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* * *

22. Februar
Abilius vom Kreuz Ramos

Vor 100 Jahren, am 22. Februar 1917, wurde Fr. Abilius vom Kreuz Ramos geboren. Er gehört zu einer Gruppe von zwölf Passionisten, die im Spanischen Bürgerkrieg am 23. Oktober 1936 das Martyrium erlitten. Am 1. Oktober 1989 wurde er mit 24 weiteren Passionisten-Märtyrern seliggesprochen.


22. Februar
Sacramentum Caritatis

Vor zehn Jahren, am 22. Februar 2007, erschien das nachsynodale apostolische Schreiben Benedikts XVI. Sacramentum Caritatis, das P. Franz Prosinger auf kath-info kommentierte.


22. Februar
Konfraternität

Vor zehn Jahren, am 22. Februar 2007, wurde die Konfraternität St. Petrus gegründet, eine Vereinigung von katholischen Laien und Priestern, die durch Gebet und Opfer die Priesterbruderschaft St. Petrus unterstützen möchten. Aus diesem Anlass hat Pater Armand de Malleray, FSSP, der Kaplan der Konfraternität Sankt Petrus, einen Brief an die Mitglieder der Konfraternität St.Petrus und an und alle Unterstützer priesterlicher Berufungen verfasst, den Sie hier als PDF-Datei herunterladen können.


21. Februar
Wahn der Machbarkeit

Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung, die sich aus diesem Verständnis von Barmherzigkeit ergibt. Beim slippery slope, der schiefen Ebene, lässt sich in der Regel ziemlich genau vorhersagen, was kommen wird. Man muss nur der Logik folgen. Was hier passiert ist auch deshalb fatal, weil in den entsprechenden kirchlichen Dokumenten offensichtlich kein vernunftgeleiteter Anschluss mehr an die kirchliche Tradition gesucht wird. Die innere Einheit von Glaube und Vernunft wird so infrage gestellt. Für viele Gläubigen entsteht damit der Eindruck einer Art Machbarkeit in Sachen Glaube, Moral und Pastoral. Das leistet natürlich dem Relativismus Vorschub. Zu der sich ausbreitenden Vorstellung, katholisches Christentum könne ohne so etwas wie Naturrecht, Anthropologie und inhaltliche Stringenz ihrer Lehre auskommen, scheint der kurze Tweet des italienischen Jesuiten Antonio Spadaro, Mitglied des Redaktionskomitees für den Schlussbericht der Bischofssynode, zu passen: „Theologie ist nicht Mathematik. 2 + 2 kann in der Theologie 5 ergeben…“ (Epiphanie 2017).

Aus: Christian Spaemann, Die Erosion der katholischen Sakramentenordnung in Deutschland, vom 17. Februar 2017. Ein Weckruf, der diesen Namen verdient.


20. Februar
Jahresranking 2016: Die Top 100

Vierter Teil: Die Plätze 61 bis 80

Die Aufsteiger des Jahres in diesem Bereich sind mein Artikel über Edmund Husserl, die Rezension des Buches über die Grundlegung der Wissenschaft im Mittelalter und mein Artikel über die Barmherzigkeit.

Platz Jahresranking 2016
Die Top 100 von über 610 Seiten
Vierter Teil: Die Plätze 61-80
Verän-derung gegen-über dem Vorjahr
61

Damaskus: Das vergessene Massaker

+/- 0
62

Der Streit um die Evolution

- 26
63

Hurnau: Die Schule der Exorzisten

- 15
64

Walter Hoeres: Adorno oder der zweideutige Fortschritt

+ 21
65

Josef Pieper

+ 18
66

Recktenwald: Maria im Heilsplan Gottes

+ 33
67

Wandlungsworte: Das Blut des Bundes - vergossen für alle?

- 2
68

Sabatina James, Nur die Wahrheit macht uns frei

- 4
69

Friedrich von Spee und der Hexenwahn

- 17
70

Recktenwald: Barmherzigkeit

+ 82
71

Edmund Husserl

+ 89
72

Über die Beichte

+ 23
73

Papst Pius XI.

- 2
74

Urs Keusch: “Alles wird gut werden”

+ 14
75

Der Grundlegung der Wissenschaft im Mittelalter

+ 84
76

Befreiungstheologie

- 18
77

Maria Pinsker: Pater Pio und die geordnete Liebe

- 3
78

Recktenwald: Der Verrat am Konzil;
Lugmayr: Dogmatisch oder pastoral? Die Frage seiner Autorität

- 1
79

Spaemann: Die europäische Kultur und der banale Nihilismus

- 26
80

Eduard Kamenicky: Satan im Vormarsch?

+ 20

Zu den Top 60


19. Februar
Symbolik

oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

111. Folge

Der Akt der Rechtfertigung und das ganze Werk der Wiedergeburt wird allein als Gottestat dargestellt [153]; nun bietet es der Verwunderung einen reichen Stoff dar, warum denn Gott nicht durchdringe, da er ja allein wirksam ist, und warum er die Sünde nicht bis auf den Grund tilge und seine ungehemmte Macht nicht so recht in ihrem ganzen Glanze entwickle. Der ganz passiv sich verhaltende Mensch könnte doch wohl während dieses rechtfertigenden Vorganges mit ihm ganz umgewandelt werden. Warum geschieht es denn nun nicht? Wir werden auf denselben Gedanken, wie oben, in einer etwas veränderten Form zurückgeführt: daß die ursprüngliche Einrichtung des Menschen schon die Sünde bedinge, also notwendig sei, und darum auch von Gott nicht angerechnet werde. Denn die Bemerkung Calvins, der das Anstößige der Vorstellung, Gott sei allein bei der Wiedergeburt tätig, ohne ein- oder durchgreifend tätig zu sein, gefühlt zu haben scheint, die Bemerkung Calvins, es erfolge dieses mangelhafte Einwirken nur deshalb, damit Gott Grund habe, den Menschen alle Augenblicke vor sein Tribunal rufen zu können, möchte wohl niemanden im Ernst befriedigen [154].

[153] Solid. Declar. II. de liber. arbitr. § 44. p. 645. Tantum boni, et tamdiu bonum operatur, quantum et quamdiu a spiritu Dei impellitur. Anders der Katholik, welcher glaubt, der göttliche Geist treibe den Menschen immer an, der Mensch aber lasse sich nicht immer treiben und bleibe aus seiner Schuld hinter dem göttlichen Antrieb zurück.

[154] Calvin. Instit. l. III. c. 11. fol, 169. Nam hoc secundum (reformationem in vitae novitatem) sic inchoat Deus in electis suis, totoque vitae curriculo paullatim, et interdum lente in eo progreditur, ut semper obnoxii sint ad ejus tribunal mortis judicio. Hier ist zugleich das Fortschreiten im Guten allein von Gott abhängig gemacht und mit Bewußtsein die Ursache des Zurückbleibens in demselben auf ihn zurückgeführt.

wird fortgesetzt


18. Februar
Was weh tut

Wie reagiert die katholische Kirche in Deutschland auf einen Kirchenaustritt? Mit dem automatischen Ausschluss aus der kirchlichen Gemeinschaft, sprich: Exkommunikation. Das ist übertrieben, nicht nachvollziehbar. Man kann Dogmen infrage stellen, das tut keinem weh, da fliegt keiner raus. Ist denn das Nichtbezahlen von Kirchensteuer ein größeres Vergehen gegen den Glauben als Verstöße gegen Glaubenswahrheiten? Der Eindruck, der entsteht, ist doch der: Solange der Glaube auf dem Spiel steht, ist das nicht so tragisch, sobald aber das Geld ins Spiel kommt, dann hört der Spaß auf. Das scharfe Schwert der Exkommunikation bei Kirchenaustritt ist unangemessen und korrekturbedürftig.

Erzbischof Georg Gänswein im Interview mit der Schwäbischen Zeitung im Juli 2016


18. Februar
Michael Novak

Gestern ist im Alter von 83 Jahren der Philosoph Michael Novak gestorben. Von ihm ist auf kath-info der Artikel Einsame Atheisten veröffentlicht.


17. Februar
Das Zitat

Auf den täglichen Rosenkranz ist mein Werk gegründet. Ich bin entschlossen, viele andere Übungen zu unterlassen, aber nicht diese. Ich sehe im Rosenkranz den Bankrott des Teufels.

Hl. Don Bosco


17. Februar
Edmund Bishop

Vor 100 Jahren, am 17. Februar 1917, starb in Barnstaple im Alter von 70 Jahren der englische Liturgiehistoriker Edmund Bishop. Er war Privatsekretär Thomas Carlyles und arbeitete von 1864 bis 1885 im Unterrichtsministerium. 1867 konvertierte er von der anglikanischen zur katholischen Kirche. Er wurde zu einem “Anreger und Mitarbeiter benediktinischer liturgiehistorischer Forschung” (LThK, 2. Auflage).


16. Februar
Kaspar Ulenberg

Vor 400 Jahren, am 16. Februar 1617, starb in Köln im Alter von 68 Jahren der aus Lippstadt stammende Theologe Kaspar Ulenberg. Der Sohn lutherischer Eltern und Anhänger des M. Flacius studierte in Wittenberg, konvertierte 1572 in Köln, wurde 1575 Professor und empfing 1576 die Priesterweihe. Er war in Köln Pfarrer in St. Kunibert und St. Kolumba, zeitweise auch Rektor der Universität. “Ulenberg war ein erfolgreicher Seelsorger, wortgewaltiger Prediger, sprachmächtiger Schriftsteller und Kontroverstheologe, guter Erzieher und Organisator” (LThK, 2. Auflage).


