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* * *

27. November
Erlösung naht!

Zum Ersten Adventssonntag kann ich drei Predigten anbieten:

Der Anfang

Jesus Christus anziehen

Es naht eure Erlösung


27. November
Maria Manisha

Vor zehn Jahren, am 27. November 2011, wurde Maria Manisha ermordet.


26. November
Luigi Sturzo

Vor 150 Jahren, am 26. November 1871, wurde in Caltagirone, Sizilien, der katholische Politiker Luigi Sturzo geboren. 1894 zum Priester geweiht, lehrte er zunächst Theologie und Philosophie am Seminar seiner Heimatstadt, deren stellvertretender Bürgermeister er von 1905 bis 1920 war. Zusammen mit Alcide De Gasperi und anderen gründete er den Partito Popolare Italiano (PPI), seit 1943 Democrazia Cristiana (DC). Er war befreundet mit Alois Dempf und gehört mit ihm zusammen zu den Wegbereitern christlicher Demokratie. Am 8. August 1959 starb er in Rom.


26. November
Jakobus Alberione

Vor 50 Jahren, am 26. November 1971, starb in Rom im Alter von 87 Jahren der Ordensgründer Giacomo Alberione. Er gründete die Gesellschaft vom hl. Paulus, die Schwestern des hl. Paulus, die Jüngerinnen des Göttlichen Meisters, die Schwestern Jesu des Guten Hirten, die Schwestern der Königin der Apostel, die Paulinische Vereinigung und das Institut der Hl. Familie mit je verschiedener Zielsetzung: Apostolat durch Massenmedien, Anbetung, Unterstützung der Priester, Seelsorge, Weckung kirchlicher Berufungen. Am 27. April 2003 wurde er seliggesprochen.


25. November
Die Jungfrau von Guadalupe und ihr Weg nach Mexiko

Von Carolin Holterhoff

14. Folge

Für die Spanier war das Bild durch die christliche Symbolik leicht lesbar (Górny/Rosikoń, Guadalupe Mysteries, S. 57 ff). Die Aura, die Maria umgibt, ist das Symbol ihrer Heiligkeit. Der blaue Mantel steht für die Unsterblichkeit und die ewige Freude mit Gott im Himmel, während die Sterne auf ihren Titel als Königin des Himmels hinweisen. Der Gürtel ist das Symbol für Jungfräulichkeit, Reinheit und Hingabe an Gott, der durch die Wolke dargestellt wird. Das zartrosa der Tunika verweist auf das Rot der Selbsthingabe der Liebe. Die Blätter und Blüten auf der Tunika stehen für das Paradies und der Mond, auf dem Maria steht, wird mit der Frau in der Apokalypse in Verbindung gebracht. Die Brosche trägt das wichtigste Symbol der Christenheit, das Kreuz. Die gefalteten Hände und das leicht gebeugte Knie stehen für den Lobpreis Gottes und ihre Demut vor Gott.

Die Priester konnten sich zunächst die plötzliche Begeisterung der Indianer für den christlichen Glauben nicht so ganz erklären; der nach der Erscheinung der Jungfrau von Guadalupe einsetzte. Sie hatten zwar Fortschritte in der Missionierung gemacht, aber es war eine mühselige Arbeit. Die Indianer kamen jetzt in Scharen, auch von Orten, in denen noch kein Missionar gewesen war, und wollten getauft werden. Die anfängliche Befürchtung, es handle sich um Opportunismus oder nur eine oberflächliche Bekehrung zerstreuten sich jedoch, als deutlich wurde, mit welchem Eifer sich die Indianer in ihr neues, vom christlichen Glauben geprägten Leben warfen.

Maria zeigte ihnen einen Ausweg aus ihrer Situation. Das Bild der Jungfrau von Guadalupe sprach zu ihnen; sie benutzte dafür die Symbole ihrer Kultur und ihrer Bildersprache. So konnten sie nun das Bild auf der Tilma lesen.

Zunächst einmal war die Tilma selbst von Bedeutung, denn die Indianer brachten ihre Neugeborenen in einer Tilma zum Tempel, um sie den Göttern zu weihen. Bei einer Eheschließungszeremonie wurde die Tilma des Mannes mit der Bluse der Frau als Zeichen des gemeinsamen Bundes verknotet – dies entspricht dem mystischen Bund, den Maria mit dem mexikanischen Volk einging und symbolisierte auch den neuen Bund mit Gott. Und die Tilma schützte den Mann nicht nur vor der Kälte und der Sonne, sondern es wurden mit ihr auch Nahrungsmittel transportiert – Maria wurde dadurch als Beschützerin in allen Lebenslagen und Trägerin der lebensgebenden Speise, Jesus Christus, gesehen (Górny/Rosikoń, Guadalupe Mysteries: Deciphering the Code, S. 42).

Der Codex, den die Indianer in dem Bild lasen, erschloss ihnen die Quintessenz des Evangeliums (Górny/Rosikoń, Guadalupe Mysteries, S. 53 ff). Da Maria keine Maske trägt, wie die Gottheiten der alten Zeit, war sie keine Göttin. Der türkisfarbene Mantel war in der aztekischen Kultur ein Zeichen für Herrschaft und damit nur dem Herrscher vorbehalten; Maria ist also eine Königin. Die Wolken, die sie umgeben und der Sternenhimmel auf dem Mantel deuten darauf hin, dass sie mit einem göttlichen Auftrag aus einer anderen Welt gekommen ist, da der Himmel der Sitz der Götter ist. Eine Untersuchung im Jahr 1981 hat ergeben, dass die Anordnung der Sterne auf dem Mantel genau der Sternenkonstellation am Himmel Mexikos im Dezember 1531 entspricht; dies war ein Hinweis für die aztekischen Priester, da sie als einzige genaue Kenntnis über Astronomie und den aztekischen Kalender hatten. Der Betrachter des Sternenhimmels blickt allerdings nicht von der Erde nach oben (heliozentrisch), sondern er blickt von der Sonne nach unten (geozentrisch) und der Mittelpunkt ist eine Jasminblüte (quincunx) in der Höhe des Bauches auf der Tunika. Die Jasminblüte steht für Göttlichkeit und Transzendenz, sowie für das Prinzip der Ordnung des Universums. Sie besteht aus fünf Teilen: vier Blütenblätter, die sich in der Mitte treffen; die Zahl vier symbolisierte in der aztekischen Kultur das Ideal von Harmonie und Schönheit, während die Zahl fünf das Symol für das Treffen von Mensch und Gott war. Zusammen mit dem offenen Haar, das für Jungfräulichkeit steht, und dem schwarzen Gürtel, der zu einer Schleife gebunden ist und eine Schwangerschaft andeutet, erkannten die Indianer, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes, Jesus Christus, in sich trug.

