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* * *

9. April
Predigtranking 2019 VII

An 13. Stelle der im Jahr 2019 am häufigsten gehörten Predigten (von insgesamt 120 Predigten) stehen gleichauf zwei Predigten: Das antiutilitaristische Fest und Preiset Gott dankbaren Herzens.


9. April
Möglichst bald Rückkehr zur Normalität!

Wir müssen schon mit Blick auf diese gesellschaftsbezogenen religiösen Grundformen wie Eucharistiefeiern oder andere sakramentale Handlungen wie Beerdigungen und so weiter möglichst bald zur Normalität zurückkehren können, also es muss schon geschaut werden, ob im Sinne einer Verhältnismäßigkeitsabwägung diese krassen Beschränkungen wirklich noch aufrechterhalten werden müssen.

Franz-Josef Bormann, Professor der Moraltheologie in Tübingen und Mitglied des Deutschen Ethikrates, im Bayerischen Rundfunk am 6. April.


9. April
Katholisch wegen der traditionellen Liturgie

“Ich bin 23. Ich bleibe wegen der Wahrheit, die in der Tradition der Kirche (besonders der TLM) verwurzelt ist.”

TLM ist eine in Amerika geläufige Abkürzung für Traditinal Latin Mass.

“Die Entdeckung der TLM und das Kennenlernen all der schönen traditionellen Lehren unserer Kirche hat mich zum Katholiken gemacht.”

“Die Entdeckung der lateinischen Messe hat meinen Glauben gestärkt. Ich fand es zu einer Zeit im College, als ich mich losgelöst habe. Mein Mann ist nicht in der Kirche aufgewachsen, wurde katholisch und liebte auch die lateinische Messe.”

“Die traditionelle lateinische Messe, die die Verehrung, die wahre Anbetung, die Bitte und den Dank der Eucharistie einschließt.”

So lauten vier von zahlreichen Zeugnissen über die Rolle der traditionellen Liturgie als Motiv, katholisch zu werden oder zu bleiben. Sie gehören zu den 1494 Antworten von Katholiken auf die Frage: “Also fragen wir euch jetzt, wenn ihr auf Facebook lest und ein junger Katholik seid: Was hat euch zum Bleiben bewegt?”
Diese Frage hatte am 11. Juni 2019 Weihbischof Robert E. Barron als Zuständiger der Amerikanischen Bischofskonferenz für Evangelization and Catechesis gestellt.

Nachzulesen in dem Artikel Was zeigt sich in den USA? von Dorothea und Wolfgang Koch, veröffentlicht in Kirche heute, Februar/März 2020, S. 15-17.


8. April
Hauskirche

Eine christliche Familie sollte zuhause nicht bloß Advent, Weihnachten und Ostern feiern, sondern das ganze Kirchenjahr. So kann eine „Hauskirche“ entstehen, die tatsächlich in der Lage ist, den Glauben an die junge Generation weiterzugeben. Wie bedeutungsvoll die Familie als Hauskirche ist, zeigt eine wahre Begebenheit aus der Kirchengeschichte Japans:

Am 17. März 1865 feierte der französische Missionar Pater Petit Jean nach seiner Ankunft in Japan die heilige Messe am Fuß des Nagasaki. Nach 200 Jahren Abwesenheit von Missionaren – sie wurden umgebracht, die Kirchen zerstört oder als Lagerhäuser benutzt – glaubte niemand mehr, dass der Glaube auch nur in Resten überlebt hätte. Doch es stellten sich einige Japaner ein. Höflich, scheu, vorsichtig fragten sie Pater Jean nach seinem Glauben: Welchen Namen sein Gott habe, ob er Jesus Christus kenne, ob er die Muttergottes verehre, ob er ehelos sei und ob die Gläubigen einem gewissen Papst gehorchen würden?
Er konnte alles bejahen. Überglücklich erkannten sie ihn als Boten jenes wahren Glaubens, wie sie ihn von ihren Vorfahren überliefert bekamen. Über zwei Jahrhunderte blutige Verfolgung hatte der Glaube in den Häusern überlebt, ohne äußere Strukturen, ohne Kirchen und Priester.

Hauskirche ist die Katakombe sowohl in Zeiten der Verfolgung als auch des Glaubensabfalls der Säkularisierung.

Aus: Maria Prügl, Die Bedeutung der Familie als Hauskirche, in: Kirche heute, April 2017.


8. April
Hausaltar

Ich verweise auch auf die alte Tradition, daheim einen Hausaltar zu gestalten: ein Kreuz, ein Bild, die aufgeschlagene Bibel, Blumen, Kerzen. Gerade im Monat Mai war es in vielen Häusern üblich, einen Mai-Altar zu bauen, und ich lade ein, diese Traditionen lebendig zu halten oder wiederzubeleben.

Aus dem Hirtenbrief von Bischof Rudolf Voderholzer vom 25. März 2020.


7. April
Corona: Es gibt eine schlimmere Seuche

In meinem dritten Beitrag zur Corona-Serie der Tagespost widme ich mich einem merkwürdigen Phänomen: dem Verhalten von Bischöfen angesichts der Corona-Pandemie und ihrem ganz anderen Verhalten gegenüber einer schlimmeren Seuche.


7. April
Faszinierende Philosophie des Mittelalters

Markus Schwering: Ich bemerke bei Ihnen eine – so vorderhand nicht vermutete – starke Sympathie mit den philosophischen Denkleistungen des christlichen Mittelalters. Ist diese Sympathie vielleicht das Ergebnis eines auch für Sie selbst überraschenden Lernprozesses?

Jürgen Habermas: Ich hatte mich in meiner letzten Vorlesung vor der Emeritierung, das ist lange her, schon einmal mit Thomas befasst. Damals war ich schon fasziniert von der konstruktiven Kraft und inneren Konsistenz dieses großartigen Systems. Nun hat mich die Lektüre von Duns Scotus und Wilhelm von Ockham ähnlich beeindruckt. Ja, das sind nachgeholte Lernprozesse, mit denen ich mich aber, wenn ich recht beobachte, nur in einen schon länger bestehenden Forschungstrend der erneuten Aufwertung des hohen, an die Moderne näher herangerückten Mittelalters einfädele.

Aus dem Interview mit Jürgen Habermas: „So viel Wissen über unser Nichtwissen gab es noch nie“ in der Frankfurter Rundschau, online am 6. April 2020


6. April
Monatsranking März 2020

Platz Monatsranking März 2020
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 670 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

+/- 0
2

Beiträge zum Islam im Unterschied zum Christentum

+/- 0
3

Die Haltung der Kirche zur Homosexualität

+ 4
10

Andreas Palocsay: Ein Zeugnis über die Brigittagebete

neu
20

Hl. Alfons: Gebete für eine gute Todesstunde

+ 24
30

Pastor: Michelangelo und die Sixtinische Kapelle

- 6
40

Martin Ramm: Der Widerstand der katholischen Jugend im Dritten Reich

- 9
50

Christof Gaspari: Das Heil kommt von den Juden

+ 124
60

Recktenwald: Hatte Jesus Brüder?

- 13
100

Über die Beichte

+ 1

Zum Ranking der Vormonate


5. April
Auch in Coronazeiten Gott verherrlichen!

Meine Predigt zum Evangelium vom Samstag vor Palmsonntag.

Achtung: Falls hier jetzt nicht meine Predigt zu Joh 12, 27 erscheint, sondern eine ältere Predigt, die auf dieser Seite eingebettet wurde, dann schließen Sie bitte das Fenster, löschen das Cookie von kath-info in Ihrem Browsercache und gehen von Neuem auf kath-info!


5. April
Wenigstens kirchliche Notprogramme!

Als vor drei Wochen alle öffentlichen Gottesdienste abgesagt wurden, war meine erste Reaktion: Wir müssen diese Maßnahmen akzeptieren. Sie sind ja Teil eines allgemeinen Versammlungs- und Kontaktverbotes im Interesse der Gesundheit aller, und es ist gut, wenn die Kirche das mitträgt. Katholiken können keine Sonderrolle beanspruchen, so als ob sie aufgrund ihres Glaubens gegen jede Ansteckungsgefahr gefeit wären. Zwar gab es von Anfang an Virologen und andere Experten, die die Notwendigkeit solcher Maßnahmen in Frage gestellt haben. Aber erstens kommen solche Dissidentenmeinungen bei allen Gelegenheiten vor, und zweitens fehlt uns das nötige Fachwissen, um beurteilen zu können, wer Recht hat. Mit Sorge hatte ich auch beobachtet, dass manche zu Verschwörungstheorien neigen, die Gefahr leugnen und sich über alle Vorsichtsmaßnahmen lustig machen. Es ist eine Schande, wenn gläubige Katholiken in dieser Beziehung mit schlechtem Vorbild vorangehen und Ärgernis geben.

Auch schien mir in übernatürlicher Hinsicht ein volles Ja zum Willen Gottes und dem Opfer, das er uns zumutet, angebracht und passend zur Fastenzeit.

Doch wie würde es an Ostern aussehen? Die Kirche hatte vier Wochen Zeit, sich zu überlegen, welche Möglichkeiten es selbst bei Fortdauer der staatlichen Auflagen gibt, den Gläubigen den Empfang der Sakramente einschließlich der Osterkommunion zu ermöglichen. Um die Mitfeier der öffentlichen Liturgie geht es meines Erachtens erst in zweiter Linie. In erster Linie geht es um den Empfang der Sakramente. Sie bilden den harten, unaufgebbaren Kern der Seelsorge. Ist in der Osterzeit wenigstens ein “Notprogramm” möglich?

Das Institut St. Philipp Neri in Berlin macht es uns vor: Es werden fünf Zeiten pro Tag angegeben, an denen der Empfang der hl. Kommunion möglich ist, ebenso die Zeiträume für Beichte und stille Anbetung. Die Plätze in der Kirche, die belegt werden können und die den Mindestabstand garantieren, sind gekennzeichnet. Hier haben wir ein “Notprogramm”, das im Hinblick auf die Ansteckungsgefahr sicherer ist als der Besuch eines Supermarkts.

Das wäre ein Modell für Pfarreien. Warum suchen die Bischöfe keine solchen oder ähnliche Notlösungen für die Osterzeit? Jedenfalls hört man nichts davon. Fußballvereine kennen bereits kleine Schritte zurück in die Normalität: Sie lassen ihre Mannschaften schon wieder in kleinen Gruppen trainieren. Manche Diözesen stellen dagegen ihre Gläubigen so in geistliche Quarantäne, dass sie - außer in Sterbefällen - radikal von allen Sakramenten abgeschnitten sind.

Kann das auf Dauer der Weisheit letzter Schluss sein?


4. April
Was erwartet der Herr am Kreuz von mir?

Zum Passionssonntag eine schöne Predigt von Franz Prosinger, die uns die Augen öffnet für die Weise, wie wir mit dem Herrn durch die Passionszeit gehen sollen.


4. April
Freude aus dem Wort Gottes

Meinen ersten Beitrag zu den Corona-Exerzitien der Tagespost gibt es jetzt auch als Podcast.


4. April
Erich Zenger

Vor zehn Jahren, am 4. April 2010, starb in Münster im Alter von 70 Jahren der Exeget Erich Zenger, mit dessen Kritik an einer Maßnahme Benedikts XVI. sich Franz Prosinger auseinandergesetzt hat.


3. April
Petition für Gottesdienste

Es steht außer Frage, dass der Staat das Recht und die Pflicht hat, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung einer Pandemie zu verhindern. Dennoch muss er die Verhältnismäßigkeit der Mittel beachten. Die flächendeckende “Untersagung der Religionsausübung in Gemeinschaft auf unbestimmte Zeit” stößt deshalb auf verfassungsrechtliche Bedenken, da es, wie der Staatsrechtler Christian Hillgruber sagt, Alternativen gibt, “etwa eine Erhöhung der Anzahl der Messen mit eng begrenzter Teilnehmerzahl und entsprechendem Sicherheitsabstand.”

Genau für dieses Anliegen setzt sich eine sorgfältig argumentierende Petition ein, die sich an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags richtet: “So sehr wir die staatlichen Sicherheitsmaßnahmen auch in der Kirche unterstützen, so sehr sind wir der Überzeugung, dass ein gemeinsamer Gottesdienst auch in der Krisenzeit unter Einhaltung der verlangten Sicherheitsmaßnahmen möglich ist.” Man kann man sie online unterzeichnen.


3. April
Jetzt wird auch noch Corona instrumentalisiert

Man wird am Ende den Verdacht formulieren müssen, dass das temporäre Versammlungsverbot in der Corona-Krise als Reformkatalysator instrumentalisiert wird. Die Debatte ist – bei aller berechtigten Kritik am Klerikalismus – nicht selten auch von antiklerikalen Affektlagen geleitet, die die Wertschätzung für den Dienst der allermeisten Priester vermissen lässt. Anstatt dankbar anzuerkennen, dass Priester den Laien geben können, was diese sich nicht selbst zu geben vermögen, werden Messfeiern ohne Gläubige nicht nur als priesterzentriert kritisiert, sondern auch als vorkonziliar diffamiert. Jeder, der die Dokumente des II. Vatikanischen Konzils aufmerksam gelesen hat, weiß, dass diese Kritik nicht zutrifft.

Aus: Jan-Heiner Tück, Warum Do-it-yourself-Messen keine Antwort auf die Krise sein können. Tück bezieht sich auf Vorschläge von Theologen, die Eucharistie zu Hause ohne Priester zu feiern.


2. April
Die Kirche steht Kopf!

Von P. Sven Conrad FSSP

Alles scheint derzeit aus den Fugen zu geraten. Der Winter ist kein Winter mehr, in der Politik herrscht nur noch die Frage der Mehrheit ohne Fundierung im Naturrecht, und wenn wir auf die Kirche schauen, dann wird unser Blick noch trüber. An die Veränderung und Entchristlichung der Gesellschaft haben wir uns vielleicht in einer langen Entwicklung seit den beiden Weltkriegen schon gewöhnt, so daß uns hier vieles gar nicht mehr überrascht. Zumindest der Glaube schien aber weiterhin Sicherheit zu bieten; doch mit einer – nennen wir es einmal – „Sicherheit aus Gewohnheit“ ist nun Schluß. Die Lage ist so ernst geworden wie vielleicht seit der Reformation des 16. Jahrhunderts nicht mehr, die eine fürchterliche Spaltung der Christenheit hervorgebracht hat, die bis heute andauert.

In Rom mußte man um die Rettung des Zölibats kämpfen im Wissen, daß einflußreiche Oberhirten ihn längst abgeschrieben haben. Noch schlimmer ist der nun begonnene sog. „Synodale Weg“ in Deutschland. Was dabei vor allem erschüttern muß, ist die ... weiterlesen


1. April
Gottes Licht ist stärker

Ganz gleich, ob wir jung sind, in mittleren Jahren oder im Alter stehen, mit – wie man heute sagt – "Vorerkrankungen" bezeichnet, oder ob wir uns gesund, stark und kräftig fühlen: Wir wissen nicht, was uns selbst, was unseren Angehörigen und unseren Mitmenschen verhängt sein wird. Doch worauf wir zugehen, das wissen wir eigentlich schon. Papst Benedikt sagte am 16. April 2012: "Aber ich weiß, daß das Licht Gottes da ist, daß er auferstanden ist, daß sein Licht stärker ist als alles Dunkel; daß Gottes Güte stärker ist als alles Böse dieser Welt. Und das läßt mich in Gewißheit weitergehen."

Aus: Thorsten Paprotny, "Seele Christi, heilige mich!" – Wie wir heute beten können.


1. April
Kardinal Lehmann und die Missbrauchskrise

Vor zehn Jahren, am 1. April 2010, veröffentlichte Kardinal Lehmann in der FAZ seine ausführliche Analyse der Missbrauchskrise von damals, die ich einem Artikel für Kirche heute (auch hier auf kath-info veröffentlicht) kommentiert habe. Sie deckt sich mit der Diagnose von Papst Benedikt von letztem Jahr, dass es eine Schwäche der Kirche war, sich den Einflüssen der sexuellen Revolution zu sehr geöffnet zu haben. Die Verständnislosigkeit, mit der Theologen darauf reagiert haben, offenbart den ungebremsten Niedergang der Theologie in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt.


31. März
Zeit der Umkehr

Wie vor einer Woche berichtet, hat die Tagepost auf ihrer Website mit einem täglich Impuls zu Corona-Exerzitien begonnen. Ich bin jeweils dienstags dran. Mein zweiter Beitrag zu dieser Serie heißt Buße statt Streit.


31. März
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
P. Denekes Gedanken zum Fest der Unbefleckten Empfängnis Maria, die neue Materie kann man auf einer eigenen Seite nachlesen. Die Predigt Du bist der Mittelpunkt seiner Liebe ist auf der Seite Die Liebe - Wahrheit oder Schein? eingebettet. Der Interviewauszug mit der Erfahrung des Churer Bischofsvikars für den überlieferten Ritus mit demselben (Ehrfurcht, Klarheit, Freude) wurde dem Zeugnis von Bernward Deneke über seine erste Begegnung mit der “Alten Messe” beigesellt.


30. März
Predigtranking 2019 VI

An elfter Stelle der im Jahr 2019 am häufigsten gehörten Predigten steht die Predigt Gerufen zu einer folgenschweren Entscheidung. An zwölfter Stelle von insgesamt 120 Predigten kommt die Predigt Früchte der Heiligkeit.


30. März
Gemeindeleitung nur durch Priester

Auch angesichts eines oft bedrängenden Priestermangels darf es keine Gemeindeleitung durch Personen geben, die nicht sakramental ordiniert wurden. Durch die Unterscheidung des besonderen vom gemeinsamen Priestertum muss strukturell sichtbar bleiben, dass die Gemeinde sich nicht selbst leitet. Was mit Berufung auf den häufig falsch zitierten can. 517 des CIC möglich bleibt, ist die zeitlich befristete Kooperation gefirmter Christinnen und Christen mit einem ordinierten Gemeindeleiter. Klar widerlegt hat Kardinal Cordes die von Professor Michael Böhnke verbreitete These, Papst Franziskus habe in seinem Schreiben zur Amazonas-Synode die Bindung der Gemeindeleitung an das Sakrament des Ordo außer Kraft gesetzt.