15. Februar
Der Gesandte des großen Geistes

Von Anna Diouf

Vierter und letzter Teil

Franz Xaver Weisers Buch bietet eine Möglichkeit, historische Vor- und Fehlurteile zu berichtigen. Oft sind es Nebensätze oder Nebenfiguren, die zum Nachdenken anregen. So wird heute die Sesshaftmachung als ganz und gar negativer Eingriff in das Leben indigener Bevölkerungsgruppen betrachtet. Angesichts der bitteren Not, die Nomadenstämme ohne Wissen um Landwirtschaft häufig zu ertragen hatten, scheint diese Einstellung der sonst so fortschrittsgläubigen Europäer weniger respektvoll denn dekadent: Wer keine materielle Not kennt, schon gar nicht in der Prärie des 19. Jahrhunderts, hat gut reden und kann eine romantisierte Tradition leicht über das Wohlergehen der Menschen stellen. Die einfühlsame und auf die kulturellen Eigenheiten achtende Einführung bis dahin unbekannter Techniken und Lebensweisen erscheint dagegen als eine Maßnahme, die den Lebensstandard signifikant erhöht und dem Menschen dient. An anderer Stelle stolpert man über den Indianerhäuptling Billy Caldwell. Sauganash, so sein indianischer Name, war irischer und indianischer Abstammung: Dass es neben Konflikt und Auseinandersetzung von Beginn an auch ein Zueinanderfinden, eine Durchmischung, einen Kontakt auf Augenhöhe gab, passt nicht in das Schema vom guten Ureinwohner und vom bösen Siedler, und wird deshalb kaum beachtet und nicht in die allgemeine Rezeption aufgenommen. All dies sind kleine Puzzleteile, die sich in das sich neu fügende, komplexe Bild einordnen, dass sich dem Leser bei der Lektüre erschließt.

Obwohl an junge Adressaten gerichtet, ist Der Gesandte des großen Geistes auch für Erwachsene eine lohnende Lektüre und bietet einen guten Einstieg in eine weithin unbekannte Version der Historie Nordamerikas. Franz Xaver Weiser (*1901 in Wien, +1986 in Weston, Massachusetts), selbst Theologe und Priester, hat ein umfangreiches literarisches Werk hinterlassen. Es umfasst neben theologischen Schriften in englischer und deutscher Sprache viele Jugendbücher. Bereits in den 30er Jahren wurde er in die USA entsandt und studierte die Quellen, die Einblick in die Geschichte der jesuitischen Missionen in Nordamerika bieten. Es ist berührend, dass auch dieser Biograph De Smets selbst einer derjenigen ist, die um Christi willen weit entfernt von ihrer Heimat begraben liegen. Dies ist ein starkes, bewegendes Zeugnis. Weiser ist nicht einfach passionierter Erzähler eines Abenteuerromans, sondern ein Experte, der sein Wissen um die Indianermissionen und seine Quellenforschung konzentriert und jugendgerecht aufgearbeitet hat. Entsprechend gut recherchiert und seriös ist der Informationsgehalt, der sich bis zu den Archiven in St. Louis zurückführen lässt, die originale Aufzeichnungen des Paters bewahren. Das ist wichtig im Hinblick auf den "apologetischen" Wert des Buches – natürlich kann eine phantasievolle Geschichte über Indianer alles Mögliche behaupten, hier aber kann man Fakten herauslesen, die nachprüfbar sind und historischen Wert besitzen! Anhand der eingängig und spannend erzählten Lebensgeschichte des Paters De Smet hinterfragt der Leser den Narrativ, der die Kirche im Verein mit Machtmissbrauch, Unterdrückung und Vernichtung von fremden Kulturen sieht. Man wünscht sich nichts sehnlicher, als in den Archiven selbst nachzulesen, was der unermüdliche Streiter für die Ureinwohner Nordamerikas in eigenen Worten zu sagen hatte. Und man kann nur hoffen, dass De Smets Aufzeichnungen und die seiner Mitbrüder für eine breitere Öffentlichkeit aufbereitet würden: Dies würde dazu verpflichten, die Rezeption der Missionstätigkeit deutlich zu korrigieren.

Als Jugendbuch aus den Dreißigerjahren ist die Sprache, an heutiger Jugendliteratur gemessen, ungewöhnlich reich und damit besonders zu empfehlen in einer Zeit, in der der Sprachschatz nicht mehr annähernd ausgeschöpft und Jugendlichen kaum noch ein angemessenes Sprachniveau vermittelt wird; und an ganz wenigen Stellen (wenn etwa von "Negerfamilien" die Rede ist) ist die Sprache für heutige Leser etwas gewöhnungsbedürftig – was allerdings den Wert des Buches keineswegs mindert. Ohne übertrieben didaktisch zu wirken, sind die Passagen, die den inneren Antrieb und die persönliche Entwicklung des jungen Mannes schildern, der seine Familie voller Begeisterung verlässt, um in Nordamerika ins Priesterseminar einzutreten, ungemein beredt: Das Ringen um Berufung, die Balance zwischen Abenteuerlust und Verantwortungsgefühl, die Pflicht, den Charakter zu bilden, Gehorsam und Eigeninitiative, all die Pole, zwischen denen die katholische Seele schwankt, und zwischen denen sich ein Gleichgewicht herausbilden muss, werden anschaulich und glaubwürdig deutlich gemacht. Was an diesem Buch besonders positiv auffällt, ist, dass keine Scheu vor "großen Gefühlen" besteht, ohne deshalb kitschig zu werden. Es ist eine Krankheit der relativistischen Moderne, die Lebenswelt auf rein äußere Vollzüge zu beschränken und auch in der Emotionalität sehr oberflächlich zu bleiben. Tatsächlich aber werden wir Menschen, ob jung oder alt, von tiefen seelischen Vorgängen bestimmt, und gerade bei Jugendlichen ist das Bedürfnis nach Authentizität ausgeprägt und nicht versteckt hinter angeblicher Rationalität. Moderner Literatur fehlen oft die Worte, wirklich tiefgehende Gefühle, Ahnungen und Bestrebungen zu schildern, weshalb ein Rückgriff auf ältere Literatur jungen Menschen oftmals viel gerechter wird als "Popliteratur", die nur äußerliche Phänomene der Moderne aufgreift, gegenüber den eigentlichen Brennpunkten menschlichen Lebens aber distanziert und gleichgültig bleibt.

Zuletzt möchte ich den geistlichen Wert der Lektüre herausstellen, was sicher auch im Sinne des Autors ist: Gerade für den katholischen Leser ist dieses Buch nämlich mehr als lediglich ein Anstoß für neues katholisches Sendungsbewusstsein und Selbstbewusstsein angesichts der Historie: Zum einen ist da natürlich das vorbildhafte Leben des Paters: Er bleibt gehorsam, auch, wenn ihm seitens der Ordensleitung Unrecht geschieht, er nimmt Beschwernis, Krankheit und sogar zeitweiliges Verbot seiner Missionstätigkeit seitens seiner Oberen auf sich. Etwas anderes aber beeindruckt (und beschämt) mindestens ebenso tief: von dem glühenden Verlangen der Ungetauften nach Christus zu lesen. Wenn Menschen, die nie eine heilige Messe erlebt haben, die nie die Kommunion empfangen durften, ihr Leben aufs Spiel setzen, um einen "Schwarzrock" zu sich zu holen, der sie lehrt, wovon sie nur vage gehört haben, was aber ihr Herz entzündet hat, dann müssen wir uns fragen, wie es mit unserer Liebe, unserem Glaubenseifer aussieht, die wir doch im Vergleich zum Nordamerika des 19. Jahrhunderts paradiesische Zustände haben. Wie verantworten wir es, dass man hier zum Wortgottesdienst geht, wenn das Dorf, in dem die heilige Messe gefeiert wird, nur wenige Kilometer entfernt liegt? Wie können wir in der Ewigkeit da dem Indianer entgegentreten, der sein ganzes Leben vielleicht nur eine einzige heilige Messe mitfeiern durfte? Denn all diese Gläubigen, von denen wir nichts wissen, gehören ja zur Gemeinschaft der Heiligen, und wir müssen uns an ihrem Glauben und an ihrer Treue messen lassen. Pater De Smet schildert in seinen Aufzeichnungen wiederholt, wie er, wenn er nach Jahren in eine Mission zurückkehrte, Sterbenden die Beichte abnahm, und sie befragte, welche Sünden sie begangen hätten seit ihrer Taufe – die Antwort lautete seinem Bericht zufolge oftmals, welche Sünde denn, sie hätten doch bei der Taufe versprochen, nicht mehr zu sündigen, und wie könnten sie dieses Versprechen brechen? Das Erlebnis solcher Glaubenstreue muss einen europäischen Missionar tief bewegt haben, und es bewegt und beeindruckt uns auch heute. Wir, die wir jede Woche oder beinahe jede Woche eine Beichtgelegenheit haben – nutzen wir sie? Hüten wir unser Taufgewand? Oder sind wir gleichgültig, weil wir uns darauf verlassen, dass die Absolution es schon wieder reinwaschen wird? Nehmen wir die sakramentalen Gnaden nicht viel zu selbstverständlich hin? Ich denke, diese Fragen machen deutlich, wieso "Der Gesandte des großen Geistes" viel mehr ist als ein spannend und gut geschriebenes Abenteuerbuch für Jugendliche. Es ist nicht nur eine Kritik an der weit verbreiteten einseitigen Rezeption missionarischer Tätigkeit, es stellt dem Gläubigen einen Gewissensspiegel vor Augen, der ihn zu neuem apostolischen Eifer, aber auch zu neuem Elan in der eigenen, persönlichen Beziehung zu Christus anregt. Ich jedenfalls war nach der Lektüre zu jedem "Abenteuer" bereit, das Feuer der Liebe zu Christus in meinem Herzen hell brennen zu lassen, für mich und für andere – auch, wenn die eigene Seelensteppe keine nordamerikanische Prärie ist, ist sie doch oft ein weites Feld für Mission und Evangelisation!


