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* * *

29. Mai
Symbolik

oder Darstellung der dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten nach ihren Bekenntnisschriften

Von Johann Adam Möhler

123. Folge

Der Kardinal Nikolaus von Cusa bemerkt in einer seiner geistvollsten Schriften, vom Frieden, worin er Grundsätze zur Vereinigung aller Religionen in eine aufstellt: “Der Glaube allein rechtfertigt”, und fügt dann hinzu, “es muß aber der gestaltete Glaube sein, denn ohne Werke ist er tot” [161]. Vollständiger erklärt er sich in einer seiner Erregungen in folgender Weise: “Die Liebe, das belebende Prinzip (amor, qui est forma), welches den Glauben und das Vertrauen vollendet, ist es, welche ergreift, festhält und verwandelt. Von Christus wurde Erlösung verlangt, und er antwortete, der Glaube und das Vertrauen gewährten, was geliebt und gewünscht werde. Denn nichts wird sehnsuchtsvoll verlangt, außer was man liebt; wird also der Erlöser geliebt, so erlöst er: die Liebe mithin erlöst, denn es ist die Liebe des Erlösers. In der Liebe ist sonach der geliebte Gegenstand, daher auch der geliebte Erlöser in der Liebe.

[161] Nicol. Cusan. de pace fidei Dialog. Opp. Edit. Basil p. 876. Vis igitur, Deum in Christo nobis benedictionem promisisse vitae aeternae? - Sic volo. Quapropter oportet credere Deo prout Abraham credidit, ut sic credens justificetur cum fideli Abraham, ad assequendam repromissionem in uno semine Abrahae Christo Jesu, quae repromissio est divina benedictio, omne bonum in se complicans. - Vis igitur, quod sola fides illa justificet ad perceptionem aeternae vitae? ... Oportet autem, quod fides sit formata, nam sine operibus est mortua.

wird fortgesetzt

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28. Mai
Spaemann und die Anfänge der Petrusbruderschaft
Eine Richtigstellung

Für die Leser des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus möchte ich hier eine Richtigstellung veröffentlichten. In der Meldung der Juni-Ausgabe “Wir gratulieren Prof. Spaemann zum 90. Geburtstag” heißt es:
“So fand einer der zwölf Gründer, Pater Recktenwald, nach seinem Weggang von der Piusbruderschaft im Juli 1991 für etliche Wochen Asyl im Hause Spaemann.”

Diese Zeitangabe ist natürlich falsch. Es war im Sommer 1988. Am 30. Juni 1988 hatte Erzbischof Lefebvre die vier Bischöfe geweiht und damit den Bruch mit Rom vollzogen. Am selben Tag hatte ich die Niederlassung der Piusbruderschaft in Stuttgart-Feuerbach, wo ich als Seelsorger wirkte, verlassen. Am 18. Juli 1988 gründeten wir die Priesterbruderschaft St. Petrus. Von August bis November 1988 (im November wurde das Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad eröffnet) kam ich beim Ehepaar Spaemann in Stuttgart-Botnang unter. Während dieser Zeitspanne gab es sechs Wochen, in denen ich allein im Hause Spaemann wohnte, denn das Ehepaar machte drei Wochen Urlaub, und weil Robert Spaemann im Urlaub krank wurde, verlängerte sich die Zeit seiner Abwesenheit. Dieser Vertrauensbeweis hat mich immer sehr beeindruckt, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir uns erst am 15. August 1988 kennengelernt hatten. Das kam so: Prof. Spaemann hatte von der Gründung der Petrusbruderschaft erfahren und konnte über einen Pfarrer in Schwäbisch-Gmünd eine Kontaktadresse jener Gruppe von ca. 50 Gläubigen herausfinden, die ursprünglich zur Piusgemeinde in Feuerbach gehörten, dann sich aber der Petrusbruderschaft anschlossen und den von mir gefeierten Gottesdienst besuchten, weil sie den Schritt Erzbischof Lefebvres nicht mittragen konnten. Deshalb lud das Ehepaar Spaemann eine Runde der wichtigsten Leute, darunter Herrn Noll, den Seminaristen Bernd Gerstle und mich, zum Kennenlernen zu sich nach Hause ein. Das war am 15. August. Bei dieser Gelegenheit fragte mich Frau Spaemann, wo ich eigentlich wohne. Ich antwortete, dass heute der letzte Tag meiner Notunterkunft bei einer Familie in Oberstenfeld sei und ich keine Ahnung hätte, wie es weitergeht. Sofort folgte das Angebot, im Hause Spaemann unterzukommen. Bei Spaemann, der in Stuttgart wohnte, aber in München lehrte, begann ich dann im November mit einem zusätzlichen Philosophiestudium. Weitere Details aus der Geschichte der Petrusbruderschaft habe ich an anderer Stelle veröffentlicht, z.B hier.


28. Mai
Predigt

Auf soundcloud kann man sich meine Predigt zum Sonntag nach Christi Himmelfahrt anhören.


27. Mai
Peinlich und diffamierend

Doch der Abstand, den die Vollversammlung des Berliner Diözesanrates zu den Lebensrechtlern wahrt, ist nicht nur peinlich, er ist auch diffamierend. Wer selbst einmal am „Marsch für das Leben“ teilgenommen hat oder sich nur ein wenig mit der Arbeit der meist ehrenamtlich tätigen Lebensrechtler beschäftigt hat, weiß, dass die organisierten Berliner Laienkatholiken um Lebensrechtler bislang einen weiten Bogen gemacht haben müssen. Wäre es anders, wüssten sie, dass ein großer Teil derer, die einmal im Jahr zum „Marsch für das Leben“ in Berlin zusammenkommen, den Rest des Jahres über beeindruckende praktische Arbeit leisten. Viele von ihnen begleiten Frauen in Schwangerschaftskonflikten und oft weit darüber hinaus.

Stefan Rehder in seinem Kommentar Ungenügend differenziert? (Tagespost von heute) zur Entscheidung der Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin, den Berliner Marsch für das Leben nicht zu unterstützen.


27. Mai
CIC

Vor 100 Jahren, am 27. Mai 1917, promulgierte Papst Benedikt XV. mit der Konstitution Providentissima Mater Ecclesia den Codex Iuris Catholici (CIC), also das Gesetzbuch der Kirche des lateinischen Ritus, das dann am 19. Mai 1918 in Kraft trat. Den Auftrag zur Kodifizierung hatte der hl. Papst Pius X. am 19. März 1904 mit dem Motu Proprio Arduum sane munus gegeben. Es wurde am 27. November 1983 abgelöst vom neuen CIC, den Papst Johannes Paul II. am 15. Januar 1983 promulgiert hatte.


26. Mai
Unsere Liebe Frau von Walsingham

Von Carolin Holterhoff

Zweiter Teil

Diese Geschichte der Entstehung des Wallfahrtsortes Walsingham wird in der Pynson Ballad ausführlich beschrieben. Rycheldis wird darin als Herrin des Walsingham Manor bezeichnet. Mehr ist nicht über sie bekannt und sie taucht auch nicht in alten Dokumenten der Zeit auf. Die Ballade wurde zwar erst Ende des 15. Jahrhunderts gedruckt, aber sie war schon lange mündlich tradiert worden. Als Quelle wurde sie aber im 19. Jahrhundert als nicht glaubwürdiges Volksgut abgelehnt. Als neues Datum wurde das Jahr 1130 AD gegeben, da für diese Zeit in den Unterlagen eine Rycheldis de Faverches als Herrin des Walsingham Manor aufgeführt wurde. Weitere Beweise, die dieses Datum untermauern würden, gibt es nicht. Für die Glaubwürdigkeit der Ballade spricht allerdings, dass ein Teil der achtzehn Strophen vom Ende des 11. Jahrhunderts stammen muss, da sie die typischen Merkmale des Spätaltenglischen wie Vokabular, Syntax und Grammatik enthalten, während andere Strophen später gedichtet worden sein müssen, da sie starke Einflüsse des latinisierten Französisch der Normannen aufweisen. Sprachliche Besonderheiten des Mittelenglischen, also des frühen latinisierten Englischen, sind nicht vorhanden (Flint, Edith the Fair. S. 33 f).

Neueste Forschungen, die sich auf das Jahr 1061 AD stützen, kamen zu Ergebnissen, die zu einer interessanten These bezüglich der Identität der Rycheldis führten. Demnach war Rycheldis nur der Beiname einer Edith Swanneshals, (Schwanenhals), deren Familie Ländereien in und um Walsingham besaßen. Rycheldis ist eine Variante des Namens Rychold, der reich (rych) und schön (hold) bedeutet. Ihre Mutter Wulfhilda war eine Tochter König Aethelreds II. (978–1013 AD, 1014–1016 AD) und Halbschwester König Edwards des Bekenners (1042–1066 AD). Ediths Vater war entweder Ulfketel Snoring oder Thorkell Havi. Wulfhildas erster Mann, Ulfketel wurde in der Schlacht von Assundan 1016 von Thorkell, der dem Heer des dänischen Königs Canute (1016–1035 AD) angehörte und einer seiner wichtigsten Berater war, getötet. Nach skandinavischem Ehrenkodex heiratete Thorkell die Witwe Wulfhilda und übernahm die Ländereien aus dem Besitz Ulfketels. Vermutlich war Edith die Tochter Thorkells, da sie laut dem Testament ihrer Mutter einen Teil eben dieser Ländereien erbte (Flint, Edith the Fair. S. 79 ff, 101 ff).