Wird fortgesetzt.

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24. November
Auftrag und Wahrheit

Eine Predigt von mir zum ersten Adventssonntag ist in der neuen Zeitschrift Auftrag und Wahrheit - ökumenische Quartalsschrift für Predigt, Liturgie und Theologie erschienen.

Gründungsherausgeber ist Pfr. Jürgen Henkel.

Zum Herausgeberkreis gehören Gerhard Kardinal Müller, Metropolit Serafim Joanta und zehn weitere Personen.

Die Zeitschrift umfasst 162 Seiten und kann auf der Website von buechercafe bestellt werden.


24. November
Robert Charles Morlino

Vor drei Jahren, am 24. November 2018, starb in seiner Bistumsstadt im Alter von 71 Jahren der Bischof von Madison Robert Charles Morlino. Morlino war ein vorbildlicher Bischof, der nicht zögerte, die Probleme, die einer Erneuerung der Kirche im Wege stehen, an der richtigen Stelle anzupacken. Beispielhaft ist sein Brief über den sexuellen Missbrauch in der Kirche, den wir auf kath-info veröffentlicht haben. Im April 2017 rief er die Priester seiner Diözese zu einer größeren Ehrfurcht gegenüber dem allerheiligsten Altarsakrament auf. Sie mögen die Leute dazu ermutigen, die hl. Kommunion kniend und auf die Zunge zu empfangen. Er förderte Priesterberufungen und hatte damit großen Erfolg. Sein Weg zur Erneuerung der Kirche war kein synodaler Weg, aber erfolgreich. Ob wir in Deutschland bereit sind, davon zu lernen?


23. November
Ein Geschenk des Himmels

Bald beginnt die Adventszeit: ein Anlass, an das schöne, bebilderte Büchlein von P. Martin Ramm Ein Geschenk des Himmels zu erinnern, durch welches Kinder in das Geheimnis der Advents- und Weihnachtszeit eingeführt werden.
Bestellen Sie es kostenlos bei der Petrusbruderschaft. Bestellen Sie es ruhig in größerer Anzahl: für sich selbst, für Ihre Kinder, Großkinder, Nichten, Neffen, für die Kinderarbeit in der Pfarrei, in der Schule, in Kindergruppen, zum Weiterverschenken. Ein Beitrag zur Neuevangelisierung, die bei den Kindern beginnt!


23. November
Johanna Boisseau

Vor 150 Jahren, am 23. November 1871, starb in Barillère bei Clisson im Alter von 74 Jahren die Leidensmystikerin Johanna Boisseau. Sie empfing 1862 die Stigmata.


22. November
Die Art und Weise, vertraulich mit Gott umzugehen

Vom hl. Alfons Maria von Liguori

18. Folge

38. Die heilige Theresia sagt, daß die Gerechten auf Erden in der Liebe den Seligen im Himmel gleichen müssen, gleich ihnen müssen sie nur mit Gott beschäftigt sein, sie müssen an nichts anderes denken und nichts anderes wünschen, als Seine Ehre, Seine Liebe. - So auch du, geliebte Seele! Gott sei hier auf Erden deine Seligkeit, Er sei der einzige Gegenstand deiner Neigungen und das Ziel aller deiner Handlungen und Wünsche, bis daß du im Himmel, wo alle deine Begierden Befriedigung finden, Ihn dereinst vollkommen und unaufhörlich lieben wirst.

Von der Liebe Gottes und den Mitteln, dieselbe zu erlangen.

1. Weil unser guter Gott uns so lieb hat, so wünscht Er innig, daß auch wir Ihn lieben, und deshalb hat Er uns nicht nur durch so häufig wiederholte Einladungen in der Heiligen Schrift, Ihn zu lieben, und durch so viele allgemeine und besondere Wohltaten zur Liebe Gottes zu bewegen gesucht, sondern Er hat uns sogar das ausdrückliche Gebot erteilt, Ihn zu lieben, und hat der Seele, die Ihn nicht liebt, die Hölle gedroht, der, die Ihn liebt, den Himmel verheißen. Gott will, daß alle sich retten, daß keiner verloren gehe, wie uns das die heiligen Apostel Petrus und Paulus nur allzu deutlich gelehrt haben: “Gott, welcher will, daß alle Menschen selig werden” (1 Tim 2,4). “Er hat Geduld mit euch und will nicht, daß jemand verlorengehe, sondern daß sich alle zur Buße wenden” (2 Petr 3,9). Wenn aber Gott alle selig haben will, warum hat er dann die Hölle erschaffen? Nicht deshalb, damit wir verdammt würden, sondern damit die Welt Gott liebe. Wenn ungeachtet der Hölle die meisten Menschen lieber die Verdammnis wählen, als daß sie Gott lieben, wer würde Ihn da wohl lieben, wenn es keine Hölle gäbe! Deshalb hat denn auch der Herr denen, die Ihn nicht lieben wollen, ewige Strafen gedroht, damit, wenn man Ihn nicht gutwillig lieben will, man Ihn wenigstens aus Furcht liebe, um die Hölle zu vermeiden.

wird fortgesetzt

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21. November
Joseph Henry Conroy

Vor 100 Jahren, am 21. November 1921, wurde Joseph Henry Conroy (1858-1939) zum Bischof von Ogdensburg (im US-Bundesstaat New York) ernannt. Er hatte am 30. Oktober 1909 Paul Francis Wattson, den Begründer der Weltgebetsoktav, zusammen mit 16 Gefährten und Gefährtinnen, in die katholische Kirche aufgenommen.


20. November
Die Kraft lebendigen Glaubens

In der Lesung stellt uns der hl. Paulus die Thessalonicher als Vorbild hin. Worin sind sie uns Vorbild? Und wer waren die Thessalonicher eigentlich? Das erklärte ich letzten Sonntag in meiner Predigt.


20. November
Rettung in der Drangsal

Zum morgigen letzten Sonntag nach Pfingsten kann ich fünf Predigten anbieten:

Die große Drangsal

Apokalypse und ein Gott des Friedens?

Das jüngste Gericht

Der Macht der Finsternis entrissen

... so glaubet es nicht!


