mai 1971, veröffentlichte Papst Paul VI. sein Apostolisches Schreiben Octogesima adveniens zur 80-Jahr-Feier der Veröffentlichung der Enzyklika Rerum novarum.


14. Mai
Ferdinand Maria Baccilieri

Vor 200 Jahren, am 14. Mai 1821, wurde in Modena Ferdinand Maria Baccilieri geboren. 1844 zum Priester geweiht, wurde er 1852 Pfarrer von Galeazza. In 41 Jahren erneuerte er diese Pfarrei von Grund auf. Er starb dort am 13. Juli 1893 und wurde am 3. Oktober 1999 seliggesprochen.


13. Mai
Gut oder böse?

Meine "erfolgreichste" Predigt auf Soundcloud ist gestern zum 3000. Mal angeklickt worden.


13. Mai
Perfide Methode

Nicht nur Theologen, sondern auch Bischöfe fordern eine Hermeneutik der apostolischen Tradition, die lange schon nicht mehr der Verständlichmachung der Wahrheit in der jeweiligen Zeit dienen will, sondern die Botschaften der Zeit in kirchliches Vokabular kleidet, damit man an sie glaubt. Man krönt diesen betrügerischen Ersatz der Verkündigungsinhalte mit den Begriffen „Fortschreibung“ oder „Weiterentwicklung“ der Lehre, eine perfide Methode des Durcheinanderwerfens.

Aus: Dr. Guido Rodheudt, Octavius und die Kirche in Deutschland, VATICAN-Magazin Mai 2021

Weitere Meinungen zum Synodalen Weg


12. Mai
Ist Jesus abwesend oder anwesend?

Zum Fest Christi Himmelfahrt kann ich zwei Predigten anbieten:

Hat Er uns verlassen?

Das Erlebnis von Hellmut Laun


12. Mai
Seligsprechungen

Vor 25 Jahren, am 12. Mai 1996, wurden Alfredo Ildefonso Schuster, Filippo Smaldone, Gennaro Maria Sarnelli, Cándida María de Jesús, Maria Raffaela Cimatti und María Antonia Bandrés y Elósegui seliggesprochen. Maria Raphaela Cimatti (1861-1945) leistete noch mit 83 Jahren im Zweiten Weltkrieg Übermenschliches in der Pflege von Verwundeten. Candida Maria von Jesus (in der Welt Cipitria Barriola, 1845-1912) war die Gründerin der Kongregation der Töchter Jesu. Maria Antonia Bendrés y Elósegui FI (1898-1919) bekehrte durch das Vorbild ihres christlichen Sterbens die beiden berühmten Sozialisten Miguel de Unamuno und Indalecio Prieto. Der Philosoph Unamuno bezeugte: “Diese 21jährige Maria Antonia sterben zu sehen, wissend, wo sie hingeht, machte einen unglaublichen Eindruck auf mich.”


11. Mai
Gibt es Werte?

Auf CNA ist heute die 17. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


11. Mai
Missbrauch mit dem Missbrauch: Falsche Ursachenforschung

In so gut wie allen säkularen und kirchlichen Medien und entsprechend in Debatten ist verschwiegen worden, was eine im März 2019 bekannt gewordene Studie der Universität Ulm ergab. Danach sei davon auszugehen, dass von katholischen Pfarrern in den letzten 70 Jahren 114.000 Menschen in Deutschland missbraucht worden sein sollen. Zur großen Überraschung wurde nun aber festgestellt, dass noch einmal ebenso viele durch Pastoren und Mitarbeiter in evangelischen Kirchen betroffen sein sollen (Die Welt vom 12.März 2019). Das ist eigentlich eine „Bombe“, stellt die Studie damit doch infrage, was im katholischen Raum als Hauptursache des Missbrauchs durch Priester angeprangert wird: das Zölibat. In der EKD sind über 80 Prozent der Geistlichen verheiratet. Homosexualität ist nirgendwo ein Hinderungsgrund und kann ausgelebt werden. Höchste kirchliche Amtsträger sind lesbisch oder schwul verheiratet. (Ich gehe ausführlicher darauf in meinem Buch „Gott kann auch anders“, Verlag fontis, 2. Auflage 2020, ein). Und trotz all dieser Freiheiten gab es im evangelischen Raum ebensoviel Missbrauch wie im katholischen!

Aus: Helmut Matthies (evangelischer Pfarrer und Journalist), Sexueller Missbrauch in den Kirchen: Die Kritiker des Zölibats sind an Fakten nicht interessiert, in: The-germanz vom 3. Mai 2021

Weiteres zum Thema


10. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

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Den Aufsatz von P. Walthard Zimmer Der Betrug mit den Messstipendien habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Meinen Podcast über die schlimmere Seuche finden Sie bei Gotthold Hasenhüttl, die zitierte protestantische Warnung vor dem Synodalen Weg auf der Themenseite zur Ökumene. Meine Predigt Bußgeist statt Murren habe ich auf der Seite Buße als Aufklärung eingebettet.


10. Mai
Ercole Gonzaga

Vor 500 Jahren, am 10. Mai 1521, wurde Ercole Gonzaga (1505-1563) im Alter von 15 Jahren zum Bischof von Mantua ernannt. 1527 wurde er zum Kardinal erhoben, 1528 empfing er die Diakonatsweihe, 1556 die Priesterweihe, 1561 die Bischofsweihe. “Er ragte als Diplomat, durch gelehrte Bildung und Wohltätigkeit hervor” (LThK, 1. Auflage). Sein Urgroßvater war Ludovico III. Gonzaga, der wiederum der Ururgroßvater des hl. Aloisius von Gonzaga (1568-1591) war.


9. Mai
Antiwissenschaftlicher Systemwechsel

Auch die Zahl Zwei bei der Anzahl der Partner steht zur Disposition, weil sie sich aus der Zahl der biologischen Geschlechter ableitet, die inzwischen selbst vom deutschen Bundesverfassungsgericht durch die Einführung des «dritten Geschlechts» (divers) nicht mehr für verbindlich gehalten wird. Hier verbirgt sich der nächste Systemwechsel: von den beiden biologischen Geschlechtern hin zu gefühlten Identitäten. Die Überwindung der Natur eröffnet ganz neue Freiheiten der subjektiven Selbstdefinition. Dass die Fridays-for-Future-Bewegung fordert, der Wissenschaft zu folgen, während die Biologie in der Geschlechterfrage gewissermassen «entfolgt» werden soll, gehört zu den kuriosen Zeiterscheinungen. Erste Dreier-Ehen wurden in Kolumbien und Brasilien bereits offiziell anerkannt.