Damit gehörte sie sowohl auf angelsächsischer als auch auf dänischer Seite dem Hochadel an. Der Name Rycheldis bezeichnete somit ihre erhabene Stellung in wirtschaftlicher/finanzieller und auch politischer/gesellschaftlicher Hinsicht, ebenso wie ihre Schönheit, die sich auch in ihrem Beinamen Swanneshals ausdrückt, der mit schön, elegant und graziös umschrieben werden kann.

Im Jahr 1042 AD heiratete Edith Harold Godwin, den zweiten Sohn des Godwin, Earl von Wessex, der ein wichtiger Mann Canutes war. Im gleichen Jahr hatte Edward der Bekenner den englischen Thron bestiegen; er war der Sohn Aethelreds und hatte während der Herrschaft Canutes und seiner Söhne im Exil in der Normandie gelebt. Er hatte nun die schwierige Aufgabe, den Frieden zwischen den Angelsachsen und den Skandinaviern zu bewahren. Die Heirat von Edith und Harold konnte dabei sehr hilfreich sein, da der Earl von Wessex ein ernstzunehmender Gegner auf skandinavischer Seite war. Außerdem heiratete Edward selbst Edith, eine Tochter Godwins. Ihren Bruder Harold ernannte er zum Earl von East Anglia; nach den Tod seines Vaters Godwin wurde Harold auch Earl of Wessex. Er wurde mit der Zeit nicht nur sein wichtigster Berater, sondern auch der reichste und mächtigste Mann nach dem englischen König selbst.

Aus der Ehe von Edith Swanneshals und Harold Godwin gingen sechs Kinder hervor. Beide waren fromme Christen und mit Bischof Stigand von Elmham und Winchester und Bischof Wulfstan von Worcester befreundet. Sie unterstützten viele Klöster und Kirchen und waren dort regelmäßig zu Gast. So auch in dem beliebten Wallfahrtsort Waltham Abbey, in dem ein heiliges Kreuz zu sehen war. Dieses war von einem von Canutes Männern gefunden und dorthin gebracht worden. Es stammte aus römischer Zeit und war anscheinend in der Bretagne angefertigt worden. Ihm wurden Wunderheilungen zugeschrieben. Es heißt, dass Canute von diesem Fund so tief bewegt war, dass er sich taufen ließ. Waltham Abbey ging schließlich an Edward, der es Harold Godwin übergab. Dieser ließ die Kirche erneuern und vergrößern. Sie wurde schließlich im Beisein des Königs 1060 AD geweiht.

Es heißt auch, dass Harold im selben Jahr erkrankte und zeitweise gelähmt war; nur seine Gebete und die seiner Freunde vor eben diesem Kreuz hätten zu seiner Genesung geführt (Flint, Edith the Fair. S. 129 f). Inwieweit dieses Ereignis mit der Vision von Walsingham zu tun hat, ist nicht klar, aber es ist zu vermuten, dass Edith sehr dankbar war, dass ihr Mann wieder gesund geworden war. In der Ballade wird erzählt, dass Rycheldis der Gottesmutter einen Dienst erweisen wollte. Zeitlich gesehen würde die Erscheinung der Gottesmutter in Walsingham im Jahr 1061 AD ins Bild passen.

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25. Mai
Die Abstürze des Jahres 2016

Die Aufsteiger des Jahres 2016 unter den kath-info-Artikeln habe ich schon bekanntgegeben. Es gibt natürlich auch das Umgekehrte. Welche Artikel haben die meisten Leser verloren? Das sagt natürlich nichts über die Qualität des Artikels aus, denn dieses Ranking ist kein Wertungsranking. Da die meisten Leser über Suchmaschinen auf kath-info kommen, sagt es lediglich etwas darüber aus, nach welchen Themen und Namen weniger gesucht wird und damit auch darüber, welche Regionen von kath-info mehr oder weniger unentdecktes Land sind. Ich gebe die Top 30 (von genau 600 Seiten) unter den Absteigern wieder in drei Schritten bekannt. In der rechten Spalte wird die Anzahl der Plätze angegeben, um die die Seite im Vergleich zum Vorjahr gefallen ist.

Platz Die Absteiger des Jahres 2016
Die Top 30: 1. Teil:
Die Plätze 1-10
gefallene Plätze
1

Peter Kreeft: Jesus, einzigartig

189
2

Recktenwald: Kardinal Lehmann über Missbrauch in der Kirche

182
3

Sabine Düren: Die hierokratische Zweigewaltenlehre. Eine Rezension

167
4

Max Scheler: Reue und Wiedergeburt

164
5

Max Jakob / Sigrid Undset / Pieter van der Meer de Walcheren

144
6

Manfred Spieker: Euthanasie - ein Bruch in der europäischen Rechtskultur

143
7

Anton Huonder: Pierre Joseph Marie Chaumonot SJ

140
8

Alfons Väth: Religiöse Wandlungen in Indien im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert

134
9

Recktenwald: Peter Bürgers verräterische Papstkritik

122
10

Kenneth Walker

122


24. Mai
Christi Himmelfahrt

Auf soundcloud kann man sich meine Predigt zu Christi Himmelfahrt anhören.


24. Mai
Polnisch

Mein Artikel Moral ohne Gott? ist jetzt auch auf Polnisch erschienen.


24. Mai
Zacarías Fernández Crespo

Vor 100 Jahren, am 24. Mai 1917, wurde der selige Zacarías Fernández Crespo geboren. Er trat bei den Passionisten ein und fand im Spanischen Bürgerkrieg am 23. Juli 1936 den Märtyrertod. Am 1. Oktober 1989 wurde er mit 25 weiteren Passionisten-Märtyrern seliggesprochen.


23. Mai
Der Herder-Verlag auf dem Weg in eine transhumanistische Zukunft

Im Philosophischen Literaturanzeiger (70/1/2017) bespricht der Philosoph Dr. Marcus Knaup ein Buch, an dem das Wunderlichste die Tatsache ist, dass es im einst renommierten katholischen Herder-Verlag erschienen ist. Denn das Buch Transhumanismus, “Die gefährlichste Idee der Welt” !? läuft tatsächlich auf ein Plädoyer für den Transhumanismus hinaus, also für das, was man Menschenzüchtung mit modernsten Mitteln nennen könnte. Der Autor Stefan Lorenz Sorgner wirbt z.B. für ein neues Familienbild: Frauen mit Gendefekten könne geholfen werden, indem ihre Eizelle entkernt und dann mit dem Zellkern einer anderen Frau präpariert werde. Das Kind hätte dann drei biologische Eltern. Selbstverständlich müssten auch lesbische Paare in den Genuss dieser Möglichkeiten kommen. Auf dem Hintergrund dieser und anderer solcher Zukunftsvisionen ist es nicht verwunderlich, dass Sorgner die Menschenwürde für ein überholtes Konzept hält. Verwunderlich dagegen ist es zu erfahren, dass Manuel Herder die Publikation persönlich ermöglicht habe. Die sechsseitige Rezension schließt mit den Worten: “Insofern mit einer Selbstverständlichkeit für eine liberale Eugenik plädiert, ein groteskes Bild vom Menschsein gezeichnet und mit dem Angriff auf den Gedanken der Menschenwürde ein Kern unseres Vernunftethos abgelehnt wird, ist es in der Tat ein gefährliches Buch, das mit ernsthafter Philosophie nichts zu tun hat.”


23. Mai
Das Zitat

Der Herr gab uns in der Frucht des Leibes der Frau nicht nur einen Erlöser, der den Tod durch den Tod besiegte, Er gab uns allen auch in der Frau selbst, der immerwährenden Jungfrau und Gottesmutter Maria, eine unaufhörliche Fürsprecherin bei ihrem Sohn, unserem Gott. Sie zertrat und zertritt in jedem Menschengeschlecht der Schlange den Kopf, eine unbesiegbare und unüberwindliche Beschützerin ist sie auch den verzweifeltsten Sündern. Die Mutter Gottes wird daher auch “Unheilbare Wunde der Dämonen” genannt, denn der Dämon kann keinen Menschen verderben, es sei denn der Mensch selbst läßt davon ab, bei der Hilfe der Gottesmutter seine Zuflucht zu nehmen.

Heiliger Seraphim von Sarov


22. Mai
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel von Ulrich Nersinger über die Kapuzinergruft der Via Veneto wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die beiden Zitate Spaemanns über die Gottesfurcht und über die Frage, warum sich Gott manchmal so lange bitten lässt, entnommen aus seinen Psalmenmeditationen, finden sich jetzt auf der Spaemannseite. Das Zitat Johann Hoffs über das Christentum als Auffangnetz für die Menschenwürde in einem atheistischen Zeitalter wurde auf die Seite Abdankungsseite platziert.


