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* * *

6. März
Zeit der Entscheidung

Zum morgigen Dritten Fastensonntag kann ich folgende vier Predigten anbieten:

Auf den Herrn schauen statt auf das Coronavirus: Meine erste Hauspredigt während des ersten Lockdowns.

Von diesem Augenblick an Gott lieben: Die Predigt mit dem größten Ermunterungspotenzial.

Die Austreibung des stummen Teufels: An diese Predigt kann ich mich selber nicht mehr erinnern.

Demut vertreibt den Teufel: Wie sehr wird diese Tugend verkannt und unterschätzt!


6. März
Soundcloud

Vor fünf Jahren, am 6. März 2016, begann ich mit meinem Predigtapostolat auf Soundcloud. Damit will ich auch die Kanäle, die das Internet zur Verfügung stellt, nutzen, um das Evangelium zu verbreiten. Helfen Sie mir dabei, indem Sie das Apostolat bekannt machen, Links zu Predigten, die Ihnen gefallen, weitermailen usw. "Wenn nur auf alle Weise Christus verkündigt wird!" (Phil 1, 18).


5. März
Missbrauch in der modernen Liebeskirche

Tagespost: Sie haben in Ihrem Beitrag dargelegt, wie Kardinal Ratzinger an einer Verschärfung des Strafrechts arbeitete. Können Sie erklären, warum es bis Ende des zwanzigstens Jahrhunderts so kompliziert war, einen kirchlichen Strafprozess gegen Missbrauchspriester zu führen?

Graulich: Das ist auch heute noch kompliziert, deshalb werden auch in der Kirche wenige echte Strafprozesse geführt und vieles wird auf dem Verwaltungsweg entschieden. Seit mehr als zehn Jahren arbeite ich an der (von Papst Benedikt XVI. gewünschten) Reform des kirchlichen Strafrechts mit. Dadurch habe ich mich sehr intensiv mit der Materie auseinandersetzen müssen. Im Laufe der Zeit habe ich dabei erkannt, dass das Strafrecht, wie es derzeit im Codex des Kirchenrechts steht, eigentlich gemacht wurde, um nicht angewandt zu werden. In der "Liebeskirche", wie sie nach dem 2. Vatikanischen Konzil verstanden wurde - eine Kirche, die nicht mehr straft, dagegen fast ausschließlich von Barmherzigkeit spricht - hatte man für das Recht allgemein wenig Verständnis und schon gar nicht für das Strafrecht. Entsprechend dieser Logik gab es Engführungen. So wurde der Strafprozess sehr stark auf den Schutz des Beschuldigten ausgerichtet.

Aus einem Interview der Tagespost mit Markus Graulich, Mitarbeiter im Päpstlichen Rat für die Interpretation der Gesetzestexte, Tagespost vom 4. März 2021. Damit bestätigt er die Diagnose Ratzingers, von der ich schon in meinem Artikel über Kardinal Lehmann geschrieben hatte: “In seinem Brief an die irischen Katholiken beklagt Benedikt XVI. die 'wohlmeinende aber fehlgeleitete Tendenz, Strafen für kanonisch irreguläre Umstände zu vermeiden.' Diese Vermeidung wurzelt in der Ideologie, die Kirche als Liebeskirche einer angeblich mehr oder weniger menschenfeindlichen Rechtskirche entgegenzusetzen. In einer Liebeskirche sind Strafen verpönt und Kirchengesetze überflüssig. Diese Denunziation des Kirchenrechts war in mancher zeitgeisthörigen Strömung moderner Theologie sehr beliebt. Auch hier hätte man sich ein kritisches Wort des Kardinals zum Irrweg moderner Theologie gewünscht.”
Im Tagespost-Interview korrigiert Graulich die falsche Darstellung Ratzingers im neuen Buch von Doris Reisinger und Christoph Röhl.

Zum Thema Ratzinger und Missbrauch


4. März
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

12. Folge

Der heilige Apostel reiste nun zu Fuß zum Grab des heiligen Apostels Thomas, und erreichte nach wenigen Tage Meliapur, auch St.-Thomas-Stadt genannt, weil der heilige Apostel sich hier lange Zeit aufgehalten und dort auch den Martyrertod erlitten hat. Nach der Aussage der Bewohner war sie früher fast ganz vom Meer überspült worden, was auch die Ruinen großer Gebäude unter Wasser zu bestätigen schienen. Die neue Stadt Meliapur wurde von den Portugiesen erbaut. In der Nähe der Stadtmauern ist ein kleiner Hügel, den man den kleinen Berg nennt. In diesem Hügel ist eine Höhle, in der sich der heilige Thomas während der Verfolgung verborgen hatte. Am Eingang der Höhle befindet sich ein in den Felsen gehauenes Kreuz und am Fußende desselben eine Quelle, dessen Wasser so große Heilkräfte hat, daß die Kranken, die davon trinken, gewöhnlich gesund werden.

Von diesem kleinen Berg kommt man zu einem größeren, der für das einsame und beschauliche Leben sehr geeignet zu sein scheint, denn auf der einen Seite hat man Aussicht auf das Meer, auf der anderen stehen alte, immergrüne Bäume, die einen schauerlichen und dennoch angenehmen Anblick bieten. Hierhin zog sich der heilige Thomas mit seinen Schülern zum Gebet zurück, und hier starb er an der Wunde, die ihm ein Brahmane mit der Lanze zufügte.

Als die Portugiese Meliapur erbauten, fanden sie auf dem Gipfel des Berges eine ganz zerfallene Kapelle. Diese wollten sie zum Andenken des heiligen Thomas wiederherstellen. Als sie bis zur Grundmauer hinuntergruben, fanden sie eine weiße Marmorplatte, auf der sich ein Kreuz befand, um das herum Schriftzeichen eingemeißelt waren, des Inhalts, daß Jesus, geboren aus Maria der Jungfrau, von Ewigkeit her Gott sei, und daß dieser Gott zwölf Aposteln sein Gesetz verkündet habe, und daß einer von diesen mit einem Pilgerstab in der Hand nach Meliapur gekommen sei und dort eine Kirche erbaut habe, und daß die Könige von Malabar, Coromandel, Pandi und mehrere andere sich dem Gesetz des heiligen Thomas unterworfen haben.

Da diese Marmorplatte verschiedene Blutflecken aufweist, ist es allgemeine Meinung, der heilige Apostel habe hier den Martertod erlitten. Sobald Xaver in Meliapur angekommen war, nahm ihn der Pfarrer des Ortes in seine Wohnung auf. Beide schliefen in ein und derselben Kammer. War nun der Pfarrer eingeschlafen, so stand Xaver leise auf und ging zur Kirche über den Gottesacker. Sobald der Pfarrer dies bemerkte, riet er ihm davon ab, aber Xaver glaubte, er wolle ihn nur schrecken. Ungeachtet der Warnung setzte er seine Besuche fort.

Aber am folgenden Tage konnte er sich davon überzeugen, daß der ihn der Pfarrer nicht umsonst gewarnt hatte, denn als er wieder über den Gottesacker ging, stellten sich ihm gespensterartige Wesen in den Weg. Er erkannte sie sogleich und wollte sich deswegen nicht beirren lassen, sondern verachtete ihre eitlen Vorspiegelungen. Aber die Teufel lassen sich nicht ungestraft verachten, wenn ihnen Gott erlaubt, sich zu rächen. Als der Heilige im Gebet vor dem Bild der allerseligsten Jungfrau verweilte, kamen sie haufenweise und schlugen ihn so grausam, daß er einige Tage im Bett liegen mußte. Er sagte dem Pfarrer nichts davon, jedoch erfuhr dieser es durch einen jungen Malabaren, der nahe bei der Kirche geschlafen und den Lärm gehört hatte.

Sobald der Heilige wiederhergestellt war, ging er, wie zuvor, jede Nacht in die Kirche. Die bösen Geister suchten ihn durch Geräusche im Gebet zu stören, konnten ihm aber nichts mehr anhaben.

Einmal ahmten sie den Gesang der Klostergeistlichen so täuschend nach, daß Xaver seinen Hauswirt am Morgen fragte, wer denn diese Männer seien, die mit so schönen Stimmen gesungen hätten. Seine Lebensweise in Meliapur war wie gewöhnlich: er betete, predigte, unterrichtete und wirkte Wunder, so daß sich im Volk die Meinung verbreitete, daß, wer den Ermahnungen des Pater Xaver nicht folge, unfehlbar als Feind Gottes sterben würde, wie auch wirklich einige eines plötzlichen Todes starben, die ihre Bekehrung ständig aufgeschoben hatten.

In Meliapur war ein portugiesischer Edelmann, der ein sehr unsittliches Leben führte. Xaver besuchte ihn zur Mittagszeit: "Ist es Euch recht", sagte er beim Eintreten, "daß wir, um näher miteinander bekannt zu werden, heute zusammen zu Mittag speisen?" Der Portugiese geriet dadurch in Verlegenheit, suchte sie aber zu verbergen. Der Heilige sprach während der Mahlzeit von ganz gleichgültigen Dingen, ohne den ausschweifenden Lebenswandel dieses Herrn zu erwähnen.

Er verließ ihn, ohne ein Wort darüber zu sagen. Der Edelmann hielt sich für verloren. Voll Angst eilte er zu Xaver und sagte zu ihm: "Mein Vater, Euer Schweigen sprach kräftiger zu meinem Herzen, als Worte; ich habe keinen Augenblick mehr Ruhe, seitdem Ihr bei mir wart. Ach, wenn mein Verderben nicht schon beschlossen ist, so nehmt Euch meiner an, ich gebe mich in Eure Hände, tut mir mir, was Ihr für mein Seelenheil für gut findet. Ich werde Euch blind gehorchen."

Der Heilige umarmte ihn und sagte, Gottes Barmherzigkeit sei unendlich, so daß man niemals verzweifeln dürfe; wenn auch der Herr manchmal den Sündern die Zeit zur Buße verweigere, so gewähre er doch immer den Büßenden Verzeihung. Er befahl ihm dann die Gelegenheit zur Sünde zu meiden und bereitete ihn auf einer Generalbeichte vor, deren Frucht ein ehrbares und christliches Leben war.

Alles ging für Pater Xaver nach seinem Wunsch und er verließ die Stadt in einem so blühenden Zustand, wie sie noch gewesen war.

Von Meliapur aus hatte er an seine beiden Freunde in Goa, Paul von Camerino und Jakob von Borba, geschrieben, und ihnen berichtet, daß er nach Malaka und von dort nach Makassar reisen wolle. Um jeden Preis, und sollte es auch sein Leben kosten, wollte er dorthin reisen. Er schreibt: " Ich hoffe zuversichtlich, der liebe Gott werde mir auf dieser Reise die Gnaden, derer ich bedarf, verleihen, und ich darf um so vertrauensvoller darum bitten, weil ich durch seine unendliche Barmherzigkeit zu meiner großen Freude erkannt habe, es sei sein heiliger Wille, daß ich mich nach den Königreichen von Makassar begebe, wo schon in den letzten Jahren die Bekehrung einiger Heiden zum Christentum zu schönen Hoffnungen Anlaß gab. Es ist mein unabänderlicher Entschluß, genau das auszuführen, was mir der Herr gebietet, und ich erkenne dies so klar, daß ich meine, wenn ich mich dagegen verfehlte, geradezu seinem Befehl entgegenhandeln, und mich seiner Gnaden in diesem und im künftigen Leben unwürdig machen würde. Sollte ich in diesem Jahr kein portugiesisches Schiff, das nach Malakka abgeht, finden, so würde ich das erste beste heidnische oder sarazenische Schiff besteigen. Ja, mein Vertrauen auf Gott, dem zuliebe ich diese Reise unternehme, ist so groß, daß, wenn nur ein Nachen von dieser Küste nach Malakka abführe, ich mich unbedenklich hineinwerfen würde. Meine ganze Hoffnung ruht auf Gott, und um seiner Liebe willen beschwöre ich euch, daß ihr in eurem täglichen Gebet eines so großen Sünders, wie ich bin, gedenken wollt."

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


3. März
Monatsranking Februar 2021

Platz Monatsranking Februar 2021
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 715 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Zitatensammlung

+ 2
2

Recktenwald: Tolkiens christliche Botschaft

- 1
3

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

- 1
10

Ist ohne Gott die Moral eine Illusion?

neu
20

Recktenwald: Ist ohne Gott alles erlaubt?