Aus: Ralf Schuler, Nach der Gender-Revolution: Die Welt wird eine andere sein, NZZ vom 1. April 2021.

Weiteres zum Thema


9. Mai
Sophie Scholl

Vor 100 Jahren, am 9. Mai 1921, wurde in Forchtenberg Sophie Scholl geboren, Mitglied der Widerstandsgruppe Weiße Rose.


8. Mai
Es beginnt mit einem Geschenk

Zum morgigen 5. Sonntag nach Ostern kann ich diese Predigt über die Gebetsmacht anbieten.


8. Mai
Erwin Gatz

Vor 10 Jahren, am 8. Mai 2011, starb in Maastricht im Alter von 78 Jahren der Kirchenhistoriker Erwin Gatz. Er war ein Schüler des berühmten Historikers Hubert Jedin. 1975 wurde er geschäftsführender Direktor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft. Sein Nachfolger wurde Stefan Heid.


8. Mai
Hl. Petrus Canisius

Vor 500 Jahren, am 8. Mai 1521, wurde in Nimwegen der hl. Petrus Canisius SJ geboren, Kirchenlehrer und zweiter Apostel Deutschlands.


8. Mai
Max Josef Metzger

Vor 25 Jahren, am 8. Mai 1996, wurde für Max Josef Metzger der Seligsprechungsprozess eröffnet, der 2015 auf diözesaner Ebene zum Abschluss gebracht wurde. Metzger wurde am 3. Februar 1887 im badischen Schopfheim geboren, empfing am 4. Juli 1911 in Freiburg die Priesterweihe, wurde Mitgründer der Missionsgesellschaft vom Weißen Kreuz und später der Una-Sancta-Bewegung. Am 17. April 1944 wurde er von den Nazis wegen “Hochverrats und Feindbegünstigung” hingerichtet und enthauptet.


7. Mai
Das Gnadengeschenk dieser Zeit

Von P. Engelbert Recktenwald

Vom hl. Johannes vom Kreuz stammt der Ausspruch, dass ein einziger Akt reiner Gottesliebe der Seele wertvoller und der Kirche nützlicher sei als alle anderen Werke zusammen. Dieser Ausspruch könnte auf den ersten Blick entmutigend wirken auf jene, die sich in der heutigen Zeit durch vielfältige Initiativen und Aktivitäten abmühen, um einigermaßen der so großen Not in der Kirche zu begegnen. Er könnte als ein Aufruf zum Rückzug in die Innerlichkeit missverstanden werden. Doch liegt es dem hl. Johannes vom Kreuz sicherlich fern, das äußere Engagement zu desavouieren und seinen Wert zu verkennen. Der springende Punkt, um den es ihm geht, ist ein anderer. Es geht ihm um die rechte Ordnung unseres Handelns, und die ist nur in dem Maße gegeben, wie die Liebe zu Gott einziger Beweggrund unseres Handelns ist. Es geht nicht um Rückzug, sondern um Läuterung.

Viele Maßnahmen und Initiativen in der Kirche entspringen zunächst einmal Beweggründen, die sich bei näherem Hinsehen als ziemlich ichbezogen herausstellen: der Enttäuschung über missglückte Reformen, dem Ärger über den erzwungenen Bruch mit manch liebgewonnener Tradition. Das sind alles Beweggründe von sehr gemischtem Charakter: In die objektiv berechtigte Empörung schleicht sich schnell eine subjektive Betroffenheit ein, die allzumenschlich ist und die Lauterkeit der Gesinnung trübt.

Der Ausspruch des Heiligen darf uns aber auch nicht dazu verführen, die Rangfolge der Beweggründe umzukehren und die Gottesliebe deshalb anzustreben, weil wir der Kirche helfen wollen. Wir sollen nicht Gott lieben, um der Kirche zu helfen, sondern der Kirche helfen, damit Gott mehr geliebt werde. Dieser Beweggrund kann freilich nicht durch die Beobachtung dessen, was in der Kirche alles falsch läuft, in uns geweckt werden, sondern nur durch die Entdeckung der Liebenswürdigkeit Gottes. Diese Entdeckung ist ... weiterlesen


5. Mai
Die Sonne und die Liebe

Meine neueste Podcastfolge beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Liebe, Glück und moralischem Wert.


5. Mai
William David Ross

Vor 50 Jahren, am 5. Mai 1971, starb in Oxford im Alter von 94 Jahren der Philosoph William David Ross. Er vertrat einen Wertrealismus und eine intuitionistische Ethik.


4. Mai
Pedro de Córdoba

Vor 500 Jahren, am 4. Mai 1521, starb im Alter von etwa 39 Jahren Pedro de Córdoba OP. Er gehörte zu den ersten Dominikanern, die 1510 nach Hispaniola kamen, sich dort tatkräftig für die Rechte der Indianer einsetzten, das Verhalten der Sklavenjäger geißelten und einen Mann bekehrten, der dann der berühmteste Verteidiger der Indianer wurde: Bartolomé de Las Casas.


4. Mai
Alma von Stockhausen

Vor einem Jahr, am 4. Mai 2020, starb in Heroldsbach im Alter von 92 Jahren die Philosophin Alma von Stockhausen. Sie war eine Schülerin von Gustav Siewerth und Max Müller und gründete 1988 die Gustav-Siewerth-Akademie.


3. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meinen Aufsatz “Angst und Schrecken”, Über das neue Evangelium der Hirnforscher habe ich auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt über geistliches Überleben in Coronazeiten ist auf der Coronaseite eingebettet. Nina Heeremanns Bemerkung über den übersehenen Missbrauchsskandal in der Kirche findet sich auf der einschlägigen Themenseite. Meinen Podcast über missionarische Theologen habe ich dem Aufsatz Berhold Walds über die Theologie des “als ob” hinzugesellt, ebenso die Beobachtung Tobias Kleins über die Verwandlung des Christentums in bürgerliche Religion.


