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* * *

24. Juni
Petrus Donders

Vor 150 Jahren, am 27. Juni 1867, legte der selige Petrus Donders C.Ss.R. (1807-1887) bei den Redemptoristen seine ewigen Gelübde ab. Er wirkte 45 Jahre lang als Missionar in Surinam und half besonders den Aussätzigen, so dass er den Ehrentitel “Apostel der Aussätzigen” erhielt. Am 23. Mai 1982 wurde er seliggesprochen.


24. Juni
Jean-Gabriel Coltee

Vor 150 Jahren, am 27. Juni 1867, wurde in Lisieux der Missionar Jean-Gabriel Coltee MSC geboren. Er trat 1888 bei den Herz-Jesu-Missionaren von Issoudun ein, kam 1893 als Missionar nach British Neu Guinea und wirkte ab 1902 als Schatzmeister seines Ordens in Australien. Er starb am 26. Januar 1945 in Frankreich.


24. Juni
Jerónimo Xavier

Vor 400 Jahren, am 27. Juni 1617, starb in Goa im Alter von 68 Jahren der Indienmissionar Jerónimo Xavier SJ. 1581 kam er nach Indien, wirkte von 1595 bis 1614 am Hof der Mogulkaiser Akbar und Jahangir und wurde so zum Gründer der Mogulmission. Er war ein Großneffe des hl. Franz Xaver (1506-1552).


24. Juni
Heinrich von Harcley

Vor 700 Jahren, am 26. Juni 1317, starb in Avignon der Theologe Heinrich von Harcley. Er war Skotist, Kanzler der Unversität von Oxford und vertrat deren Anliegen am päpstlichen Hof von Avignon gegen den Predigerorden.


24. Juni
Joseph Yuan Zaide

Vor 200 Jahren, am 24. Juni 1817, starb im chinesischen Chengdu als Märtyrer im Alter von ca. 50 Jahren der Priester Joseph Yuan Zaide. In der Christenverfolgung unter Kaiser Kia-Kin wurde er erdrosselt. Am 27. Mai 1900 wurde er seliggesprochen, am 1. Oktober 2000 mit 119 weiteren Märtyrern heiliggesprochen.


23. Juni
Götzendienst oder Gottesverherrlichung?

“Die katholische Kirche muß ein Werk des Teufels sein. Ihr betet ein Stück Brot an. Einen schlimmeren Götzendienst kann man sich gar nicht vorstellen”, so sagte vor Jahren ein evangelischer Christ zu mir. Ich dankte ihm für seine Worte. Da war endlich mal einer, der konsequent zu Ende gedacht hatte. Denn es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist Jesus nach der Wandlung nicht da - dann muß man diesen gotteslästerlichen Glauben daran entschieden ablehnen. Oder Jesus ist wirklich gegenwärtig, als wahrer Mensch und wahrer Gott - dann gibt es zur katholischen Kirche und zur Anbetung des Herrn im allerheiligsten Altarsakrament keine Alternative.

Ulrike und Thomas Schührer in ihrem Editorial zum Durchblick Nr. 94, Juni 2017


23. Juni
Jean Blanlo

Vor 400 Jahren, am 24. Juni 1617, wurde in Bayeux der Theologe Jean Blanlo geboren. Er dozierte Theologie im berühmten Priesterseminar von St. Sulpice, das Jean Jacques Olier gegründet hatte. Er schrieb das Buch L’Enfance chrétienne, durch welches er ein zu Unrecht in Vergessenheit geratener Vorläufer der Spiritualität der kleinen hl. Theresia wurde, aber auch - wie Spaemann in seinem Buch Fénelon. Reflexion und Spontaneität zeigt - Fénelons in dessem Streben nach der reinen Liebe, die in kindlicher Einfachheit ohne Reflexion auf sich selbst das Gute erstrebt und tut. Blanlo starb am 4. April 1657, zwei Tage nach Olier.


23. Juni
Louis Brisson

Vor 200 Jahren, am 23. Juni 1817, wurde in Plancy-l’Abbaye (Aube) der selige Louis Alexandre Sosthène Brisson, der Gründer der Oblaten und der Oblatinnen des hl. Franz von Sales, geboren. Seine Lebensbeschreibung aus der Feder von Dr. Josef Bordat findet sich auf kath-info.


22. Juni
Symbolik

oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

125. Folge

Dem Worte dieses Theologen fügen wir eine Stelle Bellarmins bei, der ungefähr ebenso lange nach dem Auftreten Luthers lebte, als Nikolaus von Cusa vor demselben. Er macht zu Gal. V, 6.: “in Christo gilt weder die Beschneidung noch die Vorhaut, sondern der Glaube, der durch die wirksam ist”, die Bemerkung: “damit es keine Veranlassung zur Verwirrungen gebe, erklärt derselbe Apostel (Paulus), welchen Glauben er den rechtfertigenden nenne, wenn er sagt: ‘in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut’, d. h. weder das den Juden gegebene Gesetz, noch die Werke der Heiden machen gottgefällig, sondern der Glaube; aber nicht jeder Glaube, sondern nur der, welcher die Liebe wirksam ist, d. h. der Glaube, der durch die Liebe bewegt, gestaltet (formatur) und gleichsam belebt wird. Ist demnach die Liebe das belebende Princip (forma) des Glaubens, so... sagen die Katholiken mit Recht, der Glaube ohne die Liebe sei tot (informis), mit der Liebe lebendig (formata)” (Bellarm. de justific. L. II. c. 4. Opp. Tom IV. p. 709).

wird fortgesetzt


21. Juni
Neu im Personenregister:
Robert M. Zoske, Rudolf Acquaviva


21. Juni
Francesco Spinelli

Vor 25 Jahren, am 21. Juni 1992, wurde Francesco Spinelli (1853-1913) seliggesprochen. Er war Priester, Professor der Philosophie in Bergamo und Gründer der Anbetungsschwestern (Suore Adoratrici del Santissimo Sacramento).


20. Juni
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

55. Folge

So hat die Mitteilung der göttlichen Natur an die Geschöpfe, so hat die Gnadenordnung in beiden innergöttlichen Ausgängen gleichmäßig ihre Wurzel, aber darum nicht zwei voneinander unabhängige Wurzeln, sondern eine zweifibrige Wurzel, in welche sie sich hinabsenkt, aus der sie hervorwächst. Denn wie jene beiden Prozesse nur ein organisches Ganzes bilden, wie einer durch den andern bedingt und ergänzt wird: so bedingen und ergänzen sie sich auch in ihrer Beziehung auf die Mitteilung der göttlichen Natur nach außen, indem jeder in seiner Weise, aber in wechselseitiger Abhängigkeit dieselbe begründet, so zwar, daß der Ausgang des Sohnes vorzugsweise als Ideal das Wesen und die Denkbarkeit des Verhältnisses, in das wir zu Gott als Mitbrüder des Sohnes treten sollen, der Ausgang des Heiligen Geistes hauptsächlich als Motiv und Maßstab den Modus der Verwirklichung desselben begründet.

Ohne den Ausgang des Heiligen Geistes, mit bloßer Rücksicht auf den des Sohnes, könnte man glauben, die göttliche Liebe, die doch ebensosehr fruchtbar sein muß wie die göttliche Erkenntnis, müsse sich mit Notwendigkeit nach außen ergießen, und so würde die Freiheit derselben beeinträchtigt. Diese Freiheit und damit die reine überfließende Gnade, wodurch Gott sich zu den Geschöpfen herabläßt, wird erst daraus begriffen, daß die göttliche Liebe in sich selbst ein Produkt hervorbringt, in das sie sich ganz ergießt. Ohne den Ausgang des Sohnes aber läßt sich der des Heiligen Geistes überhaupt nicht denken, weil er denselben in seinem Begriffe wesentlich voraussetzt. Auch soll ja durch die liebevolle Mitteilung der göttlichen Natur an die Geschöpfe zwischen ihnen und Gott nicht das Verhältnis hergestellt oder reproduziert werden, welches zwischen dem Heiligen Geiste und den spirierenden Personen besteht - sonst müßten die Geschöpfe Geister, nicht Kinder Gottes genannt werden, sie müßten nicht bloß mit Gott verbunden, sondern auch das Band einer solchen Verbindung sein. Nein, nur das Verhältnis zwischen Vater und Sohn, dessen Frucht der Heilige Geist ist, und in dem sich Gott besonders ob dieser Frucht so wohlgefällt, soll durch dieses Wohlgefallen an die Kreatur übermittelt, in ihr reproduziert werden.