- 4
30

Recktenwald: Mercy Defiled

neu
40

Bernward Deneke: Die Unterscheidung der Geister

- 10
50

Anna Diouf: Der Gesandte des großen Geistes

- 4
60

Beichte: Die äußerste Wichtigkeit des Bußsakramentes

+ 28
100

Eduard Kamenicky: Jesus, unser Gott

- 33

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2. März
Die Nichtreduzierbarkeit des Guten

Auf CNA ist die 12. Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


2. März
Shahbaz Bhatti

Vor zehn Jahren, am 2. März 2011, wurde Shahbaz Bhatti, der pakistanische Minister für religiöse Minderheiten, im Alter von 42 Jahren von den Taliban ermordet. Der Katholik setzte er sich bereits im Jugendalter für den Schutz der Christen ein. 2008 wurde er als einziger Christ in die Nationalversammlung gewählt. Als Minister für religiöse Minderheiten strebte er die Abschaffung des Anti-Blasphemiegesetzes an. Angesichts der Lebensgefahr, in der er sich seit Jahren befand, verfasste er 2005 sein geistliches Testament, in dem es u.a. heißt: “Die schrecklichen Bedingungen, unter denen die Christen Pakistans lebten, erschütterten mich. Ich erinnere mich an jenen Karfreitag, als ich erst 13 Jahre alt war: ... “ weiterlesen


1. März
Die Jungfrau von Guadalupe und ihr Weg nach Mexiko

Von Carolin Holterhoff

9. Folge

Kurz nach Weihnachten 1520 brach Cortés mit zunächst sechshundert Soldaten, sechzig Pferden, neun Kanonen und einer großen Zahl Tlaxcalteken in Richtung Mexiko auf. Sein Ziel war die Stadt Texcoco, die hinter Tenochtitlan im aztekischen Reich den zweiten Rang einnahm. Strategisch war dieser Ort bedeutsam, da er am östlichen Ufer des Sees gegenüber von Tenochtitlan lag und mit den Azteken verbündet war. Dort wollte Cortés die Schiffe, die noch in Einzelteilen von Tlaxcala gebracht werden mussten, zu Wasser lassen. Interessant an der Geschichte Texcocos ist, dass in der Mitte des 15. Jahrhunderts der dortige Herrscher Nezahualcoyotl, der als der gebildetste Mann seiner Zeit galt, zu der Erkenntnis gelangt war, dass es nur einen Gott gibt. Er ließ diesem Gott Tempel bauen, in denen er ihm Blumen und Räucherwerk darbrachte. Vor seinem Tod bedauerte er in einer Rede, dass er den Willen dieses großen Gottes nicht verstehen konnte, aber dass er eines Tages bekannt sein werde und in dem Land angebetet werden würde (Wahlig, Juan Diego. Ambassador of the Queen of Heaven, in: A Handbook of Guadalupe, S. 45). Sein Sohn Nezahualpilli folgte seinem Beispiel und kurz bevor er 1515 n. Chr. starb, versetzte er Montezuma in Angst und Schrecken, als er ihm von einem Traum erzählte, den er gehabt hatte. In diesem war ihm mitgeteilt worden, dass Montezuma bald seinen Thron an Neuankömmlinge von jenseits des Meeres verlieren würde, die den Wahren Glauben bringen würden (Wahlig, Juan Diego, S. 45).

Sobald sie wieder auf aztekischem Gebiet waren, hatten sie es mit regelmäßigen Attacken der Azteken zu tun, die sich aber davor hüteten, in eine offene Feldschlacht verwickelt zu werden. Ihr Herrscher Cuitlahuac war an den Pocken gestorben, die auf dem Schiff von Narváez eingeschleppt worden waren. Sein Nachfolger war Cuauhtemoc, ein Neffe Montezumas, der ein Friedensangebot von Cortés unbeantwortet ließ und den Kampf bis auf den Tod wollte. Die Einwohner der Orte, durch die die Spanier kamen, waren größtenteils aus Angst vor ihnen geflohen. Auch in Texcoco hatten sie deswegen keine Gegenwehr. Andere Orte unterstellten sich ebenso den Spaniern, nicht zuletzt, weil sie erkannten, dass sich hier die Möglichkeit bot, das Joch der Azteken abzuwerfen. Zusätzlich schickte Cortés kleinere Einheiten los, um im Umland für Ruhe und Ordnung zu sorgen, da er keine bösen Überraschungen erleben wollte, wenn er sich Tenochtitlan zuwandte; außerdem war es notwendig, die neuen Verbündeten vor plötzlichen Angriffen der Azteken zu schützen.

Im Februar 1521 brachte ein großer Treck mit achttausend tlaxcaltekischen Lastenträgern die Schiffsteile der dreizehn Brigantinen nach Texcoco, gesichert von fünfzehntausend tlaxcaltekischen Kriegern und einer spanischen Abteilung unter dem Kommando von Gonzalo de Sandoval, da ein Angriff der Azteken befürchtet wurde. Sofort nach der Ankunft begannen die Arbeiten für den Zusammenbau; gleichzeitig wurden von etwa achttausend Indianern Kanäle ausgehoben oder verbreitert, über die die Schiffe auf den See gebracht werden sollten. Cortés selbst brach mit einer größeren Abteilung zu einem Marsch um den See auf; damit wollte er den Azteken zeigen, dass er die Schlinge um sie herum weiter zuzog. Die meisten Orte waren verlassen, da die Einwohner auf der Seite der Azteken standen und geflüchtet waren. Immer wieder kam es auch zu Auseinandersetzungen mit den Azteken. In Xochimilco bekamen die Spanier einen Vorgeschmack auf das, was ihnen bevorstand. Die Stadt war wie Tenochtitlan zu einem Teil auf dem Wasser gebaut, was die Azteken nutzten, um von ihren Kanus aus anzugreifen. Dabei wurde Cortés beinahe gefangen genommen, doch war es sein Glück, dass man ihn lebend fangen wollte, um ihn den Göttern zu opfern. Er wurde von Cristóbal de Olea gerettet, der dabei verwundet wurde. Der Kampf dauerte drei Tage und die Spanier hatten ihre Mühe, sich zu verteidigen. Schließlich zogen sich die aztekischen Krieger zurück, aber die Stadt war völlig zerstört.

Am 28. April 1521 feierte Pater Olmedo eine heilige Messe, bei der er die dreizehn Brigantinen segnete, die zu Wasser gelassen worden waren und jeweils fünfundzwanzig Mann Besatzung hatten. Von den verbündeten Orten hatte Cortés weitere Krieger angefordert, so dass er nach einigen Verzögerungen am 13. Mai 1521 von Texcoco aus mit knapp eintausend Spaniern und fünfundsiebzigtausend indianischen Verbündeten, aufgeteilt in drei Divisionen, in Richtung Tenochtitlan aufbrach. Die drei Divisionen unter Hernán Cortés, Pedro de Alvarado und Gonzalo de Sandoval wurden auf die drei Dammwege, die in die Stadt führten, verteilt: Cortés nahm den südlichen von Itzapalapa aus, Alvarado den westlichen über Tacuba und Sandoval ging nach Coyoacan, dessen kurzer südwestlicher Weg sich auf dem See mit dem von Itzapalapa vereinigt, marschierte dann aber zum nördlichen Dammweg am Hügel Tepeyac, um die Lebensmittelversorgung zu unterbinden. Das Aquädukt, das die Stadt vom Festland aus mit Süßwasser versorgte, wurde zerstört. Die Belagerung dauerte 93 Tage, denn die Azteken hatten Gräben auf den Dämmen ausgehoben, die erst aufgefüllt werde mussten, um vorwärts zu kommen; doch da die Spanier aus Sicherheitsgründen nachts in ihre Standquartiere auf dem Festland zurückkehrten, konnten die Azteken nachts neue Gräben ausheben, so dass die Spanier am nächsten Tag von vorn beginnen mussten. Dabei wurden sie auch von Azteken in Kanus auf dem Wasser angegriffen, doch die Brigantinen fingen einen Großteil der Attacken ab, da sie zu beiden Seiten der Dämme als Bollwerke eingesetzt wurden, auch wenn sie durch Pfähle, die die Azteken als Hindernisse unter der Wasseroberfläche errichtet hatten, in ihrer Manövrierfähigkeit behindert wurden.

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


28. Februar
William Darrell

Vor 300 Jahren, am 28. Februar 1721, starb im St. Omer's College, Frankreich, im Alter von 69 oder 70 Jahren der englische Theologe William Darrell SJ.


28. Februar
Oswald von Nell-Breuning

Vor 100 Jahren, am 27. Februar 1921, empfing Oswald von Nell-Breuning SJ (1890-1991), der “Nestor der katholischen Soziallehre”, in Innsbruck die Priesterweihe.


28. Februar
Johann Stein

Vor 150 Jahren, am 27. Februar 1871, wurde im niederländischen Grave der Astronom Johann Stein SJ geboren. 1903 wurde er zum Priester geweiht, 1930 wurde er Direktor der Vatikanischen Sternwarte. Er modernisierte sie und verlegte sie 1933 vom Vatikan nach Castel Gandolfo. Am 27. Dezember 1951 starb er in Rom.


27. Februar
Reinigung und Verklärung

Zum morgigen Zweiten Fastensonntag kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Der Wille Gottes, unsere Heiligung

Die Verklärung Christi

Verklärung. Die Reinigung des Herzens


27. Februar
Geschäftiger Gremienkatholizismus

Den Jüngeren sei gesagt, dass mit der Würzburger Synode etwas begann, was die deutsche Amtskirche heute noch im Griff hat: geschäftiger Gremienkatholizismus, Bischöfe und Laien auf herrlicher Augenhöhe, Debatten um Strukturen, Dauerthemen wie Zölibat, klerikale Macht, Laienpredigt, Frauenweihe, neue Sexualmoral, Laien am Altar – und ökumenische Gefälligkeiten. Also „Lähmung durch Reformeifer“ (O-Ton Ratzinger, wie sein Biograf Peter Seewald schreibt). Das alles dauert jetzt schon fünfzig Jahre und findet im Synodalen Weg seinen soundsovielten Aufguss. Kirche wie ein Parlament, Progressive gegen Konservative, hohe Politik, die die Menschen mit ihren Alltagssorgen nicht interessiert.

Guido Horst im Editorial zum Vatican-Magazin, Januar 2021

Zum Thema: Wir haben an die Liebe geglaubt


26. Februar
Was Modernisten nicht verstehen können

Eine persönliche Beziehung können wir nicht mit dem Ergebnis unserer nachösterlichen Interpretationskünste eingehen. Ohne sie verliert das Fasten seinen Sinn. Das erkläre ich in meinem neuesten Podcast.


25. Februar
Die Kraft der Verheißung

Eine theologische Farbenlehre von Dr. Christian Wirz

Zweiter Teil

WEISS

Gerald Hüther sagt: Es geht. Wir haben die ersten Monate unseres Lebens anders gedacht und gefühlt. Wir können es. Wir brauchen nur einen guten Grund zum Umdenken: einen Grund, der starker ist als die Macht des blauen Männchens.

Hüther sagt, normalerweise dürfte es schwierig sein, daß ein 85-jähriger Mann noch Chinesisch lernt. Aber wenn der sich jetzt eine junge 65-jährige Chinesin verliebt und für sie nach China zieht, glauben Sie nicht, daß der in einem halben Jahr Chinesisch kann? An unseren physischen Voraussetzungen liegt‘s nicht. Es liegt an der Motivation. Es geht mit einer Verheißung.

Und genau das ist unsere Mission. Wir sind gesandt, den Menschen eine Verheißung zu bringen: die Vision eine anderen Lebens.

Gebote und Verbote, Regeln und Normen, Strukturen und Traditionen helfen für sich genommen nichts, so wahr sie auch sein mögen. Was einzig hilft, ist eine Verheißung: eine reale und konkrete Verheißung.

Warum schreit denn der blinde Bartimäus so laut? Er wird nicht immer geschrien haben. Er wird meistens stumm, leidend, leise bettelnd an der Straße gesessen haben. Warum schreit er plötzlich aus Leibeskräften? Warum läßt er sich von niemandem beruhigen? Warum entwickelt er plötzlich einen Willen und Kräfte, mit denen er um die halbe Welt laufen könnte? Weil er eine Verheißung hat! Die Möglichkeit, wieder sehen zu können, ist zum Greifen nahe! Jesus ist zum Greifen nahe!

Wir brauchen keine Unternehmensberater und Werbeagenturen, die sich klug ausdenken, mit welchen Verheißungen wir die Zeitgenossen ködern können. Unsere Verheißung ist keine von diesen Ersatzbefriedigungen: keine Tüte Haribo, kein iPhone und keine Versicherung. Unsere Verheißung ist schon da. Sie heißt Jesus Christus. Christus kommt von oben, von Gott her. Ich möchte ihn in dem Bild vom Experiment als weiße Figur oben auf den Berg stellen. Eine weiße Figur, die alle diejenigen, die sich hinaufquälen, bei der Hand faßt und heraufzieht. So wie es auf den Osterikonen des christlichen Ostens zu sehen ist, auf denen der Auferstandene, Adam und Eva an den Handgelenken gepackt hat und herauszieht aus der Unterwelt des Todes und der Sünde: der sie befreit von der Mühe des Berges und der Herrschaft der blauen Mächte.

Jesus steht da oben. Und er streckt seine Hände aus. „Die Gegenwart Gottes muß nicht hergestellt“ werden, schreibt Franziskus, sie muß „entdeckt“ und „enthüllt werden“.

Jesus macht mit Bartimäus etwas, das keiner von uns könnte. Wir könnten ihm beistehen, ihn trösten, uns zu ihm setzen, ihn führen, wohin er will, ihm aus der Zeitung vorlesen. All das können wir tun, und Bartimäus würde es uns danken. Aber Jesus tut etwas viel Größeres, was wir nicht können: er gibt dem Blinden das Augenlicht wieder. Er zieht von oben, wo wir nur von unten schieben können.

Die größte Hilfe, die die Jünger dem Blinden geben können, ist, ihn zu Jesus zu führen: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.

Was aber macht den Menschen Mut? Was bewegt sie, aufzustehen und zu Jesus zu gehen? Gute Ratschläge am wenigsten, so richtig sie sein mögen. Gute Ratschläge wirken etwa genauso, wie wenn man den Menschen das Telefonbuch vorlesen würde, sagt Gerald Hüther. Allein die Verheißung hilft. Wir müssen den Menschen die Schönheit Christi zeigen und die Herrlichkeit des Lebens, das er uns schenkt.

Dabei spielt das Zeugnis des Wortes eine große Rolle. Papst Franziskus hält sehr viel davon. Es ist bemerkenswert, daß ein nicht geringer Teil seiner Enzyklika aus Reflexionen über eine gute Predigt besteht.