19. November
Das 68. Wunder von Lourdes

Vor zehn Jahren, am 19. November 2011, bestätigte das internationale Ärztekomitee den unerklärlichen Charakter der Heilung der gelähmten Schwester Luigina Traverso am 23. Juli 1965. Sie war krank nach Lourdes gekommen. Beim Vorbeitragen des Allerheiligsten während der hl. Messe, an der sie auf einer Tragbahre teilnahm, wurde sie auf einen Schlag geheilt. Nach der Erklärung des internationalen Ärztekomitees bestätigte auch Bischof Alceste Catella von Casale-Monferrato am 11. Oktober 2012 das Wunder. Es ist das 68. Wunder in Lourdes, das anerkannt wurde. Seit dem gab es zwei weitere Anerkennungen: Das 69. Wunder wurde am 20. Juni 2013, das 70. am 11. Februar 2018 anerkannt. Das war meines Wissens bislang das letzte.


19. November
Marie-Eugen Grialou

Vor fünf Jahren, am 19. November 2016, wurde in Avignon der Karmelit Marie-Eugen Grialou (1894-1967) seliggesprochen. Er gründete 1932 die geistliche Familie Notre-Dame de Vie und schrieb das Buch Ich will Gott schauen über die karmelitische Spiritualität und Mystik.


18. November
Papst Franziskus, die Piusbruderschaft und Traditionis custodes

In einem Interview mit Carlos Herrera, das am 1. September 2021 vom spanischen Radiosender COPE ausgestrahlt wurde, erklärte Papst Franziskus, dass sein Motu proprio Traditionis custodes das Ergebnis seiner Zusammenarbeit “mit traditionalistischen Leuten guter Absicht” (“con gente tradicionalista de buen sentido”) gewesen sei.
Wer ist mit diesen Traditionalisten gemeint? Die Piusbruderschaft bezieht das Wort auf sich. Sie verbreitet ein Interview mit James Vogel, ihrem Pressesprecher in den USA, in dem er auf die Frage, wen der Papst mit jenen “vernünftigen Traditionalisten” gemeint habe, antwortet:
“Hier kann man nur spekulieren. Zum einen bezieht er sich auf seine Zeit in Buenos Aires. Dort gab es einige bekannte ‘Traditionalisten’, die ihre Beziehung zur Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht verbargen, und für die Diözese im juristischen und kanonistischen Bereich tätig waren. Er erinnert vielleicht auch an die Kontakte, die Pater Christian Bouchacourt, damals Distriktoberer in Buenos Aires und heute Zweiter Generalassistent, mit Msgr. Bergoglio hatte. Erinnern wir uns daran, dass der spätere Papst der Bruderschaft in einer schwierigen Situation geholfen hat, wofür wir mehr als dankbar sein müssen. Ohne ihn wäre die Bruderschaft in Argentinien empfindlich getroffen worden.”

Weitere Meldungen zu TC


18. November
Robert Hugh Benson

Vor 150 Jahren, am 18. November 1871, wurde in Crowthorne, Berkshire, der Schriftsteller Robert Hugh Benson geboren. 1903 konvertierte er vom Anglikanismus zur katholischen Kirche, 1904 wurde er zum Priester geweiht. Über seinen Weg zum katholischen Glauben berichtet er in seinen Confessions of a Convert (1913). Bekannt ist er als Autor von Der Herr der Welt und Im Dämmerschein der Zukunft. Am 19. Oktober 1914 starb er in Salford.


17. November
Gottesvergiftung

Die 68. Folge meines Podcasts beschäftigt sich mit den Gefahren eines krank machenden Glaubens.


17. November
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die portugiesische Übersetzung des Artikels Facetas do Amor ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die beiden Zitate von Georg May und Henrica Hannah über die Frauenordination finden sich auf der Seite über das Frauendiakonat. Meine Predigt über das Gesetz göttlichen Wachstums ist auf der Seite über den Schild des Glaubens eingebettet, meine Predigt über die große Drangsal auf der Malagridaseite.


16. November
Fis

Von Eduard Kamenicky

Daß das Kreuz zum Weg des Heiles gehört, ist jedem klar, der Jesu Evangelium vernommen und ein wenig begriffen hat. Daß die Kirche dazu da sei, die Glieder der Kirche zu quälen, steht nirgends geschrieben. Wie sehr es dennoch geschehen kann, weiß das Buch der Geschichte zu melden.

Der Gedanke, daß erst chamäleontische Eigenschaften den Christen als solchen auswiesen daß die Unfähigkeit zum geistigen und charakterlichen Kopfstand sozusagen die Rolle einer negativen Prädestination spiele, ist gar zu albern, um ernster Erwägung wert zu sein. So entmutigen zwei Phänomene bei genauerem Hinsehen: die gelehrte und wortreiche Selbstverneinung der Kirche auf der einen, der ... weiterlesen


16. November
Eduard Kamenicky

Vor 50 Jahren wurde Dr. Eduard Kamenicky (1925-2008), Diözesanpriester des Bistums Wien, von seinen Ämtern entlassen, weil er an der überlieferten Liturgie festhielt. Die Cembalistin und Japanologin Eta Harich-Schneider schreibt in ihren Erinnerungen Schiffbruch und Rettungswunder: “Aber am 16. November, meinem Geburtstag, übermittelte mir Otmar [Binder] eine Schreckensnachricht: ‘Kamenicky ist fristlos aus seiner Dozentur an der Universität verjagt worden und auch von den Nonnen, bei denen er gewohnt hat, ausgewiesen” (in: Christa Jansohn, Hg.: Eta Harich-Schneider: Die Sonette William Shakespeares und die Lyrik der "Rekusanten". Erlebnisse und Übersetzungen einer reisenden Musikerin: 1941–1982, Berlin und Münster 2011). Kardinal König hatte Kamenicky zu sich gerufen und ihm angedroht, ihm alle Gehälter zu streichen. Daraufhin erwiderte Kamenicky, dass er nun erst recht nicht mehr das neue Missale annehmen könne, weil dies bedeuten würde, dass er um des Geldes wegen seine Überzeugung verrate.

Kamenicky gründete dann zusammen mit Prälat Dr. Erwin Hesse (1907-1992) die hochangesehene Zeitschrift Entscheidung und wurde neben Gerhard Hermes und Heinz Froitzheim Redakteur des FELS. 1978 wurde er Dozent am Priesterseminar Herz Jesu der Piusbruderschaft in Zaitzkofen. Als ich dort am 6. Oktober 1979 eintrat, lernte ich ihn kennen und wählte ihn zu meinem Seelenführer. Nie in meinem Leben habe ich einen zweiten Priester kennen gelernt, der auf so wunderbare Weise Genialität und Herzensgüte in sich vereinte.