Um also die volle Wahrheit auszudrücken, müssen wir sagen: wie der erste Ausgang im zweiten abschließt, so ist er auch in ihm und durch ihn der Grund und die Wurzel seiner Nachbildung in der Kreatur. Der zweite, die innern Ausgänge und Mitteilungen abschließende Ausgang ist gleichsam der Konduktor für die Überleitung des ersten nach außen in die Kreatur. Die Mitteilung der göttlichen Natur vom Vater in den Sohn durch die Zeugung kann nur in der weiteren Mitteilung derselben durch die Liebe an den Heiligen Geist ihren Weg in die Kreatur finden. Und so erscheint der Heilige Geist wie als das Resultat der Einheit von Vater und Sohn, so als Vermittler der diesem Verhältnisse nachgebildeten Einheit Gottes mit der Kreatur.

Ist es also nicht wahr, daß die Kenntnis von der Prozession der dritten Person in der Gottheit zum vollen Verständnis unserer übernatürlichen Beziehungen zu Gott ebenso notwendig ist als die Kenntnis der Zeugung des Sohnes, und daß folglich die Kenntnis der Dreifaltigkeit überhaupt auf das innigste mit der unseres eigenen übernatürlichen Zustandes zusammenhängt? Ist es nicht wahr, daß dieses an sich für das Geschöpf transzendentale Dogma, sobald wir selbst durch die Gnade über unsere Natur emporgestiegen und der göttlichen teilhaft geworden sind, in die innigsten Beziehungen zu uns tritt und für uns auf dieser Höhe aufhört, transzendental zu sein? Ist es ferner nicht klar, daß in der übernatürlichen Gnadenordnung die Dreifaltigkeit in Gott aus der absoluten Einheit, in der sie für sich, der bloßen Vernunft und Natur gegenüber, dasteht, als solche sich auch nach außen entfaltet und mit der ihr nachgebildeten, an sie angeschlossenen Gnadenordnung auf das innigste verflochten erscheint? Leuchtet es nicht ein, warum die Offenbarung des Neuen Bundes im Gegensatz zu der des Alten, indem sie uns den klaren Begriff und den reichen Inhalt der Kindschaft Gottes übermittelt, sich auch immer bemüht, nicht sosehr den einen Gott, als die einzelnen Personen in ihren besondern Verhältnissen hervorzuheben und zu dem Ende auch den einzelnen Personen einzelne bestimmte Verhältnisse und Wirkungen in Bezug auf uns beizulegen?

Wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


19. Juni
Das Zitat

Ich habe das tiefe Vertrauen zu meinem lieben Vater im Himmel, dass alles gut wird, und darum harre ich mit innerer Ruhe all der Dinge, die da kommen.

Sel. Alois Andritzki


19. Juni
Eva Lavallière

Vor 100 Jahren, am 19. Juni 1917, konvertierte in Lothringen Eva Lavallière (1866-1929), ein gefeierter Bühnenstar ihrer Zeit, nach einem ausschweifenden Leben zum katholischen Glauben und empfing die hl. Kommunion. Diesen Tag betrachtete sie fortan als den wichtigsten in ihrer Biographie, an dem ihr wahres Leben begann. “Herr... ich werfe mein Elend in den Ozean Deiner Heiligkeit.” In liebendem Gottvertrauen wurde sie zu einer Büßerin und heiligmäßigen Mystikerin. Ihr beeindruckender Lebensweg ist in der Broschüre Die Geschichte der Eva Lavallière beschrieben, die man bei mir (siehe Impressum) kostenlos beziehen kann.


18. Juni
Celeste Crostarosa

Vor einem Jahr, am 18. Juni 2016, wurde die Mystikerin Celeste Crostarosa (1696-1755) seliggesprochen. Sie gründete 1731 den Orden der Redemptoristinnen und bewog den hl. Alfons Maria von Liguori zur Gründung der Redemptoristen im darauffolgenden Jahr. Der hl. Alfons trug zu seinem Trost immer den Brief bei sich, in dem die Selige ihm mitgeteilt hatte, dass sie den Platz im Himmel, den er einmal erreichen würde, geschaut habe. Unter den zahlreichen Botschaften, die sie erhielt, findet sich auch diese Passage:

“Schau auf dich, was du in Wirklichkeit bist: wie ein kleines Kind im Mutterschoß, das mehr in der Mutter als in sich selbst Leben hat. Es leistet nichts außer dem, was die Mutter tut, es läßt sich von der Mutter nähren. So sei es mit dir, Tochter. Ich bin deine Mutter; in der Schöpfung habe Ich dich aus Meiner Liebe heraus geschaffen. Ich erhalte dich im Schoß Meiner ewigen Liebe. Ich nähre und behüte dich. Aus dir selbst hast du kein Vermögen zu irgendeinem guten Werk, es sei denn aus dem Wirken deiner Mutter. Würdest du diesen Mutterschoß verlassen, so wäre es um all deine Lebenskraft geschehen, und du würdest zugrunde gehen. Jeder Erdenpilger ist wie ein Embryo nach seiner Empfängnis im Mutterschoß der Frau; stößt ihn die Natur unreif aus dem Mutterschoß aus, so ist es um sein Leben geschehen; so verhält es sich mit dem Erdenpilger, wenn er sich von seinem Ursprung trennt. Nun will Ich dich also wie ein Kind im Schoß deiner Mutter! Auch du sollst nichts anderes wollen als diesen Mutterschoß, der dir Leben und Schutz gibt, und du wirst frei sein von jeder menschlichen Gefährdung. Du birgst dich in deinem Mutterschoß, indem du dich ganz Meiner Weisung anheimstellst, dich der Sorge und dem Schutz deiner Mutter anvertraust. Sorge dich um nichts anderes, als um die Ruhe in dieser sicheren Heimstätte, wo dich kein Übel treffen kann. Pflege diese Ruhe in allen Dingen: in den Mühsalen, in dich bedrängenden Zweifeln und Ängsten; in Verfolgungen und bei Demütigungen schmiege dich an die Brust deiner Mutter. Tust du das, so kann dich kein Unheil überwältigen: kein Schmerz vermag in dieses Innerste der Freude vorzudringen. Ich bin jenes Gut, das ihr Güte nennt” (Maria Celeste Crostarosa: Zwiesprache, Geistliche Dialoge. Brendow-Verlag, Moers 1994).


17. Juni
Das Zitat

Mag es noch so schwere Zeiten geben, nie sind wir verlassen.

Sel. Alois Andritzki


17. Juni
Gender Mainstreaming XLIX

Danach führt Patricia Purtschert, Professorin für Geschlechterforschung an der Uni Bern, aus, was Feminismus leistet. Längst gehe es nicht mehr nur um die Gleichstellung von Frauen und Männern, sondern der feministische Blick beschäftige sich mit Klassen und Rasse und sei in den letzten Jahren zudem geweitet worden auf sexuelle Minderheiten aus der LGBT+-Gemeinschaft, zu der Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und weitere Gruppen gehören. Dann «die Entwicklung des Transaktivismus» – sie erklärt: «Man wird den Zusammenhang zwischen Reproduktion und Geschlecht neu denken müssen, wenn Schwangerschaft, Stillen und Gebären nicht mehr an den weiblichen Körper gebunden sind.» Letztlich gehe es darum, den Geschlechterbegriff als nichts Feststehendes, «sondern als einen Ort der ständigen Auseinandersetzung und des Aushandelns zu verstehen».