14. Februar
Katholisches Schriftprinzip?
Josef Rupert Geiselmanns These der materialen Schriftsuffizienz

Von P. Daniel Eichhorn

Vierter Teil

7. Theologische Auswertung – einige zentrale Aspekte

Aus der Vielzahl positiver wie negativer Aspekte der Konzeption Geiselmanns können hier nur die zentralsten kurz angedeutet werden. Die Schriftsuffizienzthese war in der Mitte des 20. Jahrhunderts ein Schritt nach vorn und entsprach einem „Zeichen der Zeit“. Dieser Ansatz reiht sich ein in die Stärkung der Bibel, die bereits durch die Bibelbewegung und die Fortschritte der Exegese in der ersten Jahrhunderthälfte erreicht worden war. Dabei kann Geiselmann sich auf einen breiten theologiegeschichtlichen Befund stützen. Dem Anliegen nach ist das beziehungslose Gegenüber von Schrift und Tradition überwunden zugunsten einer neuen Einheit, die in einer theologischen relecture auf alte Vorbilder zurückgreift. Laut Walter Kasper wollte Geiselmann dem Nicht-Ergreifen-Können der Wahrheit, d. h. der Unverfügbarkeit des Wortes Gottes und dessen kritischer Funktion gegenüber Tradition, Theologie und Kirche dienen. Die theologische Durchführung dieses Anliegens zeigt jedoch Grenzen und Mängel durch bleibende Abhängigkeiten von den Positionen, die Geiselmann abwehren will:

7.1 Mangelnde Abgrenzung von Offenbarung und Heiliger Schrift

Geiselmann hebt Gottes Selbstoffenbarung in Wort und Tat unzureichend von ihrer schriftlichen Bezeugung in der Bibel ab. Geiselmann zeigt zwar selber, daß die Bibel das Gotteswort in der Gestalt von Menschenwort bezeugt und enthält, doch bleibt dies für seine Konzeption bedeutungslos. Im Grunde identifiziert er die Offenbarung mit ihrem Materialprinzip Schrift bzw. das lebendige, in der Geschichte Fleisch gewordene Wort Gottes mit dem Wort Gottes als inspiriert Niedergeschriebenes. Die Identität ist für ihn v. a. lehrinhaltlich begründet, d. h. die Schrift enthalte die gesamte Offenbarungslehre in „Fülle und Ganzheit“ [7].

Geiselmanns fehlende Unterscheidung von Seins- und Bezeugungsebene des Wortes Gottes (bzw. von modus essendi und modus cognoscendi) behindert sein eigenes Ziel, der Unverfügbarkeit des Gotteswortes zu dienen. Die letztverantwortliche Deutung der Heiligen Schrift schreibt er zu Recht dem kirchlichen Lehramt und nicht der Exegese zu. Doch die mangelnde Differenzierung von göttlichem, geschichtlich wirksam gewordenem Ursprung und dessen geschichtlicher Wirkung im schriftlichen, historischen Niederschlag liefert das Wort Gottes einseitig dem Zugriff historisch-kritischer Forschung aus und bewirkt damit eine Loslösung der Schrift und der Exegese vom Gesamtsubjekt Kirche. Damit setzt Geiselmanns Konzeption unbeabsichtigt eine Dynamik frei, die im Widerspruch zu seinen eigenen Absichten steht. Im Hintergrund der faktischen Identifikation von Offenbarung und Schrift steht erkennbar Geiselmanns problematisches Verständnis von Offenbarung:

7.2 Ein lehrhafter Offenbarungsbegriff

Weitgehend bedeutungslos bleibt bei Geiselmann die Offenbarung als Selbsteröffnung der trinitarischen Liebe und Gemeinschaft, als Handeln Gottes mit dialogischem Charakter, insofern es auf die neue, erlöste Menschheit, auf eine Lebens- und Liebesgemeinschaft Gottes mit seiner Schöpfung zielt. Diesem Offenbarungsverständnis entspricht sein Umgang mit der Schrift. Er sieht vorwiegend den lehrhaften Charakter der biblischen Texte. Erst die Dogmatische Konstitution über die Offenbarung Dei Verbum des II. Vatikanischen Konzils sollte die Aufmerksamkeit ausdrücklich auf den göttlichen Heilsdialog richten. In der Sicht des Konzils „redet der unsichtbare Gott (vgl. Kol 1,15; 1 Tim 1,17) aus überströmender Liebe die Menschen an wie Freunde (vgl. Ex 33,11; Joh 15,14-15) und verkehrt mit ihnen (vgl. Bar 3,38), um sie in seine Gemeinschaft einzuladen und aufzunehmen“ (DV 2; DH 4202).

Auf der Grundlage seines einseitig lehrhaften Offenbarungs- und Traditionsverständnisses fragt Geiselmann bei der Auswertung der Bibel wie auch der theologiegeschichtlichen Quellen einseitig nach der Glaubenslehre [8]. Hier zeigt er deutliche Übereinstimmung mit der Theologie des I. Vatikanischen Konzils, teilweise auch mit dem Tridentinum, die Offenbarung und Tradition überwiegend als Wortgeschehen auffassen. Die Konstitution Dei Verbum betont hingegen die Einheit von “Tat und Wort, die innerlich miteinander verknüpft sind” (DV 2). Geiselmann berücksichtigt nicht hinreichend den dialogischen Charakter der Offenbarung und die Tatsache, daß Gottes Wort keineswegs nur Belehrung, Instruktion, Lehrwort ist, sondern wesentlich heilsmächtiges, heilswirksames Wort. Daher ist auch die inspirierte Schrift v. a. Heilsanrede des himmlischen Vaters, nicht nur ein göttlich inspirierter Katechismus voller Glaubenswahrheiten und Moralanweisungen. Geiselmanns Absicht, dem modernen, „kommunikationstheoretischen“ Offenbarungsbegriff zu dienen und ihn für eine erneuerte fundamentaltheologische Konzeption fruchtbar werden zu lassen, scheitert an seiner „instruktionstheoretischen“, neuscholastischen Prägung.

Anmerkungen:

[7] Josef Rupert Geiselmann, Die Tradition, in: Johannes Feiner / Franz Trütsch / Franz Böckle, Fragen der Theologie heute, Einsiedeln 1957, 69-108, hier 103.

[8] Wenn Geiselmann z. B. mit Bakhuizen auf Irenäus und Tertullian blickt, so berücksichtigt er dabei nicht den einseitig lehrhaften bzw. juristischen Zugang dieser beiden Theologen zum Christentum und dessen Glaubensinhalten – obwohl Bakhuizen diesen Zugang bereits klar als verengt kritisiert hatte.

wird fortgesetzt

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13. Februar
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

51. Folge

§ 24. Die reale Offenbarung und Entfaltung der Trinität geschieht durch die übernatürlichen Werke der Inkarnation und der Gnade

Welche andere Art von Bedeutung werden wir aber dann noch der Dreifaltigkeit der göttlichen Personen für die Außenwelt zuschreiben? Die, daß die göttlichen Personen durch ihre gemeinschaftliche Wirksamkeit und Wirkungsweise ihre innern Verhältnisse und Bezüge nach außen ausdehnen und weiterführen bzw. nachbilden und reproduzieren und dadurch eine Ordnung der Dinge hervorrufen, die als eine reale Entfaltung und Offenbarung des innern Kernes jenes Mysteriums erscheint und nur in und aus demselben gründlich und vollkommen verstanden und begriffen werden kann.

Diese Offenbarung der Dreifaltigkeit ist eine reale, im Gegensatz zur bloß logischen und subjektiven, wie sie durch den Glauben geschieht, ist aber mit dieser aufs innigste verflochten. Diese Entfaltung geht ferner hervor aus der wirklichen Dreifaltigkeit der Personen, nicht bloß aus dem Schatten derselben, den appropriierten Eigenschaften, und enthält daher auch den tiefsten Grund für die Berechtigung und Bedeutung der Appropriationen.

Wie die Dreifaltigkeit selbst eine übernatürliche und geheimnisvolle Wahrheit, so muß auch die Ordnung der Dinge, in welcher sie sich nach außen entfaltet, übernatürlich und geheimnisvoll sein; letztere muß sich ebenfalls als ein spezifisches Objekt des übernatürlichen Offenbarungsglaubens herausstellen und mit der Trinität ein System von Mysterien bilden, die, für die bloße Vernunft verborgen und unzugänglich, gleichwohl in sich selbst lauteres Licht sind und sich gegenseitig Licht und Klarheit zuströmen. Versuchen wir daher wenigstens einige Strahlen dieses Lichtes mit den Augen unseres Glaubens aufzufangen.