Aber die Verkündigung des Wortes ist nicht nur Sache derer, die zur Predigt bestellt sind. Jeder Christ ist Missionar. „Und das geschieht spontan“, sagt der Papst, „an jedem beliebigen Ort, am Weg auf dem Platz, bei der Arbeit, auf einer Straße.“ Nach einem „persönlichen Gespräch“ empfiehlt er „das Wort Gottes vorzustellen, sei es mit der Lesung irgendeiner Schriftstelle oder erzählenderweise, aber immer im Gedanken an die grundlegende Verkündigung: die persönliche Liebe Gottes, der Mensch geworden ist, sich für uns hingegeben hat und als Lebender uns sein Heil und seine Freundschaft anbietet.“

Stellen Sie sich das mal bildlich vor! Ich sehe mich in Gronau [Christian Wirz war von 2007 bis 2019 Pfarrer in Gronau/Leine] bei Penny an der Kasse aus dem 1. Korintherbrief zitieren. Ich sage das nicht, um mich lustig zu machen, ganz im Gegenteil. Ich sage das, um deutlich zu machen, daß es nicht so harmlos ist, was der Papst von uns verlangt. Mit reiner Mitmenschlichkeit ist es nicht getan. Es reicht nicht, grüne Unterstützer- Männchen zu sein. Wenn wir nicht von der weißen Gestalt sprechen, die oben steht und uns zieht, kann niemand diese Gestalt Jesu sehen. Die vornehme Zurückhaltung, explizit vom Glauben zu sprechen, werden wir aufgeben müssen.

Dennoch: nur predigen reicht auch nicht.

Ich hatte in meiner Gemeinde mal einen indischen Priester, der eine großartige Arbeit gemacht hat. Aber er mußte sich in manchem umstellen. Eines Morgens fand er sein Auto zugefroren. Er mußte sich erst mal einen Eiskratzer organisieren und wäre um ein Haar zu spät zur Messe gekommen. In seinem Ärger rief er aus: „Ich bin nicht von Indien nach Deutschland gekommen, um Eis zu kratzen!“

Da hatte er Recht. Tatsächlich war er nicht zum Eiskratzen nach Deutschland gekommen, sondern um Gottes Wort zu verkündigen und die Sakramente zu spenden. Aber um all das tun zu können, ist es manchmal nötig, vorher so banale Dinge zu tun wie Eis zu kratzen.

Die Gnade setzt die Natur voraus, wußte schon die alte Scholastik. Die übernatürlich Hilfe setzt die natürlich voraus.

Deswegen mahnt Papst Franziskus, daß der Predigt des Wortes Gottes bei Penny an der Kasse eben ein persönliches Gespräch vorausgehen soll, „in dem der andere Mensch sich ausdrückt und seine Freuden, seine Hoffnungen, die Sorgen um seine Lieben und viele Dinge, von denen sein Herz voll ist, mitteilt.“

Wir können den Menschen die Schönheit Jesu, der oben steht und sie hinaufziehen will, nicht zeigen, wenn wir nicht von unten ganz praktisch helfen und schieben.

Denn es ist ja so: die Menschen sind mißtrauisch gegenüber unseren Worten. Sie fürchten, wir wollten ihnen das Leben schwermachen. Und tatsächlich wird ja die Lehre der Kirche zuweilen als „nicht hilfreich“ bezeichnet. Manchmal ist das unsere Schuld, manchmal ist es unvermeidbar.

Wir alle haben seit unserem ersten Lebensjahr gelernt, daß man in dieser Welt am besten vorankommt, wenn man sich verhält wie das blaue Männchen. Das steckt so tief in uns! Und aus blauer Perspektive sind all die grünen Unterstützer und auch noch jener große Weiße „Emporzieher“ tatsächlich nicht hilfreich. Das liegt aber nicht an denen, sondern an der Perversion des blauen Männchens, das sich seiner eigenen Natur entfremdet hat. Der Teufel findet Christen generell nicht hilfreich. Deswegen schreibt Franziskus: „In jedem Fall können wir die Lehren der Kirche nie zu etwas machen, das leicht verständlich ist und die uneingeschränkte Würdigung aller erfährt. Der Glaube enthält immer einen Aspekt des Kreuzes, eine gewisse Unverständlichkeit“. Der alte Mensch, der blaue Mann in uns muß erst gekreuzigt werden. Und das tut weh. Denn er wohnt schon länger in mir als ich sprechen kann.

Die Verheißung, die wir den Menschen zu bringen haben, kann sich nur durchs Kreuz erfüllen. Dafür muß sie sehr stark sein. Dafür muß sie unbedingt hilfreich – ganz subjektiv hilfreich – beginnen.

Erst wenn die Menschen sehen können, daß wir nicht gekommen sind, ihnen das Leben schwer zu machen, sondern ihnen zu helfen, werden sie bereit sein, von ihren Ersatzbefriedigungen abzulassen, um sich von Christus emporziehen zu lassen. Das geht nicht ohne Mühe und Anstrengung – wie Chinesisch lernen. Aber wenn die Verheißung vor Augen steht, wird das Mühsame ganz leicht – paradoxerweise, ohne deshalb aufzuhören, mühsam zu sein.

Seit dreizehn Jahren fahre ich regelmäßig in den Libanon. Die Gemeinschaft Junger Malteser organisiert dort alljährlich Urlaub mit behinderten Menschen, die aus verschiedenen Heimen in und um Beirut kommen. Wir sitzen bei ihnen, wir begleiten sie, wir spielen mit ihnen, wir beten mit ihnen und feiern gemeinsam die heilige Messe.

Glauben Sie mir, wenn es wieder ansteht, habe ich nie Lust dazu! Der blaue Mann in mir möchte lieber richtig Urlaub machen. Vier Wochen mit Behinderten zu verbringen ist erstmal nicht attraktiv. Gar nicht!

Aber wenn ich da bin, geschieht etwas Erstaunliches und Wundervolles. Und ich glaube, daß hier die Mitte dessen liegt, was Franziskus die missionarische Dynamik nennt.

Während ich diese Menschen von unten schiebe, um ihnen ganz praktisch und banal zwischen Essen, Klo und Ballspiel zu helfen, den Berg ihres Lebens leichter zu erklimmen, kommt plötzlich von oben die Hand Jesu und zieht. Nicht nur den behinderten Menschen – das hoffe ich jedenfalls – sondern mich. Ich schenke nicht nur eine Verheißung, und zwar fast ganz ohne Worte, sondern ich empfange sie. Viele junge Menschen, die mitfahren, um bloß etwas Soziales zu tun, bekommen einen neuen Zugang zum Glauben. Sie erfahren, wie Christus von oben zieht. Sie sehen es im Tun der anderen, und sie spüren es im eigenen Tun. Und mir geht es genauso.

Wenn ich nach Hause zurückkehre, bin ich totmüde. Aber ich habe ein helles Licht gesehen. Ich habe eine Verheißung bekommen. Ich bin hinaufgezogen worden. Von Jesus Christus. Als Bartmäus zu Jesus kommt, da werden ihm die Augen geöffnet. Welche Augen? Die des Leibes oder die des Glaubens? Beide wohl. Bartimäus hat etwas gesehen. Schon bevor seine leiblichen Augen geheilt wurden. Er hat eine Verheißung gesehen, ein Licht, das ihn aus Leibeskräften schreien ließ. Dein Glaube hat dir geholfen, sagt Jesus. Die Verheißung wirkt physisch. Gerald Hüther kann uns erklären, wie sie das Gehirn verändert.

Der Herr zieht uns wirklich empor.

Und meinen sie nicht, daß die Jünger, die dabeistanden und längst zu glauben meinten, auch in neuer Weise sehend wurden? Und daß der Weg mit Jesus ein ganz neuer war, seitdem Bartimäus ihn mitging? Vielleicht hat sich ja einer bei Bartimäus bedankt, daß er sie dazu gebracht hat, ihn zu Jesus zu führen, weil er so laut geschrien hat.

Denn hätte er nicht so laut geschrien, dann hätten sie ihn vielleicht gar nicht zu Jesus geschoben. Und dann hätten sie nicht erleben können, wie Jesus ihn hochgezogen hat – und sie – seine Jünger – gleich mit. Amen.

Zum ersten Teil


24. Februar
Das Zitat

Die beiden Sakramente der heiligen Kommunion und der heiligen Beichte sind die Quellen einer beständigen und erfolgreichen Reform des inneren Lebens eines jeden Katholiken.

Seliger Ivan Merz


24. Februar
Franz Josef von Denzinger

Vor 200 Jahren, am 24. Februar 1821, wurde in Lüttich der Architekt und Kirchenbaumeister Franz Josef von Denzinger geboren. Zu seinem Lebenswerk gehört die Vollendung der Dome in Regensburg und Frankfurt. Er starb am 14. Februar 1894 in Nürnberg. Sein Bruder war der Theologe Heinrich Denzinger (1819-1883), nach dem der “Denzinger” benannt ist: das von ihm herausgegebene Enchiridion Symbolorum, die Quellensammlung kirchlicher Lehrdokumente.


23. Februar
Mercy Defiled

By P. Engelbert Recktenwald

In his Second Letter to the Corinthians, St. Paul speaks of the treasure which we have in earthen vessels. By this treasure, he means the “light of the knowledge of the glory of God in the face of Christ” (4:6), which is the loving fellowship with the Lord through faith, in which salvation consists. The earthen vessel is our body, which is exposed to constant dangers. But we can also apply the expression to our heart. The quality “earthen” refers to its fragility. Our heart is exposed to temptations. Our treasure is never entirely out of danger. “Therefore let any one who thinks that he stands take heed lest he fall,” writes Paul in 1 Corinthians 10:12. We have not got the divine treasure in our secure possession once and for all. On the contrary, there exists the terrible possibility that we may lose it. For this reason Paul admonishes: “…work out your own salvation with fear and trembling” (Phil 2:12). This is merely a particularly drastic expression of that vigilance to which the Lord himself calls us many times over in the Gospels. Our salvation depends on this vigilance. Let us remember, for instance, the parable of the servants, whom the master wishes to find watching and waiting, with their lamps burning, when he arrives home from the marriage feast. But the servant whom he does not find watching and waiting, but rather in drunken revelry and feasting, he will – horribile dictu – “punish…and put him with the unfaithful” (Lk 12:46). And from St. Peter we have the well-known saying: “Be sober, be watchful. Your adversary the devil prowls around like a roaring lion, seeking someone to devour” (1 Pet 5:8).

Now there is a manner of speaking of God’s unconditional love which renders all of these admonitions superfluous. In a certain sense this love is indeed unconditional: Thanks to His will for salvation, God pursues even the most wicked sinner with His grace and offers him forgiveness. But the forgiveness itself is not unconditional, but rather it is tied to the condition of ... weiterlesen


22. Februar
Evangelisation der Jugend

Was ist das Besondere an diesem neuen Seligen [Carlo Acutis]? Worin besteht seine Vorbildfunktion? Ich würde sagen, in der originellen Antwort, die er auf die (...) Frage gab: Wie können Jugendliche in einer vernetzten und durchdigitalisierten Welt ihren Glauben finden und leben? In all dem, was Carlo zu Lebzeiten tat, können wir eines nicht entdecken – die Standardantwort der Kircheningenieure unserer Tage: Mach alles neu, ändere Kirche und den Glauben! Carlos "Ja" bestand vielmehr in dem erfolgreichen Versuch, die modernen Technologien, die das Leben der jungen Menschen so sehr beeinflussen, mit zweitausend Jahren katholischer Lehre zu verbinden, als Sauerteig für die Evangelisation der Jugend. Er nutzte die modernen Medien, um das Altmodischste bekannt zu machen, was sich ein Theologe aus Bologna oder Tübingen vorstellen überhaupt kann: Eucharistische Wunder. Eine Zweckentfremdung? Wohl kaum, aber ein Stachel im Fleisch der Fortschrittsgläubigen in Kirche und Welt.

Aus: Dirk Weisbrod, Der ideale Patron des Internets, in: Vatican-Magazin Oktober 2020, S. 12

Zum Thema: Wie sollen wir evangelisieren?


21. Februar
Bernard Nathanson

Vor zehn Jahren, am 21. Februar 2011, starb in New York im Alter von 84 Jahren der Arzt Bernard Nathanson. Er führte Tausende von Abtreibungen durch, bis er zur Erkenntnis kam, dass jede Abtreibung die Tötung eines Menschen bedeutet. Er produzierte 1984 den berühmten Film Der stumme Schrei (The Silent Scream) und konvertierte 1996 zur katholischen Kirche. Seine Geschichte beschrieb er in dem Buch Die Hand Gottes, Eine Reise vom Tod zum Leben, die 1997 in deutscher Sprache erschien.


20. Februar
Die drei Einfallstore des Versuchers

Zum ersten Fastensonntag kann ich diese Predigt über die drei Versuchungen Jesu anbieten.


20. Februar
Welcoming attitude?

The FIUV [Foederatio Internationalis Una Voce] would like to appeal to the bishops of France, and to those functionaries of the CEF [Conférence des évêques de France] responsible for this document, to consider the consequences of even the appearance of an unwelcoming attitude towards Catholics who feel the attraction of the ancient liturgical tradition. As we have already quoted Pope Benedict, it is the munus of the bishops to ensure that the Apostolic Letter is implemented with ‘peace and serenity’. Peace and serenity are maximised by an open and welcoming attitude, and this is also what is necessary to building up the trust and mutual understanding which this document claims are currently lacking. If traditional Catholics are feeling marginalised, it is in large part because of the contrary attitude, displayed by this document, which appears to see them as a nuisance rather than as sons and daughters of their bishops.

Aus der Stellungnahme der Internationalen Una-Voce-Bewegung zum Papier der Französischen Bischofskonferenz, das die Antworten der französischen Bischöfe auf die päpstliche Umfrage nach den bischöflichen Erfahrungen mit der alten Liturgie und der Umsetzung von Summorum Pontificum auswertet.


18. Februar
Podcast-Ranking 2020

Bis Ende 2020 habe ich 53 Episoden meines Podcasts veröffentlicht. Welche Episoden wurden im letzten Jahr am häufigsten gehört? An erster Stelle steht Erneuerung kraft Frauenpriestertums. Die weiteren Plätze:

2. Wir haben an die Liebe geglaubt

3. John Henry Newman und Corona

4. Covid-19: Die schlimmere Seuche haben wir schon überlebt

5. Kulturrelativismus zwischen Fluch und Segen


18. Februar
Brief der Kleruskongregation

Vor 50 Jahren, am 18. Februar 1971, sandte John Joseph Kardinal Wright, von 1969 bis 1979 Präfekt der Kleruskongregation, an Erzbischof Marcel Lefebvre ein lobendes Ermutigungsschreiben für die erst dreieinhalb Monate zuvor errichtete Priesterbruderschaft St. Pius X.