3. Mai
Rahner und seine Apologeten

Die Kritik an der oft medial hochgepriesenen Theologie Karl Rahners ist inzwischen breit und wurde sogar diffamiert. Bekannte Namen wie Hans Urs von Balthasar, Walter Kasper, Leo Scheffczyk, Walter Hoeres, Richard Schenk OP, Bernhard Lakebrink und Alexander Gerken OFM sind jedoch nicht einfach zu ignorieren. Intellektuelle Redlichkeit, die Rahner selbst bewahrte und einforderte, ist bei vielen seiner begeisterten Apologeten eher nicht zu finden. Dramatisch und aufschlußreich ist die Arbeit von Heinz-Jürgen Vogels (Bonn), in der er nachweist, daß die Theologie Rahners in der Christologie und Trinitätslehre den kirchlichen Glauben nicht mehr erreicht. Umso weniger erreicht diesen die Theologie vieler seiner Epigonen.

Aus: Stefan Hartmann, Katholische Theologie an staatlichen Universitäten Herkunft, Entwicklungen und ein Plädoyer, in: Die Neue Ordnung 2/2021

Über Karl Rahner


2. Mai
Das Zitat

Versuche nicht alles zu verstehen, um glauben zu können, sondern glaube ganz einfach, um zu verstehen.

Hl. Augustinus


2. Mai
Petition

1000 Plus hat eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet: Keine Abtreibung bis zur Geburt!


1. Mai
Gericht und Gerechtigkeit

Zum morgigen 4. Sonntag nach Ostern kann ich diese Predigt anbieten: Sünde, Gerechtigkeit, Gericht.


1. Mai
Abt Bonifatius

Vor 100 Jahren, am 1. Mai 1921, empfing P. Bonifatius Sauer (1877-1950) die Bischofsweihe. Er war Abt des Benediktinerklosters St. Benedikt in Seoul, der Hauptstadt Koreas. Das Kloster war 1909 von St. Ottilien aus gegründet worden. Abt Bonifatius empfing die Bischofsweihe, weil er zum Vikar des neu errichteten Apostolischen Vikariats Wonsan ernannt worden war. Er starb am 7. Februar 1950 als Märtyrer unter der kommunistischen Christenverfolgung.


1. Mai
Johannes Paul II.

Vor zehn Jahren, am 1. Mai 2011, wurde Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Die Heiligsprechung folgte am 27. April 2014.


30. April
Gott das Ideal der Wahrheit

Von Arnold Rademacher

Dritte Folge

In dieser ehrfürchtigen Seelenhaltung gegenüber der Wahrheit liegt übrigens auch eine heilsame Warnung vor einseitigem Intellektualismus, der vermeint, das Göttliche in das Gefäß menschlicher Vernunftbegriffe schütten zu können, der das Göttliche herabzieht, es vermenschlicht und vergröbert und so lange versinnlicht, bis er es sich selbst gleichartig gemacht hat, der dann das Netz seiner Vernunftkategorien darüber wirft und nun das Geheimnis zu verstehen glaubt, während er in Wahrheit nur seine eigenen Gedankengespinste sieht und bewundert, hinter denen aber die Wahrheit in keuscher Unnahbarkeit sich verbirgt. Gewiß soll es dem Intellekt nicht verwehrt sein, auch das Geheimnis in den Kreis seiner Kategorien zu ziehen. Er darf es und soll es, schon weil er nicht anders kann. Aber er soll es tun mit dem stets wachen Bewußtsein, daß das Ergebnis dieser seiner Bemühungen nur Analogien und Schattenbilder sind. In der Theologie liegt für den unreligiösen Menschen eine Gefahr, die die Volksseele mit sicherem Instinkt ahnt, die Gefahr, vermessen mit unheiligem Auge das Göttliche schauen zu wollen und von dem unehrfürchtig zu reden, was nur demütig angebetet werden darf. Es ist die gleiche Gefahr, wie sie demjenigen droht, der mit unheiligem Herzen die Schöpfungen der Kunst genießen will: was dem reinen Menschen eine Gottesoffenbarung werden kann, kann jenen in die Unfreiheit des Stofflichen hinabziehen. "Das Unendliche wird nicht umfaßt vom Endlichen," sagt die Schule. Andererseits bleibt doch auch wieder der Satz des Aristoteles wahr, daß, "wer das Wissen um seines eigenen Wertes willen erwählt, die Wissenschaft erwählen wird, welche am meisten Wissenschaft ist; solcher Art aber ist die Wissenschaft von dem am meisten Wißbaren, und das sind die Prinzipien und die Ursachen” (Metaph. A 2, 982b 2), und sein anderes Wort, daß die Wissenschaft vom Göttlichen auch die köstlichste ist, weil eben das Göttliche selbst das Köstlichste ist (983a4).

Die rechte Einstellung zur Wahrheit ist auch die Mutter der wahren Toleranz, die sich glücklich schätzt, die Wahrheit oder den Weg zu ihr zu kennen, und täglich der Gottheit dankt für das hohe Geschenk, aber auch demütig genug ist, um andere nicht deshalb zu verdammen, weil sie weniger glücklich sind auf der Suche nach dem Schatz im Acker und der kostbaren Perle. Das schärfste Urteil aber muß solche treffen, die die Lebensfrage nach der Wahrheit nicht für wichtig genug halten, sich um sie zu bemühen. Das ist der Tod der Seele, die Sünde gegen den Geist. Die Pflicht des Wahrheitssuchens kann ihnen nicht erspart werden; sie lastet auf ihnen so lange, bis sie sie finden, und wenn das ganze Leben und die ganze Ewigkeit daranginge. Wahrheitssuche ist Gottesdienst. Die alten Theologen sind der Meinung, Gott werde einem Menschen eher einen Engel senden, als daß er ihn die Wahrheit verfehlen ließe. Wir drücken diesen absoluten Heilswillen der Gottheit lieber so aus, daß wir sagen: Gott wird im Falle unverschuldeter Verfehlung der Wahrheit den guten Willen für die Tat nehmen und das Verlangen nach der Wahrheit als die Vollmacht zum Eintritt in sein Reich gelten lassen. Daher werden wir alles Mitgefühl haben mit den vergeblich Suchenden, mit denen, die an der Wahrheit oder dem falsch verstandenen Glauben zerbrechen; wir können es aber nicht ebenso haben mit den Blasierten, die, im Stoff vergraben, mit der Wahrheit ein frevles Spiel treiben, die sich die Augen für die Wahrheit geblendet haben oder die Wahrheit, besonders die religiöse, als Mittel zur Erraffung von Gütern der stofflichen Ordnung erniedrigen; denn das ist die Sünde wider den Geist, die weder in diesem noch im anderen Leben vergeben werden kann.