Zuerst wollen wir zeigen, daß es in der Tat nur übernatürliche geheimnisvolle Werke Gottes sind, die in der besagten Weise an die Dreifaltigkeit der Personen in Gott anknüpfen und mit ihr innerlich zusammenhängen. Wir beweisen es durch eine einfache Induktion.

Wir haben eben ausdrücklich zwei Arten unterschieden, in denen die trinitarischen Verhältnisse nach außen hervortreten: durch Ausdehnung und Fortführung - und durch Nachahmung und Reproduktion. Erstere findet statt, wenn eine göttliche Person als solche in ihrem eigentümlichen persönlichen Charakter aus Gott heraustritt und auch in ihrem Heraustreten aus Gott dasselbe Verhältnis zu den übrigen Personen bewahrt oder sozusagen mit sich nach außen trägt, welches sie im Innern der Gottheit hatte. Das ist geschehen - und auf eine andere Weise kann es auch nicht geschehen - dadurch, daß eine göttliche Person sich mit einer geschaffenen Natur hypostatisch vereinigte und durch diese Vereinigung in die geschaffene Welt eintrat.

Das zweite ist der Fall, wenn Gott eine Kreatur, ein außer ihm stehendes Wesen in ein ähnliches Verhältnis zu sich setzt, wie dasjenige ist, in dem die göttlichen Personen zueinander stehen, oder auch die Kreatur so ausstattet, daß die in ihr stattfindenden Vorgänge ein treues Bild der trinitarischen Vorgänge in Gott bilden. Es wird sich jedoch später zeigen, daß auch bei dieser Nachbildung eine gewisse Fortführung der ewigen Produktionen und ein gewisser Eintritt ihrer Produkte in die Kreatur gedacht werden muß.

Beide Arten der Offenbarung und Entfaltung sind, wenn nicht in gleich hohem Grade, so doch mit gleichem Rechte absolut übernatürlich für die Kreatur und deshalb auch absolut geheimnisvoll.

Von der ersten ist das von vornherein evident: keine geschaffene Natur ist von Haus aus hypostatisch mit einer göttlichen Person vereinigt, noch kann sie irgend welche Anwartschaft auf eine solche Vereinigung haben.

Bei der zweiten springt das nicht so sehr in die Augen. Man könnte glauben, das Verhältnis, in welchem die Kreatur, die vernünftige namentlich, von Haus aus zu Gott stehe, sei schon ein Bild desjenigen, in welchem die göttlichen Personen zueinander sich befinden, oder auch die natürlichen Vorgänge in dem Selbstbewußtsein und der Gotteserkenntnis der vernünftigen Kreatur entsprächen als Abbild den trinitarischen Vorgängen in Gott. In diesem Falle wäre die reale Offenbarung der Trinität keine geheimnisvolle und übernatürliche mehr, und die Trinität selbst würde von dieser Seite wenigstens ihren übernatürlichen Charakter und ihre übernatürliche Bedeutung verlieren.

Diese Auffassung ist nicht ohne Schein, und der Schein beruht auf einer gewissen Wahrheit, die aber nur halb verstanden und nicht scharf aufgefaßt ist.

Der Ausgang der Kreatur von Gott ist ohne Zweifel in etwa dem Ausgang des Sohnes aus dem Vater ähnlich; aber die Unähnlichkeit überwiegt die Ähnlichkeit. Die Kreatur als solche geht nicht aus dem Schoße Gottes hervor, sie wird durch die Macht Gottes aus dem Nichts hervorgezogen. Sie empfängt ferner in keiner Weise die Natur Gottes, sondern eine andere fremdartige Natur. Beides gilt auch noch von den vernünftigen Geschöpfen insbesondere: obgleich sie den unvernünftigen gegenüber Ebenbilder Gottes genannt werden und sind, so ist doch ihre Natur noch immer wesentlich ungleichartig mit der göttlichen, und nur in einem sehr metaphorischen Sinne kann man ihren Ursprung aus Gott mit der Zeugung des Sohnes aus dem Vater vergleichen und ihn Zeugung aus Gott nennen. Im eigentlichen Sinne wird an der Kreatur nur dann die ewige Zeugung aus Gott nachgebildet, wenn Gott dieselbe über ihre eigene Natur hinaus zur Teilnahme seiner eigenen Natur erhebt, aus dem Schoße der Gottheit die derselben eigentümliche Heiligkeit und Herrlichkeit über sie ausbreitet und sein eigenes Leben in sie ausgießt. Aber diese Zeugung und das darauf beruhende Verhältnis zu Gott ist offenbar höchst übernatürlich und geheimnisvoll; es entsteht nur dadurch, daß die Kreatur durch eine wundervolle gnadenreiche Adoption in den Schoß Gottes an die Seite des eingeborenen Sohnes hineingezogen wird.

Wird fortgesetzt

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12. Februar
Emilie Linder

Vor 150 Jahren, am 12. Februar 1867, starb in München im Alter von 69 Jahren die in Basel geborene Malerin und Konvertitin Emilie Linder. 1832 ließ sie sich in München nieder, wo sich um sie ein Kreis “von Künstlern und Gelehrten, wie Overbeck, Peter von Cornelius, Ringseis, Lasaulx, Christian und Klemens Brentano” sammelte, “unter deren Einfluß sie 1843 katholisch wurde” (LThK, 1. Auflage).


10. Februar
Charlotte Blennerhassett

Vor 100 Jahren, am 10. Februar 1917, starb in München im Alter von fast 74 Jahren die liberale Katholikin Charlotte Blennerhassett. Sie schrieb unter anderem für Carl Muths Hochland und war “eine der letzten Vertreterinnen liberalkatholischen Gedankenguts der Kreise um Dupanloup und Montalembert” (LThK, 3. Auflage).


8. Februar
Nur Liebe nimmt Liebe wahr

Wo der Anspruch Jesu, der Anspruch der unbedingten Liebe nicht anerkannt wird, da muss er missverstanden werden: als Ausdruck einer persönlichen Anmaßung, als Ausdruck des Machtstrebens, als Ausdruck ebenjenes Geistes, der der Geist der Ankläger selbst ist. Quis cognoscit spiritum nisi ipse spiritus? - “Wer erkennt den Geist, wenn nicht der Geist selbst?” Nur Liebe nimmt Liebe als das wahr, was sie ist. Die in sich selbst verkrümmte Selbstbehauptung kann überall nur wieder Selbstbehauptung wahrnehmen und ist blind für das Göttliche, für die Liebe.

Robert Spaemann in seiner Auslegung von Psalm 35, aus: Robert Spaemann, Meditationen eines Christen. Über die Psalmen 1-51, Stuttgart: Klett-Cotta 2014, S. 274.


7. Februar
Versuch einer Theodizee

Von Theodor Haecker

Zwölfte Folge

Hier wird natürlich von der profanen Geschichte gesprochen, nicht von der heiligen, die den Charakter der Offenbarung hat. Diese profane Geschichte leistet für sich allein kaum eine Theodizee, das zeigt uns Newman in seiner wundersamen sachlichen Beredsamkeit. Kein Wunder, daß sie, die Geschichte, vor allem die Kategorie des Tragischen gibt und erfüllt, wovon ich früher geredet habe, im besonderen für uns Abendländer. Der zart und nie ohne den Faden der Sünde gewobene Schleier der Tragik, der unsere Wunden wie ein betäubender Balsam so sanft deckt, mit dem wir uns darum, sowohl als einzelne wie als Glieder des Volkes, so gerne überdecken, wird erbarmungslos zerrissen vor dem Tribunal eines frei und unparteiisch sprechen dürfenden Gewissens, wo Schuld Schuld heißt und Sünde Sünde und ihre naturgemäßen Folgen Strafe und also Leiden sind. Kein Wunder auch, daß heute mehr denn je in einer Philosophie ohne Glauben nach dem Sinn der Geschichte gefragt wird, und: ob sie überhaupt einen habe. Ohne Befragung des Gewissens, ohne die Annahme der Offenbarungswahrheiten verliert sie ihn nämlich, löst sie sich auf in Privatmeinungen. Die Theodizee, deren einfache Frage ja doch ist: Woher die Leiden? woher das Unrecht? und auch: woher die Tragik, woher die Sinnlosigkeit? leistet uns also primär in uns selber das Gewissen, zur Bekräftigung die es bestätigenden natürlichen Religionen, schließlich die Offenbarung selber, oder besser: Gott Selber. Denn »Wir lesen von einem Tag, da der Allmächtige Sich herablassen wird, Seine Handlungen vollständig vor Seinen Geschöpfen auszubreiten, und ,bestehen wird, wann Er gerichtet wird'«. Das Faktum, daß in jedem einzelnen Gewissen Gott spricht, und jedes Gewissen ist im absoluten Sinne einzeln, die Menschen können ihre Gedanken und ihr Blut miteinander austauschen, nicht ihr Gewissen, das sie mit Gott, der Geist ist, verbindet, dieses Faktum erklärt ein anderes, sehr beachtliches, nämlich daß die meisten Menschen, die Gott anklagen, seine Gerechtigkeit bezweifeln, das nicht tun in ihrem eigenen Namen, sondern um anderer willen, deren Gewissenszustand sie auf keinen Fall so gut kennen können wie ihren eigenen. Selbst ein so gewaltiger Ankläger wie Iwan Karamasow läßt seine eigene Person außer Spiel, er weiß wohl, warum, und sagt es auch. Den Oberflächlichsten imponiert die Zahl: hier sind 5000 durch ein Erdbeben verschlungen worden, dort 20.000 durch eine Überschwemmung zugrunde gegangen und viele Millionen durch den Krieg. Aber gerade das führt eigentlich nur zu Geschwätz, je größer die Zahl der scheinbar Vergewaltigten angenommen wird, um so mehr. Die großen Zahlen und überhaupt die Masse sind keine göttlichen Kategorien, sie schaffen Gott auch keine Verlegenheit. Die Dinge sehen von innen anders aus als von außen. Ich zitiere wieder eine Stelle von Newman: »Es gibt ein Gedicht von Parnell, das uns treffend nahebringt, wie anders die göttlichen Anordnungen bei Tageslicht aussehen werden, als sie uns in unserem jetzigen Dämmerlicht erscheinen. Ein Engel, als Mensch verkleidet, stiehlt einen goldenen Becher, erwürgt ein Kind, wirft einen Führer in den Fluß und erklärt dann seinen entsetzten Gefährten, daß Handlungen, die für einen Menschen Ungeheuerlichkeiten wären, in ihm, als Gottes Diener, Taten erbarmender Korrektion oder der Wiedervergeltung sind.«