21. Mai
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

54. Folge

Erklären wir das im einzelnen.

Unser natürliches Verhältnis zu Gott, als unserem Schöpfer und Herrn, erklärt sich einfach aus der Unendlichkeit der göttlichen Natur und unserer Abhängigkeit von derselben. Darin allein, daß Gott das Sein selbst, das unendliche Sein ist, finden wir den Möglichkeitsgrund, das Ideal und das Motiv unseres Daseins. Weil Gott das Sein selbst ist, deshalb kann er endlichen Wesen das Dasein geben; in der Anschauung seiner Vollkommenheit findet er das Vorbild und Ideal ihrer Wesenheit, und in der Liebe zu dieser Vollkommenheit besitzt er den Beweggrund, dieselbe in Nachbildern zu vervielfältigen und zu verherrlichen.

1. Nicht so mit der Gnade der Kindschaft, mit der gnädigen Mitteilung der göttlichen Natur an die Geschöpfe. Die Macht, seine Natur nach außen mitzuteilen, Kinder aus Gnade zu zeugen, begreifen wir in Gott nicht auf Grund seiner Schöpfermacht, sondern als Korrelativ der unendlichen Zeugungskraft, durch die er seine Natur wesenhaft mitteilt und einen natürlichen, ihm gleichen Sohn zeugt. Nicht die Schöpfermacht, sondern nur die Zeugungskraft in Gott läßt uns die Zeugung von Adoptivkindern als möglich denken.

2. Schon die Idee der Adoptivkindschaft hat zu ihrer Voraussetzung die natürliche Sohnschaft. Wir würden uns nicht eigentlich als Adoptivkinder Gottes denken können, wenn uns nicht die natürliche Sohnschaft als das Ideal vorschwebte, dem wir durch die gnädige Adoption Gottes konfirmiert werden sollen; und Gott selbst kann die Idee, sich Adoptivkinder zu schaffen, aus keinem andern Ideale gewinnen als aus dem seines eigenen Sohnes. In der Tat lehrt uns auch der Glaube, daß er uns nach dem Bilde seines eingeborenen Sohnes zeugt und uns vorher bestimmt hat, ihm gleichförmig zu werden.

3. Weil aber das Ideal, ist die natürliche Kindschaft des Sohnes Gottes zugleich das Motiv für Gott, uns zu seinen Adoptivkindern anzunehmen. Nur deshalb, weil Gott einen Sohn in seinem Schoße besitzt, in dem er sich mit unendlicher Liebe wohlgefällt, kann er sich auch bewogen fühlen, das Bild, welches er in seinem Schoße trägt, außer sich zu vervielfältigen und dadurch sowohl seine unendliche Zeugungskraft, als auch seinen Sohn selbst, der in jedem seiner Brüder wiedergeboren wird, desto mehr zu verherrlichen. Die Kreaturen kann er mit väterlicher Liebe nur in seinem eingeborenen Sohn umfangen; nur die Liebe, die er zu diesem trägt, kann für die Kreatur so fruchtbar werden, daß sie dieselbe in seinen Schoß emporträgt und zu seinem übernatürlichen Ebenbild macht. -

Nichts ist also so wahr, als daß die Lehre von der Zeugung des Sohnes Gottes aus dem Vater allein uns den Schlüssel gibt zum Verständnisse unserer Erhebung zu Kindern Gottes, und wir brauchen daher keinen Anstand zu nehmen, zu behaupten, daß Gott eben deshalb, um uns über unser übernatürliches Verhältnis zu ihm aufzuklären, das Innere der Dreifaltigkeit offenbart habe. Er gibt sich uns nicht nur als Gott, sondern als Vater kund, damit wir erkennen, wie und warum er auch unser Vater sein kann und sein will; und wenn er von uns das gläubige Bekenntnis verlangt, daß er Vater seines eingeborenen Sohnes sei, so will er, daß wir eben damit ihn auch als unsern Vater aussprechen und bekennen; wenn er verlangt, daß wir an seinen Sohn glauben, so will er, daß wir eben damit auch uns als seine Kinder bekennen. Aber wie wurzelt denn, wird man fragen, unsere Adoption zu Kindern Gottes in der Prozession des Heiligen Geistes?

Sie wurzelt schon deshalb in dieser, weil sie in dem Ausgang des Sohnes vom Vater und in dessen Verhältnis zum Vater wurzelt. Denn dieses Verhältnis schließt wesentlich die Prozession des Heiligen Geistes, in dem Vater und Sohn ihre Einheit besiegeln, ein und ist nur in und mit derselben vollkommen erkennbar. Da die ganze Trinität einen einzigen unteilbaren Organismus bildet, so muß die Bedeutung, die wir einem Teile desselben zuschreiben, auch dem Ganzen, folglich auch wenigstens mittelbar, dem andern Teile beigelegt werden.

Allein die Beziehung des zweiten Ausgangs in Gott auf die Gnade der Kindschaft ist überdies eine unmittelbare, teilweise noch mehr unmittelbare als die des ersten. Die Mitteilung der göttlichen Natur an die Geschöpfe geht nämlich nicht auf dem Wege der Natur von Gott aus, sondern auf dem Wege der Liebe, der Gabe, der Freigebigkeit. Was den Modus anbelangt, in dem sie vollzogen wird, hat sie also ihr Ideal und ihren Möglichkeitsgrund mehr in dem Ausgang des Heiligen Geistes aus Vater und Sohn, als im Ausgang des Sohnes.

Im Sohne erkennen wir nämlich bloß eine Mitteilung der göttlichen Natur auf dem Wege der Natur durch eigentliche Zeugung, während wir als Adoptivkinder nicht durch Zeugung, sondern durch reine Gnade und Liebe dieselbe erhalten. Für diesen Weg der Mitteilung finden wir die Wurzel nur in demjenigen innergöttlichen Prozesse, der selbst auf dem Wege der reinen, wenn auch notwendigen Liebe und Freigebigkeit die göttliche Natur mitteilt. Der Heilige Geist, als die erste vollkommenste und innerste Frucht der sich selbst mitteilenden göttlichen Liebe, ist der Keim und die Wurzel aller übrigen Früchte, die Gott durch diese seine Liebe hervorbringt. In seinem Ausgang erkennen wir nach einer andern Seite als beim Sohne den Möglichkeitsgrund einer weiteren Mitteilung der göttlichen Natur durch herablassende Liebe, das vollkommene Ideal des in endlichen Bächen nach außen hervortretenden Liebesergusses und zugleich das Motiv, die Liebe des Vaters zum Sohne, die sich im Heiligen Geiste schon so unendlich fruchtbar und wonnereich geoffenbart hat, noch weiter über das Innere der Gottheit hinaus an den Geschöpfen zu offenbaren.

Wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


19. Mai
Kenneth Walker

Vor fünf Jahren, am 19. Mai 2012, wurde der ermordete P. Kenneth Walker FSSP (1985-2014) zum Priester geweiht.


14. Mai
Predigt vom 4. Sonntag nach Ostern


14. Mai
Carlos Liviero

Vor 10 Jahren, am 17. Mai 2007, wurde Bischof Carlos Liviero (1866-1932) von Citta di Castello seliggesprochen. Er arbeitete nach dem Motto “Seelen retten, egal, was es kostet!”, und die Diözese blühte auf.


14. Mai
Peter Koslowski

Vor fünf Jahren, am 15. Mai 2012, starb im Alter von 59 Jahren der Philosoph Peter Koslowski. Er war ein Schüler Robert Spaemanns, Gründer des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover, “eine unbestrittene Autorität auf dem Gebiet der Wirtschaftsethik” (Reinhard Neck) und Autor u.a. des Werkes Ethik der Banken, in dem er “einen substantiellen Beitrag zur Kritik der ökonomischen Theorie” (Christian Geyer in der FAZ vom 17. Mai 2012) leistete.


14. Mai
Patrona Bavariae

Vor 100 Jahren, am 14. Mai 1917, wurde zum ersten Mal in allen bayerischen Diözesen das Fest Patrona Bavariae gefeiert.


13. Mai
Bischofsweihe

Vor 100 Jahren, am 13. Mai 1917, wurde Eugenio Pacelli (1876-1958), der spätere Papst Pius XII., von Papst Benedikt XV. in der Sixtinischen Kapelle zum Bischof geweiht.


13. Mai
Fatima

Vor 100 Jahren, am 13. Mai 1917, war die erste Erscheinung von Fatima. Unter anderem fragte die Muttergottes die Seherkinder, ob sie bereit seien, zur Sühne für die vielen Sünden und zur Bekehrung der Sünder jedes Opfer zu bringen und jedes Leiden anzunehmen. Alle drei Seherkinder stimmten sofort mit Begeisterung zu. Die Muttergottes freute sich über diese Großherzigkeit und zeigte dies auf folgende Weise: Sie öffnete ihre gefalteten Hände und ließ ein geheimnisvolles Licht über sie ausstrahlen. Lucia berichtet, dass dieses Licht so mild und intensiv war, dass es bis ins Innerste der Seele drang. “In diesem Licht sahen wir uns selbst in Gott, klarer, als man sich im hellsten Spiegel sieht.”