17. Februar
Jesus als Lessings Spielverderber

In meiner Predigt vom letzten Sonntag erkläre ich, warum der Sehendgewordene nicht ein Jünger Gotthold Lessings wurde.

Achtung: Falls hier nicht die Predigt zum Sonntag Quinquagesima erscheint, sondern eine ältere Predigt, dann schließen Sie bitte das Fenster, löschen das Cookie von kath-info in Ihrem Browsercache und gehen von Neuem auf kath-info! Wahlweise können Sie auch diesem Link folgen.


17. Februar
Von Hildebrands Wertethik

Auf CNA ist gestern die elfte Folge meiner Philosophieserie erschienen.


15. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Do we know the Language of Love?, die englische Übersetzung meiner Meditation über die Sprache der Liebe, wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Predigt So glaubet es nicht! wurde auf der Exerzitienseite, die Predigt Jesus Christus anziehen auf der Dreifaltigkeitsseite eingebettet. Die geniale Beobachtung Regina Einigs zum Floskenwechsel auf Seiten der Reformer finden Sie auf der Seite mit der Notizensammlung zu Benedikts Missbrauchsanalyse.


15. Februar
Hildebrand Troll

Vor zehn Jahren, am 15. Februar 2011, starb in Olching im Alter von 88 Jahren der aus Augsburg stammende Historiker Dr. Hildebrand Troll, ehemaliger Leiter des bayerischen Hauptstaatsarchives. Er war ein Freund der Priesterbruderschaft St. Petrus, gab in deren Priesterseminar in Wigratzbad Vorlesungen und besuchte jahrelang die hl. Messe der FSSP in St. Margareth, Augsburg.


14. Februar
Das Zitat

Wenn uns dein Hand loslässt, so fallen wir ins Wasser und gehen unter. Wenn uns aber Deine Hand anfasst, so kommen wir wieder ans Land und leben.

Nachfolge Christi, III, 14.


14. Februar
August Czartoryski

Vor 100 Jahren, am 14. Februar 1921, wurde der Seligsprechungsprozess von August Czartoryski (1858-1893) eröffnet. Sein Hauslehrer war der Joseph Kalinowski. Als er 1883 in Paris den hl. Don Bosco kennenlernte, erkannte er seine Berufung zum Salesianer. Der Tod des hl. Don Bosco fiel in die Zeit seines Noviziats. Am 25. April 2004 wurde er seliggesprochen.


13. Februar
Nach Jerusalem

Zum morgigen Sonntag Quinquagesima, dem dritten Sonntag der Vorfastenzeit, kann ich folgende Predigten anbieten:

Der Blinde: unser Vorbild

Nach Jerusalem dem Leiden entgegen

"Seht, wir ziehen hinauf nach Jerusalem.."


13. Februar
Unterwerfungsgeste

Wozu dient der Stern also? Eine explizit politische Einlassung auf einer Delegiertenkonferenz der Grünen 2015 in Berlin lautete: „Um sicherzustellen, dass alle Menschen gleichermaßen genannt und dadurch mitgedacht werden, wird in unseren Beschlüssen ab jetzt der Gender-Star benutzt. Transsexuelle, transgender und intersexuelle Personen werden so nicht mehr unsichtbar gemacht und diskriminiert.“ Hier wird keine intendierte Bedeutung oder sprachliche Funktion genannt, sondern eine Einstellung des Benutzers. Dieser stellt etwas sicher und folgt damit der Vorgabe, die mit dem Stern verbunden ist. Das ist, zurückhaltend formuliert, eine Geste der Anerkennung für ein bestimmtes Verständnis von sprachlicher Sichtbarmachung. Weniger zurückhaltend formuliert, handelt es sich um das Einfordern einer Unterwerfungsgeste. Der Genderstern ist ein sprachlicher Gesslerhut, mit dem signalisiert wird, dass sein Träger einer von den Proponenten vertretenen Geschlechterideologie folgt. Eine ausgeführte Grammatik des Sterns liegt nicht vor.

Der Linguist Prof. Dr. Peter Eisenberg in der FAZ vom 8. Januar 2021, zitiert auf theoblog.


12. Februar
Das Tier im Menschen

Soeben ist die 56. Episode meines Podcasts erschienen. Er ist dieses Mal wieder etwas philosophisch anspruchsvoller. Ich spreche über die Moralfähigkeit als das unterscheidend Menschliche im Lichte der Lehren des hl. Thomas von Aquin, Immanuel Kants und Friedrich Nietzsches.


12. Februar
Odoardo Focherini

Vor 25 Jahren, am 12. Februar 1996, wurde der Seligsprechungsprozess für den italienischen Journalisten Odoardo Focherini (1907-1944) eingeleitet. Er rettete über 100 Juden das Leben, indem er ihnen zur Flucht aus Italien in die Schweiz verhalf. Er starb im KZ Hersbruck bei Nürnberg. 1969 wurde er von Israels Yad Vashem in die Schar der "Gerechten der Völker" aufgenommen, am 15. Juni 2013 seliggesprochen.


11. Februar
Ferdinand Ulrich

Vor einem Jahr, am 11. Februar 2020, starb in Regensburg im Alter von fast 89 Jahren der Philosoph Ferdinand Ulrich. Er war befreundet mit Romano Guardini und Hans Urs von Balthasar, wurde bei Alois Dempf promoviert, bei Beda Thum OSB habilitiert. Zu seinen Schülern gehört Bischof Stefan Oster von Passau, dessen Ansprache beim Begräbnis Ulrichs auf seiner Website veröffentlicht ist.


11. Februar
Das 70. Wunder

Vor drei Jahren, am 11. Februar 2018, wurde von der Kirche das 70. Heilungswunder von Lourdes anerkannt. Das 69. Wunder war am 20. Juni 2013, das 68. Wunder am 11. Oktober 2012 anerkannt worden.


10. Februar
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

14. Folge

29. Ehe du eine andere Beschäftigung, zum Beispiel die Studien oder Handarbeit, je nachdem es dein Stand von dir fordert, beginnst, mußt du ja nicht vergessen, am Anfang einer jeden Arbeit sie Gott aufzuopfern und Ihn zu bitten, damit Er dir beistehe, sie ohne Fehler zu verrichten. Auch unterlasse nicht, manchmal einen Blick auf dein Inneres zu werfen und dich durch Liebesakte mit Gott zu vereinigen, wie das die heilige Katharina von Siena zu tun pflegte. Tue alles, was du tust, mit Gott und für Gott. Verläßt du dein Haus oder dein Zimmer, oder kehrst du in dasselbe zurück, so empfiehl dich jedesmal durch ein “Gegrüßt seist Du Maria” der Muttergottes. Begibst du dich zum Essen, so opfere vorher das Vergnügen oder den Widerwillen, den die Speisen oder Getränke, welche man dir vorsetzen wird, in dir erregen könnten, Gott auf; hast du gegessen, so sprich: “Herr, wie viel Gutes erweisest Du mir, der ich Dich so oft beleidigt habe!” Vergiß ja nicht, den Tag über eine geistliche Lesung und einen Besuch zum allerheiligsten Altarsakrament und zur allerheiligsten Jungfrau zu machen, bete deinen Rosenkranz, prüfe dich am Abend, wie du den Tag zugebracht hast, erwecke die Akte Glaube, Liebe, Hoffnung, Reue, und mache einen festen Vorsatz, dich zu bessern und im Leben und Sterben die heiligen Sakramente zu empfangen, mache zugleich die Meinung, alle Ablässe, die du gewinnen kannst, zu erlangen. Wenn du zu Bette gehst, so bedenke, daß du verdient hättest, in der Hölle zu brennen, umarme dein Kruzifix und sage: “Ich schlafe in Frieden und Ruhe."

[30. Es folgen einige Beispiele für Ablässe. Wegen der neuen Ablaßordnung sind diese Beispiele aber überholt].

31. Damit du immer gesammelt und mit Gott vereinigt bleiben könnest, mußt du in allem, was du siehst und hörst, etwas aufzufinden suchen, was dein Gemüt zu Gott erheben oder dich an die Ewigkeit erinnern könne. Gießt man Wasser aus einer Flasche, so bedenke, daß auf gleiche Weise deine Tage verfließen und du dich stets dem Tode näherst. Siehst du ein Licht, das aus Mangel an Öl verlöscht, so bedenke, daß dein Leben einst ebenso enden wird. Erblickst du ein Begräbnis oder Leichen, so erinnere dich daran, daß ein gleiches Los dich erwartet. Siehst du, wie die Großen dieser Welt in deiner Gegenwart sich über ihre Würden und Reichtümer erfreuen, so bemitleide ihre Torheit und sage: “Mein Gott genügt mir, diese verlassen sich auf Wagen und jene auf Rosse, wir aber rufen den Namen des Herrn an” (Ps 19,8). Sie suchen ihren Ruhm in Eitelkeiten, ich will ihn in der Gnade Gottes und in Seiner Liebe suchen. Hält man feierliche Totenämter und Leichenbegängnisse vornehmer Herren, so bedenke: Was nützt ihnen alle diese Pracht, wenn sie in der Hölle sind? Wandelst du am Ufer des Meeres und findest du es ruhig oder wild bewegt, so stelle Vergleichungen an zwischen einer Seele, die im Stande der Gnade, und einem Herzen, das durch die Sünde von Gott getrennt ist. Findest du einen verdorrten Baum, so denke daran, daß eine Seele, die Gott nicht liebt, ins Feuer geworfen zu werden verdient. Hast du Gelegenheit, gegenwärtig zu sein, wenn ein schwerer Verbrecher, zitternd vor Angst und Scham, sein Urteil empfängt, so bedenke, welche Angst der Sünder dereinst vor dem Richterstuhl Jesu Christi ausstehen wird. Überfällt dich Furcht, wenn es blitzt und donnert, so denke an die Peinen, welche die Verdammten in der Hölle, wo sie das Donnern des göttlichen Zornes beständig vernehmen, ausstehen müssen. Hörst du, daß ein zum Tode Verurteilter hände-ringend ausruft: “So kann ich denn also nicht mehr dem Tode entgehen!", so denke alsbald an die Verzweiflung einer Seele, die, zur Hölle verdammt, laut aufschreit: “Kein Mittel bleibt mir übrig, dem ewigen Untergang zu entfliehen!"

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


9. Februar
Gregor XV.

Vor 400 Jahren, am 9. Februar 1621, wurde der Erzbischof von Bologna Alessandro Kardinal Ludovisi im Alter von 67 Jahren zum Papst gewählt. Er nahm den Namen Gregor XV. an. Da er kränklich war, regiert er vor allem mit Unterstützung seines Neffen Kardinal Ludovico Ludovisi. “Die Stiftung der Congregatio de propaganda fide 1622 wurde für das Missionswesen epochemachend. Mit großem Eifer wurde die Rekatholisierung Deutschlands betrieben, besonders der Pfalz und Böhmens durch Nuntius Carlo Caraffa” (LThK, 1. Auflage). Er sprach Ignatius von Loyola, Franz Xaver, Philipp Neri und Theresa von Avila heilig, Albert den Großen selig. So wurde sein Pontifikat außerorendlich bedeutsam, obwohl es schon am 8. Juli 1623 endete.


9. Februar
Gisbert Kranz

Vor 100 Jahren, am 9. Februar 1921, wurde in Essen-Steele Gisbert Kranz geboren, der Gründer der Inklings-Gesellschaft. Durch sein vielfältiges Wirken machte er sich u.a. sehr verdient um die Hagiographie. Er schrieb zahlreiche Biographien über christliche Persönlichkeiten und ist Autor des Lexikons der christlichen Weltliteratur. Am 3. Oktober 2009 starb er in Aachen. Eine Broschüre mit seiner Biographie über Amalie von Gallitzin kann man bei mir kostenlos bestellen.


6. Februar
Entrückung

Zum morgigen Sonntag Sexagesima kann ich folgende Predigten anbieten:

In den dritten Himmel entrückt

Die Wirksamkeit des Wortes Gottes

Das Gleichnis vom Sämann


6. Februar
Kardinal Woelki

Vorgestern startete eine Petition zur Unterstützung von Kardinal Woelki, die bis jetzt schon über 1400 Unterzeichnete gefunden hat. Ein Offener Brief in derselben Sache “für Recht und Gerechtigkeit, Fairness und einen respektvollen Umgang miteinander in unserer Kirche” ist unter der Verantwortung von Martin Lohmann ebenfalls online. Unterdessen geht der Jurist Thomas Fischer, Richter am Bundesgerichtshof, im Spiegel mit der Münchner Rechtsanwaltskanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) hart ins Gericht. Einen "Fehler" kann man dem Kölner Kardinal jetzt schon bescheinigen: eine solche Kanzlei mit dem Gutachten beauftragt zu haben.


5. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Aufsatz von Ulrich Nersinger Der 20. September 1870 – Der Untergang des Kirchenstaates ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Predigt Ein Königtum der Liebe ist auf der Gnadenstuhlseite, die Predigt über das Programm des hl. Don Bosco auf der Capitanioseite eingebettet. Den Aufsatz von P. Bernward Deneke über eine prophetische Rede Papst Benedikts XV. finden Sie auf der Pfeifferseite.


5. Februar
Hermann von Mallinckrodt

Vor 200 Jahren, am 5. Februar 1821, wurde in Minden Hermann von Mallinckrodt geboren. Der tiefgläubige und engagierte Katholik war ein Mitbegründer der Deutschen Zentrumspartei. Als er am 26. Mai 1874 starb, wurde sein Nachfolger in der Führung der Partei der berühmte Ludwig Windthorst. Er war der Bruder der seligen Pauline von Mallinckrodt.