Die Methode der mittelmäßigen, also meisten Leugner der Möglichkeit einer Theodizee ist die Statistik, die Statistik der Leiden und Krankheiten und Unglücksfälle und Kriege und Verbrechen ... Aber in der Sphäre der freien verantwortlichen Person und ihres Gewissens gibt es keine statistischen Gesetze, die reichen alle nicht hinan an die entscheidenden Dinge, um die es hier geht. Die Trillionen von Atomen, die es gibt, und es ist mit dieser Rechnung ja nur erst eine kleine Zahl bezeichnet derer, aus denen die physische Welt real aufgebaut oder gewirkt ist, diese großen Zahlen machen die Naturgesetze möglich, denen wir mit Recht und Erfolg vertrauen, die ungeheuere Zahl einander ähnlicher Atome; auch für den Menschen gibt es in seinen Ordnungsstufen, je niedriger sie sind, um so mehr Gesetze: biologische, psychologische, charakterologische, soziologische, politische, aber die Geistseele eines jeden Menschen, und wenn es Milliarden Menschen gibt, ist einmalig im strengen Sinne, und einmalig ist: ihre Geschichte mit Gott. Einmaligkeiten ergeben kein Gesetz, am wenigsten ein statistisches. Dazu kommt, daß eine jede Menschenseele auf ihrem Heilswege es zu tun hat mit einem Gott, zu dessen Wesen es gehört, im Verkehr mit Seiner Schöpfung und Seinen Geschöpfen ein verborgener Gott zu sein, - wie kann es anders sein, als daß auch die Geschichte einer jeden einzelnen Seele etwas von dieser Verborgenheit an sich und in sich haben wird, gegenüber jedem Einblick von dritter Seite. Aus alledem folgt, daß keiner, der nicht die absolute, die göttliche Einsicht also, in die Geschichte einer anderen Seele hat, über sie aussagen kann, ob Gott ihr unrecht getan habe oder unrecht tue. Hier liegt, meine ich, in dieser Sphäre, das Wesen der Theodizee, und der Umstand, daß kaum einer, wenn er Gott der Ungerechtigkeit zeiht, es wagt, seine eigene Person, wie Hiob, in die Mitte zu stellen, sondern andere, und dann gleich Millionen anderer, in des Wortes wirklicher Bedeutung vorzuschieben sucht, wo ihm doch eine entscheidende Einsicht wesenhaft verwehrt ist - dieser Umstand wirft ein verräterisches Licht auf sein Unterfangen. In dieser zweiten Sphäre also, die dem zweiten Motiv einer Weltschöpfung entspricht, von dem ich gesprochen habe, ist das Prinzip der Theodizee die Freiheit der Person als Wahlfreiheit und das Gewissen, das zwischen Gut und Böse unterscheidet, das eine klare Verbindung herstellt von Schuld und Strafe, also Leiden, ohne deshalb aufgeben zu müssen das Prinzip der ersten Sphäre, die unergründliche Schönheit und Erhabenheit der Schöpfung, das Geheimnis und die Unermeßlichkeit des Schöpfers, was ich die Theodizee der Unschuldigen, des Paradieses und der Engel genannt habe. Ein Beispiel dafür ist gerade Kant, der diese beiden Sphären, nach seiner besonderen Art, erfüllt: seine Theodizee ist eigentlich der gestirnte Himmel und das Sittengesetz in seiner Brust.

wird fortgesetzt

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6. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Auf einer je eigenen Seite untergebracht wurden die Rezensionen der Autobiographie Chestertons und des Buches Mann und Frau. Eine göttliche Erfindung der Philosophin Alice von Hildebrand. Das Zitat Eine Art Exkommunikation aus der Rezension Wilhelm Imkamps über die exegesekritischen Äußerungen Arnim Stadlers in dessen Roman Salvatore findet sich auf der Seite, die sich mit moderner Exegese beschäftigt.


6. Februar
Maria Vincentia Chávez Orozco

Vor 150 Jahren, am 6. Februar 1867, wurde in Cotija, Mexiko, die selige Maria Vincentia Chávez Orozco SSTPP geboren. 1905 gründete sie in Guadalajara die Kongregation der Dienerinnen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und der Armen, die der Krankenpflege dient. Sie starb am 30. Juli 1949 während der Wandlung, als Erzbischof Joseph Garibi Rivera an ihrem Krankenbett die hl. Messe zelebrierte.


5. Februar
Das Zitat

Ich weiß nicht, ob der liebe Gott mit mir zufrieden ist; ich gebe mich Ihm ganz hin. Oh! Wie süß es ist, im letzten Augenblick an nichts zu denken, weder an die eigenen Sünden noch an die Tugenden, sondern nur an das Erbarmen!

Der selige Eduard Poppe auf dem Sterbebett


5. Februar
Das Gewissen als Ersatzerlöser


4. Februar
Unterschiedlich begrüßt

Das Dokument Amoris laetitia wird von den deutschen Bischöfen überaus zustimmend begrüßt. Wäre das Schreiben Familiaris consortio nach der Familiensynode 1980 von Papst Johannes Paul II. damals so aufgenommen und pastoral ernsthaft umgesetzt worden, dann stünden wir heute ungleich besser da.

Renate und Norbert Martin in ihrem Kommentar: Wer hält den Dammbruch auf? in der Tagespost von heute, S. 4.

Weitere Stimmen zu Amoris laetitia


4. Februar
Monatsranking Januar 2017

Platz Monatsranking Januar 2017
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 610 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+ 1
2

In-vitro-Fertilisation

+ 1
3

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

+1
10

Die Zerstörung der Grabeskirche

+ 15
20

Albert Lang: Der Primat Petri

+ 3
30

Georg May: Falschlehrer der Kirche

+ 8
40

Befreiungstheologie

- 5
50

Papst Pius XII.

- 9
60

Paul Hacker: Hinduismus

+ 3
100

Religion und psychische Gesundheit

- 4

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1. Februar
Das Zitat

Ich spreche mit Gott und Er spricht mit mir. Es ist meine Lieblingsbeschäftigung, den Herrn kniend im Allerheiligsten Sakrament anzubeten und mit kindlichem Vertrauen alles von Ihm erbitten zu können.

Heiliger Charbel Makhlouf


1. Februar
Neu im Personenregister:
Matt Talbot, Peter Bürger


1. Februar
Iwan Agrusow

Vor fünf Jahren, in der Nacht auf den 1. Februar 2012, starb im Alter von 87 Jahren Iwan Iwanowitsch Agrusow, der Gründer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte.


31. Januar
Rudolf Graber

Vor 25 Jahren, am 31. Januar 1992, starb in Regensburg im Alter von 88 Jahren Bischof Rudolf Graber von Regensburg. Er war einer der wenigen Bischöfe, die den für den nachkonziliaren Verfall verantwortlichen Modernismus namhaft machten und bekämpften, insbesondere durch sein Buch Athanasius und die Kirche unserer Zeit.


30. Januar
Mucien-Maria Wiaux

Vor 100 Jahren, am 30. Januar 1917, starb im belgischen Malonne im Alter von 75 Jahren der hl. Mucien-Maria Wiaux FSC. 1856 trat er bei den Schulbrüdern ein und führte in Malonne 58 Jahre lang ein Leben tiefer Demut und Gottverbundenheit, das viele Berufungen weckte. Am 10. Dezember 1989 wurde er heiliggesprochen.


30. Januar
Johannes Yi

Vor 150 Jahren, am 30. Januar 1867, starb der hl. Johannes Yi. Er gehört zu den 103 koreanischen Märtyrern, die am 6. Mai 1984 heiliggesprochen wurden.


29. Januar
Hildegard Burjan

Vor fünf Jahren, am 29. Januar 2012, wurde die Konvertitin Hildegard Burjan (1883-1933) seliggesprochen.