12. Mai
Wolfgang Kluxen

Vor zehn Jahren, am 12. Mai 2007, starb in Bonn im Alter von 84 Jahren der Philosoph Wolfgang Kluxen. Von 1969 bis 1988 hatte er in Bonn gelehrt. Er war ein Kenner der mittelalterlichen Philosophie, besonders des hl. Thomas von Aquin.


11. Mai
Das Zitat

Dort, zwischen dem Gewölk über einem dunklen Felsen hoch oben im Gebirge, sah Sam eine Weile einen weißen Stern funkeln. Seine Schönheit griff ihm ans Herz, als er aufschaute aus dem verlassenen Land, und er schöpfte wieder Hoffnung. Denn wie ein Pfeil, klar und kalt, durchfuhr ihn der Gedanke, daß letztlich der Schatten nur eine kleine und vorübergehende Sache sei: es gab Licht und hehre Schönheit, die auf immer außerhalb seiner Reichweite waren.

J. R. R. Tolkien, Der Herr der Ringe, Dritter Band: Die Rückkehr des Königs, Kapitel „Das Land des Schattens“


11. Mai
Antonio Galvao

Vor zehn Jahren, am 11. Mai 2007, wurde Antonio Galvao OFM (1739-1822) als erster Brasilianer heiliggesprochen. Er war Franziskaner und setzte sich unermüdlich für die Armen ein. Er hatte die Charismen der Heilung und der Seelenschau und gilt besonders als Helfer bei schwierigen Schwangerschaften.
In der Predigt zu seiner Heiligsprechung sagte Papst Benedikt XVI. unter anderem: “Er war ein gesuchter Beichtvater, weil er eifrig, weise und klug war. Ein Wesenszug dessen, der wirklich liebt, ist es, daß er nicht will, daß der Geliebte Schaden leidet; die Bekehrung der Sünder war deshalb die große Leidenschaft unseres Heiligen. Schwester Helena Maria, die erste »Ordensfrau«, die bestimmt war, den Anfang für das »Recolhimento de Nossa Senhora da Conçeicão« zu setzen, hat bezeugt, was Frei Galvão gesagt hatte: »Bittet Gott, unsern Herrn, daß er die Sünder mit seinem mächtigen Arm aus dem furchtbaren Abgrund der Sünden hebt, in dem sie sich befinden.« Möge uns diese liebevolle Mahnung als Anregung dienen, damit wir in der Göttlichen Barmherzigkeit den Weg zur Versöhnung mit Gott und mit dem Nächsten und zum Frieden unserer Gewissen erkennen.”


10. Mai
Entzauberung der Werte?

Eine Aufklärung über Aufklärer

Von P. Engelbert Recktenwald

Zweiter und letzter Teil

“Gut” und “böse” lösen sich also in Wohlgefallen auf. Das ist für den Materialisten nur folgerichtig. Denn diese Werte sind ja keine materiellen Eigenschaften, die man wahrnehmen oder messen kann. Sie sind dem rein naturwissenschaftlichen Zugriff entzogen. Kein Mikroskop und kein Teleskop werden sie jemals entdecken. Werte sind keine, wie man in der Philosophie sagt, “natürliche” Eigenschaften. In dieser Sprechweise steht “natürlich” nicht als Gegenbegriff zu “übernatürlich”. Vielmehr soll damit gesagt sein, dass es sich nicht um empirische (also physikalische, chemische oder biologische) Eigenschaften im Sinne der Naturwissenschaften handelt. Sobald aber ein Naturwissenschaftler den Anspruch erhebt, mit seinen Methoden das Ganze der Realität erkennen und beschreiben zu können, folgt aus der Negierung der Natürlichkeit der Werte sofort die Leugnung ihrer Realität.

Daraus folgt eine kopernikanische Wende im Verhältnis von Wert und affektiver Stellungnahme: Wir sind über eine Tat nicht entrüstet, weil wir sie als böse erkannt haben, sondern umgekehrt: Weil wir uns über eine Tat entrüsten, halten wir sie für böse. Dass wir uns aber über sie entrüsten, ist nichts anderes als das Ergebnis der Dressur, der uns die Evolution mittels unserer Gene unterworfen hat. Man nennt diese philosophische Position Naturalismus. Sie naturalisiert die Moral und lässt von ihr nur übrig, was in den Bereich der Biologie fällt. Wilson spricht sogar davon, die Ethik zu biologisieren und sie den Philosophen zeitweise aus der Hand zu nehmen.

Nehmen wir das einmal ernst und übertragen es auf unser Eingangsbeispiel, dann bedeutet dies: Von einem aufgeklärten Standpunkt aus betrachtet ist das verbrecherische Verhalten der Nazis genau so viel wert wie der Widerstand der Weißen Rose. Beide Verhaltensweisen liegen deshalb auf der gleichen moralischen Ebene, weil es diese moralische Ebene in Wirklichkeit gar nicht gibt. Sie ist nur von uns in das an sich völlig wertneutrale Geschehen hineinprojiziert. Das Verhalten der Weißen Rose ist nicht in sich gut und lobenswert, sondern wir sind lediglich so programmiert, dass wir es für lobenswert halten. Dieser Annahme entspricht aber kein Wert auf der Objektseite. Es ist nicht so, dass dieses Verhalten aufgrund seiner inneren moralischen Qualität unser Lob verdient, sondern aufgrund unseres Drangs, ein solches Verhalten zu loben, projizieren wir eine moralische Qualität in dieses Verhalten hinein, die es objektiv, unabhängig von uns, gar nicht gibt.

Die Folgen für den Begriff des Gewissens liegen auf der Hand. Das Gewissen ist dann nicht mehr ein Teil unserer Vernunft, ein Erkenntnisorgan, das uns mit der Wirklichkeit der Werte in Kontakt bringt, sondern ein moralisches Gefühl, das uns, wie z.B. Dawkins meint, ähnlich zu bestimmten Taten antreibt wie der Sexual- oder Fresstrieb.

Sobald ich aber in dieser Weise von den Herren Dawkins und Schmidt-Salomon aufgeklärt bin, stellt sich mir die Frage: Warum soll ich im Konfliktfall, z. B. als Pädophiler, eher meinem Gewissenstrieb als meinem Sexualtrieb folgen? Vom aufgeklärten Standpunkt aus gibt es zwischen Kindesmissbrauch und jedem anderen Verhalten keinen moralischen Unterschied mehr. Denn wenn ich darüber aufgeklärt worden bin, dass es das Gute gar nicht gibt, dann hat das Gewissen, das mir das Gute zu tun befiehlt, keine moralische Kraft mehr. Das Gewissen ist ein Trieb wie jeder andere auch, und es gibt keinen moralischen Grund mehr, warum ich dann nicht einfach dem stärkeren Trieb nachgebe. Natürlich wird sich der Pädophile das gründlich überlegen, denn im Fall seiner Entdeckung steht sein soziales Prestige auf dem Spiel. Aber diese Abwägung hat nichts mit moralischer Gewissensentscheidung zu tun. Wenn Moral und Gewissen erst einmal als Illusion entlarvt sind, bleibt als Handlungskriterien nur noch das egoistische Kalkül oder willkürliches Handeln nach Lust und Laune ohne inneren moralischen Kompass.

Schmidt-Salomon spricht lieber vom “moralisch erhobenen Zeigefinger” als vom Gewissen. Das macht sich bei der Abschaffung dieser moralischen Instanz besser. Dennoch will er weiterhin der “Banalität des Übels” entgegentreten. Aber wie? Nicht mehr durch Moralpredigten, sondern durch technische Veränderungen, die die “unbewussten Verhaltensroutinen menschlicher Hirne” beeinflussen sollen. So schnell kann sich also der hehre Anspruch der Aufklärer wandeln: Die Aufklärung weicht der technischen Manipulation. Nicht durch Gewinnung neuer Einsichten, sondern durch die Manipulation des Unbewussten soll es zur menschlichen Verhaltensbesserung kommen. Das ist nur konsequent, wenn man die Verantwortlichkeit des Menschen leugnet. Doch wer ist eigentlich das Subjekt dieser Manipulation? Unbewusste Verhaltensroutinen von Hirnen? Welcher Hirne? Und wem soll die Macht zu dieser Manipulation eingeräumt werden? Wem können wir vertrauen, dass er mit dieser Macht verantwortungsvoll umgeht? Doch wie kann jemand mit ihr verantwortungsvoll umgehen, wenn der Mensch zur Verantwortlichkeit gar nicht fähig ist? Schmidt-Salomon ist ein Paradebeispiel für das alte Diktum, dass die naturalisierende Aufklärung sich selber aufhebt. Es ist die Abschaffung der Vernunft im Namen der Vernunft.