Der Theologie Prof. Dr. Karl-Heinz Menke im Interview mit Til Schneider, erschienen in der Tagespost.


29. März
Vergewaltigende Transfrauen in Frauengefängnissen

Wer will schon ernsthaft absichtlich diskriminieren? Ich kenne persönlich keinen derartigen Menschen. Wenn jedoch die Interessen verschiedener „Geschlechter“ aus der bunten Vielfalt aufeinanderprallen, können auch mal Mehrheiten zu Opfergruppen werden. Zum Beispiel 50 Prozent der Bevölkerung. Jene nämlich, die als Frau geboren wurden und nicht nur wünschten, sie wären eine. Reden wir also praktisch über den real existierenden „weiblichen Penis“. Jenen, der in britischen Gefängnissen bereits Frauen sexuell belästigt hat. Weil der Herr „Transfrau“ Anspruch auf Unterbringung im Frauengefängnis hat, selbst wenn er vorher als Sexualstraftäter verurteilt wurde. Geltendes britisches Recht. Es ist sicher ein Trost für die Opfer, dass sie nicht von einem Mann, sondern offenbar von einem weiblichen Penis vergewaltigt wurden. Das gibt ganz neue „Straftäter*Innenstatistiken“. In England kämpfen Frauengruppen inzwischen gegen die Gesetzgebung an, um Frauen in Gefängnissen vor Transfrauen zu schützen, weil es kein Einzelfall mehr ist, sondern langsam Schule macht.

Aus: Birgit Kelle, Der weibliche Penis, ein Artikel auf Achgut über die Auswüchse der Transgenderbewegung.


29. März
Tulsa

Vor zehn Jahren, am 29. März 2010, hat die Priesterbruderschaft St. Petrus das St. Padre Pio House, ihre Niederlassung in Tulsa, Oklahoma, kanonisch errichtet.


28. März
Live-Streams der FSSP

Die Priesterbruderschaft St. Petrus hat die Anzahl der Orte erheblich vermehrt, aus denen Gottesdienste gestreamt werden. Türkheim, Neckarsulm, Oberhausen, Mittersthal und Oberrüti (Schweiz) sind aus dem deutschsprachigen Raum hinzugekommen. Eine vollständige Übersicht mit den zugehörigen Links finden Sie auf der Website der Petrusbruderschaft.


28. März
Das Leiden Christi beginnt

Zum morgigen Passionssonntag kann ich drei Predigten anbieten:
- Wer von euch kann mich einer Sünde beschuldigen?;
- Christus in der Gewalt seiner Feinde;
- Zu wem machst du dich selbst?


28. März
Vor welchen Viren warnt die Kirche?

Es wäre zu erwarten, dass sich gläubige Menschen eher Gedanken darüber machten, inwiefern die Pandemie vielleicht ein Abbild dessen ist, was sich auf geistigem Gebiet abspielt. Sind da nicht hochgefährliche, ansteckende Viren unterwegs: Ideen, die den Geist von der Wahrheit abbringen, verwirren und verfinstern; Parolen, die die Menschen zur Rebellion gegen Gottes Ordnung aufstacheln; Worte und Bilder, die die Phantasie verderben, die Gefühle verkehren und in die Irre führen? Vor solchen Einflüssen hat die Kirche in aller Deutlichkeit zu warnen, aber ausgerechnet darüber vernehmen wir kaum ein Wort, eher noch die Aufforderung, uns zu öffnen, nicht zu verurteilen.

Aus: P. Bernward Deneke, Die Herrschaft des Virus, in: Schweizerisches Katholisches Sonntagsblatt vom 29. März 2020, Seite 6.


27. März
God’s Love as the Source of Morality

By P. Engelbert Recktenwald

The mystery of the Incarnation reveals the love of God and thereby places love at the center of morality. For most ethical approaches in philosophy, the fundamental concept is not love, but rather some form of justice. The Good is seen as the Ought, as that which is owed to our fellow man or to the common good. It is a matter of acknowledging human dignity, respecting rights and fulfilling duties.

In such law ethics, in the broadest sense, it is difficult to retroactively make space for a love which extends beyond the fulfillment of the demands of justice. A case in point is Immanuel Kant. He contrasts duty and inclination. We only act in a morally good manner when we act out of respect for the moral law, that is, out of duty. Respect is the singular moral feeling which he accepts as valid. Acting out of love, on the other hand, is in his view morally worthless, because it stems from inclination. This holds true for every love which extends beyond respect for the law. Such love is for him pathologically, that is... weiterlesen.


26. März
Das Zitat

Habt gar kein Vertrauen auf euch selber, werft euch mit allen euren Prüfungen und Versuchungen der Immaculata hin, und ihr werdet siegen.

Hl. Maximilian Kolbe


26. März
Jerusalem und Maria

Zwei Predigten von Franz Prosinger: zum Sonntag Laetare und zum Fest Mariä Verkündigung.


26. März
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein sechs Jahre alter Aufsatz aus der Communio über die Unmöglichkeit einer naturalistischen Erklärung von Gut und Böse gibt es in polnischer Sprache auf einer eigenen Seite: Dobro i zło. O niemożliwości ich naturalistycznego wyjaśnienia. Meine Predigt Tiefstes Schweigen hielt alles umfangen ist auf der Seite über den Bauer von Ars eingebettet. Die beiden Kurzmeldungen Zweckentfremdung und Wachkoma-Patient kirchliche Bürokratie? habe ich auf der Kirchensteuerseite untergebracht.


25. März
Befinden wir uns im Bann des Coronavirus?

Wohl dem, der in geöffneten Kirchen verweilen und geistlich kommunizieren darf. Wohl dem, der ganz auf den Herrn vertraut in diesen Zeiten. Wohl dem, der seine Sinne, sein Herz und seine Vernunft, seine ganze Person auf Christus richten kann, der gegenwärtig ist im Allerheiligsten Sakrament des Altares. Wohl dem, der auch jene Schwestern und Brüder im Gebet mitträgt, die in diesen Tagen voller Angst sind, zu zweifeln beginnen oder zu verzweifeln drohen.

Aus: Thorsten Paprotny, Auf Christus schauen - JETZT


25. März
Evangelium Vitae

Vor 25 Jahren, am 25. März 1995, veröffentlichte der hl. Papst Johannes Paul II. seine Enzyklika Evangelium Vitae. Sie ist ein flammender und gleichzeitig sorgsam argumentierender Appell, um angesichts der Angriffe gegen das menschliche Leben die Gewissen aufzurütteln. Hier war die Kirche in ihrem obersten Repräsentanten ganz auf der Höhe der Zeit, während etliche moderne Theologen diese Herausforderung bis heute verschlafen, weil sie befangen sind in ihren Lieblingsthemen, die bis heute Synodale Wege und Stuhlkreise beherrschen.

Eine Kostprobe aus der Enzyklika:
“Unsere Aufmerksamkeit will sich aber im besonderen auf eine andere Art von Angriffen konzentrieren, die das werdende und das zu Ende gehende Leben betreffen, Angriffe, die im Vergleich zur Vergangenheit neue Merkmale aufweisen und ungewöhnlich ernste Probleme aufwerfen: deshalb, weil die Tendenz besteht, daß sie im Bewußtsein der Öffentlichkeit den »Verbrechenscharakter« verlieren und paradoxerweise »Rechtscharakter« annehmen, so daß eine regelrechte gesetzliche Anerkennung durch den Staat und die darauf folgende Durchführung mittels des kostenlosen Eingriffs durch das im Gesundheitswesen tätige Personal verlangt wird. Diese Angriffe treffen das menschliche Leben in äußerst bedenklichen Situationen, wo es völlig wehrlos ist. Noch schwerwiegender ist die Tatsache, daß sie großenteils gerade in der und durch die Familie ausgetragen werden, die doch grundlegend dazu berufen ist, »Heiligtum des Lebens« zu sein. Wie hat es zu einer solchen Situation kommen können? Dabei müssen vielfältige Faktoren in Betracht gezogen werden. Im Hintergrund steht eine tiefe Kulturkrise...” weiterlesen.


25. März
Kanonische Errichtungen

Vor zehn Jahren, am 25. März 2010, wurden von der Petrusbruderschaft die Niederlassung Saint-Joseph in Sées (Normandie), der eine Schule angeschlossen ist, und das Haus St. Joseph in Irving (Texas) kanonisch errichtet. Wenig später, an Ostern 2010, den 4. April, errichtete dort dann Bischof Kevin Farrell von Dallas die Mater-Dei-Pfarrei für die außerordentliche Form des römischen Ritus.


24. März
Corona-Exerzitien

Die Tagespost hat auf ihrer Website die Serie Corona-Exerzitien begonnen, in der Theologen und Seelsorger geistliche Betrachtungen zur gegenwärtigen Corona-Krise äußern. Ich durfte heute den Auftakt machen mit der “Freude aus dem Wort Gottes”.


24. März
Göttliche Nahrung

Die Israeliten murrten, bevor sie das Manna bekamen, in der Wüste, weil sie Hunger hatten. Die 5000 murrten nicht, bevor sie durch die wunderbare Brotvermehrung gesättigt wurden, obwohl sie Hunger hatten. Warum das so war, erkläre ich in meiner diesjährigen Predigt zu Laetare.


23. März
Das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit

Von Matthias Joseph Scheeben

70. Folge

So durch den Heiligen Geist mit dem Sohne als Schwester und Braut, mit dem Vater als Tochter vereint, wird die Seele durch denselben in die innigste Gemeinschaft, in die Gesellschaft und Genossenschaft beider aufgenommen, in die wunderbare Gesellschaft des Vaters und des Sohnes, welche der heilige Johannes als das Ziel der Inkarnation bezeichnet (1 Jo 1, 3: “Ut societas nostra sit cum Patre et cum Filio eius Iesu Christo.”). Der Heilige Geist ist das Band, das, wie den Vater mit dem Sohne, in seinem Ausgang von beiden, so Vater und Sohn mit der Kreatur durch seine Einkehr in dieselbe verbindet. Das ist im höchsten Sinne die communicatio (koinonia) des Heiligen Geistes, von welcher der Apostel redet [66], d. h. eine Gemeinschaft nicht bloß mit dem Heiligen Geiste selbst, sondern eine durch ihn selbst, in seinem Ausgang und Eingang begründete Gemeinschaft der Kreatur mit den göttlichen Personen, eine Gemeinschaft, in welcher der Heilige Geist nicht nur jede einzelne, sondern alle geheiligten Kreaturen zusammen mit den göttlichen Personen und darum auch untereinander vereinigt, wie ein goldenes Band alle miteinander durchdringend und umschlingend. Die geistliche Einheit, zu deren Bewahrung uns der Apostel ermahnt (Eph 4, 3: “Sollicite servantes unitatem Spiritus in vinculo pacis.”), besteht daher nicht bloß in der Einheit des Affektes, nicht bloß in der Einmütigkeit der durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossenen Liebe. Vielmehr sollen wir gerade deshalb unter uns die Einheit der Liebe bewahren, weil ein geistiges “vinculum pacis”, der Heilige Geist selbst, uns alle umschlingt, weil, wie in einem Leibe, ein Geist für alle da ist (“Unum corpus, unus Spiritus”, ebd. V. 4) und weil die im Heiligen Geiste sich vollziehende Einheit unser aller mit den göttlichen Personen auch von uns eine ähnliche Einheit der Gesinnung verlangt, wie sie Vater und Sohn in der Spiration des Heiligen Geistes betätigen [67].

Anmerkungen:

[66] 2 Kor 13, 13: “Gratia Domini nostri Iesu Christi et caritas Dei et communieatio Spiritus sancti sit cum omnibus vobis.” Phil 2, 1: “Si quod solatium caritatis, si qua communicatio Spiritus.”

[67] Über die Stellung des Heiligen Geistes in unserer Verbindung mit Gott wollen wir einige weniger bekannte, aber überaus schöne Väterstellen hierhin setzen, die unsere Gedanken besonders beleuchten und bekräftigen können. Der Verfasser des “Libellus de vita solitaria ad fratres de monte Dei” sagt: “Dicitur haec unitas spiritus” (die Vereinigung Gottes mit dem Menschen) “non tantum, quia efficit eam, vel adficit ei spiritum hominis Spiritus Sanctus, sed quia ipsa ipse est Spiritus Sanctus, Deus caritas: cum per eum, qui est amor Patris et Filii, et unitas, et suavitas, et bonum, et osculum, et amplexus, et quidquid commune potest esse amborum in summa illa unitate veritatis et veritate unitatis: hoc idem homini suo modo fit ad Deum, quod consubstantiali unitate Filio est ad Patrem vel Patri ad Filium, cum in amplexu et osculo Patris et Filii mediam quodammodo se invenit beata conscientia.” Ähnlich sagte schon der heilige Augustinus (Serm. II de verbis Domini): “Insinuatur nobis in Patre auctoritas, in Filio nativitas, in Spiritu Sancto Patris et Filii communitas, in tribus aequalitas. Quod ergo commune est Patri et Filio, per hoc nos voluerunt habere communionem et inter nos et secum, et per illud donum nos colligere in unum, quod ambo habent unum, id est per Spiritum Sanctum, Deum et donum Dei. In hoc enim reconciliamur Trinitati eaque delectamur.” Nicht so enge an unsere letzten Ausführungen anschließend, aber darum nicht weniger schön und lehrreich ist folgende Stelle des S. Fulgentius ad Monim. I, 2, c. 11: “Et propterea petimus, ut scilicet ea gratia, qua factum est, ut Ecclesia Christi corpus fieret, eadem gratia fiat, ut omnia membra, caritatis manente compage, in unitate corporis perseverent. Hoc autem digne petimus illius in nobis dono Spiritus fieri, qui est unus Spiritus et Patris et Filii; quia sancta naturalis unitas et aequalitas et caritas Trinitatis, quae unus solus et verus est Deus, unanimitate sanctificat, quos adoptat. In illa quippe una substantia Trinitatis, unitas est in origine, aequalitas in prole, in caritate autem unitatis aequalitatisque communio; nulla est divisio illius unitatis, nulla diversitas illius aequalitatis, nullum fastidium illius caritatis: ibi enim nihil discrepat, quia aequalitas cara et una, et unitas aequalis et cara, et caritas aequalis atque una, naturaliter et incommutabiliter perseverat. Quia igitur ex ipsa, si dicendum est, communione Spiritus sancti caritas una demonstratur Patris et Filii, quam communionem beatus Apostolus tali sermone commendat: Gratia Domini Iesu Christi, et caritas Dei et communicatio Spiritus sancti sit cum omnibus vobis (2 Cor ult, 13), et alio loco: Si quod solatium caritatis, si qua communicatio Spiritus (Phil 2, 1), propter hoc dicitur: quia caritas Dei diffusa est in cordibus nostris per Spiritum Sanctum, qui datus est nobis (Rom 2, 5). Spiritus quippe sanctus, qui unus est Patris et Filii, hoc operatur in his, quibus gratiam tribuit adoptionis divinae, quod operatus est etiam in illis, qui in libro Actuum Apostolorum inveniuntur eundem Spiritum accepisse. De quibus dicitur: Multitudinis autem credentium erat cor et anima una (Act 4, 32). Unum enim cor et animam fecerat multitudinis credentium in Deo, qui Patris et Filii unus est Spiritus, et cum Patre ac Filio unus est Deus. Unde et Apostolus hanc spiritualem unitatem in vinculo pacis sollicite dicit esse servandam, sie Ephesios monens: Obsecro itaque vos ego vinctus in Domino, ut digne ambuletis vocatione, qua vocati estis, cum omni humilitate et mansuetudine, cum patientia, supportantes invicem in caritate, solliciti servare unitatem Spiritus in vinculo pacis, unum corpus et unus Spiritus (Eph 4, 1 sqq.).”

Wird fortgesetzt


22. März
Wer macht sich mitschuldig?

Die Bonner Theologin Katharina Westerhorstmann hält die Priesterweihe von Frauen in der katholischen Kirche für ausgeschlossen. Seit der Entscheidung von Papst Johannes Paul II. im Schreiben "Ordinatio Sacerdotalis" aus dem Jahr 1994 gebe es dafür "keinen Spielraum mehr". Das sagte sie im Interview der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln. Daher seien für viele Frauen in Deutschland Enttäuschung und Frustration bereits programmiert, wenn darauf beharrt werde. "Wer dies verschweigt, macht sich mitschuldig an der weiteren inneren Abwanderung der Frauen, der dann mehr und mehr eine äußere folgen wird."

KNA in der Meldung Die Tür ist zu von Anfang März. Katharina Westerhorstmann ist Moraltheologin und lehrt an der University of Notre Dame im amerikanischen Bundesstaat Indiana.


21. März
Viermal Laetare: Trostreiche Glaubenskraft

Zum Vierten Fastensonntag Laetare kann ich vier Predigten anbieten:
- Die Glaubensprobe der Jünger einst und heute;
- Das Wunder der Brotvermehrung;
- Welche Freiheit hat uns Christus geschenkt?
- der Tröstung Überfülle.


21. März
Helfen, das Gute zu begreifen

Jeder Missionar [Mitglied von FOCUS] ist ein Mensch, der erkannt hat, dass er ein großes Geschenk empfangen hat. Es ist Teil der Dankbarkeit und Freude, dieses Geschenk mit anderen zu teilen. Jeder Missionar kann auf Menschen verweisen, von denen sie selbstlos geliebt und zum Glauben an Jesus Christus geführt worden sind. Sie können auf Freundschaften und heilsame Gemeinschaft verweisen, die in der wahren Nachfolge Christi ihnen ein Leben gezeigt haben, das besser ist als das, was die Welt zu bieten hat. Ich kann den Menschen, die mich zu Gott geführt haben, als die Welt mich zur Sünde verführen wollte, nie genug danken. Wir wünschen allen dieses Gut und sind bereit, alle nötigen Opfer zu bringen, um jemanden zu lieben und ihm zu helfen, das Gute zu begreifen, das sie sind und für das sie geschaffen sind. (...) Wir sind Missionare, weil die Menschen Jesus verzweifelt brauchen und es eine Angelegenheit der Gerechtigkeit ist, Ihn zu verkünden. Jeder verdient es, die Wahrheit über Gott und sich selbst zu kennen.