29. Januar
Marienweihe

O Maria, immerwährende Jungfrau, auserwählt wie die Sonne von Ewigkeit, unbefleckt in deiner Empfängnis, voll der Gnade, Tochter des Vaters, Mutter des Sohnes, Braut des Heiligen Geistes! Dich erwähle ich heute zu meiner Mutter, dich will ich besitzen als meine Einzige, meine Braut, meine Ganzschöne, indem ich auf alles Irdische mit Verachtung verzichte. Ich wünschte, es möchten alle Regungen meines Herzens zu dir hinstreben, damit ich nichts Irdisches und auch nicht natürlicherweise etwas liebe. Darum erhebe dich in deiner Wohlgestalt, schreite glücklich fort und herrsche über meine Sinne, damit sie keinen ungeordneten Neigungen Raum geben. Herrsche über meine Einbildungskraft, auf dass sie voll sein von deinen Vollkommenheiten und Schönheiten. Herrsche über meinen Verstand, damit er täglich dich und deinen Sohn besser erkenne: denn das ist das ewige Leben. Herrsche über mein Herz, auf dass alle seine Gefühle sich zu dir hinwenden. Herrsche über meinen Willen, damit er tue, was deine Sache betrifft, und immerfort vollbringe, was dir und deinem Eingeborenen Sohn wohlgefällt. O Maria meines Herzens, sei du meine Braut!....

Mit diesem Gebet weihte sich vor 150 Jahren, am 29. Januar 1867, Jean Baptist Berthier MSF (1840-1908) der Muttergottes (Quelle: Heinrich Maria Köster, “Die mich finden, finden das Leben”. Marianische Gestalten aus dem Leben der Kirche, Leutesdorf 1996, S. 125 f). Der Seligsprechungsprozess für Berthier wurde 1953 eingeleitet.


28. Januar
Das Gewissen zwischen Vision und Illusion

Von P. Engelbert Recktenwald

Erster Teil

“Das Gewissen ist der verborgenste Kern und das Heiligtum des Menschen, in dem er allein ist mit Gott, dessen Stimme in seinem Innersten widerhallt”, heißt es in der Pastoralkonstitution Gaudium et Spes des Zweiten Vatikanischen Konzils und im KKK. Allein diese Aussage lässt uns schon erahnen, wie groß die Kirche über die Würde des Menschen denkt. Diese Würde hängt mit seiner Berufung zur sittlichen Größe zusammen. Im Gewissen erfährt der Mensch den unbedingten Anspruch des Guten und die Verwerflichkeit des Bösen. Der Wert seines Charakters hängt von seinem Verhalten gegenüber diesem Anspruch ab. “Der sittliche Wert eines Menschen beginnt erst dort, wo er bereit ist, für seine Überzeugung sein Leben hinzugeben,” meinte General Hennig von Tresckow, der sich aus christlicher Gesinnung an der Verschwörung Stauffenbergs vom 20. Juli 1944 gegen Hitler beteiligte und diesen Einsatz mit seinem Leben büßte. Hinter seiner Aussage steht die Überzeugung, dass der moralische Wert größer und wichtiger ist als selbst der des eigenen Lebens. Begreiflich ist das nur, wenn der unbedingte Anspruch des Guten als ein Ausfluss der absoluten Heiligkeit Gottes verstanden wird. Nur wenn Gott existiert, ist dieser Anspruch so sehr in der Wirklichkeit verankert, dass der Furcht, mit der Folgsamkeit ihm gegenüber einer Chimäre auf den Leim zu gehen, der Boden entzogen ist.

Es gibt nun in der Philosophie Versuche, den Spieß umzudrehen und den Atheismus zur Bedingung der Möglichkeit wahrer Moralität zu erklären. Ein Paradebeispiel dazu liefert Winfried Schröder in seinem Buch Moralischer Nihilismus. Schröder erwärmt sich für die Radikalaufklärer des 17. und 18. Jahrhunderts, die die Moral von den niedrigen Motiven der Christen reinigen wollten. Indem diese nach Lohn im Jenseits schielen, verunreinigen sie ihre Motivation. Die theonome Moral, die sich dem Willen Gottes um des Lohnes willen unterwirft, muss abgelöst werden von einer autonomen Moral, die den Menschen befähigt, “seine Entscheidungen ausschließlich seiner Einsicht in das moralisch Richtige oder den Geboten seines Gewissens zu unterwerfen.” Somit führt der Atheismus nach Meinung Schröders nicht zur Zerstörung, sondern zur Läuterung der Moral. “Allein der Atheist”, so referiert er mit unverhohlener Zustimmung die Aufklärer, “kann die normative Kraft der moralischen Gebote anerkennen, ohne sie mit außermoralischen Motiven zu vermengen” (S. 154 f).

Diese Unterscheidung zwischen moralischen und außermoralischen Motiven ist wichtig. Es ist Kant, der kraft dieser Unterscheidung die Moral endgültig vom Glücksstreben und damit von allen eudämonistischen Begründungen geschieden hat. Moralisch handelt der Mensch nur, wenn er aus Pflicht, also aus Achtung vor dem Gesetz handelt. Dieses wiederum erkennt er mit der Vernunft. Der kategorische Imperativ, das unbedingte Sollen, ist ein Faktum der Vernunft. Die Würde des Menschen zeigt sich darin, dass er ein Gewissen hat, also in der Fähigkeit, sich kraft der Vernunft vom Moralgesetz statt von Neigungen, Interessen und sinnlichen Antrieben motivieren und in seinem Handeln leiten zu lassen. Das bedeutet Autonomie im Kantischen Sinne. In dieser Autonomie sieht Kant den “Grund der Würde der menschlichen und jeder vernünftigen Natur” (Grundlegung zur Metaphysik der Sitten).

Doch die Philosophiegeschichte zeigt, dass diese Autonomie allzu schnell umschlug in eine entwürdigende Heteronomie des Gewissens. Für Nietzsche ist das Gewissen eine Krankheitserscheinung, die dem Menschen nur die Festfreude an verübter Grausamkeit verdirbt. “Leiden-sehen thut wohl, Leiden-machen noch wohler.” Die wahre Größe, zu der der Mensch sich zu entwickeln berufen ist, liegt jenseits von Gut und Böse. Das Gewissen ist dabei nur ein Hindernis. Für Hitler war das Gewissen eine jüdische Erfindung. Sigmund Freud hielt es für eine Instanz der Fremdsteuerung, weil es als Über-Ich die Verinnerlichung der väterlichen Autorität darstellt. Vor allem aber wurde dem Gewissen der Garaus gemacht, als die Naturwissenschaften begannen, das Geschäft der Aufklärung in die Hand zu nehmen. Sie erklären das Gewissen zu einem Produkt unserer Gene, zu einer Anpassungsleistung der Evolution. Es treibt uns mittels der biologisch bedingten Fiktion von Gut und Böse deshalb zu einem altruistischen, also moralischen Handeln an, weil dieses der Erhaltung der Art dient. Für Richard Dawkins etwa ist das Gewissen so ins Gehirn “eingebaut” wie der Sexualinstinkt oder die Höhenangst. Es gehört also nicht zur Vernunft, sondern zur Triebsphäre. Es vermittelt uns keine Einsicht in die Wirklichkeit, sondern steuert uns blind nach den Überlebensinteressen der Gene. Handeln aus Gewissen wird zum Gegenteil des Handelns aus Einsicht.

Hinzu kommt eine Strömung in der Philosophie, die der naturwissenschaftlichen Methode das Szepter der Deutungshoheit über die Welt im Ganzen übergibt. “Die Welt ist so, wie es uns die Naturwissenschaft sagt,” meint etwa der Philosoph W. V. Quine (1908-2000). Man nennt diese philosophische Richtung Naturalismus. Diese eliminiert alles, was nicht ins Raster der naturwissenschaftlichen Methode passt. Naturwissenschaftler können menschliche Gehirne untersuchen, aber keine Gewissen. Sie wissen etwas mit Sinnesdaten anzufangen, aber nichts mit moralischen Werten. Dafür gibt es keine Messinstrumente. Folglich gehört Moralität für den Naturalismus nicht zur Wirklichkeit. Gerade weil Moralnormen nur Inhalte des Gewissens sind, müssten sie als relativ angesehen werden, meint z. B. der Philosoph Norbert Hoerster. Sie haben keine objektive Geltung.

Folglich ist das Gewissen nicht mehr der Garant menschlicher Autonomie, sondern wird selber zum Objekt der Aufklärung. Sobald sein Spruch unserem aufgeklärten Interesse im Wege steht, gibt es keinen Grund mehr, ihm zu folgen. Denn Moral ist in Wirklichkeit, wie die Biologen E. O. Wilson und M. Ruse beteuern, “eine Illusion, die uns unsere Gene vorgaukeln.”

Wenn als Ergebnis dieser Aufklärung nur noch eine interessenbasierte Ethik übrigbleibt, dann erscheint das anfangs erwähnte Verhalten Tresckows, der für eine gute Sache sein Leben hingibt, töricht. Den sittlichen Wert, von dem er spricht, gibt es ja nicht. Tatsächlich versucht Wilson, solche Selbstaufopferung als einen biologischen Mechanismus zu entlarven, der versteckten egoistischen Antrieben dient.

Zweiter Teil folgt.


26. Januar
Der selige Rudolf Aquaviva S. J.
Missionär und Märtyrer in Indien

Von Anton Huonder S.J.