Am 29. Juni 1986 wiederholte sich der Schicksalsschlag: In Zaitzkofen wurde er von einem Tag auf den anderen entlassen, weil er eine zu kritische Haltung gegenüber den geplanten Bischofsweihen hatte, die dann am Donnerstag, den 30. Juni 1988 stattfanden. Wenige Tage zuvor telefonierte ich mit ihm, um ihn zu fragen, ob sich eine Gruppe von Priestern und Seminaristen, die den Bruch mit Rom nicht mitvollziehen wollten, bei ihm treffen könnten. Kamenicky hatte ein Landgut in Maigen, zwei Kilometer von Sigmundsherberg (Niederösterreich, Bezirk Horn) entfernt, wo er Stammgast beim Landgasthof Göd war. Dort trafen wir uns am 1. und 2. Juli, wie ich es in der Broschüre “Der 30. Juni im Lichtes Glaubens” beschrieben habe.

In seinen letzten Jahren wurde Kamenicky gesundheitlich immer schwächer und wurde schließlich von Frau Göd, die ihn bei sich aufgenommen hatte, bis zu seinem Tode gepflegt. Hier trafen wir uns am 8. Mai 2008 wieder zu seiner Beerdigung. Ich kann mich noch erinnern, wie Frau Göd unter Tränen der Trauer und Ergriffenheit vom gottergebenen Leiden und Sterben Kamenickys erzählte.

Kamenicky ist sich und der Tradition der Kirche stets treu geblieben. Wie er den dramatischen Traditionsbruch erlebte, hat er in einem seiner vielen Aufsätze in der Entscheidung beschrieben: Fis.


15. November
Der Gott des Lobpreises

Von P. Engelbert Recktenwald

Ich gebe es zu: Sehr spät erst ist mir die ganze Bedeutung des Lobpreises aufgegangen. Das war, als ich einmal beim Brevier den Psalm 105 betete: “Preiset den Herrn, ruft aus seinen Namen, kündet seine Werke den Völkern, singet ihm, spielt ihm, erzählt all seine Wunder!” Das ist das Gegenteil einer weit verbreiteten Haltung. Man preist Gott nicht, sondern murrt gegen ihn. Man lobt ihn nicht, sondern tadelt ihn. Was hat er nicht alles falsch gemacht! Wie kann er bloß so viel Leid zulassen! Warum geht es in der Welt so schlimm zu, warum in der Kirche bergab? Wir an seiner Stelle hätten es viel besser gemacht...

Vor dem Murren gegen Gott warnt uns die Bibel ausdrücklich: “Murrt auch nicht, wie etliche von ihnen murrten”, ermahnt uns Paulus (1 Kor 10, 10) mit Blick auf die Israeliten, die von Moses durch die Wüste geführt wurden. Es stehen sich also gegenüber: einerseits der Lobpreis angesichts der herrlichen Großtaten Gottes, andererseits das Murren angesichts seiner scheinbaren Fehlleistungen.

Das sagt viel über unser Gottesbild aus. Wer Gott lobt, tut es aufgrund seiner Überzeugung, dass ... weiterlesen


14. November
Louis Eudo de Kerlivio

Vor 400 Jahren, am 14. November 1621, wurde in Hennebont (Morbihan) Louis Eudo de Kerlivio geboren. Prägend war für ihn eine Begegnung mit dem hl. Vinzenz von Paul im Alter von 20 Jahren. 1644 empfing er die Priesterweihe. Er wurde einer der großen Glaubensapostel der Bretagne und zeitweise ein Gefährte des seligen Alain de Solminihac. 1685 starb er in Vannes.


14. November
Gottlieb Söhngen

Vor 50 Jahren, am 14. November 1971, starb in München im Alter von 79 Jahren der Theologe Gottlieb Söhngen. Er lehrte in Bonn und München und wurde dort ein Lehrer und Förderer von Joseph Ratzinger. Dieser hielt bei seiner Totenmesse die Predigt.


14. November
Bombenattentat in Guadalupe

Vor 100 Jahren, am 14. November 1921, geschah das Wunder von Guadalupe: Eine Bombe explodierte unmittelbar vor dem Gnadenbild von Guadalupe. Sie richtete in der Umgebung riesige Zerstörungen an. Nur das Bild wurde nicht im geringsten beschädigt.


13. November
Umweltschutz im Gottesreich

Zum morgigen sechsten nachgeholten Sonntag nach Erscheinung kann ich diese drei Predigten anbieten:

Unser Herz als Kläranlage

Du bist ein Senfkorn!

Die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig


13. November
Dem Geist der Kirche fremd

In diesem Zusammenhang ist an die Feststellung von Kardinal Newman zu erinnern, daß die Kirche nie in ihrer Geschichte rechtgläubige Formen von Liturgie einfach abgeschafft oder verboten hat - das wäre dem Geist der Kirche durchaus fremd. Eine rechtgläubige Liturgie ist ja nie eine bloß pragmatisch geschaffene Zusammenstellung von Zeremonien, die man dann positivistisch heute so und morgen anders verfügen könnte. Rechtgläubige Formen eines Ritus sind lebendige Wirklichkeiten, die aus dem liebenden Dialog der Kirche mit ihrem Herrn gewachsen sind, Lebensgestalten der Kirche, in denen sich der Glaube, das Beten und das Leben von Generationen verdichtet und in denen das Miteinander von Gottes Handeln und Antwort des Menschen Form gefunden hat. Solche Riten können absterben, wenn das sie tragende Subjekt in der Geschichte verschwindet oder sich mit seinem Erbe einem anderen Lebensraum einfügt. Die Autorität der Kirche kann in wechselnden geschichtlichen Situationen den Gebrauch solcher Riten umschreiben und einschränken, aber sie verbietet sie nie einfach.

Aus der Rede von Joseph Kardinal Ratzinger am 24. Oktober 1998


12. November
Das Zitat

Je mehr du versucht wirst, desto eifriger sollst du im Gebet verharren. Denn kraft deines andauernden Gebetes verdienst du versucht zu werden: Gold muss gereinigt und geläutert werden. Und kraft deines andauernden Gebetes verdienst du, von den Versuchungen befreit zu werden. Durch Gebet wirst du nämlich erleuchtet, durch Gebet gereinigt, durch Gebet mit Gott vereint.

Selige Angela von Foligno


12. November
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Meldungen über Maria 2.0 sind auf einer eigenen Seite untergebracht. Das Zitat Guido Horsts über bischöfliches Schweigen findet sich auf der Seite über den Aufstand gegen das Lehramt. Dort wurde auch mein Youtube-Video Amoris laetitia und das Gewissen eingebettet. Meine Predigt Mein Sohn lässt sich rühren ist auf der Seite Maria, die neue Materie, mein Podcast Jesus und das Theodizeeproblem auf der Seite Einsame Atheisten eingebettet.