Aus: Barbara Stühlmeyer, Allein das Herz Jesu heilt. Ein Gespräch mit John Merkle über die missionarische Studentenbewegung „FOCUS“, deren Europa-Chef er ist, in der Tagespost vom 19. März 2020.

Weitere Beiträge zur Evangelisierung


21. März
Oculi, da kommen sie

Eine Predigt von Franz Prosinger zum 3. Fastensonntag.


21. März
Vierzehn Jahre

Vor 14 Jahren, am 21. März 2006, ging kath-info online.


20. März
Die Coronakrise offenbart den Charakter

Den Wortmeldungen auf Facebook kann ich entnehmen, dass fromme Katholiken, die sich jetzt aufgrund der behördlichen und kirchlichen Bestimmungen der Eucharistie beraubt fühlen, Priestern, die sich an die Auflagen halten, Feigheit oder egoistische Sorge um die eigene Gesundheit vorwerfen. Auf der anderen Seite gibt es solche, die die Nachricht von 23 italienischen Priestern, die aufgrund ihres Einsatzes an der Pandemie gestorben sind, mit scharfer Kritik an diesen Priestern kommentieren und ihnen Verantwortungslosigkeit vorwerfen.

Mit anderen Worten: Als Priester kannst du machen, was du willst: Du bist entweder egoistisch oder verantwortungslos.

Was mich erschreckt, ist der Charakter solchen Urteilens. Man urteilt unbarmherzig. Man richtet. Es ist genau jenes Richten, vor dem der Herr uns warnt: “Richtet nicht, damit auch ihr nicht gerichtet werdet!” (Lk 6,37). Wir sind alle darauf angewiesen, dass Gott uns auf andere Weise richtet: mild, verständnisvoll, nachsichtig, alle Umstände berücksichtigend, unsere wahre Absicht kennend. Aber ob wir auf diese barmherzige Weise gerichtet werden, hängt von uns ab, denn Jesus sagt: “Mit demselben Maße, mit welchem ihr messt, wird euch wieder gemessen werden” (Lk 6, 38).

Deshalb halte ich es lieber mit dem hl. Ignatius von Loyola und dem seligen Heinrich Seuse: Ich deute Sprechen und Handeln des Nächsten möglichst positiv und fokussiere meine Aufmerksamkeit statt auf seine Fehler lieber auf seine Tugenden. So lasse ich mich erbauen von dem Verantwortungsgefühl der gehorsamen Priester und von der heroischen Nächstenliebe der Priester, die ihr Leben gelassen haben.


20. März
Aus der Petrusbruderschaft

Das Priesterseminar St. Petrus in Wigratzbad steht in Quarantäne. Die meisten Priester und Seminaristen sind erkrankt.

Auf der Internetpräsenz der Petrusbruderschaft erklärt P. Andreas Lauer ausführlich die geistige Kommunion. Ein Auszug: “Die geistige Kommunion vereinigt uns – nach Maßgabe unserer übernatürlichen Liebe und Sehnsucht – wirksam mit Christus, sie vermehrt in uns die heiligmachende Gnade und damit auch die Tugend der Liebe. Sie verleiht uns auch helfende Gnaden, wie wir sie in unserer augenblicklichen Lage brauchen. Wir können also sagen, sie ist ein einfaches und leichtes Mittel, reichen Segen zu erlangen. Und das nicht nur einmal am Tag: im Unterschied zum Empfang des Sakramentes kann die geistige Kommunion beliebig oft empfangen werden, an jedem Ort und zu jeder Zeit – die eucharistische Nüchternheit ist dabei nicht vorausgesetzt. Und so ist sie geeignet, unser Leben zu segnen und zu verklären: die sakramentale Kommunion auf unser ganzes Leben auszudehnen, unser Leben geistlich zu erneuern und zu einem eucharistischen Leben zu machen.”

Auf dieser Seite finden Sie Links zur täglichen Live-Übertragung der hl. Messe jeweils aus den Niederlassungen Saarlouis (D), Fribourg (CH), Guadalajara (MEX), Los Angeles (USA), Sarasota (USA) und Warrington (GB).


20. März
Paul Marx

Vor zehn Jahren, am 20. März 2010, starb in Collegeville, Minnesota, im Alter von 89 Jahren P. Paul Marx OSB. Er gründete 1981 die weltgrößte Pro Life-Organisation Human Life International (HLI). Von Papst Johannes Paul II. wurde er ein “Apostel des Lebens” genannt.


19. März
Geistliches Überleben in Coronazeiten

Der Introitus des 3. Fastensonntag, der hl. Alfons und die heilige Elisabeth von Dijon zeigen uns, wie wir die Wüstenzeit, die uns durch das Coronavirus aufgezwungen wird, in eine Gnadenzeit verwandeln können.

Achtung: Falls hier jetzt nicht meine Predigt von Soundcloud erscheint, sondern zum zweiten Mal das Video vom 17. März (oder eine andere eingebettete Datei), dann schließen Sie bitte das Fenster, löschen das Cookie von kath-info in Ihrem Browsercache und gehen von Neuem auf kath-info!


19. März
Das Zitat

Die vollkommene Hingabe an den göttlichen Willen zur Zeit der Trübsal hilft uns, für die Ewigkeit große Schätze zu sammeln.

Hl. Vinzenz Pallotti


17. März
Hat Gott uns Corona geschickt?

Warum Röm 8,28 auch für heute gilt, erklärt die Exegetin Nina Heerman.


17. März
Johannes Sarkander

Vor 400 Jahren, am 17. März 1620, starb in Olmütz im Alter von 43 Jahren Johannes Sarkander. 1608 empfing er als Witwer die Priesterweihe. Seit dem 14. Februar 1620 wurde er von den protestantischen Landesherren von Olmütz grausam gefoltert, unter anderem mit dem Ziel, ein Bruch des Beichtgeheimnisses zu erreichen. Er blieb standhaft und starb schließlich an den Folgen der Folter. 1860 wurde er selig-, 1995 heiliggesprochen.


16. März
Ein Zeugnis über die Brigittagebete

Von Pfr. Andreas Palocsay

Meine Mutter war mit 60 Jahren als Hauptschuldirektorin in Pension gegangen und lebte die letzten Jahrzehnte ihres Lebens immer bei mir. Geboren am 4. März 1903, starb sie am Abend des 26. Mai 2005, dem Fronleichnamsfest, im 103. Lebensjahr. Es sei noch vermerkt, dass der 26. Mai auch der Todestag und Festtag des heiligen Philipp Neri ist, und dass in seinem Todesjahr 1595 das Fronleichnamsfest ebenfalls auf den 26. Mai fiel. Philipp Neri starb, wie meine Mutter, am Abend dieses Tages.

Was ich hier berichte habe ich als Augenzeuge miterlebt.
Zum besseren Verständnis will ich einiges über die sogenannten Birgitta-Gebete vorausschicken.

Die heilige Birgitta von Schweden lebte von 1302/3 bis 1373 in Schweden und in Rom. Diese große Mystikerin und Visionärin wollte wissen ...
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15. März
Klemens Maria Hofbauer

Vor 200 Jahren, am 15. März 1820, starb in Wien im Alter von 68 Jahren der hl. Klemens Maria Hofbauer, als Redemptorist ein geistlicher Sohn des hl. Alfons Maria von Liguori. Er ist der Stadtpatron Wiens.

So ganz verschieden von unserer Zeit war seine nicht, wenn wir folgendes Zitat bedenken: “In all dem haben die Bischöfe heute keine Macht mehr. Wenn nur die Steuern von den Bürgern gezahlt werden, wenn nur kein Aufstand gegen den Fürsten in Szene gesetzt wird, alles übrige ist geduldet. Was ist also in einer solchen Situation zu tun? Wo der Hirt gehindert wird, den Wolf vom Einbruch in die Herde abzuhalten, ist es Pflicht der Hunde (Prediger), wenigstens durch Bellen die Schafe zur Wachsamkeit zu mahnen und die Wölfe durch Schrecken abzuhalten.”

Er machte viele Drangsale durch, meinte aber dennoch: “Nur Mut! Gott ist der Meister. Er lenkt alles zu seiner Ehre und zu unserem Besten und niemand kann ihm widerstehen. Alle Pläne der Menschen und seien sie noch so gut ausgedacht, dienen nur dazu, seinen Willen zu erfüllen. Ich habe mich in diesen Umständen ganz seinem Willen ergeben. Ich sehe, dass alles, was uns entgegen zu sein scheint, uns dorthin führt, wo Gott will. So wurde auch Paulus als Gefangener nach Rom geführt, die ersten Gläubigen in Jerusalem wurden verfolgt, damit das Reich Jesu Christi sich ausdehne. Lassen wir also Gott handeln und lenken. Das ist das Beste.”

Und er ermahnt uns: “Wenn man auch die vergangene Zeit nicht zurückrufen kann, so kann man sie doch dadurch zurückbekommen, dass man den Eifer im Tun des Guten verdoppelt.”


14. März
Das unwürdige Spiel der alten Masche

Schon vor Beginn des Synodalen Weges hat es nicht an mahnenden Stimmen gefehlt, das ganze Projekt werde in einer gigantischen Enttäuschung enden. Es war abzusehen, dass man mit der Fixierung auf bestimmte Reizthemen, die nicht in Deutschland entschieden werden können, den Schwarzen Peter am Ende bestenfalls nach Rom schieben kann. Eher als gedacht, hat der Papst mit seinem nachsynodalen Schreiben diesem unwürdigen “Spiel” ein Ende gemacht. Weshalb die Enttäuschung jetzt gewissermaßen verfrüht eingesetzt hat. Schuld daran ist nicht Franziskus. Auch nicht ein paar konservative Knochen in der Kurie. Verantwortung liegt bei denen, die dem Eindruck nicht wehrten, ja damit “spielten”, man könne in der Kirche gleichsam alles zur Disposition stellen und per Abstimmung neu entscheiden.

Aus dem Offenen Brief von Markus Reder an den Theologen Michael Seewald, der die “alte Masche” beklagte, den Menschen zuerst Hoffnung an der Verwirklichung von Zukunftsvisionen zu machen und sie dann wieder zu enttäuschen, erschienen im Vatican-Magazin, März 2020.

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


14. März
Stärker sein!

Zum Dritten Fastensonntag kann ich drei Predigten anbieten: Von diesem Augenblick an Gott lieben, Die Austreibung des stummen Teufels und Demut vertreibt den Teufel.


13. März
Sigismund von Radecki

Vor 50 Jahren, am 13. März 1970, starb in Gladbeck im Alter von 78 Jahren der aus Riga stammende Schriftsteller Sigismund von Radecki. 1931 wurde er katholisch. Entscheidend für diesen Schritt war die Lektüre der Werke des hl. John Henry Newman, insbesondere von dessen "Essay on the Development of Christian Doctrine" ("Über die Entwicklung der Glaubenslehre"). Radecki schrieb dazu über sich selbst: "Radecki erkannte, daß nur das Christentum für die beiden ihm wichtigsten Dinge, nämlich Wort und Geschlecht, die tiefste, die wahre Erklärung hat."


13. März
Schockenhoffs Frühlingsrede

Vor einem Jahr, am 13. März 2019, hielt Eberhard Schockenhoff vor der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Lingen seinen Vortrag über die kirchliche Sexualethik. Obwohl Schockenhoff zu den ernstzunehmenden Moraltheologen gehört, musste ich verwundert feststellen, mit welch fragwürdiger Argumentation er sich für eine Kurskorrektur der Lehre einsetzt. In meinem Artikel Schockenhoffs Frühling habe ich das gezeigt.


12. März
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Love - Truth or Illusion? wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Auf der Weihnachtsseite die Predigt Die DNA des Christentums eingebettet. Die Kritik Patrick Bahners an einer Hassrede Thomas Schüllers habe ich auf der Stockingerseite platziert.


12. März
Mundkommunion im Bistum Görlitz

Bischof Wolfgang Ipolt von Görlitz will im Gegensatz zu anderen Bischöfen die Mundkommunion wegen des Corona-Virus nicht verbieten: "Ich persönlich werde jedem die heilige Kommunion reichen in der Weise, wie er sie empfangen möchte."


11. März
Jahresranking 2019: Die Top 100

Zweiter Teil: Die Plätze 21 bis 40

Wie letztes Jahr gebe ich die 100 auf kath-info meistgelesenen Seiten des vorangegangenen Jahres in mehreren Schritten bekannt. In der rechten Spalte ist zu sehen, um wie viele Plätze der jeweilige Beitrag im Vergleich zum Vorjahr gestiegen oder gefallen ist.

Platz Jahresranking 2019
Die Top 100 von über 660 Seiten
2. Teil: Die Plätze 21-40
Verän-derung gegen-über dem Vorjahr
21

Bernward Deneke: Die Unterscheidung der Geister

+ 1
22

Recktenwald: Ist ohne Gott alles erlaubt?

+ 2
23

Urs Keusch: Kein Strom für schlechtes Reden!

+ 21
24

Recktenwald: Die menschliche Handlung

+ 68
25

Über Handkommunion

- 12
26

Georg May: Falschlehrer der Kirche

- 6
27

Martin Ramm: Der Widerstand der katholischen Jugend im Dritten Reich

- 1
28

Die Zerstörung der Grabeskirche in Jerusalem

- 1
29

Die Pränataldiagnostik

- 8
30

Robert Spaemann

- 5
31

Edmund Husserl

- 1
32

Hl. Alfons: Gebete für eine gute Todesstunde

+ 26
33

Rod Dreher: Das Erwachen. Die Benedikt-Option

+ 8
34

Emmaus einst und heute / Das brennende Herz

- 5
35

Wandlungsworte: Das Blut des Bundes - vergossen für alle?

+ 2
36

Das Hör-Erleben des ungeborenen Kindes

- 21
37

Paul Hacker: Hinduismus

+ 9
38

Über Karl Rahner

- 5
39

Spaemann: Rationalität und Gottesglaube

- 7
40

Andreas Wollbold: Die Auferstehung der Toten

- 2

Zu den Plätzen 1 bis 20


10. März
Louis Coache

Vor 100 Jahren, am 10. März 1920, wurde in Ressons-sur-Matz (Oise) Louis Coache geboren. 1943 wurde er zum Priester geweiht. Als der promovierte Kirchenrechtler nach dem Zweiten Vatikanum das Konzil kritisierte und sich dem nachkonziliaren Niedergang entgegenstellte, bekam er die ganze Härte des Kirchenrechts zu spüren. Weil er 1968 und 1969 in seiner Pfarrei trotz des Verbots seines Bischofs die Fronleichnamsprozession abhielt, wurde er von allen priesterlichen Aufgaben suspendiert. Berühmt wurde er schließlich 1977 durch die Besetzung der Kirche Saint-Nicolas-du-Chardonnet, die er zusammen mit den Priestern Mgr Ducaud-Bourget et Vincent Serralda dauerhaft für die Tradition in Besitz nehmen konnte. Er arbeitete zusammen mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. Am 21. August 1994 starb er an Knochenkrebs.


10. März
Die unverratene Anbetung

Meinen Artikel Über die unverratene Anbetung, der am 5. März in der Tagespost erschienen ist, gibt es jetzt auch online. Übrigens: Welche Art von Theologen es ist, die ich mit meiner Kritik meine, dürfte nicht schwer zu erraten sein. Selbstverständlich soll das keine allgemeine Theologenschelte sein.


10. März
Das Absurdum schlechthin

Es zeigt sich ganz klar, dass eine Kirche, die ihre eigene Lehre nicht offensiv vertritt, sich direkt und unmittelbar in die Bedeutungslosigkeit katapultiert. Dabei ist das Absurdum schlechthin, dass der Missbrauchsskandal nicht eine Folge der Sexualmoral oder des Zölibat ist. Vielmehr konnte so etwas nur passieren, weil die aus dem Glauben resultierenden moralischen oder disziplinarischen Regeln nicht eingehalten wurden. Zudem zeigt sich in der Praxis, dass die Einhaltung der Regeln nur sehr lax bis gar nicht überwacht wird.

Aus: Peter Winnemöller, Der Fortschritt hat keine Zukunft.


9. März
Enlightenment Cancelled

Mein Aufsatz Entzauberung der Werte? Eine Aufklärung über Aufklärer ist nun in englischer Übersetzung in der amerikanischen Zweimonatszeitschrift Touchstone erschienen, unter dem Titel Enlightenment Cancelled.


9. März
Ist in der Kirche noch Platz für den Glauben?

Von P. Engelbert Recktenwald

In ihrem Brief über den synodalen Weg vom November 2019 wünschen sich zehn Generalvikare "eine Kirche, in der Pluralität und Diversität gewünscht und erlaubt sind". Ist dieser Wunsch auch an die Reformbewegung Maria 2.0 gerichtet? Denn gemäß Elisabeth Hartmann-Kulle von Maria 2.0 im Bistum Essen darf es für Kardinal Gerhard Müller keine Plattform in der Kirche geben. Sie hat mit Anderen dafür gesorgt, dass er im November 2019 nicht wie ursprünglich geplant in der Bochumer Kirche St. Elisabeth auftreten konnte und in die Lohnhalle in Wattenscheid ausweichen musste. Sie stellte aber öffentlich klar, dass er auch dort nicht willkommen sei. Seine Meinungen seien menschenverachtend.