3. Die besondere Natur des Wahrheitsstrebens geht dahin, daß es sich nicht so sehr auf Einzelerkenntnisse als vielmehr auf eine einheitliche Verknüpfung derselben zur Erkenntnis überhaupt wirft, auf die letzten Fragen des Lebens, die wichtiger sind als alle Probleme der Naturwissenschaft, der Geschichte, des sozialen und politischen Lebens, der Technik und Lebenskunst. Es richtet sich auf ein einheitliches Gesamtbild der Wirklichkeit, auf eine Weltanschauung. Mag der Dichter es beklagen, daß an Stelle der bunten Galerie antiker Göttergestalten "ein Einziger herrscht in des Äthers Räumen": der Philosoph und mehr noch der religiöse Mensch kann auf Einheit nicht verzichten, und hier ist jeder Mensch ein Philosoph und ein Religiöser. So steigen wir höher und höher, von Wahrheit zu Wahrheit, mit Dante gleichsam von Stern zu Stern hinauf bis zur Himmelsrose, wo die Auserwählten bei Gott wohnen: die höchste Wahrheit ist die Quelle der Wahrheiten, das eine Wahre die Quelle alles Wahren. Darum kann ein starker Wahrheitstrieb bestehen unabhängig von der Fülle der Erfahrungen und des Einzelwissens und selbst unabhängig von der allgemeinen geistigen Begabung; ja man kann beobachten, daß die Einfalt trotz Unkenntnis der Zeitprobleme oft ein kräftigeres Wahrheitsbedürfnis und einen sichereren Wahrheitstrieb besitzt als Talent und Gelehrsamkeit. Es ist eben der Einheitsgedanke, auf den dieses Bedürfnis abzielt. Alles aus einem Prinzip ableiten zu können, ist nach Kant (Kritik der praktischen Vernunft) das unvermeidliche Bedürfnis der menschlichen Vernunft, “die nur in einer vollständig systematischen Einheit ihrer Erkenntnisse völlige Zufriedenheit findet.” Jede noch so große oder noch so geringe Summe empirischen Wissens kann den Unterbau abgeben für die Aufrichtung einer allgemeinen Weltanschauung.

Wird fortgesetzt.

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29. April
Tötungsfortschritte

Das Angebot der professionellen Tötung von Verzweifelten ist kein Signal der Hoffnung für die Betroffenen, sondern der Beleg dafür, dass sie von der Gesellschaft aufgegeben wurden.

So der niederländische Gesundheitsethiker Prof. Dr. Theo Boer im Interiew mit Stefan Rehder, Lebensforum 4. Quartal 2020, S. 8. Boer war (oder ist sogar?) ein Befürworter der Euthanasie als Notlösung in extremen Fällen qualvollen Sterbens. Durch die Entwicklung der Euthanasie in den Niederlanden ist er nun alarmiert. Er konstatiert, wie die “Legalisierung” einer Grauzone eine neue erzeugt, die nach fortschreitender Legalisierung der Euthanasie ruft, und beobachtet dabei verschiedene Stufen (1): Sterbehilfe aus Furcht vor einem schmerzhaften Sterben; (2): Sterbehilfe aus Furcht vor einem leidvollen Leben; (3) Tötung auf Verlangen aufgrund autonomer Selbstbestimmung; (4) Tötung ohne Verlangen aufgrund der Unterstellung eines solchen Verlangens: der Gnadentod.

Zum Thema: Raimund Klesse: Der Todeswunsch aus psychiatrischer Sicht


28. April
Papst Benedikt und das Naturrecht

Bald jährt sich zum 10. Mal das denkwürdige Ereignis, dass Papst Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag gesprochen hat. In seiner Rede mahnte er, niemals die Macht vom Recht zu trennen, und erinnerte deshalb an die naturrechtlichen Grundlagen des Rechtsstaates. Es waren ausgerechnet katholische Theologen, die ihm in den Rücken fielen. Ich habe mir ihre Kritik genauer angeschaut und in zwei Aufsätzen analysiert. Der eine ist nun in der Mai-Ausgabe des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus erschienen, der andere in der Mai-Ausgabe von Kirche heute. Obwohl es in beiden Texten um dieselbe Thematik geht, sind sie doch ganz unterschiedlich.


28. April
Synodaler Autismus

Längst werden gesellschaftliche Theoriedebatten ohne Umweg über die katholische Lehre und Theologie in das innerkirchliche Gespräch eingeleitet. Lehramtstreue Teilnehmer des Synodalen Weges verzweifeln daran, dass etwa mit Blick auf die Frage der Frauenweihe autistisch die Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit erhoben wird, ohne die katholische Anthropologie und das Verständnis sakramentaler Repräsentation Christi durch den geweihten Mann überhaupt noch als Argument zuzulassen, geschweige denn, sich damit ernsthaft auseinanderzusetzen.

Aus: Oliver Maksan, Die Theologie politisiert sich. Wie eine Rassismus-Debatte das kirchliche Gespräch vergiftet, Tagespost, 24. April 2021


27. April
Das Gewissen - ein Weg zur Gotteserkenntnis?

In der 61. Episode meines Podcasts gehe ich einem spannenden philosophischen Thema nach.


27. April
Moores Folgen

Auf CNA ist heute die 16. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


26. April
Melchior Garcia Sampedro

Vor 200 Jahren, am 26. April 1821, wurde im spanischen Cortes der hl. Melchior Garcia Sampedro OP geboren. Er wurde Missionar und erlitt 1858 in Vietnam das Martyrium.


26. April
Harry Wu

Vor fünf Jahren, am 26. April 2016, starb in Honduras im Alter von 79 Jahren der chinesische katholische Menschenrechtsaktivist Harry Wu. Ab 1960 verbrachte er 19 Jahre in chinesischen Arbeitslagern. 1985 konnte er in die USA emigrieren. Seinen erschütternden Lebenslauf schildert er in seiner Autobiographie Donner der Nacht, die wir hier auf kath-info bereits vorgestellt haben.