Doch so ganz kann sich Schmidt-Salomon selber nicht an seine eigene Maxime halten, moralische Appelle zu unterlassen: Er rät den “Hirnen”, “sich vielleicht doch etwas intensiver mit der Aufhebung der Willensfreiheitshypothese und der damit einhergehenden Entzauberung von Gut und Böse zu befassen.” Er rät also Wesen, die zu freiem Handeln aus Einsicht nicht fähig sind, aus Einsicht zu handeln. Wie man sieht, gehört auch Schmidt-Salomon zu den vielen Naturalisten, die ihre Theorie nicht durchziehen können. Sie nehmen das, was sie leugnen, für sich selbst in Anspruch. Sie leben in einem ständigen performativen Widerspruch. Das hat seinen Grund darin, dass sie trotz ihrer Leugnung der menschlichen Natur Menschen bleiben, die verantwortlich und moralisch handeln, denken und sprechen. Insofern bleibt auch bei den Naturalisten ein untilgbarer Rest jener Weisheit, von der Szczypiorski sprach. Kraft dieser hartnäckigen Weisheit werden die Naturalisten selber zur besten Widerlegung des Naturalismus.

Der Artikel erschien zuerst im Vatican-Magazin 11/2014

Zum ersten Teil.


9. Mai
Jahresranking: Die Aufsteiger des Jahres: Die Top 30

Welche von den genau 600 Seiten, die keine Neueinsteiger sind, haben 2016 im Ranking die größten Sprünge nach oben gemacht? Ich gebe die Top 30 in drei Schritten bekannt. Hier kommen die Plätze 21 bis 30. In der rechten Spalte ist die Anzahl der Plätze angegeben, um welche die jeweilige Seite im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Platz Die Aufsteiger des Jahres 2016
Die Top 30: 3. Teil:
Die Plätze 21-30
gestie-
gene Plätze
21

Möhler: Symbolik, 3. Seite

108
22

Petra Kehl: Die Fantasie verchristlichen

106
23

Recktenwald: Die Liebe - Wahrheit oder Schein?

100
24

W. Eberschweiler: Das apostolische Herz

97
25

Erich Fink: Bruno Cornacchiola

93
26

Julius Bachem: Die preußische Kirchenpolitik bis z. 19. Jh.

91
27

Johannes Jörgensen. Von "Luzifer" zu Franziskus

90
28

Recktenwald: Edmund Husserl

89
29

Anton Huonder: Der selige Rudolf Aquaviva S. J.

88
30

Märtyrer in Korea

85

Zu den Top 20


8. Mai
Karl Graf Ballestrem

Vor zehn Jahren, am 8. Mai 2007, starb in Eichstätt im Alter von 67 Jahren der Philosoph und Politikwissenschaftler Karl Graf Ballestrem. Er promovierte bei dem berühmten Logiker Joseph Maria Bocheński. Von 1984 bis 2003 hatte er den Lehrstuhl für Politikwissenschaft II an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt inne. Die Karl-Ballestrem-Stiftung unterhält die katholische Medienakademie MAKA.


8. Mai
François Trochu

Vor 50 Jahren, am 8. Mai 1967, starb im Alter von 89 Jahren der Hagiograph François Trochu. Seine Biographie über den hl. Pfarrer von Ars gilt als die beste über ihn.


7. Mai
Versuch einer Theodizee

Von Theodor Haecker

Fünfzehnte Folge und letzte Folge

Dort erst wird uns licht werden das Wie der Lösung der dichten Tragik dieser Welt, während uns vor diesem durch die Gnade offenbarten mystischen Wissen Theologie und Metaphysik nur dunkel, aber doch gewiß, sehen läßt das »daß« der Lösung des Tragischen. Freilich ist nicht zu vergessen, daß auch ein »daß« niemals auch nur bemerkt werden kann, es sei denn in einem wenn auch noch so blassen, durch millionenfache Spiegelung getrübten Schimmer des »Was«. So ist es besser und wahrer, zu sagen, daß uns nicht so sehr Theologie und Metaphysik über dem Abgrund der Tragik und Leiden und Verzweiflung dieser Welt halten wie vielmehr der reale übernatürliche Glaube und die zu ihm gehören: die Hoffnung und die Liebe. Und das ist das Ende.

Und am Ende werde ich wiederkommen, sagt nun mein unheimlicher Zuhörer: Glauben Sie an die Hölle? - Das ist nicht schwer, und wenn wir beide in etwas einig sind, dann darin. Denn das habe ich schon lange gemerkt, daß Sie einfach fasziniert sind von der Hölle. - Treiben Sie keine Psychologie, bitte, das ist zu billig. Sagen Sie mir lieber: glauben Sie an die Ewigkeit der Hölle? - Ja, aber ich weiß nicht, was Ewigkeit eigentlich ist. - Fein, wie Sie sich ausreden wollen. Sie verstehen aber ganz gut, was ich meine, und wenn einer vom ewigen Leben redet, dann würden. Sie wahrscheinlich keine solche reservatio intellectus deficientis machen. - Das kann sein, ich will ganz ehrlich mit Ihnen sein, aber nicht deshalb, weil mir hier der Begriff der Ewigkeit klarer wäre; er ist es nicht. - Warum dann? - Nun, das kann ich Ihnen genau sagen mit einer solchen unerschütterlichen Gewißheit, ohne das geringste zweideutige Zaudern; einfach weil die ewige Seligkeit das bei weitem Natürlichere ist, das Primäre, das Positive, das notwendig vor dem Negativen ist. Aber mein Satz, daß ich nicht weiß, was Ewigkeit ist, ist ernst gemeint. Ich weiß also nicht, ob Ewigkeit als solche zur Hölle etwas hinzufügt oder nicht, so wenig ich weiß, ob sie etwas zur Seligkeit hinzufügt. - Ich kenne diese Spekulationen auch. Sie lenken uns ab. Also die Hölle, die ewige, ist ein unveränderlicher Zustand. Nun stellen Sie sich vor, es sei einer selig im Himmel und gewahre, meinetwegen plötzlich, da er vorher in Ekstase war, die Unseligkeit der Hölle; können Sie sich vorstellen, daß über seine Seligkeit gar kein Schatten fällt? - Nein, das kann ich nicht, aber ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie es im Himmel und in der Hölle ist. An der Schwelle der Dogmatik sind die Vorstellungen zu entlassen; es gehört nicht jede Höllenpredigt oder jedes Bild des Höllenbreughel in die Dogmatik. - Gut, aber die Hölle »ist«. Ist sie nicht eine partielle Ohnmacht Gottes? Und wie reimt sich Ohnmacht auf Allmacht? - Wenn schon so menschlich geredet sein soll, so würde ich sagen, sie ist die Ohnmacht der allmächtig und frei sich gefangen nehmenden Allmacht, also immer Allmacht, der durch die Liebe sich bindenden Allmacht, die nicht Marionetten geschaffen hat, sondern Engel und Menschen im modus der Freiheit, die ein großes Mysterium ist. - Glauben Sie nicht, daß manch einer im Zustand der Hölle auf dieses unheimliche - hat es sich nicht gezeigt, daß der Mensch in der Freiheit sich nicht daheim fühlt, möchte er nicht lieber unter dem Zwange leben? - Geschenk der Freiheit verzichten möchte? - Es ist gut, daß Sie diese Frage stellen! Ich glaube nicht einmal. Ich glaube, der Teufel unterwirft sich in dieser elementarsten Seinsfrage freiwillig der Liebe Gottes, der ein Gott der Lebendigen ist und ein Gott des Seins, nicht der Toten und des Nichts: der Teufel selber will nicht nicht sein, wenn er auch in einer vollkommenen Absurdität möchte, daß Gott nicht sei. Er will nicht vernichtet werden. Gott ist die Liebe. Seine Allmacht könnte die Hölle und alles, was in ihr ist, vernichten. Er erhält sie. Wir sind im Herzen des Mysteriums Gottes und Seiner Schöpfung, des Seins und der Liebe, im Herzen aber auch des Mysteriums des Bösen. Und vergessen Sie nicht: das mysterium iniquitatis ist real das Mysterium eines Engels, also eines Geschöpfes, es steht unter dem Mysterium des unerschaffenen Lichtes, der Deitas. Daß Gott jemals aufhören könnte, ein Wesen, das er erschaffen und ins Dasein gerufen hat, zu lieben, ist ein schlechthin unmöglicher Satz. Dann ist auch der Satz vom Widerspruch aufgehoben. Dann kann einer auch sagen: Gott ist nicht Gott, oder das Sein ist Nichtsein. Dann sagt einer überhaupt nichts mehr. Dann hackt einer Wörtern den Kopf ab. Kein Vater und keine Mutter geben ihren Kindern Wesen und Dasein, was nur der Schöpfergott Selber kann, und dennoch sind sie, die nur Fortpflanzer des Wesens, nur Anlässe, nicht Ursachen des Daseins ihrer Kinder sind, uns verhaßt und widergöttlich, wenn sie ihre Kinder, was sie auch getan haben mögen, wie sie auch sein mögen, bis auf den letzten Grund und ohne Rest hassen. Wir sind in einem Felde, wo falsche Bilder Unrecht tun. In Gott ist kein Haß. Auf keine Kreatur. Der Haß ist mit der Sünde geboren. In der Kreatur kann es darum einen heiligen Haß geben - auf die Sünde nämlich, die geschaffen ist von der Kreatur. Von Gott kann man nicht einmal, wenigstens nicht im Sinne eines Affektes, sagen, daß er die Sünde hasse, die in keiner Weise Seine Schöpfung ist. Gott ist in Seinem trinitarischen Sein und Dasein die Liebe und zu Seiner Schöpfung die Barmherzigkeit und, merken Sie wohl: Gott ist unveränderlich. Nichts, weder im Himmel, noch auf Erden, noch in der Hölle, kann daran etwas ändern. Im Lichte dieser Unveränderlichkeit, also der unveränderlichen Liebe, welche die Gerechtigkeit voraussetzt, wird uns Ihre Frage beantwortet werden. Keine Theodizee, die ein armer unwissender Mensch gibt, soll Sie überzeugen. Gott Selber wird Sie überzeugen. Und Gott IST die Liebe.