Birgit Schmid in ihrem Artikel über die Gender-Lobby Sie kämpfen am Stehpult, in der NZZ vom 17. März 2017.

Zu den bisherigen Beiträgen zum Gender Mainstreaming


16. Juni
Monatsranking Mai 2017

Platz Monatsranking Mai 2017
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 640 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+/- 0
2

In-vitro-Fertilisation

+ 1
3

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

+ 1
10

Nebenwirkungen und Risiken der Pille

+ 1
20

Recktenwald: Ist ohne Gott alles erlaubt?

+ 30
30

Zitatensammlung

- 7
40

Recktenwald: Der Gottesbeweis Anselms v. Canterbury

+ 48
50

Recktenwald: Hatte Jesus Brüder?

+ 2
60

Wandlungsworte: Das Blut des Bundes - vergossen für alle?

- 12
100

Gertrud von Le Fort: Die Letzte am Schafott

- 2

Zum Ranking der Vormonate


14. Juni
Humani generis

Vor 100 Jahren, am 15. Juni 1917, veröffentlichte Papst Benedikt XV. die Enzyklika Humani generis über die Predigt. Darin führt er unter anderem aus, dass die christlichen Prediger ein doppeltes Ziel verfolgen müssen: “die von Gott geoffenbarte Wahrheit verbreiten und in ihren Zuhörern das übernatürliche Leben wecken und entfalten, kurz: durch die Sorge für das Heil der Seelen die Ehre Gottes fördern.” Zur richtigen seelischen Disposition des Predigers gehören laut der Enzyklika drei Dinge: die restlose Hingabe an den Willen Gottes, Opferbereitschaft und Gelassenheit in der Mühsal, Gebetsgeist. Was den Inhalt der Predigt angeht, so dürfe der Prediger nicht der Versuchung nachgeben, unpopuläre Wahrheiten zu verschweigen, um den Menschen zu gefallen. Benedikt XV. stellt den hl. Paulus als Vorbild hin, der von allen Glaubenswahrheiten und Sittengeboten Christi handelte, “selbst von den anspruchsvolleren; und zwar sprach er ohne die geringste Zurückhaltung und Abschwächung von der Demut, der Selbstverleugnung, der Keuschheit, der Geringschätzung irdischer Güter, vom Gehorsam, von der Nachsicht gegenüber den Feinden und von ähnlichen Gegenständen. Und er scheute sich auch nicht, offen auszusprechen, dass man zwischen Gott und Belial seinen Dienstherrn wählen müsse, und dass es unmöglich sei, beiden zu dienen; dass alle nach dem Tod ein strenges Gericht zu erwarten haben; dass es bei Gott keine Abfindung gibt; dass entweder das ewige Leben in Aussicht stehe für jene, die das ganze Gesetz beobachten, oder die ewige Verdammung zu gewärtigen sei, wenn man aus Nachgiebigkeit gegenüber den Leidenschaften die Pflicht vernachlässige. Und niemals glaubte ‘der Prediger der Wahrheit’ Gegenstände dieser Art übergehen zu müssen, weil sie angesichts des damaligen Sittenzerfalls seinen Zuhörern allzu hart erscheinen konnten.”


5. Juni
Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Eine moderne Auslegung von P. Engelbert Recktenwald. Schriftlich finden Sie sie ebenfalls auf kath-info.


5. Juni
Cecily Arundel

Vor 300 Jahren, am 13. Juni 1717, starb in Rouen die Klarissin Cecily Arundel, Tochter des Henry Arundels, Lords von Wardour. Ihre Profess hatte sie im Alter von 26 Jahren am 20. Mai 1663 abgelegt. Joseph Spillmann erwähnt sie in seiner fünfbändigen Geschichte der Katholikenverfolgung in England: “Endlich sei unter den englischen Ordensfrauen jener Tage, welche durch ihr Gebet den Opfern den Sieg erringen halfen, noch die liebenswürdige und geistreiche Tochter Lord Arundels von Mardoux, des Gefangenen im Tower, Cäcilia Arundel, genannt. Noch heute ist ihr Bildnis im Schloss ihrer Väter zu Mardoux zu sehen. In reicher Hofkleidung und strahlender Schönheit schaut die edle Tochter dieser berühmten Familie, einer der erlauchtesten Englands, auf den Besucher herab und sagt ihm, wie viel Liebreiz sie unter dem rauhen Kleide der Klarissen aus Liebe zu Christus hinopferte. Sie starb 1717 zu Rouen im Klarissenkloster im hohen Alter von 82 Jahren, fast erblindet, nach vielen mit himmlischer Geduld ertragenen Leiden. Noch sind einige ihrer Gedichte, u. a. ein längeres "über das Leiden unseres Herrn" aufbewahrt.”


5. Juni
Florida Cevoli

Vor 250 Jahren, am 12. Juni 1767, starb in Città di Castello im Alter von 81 Jahren die Kapuzinerin Florida Cevoli. Sie war 40 Jahre lang Priorin des Klosters in Città di Castello (Region Umbrien, Provinz Perugia) als Nachfolgerin der hl. Veronica Giuliani (1660-1720), die schon ihre Novizenmeisterin gewesen war. “Sie gestand einmal: Sobald sie auch nur von Gott und seiner Liebe sprechen hörte, war es ihr manchmal, wie wenn in ihr Herz wie von einer Druckerpresse Bilder oder Figuren eingepresst würden. Tatsächlich fand man bei der medizinischen Untersuchung ihres Körpers nach ihrem Tod Vernarbungen, in denen der Name Marie und ein Kreuz mit drei Nägeln dargestellt war” (Ferdinand Holböck, Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 4, S. 89). Am 16. Mai 1993 wurde sie seliggesprochen.


5. Juni
Kenneth Walker

Vor drei Jahren, am 11. Juni 2014, wurde in Phoenix P. Kenneth Walker FSSP ermordet.


4. Juni
Anna Maria Dietzen

Vor 100 Jahren, am 10. Juni 1917, starb in Neuguinea im Alter von 45 Jahren während einer Fronleichnamsprozession die aus Tarforst bei Trier stammende Missionarin Anna Maria Dietzen SSpS. 1899 kam sie nach Neuguinea und wurde dort 1905 die erste Provinzoberin der Steyler Missionsschwestern.


4. Juni
Niels Stensen

Vor 350 Jahren, am 9. Juni 1667, kam es für den seligen Niels Stensen (1638-1686) zum entscheidenden Wendepunkt, der ihn in die katholische Kirche führte. An diesem Tag “sah Niels Stensen in Livorno die Fronleichnamsprozession. Dieses Erlebnis wurde entscheidend für seinen weiteren religiösen Weg. Er widmete sich dem Studium der Theologie und entschloss sich noch im gleichen Jahr, katholisch zu werden. Frau Arnolfini, die er in Lucca kennen gelernt hatte, spielte dabei eine entscheidende Rolle. Zwei Schriften über seine Konversion, die er veröffentlichte, um seinen Freunden seine Motive darzulegen, geben Aufschluss über seinen geistlichen Weg” (Bischof Reinhard Lettmann, Zeugen des Glaubens in der Kirche von Münster, 1991).


4. Juni
Rodrigo de Arriaga

Vor 350 Jahren, am 7. Juni 1667, starb in Prag im Alter von 75 Jahren der Philosoph und Theologe Rodrigo de Arriaga SJ. Sein Cursus philosophicus wurde “oft aufgelegt und zitiert, zeichnet sich durch scholastische Schärfe und kritische Selbständigkeit aus” (LthK, 2. Auflage), ist aber nicht frei von nominalistischen Tendenzen.