25. April
Die Jungfrau von Guadalupe und ihr Weg nach Mexiko

Von Carolin Holterhoff

11. Folge

Cortés hatte zwar den Indianern vom christlichen Glauben erzählt und mit Pater Olmedo einen guten und treuen Diener Gottes an seiner Seite, doch er hatte Montezuma auch gesagt, dass er nur gekommen sei, um die Botschaft zu verbreiten und dass nach ihm gute und heiligmäßige Männer kämen, die ihnen alles besser erklären könnten (Diaz del Castillo, Die Eroberung von Mexiko, S. 207). Tatsächlich hatten sich bereits 1521, nachdem die ersten Erfolge in Spanien bekannt geworden waren, zwei Franziskaner, der Spanier Pater Francisco de los Angeles und der Flame Pater Jean Glapion, entschlossen, nach Mexiko zu gehen und Papst Leo X. hatte am 25. April 1521 die Erlaubnis erteilt. Doch Pater Glapion starb kurz darauf und Pater de los Angeles wurde im Orden unabkömmlich. Drei andere Franziskaner, zwei flämische Priester und ein Laienbruder, reisten kurz darauf nach Mexiko, doch die beiden Patres starben bald. Der Laienbruder, Pieter von Gent, auch Pedro von Gante genannt, wirkte dort aber lange und erfolgreich.

Im Mai 1522 wurde Adrian von Utrecht zum Papst Hadrian VI. gewählt; der ehemalige Lehrer des Kaisers war als dessen Stellvertreter in Spanien gut über die Situation in Mexiko informiert und veröffentlichte eine Bulle, die den Bettelorden erlaubte, ausgewählte Brüder in die Mission nach Mexiko zu schicken. Pater de los Angeles, der inzwischen zum Generaloberen der Franziskaner gewählt worden war, erteilte Pater Martín von Valencia im Oktober 1523 den Auftrag mit zwölf Ordensbrüdern nach Mexiko zu gehen und die Indianer zu bekehren. Bereits im Januar 1524 reiste Pater Martín mit nur elf Franziskanerbrüdern ab, da einer in Spanien aufgehalten wurde. Am 13 Mai 1524 erreichten sie Vera Cruz und obwohl Cortés sie mit allen Ehren und Annehmlichkeiten empfangen ließ, reisten sie die 200 km nach Mexiko-Stadt in ihren dünnen Mönchskutten und barfuß. Sie wollten den Unterschied zu den Spaniern deutlich machen, die seit der Eroberung vermehrt nach Neuspanien kamen und nur Gold und Reichtum im Sinn hatten. Dieser Marsch wurde im Übrigen eine Tradition, der alle Franziskaner, die zum ersten Mal in das Land kamen, bis ins 19. Jahrhundert folgten (Carroll, Our Lady of Guadalupe and the Conquest of Darkness, S. 83).

In Tlaxcala wurden sie begeistert empfangen und als sie sich Mexiko näherten, kam ihnen Cortés mit der gesamten Mannschaft sowie den vornehmen Indianern entgegen; er kniete vor Pater Martín nieder und wollte seine Hand küssen, doch als dieser das verhinderte, küsste er seine Kutte. Dieses demütige Verhalten gegenüber den ärmlich gekleideten Mönchen sollte die Indianer natürlich beeindrucken, damit sie sie achteten und auf ihr Wort hörten, doch Cortés war trotz seiner Fehler und Schwächen selbst tief gläubig. Er hatte nicht nur das aztekische Reich für seinen König in Besitz genommen, sondern auch den Weg für die Evangelisierung der Indianer geebnet, die jetzt beginnen konnte. Die sogenannten zwölf Apostel gründeten sofort vier Häuser in Mexiko-Stadt, Texcoco, Tlaxcala und Huexotzinco. Sie lernten Nahuatl und Ende 1526 waren einige von ihnen bereits in der Lage, sich ohne Dolmetscher mit den Indianern zu unterhalten und das Wort Gottes zu verkünden.

Politisch lief es weniger gut, denn in diesem Bereich kamen die negativen charakterlichen Eigenschaften und Begierden von Männern zum Tragen, die für die Arbeit der Missionare sehr schädlich waren. Nach dem Sieg in Tenochtitlan hatte Cortés einen zweiten Bericht über die Ereignisse an Kaiser Karl V. geschrieben. Seine Vertreter Alonso Hernández Portocarrero und Francisco de Montejo in Spanien setzten sich gemeinsam mit seinem Vater Martín Cortés weiter für ihn ein, doch auch die Vertreter des Diego Velázquez, waren in Spanien und brachten viele Anschuldigungen gegen ihn vor. Der Kaiser setzte eine Untersuchungskommission ein, und aufgrund ihrer Ergebnisse sprach er Cortés 1522 das Gouverneursamt über Neuspanien zu und bestätigte ihn als Generalkapitän. Cortés hatte bereits kommissarisch die Verwaltung des neuen Reiches übernommen und ließ Tenochtitlan als Mexiko-Stadt wiederaufbauen. Er schickte Truppen ins Landesinnere, um weitere Gebiete für den König in Besitz zu nehmen und nach Goldvorkommen zu suchen. Als Cristóbal de Olid, den er nach Honduras geschickt hatte, sich von ihm lossagte und dort selbst herrschen wollte, setzte sich Cortés 1524 an die Spitze eines weiteren Corps, um die Angelegenheit zu klären. Dies war eine folgenreiche Entscheidung, denn sie kostete ihn sein Amt als Gouverneur und er spielte keine Rolle mehr in der Geschichte Mexikos; seinen weiteren Unternehmungen war kein Erfolg mehr beschieden. Er hatte mit Alonso de Estrada, Rodrigo de Albornoz, Gonzalo de Salazar und Pedro Almindez Chirino gleich vier Stellvertreter zurückgelassen, die ihm aber nicht wohlgesonnen waren. Auch untereinander waren sie zerstritten und hielten sich selbst nicht an die Gesetze. Da es über acht Monate kein Lebenszeichen von Cortés gab, erklärte man ihn für tot und jeder, der anderer Meinung war, wurde bestraft. Pater Martín versuchte schließlich mit einem Interdikt und der Exkommunikation der Übeltäter die Lage zu beruhigen, aber seine Autorität war auf seinen Orden begrenzt und gegen eine milde Strafe musste er die Exkommunikation aufheben (Carroll, Our Lady of Guadalupe and the Conquest of Darkness, S. 87).