11. November
Der synodale Teppich

Der Synodale Weg greift das komplexe Thema nicht auf und trägt weiter dazu bei, dass 80% der Opfer, nämlich die Mädchen, nicht in den Blick kommen. Man ist sich offensichtlich nicht der Tragweite dieses Manövers bewusst. Den Katholiken wie der Öffentlichkeit war doch versprochen, dass dieses Thema nach nunmehr 11 Jahren zu Konsequenzen führt. Wer die Beschlussvorlagen von Ende September durchgeht, wird sich fragen, wie die Forderungen zu den Mitspracherechten der Gremien und zur Ernennung von Bischöfen zur Lösung des Problems „Sexueller Missbrauch“ beitragen. Das wäre so, als würde in den Koalitionsvereinbarungen die Klimafrage nicht mehr vorkommen. Die Synodenmitglieder handeln nicht anders als die Bischöfe und die Personalverantwortlichen in früheren Jahren. Sie decken nur einen anderen Teppich über das schwierige Triebgeschehen, indem sie es einfach als Machtmissbrauch interpretieren. Die nicht entschärfte Granate wird ihnen in der Hand explodieren.

Aus: Eckhard Bieger SJ, Der Synodale Weg lässt den sexuellen Missbrauch unerledigt liegen

Weitere Stimmen zum Synodalen Weg


10. November
Das Leben des heiligen Franz Xaver

Von Wolfgang Reithmeier, bearbeitet von Joseph Firnstein und Paolo D'Angona

20. Folge

Deza sandte sogleich eine Fregatte nach Malakka, um die Siegesnachricht zu überbringen. Aber dort wußte man schon alles, noch bevor die Fregatte abgegangen war.

Pater Xaver predigte am vierten Sonntag im Dezember in der großen Kirche. Gerade zu dieser Zeit waren die beiden Flotten aufeinander gestoßen. Plötzlich hielt er inne und kündigte den Zuhörern das Zusammenstoßen der Flotten an. Sein Gesicht glühte. Dann erhob er seine Augen zu dem vor ihm stehenden Bildnis des Gekreuzigten und sprach seufzend die Worte: "Ach Jesus, Gott meines Herzens, Vater der Barmherzigkeit, ich bitte dich demütig durch die Verdienste deines heiligen Leidens, deine Soldaten nicht zu verlassen." Nach diesen Worten ließ er, als wäre er ermüdet, sein Haupt sinken, und stützte sich auf die Kanzel, ohne ein Wort zu sagen. Nach einer Weile richtete er sich auf und rief voll Freude mit lauter Stimme: "Meine Brüder, Jesus Christus hat für uns gekämpft! In eben dieser Stunde, in der ich zu euch spreche, haben die Soldaten seines heiligen Namens das Werk vollendet, und wir haben nur vier von den unsrigen verloren. Ihr werdet am nächsten Freitag die Nachricht erhalten und bald darauf werden wir unsere Flotte sehen."

Obgleich ein so wunderbares Ereignis unglaublich erschien, so mußten es Merlo und die Vornehmsten der Stadt dennoch glauben, denn sie hatten das Gesicht des Heiligen von Glanz umleuchtet gesehen, und seine Worte trugen das Zeichen der Wahrheit. Da die Frauen und Mütter der Soldaten, die bei der Flotte waren, fürchteten, diese Nachricht könne falsch sein, rief Xaver sie nachmittags noch einmal in die Kirche und wiederholte ihnen das Gesagte mit solcher Sicherheit, daß auch sie nicht mehr zweifelten.

Die Fregatte traf an dem von Xaver genannten Freitag ein. Unter dem Schall der Trompeten und dem Donner der Kanonen erschien bald auch die Flotte. Voll Jubel und Freude wurden die Sieger empfangen. Pater Xaver ging ihnen mit einem Kreuz in der Hand entgegen und deutete ihnen an, wem sie den Sieg zu verdanken hätten. Alle lobten und priesen Jesus Christus, aber auch dem Heiligen bekannten sie öffentlich, daß er den glücklichen Ausgang von Gott erfleht habe. Diese Gunstbezeugungen trugen dazu bei, seine Reise nach Goa zu beschleunigen.

Schon war Xaver zur Abreise gerüstet, als von China kommende Schiffe in den Hafen einliefen. Auf einem dieser Schiffe befand sich ein Japaner namens Anger. Dieser Mann, 35 Jahre alt, von edler Herkunft, hatte in seiner Heimat im Streit einen Menschen ermordet. Er fand nun keine Ruhe mehr und man riet ihm, den heiligen Xaver aufzusuchen, der er es verstehe, Seelen zu leiten und aufzurichten. Sobald ihn der Heilige sah, umarmte er ihn und war vor Freude außer sich, denn er sah im Geiste voraus, daß dieser Japaner nicht nur der erste Christ seiner Nation sein werde, sondern auch ein Werkzeug, um sein Volk für das Evangelium Jesu Christi empfänglich zu machen. Anger war zutiefst ergriffen. Xaver versprach ihm, daß seine Gewissensbisse aufhören und er den ersehnten Frieden erlangen würde, wenn der den wahren Gott erkannt hätte, der allein den Seelenfrieden geben könne. Anger war bereit, in allem zu folgen. Der heilige Missionär unterrichtete ihn in den Grundsätzen des Evangeliums. Um jedoch die Bekehrung Angers zu festigen, hielt es Xaver für richtig, ihn mit seinen beiden Dienern nach Goa in das Seminar zu schicken, damit sie dort aus der Hand des Bischofs Johann Albuquerque die heilige Taufe empfangen sollten. Xaver konnte sie nicht selbst nach Goa begleiten, deshalb beauftragte er Georg Alvarezo, sie dorthin zu bringen und dem Rektor des Kollegiums zu St. Paul ein Schreiben zu übergeben, in dem er ihm diese Fremden anempfahl.

Auf dem Schiff des Golsalve Fernandez schickte er zwanzig bis dreißig junge Leute dorthin, die er von den Molukken mitgenommen hatte. Danach bestieg er ein Schiff und segelte nach Cochin.