4. Juni
Pietro Sforza Pallavicino

Vor 350 Jahren, am 5. Juni 1667, starb in Rom im Alter von 59 Jahren der Theologe Pietro Sforza Pallavicino SJ. Er schrieb eine wichtige Istoria del Concilio di Trento.


3. Juni
Unverständnis und eine andere Theologie

Christus ist gekommen, um uns zu erlösen und nicht, zu unterhalten. Der „zelebrationsfreie Tag“, um sich von der vermeintlichen Überlastung mit der Liturgie, das heißt der Verherrlichung Gottes und der Heilsvermittlung, zu „erholen“, hat mit einem gravierenden Unverständnis des Priestertums und unserer Gottesbeziehung überhaupt zu tun.

Gerhard Kardinal Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, im Gespräch mit Schriftsteller Martin Mosebach, Regina Einig und Oliver Maksan, Tagespost von heute.

Der Streit um die Liturgie wäre in der Kirche gar nicht so groß geworden, wenn die Bemühung der Traditionalisten um ein Fortleben des alten Ritus nicht so kategorisch weggewischt worden wäre, so dass der Verdacht wuchs: Die Reform will wirklich etwas ganz anderes, ohne es immer zuzugeben. Es gab den Verdacht, die Reformer müssen das Fortleben des alten Ritus als gefährlich für ihr Vorhaben empfinden, der Kirche, ohne dass es richtig bemerkt wird, eine andere eucharistische Theologie unterzuschieben.

Martin Mosebach im selben Gespräch.


3. Juni
Pauline von Mallinckrodt

Vor 200 Jahren, am 3. Juni 1817, wurde in Minden die selige Pauline von Mallinckrodt geboren. Sie gründete “einen Frauenverein zur Pflege armer Kranken, eine Kleinkinderbewahrschule, die Blindenanstalt und 1849 die Genossenschaft der Schwestern der christlichen Liebe, Töchter der allerseligsten Jungfrau Maria von der Unbefleckten Empfängnis. Als Generaloberin festigte sie ihre Kongregation innerlich so stark, dass diese alle Stürme und Drangsale des Kulturkampfes glücklich überstand und beim Tod ihrer Stifterin bereits 45 Häuser in Europa, Nord- und Südamerika mit 492 Schwestern zählte” (LThK, 2. Auflage). Pauline von Mallinckrodt starb am 30. April 1881 in Paderborn und wurde am 14. April 1985 seliggesprochen.
“Der liebe Gott hat dem Menschen Verstand und Herz gegeben; nur die harmonische Übereinstimmung beider bildet den Menschen zu einem vollkommenen liebenswürdigen.”
“Was würde alle wissenschaftliche Befähigung nützen, wenn sie nicht gepaart ist mit einer tiefen Demut und einer geduldigen Nächstenliebe, mit einer vollen Ergebung in den Willen Gottes und in all seine Fügungen” (Pauline von Mallinckrodt).


2. Juni
Neuerscheinung: Ein Ehebuch von P. Martin Ramm

P. Martin Ramm FSSP hat ein Ehebuch veröffentlicht, das aus seinen Ehekursen hervorgegangen ist: Logik der Liebe. Grundlegendes und Konkretes zu Ehe, Familie und Menschsein. Ob eine Ehe gelingt, ist nicht einfach nur ‚Glückssache’, und wer hoch bauen will, der muss tief gründen. Wie der Untertitel sagt, geht es in ‚Logik der Liebe’ um ‚Grundlegendes‘ und zugleich auch um sehr ‚Konkretes’ zu Ehe, Familie und Menschsein. Man merkt es dem Buch an, dass es in vieljähriger praktischer Seelsorgserfahrung gereift ist. Auf 320 Seiten enthält es in vielen übersichtlich kleinen aber gehaltvollen Kapiteln einen umfänglichen Ehekurs und passt trotz komfortabler Schriftgröße in jede Westentasche. Es will jungen Menschen helfen, von vornherein Vieles richtig zu machen, Brautpaare auf der Zielgeraden zur Hochzeit begleiten und Eheleuten jeden Alters zur Auffrischung und Vertiefung ihrer ehelichen Beziehung anregen.


2. Juni
Christoph Brouwer

Vor 400 Jahren, am 2. Juni 1617, starb in Trier im Alter von 57 Jahren der aus Arnheim stammende Philosophiedozent Christoph Brouwer SJ. Er war ein führender Historiker der deutschen Jesuiten.


1. Juni
Missionsinstitut für Afrika

Vor 150 Jahren, am 1. Juni 1867, gründete der hl. Daniel Comboni (1831-1881) in Verona das Missionsinstitut für Afrika, aus dem die Kongregation der Comboni-Missionare vom Heiligsten Herzen Jesu hervorging.


1. Juni
Alfons de Navarrete

Vor 400 Jahren, am 1. Juni 1617, starb als Märtyrer auf der Insel Takushima bei Nagasaki im Alter von 45 Jahren der spanische Dominikaner Alfons de Navarrete OP. Bevor er nach Japan kam, wirkte er als Missionar auf den Philippinen. Er verbreitete Luis de Granadas Buch Handbuch für Sünder in japanischer Sprache. Als 1614 der japanische Kaiser das Christentum verbot und die Missionare des Landes verwies, blieb er unter Lebensgefahr zurück, um die Gläubigen nicht im Stich zu lassen. Am 1. Juni 1617 wurde er entdeckt und enthauptet. Pius XI. sprach ihn am 7. Juli 1867 mit 204 weiteren Märtyrern selig.


31. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel von Ulrich Nersinger über San Bartolomeo all’Isola wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Das Zitat Spaemann über das Verhältnis zwischen moralischem Relativismus und Toleranz findet sich auf der einschlägigen Themenseite, den Hörbeitrag über Husserl auf der Husserlseite.


31. Mai
Im Inneren leiden

Müller und Sarah sind die einzigen ein Kurienamt ausübenden Kardinäle, die sagen, was sie denken. Ansonsten herrscht im Vatikan eher Stille. Und man muss sich fragen, ob da nicht zwei dem Ausdruck verleihen, was viele denken, aber nicht offen zu sagen wagen. In diesem Pontifikat scheinen diejenigen im Inneren zu leiden, denen Lehre und Liturgie am Herzen liegen und die meinen, mitansehen zu müssen, wie sich Missstände verfestigen. Immerhin: Müller und Sarah reden offen – mehr aber können sie derzeit offensichtlich nicht tun.