5. Februar
Adolf von Hildebrand

Die Erinnerung an den 100. Todestag des berühmten Bildhauers Adolf von Hildebrand will ich noch nachholen. Er starb in München am 18. Januar 1921 im Alter von 73 Jahren und war der Vater des Philosophen Dietrich von Hildebrand.


4. Februar
Ein Schachklub ohne Schach

Eine Kirche, die beständig diskursiv um sich selbst kreist, aber die Botschaft, die ihr anvertraut ist, nicht mehr verkündet, ist so unattraktiv und unnütz wie ein Schachklub, in dem der Vorstand über die Satzung streitet, aber das Schachspielen längst eingestellt hat.

Aus: Thorsten Paprotny, Die synodale Parallelgesellschaft


4. Februar
Weihen

Am Samstag werden in unserem amerikanischen Seminar neun Subdiakone geweiht (von Erzbischof Salvatore Cordileone von San Francisco), am darauffolgenden Samstag in Wigratzbad neun weitere Subdiakone.


4. Februar
Memorandum

Vor zehn Jahren, am 4. Februar 2011, machten 143 Professoren und Professorinnen der Theologie Papst Benedikt XVI. ein besonderes Willkommensgeschenk für seinen geplanten Deutschlandbesuch und veröffentlichten ihr Memorandum, welches das ganze Elend offenbarte, in dem sich die Theologie in Deutschland befindet.


2. Februar
Wert und objektives Gut

Auf CNA ist heute die zehnte Folge meiner Philosophieserie erschienen.


2. Februar
Louvain-la-Neuve

Vor 50 Jahren, am 2. Februar 1971, wurde der Grundstein für Louvain-la-Neuve (Neu-Löwen) gelegt, die den französischsprachigen Teil der Katholischen Universität Löwen beherbergen sollte, deren Gründung auf Engelbert Kardinal Sterckx (1792-1867) zurückgeht und die zu einem Hauptsitz der neuscholastischen Philosophie wurde.


2. Februar
Giuseppe Maria Pignatelli

Vor 250 Jahren, am 2. Februar 1771, zwei Jahre vor der Aufhebung des Jesuitenordens, legte der hl. Giuseppe Maria Pignatelli SJ (1737-1811), einer der großen Erneuerer des Jesuitenordens nach dessen Wiederzulassung, seine feierliche Profess ab.


2. Februar
Andrea Carlo Ferrari

Vor 100 Jahren, am 2. Februar 1921, starb in Mailand im Alter von 70 Jahren der Theologe Andrea Carlo Kardinal Ferrari. 1890 wurde er Bischof von Guastalla, 1891 von Como, 1894 Erzbischof von Mailand. Unter Pius X. wurde er zu Unrecht des Modernismus verdächtigt. Der selige Alfredo Ildefonso Schuster leitete 1951 seinen Seligsprechungsprozess ein. Am 10. Mai 1987 wurde er seliggesprochen.


1. Februar
Gott das Ideal der Wahrheit

Von Arnold Rademacher

Was ist Wahrheit? Das ist die alte und ewig neue Pilatusfrage. Sie kann gestellt werden aus wissenschaftlichem Interesse: Was ist das Wesen der Dinge? So meint sie der Forscher, der hinter den Erscheinungen der Wirklichkeit das ewige Gesetz sucht. Sie kann gestellt werden aus sittlichem Interesse: Wo liegen die wahren Wurzeln des edlen Menschtums? So stellt sie der Ethiker. Wo liegen die letzten und höchsten Maßstäbe des Schönen? So fragt der Ästhetiker. Sie kann endlich - und das ist ihre dringlichste Form - aus religiösem Gesichtswinkel erhoben werden: Wie deute ich mir die Gesamtwirklichkeit durch eine letzte Auskunft auf alle Fragen nach dem Woher und Wohin der Dinge und meines Lebens? In dieser Fassung wird sie auch oft gestellt ohne tieferes Interesse und ohne die Erwartung einer Antwort, als Ausdruck übersättigter pessimistischer Resignation: so mag der abgestumpfte Römer sie gemeint haben, als er dem Gesandten der göttlichen Wahrheit gegenüberstand.

1. Was ist Wahrheit? Es ist hier nicht der Platz zu erkenntnistheoretischen Erörterungen über den Begriff der Wahrheit. Der Religiöse weiß auch ohne Definition, um was es sich handelt, wenn die Frage religiös gemeint ist, mit oder ohne die Empfindung für die Tragik der Tatsache, dass die Philosophen sich über den Begriff der Wahrheit ebensowenig einig sind wie über denjenigen ihrer eigenen Wissenschaft. Es genügt hier die Feststellung, daß in jeder unverbildeten und unverdorbenen Menschenseele ein Verlangen nach der Wahrheit und eine Freude am Finden der Wahrheit lebt.

"Alle Menschen streben von Natur nach Wissen” (Aristoteles, Metaphysik, I 1, 980a 22). Auf primitiver Stufe äußert es sich in der Neugierde, auf einer höheren in der Wißbegier und in der höchstentwickelten Form in dem philosophischen Eros, der erst in der Erkenntnis der letzten Erreichbarkeit Gründe seine Befriedigung findet. Der Widerstreit zwischen der Erkenntnis der Erscheinungen und der Unkenntnis ihrer Gründe bildet den Ausgangspunkt aller Philosophie. Platon spricht mit viel Wärme von diesem philosophischen Eros, welcher besteht in einer Art geistiger Zeugungskraft, in einem angeborenen Verlangen nach dem Ideal des Guten und Schönen, welches selbst wieder mit dem Göttlichen identisch ist. Die sittliche Forderung der Wahrhaftigkeit ist eine Äußerung des Wahrheitstriebes. "An dem Stolz verletzt uns", wie Jean Paul sagt, "nichts so sehr als sein Mangel an Grund", d. i. seine Unwahrhaftigkeit. Selbst das Geheimnis empfängt von dem Verlangen nach Wahrheit den ihm eigenen Reiz, sowohl im Alltagsleben und auf dem Gebiete der philosophischen Erkenntnis als im Reiche des Glaubens. Es ist nicht so sehr das Dunkel, wie Scheeben geistvoll bemerkt, welches uns im Geheimnis anzieht, - denn “unsere Seele, aus dem Lichte und zum Lichte geboren, flieht die Finsternis und seufzt nach dem Lichte” (Matthias Joseph Scheeben, Die Mysterien des Christentums) als vielmehr die Ahnung, daß das Dunkel der Morgenröte einer himmlischen Welt des Lichtes voraufgeht, die unseren Geist in ihrem Bann hält. “Die Geheimnisse müssen an sich lichte, herrliche Wahrheiten sein; die Dunkelheit darf bloß auf unserer Seite liegen, insofern unser Auge nicht imstande ist, aus sich zu ihnen vorzudringen und sie zu erschöpfen.” Der Mensch schämt sich der Unwissenheit oft mehr als der Sünde, weil das Ideal des Wissens oder der Wahrheit in seiner Seele so lebendig ist und er mit Schmerz den Abstand seines Wissens vom Ideal empfindet - eine Erscheinung, die wohl als ein Beweis des Primates des Verstandes über den Willen gedeutet werden muß.

Daß es eine Wahrheit gibt, läßt sich nicht beweisen; es könnte ja nur wieder geschehen durch Vermittlung von anerkannten Wahrheiten. Man kann die Tiefe des Meeres nicht messen, wenn das Senkblei nicht einmal auf dem Grund aufstößt. Unser Geist will auch nichts wissen von einer nur subjektiven und wandelbaren Wahrheit, ebensowenig wie von der hochmütigen Meinung, daß die Wahrheit ein Selbstgeschöpf unseres Denkens sei wie das Netz einer Spinne. Augustin sagt: “Ich würde eher zweifeln daran, daß ich bin, als daran, daß es eine Wahrheit gibt” (Bekenntnisse, VII, 10, vgl. III, 6).

Es muß als ein Zeichen von Ungesundheit und Verkehrung der seelischen Naturanlage angesehen werden, wenn einer Zeit oder einer Gesellschaftsklasse oder einer philosophischen Richtung das Wahrheitsgefühl, der sichere Instinkt für Wahrheit abhanden gekommen ist. Der bekannte Lessingsche Ausspruch, als mache der Besitz der Wahrheit den Menschen träge und stolz, so daß er, “wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit und in seiner Linken den einzigen immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon mit dem Zusatze, immer und ewig zu irren, verschlossen hielte” und spräche: Wähle!, in Demut in seine Linke fallen und sagen würde: “Vater gib! die Wahrheit ist ja nur für dich allein,” ist, wenn er mehr als der Ausdruck der Forscherfreude sein soll, die Formulierung jener skeptischen Geistesrichtung, die das Vertrauen in die Kraft und Sicherheit des Wahrheitstriebes verloren hat. Ebenso ist die agnostizistische Stimmung, wie sie einen großen Teil unserer heutigen Denker beherrscht, soweit sie nicht von der Demut gegenüber der Wahrheit eingegeben ist, ein Krankheitssymptom, welches auf eine Übersättigung mit Erkenntnissen niederer Ordnung hindeutet, denen das einigende Band der Wahrheit, d. h. einer einheitlichen Weltanschauung fehlt. Über das Denken des Verstandesmenschen legt sich leicht eine solche Resignationsstimmung. Wir haben auf dem religiösen Gebiete die Unbefangenheit des Bejahens eingebüßt. Die Ursachen dieser Erscheinung sind vielfach. Eine von ihnen liegt sicherlich in der Rationalisierung der Glaubensobjekte, durch welche Widersprüche erzeugt werden, die dann bei Verwechslung von Glauben und Wissen in das Objekt selbst hineingetragen werden und den Glauben erschüttern. Darum finden wir oft so mühsam, was dem Naturkind instinktiv aufgeht. Die den Philosophen, besonders den deutschen, oft nachgesagte “Scheu vor der Klarheit”, die sich in geheimnisvollen Wendungen gefällt, um der Philosophie den Charakter einer esoterischen Wissenschaft oder ihrem Jünger den Anstrich eines Orakelpriesters zu geben, ist ein Mangel an Achtung vor der Wahrheit und weit entfernt von jener heiligen Ehrfurcht vor ihr, welche allzu scharfe Formulierungen deswegen vermeidet, weil sie fürchtet, die göttliche Wahrheit zu vermenschlichen. Auch das Spezialistentum, so wertvoll es für den Fortschritt der Wissenschaft im ganzen ist gegenüber der Barbarei des “Tausendkünstlertums”, wie Kant die oberflächliche Vielwisserei nennt, hat leicht den Nachteil im Gefolge, daß es dem dauernd auf ein bestimmtes Einzelgebiet eingestellten Geiste nach und nach die Anpassungsfähigkeit an ein ausgedehnteres Gesichtsfeld benimmt.

Wird fortgesetzt

Aus: Arnold Rademacher, Die Gottsehnsucht der Seele, München, Theatiner Verlag, 1922, S. 71 ff.


31. Januar
Das Sinnparadox

In der Februarausgabe des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus ist mein Aufsatz Wir suchen am falschen Ort. Über den paradoxen Sinn unseres Lebens, den wir gleichzeitig finden und verwirklichen müssen erschienen.


31. Januar
Das Zitat

Die größte Sicherheit, die wir in diesem Leben haben können, besteht in dieser reinen und unwiderruflichen Hingabe unseres ganzen Wesens in die Hände Gottes und in dem unerschütterlichen Entschluss, niemals – wofür auch immer – freiwillig irgendeine große oder kleine Sünde zu begehen. Wir sind nicht sicherer, wenn wir die Liebe Gottes fühlen, als wenn wir sie nicht fühlen. Die große Sicherheit ist nur in dem vorher Gesagten gegeben.

Hl. Franz von Sales in einem Brief an die hl. Johanna Franziska von Chantal


31. Januar
Clemens Joseph Colaco Leitao

Vor 250 Jahren, am 31. Januar 1771, starb in Quilon (heute Kollam), Kerala, im Alter von 66 Jahren Clemens Joseph Colaco Leitao SJ. Seit 1745 war er Bischof von Cochin in Südindien. Als 1752 der hinduistische Konvertit Devasahayam Pillai nach schweren Folterungen den Martyrertod erlitt, verfasste er einen genauen Bericht, der die Grundlage für die Seligsprechung Pillais am 2. Dezember 2012 bildete. Außerdem war er ein Verteidiger des einem Justizmord zum Opfer fallenden P. Gabriel Malagrida SJ.


30. Januar
Unberechenbare Gnade

Zum Sonntag Septuagesima kann ich folgende Predigten anbieten:

Der Wettkampf aus Gnade

Die Arbeiter der elften Stunde


30. Januar
Franz Martin Kuen

Vor 250 Jahren, am 30. Januar 1771, starb in Linz an der Donau im Alter von 51 Jahren der Maler Franz Martin Kuen. In Weißenhorn bei Ulm geboren, ging er bei J. K. Bergmüller in die Schule und wurde zu einem “der begabtesten Meister der süddeutschen Barockmalerei” (LThK, 2. Auflage).


29. Januar
Der Gott des Lobpreises

In meiner neuesten Podcast-Episode zeige ich, inwiefern der Lobpreis einen Tauglichkeitstest für die Theologie darstellt. Dietrich Bonhoeffer habe ich mit Namen genannt, Magnus Striet nicht.


29. Januar
Verstümmelt

Gerade hat zumindest England eine Kehrtwende in der frühzeitigen Behandlung angeblicher «Transkids» mit Pubertätsblockern vollzogen. Der nationale Gesundheitsservice gesteht gar schriftlich ein, dass die Hormonbehandlung an Kindern mit sogenannter «Geschlechtsdysphorie» Langzeitschäden verursachen kann und weite Teile der Folgen gar nicht erforscht sind, was man noch vor einem Jahr kategorisch abstritt. Es brauchte im Sommer 2020 die gerichtliche Klage einer 23-jährigen Ex-Patientin – sie ist heute unfruchtbar und verstümmelt – gegen die grösste Klinik in London: Der High Court in London entschied, dass ein Kind unter sechzehn Jahren nicht die geistige Reife habe, in diese massiven gesundheitlichen Langzeitschäden einzuwilligen. (...) Das britische Urteil könnte weltweit Signalwirkung haben. Und sei es nur, dass andere Kliniken Klagen in Millionenhöhe fürchten – vor allem in den USA, wo teilweise bereits Kinder unter zehn Jahren behandelt werden. Wie viel Schmerzensgeld sollte es geben für die Verursachung von Unfruchtbarkeit? Wie viel für voreilig amputierte Brüste? Und wird es irgendeinen Ideologen bei den deutschen Grünen interessieren?