Man ist erschüttert, wie hier das Gesprächsklima vergiftet wird. Kardinal Müller steht hinter der Entscheidung des hl. Papstes Johannes Pauls II., dass die Kirche keine Möglichkeit hat, Frauen zu Priestern zu weihen. Ist diese Lehre menschenverachtend, so dass ihr in der Kirche keine Plattform mehr geboten werden darf? Kardinal Müller hat im Februar 2019 sein Glaubensmanifest vorgelegt. Darin vertritt er keinerlei extreme Positionen. Darf es in der Kirche keinen Platz mehr für den überkommenen Glauben geben?

Die Generalvikare bitten darum, auf den Vorwurf mangelnder Rechtgläubigkeit zu verzichten. Bedeutet das, dass man die Leugnung des Dogmas von der päpstlichen Unfehlbarkeit für rechtgläubig halten muss? Maria 2.0 hält diese Lehre gemäß einem öffentlichen Statement von L. K. (steht wahrscheinlich für Lisa Kötter) für eine "überkommene Ideologie", an die kaum noch jemand glaubt. Damit lehnt Maria 2.0 auch das Zweite Vatikanische Konzil ab, das in seiner Dogmatischen Konstitution über die Kirche diese Lehre wiederholt hat: "Diese Lehre über Einrichtung, Dauer, Gewalt und Sinn des dem Bischof von Rom zukommenden heiligen Primates sowie über dessen unfehlbares Lehramt legt die Heilige Synode abermals allen Gläubigen fest zu glauben vor."

Vor einigen Jahren wurde in anderem Zusammenhang aus den Reihen der deutschen Bischofskonferenz laut verkündet, dass das Zweite Vatikanische Konzil nicht verhandelbar sei und es für Menschen, die es ablehnen, keinen Platz in der Kirche gäbe. Gilt das nun nicht mehr?


8. März
Das Zitat

Auch die begangenen Sünden können uns nicht daran hindern, heilig zu werden, wenn wir in der Sehnsucht nach Vollkommenheit leben.

Hl. Alfons Maria von Liguori


7. März
Verklärtes Herz

Zum Zweiten Fastensonntag kann ich drei Predigten anbieten: Die Verklärung Christi, Die Reinigung des Herzens und Der Wille Gottes: unsere Heiligung.


7. März
Petition zum Synodalen Weg

Durch Unterzeichnung einer Petition, die der Theologe Professor Hubert Windisch gestartet hat, kann man sich dem Protest gegen den Synodalen Weg anschließen. Über 9000 Menschen haben bereits unterschrieben.


7. März
Protestantische Warnung

Bei den Katholiken steht dieser Veränderungsprozess unter der Überschrift Diskussion um den Synodalen Weg, an der alle Gläubigen mitwirken sollen. Doch das Problem: Wie so oft hält sich die schweigende Mehrheit zurück, was dazu führt, dass Zeitgeist-Bischöfe und -Kardinäle den Rahmen der Debatte vorgeben und dieser Rahmen gerne von Vorfeld-Aktivisten mit zumeist SPD- oder grünem Parteibuch gefüllt wird. Andere Auffassungen werden dann nicht nur schnell an den Rand gedrängt, sondern direkt ethisch abqualifiziert, indem man sie mit der Bewertung „rechts“ oder „rechtskonservativ“ belegt.

Der Protestant Michael Inacker, Vorsitzender der Internationalen Martin Luther Stiftung, warnt vor der schleichenden "Protestantisierung des Katholizismus" (so der Titel seines Artikels!) durch den Synodalen Weg, in: IdeaSpektrum vom 12. Februar 2020, S. 3.


6. März
Soundcloud

Vor vier Jahren, am 6. März 2016, begann ich mit meinem Predigtapostolat auf Soundcloud.


6. März
Gottesvergiftung

In der Märzausgabe des Informationsblattes ist mein Aufsatz über toxische Gottesbilder erschienen.


6. März
Das andere Missbrauchsskandal

Des Missbrauchsskandal haben wir bereits angesprochen. Es gibt aber noch ganz andere Formen von Machtmissbrauch. Solchen Machtmissbrauch sehe ich etwa in der erschreckend großen Anzahl von Klerikern, die in Auflehnung gegen das kirchliche Lehramt sich selbst zum Magisterium erklärt haben. Die Unzahl von Priestern, die alles Mögliche verkündigen, nur nicht das Evangelium Christi und die Lehre der Kirche, empfinde ich tatsächlich als amtsmissbräuchlich. Niemand zwingt sie, der Lehre der Kirche Glauben zu schenken. Aber wenn sie sich von der Kirche die Weihen spenden lassen, dann erwarte ich von ihnen, dass sie die damit verbundene “Macht”, zu heiligen, zu lehren und zu leiten, in der Treue zur Lehre der Kirche wahrnehmen.

Die Theologin Nina Heereman im Gespräch mit Markus Reder, erschienen in der Ausgabe Nr. 2 von welt & kirche, einer Beilage, mit der die Tagespost den Synodalen Weg kritisch begleitet. Diese Beilage verdient in allen Pfarreien die größte Verbreitung, um den Irrlichtern das klare Licht des Glaubens entgegenzusetzen. Hier kann man sie downloaden.

Zum Thema: Benedikt und der Missbrauchsskandal


6. März
Das Opfer des Sohnes

Liebe Brüder und Schwestern, der Herr wird niemals müde, uns gegenüber barmherzig zu sein, und er will uns erneut seine Vergebung schenken – alle brauchen wir sie –, indem er uns einlädt, mit einem neuen, vom Bösen gereinigten und durch Tränen geläuterten Herzen zu ihm umzukehren, um an seiner Freude teilzuhaben. Wie sollen wir diese Einladung annehmen? Das sagt uns der heilige Paulus: »Wir bitten euch an Christi Statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!« (2 Kor 5,20). Dieses Mühen um Umkehr ist nicht nur das Werk des Menschen, es heißt, sich versöhnen zu lassen. Die Versöhnung zwischen uns und Gott ist möglich dank der Barmherzigkeit des Vaters, der aus Liebe zu uns nicht gezögert hat, seinen eingeborenen Sohn zu opfern. Denn Christus, der gerecht und ohne Sünde war, wurde für uns zur Sünde gemacht (V. 21), als am Kreuz die Last unserer Sünden auf ihn geladen wurde. Und so hat er uns gerettet und vor Gott gerechtfertigt.

Papst Franziskus in seiner Predigt am Aschermittwoch, den 18. Februar 2015.


5. März
Erscheinung des Seins

In der Tagespost ist die 12. und letzte Folge meiner Spaemannserie erschienen.


5. März
Fortschritt in der Theologie

Die 41. Folge meines Podcasts beschäftigt sich mit der Frage, ob der hl. John Henry Newman als Theologe heute jenem Flügel der Theologie zuzurechnen sei, der als fortschrittlich gilt.


28. Februar
Solidarität mit Kardinal Woelki

Auf openPetition kann man eine Solidaritätsaktion mit Kardinal Woelki unterschreiben, die glaubenstreue Katholiken als Reaktion auf eine Petition gestartet haben, in der der Kardinal im Zusammenhang mit den synodalen Kontroversen harsch wegen seinen lehramtstreuen Glaubenspositionen etwa zur Frage der Möglichkeit des Frauenpriestertums kritisiert wird.


28. Februar
Staatlich geschützter Todeswunsch?

Aus Anlass der Entscheidung, die das Bundesverfassungsgericht vorgestern gefällt hat und mit der es das Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe als verfassungswidrig gekippt hat, mache ich auf den wichtigen Aufsatz von Raimund Klesse aufmerksam, der den Todeswunsch aus ärztlicher Sicht erklärt. Solchen Todeswunsch als Ausdruck autonomer Selbstbestimmung zu erklären, geht an der Wirklichkeit vorbei.


27. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Who is Jesus Christ? wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Auf der Seite über die „Hymnen an die Kirche“ von Gertrud von le Fort wurde die Predigt Freuen wir uns wirklich auf den Herrn? eingebettet. Den päpstlichen Ausführungen über die Pflichten, die mit dem Bischofsamt verbunden sind, wurden die aktuellen Beobachtungen Vergifteter Boden und Zeuge des Evangeliums von Regina Einig und Thorsten Paprotny hinzugefügt.


26. Februar
Of Roman Days and Florentine Nights

About the founding days of the Priestly Fraternity of St. Peter

By Fr. Engelbert Recktenwald

When I recount the story of the formation of the Priestly Fraternity of St. Peter, it is inevitably in a very subjective manner. I therefore intend from the start to limit myself to my own personal point of view and preface this straightaway with a personal confession: When I think back to the events of that time, I am filled with a single great sensation: that of thankfulness. Thankfulness for the gift of being able to experience God’s guidance, in His inexpressible love and faithfulness; a gift which no power in this world can ever take away from me.

In 1988, when Archbishop Lefebvre consecrated four bishops in defiance of a papal warning, I was a priest in his Society, the Society of St. Pius X (SSPX), working in its apostolate in Stuttgart-Feuerbach, Germany. I had known for a long time that I would never be able to back such a decision, and I had already informed the General Superior, Fr. Franz Schmidberger, of my stance in September 1986. On the other hand, it would have been impossible for me to simply cast off the theological and liturgical formation which I had gratefully received in the SSPX. For this formation bore – apart from some particular constrictions which may have arisen here and there especially in recent times – the stamp of the depth and breadth of Catholic Tradition. The Holy Mass and the liturgy into which I grew in the course of my seminary formation were precisely not the liturgy of the SSPX or of Archbishop Lefebvre, but of the Church and of countless saints who had been formed by it in the course of the centuries, across the historical boundaries of the modern era and the Middle Ages. I was not willing – not even in the case of my leaving the SSPX – to forfeit these treasures. Such a demand appeared to me to be completely implausible. In all of the talks, in which such a demand was made, I was never able to detect behind this demand a love of the liturgy, a concern for the reverent celebration of the liturgy, the belief in the profound mystery of the Holy Mass, but rather very different concerns of a “pastoral” nature, against which the loss of the sense of reverence and mystery appeared to be, in the best case, the lesser of two evils. I was never able to convince myself that conforming to this distorted perspective would be the right thing to do. For this reason, I was entertaining the thought of withdrawing into spiritual isolation to wait for better days in the Church, should the schismatic episcopal consecrations take place. The idea of aiming for the formation of a new society with Rome’s blessing was only brought to my attention one week before the episcopal consecrations, by seminarians in Zaitzkofen, the German-speaking seminary of the SSPX, who called me asking for my help. On the one hand, they did not wish to enter into...
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25. Februar
Was Jesus dazu meint

Im Schweizerischen Katholischen Sonntagsblatt ist mein Aufsatz Jesus und das Theodizeeproblem erschienen.


25. Februar
Predigtranking 2019 V

An neunter Stelle der im Jahr 2019 am häufigsten gehörten Predigten steht die Predigt Der Heilige Geist als Seele der Kirche. An zehnter Stelle von insgesamt 120 Predigten kommt die Predigt Die drei Frauen am Grab.


24. Februar
Kollektives Versagen

Seit den intellektuellen Aufständen der 60er Jahre meint heutzutage fast jeder, es besser zu wissen und jede Autorität in Frage stellen zu dürfen. Diese schlechte Tradition der Verbildetheit hat sich durch das nahezu kollektive pastorale Versagen in der Verkündigung des Glaubens seit Jahrzehnten im Kirchenvolk festgesetzt und die Früchte dieser unterlassenen Aussaat des ganzen und unverfälschten Glaubensgutes ernten wir nun im Rahmen des so genannten synodalen Weges.

Aus: Andreas Kuhlmann, Die Saat der pastoralen Versäumnisse geht auf.

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg.


14. Februar
Heilende Liebe

Zum Sonntag Quinquagesima, der in diesem Jahr auf den 23. Februar fällt, kann ich ebenfalls drei Predigten anbieten: Seht, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, Nach Jerusalem dem Leiden entgegen und Der Blinde, unser Vorbild.


14. Februar
Arbeit und Entrückung

Zum Sonntag Sexagesima, dem zweiten Sonntag der Vorfastenzeit, kann ich drei Predigten anbieten: Das Gleichnis vom Sämann, Die Wirksamkeit des Wortes Gottes und In den dritten Himmel entrückt.


14. Februar
Hélène Martin

Vor 150 Jahren, am 22. Februar 1870, starb im Alter von fünf Jahren Hélène Martin, die vierte Tochter der hl. Zélie Martin, geb. Guérin, und des hl. Louis Martin, und ältere Schwester der hl. Theresia von Lisieux. Die hl. Theresia (1873-1897) war das neunte und jüngste Kind. Ein Schlüsselerlebnis für sie war die Erhörung ihrer Gebete, die sie an ihre verstorbenen Geschwister richtete, als sie wegen ihrer Skrupel in geistlicher Not war.


14. Februar
Jacinta Marto

Vor 100 Jahren, am 20. Februar 1920, starb in Lissabon im Alter von nicht einmal zehn Jahren Jacinta Marto, eines der drei Seherkinder von Fatima. Am 13. Mai 2000 wurde sie selig-, am 13. Mai 2017 heiliggesprochen.


14. Februar
Joachim Piegsa

Vor fünf Jahren, am 20. Februar 2015, starb in Ludwigshafen im Alter von 84 Jahren der Moraltheologe Prof. Dr. Joachim Piegsa MSF. Von 1977 bis 1998 lehrte er in Augsburg. Zu seinen Hauptwerken gehört das dreibändige Handbuch Der Mensch – das moralische Lebewesen. Er gehörte zu jener Art von Theologen, die katholisch genug waren, das kirchliche Lehramt ernstzunehmen, statt ihm “moralisierende Einschüchterung” (Höhn) vorzuwerfen.


14. Februar
Michael Novak

Vor drei Jahren, am 17. Februar 2017, starb in Washington im Alter von 83 Jahren der katholische Philosoph Michael Novak. Von ihm gibt es auf kath-info den Artikel Einsame Atheisten.


14. Februar
Die 21

Vor fünf Jahren wurden 21 Kopten in Libyen von der Terrororganisation Islamischer Staat enthauptet. Am 15. Februar 2015 verbreitete der IS ein Video mit dieser Tat und der Botschaft “Wir werden das Meer mit eurem Blut tränken.” Martin Mosebach hat daraufhin die Familien der Enthaupteten besucht und darüber sein Buch Die 21 geschrieben.


14. Februar
Minh Mang

Vor 200 Jahren, am 14. Februar 1820, wurde Minh Mang vietnamesischer Kaiser. Er regierte 21 Jahre lang. Unter ihm begann die erste Welle schlimmer Christenverfolgungen im Land, so dass er der "Nero von Annam" genannt wurde. Das bekanntest Opfer dieser Christenverfolgung war der hl. Pierre Dumoulin-Borie. Eine beeindruckende Erzählung aus der annamitischen Christenverfolgung enthält das Buch von Joseph Spillmann Kämpfe und Kronen.


12. Februar
Missionarische Theologen

Die 40. Folge meines Podcasts. Dieses Mal erkläre ich, warum die schlimmen Reformbremser im Unrecht sind, wenn sie den Missionsbegriff für sich allein reklamieren. Auch die Reformer sind missionarisch.


12. Februar
Joseph Olallo Valdés

Vor 200 Jahren, am 12. Februar 1820, wurde in Havanna Joseph Olallo Valdés geboren. Als Ordensmann der Barmherzigen Brüder des hl. Johannes vom Gott diente er 54 Jahre lang im Krankenhaus in Puerto Prince mit äußerster Hingabe den Kranken. Als “Apostel der Barmherzigkeit” starb er am 7. März 1889. Auf seinem Grabstein steht: “Frater Olallo, die Armen, die getröstet von dir gestorben sind, erwarten dich, die Armen, die du untröstlich zurückgelassen hast, beten für dich.” Am 29. November 2008 wurde er seliggesprochen.


11. Februar
Rehabilitation der Freundschaft

In der Tagespost ist die 11. Folge (und damit die vorletzte Folge) meiner Spaemannserie erschienen.


11. Februar
Predigtranking 2019 IV

An siebter Stelle der im Jahr 2019 am häufigsten gehörten Predigten (von insgesamt 120 Predigten) stehen gleichauf zwei Predigten: In den dritten Himmel entrückt und über den hl. Erzengel Michael.


10. Februar
Alois Stepinac

Vor 60 Jahren, am 10. Februar 1960, starb in seinem Heimatort Krašić, Österreich-Ungarn, im Alter von 61 Jahren als Opfer der kommunistischen Christenverfolgung Alois Kardinal Stepinac, Erzbischof von Zagreb. Am 3. Oktober 1998 wurde er seliggesprochen.


10. Februar
Glaubensmanifest

Vor einem Jahr, am 10. Februar 2019, hat Kardinal Gerhard Ludwig Müller ein Glaubensmanifest veröffentlicht, um in der heutigen Zeit der Glaubensverwirrung Orientierung zu geben. Amerikaner haben es auf ihre amerikanische Weise verfilmt.


9. Februar
Das Zitat

Die Zeit ist gekommen, junge Generationen von Aposteln heranzubilden, die keine Angst haben, das Evangelium zu verkünden. Für jeden Getauften ist es notwendig, von einem Gewohnheitsglauben zu einem reifen Glauben zu gelangen, der in klaren, überzeugten und mutigen Entscheidungen zum Ausdruck kommt.

Hl. Johannes Paul II. am 6. Juni 2004 in Bern


9. Februar
Siegfried Ernst

Vor 25 Jahren, am 9. Februar 1995, konvertierte in Rom in Anwesenheit von Kardinal Ratzinger der Arzt und Lebensrechtler Dr. Siegfried Ernst (1915-2001) zur katholischen Kirche. Ernst war seit 1971 Mitglied der Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und gründete 1973 die Europäische Ärzteaktion.


9. Februar
Dom Nicolaas de Wolf

Vor fünf Jahren, am 9. Februar 2015, starb im Alter von 83 Jahren Abt Dom Nicolaas de Wolf OSB. 1993 gründete er mit Unterstützung von Kardinal Ratzinger im Saarland das Priorat Gräfinthal, dessen Prior er von 1996 bis 2015 war.