Zum bisher Erschienenen


6. Mai
Das Zitat

Niemand auf der ganzen Welt vermag die Wahrheit zu verändern. Wir können nur eines: sie suchen, sie finden und ihr dienen.

Hl. Maximilian Kolbe


6. Mai
Johann Kaspar Aiblinger

Vor 150 Jahren, am 6. Mai 1867, starb in München im Alter von 88 Jahren der Kirchenkomponist Johann Kaspar Aiblinger. Er gehörte mit M. Hauber und K. Ett zur “Münchener kirchenmusikalischen Reformbewegung, die er seit 1837 an der Allerheiligenhofkirche verwirklichte” (LthK, 2. Auflage).


5. Mai
Gegen den Wertrelativismus

Wenn man einmal eingesehen hat, dass der Wertrelativismus etwas ist, was wir letztendlich alle nicht wünschen können, dann werden wir eben anders denken. Wenn die Leute sagen, die Nationalsozialisten hatten eben andere Werte als wir, als sie Auschwitz zuließen, na gut, das ist gegen unsere Werte, aber das waren damals die Werte und das eine ist so gut wie das andere, dann empört sich aber doch etwas in uns dagegen. Den konsequenten Wertrelativismus denken nur wenige Menschen. Es geht nicht um eine Über- und Unterordnung. Das Ethische existiert überhaupt nicht mehr, wenn man es nicht als den letzten gültigen Maßstab betrachtet.

Robert Spaemann im Gespräch mit Stefan Groß, The European am 12. Februar 2016


5. Mai
Robert Spaemann

Heute wird der Philosoph Robert Spaemann 90 Jahre alt. Aus diesem Anlass gibt sein Verlag, Klett-Cotta, sein ethisches Hauptwerk Glück und Wohlwollen als Taschenbuch heraus. Absolute Leseempfehlung! “Meisterwerke sprachlicher Klarheit wie auch immenser Verdichtung einer 2500-jährigen Tradition” nennt Thomas Meyer in der SZ von heute die beiden Bücher Glück und Wohlwollen und Personen. Spaemanns Aufsätze und Bücher gehören “zum Lesbarsten, was die deutsche Philosophie der Gegenwart hervorgebracht hat”, meinte vor zehn Jahren Henning Ritter in einem Beitrag der FAZ zum 80. Geburtstag von Robert Spaemann.


3. Mai
Monatsranking April 2017

Man erkennt sofort - kirchenjahresbedingt - den Aufsteiger des Monats.

Platz Monatsranking April 2017
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von 639 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+/- 0
2

Emmaus einst und heute / Das brennende Herz

+ 28
3

In-vitro-Fertilisation

+/- 0
10

Der Streit um das Konzil

+ 4
20

Georg May: Falschlehrer der Kirche

+ 1
30

Johannes Paul II.: Was bedeutet Schöpfung?

- 5
40

Über Karl Rahner

+ 23
50

Recktenwald: Ist ohne Gott alles erlaubt?

- 24
60

Recktenwald: Moral ohne Gott?

- 4
100

Josef Pieper: Was heißt philosophieren?

- 7

Zum Ranking der Vormonate


2. Mai
Rosenkranz

Zum Jubiläumsjahr der Marien-Erscheinungen von Fatima möchte die Priesterbruderschaft St. Petrus das Apostolat und das Anliegen Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz fördern und hat deshalb Rosenkränze anfertigen lassen. Blau ist nicht nur die Farbe der Bruderschaft, sondern auch die Farbe der Muttergottes. Das Herzstück zeigt auf der Vorderseite das Bild der Fatima-Madonna, auf der Rückseite das Wappen der Petrusbruderschaft.
Wer den Rosenkranz betrachtet und betet, der hat den ganzen katholischen Glauben in einer einzigen Hand, wie es einmal Joachim Kardinal Meisner einem russlanddeutschen Katholiken in Erfurt bestätigte, der ihn danach fragte, welche Glaubenswahrheiten sie den Kindern weitergeben müssten, damit diese das ewige Heil erlangten (Fastenhirtenbrief des Jahres 2003).
Mögen diese Rosenkränze in die Hände eifriger Beter gelangen: zum Gebet für die Bekehrung der Sünder und für den Frieden in der Welt!
In Online-Shop der Petrusbruderschaft kann der Rosenkranz bestellt werden.


2. Mai
Alejo de Meneses

Vor 400 Jahren, am 2. Mai 1617, starb in Madrid im Alter von 58 Jahren Erzbischof Alejo de Meneses OESA. 1595 wurde er Erzbischof von Goa und hielt 1599 die Unionssynode von Diamper, die die Thomaschristen betraf. Er war ein “großer Förderer der Missionen in Indien, Äthiopien, Arabien, Persien und Armenien” (LThK, 2. Auflage). 1607 wurde er für zwei Jahre Vizekönig von Indien, 1610 Erzbischof von Braga und Primas von Portugal, 1614 Vizekönig von Portugal, 1615 Erzkaplan von Philipp III.


1. Mai
Magnus Klein

Vor 300 Jahren, am 1. Mai 1717, wurde in Wasserhofen, Kärnten, Magnus Klein OSB geboren. Er trat 1738 in den Benediktinerorden ein und wurde 1768 Abt von Göttweig, “einer der bedeutendsten Äbte des Stiftes” (LThK, 2. Auflage). Er starb am 25. November 1783 in Göttweig.


30. April
Rosenkranz versus Glaubensvernichtung

Nach dem Totalausfall der christlichen Katechese an der Universität, der Schule und den Elternhäusern der letzten Generation macht der Rosenkranz heute nichts anderes, als das christliche Zentralgeheimnis der unglaublichen Menschwerdung Gottes in Jesus von Nazareth und seine Heilstaten, seine Passion und Auferstehung von den Toten immer neu zu umkreisen und aus verschiedenen Winkeln neu zu betrachten – wo dieser Glaube innerhalb und außerhalb der Kirche von allen Seiten von der Vernichtung bedroht wird.

Aus: Paul Badde, Die 20 Geheimnisse von Fatima, erschienen in der Extra-Ausgabe des Pur-Magazins zu “100 Jahre Fatima” zum Fatima-Jubiläum in diesem Jahr.


30. April
Ignatij Briantschaninow

Vor 150 Jahren, am 30. April 1867, starb im Nikolo-Babajewsker Kloster im Alter von etwa 60 Jahren der Starez Ignatij Briantschaninow. Nach einer Offizierslaufbahn wurde er Novize und Einsiedler im Alexandro-Swirsker Kloster. 1831 zum Priester geweiht, wurde er 1857 Bischof von Stawropol und Kaukasus. 1861 zog er sich ins Nikolo-Babajewsker Kloster zurück.


29. April
Das Zitat

Lassen Sie sich niemals niederdrücken durch den Gedanken an Ihre Erbärmlichkeiten. Der große heilige Paulus sagt: ‚Wo die Sünde schwillt, da ist die Gnade überschwellend geworden’. So ist die schwächste, ja sogar die schuldigste Seele diejenige, die am meisten Grund hat zu hoffen, und dieser Akt, mit dem sie sich selber aufgibt und in die Arme Gottes wirft, verherrlicht ihn mehr und gibt ihm mehr Freude als alle ihre Selbstbetrachtungen und Gewissenserforschungen, die nur bewirken, dass sie mit ihren Schwächen zusammen lebt, während sie doch inmitten ihrer selbst einen Erlöser besitzt, der sie jeden Augenblick reinigen kommt...Es ist doch sehr tröstlich, nicht wahr, zu denken, dass der, der uns richten soll, in uns wohnt, um uns immerfort von unseren Armseligkeiten zu retten und uns zu verzeihen...Du musst das Wort Entmutigung aus deinem Wörterbuch streichen. Je mehr du deine Schwäche fühlst,...erinnere dich, dass ‚ein Abgrund dem anderen zuruft’ (Ps 42,8): dass der Abgrund deines Elends den Abgrund seiner Barmherzigkeit anzieht.

Hl. Elisabeth von Dijon


29. April
Josef Benedikt Cottolengo

Vor 100 Jahren, am 29. April 1917, wurde Josef Benedikt Cottolengo (1786-1842) seliggesprochen. Die Heiligsprechung folgte 1934.