19. und letzte Folge

Auf dem Wege zum Flusse hörten sie hinter sich das Geschrei der nachstürzenden Menge, welche die christlichen Indier, die sich ins Dorf gewagt hatten, mit Lanzen und Pfeilen verfolgten. Beim Anblick der Missionäre erhob sich der Mordruf: „Nieder mit den Feinden unserer Götter!“ Angefeuert durch den rasenden Pondu, wälzte sich die Menschenflut von drei Seiten – denn zwei Abteilungen hatten heimlich den Weg zum Flusse verlegt – auf die wehrlosen Missionäre. Umsonst warfen sich die treuen eingebornen Christen händeringend ihren heidnischen Stammesgenossen entgegen, um sie von dem Morde abzumahnen. Die Patres sahen, dass ihre Stunde gekommen, erhoben ihre Hände gen Himmel zum letzten Gebet und erwarteten ruhig ihre Mörder. Gonzalez Rodriguez, der portugiesische Staatsschreiber, legte auf die vordersten Angreifer seine Muskete an. Pacheco aber fiel ihm in den Arm und riss die brennende Lunte fort mit den Worten: „Wir sind nicht gekommen, um zu töten, sondern um zu retten.“ Einer der Indier bot Aquaviva sein Pferd an. Noch war Rettung möglich. Freundlich lehnte Rudolf ab. „Jetzt ist nicht die Zeit zu fliehen“, sagte er mild, „sondern zu kämpfen und zu siegen“, und zu seine Gefährten gewandt, rief er aus: „Wohlan, lasst uns Auge und Herz zum Himmel erheben und ihn um seine Gnade bitten für die Stunde der Entscheidung!“

Nach dem Bericht der Augenzeugen, denen wir die genauen Umstände verdanken, traf die Mörderhand alle fünf Bekenner fast zur selben Zeit. Rudolf war der erste, der fiel. „Wo ist der große Vater (der Obere)?“ schrien die Heiden. Als man auf Rudolf hinwies, sauste auch schon ein indischer Säbel nieder, der ihm die Kniesehnen durchschnitt. Der Getroffene stürzte in betender Stellung nieder. Bereitwillig beugte er sich nach vorn, öffnete mit eigener Hand den Kragen seines Ordensgewandes und bot seinen Hals zum Todesstreich. In dieser Stellung hatte er schon früher zu knien sich gewöhnt, wenn er Gott im Gebete das Opfer seines Lebens brachte. Ein zweiter Hieb traf seinen Nacken, ein dritter löste den einen Arm fast ganz von der Schulter, ein Pfeil, der seine Brust durchbohrte, brachte die Todeswunde. Seine letzten Worte waren: „Oh Herr, verzeihe ihnen! Heiliger Franz Xaver, bitte für mich! Herr, nimm auf meine Seele!“ Noch später sprachen einige der Bekehrten, die damals unter seinen Mördern waren, mit Rührung von der heiligen Bereitwilligkeit, die der Märtyrer im Sterben gezeigt.

In ähnlicher Weise fielen die andern. P. Berno, der den Hass der Heiden am meisten heraufgerufen, wurde grässlich verstümmelt und sein Leichnam in der schmählichsten Weise entweiht. Sehr schön starb P. Pacheco, der mit ausgebreiteten Armen seinen Feinden entgegen ging. Als ein Lanzenstich ihn in die Brust traf, rief er aus: „O Herr! Auch du wolltest aus Liebe zu uns von einer Lanze dich durchbohren lassen. Durch deine heilige Seitenwunde bitte ich dich, verzeihe diesen Ungläubigen und sende ihnen andere Glaubensboten.“ Ein Stich in die Kehle erstickte seinen letzten Liebesseufzer: „Jesus!“

Mit fanatischem Jubel tanzten die Heiden um ihre Opfer. „Jetzt kommt“, riefen sie höhnisch, „taufet uns und macht uns zu Christen; auf, errichtet Kreuze und Kirchen und zerstört unsere Tempel und Götterbilder!“ Dabei ließen sie ihre Wut an den blutigen Leichen aus.

Mit den Missionären erlitten noch 15 Christen den Tod; darunter zwei indische Knaben, Domenico und Alonso, die den Patres als Ministranten und Begleiter gedient hatten. Domenico, der aus Coculin selbst gebürtig war, hatte die Wut der Heiden besonders auf sich gezogen, weil er dem P. Berno die Orte gezeigt, wo sie ihre Götzen und Heiligtümer versteckt gehalten. Sein eigener Onkel stach ihn nieder. Alonso trug das Brevier P. Pachecos. Umsonst suchten die Heiden es ihm zu entreißen; er ließ es nicht los, bis ein Säbelhieb ihm beide Hände abschlug. Auch zwei vornehme indische Jünglinge, Paolo Acosta und Francisco Rodriguez, starben mit ihren Vätern. Letzterer, ein lebhafter Charakter, hatte den Patres, so oft sie ihn ermahnten, stets geantwortet: „Nur Geduld, ich werde einst noch ein Märtyrer und löse dann mit einer einzigen Zahlung alle meine Schulden.“

Freudetrunken kehrten die Heiden in ihr Dorf zurück, umringten ihre Götzen, legten ihre bluttriefenden Waffen huldigend zu deren Füßen nieder und bestrichen die Götterfratzen mit dem Blute der Märtyrer. Dann ging man zurück, um die Leichen aus Furcht vor dem Zorn des Vizekönigs zu verbergen. Eine fehlte. Es war Br. Aranha, der noch lebend sich todesmatt in ein nahes Gebüsch geschleppt hatte und dort sich auf den Tod vorbereitete. Er wurde im Triumph ins Dorf getragen, vor das Götzenbild gebracht und aufgefordert, ihm zu huldigen. „Bin ich etwa ein unvernünftiges Tier“, erwiderte der Sterbende in heiligem Zorn, „dass ich wie ihr ein Stück Holz oder Stein anbeten soll?“ Ein Axthieb spaltete seinen Kopf; dann wurde er an einen Pfahl gebunden und mit Pfeilen so durchschossen, dass sein Leib nach dem alten Bericht einem Sieb glich.

Die Leichen wurden dann in eine Pfütze versenkt und Baumstämme und Reisig darüber aufgeschichtet.

Die Trauer und Bestürzung, welche die erste Nachricht vom Tode der Bekenner in Goa bei den Mitbrüdern hervorrief, ging rasch in freudige Begeisterung über, galt doch jener Zeit die Märtyrerkrone als höchstes Ziel des Missionsberufes. Die Bevölkerung aber geriet in solche Aufregung, dass der Vizekönig nur mit Mühe den allgemeinen Ruf zu den Waffen beschwichtigte.

Nicht ohne Schwierigkeit wurde die Auslieferung der Leichen durchgesetzt. Dieselben wurden feierlich erhoben, in glänzender Prozession zunächst in die Kapelle des heiligen Anton, dann in die Kirche U. L. F. vom Schnee in Rachol gebracht und in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli in einer Gruft am Seitenaltar beigesetzt. 14 Jahre lang hüteten die Einwohner von Salsette, wo das Christentum jetzt rasch und fröhlich aufzublühen begann, diesen teuren Schatz. Bereits acht Jahre nach dem Tode der Bekenner erhob sich auf dem Schauplatz des Martyriums die Kirche U.L.F. von den Märtyrern. 1597 wurden die ehrwürdigen Überreste in die Paulskirche in Goa, 1793 zeitweise in das Seminar von Thorar und 1863 in die Kathedrale übertragen. Die öffentliche, durch wunderbare Erhörungen genährte Verehrung in Indien und Europa begann gleich nach dem Tode der Bekenner, und Teile ihrer heiligen Überreste wurden mit Gutheißung Roms in Italien und Spanien in verschiedenen Kirchen ausgestellt, bis die neuen strengen Bestimmungen Urbans VIII. 1638 dem öffentlichen Kulte Einhalt geboten. Benedikt XIV. ließ den Prozess der Seligsprechung wieder aufnehmen; derselbe blieb aber, wie so mancher andere, infolge der Aufhebung der Gesellschaft Jesu liegen. Erst Papst Leo XIII. erhob Aquaviva und seine Genossen am 16. April 1893 auf die christlichen Altäre.

Doch wenden wir jetzt den Blick noch einmal zurück nach dem glanzvollen Hofe Akbars, wo Aquaviva drei Jahre lang einst geweilt. Als die Nachricht vom Tode des Seligen dorthin gelangte, war die Trauer, selbst bei den grimmigsten Mohammedanern, eine allgemeine. Akbar brach in lautes Schluchzen aus und gab seinem Schmerze mit den Worten Ausdruck: So werde er also nie mehr diesen Engel an seinem Hofe wiedersehen. Er bedauerte bitterlich, dass er den herrlichen Mann habe ziehen lassen.

Die Erinnerung an Aquaviva lebte am Hofe fort, und sie war es, die nicht lange danach, 1591 und 1594-1759, zur Wiederaufnahme der Mission im Reiche des Großmoguls führte, deren Mittelpunkt später die herrlichen kaiserlichen Residenzstädte Agra, Lahor und Delhi wurden.

Freilich, der nächste Zweck wurde auch diesmal nicht erreicht. So huldvoll sich Akbar gegen die Missionäre auch zeigte, und obschon er sich zum Christentum stärker wie jemals hingezogen fühlte, zum letzten entscheidenden Schritte fand er den Mut nicht. Fast plötzlich raffte der Tod den gewaltigen Herrscher am 27. Oktober 1605 hinweg. Kein Missionär wurde ins Sterbezimmer zugelassen.