8. Februar
Weinberg oder Rennbahn?

Zum morgigen Sonntag Septuagesima, dem ersten Sonntag der Vorfastenzeit, kann ich zwei Predigten anbieten: Die Arbeiter der elften Stunde und Der Wettkampf aus Gnade.


8. Februar
Resolution gegen Polen

Ja, richtig verstanden: Eine Mehrheit im Europäischen Parlament plädiert hier [bei der Entschließung gegen eine polnische Gesetzesinitiative zum Schutz der Kinder vor einer frühsexualisierenden, schulischen Zwangsaufklärung] unter anderem für legale Abtreibungen, damit Jugendliche ‘gefahrlos sexuelle Erfahrungen’ machen können! Hier werden Jugendliche nicht nur mit einem Zerrbild von Sexualität vertraut gemacht, sondern auch zur Geringschätzung des ungeborenen Lebens erzogen.

Aus: Stephan Baier, Ideologen im Klassenzimmer, in: Vatican-Magazin Dezember 2019, S. 32 f.


7. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz Benedikts Analyse: Ein Stein des Anstoßes wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Auf der Seite mit Robert Spaemanns Aufsatz Wirklichkeit als Anthropomorphismus habe ich die Predigt Adventszeit ist Wüstenzeit eingebettet, außerdem unter dem Titel Die Entdeckung der Person das Zitat aus Schweidlers Rezension über den, wie Schweidler meint, originellsten Aspekt von Spaemanns Philosophie der Person hinzugefügt. Auf der Gewissensseite habe ich meinen Podcast über den missbrauchten Kant eingebettet (es handelt sich um eine Kritik an Magnus Striet) und die interessante Bemerkung Paprotnys über Newmans Gewissensbegriff (Zweifel als Tugend?) hinzugefügt.


7. Februar
Synodale Parallelwelt

Freimut, Augenhöhe, Bröckeln der Angst sind die Stichwörter der Stunde und werden für manche offenbar zu einer lebenswendenden Erfahrung. Die katholische Kirche in Deutschland scheint bisher ein Gläubigenkerker gewesen zu sein, glaubt man den mitunter mit emotionalem Pathos vorgetragenen Statements. Man fragt sich, in welcher Parallelwelt der Angst die Teilnehmer bisher gelebt haben müssen. Denn sagen Verbände, das ZdK zuvorderst, nicht seit Jahren unverblümt, wie sie sich die Kirche der Zukunft vorstellen? Lehren Theologieprofessoren nicht, was sie wollen?

Aus: Oliver Maksan, Das katholische 1968, in der Tagespost vom 6. Februar 2020, über die erste Synodalversammlung des Synodalen Wegs, die vom 30. Januar bis 1. Februar 2020 in Frankfurt am Main stattfand.

Weitere Stimmen zum Synodalen Weg.


6. Februar
Anselm Günthör

Vor fünf Jahren, am 6. Februar 2015, starb im oberschwäbischen Altshaus im Alter von 103 Jahren der Moraltheologe P. Anselm Günthör OSB. 1929 trat er ins Benediktinerkloster Weingarten ein. Von 1952 bis 1971 lehrte er als Professor für Moral- und Pastoraltheologie in Rom. Wachsam und kritisch verfolgte er manche theologischen Irrwege nach dem Konzil. Seine Selbstbiographie erschien im fe-Verlag.


5. Februar
Vorausgesagte Beschimpfung

Dass wir beschimpft wurden, haben wir vor der Wende erfahren und auch danach, einfach weil wir zu Jesus gehören. Er hat es uns ja vorausgesagt. Ich denke fast, wer nie um Jesu willen missverstanden oder beschimpft oder ausgegrenzt wird, sollte sich fragen, ob er vielleicht zu angepasst an die säkulare Umgebung lebt. Wer die Wahrheit liebt und lebt, steht automatisch gegen die Lügen in der Familie und in der Gesellschaft.

Pastor Uwe Holmes im Interview Neues "nicht mit Hass beginnen" mit Karin Wollschläger, in der Neuen Bildpost vom 25./26. Januar 2020, S. 16 f. Holmes hatte 1990 Erich Honecker Asyl in seinem Pfarrhaus gewährt. In der vom Domradio veröffentlichten Fassung wurden die Antworten mit diesem Abschnitt weggelassen.


5. Februar
Tadeusz Brzozwski

Vor 200 Jahren, am 5. Februar 1820, starb in Polazk, der ältesten Stadt Weißrusslands, im Alter von 70 Jahren Tadeusz Brzozwski SJ, seit 1805 Generaloberer der Jesuiten. Sofort danach verbannte Zar Alexander I. (1801-1825) alle Jesuiten aus Russland. Als Papst Clemens XIV. 1773 die Gesellschaft Jesu aufhob, fanden viele Jesuiten Zuflucht in Russland unter Katharina der Großen (1762-1796), die die Bildungsarbeit der Jesuiten schätzte. Nachdem Pius VII. 1814 den Orden wiederherstellte, vertrieb etwa 15 Monate später Zar Alexander die Jesuiten aus St. Petersburg, so dass General Tadeusz Brzozwski SJ mit 26 Mitbrüdern St. Petersburg kurz vor Weihnachten verlassen musste. Die Ausreise nach Rom wurde ihm vom Zar verboten.

Aus der Geschichte des Jesuitenordens


4. Februar
Predigtranking 2019 III

An fünfter Stelle der im Jahr 2019 am häufigsten gehörten Predigten steht die Predigt Wir leben von seinen Rosen. An sechster Stelle von insgesamt 120 Predigten kommt die Predigt Das Wort Gottes - Das Geheimnis des Erfolgs.


4. Februar
Das neue Superkriterium

Freundlicher lässt sich Theologisches nicht ausbremsen! Ist die flache Hierarchie im Sozialen erst einmal als Superkriterium etabliert, so wirkt sakramentales Hierarchiedenken als Anschlag auf die Gemeinnützigkeit, und Ämterfragen können nicht anders denn als Machtfragen aufgefasst werden. Die Offenbarungsidee hätte sich demnach durch ihre Tauglichkeit auszuweisen, im jeweiligen Heute „Gräben zu überbrücken“ (Bischof Bätzing), „Blockaden zu lösen“ (Pater Langendörfer), „authentisch und echt“ (Bischof Bode) zu sprechen. Augenhöhe, sich willkommen fühlen, Respekt und Wertschätzung waren denn auch die in Frankfurt am häufigsten beanspruchten Chiffren für die Zukunftsfähigkeit der Religion.

Aus Christian Geyers Kommentar zum Synodalen Weg Kalter Kaffee in Gottes Namen?, FAZ-Online von gestern.

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


3. Februar
Kirchenreform: Die Verwandlung in bürgerliche Religion

Der Theologe Johann Baptist Metz scheute sich 1980 bei einem Vortrag auf dem Katholikentag von unten “nicht, seinen Zuhörern vorzuhalten, ihre Kirchenkritik sei ‘allzu ausschließlich autoritätsfixiert’: Aus ihr spreche die Vorstellung, ‘alles an kirchlicher Erneuerung’ hinge wesentlich davon ab, dass ‘der Papst und die Bischöfe sich ändern’; wer jedoch eine wirkliche Erneuerung der Kirche ‘von unten’ her erstrebe, der müsse erst einmal bei sich selbst anfangen. Damit nicht genug, übt Metz scharfe Kritik an der bloß vermeintlichen Fortschrittlichkeit eines kirchenreformerischen Programms, das auf eine ‘Verwandlung des Christentums in bürgerliche Religion’ abzielt – oder anders ausgedrückt: das darauf hinausläuft, ‘die Erneuerung der Kirche nicht auf der Basis des Evangeliums, sondern auf der Basis dieser bürgerlichen Religion [zu] suchen’. Das Resultat sei, so Metz, eine ‘Angebots- beziehungweise Servicekirche’, in der Gott ‘zwar zitierfähig, aber kaum mehr anbetungswürdig’ erscheint.”

Aus: Tobias Klein, Glaubenskompass 2020. Von wegen rückwärtsgewandt und erstarrt: Kommt die wahre Erneuerung der Kirche von den Konservativen?, in der Tagespost vom 30. Januar 2020.


3. Februar
Kaiser Gia Long

Vor 200 Jahren, am 3. Februar 1820, starb im Alter von fast 58 Jahren der vietnamesische Kaiser Gia Long. Er war der Begründer und erste Kaiser der vietnamesischen Nguyen-Dynastie und machte 1804 Hue zur Hauptstadt. Gia Long war der katholischen Kirche wohlgesonnen, doch unter seinem Nachfolger Kaiser Minh Mang (1820-1841), auch der “Nero von Annam” genannt, brach eine Christenverfolgung aus, der z.B. der hl. Pierre Dumoulin-Borie zum Opfer fiel. Eine beeindruckende Erzählung aus der annamitischen Christenverfolgung enthält das Buch von Joseph Spillmann Kämpfe und Kronen.


2. Februar
Zuspruch der Predigten

Ich freue mich, dass meine Predigten auf Soundcloud auf immer größeren Zuspruch stoßen. Die Jahresstatistiken bringen es an den Tag: 2019 stieg die Zahl der gehörten Predigten gegenüber dem Vorjahr um 52,1%, gegenüber 2017 um 198,4%. Gestartet wurde dieses Apostolat am 6. März 2016.


2. Februar
André Frossard

Vor 25 Jahren, am 2. Februar 1995, starb in Neuilly bei Paris im Alter von 80 Jahren André Frossard. Sein Vater gehörte zu den Gründern der Kommunistischen Partei Frankreichs und war Minister in der Dritten Republik. Atheistisch und antiklerikal erzogen, erfuhr André Frossard eine plötzliche Bekehrung, die er in seinem Buch Gott existiert. Ich bin ihm begegnet beschrieb. Seitdem war er ein publizistischer Streiter für den katholischen Glauben und gewann solches Ansehen, dass er 1987 in die Académie Française aufgenommen wurde.

Großes Aufsehen erregte sein 1993 erschienenes Buch La parti de Dieu (Die Partei Gottes), in dem er die Zerstörung des Glaubens anprangerte und die Bischöfe aufrief, dem nicht länger tatenlos zuzuschauen. Das Buch ist geschrieben als ein offener Brief an die Bischöfe. Der FELS brachte im April 1993 Auszüge aus dem Werk. Darin heißt es:

"Bischöfe Frankreichs, Ihr habt nur eine Partei zu ergreifen, die Partei Gottes. Seit einiger Zeit jedoch bietet Ihr nur mehr ein Christentum an, das seines Lebensnervs, seiner Geheimnisse und Wunder beraubt und auf die Soziologie und die Geschichte reduziert ist. Es ist in religiöser Hinsicht das, was die Mitte für die Politik darstellt. Ihr vermehrt die Zugeständnisse an die intellektuelle Mode, die Kompromisse mit der Welt. Die Welt aber, die in Angst lebt und in geistiger Hungersnot, die Welt, die Hoffnungen gehabt hat und der nur noch Enttäuschungen beschert werden, erwartet von Euch Gründe zu glauben. Eure Furchtsamkeit aber liefert nur Gründe zu zweifeln. Ihr sprecht immer weniger wie der hl. Paulus und immer mehr wie ein Senator der Mitte."

Frossard schrieb das vor 27 Jahren an die Bischöfe Frankreichs. Dabei hatten die sich damals nicht einmal auf einen synodalen Weg gemacht...


1. Februar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel von Maria Elisabeth Schmidt Wie David gegen Goliath über den Film und die Geschichte einer Frau, die den Weg vom Abtreibungsanbieter „Planned Parenthood“ zur Lebensrechtsbewegung „40 Days for Life“ geht, wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Auf der Seite über die Kostbarkeit des Glaubensgutes wurde meine Predigt über den zweifelnden Johannes den Täufer eingebettet, außerdem auch die interessante Beobachtung von Bischof Oster über die eigentliche Bruchstelle der Polarisierung in der heutigen Kirche hinzugefügt. Meinen Podcast zur Frage Liebe - Wahrheit oder Schein? habe ich auf der Seite mit Spaemanns Aufsatz über ein opferloses Christentum eingebettet.


1. Februar
Veräußerlichung statt Entweltlichung

Ist der notwendige religiöse Reformgedanke hierzulande inzwischen derart veräußerlicht, dass er – unter einen kirchengemachten massenmedialen Erwartungsdruck gesetzt – weitaus mehr den säkularen Plausibilisierungs-Routinen genügen möchte als theologischen Begründungen? Was verspricht man sich davon, der Öffentlichkeit in religiösen Fragen eine Zentralstellung einzuräumen, dergestalt, dass man den gesamtgesellschaftlichen Pluralismus in der Religion selbst abbilden möchte statt im Pluralismus eine eigene, eine genuin theologische Stimme auszubilden?

Aus dem Kommentar Christian Geyers zum Synodalen Weg unter dem Titel Schwatzbude oder kirchliche Erneuerung?, FAZ-online vom 28. Januar 2020.

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg.


1. Februar
John Berg

Vor 50 Jahren, am 1. Februar 1970, wurde in Minnesota P. John Berg FSSP geboren. Am 6. September 1997 wurde er zum Priester geweiht. Von 2006 bis 2018 war er Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Petrus. Heute leitet er das St. Joseph of Cupertino House und die Personalpfarrei St. Mary in Providence, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Rhode Island.


31. Januar
Frauenpriestertum

Mein Podcast: Nach der längsten Episode folgt nun die kürzeste.


31. Januar
Predigtranking 2019 II

An dritter Stelle der im Jahr 2019 am häufigsten gehörten Predigten steht die Predigt über den Fluch des Unkrautsammelns. An vierter Stelle von insgesamt 120 Predigten kommt Dir geschehe, wie du geglaubt hast.


30. Januar
Missbrauchskrise: Die Rolle der Moraltheologen

Die Steine, die Theologen auf Benedikt werfen, treffen sie selber

Von P. Engelbert Recktenwald

In der Erklärung der Sprecher der deutschen Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie (vom 14. April 2019) zur Analyse Joseph Ratzingers zum sexuellen Missbrauch weisen die Professoren Christof Breitsameter und Stephan Goertz auf die Tatsache hin, “dass erst eine moralisch sensible Öffentlichkeit und ihre Medien die Kirche aus ihrer moralischen Lethargie wecken mussten”.

Dem kann man nur zustimmen. Und zu dieser Kirche gehörten auch die von Benedikt kritisierten Moraltheologen. “Kirche” ist eben nicht nur Papst und Hierarchie, Kirche sind wir alle. Und wenn nicht der Theologie die Aufgabe zukommt, für übersehene Nöte in Kirche und Gesellschaft zu sensibilisieren, wem dann? Aber nicht unsere theologischen Beamten, sondern feministische Kreise hatten seit der “sexuellen Befreiung” vor der Tendenz gewarnt, Pädophilie zu verharmlosen. Diese Tendenz war damals tief in die Reihen der Linken, der Grünen und eben auch der fortschrittlichen Geistlichkeit eingedrungen, so etwa im Jesuitenorden, wo “an die Stelle der fatalen Schläge das fatale Streicheln” trat, wie die ZEIT 2010 in einem Artikel schrieb. Dieser Artikel befasste sich mit einer Klausurtagung des Ordens, die die Vergangenheit aufarbeiten sollte: “Die weltliche Wende von 68 hatte auch die Jesuiten erfasst”, schreibt die ZEIT, und belegt diese Behauptung unter anderem mit der bezeichnenden Tatsache, dass Pater S., ein Täter, “einige Zeit an der Odenwaldschule zugebracht” hatte. “Damit ist die letzte Mauer zwischen beiden Skandalen durchbrochen, die zwischen konfessionell-katholisch und reformerisch-kulturprotestantisch.”

Und jetzt wagen katholische Theologen, diese offensichtlichen und längst eingestandenen Verbindungen zwischen 68 und kirchlichem Missbrauchsskandal zu leugnen, um Papst Benedikt Vorurteile vorzuwerfen?

Klar: Wer dem Zeitgeist hinterherhechelt, kann ihm nicht vorausgehen. Es ist leicht, nachträglich auf den Zug aufzuspringen. Dabei gibt es in unserer Zeit genügend dringende Anliegen, die unseren Moraltheologen Gelegenheit böten, Trendsetter zu werden. Hat man irgendwo gehört, dass Goertz und Co. sich z.B. laut und vernehmlich gegen das tausendfache Töten von Menschen im Mutterleib engagieren, zu Märschen für das Leben aufrufen oder sonstige Aktionen setzen, um die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren? Wenn es in der Zukunft einmal zu einer Trendwende kommt und sich wieder eine Kultur des Lebens durchsetzt, wird man im Rückblick nicht auf die deutsche “Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie” stoßen, der diese Trendwende zu verdanken sein wird; eher aber auf einen hl. Papst Johannes Paul II., der nicht müde wurde, sich für eine solche Kultur einzusetzen - und der genau dafür von sich fortschrittlich wähnenden Theologen kritisiert wurde: Goertz z.B. verunglimpft die strikte Ablehnung der Abtreibung als Folge rigider Sexualmoral! Der Papst, so wird man einmal feststellen müssen, war die Lokomotive, die voranstürmte, und deutsche Moraltheologen jene Waggons, die sich abkoppelten, um in einer Kultur des Todes in lethargischen Schlaf zu fallen.

Goertz und Co. stehen für eine Art von Theologen, die durch ihre moralische Lethargie genau jene Zustände fördern, für die sie dann, wenn sich das Blatt gewendet hat, Papst und Kirche kritisieren.

Diesen Beitrag kann man auch hören.

Zum Thema: Benedikts Analyse, ein Stein des Anstoßes


29. Januar
Nietzsche über Luther

Er lieferte die heiligen Bücher an Jedermann aus, - damit gerieten sie endlich in die Hände der Philologen, das heißt der Vernichter jeden Glaubens, der auf Büchern ruht. Er zerstörte den Begriff "Kirche", indem er den Glauben an die Inspiration der Konzilien wegwarf: denn nur unter der Voraussetzung, dass der inspirierende Geist, der die Kirche gegründet hat, in ihr noch lebe, noch baue, noch fortfahre, sein Haus zu bauen, behält der Begriff "Kirche" Kraft.