27. April
Der Analphabetismus der Gefühle und die Kultur der Liebe

Von Livio Melina

Dritte Folge

An diesem unterschwelligen und beharrlichen Angriff haben die Fernsehprogramme und ganz allgemein die Darstellung der Liebe in den Massenmedien Anteil. In Filmen und Talkshows wird die natürliche traditionelle Familie systematisch in ein negatives Licht gerückt, an den Pranger gestellt und ins Lächerliche gezogen. Sie wird als repressiv und lustfeindlich dargestellt. Jede andere Verhaltensweise und Neigung, und sei sie auch noch so absurd und sinnlos, wird dagegen neutral dargestellt, wird „entideologisiert“, also als Normalität verkauft (vgl. U. Folena, I Pacs della discordia. Spunti per un dibattito, Ancora, Mailand 2006, 37-54). Unterschwellig oder offen wird das gelobt und gefördert, was Benedikt XVI. als „schwache Liebe“ bezeichnet hat: eine Liebe ohne dauerhafte Treue und ohne verbindliche Zukunftspläne.

Ob nicht gerade diese schwache Liebe, diese Flüchtigkeit der Liebe das konkrete Sein der Männer und Frauen realistischer zum Ausdruck bringt und glücklicher macht als ein auch institutionell sanktioniertes Treueversprechen? Genau das Gegenteil ist der Fall, und die Belege dazu kommen von Denkern, die alles andere als traditionalistisch oder klerikal eingestellt sind. Der französische Werbefachmann Frédéric Beigbeder, ein Nihilist und Anarchist, schreibt, dass die Unzufriedenheit die wahre Seele des Kommerzes ist: Diejenigen, die uns durch die Kommunikationsmittel Lebensstile aufdrängen, wollen nicht unser Glück, und zwar aus dem einfachen Grund, dass glückliche Menschen nicht konsumieren (F. Beigbeder, Neunundreißigneunzig, Rowohlt, Hamburg 2001, 15). In dem Film Casomai – Trauen wir uns? von Alessandro D’Alatri sagt die Schauspielerin Stefania Rocca: “Manchmal glaube ich, dass es das Unglücklichsein ist, das Wachstum und Gewinn hervorbringt. Zwei Menschen, die sich trennen, geben Anwälten und Richtern Arbeit, verdoppeln Wohnungen und Autos, vervielfachen den Konsum. Wenn ich unglücklich bin, kaufe ich mir ein rotes Kleid. Wer glücklich ist, konsumiert weniger”. Wiederum in England ist eine neue Gesellschaftskategorie entstanden: die Dinks. Dieses Akronym steht für double income no kids: ein Paar mit doppeltem Einkommen und ohne Kinder. “Dinks haben keine Vergangenheit und beanspruchen keine Zukunft. Sie lassen sich treiben in einer ewigen, provisorischen, flüchtigen Gegenwart. Außer kurzfristigen machen sie keine Pläne. Wie sollten sie auch, wenn sie nicht an die Zukunft denken und nicht wissen, ob sie in der Zukunft noch zusammen sein werden? Aus diesem Grunde sind Dinks viel anfälliger für die Verlockungen der Werbung. Auf den Anreiz (‘gib dein Geld so aus!’) folgt bei ihnen unmittelbar die Reaktion” (U. Folena, I Pacs, a.a.O., 53). Während Dinks perfekte Konsumenten sind, sind Eheleute mit Kindern weniger perfekte. Bevor sie das Auto, den Fernseher oder das Handy wechseln, müssen sie nicht nur einmal, sondern zehnmal darüber nachdenken…

Die Gegenkultur der absoluten Autonomie

Diesen Phänomenen wirtschaftlicher, sozialer und moralischer Natur liegt auch eine gut organisierte kulturelle Strategie zugrunde, eine Revolution im wahrsten Sinne des Wortes. Beim Sprachgebrauch angefangen dringt sie in die Mentalität und die rechtlichen Institutionen des Westens ein, um sich dann nach und nach auf globaler Ebene über die ganze Welt zu verbreiten, wie eine Art Neo-Kolonialismus [1]. Das Prinzip der Entscheidungsfreiheit des Individuums im Bereich der Sexualität, der Fortpflanzung und des Lebens wird als etwas Absolutes postuliert, wird zum Faktor des Abbaus der natürlichen und traditionellen Formen der Beziehung in der Familie, in der lokalen Gemeinschaft und in der Gesellschaft.

Im Namen dieses individualistischen Konzepts von Freiheit und Autonomie wird behauptet, dass jede Form der Sexualität gleichberechtigt praktiziert werden kann; man fordert die rechtliche Gleichstellung aller Formen, von den faktischen Lebensgemeinschaften bis hin zur Homosexualität und zur Transsexualität. Verhütung, freie Abtreibung und künstliche Befruchtung werden als Rechte eingefordert, die zur „reproduktiven Gesundheit“ gehören. Das Prinzip der Autonomie wird neben das der Gleichheit gestellt, um eine absolute Neutralität des Staates in der Beurteilung der verschiedenen Formen der menschlichen Sexualität herzustellen. Diese, so heißt es, gehören zur Privatsphäre und das bürgerliche Gesetz habe nur die Aufgabe, die Gleichheit der Rechte zu gewährleisten. Aber eine solche Neutralität des Staates setzt voraus, dass man die Familie nur als eine konventionelle Überstruktur betrachtet, als eine vorübergehende Form unter vielen anderen, von der man sich befreien kann und sogar muss. In Wirklichkeit stehen wir hier vor einem perfekten Beispiel für den Totalitarismus des Relativismus, der nach Kardinal Ratzinger die wahre Freiheit der Personen bedroht und das Überleben der europäischen Zivilisation in Gefahr bringt [2].

Anmerkungen:

[1] Siehe dazu: M. A. Peeters, The Specifity of Christian Kerygma in the Face of the New Global Ethic, Kampala 2005; E. Roccella - L. Scaraffia, Contro il cristianismo. L’onu e l’Unione Europea come nuova ideologia, Piemme, Casale Monferrato 2005.

[2] Vgl. J. Ratzinger, L’Europa nella crisi delle culture, Conferenza per la consegna del Premio San Benedetto, Subiaco 1. April 2005; dt. in Marcello Pera / Joseph Ratzinger, Ohne Wurzeln. Der Relativismus und die Krise der europäischen Kultur, Sankt Ulrich Verlag, Augsburg 2005.

Wird fortgesetzt.

Zum bereits Erschienenen


26. April
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel über die Kirche vor den Herausforderungen der Zeit findet man nun auf einer eigenen Seite. Das Video mit dem Philosophen Holm Tetens über Naturalismus und Theodizee wurde auf der einschlägigen Themenseite, das interessante Zitat Karl Rahners über die Verdrängung der Gotteserfahrung durch unerleuchteten Reformeifer auf der Rahnerseite untergebracht.


26. April
Harry Wu

Vor einem Jahr, am 26. April 2016, starb in Honduras im Alter von 79 Jahren der chinesische katholische Menschenrechtsaktivist Harry Wu. Ab 1960 verbrachte er 19 Jahre in chinesischen Arbeitslagern. 1985 konnte er in die USA emigrieren. Seinen erschütternden Lebenslauf schilderte er in seiner Autobiographie Donner der Nacht, die wir hier auf kath-info bereits vorgestellt haben.


25. April
Bernhard von Tiron

Vor 900 Jahren, am 25. April 1117, starb im Alter von etwa 70 Jahren der heilige Bernhard von Tiron OSB. 1080 wurde er Prior in St. Savin. Als er 1100 Abt von St. Cyprian wurde, intervenierte Cluny, und er wurde suspendiert. Nachdem er eine Zeitlang als Wanderprediger gelebt hatte, gründete er 1114 im Wald von Tiron, Diözese Chartres, ein Kloster, woraus die Kongregation von Tiron entstand. Der hl. Bernhard von Tiron ist der Patron der Drechsler und der Gefangenen.


25. April
Pedro Betancur

Vor 350 Jahren, am 25. April 1667, starb in Guatemala im Alter von 47 Jahren der hl. Pedro Betancur. Auf Teneriffa geboren, reiste er 1649 nach Südamerika, 1651 nach Guatemala. Er führte ein Leben strengster Buße und verzehrte sich im Dienst an den Kranken und Armen. Die beiden Bücher, die ihn am meisten prägten, waren die Nachfolge Christi und der Katechismus des hl. Robert Bellarmin. 1980 wurde er selig-, 2002 heiliggesprochen.


24. April
Die alte Liturgie ist die neue

Frage: Woran liegt das? Fühlen sich junge Menschen von der alten Liturgie angezogen?

Gerstle: Für die jungen Leute ist die alte Liturgie gewissermaßen die neue Liturgie. Sie lesen zum Beispiel im Internet davon und interessieren sich dafür. Aus Neugier kommen sie dann in unsere Messen und sind oft fasziniert von dieser Atmosphäre des Heiligen. Man muss sie im Anschluss natürlich weiter begleiten mit guter Katechese und pastoralen Angeboten. Wenn das alles passt, dann kommen die Leute zur Überzeugung, dass sie bei uns ihre notwendige geistige Nahrung finden.