Unter Akbars Nachfolgern dehnte sich das Großmogulreich vorerst noch weiter aus, um dann seit 1700 rasch wieder zu zerfallen. Der tiefste Grund seines Niedergangs und seiner Schwäche war gerade die religiöse Spaltung, die Akbar einst durch Einführung einer Einheitsreligion zu heben gedachte. Dass er diese Rolle statt dem Christentum der Ilahi-Religion, diesem wunderlichen Gebilde seiner eigenen Phantasie, zuwies, war eine traurige Verirrung.

„Allerdings hätte Akbar“, so schreibt Müllbauer, „bei einem Übertritte zum Christentum viel gewagt, aber ihm, welcher die Liebe der vielen Millionen, die er beherrschte, besaß, wäre es immerhin möglich gewesen, den Mohammedanismus mit dem Christentum zu vertauschen, ohne die Ruhe des Reiches wesentlich zu gefährden.“ Und so hat die Hoffnung, die zeitweise die Missionäre belebte, es möchte Indien in Akbar seinen Konstantin oder Karl den Großen finden, sich nicht erfüllt.

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25. Januar
Helmut Rückriegel

Vor einem Jahr, am 25. Januar 2016, starb im Alter von 90 Jahren der Diplomat Dr. Helmut Rückriegel. Er war unter anderem Deutscher Botschafter in Bangkok und Dublin. Seit 1967 engagierte er sich in der Una-Voce-Bewegung und war von 1992 bis 2005 Präsident der Una-Voce Deutschland.


25. Januar
Mihai Pacepa

Vor zehn Jahren, am 25. Januar 2007, schrieb der ehemalige rumänische Doppelagent Mihai Pacepa in der National Review, dass der KGB Rolf Hochhuth mit gefälschten Dokumenten über Pius XII. versorgt habe. Dessen Stück Der Stellvertreter sei Teil einer Desinformationskampagne des KGB namens Seat 12 gewesen. Doch da diese sensationelle Enthüllung nicht in die gegen Pius XII. gerichtete political correctness passte, blieb sie in den Medien fast unbeachtet.


24. Januar
Todesstrafe für Katholiken

Vor 400 Jahren, am 24. Januar 1617, führte Gustav II. Adolf (1611-1632) auf dem schwedischen Reichstag zu Orebro die Todesstrafe für die Konversion zum Katholizismus ein. Die schlimmsten Formen der Katholikendiskriminierung wurden 1860 abgeschafft. Volle Religionsfreiheit erhielten die Katholiken erst 1951.


22. Januar
Das Zitat

Der Himmel kennt keine Rachsucht. Für die guten und demütigen Herzen, die Unrecht und Schmähungen mit Freude oder Gleichmut ertragen, beginnt der Himmel schon auf dieser Welt; wer aber seinen Groll bewahrt, ist unglücklich. ... Es gibt Leute von großer äußerer Frömmigkeit, die bei dem geringsten Unrecht und der kleinsten Verleumdung sich betroffen und verletzt fühlen ...
Hl. Johannes Maria Vianney


22. Januar
Lucia Khambang

Vor 100 Jahren, am 22. Januar 1917, wurde in Viengkhuk, Thailand, die selige Lucia Khambang geboren. Am 26. Dezember 1940 wurde sie mit fünf anderen Frauen im Zuge der Christenverfolgung zu Tode gemartert. Diese Christenverfolgung richtete sich besonders gegen Katholiken: “Bischöfe, Priester und Ordensschwestern wurden wie Freiwild gejagt, katholische Kirchen und Kollegien wurden zerstört, kirchliches Eigentum wurde konfisziert, gläubige Katholiken wurden gezwungen, dem Glauben abzuschwören und zum Buddhismus überzutreten” (Holböck, Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Bd. 3, S. 156). Am 22. Oktober 1989 wurde Lucia mit sechs weiteren thailändischen Märtyrern seliggesprochen.


21. Januar
François-Léonor de Tournely

Vor 250 Jahren, am 21. Januar 1767, wurde in Ste-Marie-du-Bois bei Lassay (Departmeent Mayenne) François-Léonor de Tournely geboren. Als Seminarist in St-Sulpice floh er 1791 aus Frankreich und gründete 1794 in Löwen mit Charles de Broglie die Gesellschaft des heiligsten Herzens Jesu, die die Wiederherstellung des Jesuitenordens vorbereiten sollte. Von dort flüchtete er dann nach Leuteshofen bei Augsburg und 1796 nach Wien. Auf Schloss Hagenbrunn bei Wien starb er am 9. Juli 1797 im Ruf der Heiligkeit an Pocken.


21. Januar
Dominikaner

Vor 800 Jahren, am 21. Januar 1217, bestätigte Papst Honorius III. (1216-1227) den Predigerorden. Dieser war vom hl. Dominikus (1170-1221) gegründet worden, nachdem Bischof Fulko von Toulouse am 25. März 1215 ihn und seine Gefährten zu Predigern in seinem Bistum bestellt hatte.


17. Januar
Das Zitat

Niemand hat sichere Freude, als der das Zeugnis des guten Gewissens für sich hat. Und selbst diese Sicherheit war bei den größten Heiligen immer mit einer Fülle von Gottesfurcht vereint.
Nachfolge Christi


17. Januar
Gerold Schmitz

Vor fünf Jahren, am 17. Januar 2012, starb in Fulda im Alter von fast 86 Jahren der in Euskirchen geborene Franziskaner P. Gerold Schmitz OFM. P. Gerold komponierte Lieder, schrieb Bücher und war ein begeisternder Jugendseelsorger vor allem als Pfadfinderkurat. “Die Katholischen Pfadfinder Europas des Andreas Hönisch, denen er 1984 beitrat und die er förderte, schien ihm weit eher geeignet, den kirchlichen Pfadfindergeist in die Zukunft zu tragen als andere, wenn auch ältere. Er ging aber auch hier Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg, wenn es nach seinem Urteil im Sinne des Glaubens, der innerkirchlichen Gerechtigkeit und des geschwisterlichen Friedens erforderlich schien” (P. Robert Jauch OFM im pur-Magazin März 2012).


15. Januar
Eustachius Kugler

Vor 150 Jahren, am 15. Januar 1867, wurde in Neuhaus in der Oberpfalz Eustachius Kugler OH, der “Apostel des Sozialstaats”, geboren. 1893 trat er in Reichenbach bei den Barmherzigen Brüdern des hl. Johannes von Gott ein. Ab 1925 leitete er als Provinzial die Bayerische Provinz seines Ordens. 1929 baute er das Doppelkrankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg. Von den Nazis schikaniert, brach er 1937 nach einem besonders langen Verhör zusammen. 1943 überstand das Krankenhaus wie durch ein Wunder das Bombardement der Amerikaner. Während alle anderen im Luftschutzkeller ihre Zuflucht gesucht hatten, harrte Eustachius in der Kapelle aus. Er starb am 10. Juni 1946 an Krebs. Am 4. Oktober 2009 wurde er seliggesprochen. Seine tiefste Überzeugung war: “Der schnellste und sicherste Weg zur Vollkommenheit ist der Weg der Liebe.”


14. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

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Auf einer je eigenen Seite wurden untergebracht meine moderne Auslegung des Gleichnisses vom verlorenen Schaf und die gesammelten Beiträge zu Amoris laetitia. Das Zitat “Vergeben ist gesund” des Psychotherapeuten Klaus Hettmer findet man auf der einschlägigen Themenseite.


14. Januar
Walter Hoeres

Vor einem Jahr, am 14. Januar 2016, starb im Alter von 87 Jahren der Philosoph Walter Hoeres, der viele Jahre im Priesterseminar der Petrusbruderschaft in Wigratzbad Vorlesungen gab. Neben seiner umfangreichen philosophischen Publikationstätigkeit engagierte er sich auch leidenschaftlich im kirchlichen Bereich, z.B. durch die Gründung der Bewegung für Papst und Kirche im Jahre 1969. Auf kath-info ist von ihm sein Text über Adorno oder der zweideutige Fortschritt erschienen. Bei Theodor Adorno wurde er 1951 mit einer Arbeit über Husserls Phänomenologie promoviert.


13. Januar
Neues aus der Petrusbruderschaft

Über 20 Jahre nach Beginn unseres Kölner Apostolates konnte nun unser Haus in Köln-Lindenthal kanonisch errichtet werden.
Die Petrusbruderschaft bietet auch dieses Jahr wieder einen schönen Fotokalender an.

Themen

Engel
Englandreise
Entmytholog.
Entweltlichung
Erbsünde
Erlösung
Erneuerung
Evangelien
Evangelisierung
Evangelisierung II
Evangelium
Evolution
Exegese
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Falschlehrer
Familie
Familiensynode
Fasten
Fegefeuer
Fellay B.
Felix culpa
Flüchtlinge
Frau
Frauendiakonat
Freiheit u. Gnade
Fremde Sünden
Freundschaft
FSSP
FSSPX
Fundamentalismus
Gebet
Geburt Jesu
Gehsteigberatung
Geistbraus
geistliches Leben
Gender
Genderideologie
Gender Mainstr.
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Geschlecht
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Glauben
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