Guido Horst in seinem Kommentar Zwei gegen den Strom, Tagespost vom 30. Mai 2017


30. Mai
Der Analphabetismus der Gefühle und die Kultur der Liebe

Von Livio Melina

Vierte Folge

Internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen oder die Europäische Union fördern dieses Konzept durch kulturelle oder wirtschaftliche Strategien, indem sie die Unterstützung armer Länder an die Übernahme entsprechender gesetzlicher Maßnahmen binden. Am 18. Januar 2006 hat das Europaparlament eine Resolution mit der Forderung verabschiedet, homosexuelle Verbindungen den Paaren, die aus Mann und Frau bestehen, gleichzustellen. Gleichzeitig werden die Staaten und Nationen, die sich der Anerkennung homosexueller Verbindungen widersetzen, als homophob verurteilt. In den internationalen Konferenzen von Kairo (1994) und Peking (1995) wurden Worte wie Ehemann, gegenseitige Ergänzung, Mutter, Vater, Liebe, Jungfräulichkeit, Familie, Identität, Leiden, Dienst aus dem Vokabular einer neuen Kultur gestrichen. Das Schlussdokument der Pekingkonferenz ist der Frau gewidmet und umfasst gut zweihundert Seiten. Es ist wirklich paradox, dass es gelungen ist, darin das Wort „Mutter“ ganz zu vermeiden. Ein veränderter Sprachgebrauch, der sich einschleicht oder offen auferlegt wird, ist ein Mittel der kulturellen Manipulation, das große Auswirkungen besitzt. Die „Genderideologie“ wird aufgezwungen, der zufolge die männliche bzw. weibliche sexuelle Identität, die anatomisch festgelegt ist, nur eine Konvention sei, ein kulturelles Konstrukt der Gesellschaft, das die Freiheit des Individuums einschränkt, sich seinen Neigungen entsprechend zu definieren und auch offen zu bleiben gegenüber anderen und späteren Qualifizierungen [3]. Der autonome Wahlakt des Individuums verleugnet die Realität, das Faktum der Schöpfung, und damit den Schenkenden: Gott, den Schöpfer. Wir sehen uns dem Versuch gegenübergestellt, das Konzept der menschlichen Person radikal zu verändern, das dreifaltige und theologische Bild des Menschen als Vater-Mutter, Sohn-Tochter, Ehemann-Ehefrau, Bruder-Schwester zu zerstören. Man schlägt eine universale Solidarität vor, ohne die transzendente Quelle der Brüderlichkeit, den Vater, anzuerkennen und ohne die Einzigartigkeit der Person zu achten. In Wirklichkeit ist dies nicht nur eine Rückkehr zur vorchristlichen Zivilisation, sondern eine Ablehnung des natürlichen Empfindens, das in den verschiedenen Kulturen und religiösen Zivilisationen der Menschheit vorhanden ist.

2. Für eine Kultur der Liebe

Prof. Joseph Raz, der an der Universität Oxford Ethik lehrt, schreibt: “Wenn wir zugeben, dass die Monogamie die einzig gültige Form der Ehe ist, dann kann sie nicht individuell praktiziert werden. Sie bedarf einer Kultur, die sie durch den öffentlichen Sektor und die Institutionen anerkennt und unterstützt” (Joseph Raz, The Morality of Freedom, Clarendon Press, Oxford 1986, 162). Die monogame, treue und unauflösliche Ehe kann auch in einem Umfeld gelebt werden, das der Ehe negativ gegenübersteht – wie dem soeben beschriebenen. Aber die Ehe ist in sich eine schwache Institution, wenn sie nicht von der sie umgebenden Kultur und den entsprechenden Institutionen getragen wird. In genau diesem Sinne hat uns Johannes Paul II. in seiner letzten Ansprache an unser Institut aufgefordert, auf akademischer Ebene eine „Kultur der Familie“ zu fördern (JPII., Ansprache an die Dozenten und Studenten des Päpstlichen Instituts Johannes Pauls II. für Studien über Ehe und Familie, 31. Mai 2001).

Die Kultur, sagte Papst Johannes Paul II. im Jahre 1980 in seiner berühmten Ansprache an die Unesco, “ist das, wodurch der Mensch mehr Mensch wird, mehr ‘ist’, dem ‘Sein’ näherkommt” (JPII, Ansprache an den Exekutivrat der Unesco, Paris, 2.Juni 1980, 7: AAS 72, 1980, 728). Die Wahrheit einer Kultur muss also verifizierbar sein in einem Mehr an Licht, an Freude, an Leben und an Liebe, das sie durch die menschliche Erfahrung der Affektivität ermöglicht. Hier liegt die große Herausforderung, auf die Benedikt XVI. seit dem Beginn seines Pontifikats unermüdlich hingewiesen hat und die vor allem in seiner Enzyklika Deus caritas est zum Ausdruck gekommen ist: Das Christentum ist weit davon entfernt, den Eros zu vergiften und dem Schönsten auf der Welt Bitterkeit zu verleihen, sondern es ist seine Heilung zu seiner wirklichen Größe hin (Nr. 5). Nun liegt noch der zweite Teil unserer Überlegungen vor uns: Wo finden sich die Elemente zum Aufbau dieser wahren Kultur und was sind ihre wichtigsten Merkmale? Für das Gemeinwohl einer Gesellschaft ist ein wahres Konzept von Liebe und Familie notwendig, das ihrer natürlichen Form entspricht, die auch durch die Vernunft erfassbar ist.

Anmerkungen:

[3] Vgl. J. Butler, Das Unbehagen der Geschlechter (Gender Studies. Vom Untergang der Geschlechter),Suhrkamp, Frankfurt a.M. 51995. Für eine kritische Beurteilung: J. Burggraf, Genere (“Gender”), in Päpstlicher Rat für die Familie, Lexicon. Termini ambigui e discussi su famiglia, vita e questioni etiche, Dehoniane, Bologna, 2003, 421-429..

Wird fortgesetzt.

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28. Mai
Spaemann und die Anfänge der Petrusbruderschaft
Eine Richtigstellung

Für die Leser des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus möchte ich hier eine Richtigstellung veröffentlichten. In der Meldung der Juni-Ausgabe “Wir gratulieren Prof. Spaemann zum 90. Geburtstag” heißt es:
“So fand einer der zwölf Gründer, Pater Recktenwald, nach seinem Weggang von der Piusbruderschaft im Juli 1991 für etliche Wochen Asyl im Hause Spaemann.”

Diese Zeitangabe ist natürlich falsch. Es war im Sommer 1988. Am 30. Juni 1988 hatte Erzbischof Lefebvre die vier Bischöfe geweiht und damit den Bruch mit Rom vollzogen. Am selben Tag hatte ich die Niederlassung der Piusbruderschaft in Stuttgart-Feuerbach, wo ich als Seelsorger wirkte, verlassen. Am 18. Juli 1988 gründeten wir die Priesterbruderschaft St. Petrus. Von August bis November 1988 (im November wurde das Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad eröffnet) kam ich beim Ehepaar Spaemann in Stuttgart-Botnang unter. Während dieser Zeitspanne gab es sechs Wochen, in denen ich allein im Hause Spaemann wohnte, denn das Ehepaar machte drei Wochen Urlaub, und weil Robert Spaemann im Urlaub krank wurde, verlängerte sich die Zeit seiner Abwesenheit. Dieser Vertrauensbeweis hat mich immer sehr beeindruckt, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir uns erst am 15. August 1988 kennengelernt hatten. Das kam so: Prof. Spaemann hatte von der Gründung der Petrusbruderschaft erfahren und konnte über einen Pfarrer in Schwäbisch-Gmünd eine Kontaktadresse jener Gruppe von ca. 50 Gläubigen herausfinden, die ursprünglich zur Piusgemeinde in Feuerbach gehörten, dann sich aber der Petrusbruderschaft anschlossen und den von mir gefeierten Gottesdienst besuchten, weil sie den Schritt Erzbischof Lefebvres nicht mittragen konnten. Deshalb lud das Ehepaar Spaemann eine Runde der wichtigsten Leute, darunter Herrn Noll, den Seminaristen Bernd Gerstle und mich, zum Kennenlernen zu sich nach Hause ein. Das war am 15. August. Bei dieser Gelegenheit fragte mich Frau Spaemann, wo ich eigentlich wohne. Ich antwortete, dass heute der letzte Tag meiner Notunterkunft bei einer Familie in Oberstenfeld sei und ich keine Ahnung hätte, wie es weitergeht. Sofort folgte das Angebot, im Hause Spaemann unterzukommen. Bei Spaemann, der in Stuttgart wohnte, aber in München lehrte, begann ich dann im November mit einem zusätzlichen Philosophiestudium. Weitere Details aus der Geschichte der Petrusbruderschaft habe ich an anderer Stelle veröffentlicht, z.B hier.


28. Mai
Predigt

Auf soundcloud kann man sich meine Predigt zum Sonntag nach Christi Himmelfahrt anhören.