Aus einem Interview mit P. Bernhard Gerstle, dem Leiter des deutschsprachigen Distrikts der Priesterbruderschaft St. Petrus, das heute auf katholisch.de veröffentlicht wurde.


21. April
Das Zitat

Man muß nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns.

Rainer Maria Rilke


21. April
Franziskus Spoto

Vor 10 Jahren, am 21. April 2007, wurde der italienische Missionar Franziskus Spoto SdP (1924-1964) seliggesprochen. Als Generaloberer der Missionsdiener der Armen reiste er, um seine Priester zu stärken, im August 1964 nach Zaire (jetzt Kongo), wo der Bürgerkrieg wütete. Angesichts der Gefahren betete er: “Herr, ich biete dir mein Leben an, aber rette meine Mitbrüder.” Tatsächlich wurde er von den Simba-Rebellen entdeckt, misshandelt und erschossen.


20. April
Agnes von Montepulciano

Vor 700 Jahren, am 20. April 1317, starb in Montepulciano, Toskana, im Alter von etwa 43 bis 53 Jahren die Mystikerin Agnes von Montepulciano. Mit neun Jahren trat sie in das Kloster del Sacco ein, mit 15 Jahren wurde sie Oberin des Klosters von Proceno. Sie besaß die Charismen der Prophetie, der Seelenschau und der Krankenheilungen. Ihre letzten Worte auf dem Sterbebett lauteten: “Meine Kinder, liebt einander, denn die Liebe ist das Kennzeichen der Auserwählten Gottes.” Die hl. Katharina von Siena war eine große Verehrerin von ihr. 1726 wurde sie heiliggesprochen.


17. April
Neu im Personenregister:
Alfred Delp, Sophie zu Eltz


17. April
Jacobus Cinti de Cerqueto

Vor 650 Jahren, am 17. April 1367, starb in Perugia im Alter von etwa 70 Jahren der selige Jacobus Cinti de Cerqueto OESA. Er wirkte zahlreiche Wunder. Papst Leo XIII. approbierte 1895 seine Verehrung.


14. April
Das Kreuzesopfer als Offenbarung

Am Kreuz, im Opfer des Sohnes Gottes, offenbaren sich Liebe und Gerechtigkeit Gottes. Hier offenbart sich die Gerechtigkeit, weil Gott es nicht zulassen kann, dass irgendein Unrecht für alle Ewigkeit das letzte Wort behält und die Verletzung der kosmischen Harmonie nicht gesühnt wird. Die Liebe offenbart sich, weil Gott sich zur Verzeihung des Unrechts ermächtigt, indem Er selbst die Rolle des Opfers übernimmt, das allein verzeihen darf, ohne die Opfer zu beleidigen.

Robert Spaemann in seiner Auslegung von Psalm 50, aus: Robert Spaemann, Meditationen eines Christen. Über die Psalmen 1-51, Stuttgart: Klett-Cotta 2014, S. 393 f.


14. April
Luigi Boccardo

Vor zehn Jahren, am 14. April 2007, wurde Luigi Boccardo (1861-1936) seliggesprochen. In seiner Jugend wurde er durch einen Schluck Lourdeswasser von einer lebensgefährlichen Krankheit geheilt. Mit blinden Frauen gründete er den kontemplativen Zweig der Töchter von Jesus, dem König. Er war der Seelenführer der Mystikerin Benigna Consolata Ferrero, die ähnliche Botschaften wie die hl. Sr. Faustina bekam und die wir bereits durch einen Artikel von Urs Keusch vorgestellt haben. Boccardo wird der “Apostel der barmherzigen Liebe” genannt.


13. April
Das Zitat

Ich habe die Welt gesehen, ich habe sie geliebt, und ich habe gelernt, dass das wahre Glück dort nicht zu finden ist. Da offenbarte mir Maria das Geheimnis der Eucharistie. Und ich erkannte: die Eucharistie ist das Leben, das Glück!

Hermann Cohen (1820-1871), dessen Seligsprechungsverfahren im Januar 2016 eingeleitet wurde.


13. April
Scubilion Rousseau

Vor 150 Jahren, am 13. April 1867, starb in Sainte-Marie auf der Insel Réunion (östlich von Madagaskar) im Alter von 70 Jahren der selige Scubilion Rousseau. Rousseau trat in Paris bei den Schulbrüdern ein und war dann in Alencon, Poitiers und Chinon, bevor er 1833 in die Mission nach Réunion kam. Dort wirkte er bis zu seinem Tod vor allem im Dienste und für die Emanzipation der 120.000 Sklaven, die auf Farmen und Plantagen arbeiteten. 1848 wurde die Sklaverei offiziell abgeschafft. “Für zahlreiche Menschen wurde Bruder Scubilion zum hilfsbereiten ‘Sklavenapostel’, der bei seiner beispielgebenden Tätigkeit die Nächstenliebe ‘in der vollen Dimension des Evangeliums verwirklicht und in jeder Person das Abbild Gottes zu sehen gewußt hat’, wie Papst Johannes Paul II. über den neuen Seligen sagte” (Ferdinand Holböck, Die neuen Heiligen der katholischen Kirche, Band 3, S. 129). Am 2. Mai 1989 wurde er seliggesprochen.


12. April
Gerhard Rauschen

Ebenfalls vor 100 Jahren, am 12. April 1917, starb in Bonn im Alter von 62 Jahren der aus Heinsberg stammende Patrologe Gerhard Rauschen. Er lehrte seit 1902 in Bonn Kirchengeschichte. Sein Grundriß der Patrologie wurde für viele Jahre unter wechselnden Bearbeitungen z.B. durch Altaner zu einem Standardwerk.


12. April
Franz Kardinal von Bettinger

Vor 100 Jahren, am 12. April 1917, starb in München im Alter von 66 Jahren der aus Landstuhl stammende Franz Kardinal von Bettinger. 1909 wurde er Erzbischof von München, 1914 Kardinal.


11. April
Das schwere Vergehen eines Kardinals

In guter Tradition des antirömischen Reflexes vieler deutscher Theologieprofessoren drischt Höhn völlig blind und in offensichtlicher Unkenntnis des Gesagten auf einen Kardinal der römischen Kirche ein, der es wagt, die Lehre der Kirche authentisch und offen zu vertreten. Kardinal Sarah macht sich des schweren Vergehens schuldig, nicht den Kotau vor der deutschen universitären Konzilsromantik zu üben. Diese Sünde kann in diesem Lande nicht vergeben werden.

Peter Winnemöller in einem Artikel über die Kritik des Kölner Theologieprofessors Hans-Joachim Höhn auf katholisch.de an Robert Kardinal Sarah und dessen Vortrag, der auf der „Kölner Liturgischen Tagung“ verlesen wurde. Höhn war mir seinerzeit schon durch seine überhebliche Kritik an Bischof Oster aufgefallen. Und katholisch.de hatte früher schon einmal durch eine abfällige Kritik an Kardinal Sarah Ärgernis erregt.


11. April
Das Zitat

Mit Liebe und Abtötung werdet ihr alles überwinden und zu Rosen ohne Dornen gelangen.

Hl. Don Bosco


8. April
Gender Mainstreaming XLVIII

Ein Begriff wie Wahrheit wird in jener Gedankenwelt, in der sich die Gender-Wissenschafterinnen bewegen (rund 90 Prozent aller mehr als 200 Professoren Deutschlands, die das Wort Gender im Titel haben, sind weiblichen Geschlechts), nicht akzeptiert, nicht einmal im Sinne einer regulativen Idee. Alles wird durch eine kulturelle Post-dies-, Modern-das-Brille gesehen. Evolutionsbiologische Erklärungen, abgestützt durch zahlreiche Befunde, Experimente, Studien und Erkenntnisse, werden von Gender-Forscherinnen als «Biologismus» abgetan.

Aus: Axel Meyer, Die Geschlechterillusion, in: NZZ vom 4. April 2017

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8. April
Max Kassiepe

Vor 150 Jahren, am 8. April 1867, wurde in Essen der Volksmissionar Max Kassiepe OMI geboren. Er gehört zu den “repräsentativsten und geprägtesten Gestalten unter den deutschen Volksmissionaren zwischen beiden Weltkriegen; gleich bedeutend als Prediger, Schriftsteller und Organisator der außerordentlichen Seelsorge; volkstümlich, stimmgewaltig und von unermüdlicher Arbeitskraft” (LThK, 2. Auflage). Er gründete 1905 das St. Nikolauskloster bei Neuß und 1912 die Missionskonferenz. Am 1. November 1948 starb er in Borken.


7. April
Das Zitat

Der Schmerz an sich ist nichts. Aber der Schmerz, der an der Passion Christi teilnimmt, ist ein wunderbares, ja das schönste Geschenk und ein Beweis der Liebe, weil der Vater gezeigt hat, dass er die Welt liebt, als er seinen Sohn hingab.

Hl. Mutter Teresa

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