Als die mit dem Schiff durch die Meerenge von Ceylon fuhren, entstand ein sehr heftiger Sturm. Man mußte alle Waren ins Meer werfen. Der Heilige selbst beschreibt uns diesen Sturm in einem Brief an die Gesellschaft Jesu. Der Steuermann mußte das Schiff den Wellen überlassen. Drei Tage und drei Nächte waren sie in ständiger Todesangst, und nur der heilige Xaver konnte durch seine ruhige Fassung, die er mitten in den Gefahren behielt, die anderen trösten und beruhigen. Er hörte ihre Beichten und flehte den Himmel um Beistand an, und ermahnte alle, Tod oder Leben von Gott anzunehmen. Dann zog er sich in seine Kammer zurück. Franz Pereyra, der ihn während des Sturmes suchte, fand ihn auf den Knien vor seinem Kreuz in Gott versunken.

Das Schiff geriet in eine heftige Strömung und wurde gegen die Sandbänke von Ceylon getrieben, so daß sich die Matrosen bereits für verloren hielten. Da kam Xaver aus seiner Kammer hervor und verlangte das Senkblei und die Schnur, mit der man die Tiefe des Meeres feststellt. Während er das Senkblei auf den Grund ließ, sagte er: "Großer Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist, erbarme dich unser." Das Schiff blieb im selben Augenblick stehen und der Wind legte sich. Sie setzten danach ihre Reise fort und kamen am 21. Januar wohlbehalten im Hafen von Cochin an.

Bei seiner Ankunft fand Xaver die Gelegenheit, nach Europa zu schreiben, da gerade ein Schiff nach Lissabon im Hafen lag. Den ersten Brief schrieb er an König Johann III. von Portugal. Dieser Brief enthielt sehr weise Ratschläge hinsichtlich der Pflichten, die der König als Fürst zu erfüllen hatte. Auch wird dort daran erinnert, was Xaver schon früher einmal zur Sprache brachte, der König werde vor Gott für die schlechte Regierung seiner Minister verantwortlich sein, und er müsse einst Rechenschaft über die Seelen ablegen, die er aus Mangel an Festigkeit und Entschlossenheit zugrunde haben gehen lassen. Aber all diese Bemerkungen machte Xaver in der ihm eigenen Ehrerbietung und Milde.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


9. November
I found a deeper relation with Christ

I am a 47 year old woman and after a year of preparation and almost 10 years of searching I became a Roman Catholic in 2002. At that time I was 28 years old. I started going on pilgrimages and by chance in Lourdes I met a young volunteer from Utrecht (the Netherlands) who one day took me to the old form of Holy Mass. I have an autism related syndrome and in the old form I found tranquility. An escape from a world filled with all kind of distraction and noise. And I found a deeper relation with Christ. Even though I have to travel across the country, I make the time to go to Amsterdam every once in a while. It's my way to feed my faith. Without that possibility, my mental condition would be a lot worse and my faith diminished. And my spiritual life has improved since I discovered this possibility. I am so grateful for it! And I know there are more people like me for whom the classic Rite would be a major blessing, if only they had an opportunity to discover it!

Aus dem "Bouquet of Testimonies" from the Netherlands Crowning Glory for the Motu Proprio Summorum Pontificum 2007.


8. November
Karl Heinrich Fürst zu Löwenstein

Vor 100 Jahren, am 8. November 1921, starb in Köln im Alter von 87 Jahren Karl Heinrich Fürst zu Löwenstein. Er war seit 1868 Organisator der Katholikentage, 1872-1898 Kommissar der Generalversammlungen, 1871 Mitgründer des Zentrums, 1871-72 Abgeordneter im Reichstag. Er unterstützte nach Kräften die katholisch-soziale Bewegung, die katholische Presse und Wissenschaft und viele Klöster. 1907 trat er in Venlo in den Dominikanerorden ein und empfing 1908 die Priesterweihe.


8. November
Joseph Deharbe

Vor 150 Jahren, am 8. November 1871, starb in Maria Laach im Alter von 71 Jahren der in Straßburg geborene Theologe Joseph Deharbe SJ. Er wirkte als Professor der Rhetorik in Brig und Freiburg in der Schweiz, als Hilfsseelsorger in Cöthen, Anhalt, als Regens im Priesterseminar zu Luzern. Am berühmtesten wurde er durch seine Katechismen. Er gab fünf Katechismen heraus, deren weite Verbreitung “alle Vorgänger übertrifft” (LThK, 1. Auflage). Sie wurden in mindestens 15 Sprachen übersetzt, auch ins Chinesische und Marathi. In Deutschland wurde sein Katechismus bearbeitet und weiterentwickelt von Jakob Linden SJ (1853-1915).


7. November
Gott das Ideal der Wahrheit

Von Arnold Rademacher

Fünfte Folge

4. Bei Menschen ohne höhere Interessen, Stoffnaturen, deren Ideale unterhalb der den Menschen als solchen auszeichnenden geistigen Vermögen liegen, kann der Wahrheitstrieb keine intensivere Kraft entfalten und pflegt dann auch sich abzustumpfen, ohne freilich jemals gänzlich abzusterben. Die Skepsis ist eine Krankheit der Vernunft; der bewußte Widerspruch aber gegen die erkannte Wahrheit ist die größte Sünde, unvergebbar, weil ein innerer Gegensatz zum Geist der Wahrheit. Auch das Gegenteil, der Wissensstolz, die Hybris der Alten, ist dem Wahrheitssinn nicht günstig. Dagegen kann der Wahrheitstrieb bei großangelegten Seelen sich steigern bis zu elementarer Leidenschaft. Ergreifend sind die Worte, die der heilige Augustinus in der Not seiner nach Wahrheit verlangenden Seele in seinen Bekenntnissen (III, 6) niedergeschrieben hat. Er hatte sie gesucht bei den anspruchsvollen manichäischen Philosophen, die mit lautem Geschrei ihre Wahrheit anpriesen, aber sie hatten sein Herz leer gelassen. “O Wahrheit, Wahrheit, wie viele feurige Wünsche stiegen damals aus dem Grunde meiner Seele zu dir auf, als jene immerfort und in vielfältiger Weise deinen Namen im Wort und in vielen und umfangreichen Büchern an meine Ohren ertönen ließen! Das waren die Gerichte, in denen ich, der ich nach dir hungerte, auf Sonne und Mond verwiesen wurde, welche allerdings schön sind, aber doch nur deine Werke und nicht du selbst und nicht einmal die schönsten deiner Geschöpfe. Denn früher sind deine geistigen Werke als jene Körper, so leuchtend und himmlisch sie sein mögen. Ich aber hungerte und dürstete auch nicht nach diesen ersten Werken, sondern nach dir selbst, o Wahrheit, in der kein Wechsel ist und kein Schatten von Wandel. Und man wies mich hin in jenen Gerichten auf schimmernde Phantome .. . Gleichwohl aß ich davon, weil ich meinte, du seiest es, nicht begierig zwar; denn mein Mund schmeckte dich nicht, wie du in Wahrheit bist - jene eingebildeten Wesen waren ja nicht du -, und ich nährte mich nicht an ihnen, sondern wurde nur noch leerer ... Du aber, meine Liebe, nach der ich schmachte, um stark zu sein, du bist zwar im Himmel, aber doch keiner von jenen Körpern, die wir am Himmel sehen, und keiner von denen, die wir nicht dort sehen ... Du bist auch keine Seele, die der Lebensgrund von Körpern ist, ... sondern du bist das Leben der Seelen, das Leben der Leben, das da lebet durch dich selbst, und du änderst dich nicht, du Leben meiner Seele”. Nur Gott, die unendliche und konkrete Wahrheit, ist ihm die restlose Erfüllung des Wahrheitsideals. Es ist übrigens kein Zufall, daß Augustinus der Liebling der Modernen ernsterer Richtung zu werden begonnen hat [2]. Je vielgestaltiger und aufreibender das Leben und je differenzierter die Wissenschaft geworden ist, desto stärker macht sich die Sehnsucht nach der zusammenfassenden Einheit geltend. Das Viele genügt nicht einmal dem wahrheitssuchenden Geist, geschweige denn der Seele, die in der Wahrheit ruhen will. In dem Anspruch auf Einheitlichkeit der Weltanschauung beruht auch die Anziehungskraft, welche der Monismus heute auf weniger kritische Denker ausübt.