Wird fortgesetzt.

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24. April
Über das Lebensgefühl der ersten Christen

Zum morgigen 3. Sonntag nach Ostern kann ich diese Predigt anbieten: Noch eine kleine Weile.


24. April
Schulung für den Missbrauch

Nüchtern und präzise wies sie [Karla Etschenberg in ihrem Vortrag Helmut Kentlers Erbe] nach, dass und auf welche Weise „sexuelle Bildung“ sexuellen Kindesmissbrauch nicht nur nicht verhindere, sondern sogar „normalisiert und erleichtert“. Indem Kinder über das vielfältige Sexualleben von Erwachsenen informiert und von klein auf an sexuelle Handlungen gewöhnt würden, würden die Merkmale für sexuellen Missbrauch an Kindern systematisch ihre Anwendbarkeit auf Situationen verlieren, die ansonsten unter den Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs fallen. Das ist sozusagen Schulung für den Missbrauch am eigenen Leib.

Aus: Franz Salzmacher, Moritz Scholtysik, Anleitung zum Missbrauch (Tagespost vom 22. April 2021), einem Bericht über das Online-Symposium »Heikle Beziehungen: Sexualpädagogik und Kindesmissbrauch«, das Demo für alle am 17. April 2021 durchgeführt hat. Die Vorträge sind auf Youtube zugänglich, darunter auch der Vortrag von Prof. Dr. Karla Etschenberg.

Weitere Infos über Kentler & Co.


23. April
Rescuing Reason

By P. Engelbert Recktenwald

In February 1943, C. S. Lewis held three lectures at the University of Durham. They were published the same year under the title “The Abolition of Man”. Lewis describes the abolition of man as a result of the abolition of reason.

The following year, in February 1944, the Marxist philosopher Max Horkheimer held lectures at Columbia University in New York, which were published in 1947 under the title “Eclipse of Reason.”

Horkheimer criticizes the same process as Lewis. While Lewis is almost entirely ignored in the world of philosophy, Horkheimer’s analysis was highly regarded, even though it was not able to stop the development which it lamented. More significant, though, is a further difference between the two of them: While Horkheimer did not find any recipe for rescuing reason, Lewis can help us.

The starting point for Lewis’s considerations is a narrative scene in a schoolbook, in which ... weiterlesen


23. April
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Stimmen zur wichtigen Neuerscheinung Die verlassene Generation habe ich auf einer eigenen Seite versammelt. Die Predigt Silberne Tiefen ist auf der Borjaseite, der Podcast Erneuerung kraft Frauenpriestertums auf der Bognerseite eingebettet. Das schöne Zitat des Papstes über das Opfer des Sohnes habe ich der geschändeten Barmherzigkeit zugesellt.


21. April
Die neue Glaubensregel

Und so stelle ich fest, dass untergründig eine neue Glaubensregel propagiert und massiv verteidigt wird. Sie lautet: Auf keinem Fall darf einer dem Anderen das Katholischsein absprechen. Dieser Satz wiederum wird nun häufig mit einer sachlich wie moralisch vorgetragenen Vehemenz formuliert, dass der Eindruck entsteht, dies sei nun das eigentliche Dogma des derzeitigen Diskurses. (...) Hier stehen wir also an einem Punkt ziemlich umgedrehter Verhältnisse. Die weithin geteilte und mit großer Vehemenz fortwährend wiederholte neue Glaubensregel lautet: Niemand möge dem anderen bitteschön erklären dürfen, was er sage, sei nicht katholisch. Dafür aber dürfen die sich in der Mehrheit Wähnenden inzwischen schamlos solche Gläubigen Spalter und sogar Rassisten nennen, die sich der geltenden Lehre verpflichtet wissen.

Aus: Bischof Stefan Oster, Ist Katholizismus „rassistisch“ – Und wer ist eigentlich katholisch? Es handelt sich um eine Antwort auf den Rassismus-Vorwurf von Johanna Rahner.

Vgl. Recktenwald: Noch Platz für den Glauben?


21. April
Antonio Rosmini

Vor 200 Jahren, am 21. April 1821, wurde in Chioggia der selige Antonio Rosmini (1797-1855) zum Priester geweiht. “Rosmini hat das Verdienst, dass er zeitlich etwas später als V. Buzzetti in Piacenza (um 1812), doch vor M. Liberatore, den Neuthomismus in Italien mitheraufgeführt hat” (LThK, 1. Auflage).


19. April
Jetzt will ich meine Schafe selber suchen

Nur auf dem Hintergrund der gewaltigen Anklage und Verheißung Gottes in Ezechiel 34 können wir das ganze Gewicht der Aussage Jesu verstehen: “Ich bin der gute Hirt.” Hier meine Predigt zum gestrigen Guten-Hirten-Sonntag.

Achtung: Falls hier nicht die Predigt zum Ostersonntag erscheint, sondern eine ältere Predigt, dann folgen Sie diesem Link.


19. April
Rassismus und Sklaverei

Die «schwarze» Version des Fluches spielte in den grossen spanischen Debatten des 16. Jahrhunderts über Legitimität und Illegitimität des Versklavens keine Rolle; kein offizielles Dekret der katholischen Kirche zur Sklaverei hat sie je zitiert. Anders im Protestantismus. Als die karibische Sklaverei in der Mitte des 17. Jahrhunderts zu einer schwarzen Sklaverei wurde, übernahmen protestantische Apologeten der Sklaverei die islamische Version des Fluches. Diese Rezeption ist deswegen paradox, weil ihre Bibelfestigkeit gerade Protestanten hätte nötigen müssen, sich an den Wortlaut von Genesis 9,25 zu halten.

Aus: Egon Flaig, Sklaven von Natur – über die Entstehung des Hautfarbenrassismus, in der NZZ


18. April
Das Zitat

Gott hat den Menschen viele Kräfte gegeben, die aber erst geweckt werden müssen: Glaube, Hoffnung, Liebe werden nicht zur Tugend, wenn sie nicht erprobt werden. Glaubenshelden sind geworden in der Zeit der Prüfungen.