27. Mai
Peinlich und diffamierend

Doch der Abstand, den die Vollversammlung des Berliner Diözesanrates zu den Lebensrechtlern wahrt, ist nicht nur peinlich, er ist auch diffamierend. Wer selbst einmal am „Marsch für das Leben“ teilgenommen hat oder sich nur ein wenig mit der Arbeit der meist ehrenamtlich tätigen Lebensrechtler beschäftigt hat, weiß, dass die organisierten Berliner Laienkatholiken um Lebensrechtler bislang einen weiten Bogen gemacht haben müssen. Wäre es anders, wüssten sie, dass ein großer Teil derer, die einmal im Jahr zum „Marsch für das Leben“ in Berlin zusammenkommen, den Rest des Jahres über beeindruckende praktische Arbeit leisten. Viele von ihnen begleiten Frauen in Schwangerschaftskonflikten und oft weit darüber hinaus.

Stefan Rehder in seinem Kommentar Ungenügend differenziert? (Tagespost von heute) zur Entscheidung der Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin, den Berliner Marsch für das Leben nicht zu unterstützen.


27. Mai
CIC

Vor 100 Jahren, am 27. Mai 1917, promulgierte Papst Benedikt XV. mit der Konstitution Providentissima Mater Ecclesia den Codex Iuris Catholici (CIC), also das Gesetzbuch der Kirche des lateinischen Ritus, das dann am 19. Mai 1918 in Kraft trat. Den Auftrag zur Kodifizierung hatte der hl. Papst Pius X. am 19. März 1904 mit dem Motu Proprio Arduum sane munus gegeben. Es wurde am 27. November 1983 abgelöst vom neuen CIC, den Papst Johannes Paul II. am 15. Januar 1983 promulgiert hatte.


26. Mai
Unsere Liebe Frau von Walsingham

Von Carolin Holterhoff

Zweiter Teil

Diese Geschichte der Entstehung des Wallfahrtsortes Walsingham wird in der Pynson Ballad ausführlich beschrieben. Rycheldis wird darin als Herrin des Walsingham Manor bezeichnet. Mehr ist nicht über sie bekannt und sie taucht auch nicht in alten Dokumenten der Zeit auf. Die Ballade wurde zwar erst Ende des 15. Jahrhunderts gedruckt, aber sie war schon lange mündlich tradiert worden. Als Quelle wurde sie aber im 19. Jahrhundert als nicht glaubwürdiges Volksgut abgelehnt. Als neues Datum wurde das Jahr 1130 AD gegeben, da für diese Zeit in den Unterlagen eine Rycheldis de Faverches als Herrin des Walsingham Manor aufgeführt wurde. Weitere Beweise, die dieses Datum untermauern würden, gibt es nicht. Für die Glaubwürdigkeit der Ballade spricht allerdings, dass ein Teil der achtzehn Strophen vom Ende des 11. Jahrhunderts stammen muss, da sie die typischen Merkmale des Spätaltenglischen wie Vokabular, Syntax und Grammatik enthalten, während andere Strophen später gedichtet worden sein müssen, da sie starke Einflüsse des latinisierten Französisch der Normannen aufweisen. Sprachliche Besonderheiten des Mittelenglischen, also des frühen latinisierten Englischen, sind nicht vorhanden (Flint, Edith the Fair. S. 33 f).

Neueste Forschungen, die sich auf das Jahr 1061 AD stützen, kamen zu Ergebnissen, die zu einer interessanten These bezüglich der Identität der Rycheldis führten. Demnach war Rycheldis nur der Beiname einer Edith Swanneshals, (Schwanenhals), deren Familie Ländereien in und um Walsingham besaßen. Rycheldis ist eine Variante des Namens Rychold, der reich (rych) und schön (hold) bedeutet. Ihre Mutter Wulfhilda war eine Tochter König Aethelreds II. (978–1013 AD, 1014–1016 AD) und Halbschwester König Edwards des Bekenners (1042–1066 AD). Ediths Vater war entweder Ulfketel Snoring oder Thorkell Havi. Wulfhildas erster Mann, Ulfketel wurde in der Schlacht von Assundan 1016 von Thorkell, der dem Heer des dänischen Königs Canute (1016–1035 AD) angehörte und einer seiner wichtigsten Berater war, getötet. Nach skandinavischem Ehrenkodex heiratete Thorkell die Witwe Wulfhilda und übernahm die Ländereien aus dem Besitz Ulfketels. Vermutlich war Edith die Tochter Thorkells, da sie laut dem Testament ihrer Mutter einen Teil eben dieser Ländereien erbte (Flint, Edith the Fair. S. 79 ff, 101 ff).

Damit gehörte sie sowohl auf angelsächsischer als auch auf dänischer Seite dem Hochadel an. Der Name Rycheldis bezeichnete somit ihre erhabene Stellung in wirtschaftlicher/finanzieller und auch politischer/gesellschaftlicher Hinsicht, ebenso wie ihre Schönheit, die sich auch in ihrem Beinamen Swanneshals ausdrückt, der mit schön, elegant und graziös umschrieben werden kann.

Im Jahr 1042 AD heiratete Edith Harold Godwin, den zweiten Sohn des Godwin, Earl von Wessex, der ein wichtiger Mann Canutes war. Im gleichen Jahr hatte Edward der Bekenner den englischen Thron bestiegen; er war der Sohn Aethelreds und hatte während der Herrschaft Canutes und seiner Söhne im Exil in der Normandie gelebt. Er hatte nun die schwierige Aufgabe, den Frieden zwischen den Angelsachsen und den Skandinaviern zu bewahren. Die Heirat von Edith und Harold konnte dabei sehr hilfreich sein, da der Earl von Wessex ein ernstzunehmender Gegner auf skandinavischer Seite war. Außerdem heiratete Edward selbst Edith, eine Tochter Godwins. Ihren Bruder Harold ernannte er zum Earl von East Anglia; nach den Tod seines Vaters Godwin wurde Harold auch Earl of Wessex. Er wurde mit der Zeit nicht nur sein wichtigster Berater, sondern auch der reichste und mächtigste Mann nach dem englischen König selbst.

Aus der Ehe von Edith Swanneshals und Harold Godwin gingen sechs Kinder hervor. Beide waren fromme Christen und mit Bischof Stigand von Elmham und Winchester und Bischof Wulfstan von Worcester befreundet. Sie unterstützten viele Klöster und Kirchen und waren dort regelmäßig zu Gast. So auch in dem beliebten Wallfahrtsort Waltham Abbey, in dem ein heiliges Kreuz zu sehen war. Dieses war von einem von Canutes Männern gefunden und dorthin gebracht worden. Es stammte aus römischer Zeit und war anscheinend in der Bretagne angefertigt worden. Ihm wurden Wunderheilungen zugeschrieben. Es heißt, dass Canute von diesem Fund so tief bewegt war, dass er sich taufen ließ. Waltham Abbey ging schließlich an Edward, der es Harold Godwin übergab. Dieser ließ die Kirche erneuern und vergrößern. Sie wurde schließlich im Beisein des Königs 1060 AD geweiht.

Es heißt auch, dass Harold im selben Jahr erkrankte und zeitweise gelähmt war; nur seine Gebete und die seiner Freunde vor eben diesem Kreuz hätten zu seiner Genesung geführt (Flint, Edith the Fair. S. 129 f). Inwieweit dieses Ereignis mit der Vision von Walsingham zu tun hat, ist nicht klar, aber es ist zu vermuten, dass Edith sehr dankbar war, dass ihr Mann wieder gesund geworden war. In der Ballade wird erzählt, dass Rycheldis der Gottesmutter einen Dienst erweisen wollte. Zeitlich gesehen würde die Erscheinung der Gottesmutter in Walsingham im Jahr 1061 AD ins Bild passen.