Aus: Birgit Kelle, «Transkids»: England macht eine beispielhafte Kehrtwende in der Behandlung, NZZ online vom 28. Januar 2021


28. Januar
Deutliche Stoßrichtung

Es ist ein ungewöhnlicher Schritt: Nachdem die Glaubenskongregation auf Wunsch von Papst Franziskus 2020 eine Befragung der Bischöfe über die Anwendung des Motu proprio "Summorum pontificum" durchgeführt hatte, analysiert nun die Französische Bischofskonferenz die Rückmeldungen ihrer Diözesen. Die Bilanz (www.paixliturgique.com) gibt eine deutliche Stoßrichtung vor. Schon rein materiell ist die Auflistung der negativen Aspekte des Motu proprio mit namenlosen Zitaten von Bischöfen dreifach so lang wie jene der positiven. Der Schlusssatz jedoch ist offenbarend. Die Maßnahme des Papstes werfe "letztlich mehr ekklesiologische als liturgische Fragen" auf.

Aus: Sven Leo Conrad FSSP, Ist die "alte Messe" veraltet?, in der Tagespost von heute.


28. Januar
Unplanned

Am Freitag, den 5. Februar 2021, wird um 19 Uhr der Film Unplanned erneut kostenlos gestreamt. Auf dieser Website kann man sich anmelden.


28. Januar
Paul V.

Vor 400 Jahren, am 28. Januar 1621, starb im Alter von 68 Jahren und im 16. Jahre seines Pontifikats Papst Paul V. Er förderte die Missionsarbeit der Karmeliten in Persien, sprach Karl Borromäus heilig und erhob Erzbischof Ferenc Forgách von Esztergom zum Kardinal.


27. Januar
Bissiger Chesterton

Chesterton: “Es sind stets die Sicheren, die Selbstbewussten, welche die Demütigen sind.” Denn sie wissen, was sie können – und was sie falsch machen können. Die Aufschneider denken nicht mal drüber nach. Man merkt schon, dass in diesem bissig kommentierenden Chesterton auch der so weltkundige Father Brown steckt, der seine Fälle ja nicht durch göttliche Ratschlüsse aufklärt, sondern weil er die Maskeraden und Selbsttäuschungen der Menschen durchschaut.

Aus: Ralf Julke, Punktgenau auf den Brexit: Michael Faber veröffentlicht die herrlich paradoxen Essays von Gilbert Keith Chesterton, Leipziger Zeitung im Januar 2021


27. Januar
Der Reichstag zu Worms

Vor 500 Jahren, am 27. Januar 1521, wurde der Reichstag zu Worms eröffnet, einberufen von Kaiser Karl V., der am 23. Oktober 1520 vom Kölner Erzbischof gekrönt worden war. Er tagte bis zum 26. Mai und verhängte über Martin Luther die Reichsacht.


26. Januar
Gott die Entscheidung überlassen

Im Evangelium vom letzten Sonntag wird der Aussätzige unser Lehrmeister im Gebet.

Recktenwald-Predigten ˇ 3. So. n. Ersch.: Gott die Entscheidung überlassen!

26. Januar
Für die Würde der Frau

Joseph Schumacher verweist zu Recht darauf, dass die Aufwertung von Ehe und Familie der Würde der Frau immer zugutegekommen ist und dass der Abbau von Ehe und Familie, wie sie heute in großem Stil geschieht, ihr immer abträglich ist. Deshalb müsste nach Schumacher die Elternkompetenz gestärkt werden und muss man, wie die katholische Kirche es tut, Leihmutterschaft, künstliche Befruchtung, das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ablehnen, weil es contra naturam ist. Durch Kinderkrippen, Kinderhort und Ganztagsschulen wird die Familie geschwächt, weil die Erziehung vergesellschaftet und institutionalisiert wird und damit der sozialen Kälte Vorschub leistet, in der, wie bereits in der DDR, die Kinder emotional erfrieren.

Aus: Heinz-Georg Kuttner, Fragmente einer Kulturgeschichte der Frau, Teil 5: Das Christentum im Mittelalter und in der Neuzeit (eine Rezension und Auswertung des Buches von Joseph Schumacher, Die Frau in den Religionen. Fragmente einer Kulturgeschichte der Frau, Aachen 2015), in: Theologisches Sept./Okt. 2020, Spalte 473 f.


25. Januar
Predigtranking 2020 II

Bis Ende des Jahres 2020 habe ich auf Soundcloud 155 Predigten veröffentlicht. Welche Predigten wurden 2020 am häufigsten gehört? Ich gebe die zehn erfolgreichsten Predigten in zwei Schritten bekannt. Hier nun im zweiten Schritt die Plätze 6 bis 10. Die Plätze 1 bis 5 finden Sie hier.

6

Das Banausentum des Modernismus

+ 10
7

Und seine Jünger glaubten an ihn

neu
8

Die Erscheinung des Herrn am See Tiberias

neu
9

Bußgeist statt Murren

neu
10

Unsichtbare Güter

neu

25. Januar
Helmut Rückriegel

Vor fünf Jahren, am 25. Januar 2016, starb im Alter von 90 Jahren der Diplomat Dr. Helmut Rückriegel. Er war unter anderem Deutscher Botschafter in Bangkok und Dublin. Seit 1967 engagierte er sich in der Una-Voce-Bewegung und war von 1992 bis 2005 Präsident der Una-Voce Deutschland.


24. Januar
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

10. Folge

Bevor wir indes diese Analyse beginnen, müssen wir uns - wenigstens skizzenhaft - die Motive vergegenwärtigen, die uns nötigen, vom unmittelbar Gegebenen aus eine diesem zu Grunde liegende Wirklichkeit zu erschließen. Wir berühren damit das heftig umstrittene Realitätsproblem. Man kann sich den Weg zu einer befriedigenden Beantwortung dieses Problems von vorneherein durch eine falsche Formulierung verbauen. Das ist der Fall, wenn man fragt, wie das Bewusstseinssubjekt, dessen Realität als selbstverständlich hingenommen und deshalb nicht genauer kritisch umgrenzt wird, seine Überzeugung von dem Vorhandensein einer von ihm unabhängig existierenden Wirklichkeit rechtfertigen könne. In Wahrheit ist die Realität des Bewusstseinssubjekts ebenso Problem, wie die übrige Wirklichkeit. Unmittelbar gegeben ist nur eine Mannigfaltigkeit von Inhalten und ein zunächst nicht näher definierbarer Zusammenhang dieser Inhalte, der bei näherem Zusehen eine Differenzierung in einzelne fester zusammengehörige Bereiche in sich birgt. Alles Beharrliche und Gesetzmäßige wird von uns zum Behufe einer widerspruchsfreien Interpretation des Gegebenen durch gedankliche, die Lücken des Gegebenen ergänzende Operationen festgestellt. Reales Bewusstseinssubjekt und Wirklichkeit sind deshalb, um einen glücklich gewählten Ausdruck der modernen Psychologie zu verwenden, innerhalb der Erkenntnisreihe “Funktions”-, nicht “Deskriptions”-begriffe.

Wenn wir so die ideelle Konstruktion des Subjekts- und des Wirklichkeitsbegriffs betonen, wollen wir keineswegs die Realität der durch diese Begriffe bezeichneten Gegenstände leugnen. Die idealistische Einschränkung der Giltigkeit dieser Begriffe auf den in sich geschlossenen Bereich des Wissenssystems halten wir für ebenso verfehlt, wie die naiv realistische Identifizierung des Begriffs mit dem realen Gegenstand. Unsere Betonung der ideellen Konstruktion jener Begriffe sollte nur dem Nachweis dienen, dass bei der Frage nach der Berechtigung der Überzeugung von der Realität das Bewusstseinssubjekt ebenso in Mitleidenschaft gezogen wird, wie die Wirklichkeit im engeren Sinne.

Wenn wir uns nun nach dem Sinn des Begriffes “Realität” fragen, so muss der Ansatzpunkt zur Beantwortung dieser Frage innerhalb des unmittelbar Gegebenen gesucht werden. Dieses “Gegeben”-sein ist für uns die Urform des Realitätsbewusstseins. Mit dieser Urform der Realität kommen wir aber auf die Dauer nicht aus: Innerhalb des fluchtartigen Nacheinander “gegebener” Inhalte lösen sich - zunächst ohne Mithilfe des selbständigen Denkens - beharrliche Komplexe, regelmäßig wiederkehrende Verlaufe heraus. So tritt eine Differenzierung im Bereiche des “Gegebenen” ein: Das Beharrliche und Regelmäßige erscheint als das eigentlich Wirkliche dem Flüchtigen als seiner bloßen “Erscheinung” gegenüber. Nicht bloß die Befriedigung an den ersten Spuren einer Ordnung ist es, die uns zu dieser Bevorzugung des Beharrlichen und Regelmäßigen veranlasst. Eine tiefer dringende Erfahrung zeigt uns vielmehr, dass hier wichtige, praktische Lebensinteressen mit im Spiele sind. Sind doch Beharrlichkeit und Regelmäßigkeit die ersten Kennzeichen jener Unerbittlichkeit, mit der die Naturordnung uns umspannt! Immerhin ist es richtig, dass durch diese Spuren einer Ordnung, die sich uns aufdrängen, unser Ordnungsbewusstsein erweckt wird, und, einmal erweckt, versucht es, schüchtern zunächst, dann immer entschiedener und bewusster den Ordnungszusammenhängen des Gegebenen selbständig nachzuforschen.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


23. Januar
Rettender Glaube

Zum 3. Sonntag nach Erscheinung kann ich folgende Predigten anbieten:

Dir geschehe, wie du geglaubt hast

Die Heilung des Aussätzigen


23. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein philosophischer Aufsatz über den Kulturrelativismus ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Predigt Lass mein Gebet wie Weihrauch vor dein Angesicht dringen! ist auf der Completseite, die Predigt Gerufen zu einer folgenschweren Entscheidung auf der Seite über De Smet eingebettet. Das Zeugnis der slowakischen Bischöfe gegen die Genderideologie finden Sie bei der Genderkritik von Papst Franziskus.


22. Januar
Wir wollen dienen!

Eine unzeitgemäße Betrachtung von mir auf Youtube.


22. Januar
Das Zitat

Frohlocket daher, wenn ihr auch jetzt kurze Zeit, sollte es so sein, durch mancherlei Prüfungen betrübt werdet. Dadurch wird die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden werden als durch Feuer erprobtes Gold.

1 Petr. 1,7


21. Januar
Der Sinn von Geschlecht

Ist Geschlecht nur zufälliges „Beiwerk der Evolution“ oder hat es konstitutiven Sinn? Auf dem Weg von den höheren Säugern zum Menschen gibt es mehrere Transformationen, die das Geschlecht an die Personwerdung binden. Aus tierischem Trieb wird menschliches Begehren, mehr noch: Begehren, begehrt zu werden; aus der Vermehrung wird Zeugung mit bleibender Verantwortung für das Gezeugte; aus dem Geschlechtsakt wird Ehe; aus der Ehe die generationenübergreifende Familie. So umgeformt wandeln sich naturale Anlagen in personale, bewusste Sinnhaftigkeit. Allerdings: Menschliche Sexualität ist nicht von sich aus „gesichert“, kann zurückgleiten in den tierischen Trieb. Natur muss erst erzogen, also kultiviert werden, sie ist keine gusseiserne Vorgabe.

Aus: Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Vom Biomann zur Transfrau, Tagespost online vom 28. Dezember 2020

Weiteres zum Thema


21. Januar
Henning Göde

Vor 500 Jahren, am 21. Januar 1521, starb in Wittenberg der Jurist Henning Göde, wegen seiner herausragenden Kompetenz “Monarcha iuris” genannt.


20. Januar
Hermann Cohen

Vor 150 Jahren, am 20. Januar 1871, starb in Spandau im Alter von 50 Jahren der Musiker Hermann Cohen. Er war ein Schüler von Franz Liszt, erfolgreicher Pianist, befreundet u.a. mit George Sand und führte ein ausschweifendes Leben. Im Mai 1847 wurde ihm durch die nicht geplante Begegnung mit dem Allerheiligsten Altarsakrament plötzlich die Bekehrung geschenkt. Von Theodor Ratisbonne wurde er auf die Taufe vorbereitet, die er am 28. August 1847 empfing. Er trat bei den Unbeschuhten Karmeliten ein, bekam den Namen Augustin Maria vom heiligsten Sakrament, empfing die Priesterweihe und wurde ein Apostel der Eucharistie. Er gründete die Bruderschaft der Danksagung (nämlich der Danksagung für das göttliche Geschenk der Eucharistie), die am 10. Februar 1860 vom Papst approbiert wurde. 2016 wurde sein Seligsprechungsprozess eingeleitet.
“Ich habe die Welt gesehen, ich habe sie geliebt, und ich habe gelernt, dass das wahre Glück dort nicht zu finden ist. Da offenbarte mir Maria das Geheimnis der Eucharistie. Und ich erkannte: die Eucharistie ist das Leben, das Glück!”