Anmerkungen:

[2] Vgl. Jansen, Bernhard S. J. “Augustinus ein moderner Denker (Stimmen der Zeit, Bd. 98, 29-40) und “Das Zeitgemäße in Augustins Philosophie” (ebenda 189-203).

Wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


6. November
Über Unkrautresistenz

Zum morgigen fünften nachgeholten Sonntag nach Erscheinung kann ich diese drei Predigten anbieten:

Preiset Gott dankbaren Herzens

Vom Fluch des Unkrautsammelns

Das Unkraut wachsen lassen!


6. November
Wie ist es, ein Schutzengel zu sein?

Mit einem Monat Verspätung veröffentliche ich meine Predigt zum Schutzengelfest. Ich vermute, dass sich die Titelfrage in Bezug auf Engel leichter beantworten lässt als in Bezug auf Fledermäuse. Insofern gerate ich nicht in Konflikt mit Thomas Nagel. Gegenüber dem Kantischen Verdikt gegen jede Überschreitung der Grenzen, die dem menschlichen Verstand durch die empirische Wirklichkeit gegeben seien, ist die Erinnerung an sein Wort opportun, dass er das Wissen doch mit dem Ziel aufhebe, “zum Glauben Platz zu bekommen”. Vom Glauben inspirierte Spekulationen sind also legitim, solange sie nicht beanspruchen, ein Wissen zu sein. Meine sind cum grano salis zu nehmen.

Recktenwald-Predigten · Wie ist es, ein Schutzengel zu sein?

6. November
Michael Keller

Vor 100 Jahren, am 6. November 1921, wurde Michael Keller (1896-1961) in der Abtei St. Georgenberg-Fiecht bei Schwaz zum Priester geweiht, nachdem er in Paderborn, Rom und Innsbruck studiert hatte. 1947 wurde er als Nachfolger des seligen Clemens August Kardinal von Galen zum Bischof von Münster ernannt. Er war ein Förderer der Mission in Afrika und ein Gegner der Apartheid-Politik in Südafrika.


5. November
Agatha-Christie-Indult

Heute jährt sich zum 50. Mal das berühmte Agatha-Christie-Indult. Uwe Postl hat darüber auf kath-info geschrieben.


4. November
Statistik der Petrusbruderschaft

Die Priesterbruderschaft St. Petrus hat wieder ihre jährliche Statistik mit Stand vom 1. November 2021 veröffentlicht:

Sie hat 526 Mitglieder, davon 341 Priester.

Sie ist in 147 Diözesen tätig und feiert an 259 Orten regelmäßig die hl. Messe.

47 Personalpfarreien sind ihr weltweit anvertraut. Sie hat 132 Niederlassungen, davon sind 95 kanonisch errichtet.

Die Konfraternität St. Petrus umfasst 8399 Mitglieder, davon 1191 im deutschen Sprachraum.


3. November
Das Bundesverfassungsgericht und das dritte Geschlecht

Das BVerfG will es besser wissen als diese biologischen Fachtexte. Wie aber könnte es, und zwar logisch und aufgrund empirischer Fakten, zu seiner abweichenden Auffassung kommen? Zum einen könnte es, nobelpreisverdächtig, einen dritten anisogametischen Keimzellentyp entdeckt haben. Das hat niemand. Oder es könnte eine andere Definition von Geschlecht verwenden und sich auf etwas anders als Keimzellentypen stützen. Tatsächlich aber findet sich in der Urteilsbegründung überhaupt keine Definition von Geschlecht wie auch keine Angabe, welches die relevanten empirischen Prämissen sind und warum sie relevant sind, und mithin erfolgt auch keine logische Ableitung. Kurz, das BVerfG bleibt nicht nur ein logisch schlüssiges Argument für seine These vom dritten Geschlecht schuldig, sondern erklärt nicht einmal, was es mit „Geschlecht“ überhaupt meint. Es weiß offenbar buchstäblich nicht, wovon es redet.

Aus: Uwe Steinhoff, Auf den Leim gegangen, im Cicero. Steinhoff ist Professor am Department of Politics and Public Administration der Universität Hongkong sowie Senior Research Associate im Oxford University Programme on the Changing Character of War.

Weitere Stimmen zum Thema


3. November
Monatsranking Oktober 2021

Platz Monatsranking Oktober 2021
Ausschnitt aus der Platzbelegung
von über 720 Seiten
Verän-derung ggü. dem Vormonat
1

Hurnau: Die Schule der Exorzisten

+ 98
2

Zitatensammlung

+/- 0
3

Das Bild von Guadalupe: Der wissenschaftliche Befund

+ 3
10

Spaemann: Wer hat wofür Verantwortung?

+ 11
20

Georg May: Fremde Sünden

+ 80
30

Anna Diouf: Du selbst bist die Antwort!