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25. Mai
Die Abstürze des Jahres 2016

Die Aufsteiger des Jahres 2016 unter den kath-info-Artikeln habe ich schon bekanntgegeben. Es gibt natürlich auch das Umgekehrte. Welche Artikel haben die meisten Leser verloren? Das sagt natürlich nichts über die Qualität des Artikels aus, denn dieses Ranking ist kein Wertungsranking. Da die meisten Leser über Suchmaschinen auf kath-info kommen, sagt es lediglich etwas darüber aus, nach welchen Themen und Namen weniger gesucht wird und damit auch darüber, welche Regionen von kath-info mehr oder weniger unentdecktes Land sind. Ich gebe die Top 30 (von genau 600 Seiten) unter den Absteigern wieder in drei Schritten bekannt. In der rechten Spalte wird die Anzahl der Plätze angegeben, um die die Seite im Vergleich zum Vorjahr gefallen ist.

Platz Die Absteiger des Jahres 2016
Die Top 30: 1. Teil:
Die Plätze 1-10
gefallene Plätze
1

Peter Kreeft: Jesus, einzigartig

189
2

Recktenwald: Kardinal Lehmann über Missbrauch in der Kirche

182
3

Sabine Düren: Die hierokratische Zweigewaltenlehre. Eine Rezension

167
4

Max Scheler: Reue und Wiedergeburt

164
5

Max Jakob / Sigrid Undset / Pieter van der Meer de Walcheren

144
6

Manfred Spieker: Euthanasie - ein Bruch in der europäischen Rechtskultur

143
7

Anton Huonder: Pierre Joseph Marie Chaumonot SJ

140
8

Alfons Väth: Religiöse Wandlungen in Indien im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert

134
9

Recktenwald: Peter Bürgers verräterische Papstkritik

122
10

Kenneth Walker

122


24. Mai
Christi Himmelfahrt

Auf soundcloud kann man sich meine Predigt zu Christi Himmelfahrt anhören.


24. Mai
Polnisch

Mein Artikel Moral ohne Gott? ist jetzt auch auf Polnisch erschienen.


24. Mai
Zacarías Fernández Crespo

Vor 100 Jahren, am 24. Mai 1917, wurde der selige Zacarías Fernández Crespo geboren. Er trat bei den Passionisten ein und fand im Spanischen Bürgerkrieg am 23. Juli 1936 den Märtyrertod. Am 1. Oktober 1989 wurde er mit 25 weiteren Passionisten-Märtyrern seliggesprochen.


23. Mai
Der Herder-Verlag auf dem Weg in eine transhumanistische Zukunft

Im Philosophischen Literaturanzeiger (70/1/2017) bespricht der Philosoph Dr. Marcus Knaup ein Buch, an dem das Wunderlichste die Tatsache ist, dass es im einst renommierten katholischen Herder-Verlag erschienen ist. Denn das Buch Transhumanismus, “Die gefährlichste Idee der Welt” !? läuft tatsächlich auf ein Plädoyer für den Transhumanismus hinaus, also für das, was man Menschenzüchtung mit modernsten Mitteln nennen könnte. Der Autor Stefan Lorenz Sorgner wirbt z.B. für ein neues Familienbild: Frauen mit Gendefekten könne geholfen werden, indem ihre Eizelle entkernt und dann mit dem Zellkern einer anderen Frau präpariert werde. Das Kind hätte dann drei biologische Eltern. Selbstverständlich müssten auch lesbische Paare in den Genuss dieser Möglichkeiten kommen. Auf dem Hintergrund dieser und anderer solcher Zukunftsvisionen ist es nicht verwunderlich, dass Sorgner die Menschenwürde für ein überholtes Konzept hält. Verwunderlich dagegen ist es zu erfahren, dass Manuel Herder die Publikation persönlich ermöglicht habe. Die sechsseitige Rezension schließt mit den Worten: “Insofern mit einer Selbstverständlichkeit für eine liberale Eugenik plädiert, ein groteskes Bild vom Menschsein gezeichnet und mit dem Angriff auf den Gedanken der Menschenwürde ein Kern unseres Vernunftethos abgelehnt wird, ist es in der Tat ein gefährliches Buch, das mit ernsthafter Philosophie nichts zu tun hat.”


23. Mai
Das Zitat

Der Herr gab uns in der Frucht des Leibes der Frau nicht nur einen Erlöser, der den Tod durch den Tod besiegte, Er gab uns allen auch in der Frau selbst, der immerwährenden Jungfrau und Gottesmutter Maria, eine unaufhörliche Fürsprecherin bei ihrem Sohn, unserem Gott. Sie zertrat und zertritt in jedem Menschengeschlecht der Schlange den Kopf, eine unbesiegbare und unüberwindliche Beschützerin ist sie auch den verzweifeltsten Sündern. Die Mutter Gottes wird daher auch “Unheilbare Wunde der Dämonen” genannt, denn der Dämon kann keinen Menschen verderben, es sei denn der Mensch selbst läßt davon ab, bei der Hilfe der Gottesmutter seine Zuflucht zu nehmen.

Heiliger Seraphim von Sarov


22. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel von Ulrich Nersinger über die Kapuzinergruft der Via Veneto wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die beiden Zitate Spaemanns über die Gottesfurcht und über die Frage, warum sich Gott manchmal so lange bitten lässt, entnommen aus seinen Psalmenmeditationen, finden sich jetzt auf der Spaemannseite. Das Zitat Johann Hoffs über das Christentum als Auffangnetz für die Menschenwürde in einem atheistischen Zeitalter wurde auf die Seite Abdankungsseite platziert.


19. Mai
Kenneth Walker

Vor fünf Jahren, am 19. Mai 2012, wurde der ermordete P. Kenneth Walker FSSP (1985-2014) zum Priester geweiht.


14. Mai
Carlos Liviero

Vor 10 Jahren, am 17. Mai 2007, wurde Bischof Carlos Liviero (1866-1932) von Citta di Castello seliggesprochen. Er arbeitete nach dem Motto “Seelen retten, egal, was es kostet!”, und die Diözese blühte auf.


14. Mai
Peter Koslowski

Vor fünf Jahren, am 15. Mai 2012, starb im Alter von 59 Jahren der Philosoph Peter Koslowski. Er war ein Schüler Robert Spaemanns, Gründer des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover, “eine unbestrittene Autorität auf dem Gebiet der Wirtschaftsethik” (Reinhard Neck) und Autor u.a. des Werkes Ethik der Banken, in dem er “einen substantiellen Beitrag zur Kritik der ökonomischen Theorie” (Christian Geyer in der FAZ vom 17. Mai 2012) leistete.


14. Mai
Patrona Bavariae

Vor 100 Jahren, am 14. Mai 1917, wurde zum ersten Mal in allen bayerischen Diözesen das Fest Patrona Bavariae gefeiert.


13. Mai
Bischofsweihe

Vor 100 Jahren, am 13. Mai 1917, wurde Eugenio Pacelli (1876-1958), der spätere Papst Pius XII., von Papst Benedikt XV. in der Sixtinischen Kapelle zum Bischof geweiht.


13. Mai
Fatima

Vor 100 Jahren, am 13. Mai 1917, war die erste Erscheinung von Fatima. Unter anderem fragte die Muttergottes die Seherkinder, ob sie bereit seien, zur Sühne für die vielen Sünden und zur Bekehrung der Sünder jedes Opfer zu bringen und jedes Leiden anzunehmen. Alle drei Seherkinder stimmten sofort mit Begeisterung zu. Die Muttergottes freute sich über diese Großherzigkeit und zeigte dies auf folgende Weise: Sie öffnete ihre gefalteten Hände und ließ ein geheimnisvolles Licht über sie ausstrahlen. Lucia berichtet, dass dieses Licht so mild und intensiv war, dass es bis ins Innerste der Seele drang. “In diesem Licht sahen wir uns selbst in Gott, klarer, als man sich im hellsten Spiegel sieht.”