Gerhard Hirschfelder, im KZ Dachau


18. April
Franz Böckle

Vor 100 Jahren, am 18. April 1921, wurde in Glarus der Moraltheologe Franz Böckle geboren. Er lehrte in Chur und Bonn und wurde zum bekanntesten Moraltheologen im deutschen Sprachraum. Ihm widmet Georg May in seinem monumentalen Werk 300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie (Stuttgart 2017) fünf Seiten (S. 852-857). Über die Charakterisierung Böckles im LThK als einen “der maßgeblichen Erneuerer der Moraltheologie im Geist des Vaticanum II” schreibt May: “Es ist unbegreiflich, wie eine derartige Charakterisierung durchgehen konnte. Denn es ist sonnenklar, dass Böckle im offenen Widerspruch zur Lehrer der genannten Versammlung steht.” Böckle lehrte, es gäbe keine in sich schlechten Handlungen. Als Papst Johannes Paul II. diese Lehre zurückwies (vgl. auch Spaemann über diese Lehre), war dies für Böckle kein Grund, sich dem Lehramt zu beugen, sondern im Gegenteil den Papst durch seine Unterschrift unter die Kölner Erklärung frontal anzugreifen. Der Moraltheologe Gustav Ermecke bescheinigte Böckle “ein makabres Umgehen mit der kirchlichen Lehre.” Dennoch stand Böckle bei der Deutschen Bischofskonferenz in hohem Ansehen und fungierte als deren Berater. “Diese Rolle sagt wenig über die Qualität seiner Theologie, aber viel über den Zustand des Corpus Episcoporum aus” (May, S. 853). Böckle starb am 8. Juli 1991 in Glarus.


17. April
Der Gute Hirte

Zum morgigen Guten-Hirten-Sonntag kann ich zwei Predigten anbieten:

Wir leben von seinen Rosen

Das Kennen des Hirten


17. April
Adam Contzen

Vor 450 Jahren, am 17. April 1571, wurde in Monschau der Exeget Adam Contzen SJ geboren. Von 1610 bis 1621 lehrte er Exegese in Mainz. 1624 wurde er Beichtvater Maximilians von Bayern. Er starb am 19. Juni 1635 in München. “Contzens geschickte Verteidigung der Kontroversen Bellarmins und seine irenischen Werke: De pace Germaniae (Mainz 1616 u.ö.), Jubilum Jubilorum (ebd. 1618; beim Reformationsfest 1617) u.a. zeigen Scharfsinn und Erudition in edler und klarer Form” (LThK, 1. Auflage).


17. April
Erwin Iserloh

Vor 25 Jahren, am 14. April 1996, starb in Münster im Alter von 81 Jahren der Kirchenhistoriker Erwin Iserloh.


16. April
Willibrord Benzler

Vor 100 Jahren, am 16. April 1921, starb in Lichtental (Baden) im Alter von 67 Jahren Willibrord Benzler OSB. Er trat 1876 bei den Benediktinern in Beuron ein, wurde dort 1887 Prior, 1893 Abt in Maria Laach, 1901 Bischof von Metz. “Eine edle, innerliche Mönchsgestalt, glücklicher im Kloster als auf dem nach Vorschlag Kaiser Wilhelms II ihm übertragenen schwierigen Stuhle von Metz” (LThK 1. Auflage).


16. April
Luther in Worms

Vor 500 Jahren, am 16. April 1521, traf Luther in Worms ein, um vor dem Reichstag zu erscheinen. Um 10 Uhr vormittags fuhr er “auf seinem von Edelleuten begleiteten Rollwägelchen durch die dichtgedrängten Straßen in Worms ein. Am nächsten Tag, nachmittags um 6 Uhr, stand er in der bischöflichen Pfalz vor Kaiser und Reichstag” (Erwin Iserloh im Handbuch der Kirchengeschichte, Band IV, S. 79). Am 14. April hatte Luther von Frankfurt aus an Spalatin geschrieben: “Wir werden nach Worms gehen allen Pforten der Hölle und den Mächten in der Luft zum Trotz” (ebd.).


15. April
Die Folgen der Postmoderne

Sie [Basad] zeigt auf, wie die Gedanken postmoderner Philosophen wie Michel Foucault und Jacques Derrida im Laufe weniger Jahrzehnte zu einer Ideologie geformt wurden, die keine Debatte mehr zulässt, keine Erkenntnisse anerkennt, den Rassismus neue Triumphe feiern lässt und Unterwerfung und Scham fordert. Und wie dieses Denken längst Teile unseres Alltags bestimmt, weil es von der Politik und vielen, vor allem öffentlich-rechtlichen, Medien übernommen wurde. Basad beschreibt eine Ideologie, die mit der Behauptung Karriere gemacht hat, nicht nur alle Weißen sondern auch Aufklärung und der Westen seien „strukturell rassistisch“ ...

Aus: Stefan Laurin, Judith Sevinç Basad schämt sich nicht.


15. April
Georg Heinrich Kirstein

Vor 100 Jahren, am 15. April 1921, starb in Mainz im Alter von 62 Jahren Georg Heinrich Kirstein. 1903 war er zum Bischof von Mainz gewählt worden. “Ein Mann von edler Volkstümlichkeit, war Kirstein erfolgreich besonders in der praktischen Seelsorge, die er auch als Bischof gern übte” (LThK, 1. Auflage).


14. April
Das Argument der offenen Frage

Auf CNA ist heute die 15. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


14. April
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Meldungen über die Agenda der Transgender-Aktivisten habe ich auf einer eigenen Seite versammelt. Die Predigt In Ihm allein ist Heil ist auf der Seite über Befreiungstheologie, die Predigt Marianisch werden auf der Marienseite eingebettet. Meine Glosse Was ist vorüber? habe ich dem Maksan-Artikel über Führung statt Stuhlkreise zugesellt.


13. April
Kennen wir die Sprache der Liebe?

Die 60. Folge meines Podcasts ist erschienen: dieses Mal eine ganz unphilosophische und allgemeinverständliche Betrachtung über Torheit, Wahrheit, Schönheit und Kühnheit göttlicher Liebe in der Eucharistie - und über die alles entscheidende Frage, ob wir zu den Auserwählten gehören.