Aus: Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft, 358: Der Bauernaufstand des Geistes


27. Januar
Frauenpriestertum. Warum nicht?

Die Theologin Nina-Sophie Heereman erklärt, warum Frauen nicht zu Priestern geweiht werden. Es ist eine der besten Erklärungen, die ich kenne.


27. Januar
Verpflichtung

Wir müssen jedoch auf die sehr ernste Verpflichtung hinweisen, die Erde den neuen Generationen in einem Zustand zu übergeben, so dass auch sie würdig auf ihr leben und sie weiter kultivieren können. Das schließt ein, »es sich zur Pflicht zu machen, nach verantwortungsbewusster Abwägung gemeinsam zu entscheiden, welcher Weg einzuschlagen ist, mit dem Ziel, jenen Bund zwischen Mensch und Umwelt zu stärken, der ein Spiegel der Schöpferliebe Gottes sein soll – des Gottes, in dem wir unseren Ursprung haben und zu dem wir unterwegs sind« (Botschaft zum Weltfriedenstag 2008).

Aus der Enzyklika Benedikts XVI. Caritas in Veritate vom 29. Juni 2009


26. Januar
Klugheit versus Moral?

In der Tagespost ist die 10. Folge meiner Spaemannserie erschienen.


25. Januar
Heilung und Glaube

Zum morgigen 3. Sonntag nach Erscheinung kann ich zwei Predigten anbieten: Die Heilung des Aussätzigen und Dir geschehe, wie du geglaubt hast.


25. Januar
Kolumbien

Vor fünf Jahren, am 25. Januar 2015, weihte P. Andrzej Komorowski, damals Assistent des Generaloberen der Petrusbruderschaft, in Kolumbien das erweiterte Colegio Campestre Santo Domingo Savio ein. Es wird von 150 Schülern besucht und bildet das Herzstück des Bildungsprojekts, das die Priesterbruderschaft Sankt Petrus seit elf Jahren in Kolumbien betreibt. Im Film Des hommes à part wird dieses Apostolat geschildert.


25. Januar
Max Jakob

Vor 100 Jahren, am 25. Januar 1920, widerfuhr dem Maler und Dichter Max Jakob (1876-1944) jenes Ereignis, das ihn endlich zur Abkehr von einem Leben der Sünde führte: Er wurde von einem Auto angefahren und sah dem Tod ins Auge. Bereits fünf Jahre zuvor, am 18. Februar 1915, hatte er sich taufen lassen, nachdem er am 7. September 1909 von einer Christusvision heimgesucht worden war.


24. Januar
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

9. Folge

20. Wenn du Gott wahrhaft liebst, geliebte Seele, so musst du dich mehr über Seine als über deine eigene Seligkeit freuen. Wer einen Freund recht innig liebt, hat größere Freude an dem Glück desselben als an dem eigenem Wohlergehen. Die Erkenntnis von der unendlichen Glückseligkeit deines Gottes ist dein größter Trost, du musst oft zu Ihm sprechen und sagen: Lieber Gott, ich freue mich mehr über Deine Seligkeit als über mein eigenes Wohlergehen, denn ich liebe Dich mehr als mich selbst.

21. Du kannst Gott auch einen Beweis deines Vertrauens zu Ihm geben, wenn du, nachdem du einen Fehler begangen hast, dich nicht schämst, alsbald Ihm zu Füßen zu fallen und Ihn um Verzeihung zu bitten. Bedenke, dass Gottes Wunsch, den Sündern zu verzeihen, so groß ist, dass, nachdem sie sich von Ihm entfernt haben, Er ihren Verlust beklagt, und wieder liebevoll zu Sich ruft: “Warum wollt ihr sterben, Haus Israels... Bekehret euch und lebet” (Ez 18,31). Er verspricht jeder Seele, die Ihn verlassen hat, sobald sie in Seine Arme zurückkehrt, sie freundlich wieder aufnehmen zu wollen: “Wendet euch zu mir, und ich werde mich zu euch wenden” (Ez 18). Möchten es also doch die Sünder begreifen, mit welcher Liebe der Herr sie erwartet, um ihnen zu verzeihen: “Es wartet der Herr, sich eurer zu erbarmen” (Is 30,18). Möchten sie begreifen, wie sehr Er wünscht, sie bekehrt zu sehen, wie gerne Er ihnen die Strafe ersparte, wie gerne Er sie umarmen und an Sein Herz drücken möchte. Er beteuert: “So wahr ich lebe, ich habe kein Wohlgefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose sich bekehre von seinem Wege und lebe” (Ez 33,11). Und er fügt hinzu: “Kommt und klaget über mich, wenn eure Sünden wie Scharlach wären, sollen sie weiß werden wie Schnee, und wenn sie rot wie Purpur wären, sollen sie weiß werden wie Wolle" (Is 1,18). Als ob Er sagte: Bereut es, ihr Sünder, dass ihr mich beleidigt habt, und kehrt zu Mir zurück. Klagt über Mich, wenn Ich euch nicht sogleich verzeihe, tadelt Mich, behandelt Mich wie einen Wortbrüchigen; aber nein, Ich halte Mein Versprechen, wenn ihr kommt, so seid überzeugt, dass, wenn auch euer Gewissen durch eure Sünden noch so schwarz wäre, Ich es durch Meine Gnade alsbald weiß wie Schnee machen werde.

wird fortgesetzt

Zum bisher Erschienenen


23. Januar
Predigtranking 2019

Bis Ende des Jahres 2019 habe ich auf Soundcloud 120 Predigten veröffentlicht. Welche Predigten wurden 2019 am häufigsten gehört? An erster Stelle steht die Predigt zum Fest der heiligen Familie: Ist der Mensch gut oder böse? Sie wurde 617 mal gehört. An zweiter Stelle kommt die Predigt über die Dreifaltigkeit: Gott über uns - Gott mit uns - Gott in uns.


23. Januar
Gottfried Böhm

Vor 100 Jahren, am 23. Januar 1920, wurde in Offenbach am Main der heute noch lebende Architekt Gottfried Böhm geboren, der 69 Kirchen entworfen hat, darunter die Sühnekirche der Gebetsstätte Wigratzbad. Er ist der Sohn von Dominikus Böhm, über den Franz Prosinger auf kath-info einen Artikel zum Thema Die praktische Durchführung der Liturgiereform und die sakrale Architektur von Dominikus Böhm geschrieben hat.


22. Januar
Greta und der Synodale Weg

Was man von Greta lernen könnte

Von P. Engelbert Recktenwald

Das Phänomen der Fridays for Future-Bewegung kann zumindest teilweise erklärt werden auf dem Hintergrund dessen, was der Psychiater Viktor E. Frankl das “existentielle Vakuum” nannte. Darunter versteht er ein Sinnlosigkeitsgefühl, das sich in Form von Langeweile (Verlust an Interesse) und Gleichgültigkeit (Mangel an Initiative) manifestiert. Es sei ein Produkt der Industrie- und Konsumgesellschaft, die alle Bedürfnisse befriedige außer dem Sinnbedürfnis. Denn dieses Bedürfnis kann nur gestillt werden durch die Möglichkeit, etwas Wertvolles zu tun. Sinnvolles Tun besteht in der Bewältigung einer Herausforderung, in der Erfüllung einer wertvollen Aufgabe.

Aber in einer Gesellschaft, die immer komplexer, in einer Welt, die immer unübersichtlicher wird, erlebt sich der Einzelne als machtlos, überfordert, einflusslos. Seinem Wirken sind enge Grenzen gesetzt. Um alles Wichtige kümmert sich der Staat, gegebenenfalls sind vielleicht noch Wissenschaftler und Experten gefragte Gutachter und Ratgeber, aber der einzelne Bürger kann nichts Großes vollbringen. Er ist ein kleines, leicht ersetzbares Rädchen in einem riesigen, unüberschaubaren Räderwerk. Sein eigenes Tun ist zur Bedeutungslosigkeit verurteilt.

Von diesem existentiellen Vakuum ist nach Frankl besonders die Jugend betroffen, weil sie durch den Abbruch von Traditionen entwurzelt und jenen Werten entfremdet sei, die die Tradition noch vermittelt habe. Und wir können hinzufügen: Gerade weil in der Jugend das Sinnbedürfnis und der Drang nach großen Tagen besonders ausgeprägt ist, leidet sie unter dem Sinnvakuum besonders schmerzlich.

Und genau das ändert sich schlagartig mit der Fridays for Future-Bewegung. Hier kann der Jugendliche zum Weltretter avancieren. Er wird Teil einer Bewegung, von deren Erfolg die Zukunft abhängt. Die Unübersichtlichkeit reduziert sich auf das eine große Problem des Klimawandels, das zu eindeutigem Handeln aufruft. Gut und Böse sind klar verteilt, und es geht um ein Anliegen, wie es bedeutsamer nicht sein kann: um die Zukunft der Menschheit. Die Klimabewegung erlöst den Jugendlichen von der Langeweile und füllt sein Sinnbedürfnis. Der unterdrückte Idealismus, der Hunger nach einem Engagement, das allen Einsatz wert ist, der Drang nach großen Taten, all das findet hier ein Ventil. Im Engagement für den Klimaschutz nimmt für den jungen Menschen der Sinn seines Tuns überdimensionale Ausmaße an.

Nur stellt sich die Frage: Hat die Kirche nicht eigentlich auch eine solche Aufgabe anzubieten? Eine Aufgabe, die an Bedeutung sogar noch den Klimaschutz übertrifft, eine göttliche Aufgabe, die ihr von Jesus Christus anvertraut wurde? Bei der Klimabewegung geht es um die Rettung der Erde, bei der Evangelisierung um die Rettung unsterblicher Seelen. Dort geht es um die Zukunft, hier um die Ewigkeit. Dort geht es um die Bewahrung vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels, hier um die Bewahrung vor ewiger, qualvoller Gottesferne. Die Rettung der Seelen war das Anliegen, das schon im Jugendalter den edelsten Idealismus der Heiligen zu wecken vermochte - von der hl. Theresa von Avila über den hl. Don Bosco bis zum hl. Maximilian Kolbe. Sie wollten der Welt nicht nur ein gutes Klima, sondern Christus den Retter bringen. Was für eine Chance hätte die Kirche, mit ihrer im Vergleich zur Greta-Bewegung noch viel größeren Sendung das existentielle Sinn-Vakuum auszufüllen!

Doch diese Chance nimmt sie nicht wahr. Statt dessen präsentiert sie sich als eine ratlose Institution, die mit ihrem synodalen Weg den Weg in die Zukunft sucht. Synodalität bedeutet in diesem Kontext Beteiligung an dieser Suche, also Teilhabe der Jugend an ihrer eigenen Ratlosigkeit. Statt die Jugend mit einer Vision zu begeistern, laden Bischöfe sie ein, ihnen zu helfen, eine solche Vision überhaupt erst zu finden, frei nach dem Motto: Liebe Jugendliche, was sollen wir tun, damit wir euch gefallen? Was wollt ihr hören? Welche Wünsche habt ihr an uns? Wie unglaublich interessant! Was für ein Interesse soll die Jugend denn an den Selbsterhaltungsanstrengungen einer Institution haben, die selber nicht mehr weiß, wozu sie da ist?

Die Gegenprobe liefern Bewegungen wie das Mission Manifest: Sie aktivieren das jugendliche Begeisterungspotenzial, während - wie für den aufmerksamen Beobachter schnell klar wird - sich unter der Flagge von Initiativen wie Maria 2.0 eher frustrierte Angehörige der älteren Generation versammeln. Kein Wunder, dass sie den Neid und die Kritik jenes Teils des kirchlichen Establishments provozieren, dem die Vision der Evangelisierung, der Glaube an die Notwendigkeit der Seelenrettung, der Sinn für die Schönheit des christlichen Missionsauftrags abhanden gekommen ist.

Greta hat die Klimajugend nicht dadurch gewonnen, dass sie mit ihr Probleme wälzte, sondern ihr eine Vision anbot und eine gewaltige Aufgabe übertrug. In dieser Hinsicht sollten die Bischöfe von Greta lernen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Cathwalk. Man kann ihn auch hören.


21. Januar
Joseph Vaz

Vor 25 Jahren, am 21. Januar 1995, wurde in Colombo, Sri Lanka der Sri Lanka-Missionar Joseph Vaz (1651-1711) von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Die Heiligsprechung erfolgte am 14. Januar 2015.


21. Januar
Wie Jesus wirkt

Die hl. Mutter Teresa von Kalkutta wollte die Menschen nicht bekehren und tat es doch. So wie Jesus: Als Jesus Wasser in Wein verwandelte, wollte er die Festtagsfreude der Hochzeitsgesellschaft retten. Er wollte einfach nur helfen. Und offenbarte gerade dadurch seine Herrlichkeit und bekehrte seine Jünger zum Glauben. Meine Predigt vom letzten Sonntag.


20. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der hochaktuelle Artikel Die Überwindung der Kluft von P. Bernward Deneke über die falsche kirchliche Berufung auf die Lebenswirklichkeit von heute wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt Warum Mark Forster recht hat wurde auf der Adventsseite eingebettet. Die Bischofskonferenzseite wurde um die Kurzbeiträge Nachhilfeunterricht aus Amerika und Strukturen der Sünde ergänzt.


20. Januar
Sarah: Gotteszeuge vs. behütete Theologen

Als Nachfolger des Märtyrerbischofs Raymond-Maria Tchidimbo wurde Robert Sarah 1979 mit 34 Jahren der jüngste Erzbischof der Weltkirche. In Guinea herrschte der Diktator Sékou Touré, der junge Kirchenmann erlebte die Endphase dieser Schreckenszeit noch als Oberhirte – und hatte dabei stets seinen Vorgänger vor Augen, der fast neun Jahre im Kerker verbrachte. Robert Sarah hat unter anderen Umständen zum Priestertum gefunden als die behüteten Kleriker und Theologen des Westens, deren schlimmstes Erlebnis in ihrem jungen Leben vielleicht eine kleine Intrige im Seminar ist. Die Gottesfrage hat sich für Sarah immer sehr radikal gestellt. Und er hat sie in seinen Büchern immer mit jener Unbedingtheit und Klarheit beantwortet, wie sie für einen Gotteszeugen typisch sind.

Aus: Guido Horst, Portrait der Woche: Kardinal Robert Sarah, Tagespost vom 16. Januar 2020.


19. Januar
Maria vom Kreuz MacKillop

Vor 25 Jahren, am 19. Januar 1995, wurde in Sydney Maria vom Kreuz MacKillop RSJ (1842-1909) als erste Australierin von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Zeitweise war sie aufgrund von Missverständnissen und Verleumdungen ungerechterweise exkommuniziert. 2010 wurde sie heiliggesprochen, 2013 zur Patronin Australiens ernannt.


19. Januar
Der unbedingte Anspruch des Guten

Ausgangspunkt für den Gotteserweis ist bei Splett, der 1970 über „Die Rede vom Heiligen“ habilitierte, die Erfahrung, im Gewissen von einem unbedingten Anspruch getroffen zu sein: „Das Gute soll unbedingt sein. Das Böse auf gar keinen Fall.“ Die Unbedingtheit dieses Anspruchs wird als Anruf erfahren, dem als Antwort Verehrung gebührt. Splett bestimmt Gott daher als „das Woher des so einsichtigen wie kategorisch-unbedingten Gut-Sein-Sollens.“ Über diese Grunderfahrung, vom Licht des Unbedingten getroffen zu werden und sich seinem Anspruch zu stellen und nicht davor zu fliehen, wird das philosophische Fragen zum Antwort-Geben und zum Zeugnis.

Aus: Michael Karger, Das Gebot der Stunde. Das Lebenswerk des Religionsphilosophen Jörg Splett als Aufgabe für die Kirche in Zeiten synodaler Debatten, Tagespost vom 16. Januar 2020


18. Januar
Und er offenbarte seine Herrlichkeit

Zum morgigen 2. Sonntag nach Erscheinung kann ich drei Predigten anbieten: Die Verwandlung von Wasser in Wein, Die Hochzeit zu Kana und Freude aus der Herrlichkeit.


18. Januar
Unverständliche Sprache

In der Summe zeigen die Vorträge, wie weit sich die akademische Theologie vom Volk entfernt hat. Die Gelehrten sprechen ihre eigene Sprache. Für sie scheint entscheidend zu sein, wie viel Wissen sie in ihrem Vortrag unterbringen können, und nicht, wie viel die Zuhörer davon behalten. Danach weiß man Hartls Übersetzungsarbeit vom Theologischen ins Verständliche umso mehr zu schätzen.

Karsten Huhn über das Theologie-Forum bei der MEHR-Konferenz in seinem Bericht über letztere Was die Kirche attraktiv macht, in Idea-Spektrum vom 9. Januar, S. 24-26. Ich zitiere diese interessante Bemerkung Huhns deshalb, weil von Seiten der Theologie oft die Forderung an die Kirche erhoben wird, eine neue Sprache zu finden, die alte werde nicht mehr verstanden. Dabei gehen solche Theologen oft mit schlechtem Beispiel voran. Ein gutes Beispiel dagegen lieferte der Theologe Joseph Ratzinger, durch dessen Werke viele Menschen zum Glauben gefunden haben. Genau diese Wirkung ist dagegen seitens modernistischer Theologen nicht gewollt. Sie wollen hinterfragen und Zweifel säen. Ihr Feindbild ist der Fundamentalismus. Vergleiche auch mein Artikel Wenn der Inhalt stört.