12. Mai
Wolfgang Kluxen

Vor zehn Jahren, am 12. Mai 2007, starb in Bonn im Alter von 84 Jahren der Philosoph Wolfgang Kluxen. Von 1969 bis 1988 hatte er in Bonn gelehrt. Er war ein Kenner der mittelalterlichen Philosophie, besonders des hl. Thomas von Aquin.


11. Mai
Das Zitat

Dort, zwischen dem Gewölk über einem dunklen Felsen hoch oben im Gebirge, sah Sam eine Weile einen weißen Stern funkeln. Seine Schönheit griff ihm ans Herz, als er aufschaute aus dem verlassenen Land, und er schöpfte wieder Hoffnung. Denn wie ein Pfeil, klar und kalt, durchfuhr ihn der Gedanke, daß letztlich der Schatten nur eine kleine und vorübergehende Sache sei: es gab Licht und hehre Schönheit, die auf immer außerhalb seiner Reichweite waren.

J. R. R. Tolkien, Der Herr der Ringe, Dritter Band: Die Rückkehr des Königs, Kapitel „Das Land des Schattens“


11. Mai
Antonio Galvao

Vor zehn Jahren, am 11. Mai 2007, wurde Antonio Galvao OFM (1739-1822) als erster Brasilianer heiliggesprochen. Er war Franziskaner und setzte sich unermüdlich für die Armen ein. Er hatte die Charismen der Heilung und der Seelenschau und gilt besonders als Helfer bei schwierigen Schwangerschaften.
In der Predigt zu seiner Heiligsprechung sagte Papst Benedikt XVI. unter anderem: “Er war ein gesuchter Beichtvater, weil er eifrig, weise und klug war. Ein Wesenszug dessen, der wirklich liebt, ist es, daß er nicht will, daß der Geliebte Schaden leidet; die Bekehrung der Sünder war deshalb die große Leidenschaft unseres Heiligen. Schwester Helena Maria, die erste »Ordensfrau«, die bestimmt war, den Anfang für das »Recolhimento de Nossa Senhora da Conçeicão« zu setzen, hat bezeugt, was Frei Galvão gesagt hatte: »Bittet Gott, unsern Herrn, daß er die Sünder mit seinem mächtigen Arm aus dem furchtbaren Abgrund der Sünden hebt, in dem sie sich befinden.« Möge uns diese liebevolle Mahnung als Anregung dienen, damit wir in der Göttlichen Barmherzigkeit den Weg zur Versöhnung mit Gott und mit dem Nächsten und zum Frieden unserer Gewissen erkennen.”


9. Mai
Jahresranking: Die Aufsteiger des Jahres: Die Top 30

Welche von den genau 600 Seiten, die keine Neueinsteiger sind, haben 2016 im Ranking die größten Sprünge nach oben gemacht? Ich gebe die Top 30 in drei Schritten bekannt. Hier kommen die Plätze 21 bis 30. In der rechten Spalte ist die Anzahl der Plätze angegeben, um welche die jeweilige Seite im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Platz Die Aufsteiger des Jahres 2016
Die Top 30: 3. Teil:
Die Plätze 21-30
gestie-
gene Plätze
21

Möhler: Symbolik, 3. Seite

108
22

Petra Kehl: Die Fantasie verchristlichen

106
23

Recktenwald: Die Liebe - Wahrheit oder Schein?

100
24

W. Eberschweiler: Das apostolische Herz

97
25

Erich Fink: Bruno Cornacchiola

93
26

Julius Bachem: Die preußische Kirchenpolitik bis z. 19. Jh.

91
27

Johannes Jörgensen. Von "Luzifer" zu Franziskus

90
28

Recktenwald: Edmund Husserl

89
29

Anton Huonder: Der selige Rudolf Aquaviva S. J.

88
30

Märtyrer in Korea

85

Zu den Top 20


8. Mai
Karl Graf Ballestrem

Vor zehn Jahren, am 8. Mai 2007, starb in Eichstätt im Alter von 67 Jahren der Philosoph und Politikwissenschaftler Karl Graf Ballestrem. Er promovierte bei dem berühmten Logiker Joseph Maria Bocheński. Von 1984 bis 2003 hatte er den Lehrstuhl für Politikwissenschaft II an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt inne. Die Karl-Ballestrem-Stiftung unterhält die katholische Medienakademie MAKA.


8. Mai
François Trochu

Vor 50 Jahren, am 8. Mai 1967, starb im Alter von 89 Jahren der Hagiograph François Trochu. Seine Biographie über den hl. Pfarrer von Ars gilt als die beste über ihn.


6. Mai
Das Zitat

Niemand auf der ganzen Welt vermag die Wahrheit zu verändern. Wir können nur eines: sie suchen, sie finden und ihr dienen.

Hl. Maximilian Kolbe


6. Mai
Johann Kaspar Aiblinger

Vor 150 Jahren, am 6. Mai 1867, starb in München im Alter von 88 Jahren der Kirchenkomponist Johann Kaspar Aiblinger. Er gehörte mit M. Hauber und K. Ett zur “Münchener kirchenmusikalischen Reformbewegung, die er seit 1837 an der Allerheiligenhofkirche verwirklichte” (LthK, 2. Auflage).


5. Mai
Gegen den Wertrelativismus

Wenn man einmal eingesehen hat, dass der Wertrelativismus etwas ist, was wir letztendlich alle nicht wünschen können, dann werden wir eben anders denken. Wenn die Leute sagen, die Nationalsozialisten hatten eben andere Werte als wir, als sie Auschwitz zuließen, na gut, das ist gegen unsere Werte, aber das waren damals die Werte und das eine ist so gut wie das andere, dann empört sich aber doch etwas in uns dagegen. Den konsequenten Wertrelativismus denken nur wenige Menschen. Es geht nicht um eine Über- und Unterordnung. Das Ethische existiert überhaupt nicht mehr, wenn man es nicht als den letzten gültigen Maßstab betrachtet.

Robert Spaemann im Gespräch mit Stefan Groß, The European am 12. Februar 2016


5. Mai
Robert Spaemann

Heute wird der Philosoph Robert Spaemann 90 Jahre alt. Aus diesem Anlass gibt sein Verlag, Klett-Cotta, sein ethisches Hauptwerk Glück und Wohlwollen als Taschenbuch heraus. Absolute Leseempfehlung! “Meisterwerke sprachlicher Klarheit wie auch immenser Verdichtung einer 2500-jährigen Tradition” nennt Thomas Meyer in der SZ von heute die beiden Bücher Glück und Wohlwollen und Personen. Spaemanns Aufsätze und Bücher gehören “zum Lesbarsten, was die deutsche Philosophie der Gegenwart hervorgebracht hat”, meinte vor zehn Jahren Henning Ritter in einem Beitrag der FAZ zum 80. Geburtstag von Robert Spaemann.


2. Mai
Rosenkranz

Zum Jubiläumsjahr der Marien-Erscheinungen von Fatima möchte die Priesterbruderschaft St. Petrus das Apostolat und das Anliegen Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz fördern und hat deshalb Rosenkränze anfertigen lassen. Blau ist nicht nur die Farbe der Bruderschaft, sondern auch die Farbe der Muttergottes. Das Herzstück zeigt auf der Vorderseite das Bild der Fatima-Madonna, auf der Rückseite das Wappen der Petrusbruderschaft.
Wer den Rosenkranz betrachtet und betet, der hat den ganzen katholischen Glauben in einer einzigen Hand, wie es einmal Joachim Kardinal Meisner einem russlanddeutschen Katholiken in Erfurt bestätigte, der ihn danach fragte, welche Glaubenswahrheiten sie den Kindern weitergeben müssten, damit diese das ewige Heil erlangten (Fastenhirtenbrief des Jahres 2003).
Mögen diese Rosenkränze in die Hände eifriger Beter gelangen: zum Gebet für die Bekehrung der Sünder und für den Frieden in der Welt!
In Online-Shop der Petrusbruderschaft kann der Rosenkranz bestellt werden.

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