13. April
Georg Matulaitis

Vor 150 Jahren, am 13. April 1871, wurde im litauischen Marijampolė Georg Matulaitis (auch Jerzy Matulewicz) geboren. 1898 empfing er die Priesterweihe, 1909 trat er in die Kongregation der Marianer ein, 1918 wurde er Erzbischof von Vilnius. Er starb am 27. Januar 1927 in Kaunas und wurde 1987 seliggesprochen.


12. April
Umkehr

Umkehr, Buße, Vergebung der Sünden und Barmherzigkeit sind so zentrale Inhalte der Lehre Jesu, dass ohne diese Inhalte etwas ganz Wesentliches des christlichen Glaubens verloren ginge. Der Mut zum Bekenntnis, die Einsicht auch in die eigene Schuld, das Annehmen von Vergebung, wenn das alles fehlt, dann fehlt Entscheidendes im christlichen Glauben, da gerät der Weg der Jesusnachfolge ins Ungleichgewicht.

P. Dr. Johannes Paul Chavanne OCist im Interview mit Christa Pfenningberger, in: Feuer und Licht März 2021, S. 18

Recktenwald: Buße als Aufklärung


12. April
Gerd-Klaus Kaltenbrunner

Vor zehn Jahren, am 12. April 2011, starb in Lörrach im Alter von 72 Jahren der Schriftsteller Gerd-Klaus Kaltenbrunner. Über ihn hat Pirmin Meier auf kath-info einen bemerkenswerten Artikel geschrieben.


11. April
Engelbert Kirschbaum

Vor 100 Jahren, am 11. April 1921, schloss sich der Archäologe Engelbert Kirschbaum (1902-1970) dem Jesuitenorden an. Er war beteiligt an den Ausgrabungen in Rom (St. Peter), Montecassino und Santiago de Compostela.


10. April
Die Wertfrage

Daher ist die aus meiner Sicht wesentliche und grundsätzliche philosophisch und theologisch relevante Frage: Bringen wir selbst „Werte“ aus uns und unseren Vorstellungen vom Leben zustande? Oder liegen unserem Leben „Werte“ voraus, in die wir hineinfinden und die wir dann unsererseits mitgestaltend leben? Leben Wertungen von (objektiven?) Werten, die es schon gibt? Oder sind alleine unsere unterschiedlichen Wertungen in allen möglichen Gesellschaften die eigentlichen Produktionsstätten von „Werten“?

Aus: Bischof Stefan Oster, Wer kann gesegnet werden? Und was ist dazu die Lehre der Kirche?

C. S. Lewis und die Wertfrage


10. April
Lorenz Werthmann

Vor 100 Jahren, am 10. April 1921, starb in Freiburg im Breisgau im Alter von 62 Jahren Lorenz Werthmann, der “zu den großen Sozialpolitikern und Priestergestalten seiner Zeit” (LThK, 3. Auflage) zählt. 1897 gründete er den Deutschen Caritasverband.


9. April
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

12. Folge

Dieser immer feiner und sorgfältiger zu gestaltenden Sonderung leistet nun unser reales Verflochtensein in den Wirklichkeitszusammenhang auf der einen Seite unschätzbare Dienste: Die Notwendigkeit, den auf uns unaufhörlich anstürmenden Einflüssen der Umwelt sich immer besser anzupassen, hält unser einmal gewecktes Wirklichkeitsinteresse in steter Erregung und wirft zugleich alle voreilig und einseitig konstruierten Erkenntnisgebäude unbarmherzig über den Haufen. So ist das durch jene Einflüsse ausgelöste Erleben das unerschöpfliche Korrektiv für jede Etappe unserer Erkenntnis des Wirklichen. Obwohl übrigens dieses Erkennen von vornherein im Dienste jener Sonderung steht, ist die Aufmerksamkeit des Betrachters der Wirklichkeit - entsprechend dem allmählichen Erwachen und Erstarken des Ich-Bewusstseins - nicht von Anfang an auf diese beiden Beziehungsglieder eingestellt. An einer Sichtung und Ordnung des von der Umwelt an uns Herantretenden, das, wie wir bereits wissen, ungestüm von uns einen praktischen Entscheid fordert, kräftigt sich unser selbständiges Denken; in der Orientierung innerhalb der uns umgebenden Lebensverhältnisse sehen wir unser nächstes Erkenntnisziel. Aber eben in dem Maße, als wir in der Umwelt uns zurechtfinden, und als wir lernen, die in ihr herrschende, in sich geschlossene Gesetzmäßigkeit zu beachten, schärft sich auch unser Blick für die Würdigung unserer Subjektivität, und zwar sind es die uns beunruhigenden Unstimmigkeiten zwischen dem, was wir in uns vorfinden und dem, was wir als beharrliche Ordnung an der Wirklichkeit bewundern, die den ersten Anstoß zu einer reinlichen Scheidung beider Gebiete geben, und jetzt beginnt jenes unaufhörliche Wechselspiel zwischen dem objektiven Eindruck und der subjektiven Einsicht, das nicht bloß zu einer Sonderung, sondern auch zu einer Bereicherung unserer Erkenntnis auf beiden Gebieten führt.

Auf der anderen Seite freilich kompliziert gerade jene unaufhörliche Wechselwirkung zwischen Bewusstseinssubjekt und realer Umwelt den Erkenntnisprozess in hohem Grade! Zunächst wird nämlich das rein theoretische Verhalten diesem Ordnungsproblem gegenüber durch die praktischen Interessen, die mit allem Wirklichkeitsgeschehen mehr oder minder eng stets verbunden sind, ungemein erschwert, ja, bei manchen Fragen, wie besonders bei den uns besonders nahe angehenden Anforderungen des Alltagslebens und bei den alle in gleicher Weise unmittelbar berührenden allgemeinsten Lebensfragen, eigentlich ganz unmöglich gemacht. Wir sind nur zu oft Partei, wo wir streng sachlich uns entscheiden sollen! So bleibt unserem Urteil meist ein Charakter der Bedingtheit eingeprägt, der die Allgemeingültigkeit unserer Erkenntnisakte naturgemäß beeinträchtigt.

wird fortgesetzt.

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