17. Januar
Scruton und die Prager Untergrunduniversität

Nicht viele Philosophen werden im wirklichen Leben aktiv. Er [Roger Scruton] aber tat es, indem er zusammen mit anderen die „Underground University“ gründete. Während der siebziger und achtziger Jahre nahm er ein beachtliches Risiko auf sich, als er hinter den Eisernen Vorhang ging, um heimlich wissenshungrigen Studenten Philosophie nahezubringen. Wenn Roger und seine Kollegen linksgerichtete Denker gewesen wären, die rechtsradikale Regime unterwandert hätten, um Plato und Aristoteles zu unterrichten, hätte man bestimmt einige Hollywoodfilme über sie gedreht. Aber nichts davon spielte für Roger eine Rolle. Wahrgenommen zu werden interessiert ihn nicht. Alles was er wollte, war, das Richtige zu tun, und die Flamme der philosophischen Wahrheit am Brennen zu halten in Gesellschaften, in denen die Bürokratie eifrig bemüht war, sie auszulöschen.

Aus Douglas Murrays Nachruf Roger Scruton: A man who seemed bigger than the age, erschienen im Spectator, deutsche Übersetzung von Joachim Winter in Tichys Einblick. Sir Roger Vernon Scruton ist letzten Sonntag im Alter von 75 Jahren verstorben. Er veröffentlichte 2017 zusammen mit Robert Spaemann, Rémi Brague und weiteren Intellektuellen die Pariser Erklärung zu einem Europa wo(ran) wir glauben können.


17. Januar
Petrus To Rot

Vor 25 Jahren, am 17. Januar 1995, wurde Petrus To Rot (1912-1945) seliggesprochen. Er starb in Papua-Neuguinea als Märtyrer der Keuschheit und ist der erste Selige der Ureinwohner Ozeaniens.


16. Januar
Podcast: Kulturrelativismus zwischen Fluch und Segen

Begründer des modernen Kulturrelativismus ist der Ethnologe Franz Boas. Er wollte den Ethnozentrismus und den naiven Fortschrittsglauben der Aufklärer Voltaire, Turgot und Condorcet überwinden. Dabei aber geriet man vom Regen in die Traufe, indem nun der Einsatz für Menschenrechte, etwa für die Abschaffung weiblicher Genitalverstümmelung, als westlicher Kulturimperialismus verunglimpft wird. Beispiele für eine solche Haltung liefern Ethnologen wie Thomas Reinhardt oder Anni Peller. Mein Podcast über dieses Thema. Der Text erschien zuerst in der Neuen Ordnung im Dezember 2017.


16. Januar
Familie als Uterus spiritualis

Jeder Mensch ist eine eigene Persönlichkeit, von Ewigkeit her im Herzen Gottes bedacht. Die Familie ist der natürliche Rahmen, in dessen Nestwärme die christliche Persönlichkeit geformt werden soll. Eine Predigt von Franz Prosinger zum Fest der heiligen Familie.


16. Januar
Berard von Carbio

Vor 800 Jahren, am 16. Januar 1220, starb in Marrakesch, Marokko, als Märtyrer der hl. Berard von Carbio OFM. Er war 1219 vom hl. Franz von Assisi mit vier Gefährten nach Marokko gesandt worden, um den Sultan Miramolin zu bekehren. Dieser ließ sie einkerkern. Sie wurden misshandelt und schließlich vom Sultan selber ermordet. So wurden sie die ersten Märtyrer des Franziskanerordens. Papst Sixtus IV. sprach sie 1481 heilig.


15. Januar
The Mature Christian and the Church

by P. Engelbert Recktenwald

Nobody believes all by himself. Already during his time as a theologian, this was a favourite thought of Pope Benedict XVI. The acting out of our faith is always embedded in the life of the whole Church. This stems from the will of God, to whom the Church owes her foundation. But this will of God, in human terms, does not arise on a whim, but from love, which as far as possible meets human nature. Man, as Aristotle already knew, is a social animal: by nature he is dependent on community. What may sound like a trite proposition becomes an exciting discovery as soon as the forgotten truth is rediscovered in a new way. For example, 2014 in a book review, "Spektrum der Wissenschaft" magazine reported on the unprecedented discovery of behavioral scientist Michael Tomasello that language and thought did not develop individually but in community. Somehow I had always imagined that language is not the result of solitary self-talk, but of communal communication.

But what is true for language also applies to faith, which we could call the supernatural faculty of speech in the matter of revelation. Likewise, on the supernatural level the social nature of man should be just as obvious to us as it is on the natural level. But this is not the case, as we will see when we cast a glance at Luther. To Martin Luther, faith was a matter of the individual ego conducting a lonely search for ...
weiterlesen


14. Januar
Silberne Tiefe

Maria hat Jesus mit Schmerzen gesucht - und blieb doch in den silbernen Tiefen, von denen der hl. Petrus von Alcantara spricht. Meine Predigt zum diesjährigen Fest der heiligen Familie.


14. Januar
Ein tiefer Denker

Keiner hat in 300 Jahren so tiefe Gedanken gehabt wie er – niemand! Er war ein Desaster in Öffentlichkeitsarbeit. Er war ein Desaster in Administration. Aber der tiefste Denker. Ich denke mit Verachtung daran, dass er vor dem Bundestag gesprochen hat und viele Abgeordnete das Plenum verließen. Und so die wahrscheinlich beste Rede verpassten, die dort je gehalten wurde. Einfach empörend!

Filmregisseur Werner Herzog über den emeritierten Papst Benedikt XVI. im Interview mit der Welt vom 7. Dezember 2019, „Natürlich lese ich auf Griechisch“.


13. Januar
Das Zitat

Wenn der Sohn nicht am Kreuz gelitten hätte, würde diese Finsternis es niemals zulassen, dass der Mensch zur himmlischen Herrlichkeit gelangt. Während der Sohn Gottes am Kreuz hing, ging die Kirche wie ein Lichtglanz aus dem ewigen Ratschluss hervor und wurde ihm durch göttliche Macht zugeführt. Überströmt von seinem Blut, das hochaufsprudelnd aus seiner Seite floss, wurde sie ihm durch den Willen des himmlischen Vaters angetraut und empfing als kostbare Hochzeitsgabe sein Fleisch und Blut.

Hl. Hildegard von Bingen


13. Januar
Die Basis aller Ethik

In der Tagespost ist die 9. Folge meiner Spaemann-Serie erschienen.


12. Januar
Neues Apostolat der Petrusbruderschaft

Heute begann mit einem feierlichen levitierten Amt der Dienst der Priesterbruderschaft St. Petrus in Oberhausen-Styrum. Der Bischof von Essen hat ihr dazu die Kirche St. Joseph übergeben. Wie es dazu kam, schildert P. Bernhard Gerstle, der Distriktsobere, im regionalen Rundbrief vom Dezember 2019, den Sie auf der Gelsenkirchener Website der FSSP im PDF-Format herunterladen können. P. Martin Michael Klein wird dort wohnen und den Dienst versehen.


12. Januar
Von Gott enttäuscht?

Jedem Gläubigen kann es passieren, dass sich ihm durch bestimmte Ereignisse in seinem Leben unwillkürlich der Eindruck aufdrängt, dass Gott ihn enttäuscht habe. Das kann eine schwere Glaubensprüfung sein, eine Vertrauenskrise. Da kann es helfen, zu erkennen, dass man selber nicht der Erste ist, der so etwas erlebt. Und das Zeugnis über eine solche Krise, die sich dann doch wieder zum Guten wendet und so die Wahrheit über Gottes Treue neu aufleuchten lässt, kann den Glauben stärken und helfen, die eigene Krise zu meistern. Hier in diesem Video ein solches Zeugnis.


11. Januar
Das philosophieträchtige Fest

Morgen feiern wir im alten Kalender das Fest der heiligen Familie. Dazu kann ich zwei Predigten anbieten: Ist der Mensch gut oder böse? und Das antiutilitaristische Fest.


11. Januar
Wahrheit oder Mythos?

Auferstehung vom Tod? Die Welt lächelt höhnisch. Für den postmodernen Menschen und für alle spätliberalen Fundamentalisten von heute, diesseits und jenseits der Theologie, sind dies nur Mythen. Für andere aber liegt darin die Wahrheit, die einzige Wahrheit, von der alles abhängt und auf die alles ankommt. Es ist die Wahrheit, mit der, in der und für die sie leben und sterben werden.

Aus: Thorsten Paprotny, Geschenk und Geheimnis.


10. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Meine Artikel Schockenhoffs Frühling und Kruips sbenteuerliche Theologie wurden auf einer eigenen Seite untergebracht. Meine Predigt Ist Gnade ungerecht? über die Arbeiter der elften Stunde habe ich auf der Seite über die dreifache Größe der göttlichen Barmherzigkeit eingebettet. Die informativen Bemerkungen Thorsten Paprotnys und Michael Hesemanns über Pius XII. (Einsame Stimme im Schweigen und Über Hubert Wolfs Attacken gegen Pius XII.) wurden auf der Piusseite untergebracht.


10. Januar
Kirchenerneuerung auf deutsche Art: Floskenwechsel

Die Debatte um den Missbrauchsskandal hat ein neues Codewort geschaffen. Die „Aufarbeitung der Krise“ löste die verbrauchte Floskel vom „Geist des Konzils“ ab. Letztere funktionierte jahrzehntelang als Reformjoker, um kirchenrechtlichen Tricks und dogmatischen Lockerungsübungen den Anschein des Rechtmäßigen, von den Konzilsvätern quasi implizit Gemeinten zu geben. Inzwischen ist das Zweite Vaticanum zeitlich in weitere Ferne gerückt, während die Missbrauchsfälle das im Zuge der Konzilsbegeisterung mitunter euphorisch überzeichnete Bild der Kirche der sechziger und siebziger Jahre und mancher ihrer Hirten trüben. Geblieben ist in Deutschland eine Ortskirche im Verweigerungsmodus ...

Aus dem Tagespost-Leitartikel Das neue Codewort von Regina Einig, Ausgabe von gestern.

Weitere Beiträge zur Missbrauchskrisenaufarbeitung


9. Januar
Das Geheimnis der Anbetung

Entweder wir beten an oder wir bleiben in uns gefangen. Die Predigt von Franz Prosinger zum Fest Epiphanie.


9. Januar
Glaubenstreue und Fairness

Im Cathwalk plädiere ich für Fairness in der Beurteilung der MEHR-Konferenz. Allen, die in meinem Versuch, das Gute auch dort zu würdigen, wo katholisch motivierte Vorbehalte möglich sind, die Gefahr des Indifferentismus wittern, lege ich meinen Aufsatz über die Relevanz der Rechtgläubigkeit ans Herz, die in der Januarausgabe das Vatican Magazins erscheint, gedacht jedoch als Spitze gegen die Verächter der Rechtgläubigkeit im Namen der Liebe. Dieser Aufsatz wurde einige Wochen vor dem Cathwalk-Plädoyer geschrieben. Geändert hat sich an meiner Überzeugung nichts.


8. Januar
"In ihm allein ist Heil"

Meine Predigt zum letzten Sonntag, dem Namen-Jesu-Fest. Zugleich ein Blick auf das heftig umkämpfte Dokument Dominus Iesus.


8. Januar
Wer schützt die Frauen?

Ich traf auch Sherrie Laurie, damals angeklagt wegen Transphobie in Anchorage, Alaska, wo sie das „Downtown Hope Center“ für Obdachlose betreibt, jeden Tag 500 Mahlzeiten an alle Geschlechter austeilt, alle können dort duschen und Wäsche waschen. Nachts ist ihr Haus aber ein Frauenhaus. Ein echter „Safe Space“ für Frauen. Es ist verdammt kalt in Alaska, und Laurie sagt, einige dieser Frauen würden trotzdem lieber nachts im Freien schlafen, als noch einmal in ihrem Leben in einem Raum mit einem Mann. Nahezu 100 Prozent ihrer Frauen dort seien Opfer von männlicher Gewalt, Vergewaltigung, sexueller Übergriffe. Durch Männer. Dem Haus drohte die Schließung, weil eine „Transfrau“ versuchte, sich in den Bettensaal einzuklagen.

Aus: Birgit Kelle, Der weibliche Penis, ein Artikel auf Achgut über die Auswüchse der Transgenderbewegung.


7. Januar
Eine prophetische Rede

Von P. Bernward Deneke

Vor beinahe 100 Jahren, am 16. Dezember 1920, hielt Papst Benedikt XV. im Konsistorium eine Ansprache, die heute zu denken gibt. (Der Text findet sich in: Joseph de Guibert, Documenta ecclesiastica christianae perfectionis studium spectantia (Dokumente des Lehramtes zum geistlichen Leben), übersetzt, aktualisiert und herausgegeben von Stephan Haering und Andreas Wollbold, Freiburg-Basel-Wien: Herder 2012, 527f., Nr. 633). In ihr nahm er die Forderungen einer tschechischen Kleriker-Vereinigung namens Jednota zum Anlass, einige Bemerkungen über die priesterliche Ehelosigkeit zu machen. Zunächst stellte er fest: „Ja, es gab sogar manche, die nicht vor der Behauptung zurückscheuten, der Apostolische Stuhl sei geneigt, die Strenge des Zölibatsgesetzes zu mildern und dazu diejenigen, die den Weihestand verlassen haben, von diesem Gesetz zu entbinden.“

Dieses Thema, die Laisierung, d.h. die Rückversetzung von Klerikern in den Laienstand, sollte ein halbes Jahrhundert später, als nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil Abertausende von Priestern und Ordensleuten ihren Beruf aufgaben, hochaktuell werden. Im Jahr 1920 jedoch war Benedikt XV. noch der Überzeugung: „Wir halten es für vollkommen unnötig, uns dabei aufzuhalten und zu zeigen, wie weit dies alles von der Wahrheit entfernt ist.“

Bereits die Forderung nach einem milderen Umgang mit Klerikern, die ihren Stand verlassen wollen, erschien ihm also als völlig verfehlt! Darüber dürften die Meinungen auseinandergehen, denn, so kann man fragen, welchen Sinn und Nutzen sollte es wohl haben, jemandem, der sich innerlich und in seinem Lebensstil schon längst vom Priestertum verabschiedet hat, seine Verpflichtung immer noch vorzuhalten? Andererseits hat die Kirche damit herausgestellt, wie heilig ihr diese Einrichtung ist.

Papst Benedikt XV. machte im Anschluss daran aber auch eine generelle Feststellung, die unsere Beachtung verdient. Aus ihr spricht eine wahrhaft übernatürliche Sichtweise. „Es ist nämlich eine Tatsache“, so sagte er, „dass, wenn die Lateinische Kirche blüht und gedeiht, ein Großteil ihrer Kraft und ihres Ansehens vom Zölibat der Kleriker herrührt und dieser deshalb völlig unerschütterlich fest bestehen bleiben muss.“

Übernatürliche gegen natürliche Sichtweise

Während die Ehelosigkeit des Klerus in unseren Tagen als Hindernis für die Ausbreitung des Glaubens angesehen wird, da man ohne sie mehr Priester haben könnte, betrachtete sie Papst Benedikt XV. – und mit ihm ungezählte andere Päpste und Heilige – als Quelle der Vitalität und auch des Ansehens der Kirche. Dem sehr menschlichen, diesseitigen Denken, wie es z.B. auf der jüngst veranstalteten Amazonas-Synode zutage trat, stehen die Überzeugungen der früheren Zeit als Ausdruck einer klar aus dem Glauben hervorgehenden und auf den Glauben gestützten Sichtweise gegenüber. Selbst wenn man ohne das Zölibatsgesetz sehr schnell eine größere Anzahl an Priestern hätte (zumindest in den Ländern, wo der Priesterberuf eine über den religiösen Bereich hinausgehende Attraktivität besitzt), so wiegt doch die geistliche Kraft, die von ihm ausgeht, solche quantitativen Vorteile ohne weiteres auf.

In seiner Ansprache wies Benedikt XV. daher auch darauf hin, dass der ehelose Klerus in Zeiten sittlicher Verführung und Verwilderung eine dringend nötige Aufgabe hat. Er müsse die Menschen „anleiten, die in Verwirrung geratenen Regungen des Geistes zu bezähmen“ und daher „zusehen, dass er nicht selbst in dieser wichtigen Aufgabe seines Amtes auf schwachen Füßen steht.“ Etwas anders gesagt: Gerade durch seinen ehelosen und enthaltsamen Stand wirkt der Priester als Zeichen des Widerspruchs gegen den Strom der Zeit und zugleich als Zeichen der Hoffnung für alle Menschen guten Willens, denen er zu erkennen gibt, dass es möglich ist, sich den vorherrschenden Trends zu widersetzen.

Die abschließenden Worte des vorletzten Benedikt-Papstes mögen bei vielen, die die jüngsten Entwicklungen vor Augen haben, ein hämisches Lächeln hervorrufen, bei anderen aber eine heilige Trauer und vielleicht auch eine angemessene Empörung. Sie lauten: „Was Wir schon mehrmals aus gegebenem Anlass öffentlich geäußert haben, das erklären Wir nun also, meine ehrwürdigen Brüder, feierlich und bestimmt: Niemals wird der Apostolische Stuhl die überaus heilige und äußerst segensreiche Verpflichtung zum Klerikerzölibat in irgendeiner Hinsicht abschwächen oder gar aufheben.“ Das war 1920…

Zum Thema: P. Gabriel Baumann über die Krise des Zölibats


6. Januar
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Der Artikel Führung statt Stuhlkreise von Oliver Maksan wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Bemerkung von Weihbischof Schwaderlapp über den alarmierenden Zustand der deutschen Priesterschaft wurde unten auf der Priestertumsseite hinzugefügt. Dort wurde auch die Predigt zum fünften Sonntag nach Pfingsten Wenn eure Gerechtigkeit nicht vollkommener ist als die der Pharisäer eingebettet. Mein Podcast Die Liebe als Quelle der Moralität wurde auf der Seite mit den tiefschürfenden Ausführungen Bernward Denekes zu Augustins Diktum "Liebe - und dann tue, was du willst" eingebettet.


6. Januar
Liobaschwestern

Vor 100 Jahren, am 6. Januar 1920, begann die Gründung der Liobaschwestern. Maria Föhrenbach (1883-1961), die Gründerin, nannte dieses Datum als den Tag, an dem sie den Ruf im Gebet in der Gnadenkapelle der Beuroner Klosterkirche empfing. Ziel der Gemeinschaft war die Unterstützung sozial benachteiligter Mütter und Kinder. Am 21. März 1927 wurde sie kanonisch errichtet. Zum Kloster St. Lioba in Günterstal bei Freiburg im Breisgau hatte die hl. Edith Stein rege Kontakte.