20. Januar
Dialogabbruch

Vor zehn Jahren, am 20. Januar 2011, setzte die Al-Azhar Universität in Kairo, die bedeutendste Lehrautorität im sunnitischen Islam, den Dialog mit dem Vatikan aus. Der Grund war die Tatsache, dass Papst Benedikt XVI. sich besorgt über die Attentate gegen Christen in Ägypten und anderen Ländern geäußert und von den jeweiligen Regierungen wirksame Maßnahmen zum Schutz der religiösen Minderheiten gefordert hatte. Am 1. Januar 2011 war nämlich im ägyptischen Alexandria ein Terroranschlag auf eine koptische Kirche verübt worden, durch den mindestens 21 Menschen getötet und fast 100 Menschen verletzt worden waren. Abdel Muti al-Bayoumi, der Sprecher der Universität al-Azhar, warf nun dem Papst eine unzulässige Einmischung in innerägyptische Angelegenheiten vor und begründete damit den Dialogabbruch. Die Al-Azhar-Universität, die auch die Todesstrafe für konvertierte Muslime befürwortet, gilt im sunnitischen Islam als gemäßigt.


19. Januar
Das für den Menschen Gute

Auf CNA ist die neunte Folge meiner Philosophie-Serie erschienen.


19. Januar
Facets of Love

By P. Engelbert Recktenwald

„Accepting someone as he is, is the ultimate form of resignation”, writes Robert Spaemann in his essay Antinomien der Liebe (Antinomies of Love), published in the commendable collective volume Schritte über uns hinaus II (Steps beyond Ourselves II). This sounds provocative, as we are indeed used to regarding just such acceptance as an expression of love. Love, so we think, must be unconditional. For if I am only loved under the condition that I fulfil certain expectations, then I myself am not loved, but rather merely the ideal which the other has of me. This is especially true of God’s love. That one cannot earn it through one’s own efforts is common knowledge nowadays. If God’s love as pure grace is groundless, then I cannot contribute anything in order to give Him grounds for his love.
Nevertheless, Spaemann’s dictum is true and well-justified, when he adds: “Jesus’s message does not begin with the words: ‘God takes you as you are’, but rather with the words: ‘Repent. Change your ways. Be different than you now are.’”
The contradiction resolves itself when we distinguish between ... weiterlesen


18. Januar
Die Stunde des Bräutigams

Jesus ist der wahre Bräutigam, der zu Kana das Zeichen wirkt, das auf die Erfüllung seiner Sendung hinweist: der neue Bundesschluss am Kreuz. In der Beschreibung der Predigt findet sich der Link zur Katechese von Dr. Nina Heereman, der ich die Einsichten dieser Predigt verdanke.

Recktenwald-Predigten ˇ Kana: Die Hochzeit des Neuen Bundes

Achtung: Falls hier nicht die Predigt über das Wunder zu Kana erscheint, sondern eine ältere Predigt, dann schließen Sie bitte das Fenster, löschen das Cookie von kath-info in Ihrem Browsercache und gehen von Neuem auf kath-info! Wahlweise können Sie auch diesem Link folgen.


18. Januar
Adolf Schurr

Vor drei Jahren, am 18. Januar 2018, starb in Regensburg im Alter von fast 88 Jahren der Philosoph Adolf Schurr. Er stammt aus der Schule von Reinhard Lauth und schrieb ein Buch über Anselm Die Begründung der Philosophie durch Anselm von Canterbury, das ich natürlich in meiner Arbeit über Anselm berücksichtigte. Dort rechnete ich Schurr zu den drei Anselm-Interpreten, die meiner Interpretation am nächsten kommen. Im Nachruf der Regensburger Universität heißt es über Schurr: “Anselms Wahrheitsbegriff, aber auch die Inspiration durch den ontologischen Gottesbeweis blieben für Adolf Schurr maßgebliche Anknüpfungspunkte. In Schurrs Augen musste sich das philosophische Denken als ein uneingeschränkt universales Denken artikulieren und konnte dabei die Frage nach seinem ultimativen Gründen im Absoluten niemals aussparen. Für Schurr bildeten Erkenntnis-, Seins- und Gottesfrage daher eine untrennbare Einheit. Jeder Art von philosophischer Strömung, die sich anheischig machte, diesen Zusammenhang zu zerbrechen, begegnete Adolf Schurr mit großer Skepsis, aber auch mit feinsinnigem Spott.”


18. Januar
Peter Beyerhaus

Vor einem Jahr, am 18. Januar 2020, starb in Gomaringen im Alter von fast 91 Jahren der evangelische Theologe Peter Beyerhaus. Er war der Vorkämpfer einer Bekenntnis-Ökumene und stand konfessionsübergreifend “im Kirchenkampf gegen eine liberale, ideologisierte und zeitgeistorientierte Theologie, die die Autorität der Bibel untergrub und das Bekenntnis der alleinigen Wahrheit des Evangeliums der Mehrheitsmeinung in wesentlichen Grundlagen anpasste und relativierte” (Ulrich Rüß). 2009 hielt er in Castel Candolfo einen der beiden Hauptvorträge auf dem Treffen des Ratzinger-Schülerkreises.


17. Januar
Rettende Schönheit

In dieser Podcastfolge schlage ich den Bogen von Platon über Dostojewksi zu Spaemann, um zu zeigen, dass der heilige Pater Pio recht hat.


17. Januar
Erscheinung in Pontmain

Vor 150 Jahren, am 17. Januar 1871, erschien die Muttergottes in Pontmain sieben Kindern. Die Erscheinung wurde von der Kirche anerkannt. In dieser Predigt gehe ich auf die Botschaft von Pontmain ein.


16. Januar
Kana: Ort der Erscheinung der Herrlichkeit

Zum 2. Sonntag nach Erscheinung kann ich folgende vier Predigten anbieten:

Und seine Jünger glaubten an ihn

Freude aus der Herrlichkeit

Die Hochzeit zu Kana

Die Verwandlung von Wasser in Wein


16. Januar
Kanut Graf von Enffans d’Avernas

Vor 100 Jahren, am 16. Januar 1921, wurde der aus Schirmdorf (Steiermark) stammende Benediktiner Pater Kanut Graf von Enffans d’Avernas OSB (1884-1950) nach Korea gesandt. Er gehörte zur Missionsabtei St. Ottilien, die 1909 in Seoul das erste Benediktinerkloster Koreas gegründet hatte. Pater Kanut erlitt in der kommunistischen Christenverfolgung mit vielen Mitbrüdern den Märtyrertod. Er starb am 6. November 1950 an den unmenschlichen Strapazen der Lagerhaft in Manpo. 2007 wurde sein Seligsprechungsprozess eingeleitet.


16. Januar
Christopher Tolkien

Vor einem Jahr, am 16. Januar 2020, starb in Draguignan, Provence, im Alter von 95 Jahren Christopher Tolkien, der Sohn von J. R. R. Tolkien.


15. Januar
Umfrage: Die Familie in der Corona-Krise

Demo für alle hat eine Umfrage gestartet, um herauszufinden, wie es Familien in der Corona-Krise ergeht und wie man noch effektiver für die Interessen der Familien arbeiten kann.


15. Januar
Petrusverlag

Seit kurzem hat der Verlag der Priesterbruderschaft St. Petrus eine neue Website. Einige der angebotenen Schriften sind kostenlos. Machen Sie davon reichlich Gebrauch!


14. Januar
Wider die Zerstörung der Familie

Meine Predigt vom letzten Sonntag, dem Fest der heiligen Familie. Mit Amoris laetitia lege ich dar, was Papst Franziskus über die Familie zu sagen hat.

Recktenwald-Predigten ˇ AL: Wider die Zerstörung der Familie

Achtung: Falls hier nicht die Predigt über die Familie erscheint, sondern eine ältere Predigt, dann schließen Sie bitte das Fenster, löschen das Cookie von kath-info in Ihrem Browsercache und gehen von Neuem auf kath-info! Wahlweise können Sie auch diesem Link folgen.


14. Januar
Walter Hoeres

Vor fünf Jahren, am 14. Januar 2016, starb im Alter von 87 Jahren der Philosoph Walter Hoeres. Hoeres gab viele Jahre Vorlesungen im Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad. Neben seiner umfangreichen philosophischen Publikationstätigkeit engagierte er sich auch leidenschaftlich im kirchlichen Bereich, z.B. durch die Gründung der Bewegung für Papst und Kirche im Jahre 1969. Auf kath-info ist von ihm sein Text über Adorno oder der zweideutige Fortschritt erschienen. Bei Theodor Adorno wurde er 1951 mit einer Arbeit über Husserls Phänomenologie promoviert.


13. Januar
“Angst und Schrecken”

Über das neue Evangelium der Hirnforscher

Von P. Engelbert Recktenwald

“Da geht es nur mit Drohungen, Angst und Schrecken”, sagt der Hirnforscher Gerhard Roth. So äußerte er sich in einem Interview mit Dieter Sell vom Evangelischen Pressedienst. Es ging dabei um Maßnahmen, die die Bevölkerung dazu bringen sollen, die Corona-Regeln zu befolgen.

Wir dürfen also nüchtern feststellen: Während die Kirche schon längst jede Drohbotschaft überwunden hat, kehrt diese in säkularem Umfeld wieder. “Drohungen, Angst und Schrecken” sind einerseits schreckliches Mittelalter, wenn es darum geht, das Evangelium von allem zu reinigen, was die empfindsame Seele des modernen Menschen verletzen könnte. Und gleichzeitig sind sie höchst moderne Methoden auf dem Stand der neuesten Wissenschaft, wenn es darum geht, die Menschen zum Gehorsam gegen den Staat zu bewegen. Denn der Wissenschaftler Roth weiß: “Reine Appelle an Verstand und Einsicht haben überhaupt keine Wirkung.” Vorbei also das hehre Ideal der Aufklärung, das Kant einmal formulierte: “Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!” Nicht Aufklärung, sondern emotionale Einschüchterung wird von dem renommierten Wissenschaftler empfohlen, oder in seinen eigenen Worten: “der emotionale Vorschlaghammer”. Aber seien wir fair und fügen hinzu, dass er diesen Hammer nur bei 10% der Menschen für nötig hält, bei den Uneinsichtigen. “80 Prozent brauchen da gelegentlich nur eine kurze Auffrischung”, meint er gnädig. Auffrischung, um was zu erreichen? Um sie ... weiterlesen


12. Januar
Kaspar Stanggassinger

Vor 150 Jahren, am 12. Januar 1871, wurde in Berchtesgaden als zweites von sechzehn Kindern der selige Kaspar Stanggassinger geboren. Er trat 1892 in Gars am Inn in den vom hl. Alfons gegründeten Redemptoristenorden ein, der damals in Deutschland aufgrund des Kulturkampfes seit 1872 verboten war. 1895 zum Priester geweiht, wurde er ein begabter Pädagoge. Am 26. September 1899 starb er in Gars am Inn an den Folgen eines Blinddarmdurchbruchs. 1988 wurde er seliggesprochen. “Die Treue im Kleinen ist die Hauptsache. Die Heiligen sind nicht deshalb heilig geworden, weil sie Wunder gewirkt haben, sondern deswegen, weil sie treu waren im Kleinen” (sel. Kaspar Stanggassinger).


11. Januar
Eitel Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen

Vor 400 Jahren, am 11. Januar 1621, wurde Eitel Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen (1582-1626), Dompropst von Köln, von Papst Paul V. (1605-1621) zum Kardinal ernannt. 1623 wurde er Bischof von Osnabrück, wo er den Gregorianischen Kalender einführte.
Außer ihm wurden am selben Tag neun weitere Kardinäle ernannt, darunter Guido Bentivoglio, der 1633 als päpstlicher Inquisitor Galileo verurteilte.


11. Januar
Marie-Eustelle Harpain

Vor 100 Jahren, am 11. Januar 1921, wurde der Seligsprechungsprozess der Mystikerin Marie-Eustelle Harpain (1814-1842) eingeleitet. Mit fünfzehn Jahren bekehrte sie sich zu einer konsequenten Nachfolge Jesu. Wegen ihrer innigen Verehrung des Allerheiligsten wurde sie der “Engel der Eucharistie” genannt. Täglich hielt sie zwei bis drei Stunden eucharistische Anbetung. Sie wurde mit Schauungen über das Geheimnis der Eucharistie beschenkt. Ihre Schriften inspirierten den hl. Julian Eymard (1811-1868).


10. Januar
Das Weihnachtsgeheimnis

Von der hl. Edith Stein

Christus ist Gott und Mensch, und wer an seinem Leben Anteil hat, muß am göttlichen und am menschlichen Leben Anteil haben. Die menschliche Natur, die er annahm, gab ihm die Möglichkeit zu leiden und zu sterben. Die göttliche Natur, die er von Ewigkeit besaß, gab dem Leiden und Sterben unendlichen Wert und erlösende Kraft. Christi Leiden und Tod setzt sich fort in seinem mystischen Leibe und in jedem seiner Glieder. Leiden und sterben muß jeder Mensch. Aber wenn er lebendiges Glied am Leibe Christi ist, dann bekommt sein Leiden und Sterben durch die Gottheit des Hauptes erlösende Kraft. Das ist der objektive Grund, warum alle Heiligen nach Leiden verlangt haben. Das ist keine perverse Lust am Leiden. Den Augen des natürlichen Verstandes erscheint es als Perversion. Im Licht des Erlösungsgeheimnisses erweist es sich als höchste Vernunft. Und so wird der Christusverbundene auch in der dunklen Nacht der subjektiven Gottferne und -verlassenheit unerschüttert ausharren; vielleicht setzt die göttliche Heilsökonomie seine Qual ein, um einen objektiv Gefesselten zu befreien. Darum: Fiat voluntas tua! [Dein Wille geschehe!] auch und gerade in der dunkelsten Nacht.

Aber können wir es denn noch sprechen, wenn wir keine Gewißheit mehr haben, was Gottes Wille von uns verlangt? Haben wir noch Mittel, uns auf seinen Wegen zu halten, wenn das innere Licht erlischt? Es gibt solche Mittel und so starke Mittel, daß das ... weiterlesen


9. Januar
Umkämpfte Familie

Zum morgigen Fest der Hl. Familie kann ich folgende drei Predigten anbieten:

Mit Schmerzen gesucht

Das antiutilitaristische Fest

Ist der Mensch gut oder böse?