6. Januar
Elvira Moragas Cantarero

Vor 100 Jahren, am 6. Januar 1920, legte die selige Elvira Moragas Cantarero (1881-1936; Ordensname: Maria Sagrario von hl. Aloisius Gonzaga OCD) in Madrid im Karmel der hl. Anna und des hl. Joseph ihre ewigen Gelübde ab. 14 Jahre zuvor hatte sie als erste Frau Spaniens das Doktorat in Pharmazie gemacht. Im Spanischen Bürgerkrieg erlitt sie das Martyrium: Sie wurde am 15. August 1936 in Madrid erschossen. Am 10. Mai 1998 wurde sie seliggesprochen.


4. Januar
Marianisch werden

Meine Predigt zum 1. Januar: Wie Schneewittchen uns lehrt, gottwohlgefällig zu werden.


4. Januar
Genderideologie: Das Zeugnis der slowakischen Bischöfe

Vertreter der Todeskultur kommen mit einer neuen „Genderideologie“. In ihrem Namen wollen sie die sog. „Geschlechtergleichstellung“ durchsetzen. Ein Mensch, der diesen Begriff zum ersten Mal hört, meint, es gehe darum, dass Mann und Frau gleiche Rechte und gleiche Würde zuerkannt werden. Aber diese Gruppen zielen durch die sogenannte „Geschlechtergleichstellung“ auf etwas ganz Anderes. Sie wollen uns überzeugen, dass keiner von uns von Natur aus als Mann oder als Frau existiert, sie wollen also dem Mann das Recht und die Identität des Mannes nehmen und der Frau das Recht und die Identität der Frau und der Familie das Recht und die Identität der Familie, damit sich Mann nicht mehr als Mann und Frau als Frau fühlen und damit die Ehe nicht mehr die einzige von Gott gesegnete Gemeinschaft von Mann und Frau ist, sondern sie wollen auf die Ebene der Ehe auch die Gemeinschaft zweier Männer oder Frauen stellen.

Aus dem Hirtenbrief der slowakischen Bischöfe zum Advent 2013, zitiert in Kirche heute, Januar 2020, S. 19. Die deutschen Bischöfe haben sich im Unterschied zu den slowakischen Bischöfen gegen Kritik an der Genderideologie gewandt.


4. Januar
Empfangen können!

Eine Predigt von Franz Prosinger vom 1. Januar über das, was sowohl Maria als auch Kohelet uns lehren können.


3. Januar
Die doppelte Sendung

Meine Predigt vom letzten Sonntag: Im Galaterbrief spricht der hl. Paulus von der doppelten Sendung: des Sohnes in die Welt, des Geistes in unser Herz.


3. Januar
Genoveva Torres Morales

Vor 150 Jahren, am 3. Januar 1870, wurde im spanischen Almenara Genoveva Torres Morales geboren. Sie gründete mit Unterstützung von Jesuiten die Schwestern des Heiligen Herzens Jesu und der heiligen Engel, um arme, alleinstehende, pflegebedürftige Frauen in eigene Frauenhäuser aufnehmen zu können. Das erste Haus konnte 1911 in Valencia eröffnet werden. Bis 1950 folgten weitere Häuser in Saragossa, Madrid, Bilboa, Barcelona, Santander und Pamplona. Morales starb am 5. Januar 1956 in Saragossa. 1995 wurde sie selig-, 2003 heiliggesprochen.


2. Januar
Das Zitat

Die Welt sieht nur das diesseitige Leben; der Christ aber sieht in die Tiefe der Ewigkeit.

Hl. Pfarrer von Ars


1. Januar
Sigismund Gorazdowski

Vor 100 Jahren, am 1. Januar 1920, starb in Lemberg im Alter von 74 Jahren der Priester Sigismund Gorazdowski. Er war vierzig Jahre lang Pfarrer in St. Nikolaus, Lemberg, wo er als “Vater der Armen” und “Priester der Obdachlosen” sich ganz im Dienst an den Seelen verausgabte. Gleichzeitig war ein großer Presseapostel, der unter anderem eine katholische Tageszeitung gründete und redigierte. 1884 gründete er die Kongregation der Schwestern vom hl. Joseph. 2001 wurde er selig-, 2005 heiliggesprochen.


1. Januar
Freya von Moltke

Vor zehn Jahren, am 1. Januar 2010, starb in Norwich im Alter von 98 Jahren Freya von Moltke, geb. Deichmann, die Ehefrau des Widerstandkämpfers Helmuth James Graf von Moltke.


31. Dezember
Ein Gott - ein Augenblick - eine Ewigkeit

Eine Predigt zum 1. Januar: Mit dem hl. Vinzenz Pallotti ins neue Jahr.


31. Dezember
Was ist vorüber?

Für jene, die Sinn für Ironie haben, gibts hier eine Glosse von mir zur gegenwärtigen Zeitenwende.


31. Dezember
Das helle Mittelalter

Erbe der griechischen Wissenschaften Mathematik, Physik und Biologie war vor allem das christliche Mittelalter. Gemäß der islamischen Auffassung von göttlicher Allmacht konnte die Schöpfung nicht einer gesetzmäßigen Ordnung gemäß strukturiert sein – es widerspräche der Freiheit Gottes. Deshalb verbannte der Islam die griechischen Wissenschaften, insbesondere die Physik, zunehmend aus seinen Schulen. Astronomie betrieb man vor allem, um die rituellen Gebetszeiten genauer berechnen zu können. Der bedeutende syrische Astronom Ibn al-Shatir (1304–1375) etwa war als muwaqquit – Zeitnehmer – in einer Moschee von Damaskus angestellt. Seine christlichen Kollegen hingegen lehrten an Universitäten und rezipierten die Lehren des muslimischen Aristoteles-Kommentators Averroes (Ibn Rushd), der als «Rationalist» von seinen Glaubensbrüdern verfolgt wurde.

Aus dem hervorragenden Artikel Das Mittelalter war nicht einfach dunkel, und die Aufklärung begann schon in der Antike: Über ein paar moderne Missverständnisse von Martin Rhonheimer, am 29. Dezember 2019 erschienen in der NZZ.

Zum Thema: Die Grundlegung der Wissenschaft im Mittelalter


29. Dezember
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

5. Folge

Sollen wir nun daraus folgern, das die „materiale" Ich-Komponente fur die Bestimmung unseres Subjektscharakters von keiner Bedeutung ist? Wir würden damit entschieden über das Ziel hinausschießen! Denn einerseits finden wir bei näherem Zusehen, dass ein Teil von Inhalten enger, als andere Inhalte, und zwar so unlöslich mit der formalen Ich-Komponente verknüpft ist, dass er sich nötigenfalls sein „Bürgerrecht" in dem Reiche meines „Ich-Bewusstseins" erzwingt, und anderseits erlebe ich, dass diese so mit mir verbundenen materialen Momente auf die Ausgestaltung der formalen Ich-Komponente unter Umständen einen bestimmenden Einfluss ausüben. Ich konstatiere deshalb, dass jenes im engeren Sinne zur materialen Ich-Komponente gehört, das auf diese Weise als zu „mir" in unlöslichem „realen" Zusammenhang stehend erlebt oder auf Grund der Erlebnisse ermittelt wird. Mit dieser zuletzt erwähnten Bestimmung werden wir aus dem Bereich des unmittelbar Gegebenen hinausgeleitet. Wir wollen deshalb hier den Gedanken nicht weiter verfolgen und nur auf den für die weitere Untersuchung grundlegenden Unterschied zwischen realem Bestand und ideellem Vorfinden mit einigen Worten hinweisen: Was zu mir in realer Weise gehört, braucht mir nicht unmittelbar (ideell) gegenwärtig zu sein. In der Tat fällt vieles davon aus dem Rahmen meines Bewusstseinslebens heraus. Ja, selbst was in meinem Bewusstsein realiter vorgeht, wird von mir nicht immer (idealiter) bemerkt. Zu mir „gehört" eben vieles, was ich nicht zu mir „rechne". Realer Zusammenhang und ideelle Zusammenordnung sind zweierlei. Daraus ergibt sich aber für unser spezielles Problem, dass das „Ich", soweit es mir in der Reflexion gegenwärtig ist, sich nicht mit dem Erlebnis-Ich restlos deckt, und dass dieses hinwiederum wohl zu unterscheiden ist von dem realen Bewusstseinssubjekt, das in ihm sich selbst erlebt.

Immerhin darf auch diese Unterscheidung nicht überspannt werden. Das „Erleben" und die „Reflexion" sind selbst reale Vorgänge, und so erklärt es sich denn, dass das Ich-Bewusstsein, wie es mir im Erleben und schärfer noch in der Reflexion gegenwärtig ist, auch auf den realen Erlebnis-Zusammenhang einen bestimmenden Einfluss ausüben kann. Was insbesondere den realen Erkenntnisprozess anbetrifft, so wird er überhaupt erst möglich, sobald das Subjekt, wenn auch zunächst in noch so primitiver Form, sich als „ich" der Umwelt gegenübergestellt, und die Zuverlässigkeit, Schärfe und Konsequenz meines Erkennens hält gleichen Schritt mit der gleichsinnigen Entwicklung meines „Ich"-Bewusstseins. Man kann unbedenklich die Behauptung aufstellen, dass genau so viel von unserem realen Subjektcharakter für das Erkennen — und nicht nur für dieses, sondern für jede selbständige Stellungnahme — aktualisiert, wirkungsfähig gemacht wird, als es im „Ich" uns bewusst wird und als solches sich verfestigt.

Wie kommt indes dieses „Ich"-Bewusstsein zustande? und wie kann es somit sich vervollkommnen? Als das eigentlich „Ich"-bildende Moment erschien uns die formale Ich-Komponente: Die an sich ungeschiedene Erlebnismasse wird in Ich und Nicht-Ich accentuiert durch jede Betätigung dieser Komponente. Dunkel gibt sie sich bereits im Fühlen, im „Angemutetsein von den einzelnen Erlebnissen" kund; bestimmter regt sie sich in jeder Triebäußerung, im Akte des Strebens. Gefühl und Streben sind somit die ersten Kristallisationspunkte für die Bildung des Bewusstseins vom eigenen Selbst. Je bestimmter nun diese Selbständigkeit sich äußert, je mehr durch sie von dem erlebten Material verarbeitet, organisiert, also einheitlich durchgestaltet wird, um so schärfer umrissen tritt das „Ich" in seiner Einheitlichkeit hervor. Hier kommt nun auch die materiale Ich-Komponente wieder zur Geltung: die Selbständigkeit kann sich nicht im „luftleeren Raume" äußern. Sie braucht nicht nur einen Gegenstand, an dem sie sich erproben kann; sie bedarf vielmehr auch eines konkreten Stützpunktes, an dem sie sich orientiert, und von dem aus sie sich äußert. Gerade als dieser konkrete Stützpunkt dient nun für unser Selbstbewusstsein die materiale Ich-Komponente, also der Inbegriff von „meinen" Erlebnissen und „meinen" Handlungen. Die Einheitlichkeit eines jeden Querschnittes meines Bewusstseins und damit mein gegenwärtiges Ich-Erlebnis wird von mir bemerkt, weil ich eben finde, wie alle bewussten Inhalte wechselseitig zusammenhängen und sich um einen einheitlichen Mittelpunkt gruppieren; und die Identität meines „Ich" in den verschiedenen Stadien meiner Entwicklung würde von mir nicht konstatiert werden können, wenn nicht Fäden des Zusammenhanges mein früheres, nun dispositionell in „mir" ruhendes Erleben mit dem gegenwartigen Erleben auf das engste verknüpfen würden.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


28. Dezember
Unaussprechliche Liebe

Zum morgigen Sonntag in der Weihnachtsoktav kann ich zwei Predigten anbieten: Du bist der Mittelpunkt Seiner Liebe und Tiefstes Schweigen hielt alles umfangen.


28. Dezember
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz über den Streit um die Religionsfreiheit und über das, was die Piusbruderschaft in ihrer Kritik am Konzil übersieht, wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Predigt “Freude aus der Herrlichkeit” über die Überwindung des Dilemmas zwischen Egoismus, der erfolgreich ist, und Torheit, die sich ausnutzen lässt, ist auf Dekus Humorseite eingebettet. Birgit Kelles Beobachtung, wie sehr die Abtreibungslobby Frauen im Stich lässt, habe ich Manfred M. Müllers Ausführungen über das Post Abortion Syndrom hinzugefügt.


28. Dezember
Konrad von Waldhausen

Vor 650 Jahren, am 28. Dezember 1369, starb in Prag im Alter von ca. 43 Jahren der Buß- und Reformprediger Konrad von Waldhausen CanAug. Seit 1363 war er Prediger an St. Gallus in Prag. “Seine deutschen Bußpredigten hatten starken Zulauf. Konrad war den Bettelorden Geldgier und Simonie (Aufnahme von Dominikanerinnen nur nach Einkauf) vor; diese richteten eine Beschwerde an Erzbischof Ernst von Pardubitz” (LThK, 2. Auflage). 1368 wurde er Hofkaplan Kaiser Karls IV. (1355-1378).


27. Dezember
Das Jesuskind und Schwester Faustyna

Aus "Fatima ruft"

Der einfachen polnischen Ordensfrau, Schwester Faustyna Kowalska, vertraut Jesus in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts die große Botschaft von der Göttlichen Barmherzigkeit an. Und in vielen weiteren Visionen, zeigt er ihr, wie sehr Gott jede einzelne Seele liebt.

Eine der Visionen, die Schwester Faustyna Kowalska geschenkt werden, erlebt sie in der Heiligen Nacht des Jahres 1937: Während der Mitternachtsmesse hat sie eine Begegnung mit dem Jesuskind. In ihrem Tagebuch berichtet sie darüber:

„Als ich zur Mitternachtsmesse ankam, war ich von Anfang an in tiefer Andacht. Plötzlich sah ich die Krippe in Bethlehem in vollem Licht vor mir erstrahlen. Die selige Jungfrau, die in tiefe Liebe versunken war, wickelte Jesus in Windeln, der heilige Josef schlief noch. Erst nachdem die Muttergottes Jesus in die Krippe gelegt hatte, wurde er durch das Licht Gottes geweckt. Auch er betete. Nach einer Weile sah ich mich allein mit dem Jesuskind, das mir seine kleinen Hände entgegenstreckte, und ich verstand, dass ich Ihn in meine Arme nehmen sollte. Jesus legte seinen Kopf an mein Herz und gab mir mit seinem tiefen Blick zu verstehen, dass er sich wohlfühlte an meinem Herzen. In diesem Moment läutete die Glocke für die heilige Kommunion und Jesus verschwand. Meine Seele wurde ohnmächtig vor Freude.“

Diese kurze Begegnung von Schwester Faustyna mit dem Jesuskind zeigt uns die Bedeutung von Weihnachten und vom Empfang jeder heiligen Kommunion: Jesus will zu uns kommen und in unser Herz eintreten. Da wir an Weihnachten, dem Fest der Ankunft unseres Erlösers, die Liebe Gottes besonders deutlich spüren können, sollten wir an diesem Tag das Jesuskind ganz besonders froh und liebevoll begrüßen und in unser Herz aufnehmen.

Am besten möglich ist das durch den bewussten und ehrfürchtigen Empfang der heiligen Kommunion. Nicht umsonst hat Schwester Faustyna ihre Krippen-Vision unmittelbar vor der hl. Kommunion erleben dürfen.

Kurze Zeit nachdem sich Jesus Schwester Faustyna als Kind von Bethlehem gezeigt hat, unterstreicht er die Bedeutung dieser Erscheinung noch einmal, indem Er zu Schwester Faustyna spricht: „O, wie schmerzt es Mich, dass die Seelen sich so wenig in der heiligen Kommunion mit Mir verbinden! Ich warte auf die Seelen und sie sind Mir gegenüber so gleichgültig. Ich liebe sie so zärtlich und aufrichtig, und sie glauben Mir nicht. Ich will sie mit Gnaden überhäufen - sie wollen sie nicht annehmen. Sie gehen mit Mir um wie mit etwas Totem, aber ich habe ein Herz voller Liebe und Barmherzigkeit.“

Der katholische US-Journalist Philip Kosloski empfiehlt in diesem Zusammenhang: „Vielleicht denken Sie an die Vision der heiligen Schwester Faustyna, wenn Sie diese Weihnachten zur heiligen Kommunion schreiten, und stellen sich vor, wie das kleine Jesuskind seine Arme für Sie öffnet und darauf wartet, dass Sie es an sich nehmen und an ihr Herz drücken. Wenn Sie dann die Kommunion empfangen, können Sie das Jesuskind in Ihr Herz aufnehmen und seinem liebevollen Blick begegnen. Machen Sie das ganz bewusst, und Weihnachten wird nie mehr so sein wie früher.“

Aus Fatima ruft 4/2019


26. Dezember
Das Banausentum des Modernismus

Die etwas andere Weihnachtspredigt von mir. Gestern habe ich sie gehalten.


25. Dezember
Vielfältiges Geheimnis

Für Weihnachten kann ich drei Predigten anbieten: Der Gammablitz von Bethlehem, Die DNA des Christentums und Wie Gott alles verwandelt.

Themen

Engel
Englandreise
Entmytholog.
Entweltlichung
Erbsünde
Erlösung
Erneuerung
Evangelien
Evangelisierung
Evangelisierung II
Evangelium
Evolution
Exegese
Exerzitien
Exkommunikation
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Familiensynode
Fasten
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Flüchtlinge
Frau
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Freiheit
Freiheit u. Gnade
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FSSP
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Genderkritik
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Glauben
Glaubensjahr
Glaubensregel
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Gott II
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Gottesknecht
Gotteskrise
Grabeskirche
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