9. Januar
Augenöffner

Dieses Buch ist ein Augenöffner dafür, was wir Kindern antun, wenn wir ihre Grundbedürfnisse (drei Jahre Symbiose mit ihrer Mutter und das Aufwachsen in einer intakten Familie) dem Arbeitsmarkt und der Selbstsucht opfern. Dieses Buch ent-medikalisiert die sich häufenden seelischen Leiden und Behinderungen unserer Kinder: Es stellt den Stress in den Mittelpunkt, den elterliche Rücksichtslosigkeit verursacht. Gabriele Kuby spannt den Bogen weit. Sie moniert die Verdinglichung menschlichen Lebens bei der künstlichen Befruchtung und medizinischen Forschung...

Aus einer Besprechung des Buches von Gabriele Kuby Die verlassene Generation aus der Sicht des orthodoxen Christentums.


8. Januar
Das Zitat

Man gewinnt an einem einzigen Tag mehr durch das Ertragen der Drangsale, die von Gott oder dem Nächsten kommen, als in zehn Jahren durch selbstgewählte Leiden.

Heilige Teresa von Avila


8. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Predigt Lead, Kindly Light ist auf der Haeckerseite, jene über die Gicht der Seele auf der Beichteseite eingebettet. Die Themenseite zur Kirchensteuer ist um drei Notizen bereichert worden: Veruntreuung, Nur eines darf man nicht und Selektive Barmherzigkeit. Das Rhonheimer-Zitat Das helle Mittelalter finden Sie auf der Seite über den Vergleich zwischen Islam und Christentum.


7. Januar
Georges Salleron

Vor drei Jahren, am 7. Januar 2018, starb im Alter von 75 Jahren P. Georges Salleron FSSP, ein Sohn des Schriftstellers und Mitbegründers der Zeitschrift Itinéraires Louis Salleron (1905-1992). 1965 trat Georges Salleron in den Karmel ein, schloss sich aber 1970, im Gründungsjahr, der Priesterbruderschaft St. Pius X. an. 1972 empfing er von Erzbischof Marcel Lefebvre die Priesterweihe und wurde in der Diözese La Réunion inkardiniert. Damals war die Piusbruderschaft noch anerkannt, hatte aber kein Inkardinationsrecht. 1976, nach der Suspension des Erzbischofs und nach dessen öffentlicher hl. Messe und Predigt in Lille am 4. August 1976, die viel Aufmerksamkeit erregte wegen des entschlossenen Widerstands des Erzbischofs gegen die ihn verhängten Maßnahmen, verließ Salleron die Piusbruderschaft und wirkte als Priester in der Nähe von Le Mans. 1989 schloss er sich der im Jahr zuvor gegründeten Priesterbruderschaft St. Petrus an. Im Internationalen Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad gab er regelmäßig Vorlesungen in Theologie und Philosophie.


5. Januar
O Amor de Deus como fonte da moralidade

Por Padre Engelbert Recktenwald

O mistério da Encarnação manifesta o amor de Deus e, com isto, coloca o amor no centro da Moral. Para a maioria das abordagens éticas na Filosofia não é o amor, mas sim a justiça que é, de alguma maneira, o conceito principal. O Bem é visto como o dever de fazer, como aquilo que se deve ao próximo. Trata-se do reconhecimento da dignidade humana, do respeito ao direito, do cumprimento de obrigações. Em sentido mais amplo, em tais éticas de lei é difícil para um amor, que ultrapassa ... weiterlesen


5. Januar
Umstrittene Strebensethik bei Thomas

Der ethische Ansatz bei Thomas von Aquin ist komplex. Entsprechend vielfältig fällt bei den Thomisten die Thomasdeutung aus. Ein Beitrag zu einem Klärungsversuch soll die achte Folge meiner Philosophieserie auf CNA sein.


4. Januar
Elisabeth Seton

Vor 200 Jahren, am 4. Januar 1821, starb in Emmitsburg, Maryland, im Alter von 46 Jahren die hl. Elisabeth Seton S.C., eine Pionierin der katholischen Kirche in Amerika.


3. Januar
Weihnachten verlängern

An Neujahr habe ich über den seligen Frederic Ozanam gepredigt, den Kämpfer für die Armen, Vordenker der katholischen Soziallehre und Motor einer Neuevangelisierung Frankreichs.

Recktenwald-Predigten ˇ 1. Januar: Der selige Frédéric Ozanam

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3. Januar
Kyriakus Elias Chavara

Vor 150 Jahren, am 3. Januar 1871, starb in Koonammavu, Kerala, im Alter von 65 Jahren der Karmelit Kyriakus Elias Chavara. Er wurde Mitbegründer der Kongregationen Carmelites of Mary Immaculate (CMI) und Congregation of the Mother of Carmel (CMC). 1986 wurde er selig-, 2014 heiliggesprochen.


3. Januar
Eva Strittmatter

Vor zehn Jahren, am 3. Januar 2011, starb in Berlin im Alter von 80 Jahren die Dichterin Eva Strittmatter, laut FAZ “die meistgelesene Lyrikerin der DDR”. 1970 schrieb sie ein Gedicht, in dem sie eine Abtreibung literarisch verarbeitet und das zunächst nicht erscheinen konnte.
Interruptio
Ich muss meine Trauer begraben
Um das ungeborene Kind.
Das werde ich niemals haben.
weiterlesen


3. Januar
Würzburger Synode

Vor 50 Jahren, am 3. Januar 1971, begann die erste und konstituierende Vollversammlung der Würzburger Synode, die bis zum Jahre 1975 dauerte. Obwohl dieses deutsche Modell des Versuchs einer Kirchenerneuerung scheiterte, dient es progressistischen Reformkreisen bis heute als Vorbild.

Ein Artikel über die wiederholten Reformaufbrüchen


3. Januar
Martin Luther

Vor 500 Jahren, am 3. Januar 1521, wurde Martin Luther durch die Bannbulle Decet Romanum Pontificem von Papst Leo X. exkommuniziert.


2. Januar
Dominus Jesus

Zum morgigen Fest des heiligsten Namens Jesu kann ich diese Predigt anbieten. Dass innerkirchlich an der Aussage des hl. Petrus aus der Lesung “In Ihm allein ist Heil” Anstoß genommen wird, macht das Ausmaß der Identitätskrise deutlich, in der sich die Kirche in Deutschland und der westlichen Welt befindet.


2. Januar
Die Kraft der Stille

Eine Predigt von mir über den Wert des Schweigens und eine Ermutigung, jeden Tag eine Zeit der Stille zu halten.

Recktenwald-Predigten ˇ So. in der Weihnachtsoktav: Die Kraft der Stille

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1. Januar
Terroranschlag in Ägypten

Vor zehn Jahren, am 1. Januar 2011, wurde im ägyptischen Alexandria ein Terroranschlag auf eine koptische Kirche verübt, durch den mindestens 21 Menschen getötet und fast 100 Menschen verletzt wurden. Als daraufhin Papst Benedikt XVI. sich besorgt über die Attentate gegen Christen in Ägypten und anderen Ländern äußerte und von den jeweiligen Regierungen wirksame Maßnahmen zum Schutz der religiösen Minderheiten forderte, brach die Al-Azhar-Universität in Kairo, eine der höchsten Lehrinstanzen des sunnitischen Islam, den Dialog mit der katholischen Kirche ab und forderte von Papst Benedikt eine Entschuldigung für seine «islamkritischen Äußerungen».


1. Januar
Andreas Avellino

Vor 500 Jahren, im Jahr 1521 (der Tag ist unbekannt), wurde in Castronuovo der hl. Andreas Avellino geboren. Durch den seligen Giovanni Marinoni CR lernte er den Theatinerorden kennen. Mordanschläge überlebte er schwer verletzt, als er im Auftrag der Diözese Neapel ein widerspenstiges Benediktinerinnenkloster reformieren sollte. Er starb am 10. November 1608 und wurde 1712 heiliggesprochen.


31. Dezember
Christliche Perspektiven

Zum morgigen Oktavtag von Weihnachten kann ich diese zwei Predigten anbieten:

Marianische Menschen werden!

Ein Gott - ein Augenblick - eine Ewigkeit


31. Dezember
Das vielfältige Versagen der “neuen Sexualmoral”

Gerade wird von allen Seiten die klassische Familie mit dem natürlichen Vater, der natürlichen Mutter und ihren Kindern zerschossen. Wo stabilisiert die “neue Sexualmoral” diese Grundlage der Gesellschaft? Abtreibung soll zum “Menschenrecht” erklärt werden. Wo erklärt die “neue Sexualmoral” den systemischen Zusammenhang zwischen unverbindlichem Sex und der Forderung nach einem Recht, seine Kinder zu töten? Pornographie ist zu einem Milliardengeschäft geworden, das dem internationalen Drogenhandel den Rang abläuft. Schon 10- und 11-jährige Kinder werden in visuelle Prostitution eingeweiht, zu Suchtkunden abgerichtet und verwahrlosen dabei seelisch. In der “neuen Sexualmoral” hat man davon scheinbar noch nichts gehört. Und ganz fatal: Im 19. und 20. Jahrhundert ging der Kampf um die Produktionsmittel; heute geht der Kampf um die Reproduktionsmittel. Leihmutterschaft und eine immer skrupellosere Fortpflanzungsindustrie machen die Geburt eines (passend designten) Kindes zu einem Geschäft oder einem technischen Akt. Wo ist sie - die “neue Sexualmoral”, die das Geschenk des Lebens vor dem Zugriff von Macht und Markt schützt?

Bernhard Meuser, Autor des Buches Freie Liebe - Über neue Sexualmoral, im Interview mit Christian Dick, in: PUR-Magazin Dezember 2020, S. 25

Weitere Meldungen zu Meusers Buch


30. Dezember
Das christliche Verständnis von Moral

In der Januar-Ausgabe 2021 von Kirche heute ist unter dem Titel Austausch der Liebe zwischen Gott und Mensch mein Artikel über das christliche Verständnis des Sittengesetzes im Unterschied zum Kantischen Verständnis erschienen. Wir kennen und schätzen viel zu wenig, was wir daran haben!


30. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Predigt über den unendlichen Abstand, den Liebe überwindet, habe ich auf der Facettenseite, jene über Lenkendes Erbarmen auf der Pater-Pio-Seite eingebettet. Die Podcastfolge über den Kulturrelativismus finden Sie beim Aufsatz Johannes Hartls über den Relativismus. Das Zitat von Gudrun Sailer Was uns Papst Franziskus zeigt ist auf der Franziskusseite untergebracht.


29. Dezember
Ratzingers Gotteshypothese

Der soeben erschienene, 200 Seiten umfassende 13. Jahresband 2020 der Mitteilungen Institut Papst Benedikt XVI. (MIPB), herausgegeben von Rudolf Voderholzer, Christian Schaller und Franz-Xaver Herbst, enthält meinen Aufsatz Joseph Ratzingers Gotteshypothese.


29. Dezember
Pauline de Talleyrand-Périgord

Vor 200 Jahren, am 29. Dezember 1820, wurde in Paris Pauline de Talleyrand-Périgord, Marquise de Castellane geboren. Sie war befreundet mit Bischof Félix Dupanloup von Orléans und führte ein einfaches, frommes Leben. Am 12. Oktober 1890 starb sie in Saint-Patrice (Indre-et-Loire).


27. Dezember
Aufblühen unter Seinem Blick

Christa Pfenningberger: Der Mensch ist im Begriff, sich neu zu denken, sich neu zu konstruieren. Bedeutet dieser “Konstruktivismus” eine neue Qualität der Ablehnung Gottes, des “Wie-Gott-sein-Wollens”?
Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz: Die erstaunlichste Konstruktion läuft läuft heute über Gender: Mein Geschlecht bestimme ich! Trotzdem bin ich bin in die Haarspitzen hinein weiblich oder männlich: über Chromosomen, Hormone, Geschlechtsorgane, seelische Anlagen, Hirnareale ... So biegt man seinen Leib zurecht, als sei er eine rohe Knetmasse. Auch darin zeigt sich ein pathogener Bruch im heutigen Selbstempfinden. ‘Gibt’ es mich überhaupt? Wer ‘gibt’ mich mir? Weil der Gedanke ausfällt, dass Er mich gewollt hat, fällt auch das Glück aus: Er könnte mich, gerade mich lieben. ‘Gott sein wollen’ ist langweilig. Das Gesetz unseres Lebens heißt: Ein anderer muss mir sagen, wer ich bin und wie schön ich bin - für ihn. Dann erst weiß ich es. Das Echo der eigenen Stimme überzeugt nicht. Beschenktwerden, aufblühen unter dem Blick eines anderen, ja, eines Gottes - das ist Vollendung.

Aus: Gott und der Mensch. Christa Pfenningberger im Gespräch mit Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, in: Feuer und Licht, Dezember 2020, S. 18.


26. Dezember
Im Mittelpunkt seiner Liebe

Zum morgigen Sonntag in der Weihnachtsoktav kann ich drei Predigten anbieten.

Die doppelte Sendung des Sohnes und des Geistes

Du bist der Mittelpunkt SEINER Liebe

"Tiefstes Schweigen hielt alles umfangen..."


26. Dezember
Wir sind sein Eigentum

Nicht Autonomie, sondern Hingabe macht uns frei. Über das Weihnachtsgeheimnis in meiner gestrigen Predigt.

Recktenwald-Predigten ˇ Weihnachten: Die zwei Rechtstitel

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25. Dezember
Das Zitat

O mein Gott, Dreifaltiger, gib meiner Seele den Frieden, mache aus ihr einen Himmel, Deine geliebte Wohnung und den Ort Deiner Ruhe. Möge ich Dich dort nie allein lassen, sondern ganz und gar dort sein, ganz wach in meinem Glauben, ganz Anbetung, ganz Deiner schöpferischen Tätigkeit hingegeben.

Hl. Elisabeth von der hl. Dreifaltigkeit (1880-1906)

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