+ 31
40

Robert Spaemann

+ 7
50

Die Päpste über den Rosenkranz

-1
60

Spaemann: Wirklichkeit als Anthropomorphismus

+ 96
100

Recktenwald: Der Gottesbeweis Anselms v. Canterbury

+ 57

Zum Ranking der Vormonate


2. November
Margareta von Lothringen

Vor 500 Jahren, am 2. November 1521, starb in Argentan im Alter von 58 Jahren die selige Margareta von Lothringen. Sie war die Tochter des Herzogs Friedrich von Lothringen und nahm sich schon im Jugendalter die hl. Elisabeth von Thüringen zum Vorbild. 1488 heiratete sie den Herzog René d’Alençon, bekam drei Kinder und wurde 1492 Witwe. Sie “führte über 20 Jahre lang die Regentschaft mit Klugheit und Gerechtigkeit, gab je ein Drittel ihrer Habe an Arme und für geistliche Stiftungen” (LThK, 1. Auflage) und gründete schließlich in Argentan ein Klarissenkloster, in das sie selber eintrat.


2. November
Wanda Półtawska

Vor 100 Jahren, am 2. November 1921, wurde in Lublin Wanda Półtawska geboren. Sie überlebte medizinische Experimente im KZ, war eine Vertraute des hl. Papst Johannes Pauls II. und engagierte sich u.a. im Lebensschutz. Ihre Ansprache vom 10. Mai 1986 auf der Kundgebung in Hadamar ist von der Aktion Leben im Internet dokumentiert.


1. November
Das Programm des hl. Don Bosco

Eine Predigt zu Allerheiligen


1. November
Die Bestimmung des Menschen

In meinem neuesten Podcast frage ich nach der Bestimmung des Menschen und der Rolle der Moral in diesem Zusammenhang. Kann sie ein Hindernis sein? Wenn wir die Antworten Kants und des Christentums miteinander vergleichen, können wir die Größe des Christentums neu entdecken.


1. November
Gertrud von le Fort

Vor 50 Jahren, am 1. November 1971, starb in Oberstdorf im Alter von 95 Jahren die Schriftstellerin Gertrud von le Fort.


31. Oktober
Das Zitat

Wieviel Geduld hatte Christus, der König und Herr des Himmels und der Erde, mit seinen Aposteln! Wieviel Ungezogenheit und Unglauben hatte er von diesen rauhen Fischern zu ertragen! Um wieviel mehr müssen wir unseren Nächsten ertragen, wenn er uns entsetzlich auf die Nerven geht!

Hl. Philipp Neri


31. Oktober
Petra Vermehren

Vor 50 Jahren, am 31. Oktober 1971, starb in Bonn im Alter von 78 Jahren die Journalistin Petra Vermehren. Sie war die Mutter von Isa Vermehren und Eric de Saventhem.


30. Oktober
Der verkannte König

Zum morgigen Christkönigsfest kann ich diese zwei Predigten anbieten:

König meines Herzens

Ein Königtum der Liebe


30. Oktober
Die erbärmliche Ideologie des Hedonismus

In dieser Predigt vom letzten Sonntag erkläre ich, worin Alexander Solschenizyn den Sinn des Lebens sieht.


29. Oktober
Saint Mary’s Cathedral

Vor 200 Jahren, am 29. Oktober 1821, legte Gouverneur Lachlan Macquarie (1762-1824), der “Vater Australiens” (so die Inschrift auf dem Eingangsstein seines Mausoleums) den Grundstein für die Kathedrale St. Mary in Sydney. Sie wurde im gotischen Stil erbaut und brannte 1865 ab. Drei Jahre später begann der Wiederaufbau.


29. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Aufsatz über das Gnadengeschenk unserer Zeit wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die beiden Zitate Wegbewegt und Glaubenszerstörung von Michael Fuchs und Michael Karger finden sich auf der Bischofskonferenzseite, Norbert Bolzs Feststellung des theologischen Nullpunkts auf der Statistikseite. Die Predigt über den Jubel des Heiligen Geistes ist auf der Seite Dogma und Leben eingebettet.


28. Oktober
Wie es auf dem Synodalen Weg zugeht

Die Stimmung ist aufgeheizt, bisweilen auf das Äußerste angespannt. In der Debatte melden sich „empörte“ Laien zu Wort. Die radikalen Forderungen, von denen gleich noch die Rede sein wird, spiegeln sich in moderaterer Form in den vorbereiteten Entscheidungs-Papieren wider, die durchschnittlich im Verhältnis 70:30 zustimmende Mehrheiten finden. Die Debatte in den Versammlungen ist von erfahrenen Politaktivisten bestimmt; sie wird im Wesentlichen von (teils aggressiv auftretenden) Vertretern der Jugendorganisation BdKJ geprägt, dazu von jenen, die Forderungen der klassischen LGBTQI-Agenda ins Spiel bringen. Laute Buhrufe gegen Andersdenkende wurden zwischenzeitlich von der Sitzungsleitung unterbunden. Stattdessen schnellen nun im Plenum grüne und rote Karten in die Luft. Im Eiltempo werden Beschlüsse abgesegnet.

Quelle: Website Neuer Anfang

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


27. Oktober
Erfolgreiche Agenda

Im Be+Be-Verlag ist von Stefan Hartmann das Buch Quid est veritas? Theologische Essays und Portraits (208 Seiten) erschienen. Unter den neun Essays, die das Buch außer den elf Portraits christliche Profile enthält, befindet sich einer, der in normalen Zeiten das Zeug hätte, die Kirche zu erschüttern, weil er einen theologischen Skandal aufdeckt. Er trägt den Titel „Katholizismus im Abbruch“ und befasst sich mit der „Agenda eines Freiburger Fundamentaltheologen“. Gemeint ist Magnus Striet. Aus dem Essay erfahren wir, was dieser Inhaber eines katholischen Lehrstuhls lehrt. Striet wende sich „direkt gegen ein göttlich gesetztes Naturrecht oder auch ein positives göttliches Recht aufgrund der Offenbarung“ (S. 145). Das göttliche Recht (ius divinum) und Gott selbst seien „evolutiv“ zu denken. „Kirchliche Moralverkündigung habe sich dem geschichtlichen Bewusstsein moderner Gesellschaften anzupassen“ (S. 146). „Gott ist für Striet in erster Linie ein ‚Begriff‘ ohne Anschauung, keine Realität, die sich geschichtlich wirksam und autoritativ offenbart. (…) Das Subjekt hat sich niemand zu ‚verdanken‘ und erst recht niemand zu gehorchen. Der Begriff und die Wirklichkeit der Gnade (oder des Übernatürlichen) werden als Fremdbestimmung eliminiert“ (S. 148).

Aber werden hier nicht vielleicht einzelne unglückliche Formulierungen aus ihrem Zusammenhang herausgerissen? Aus eigener Lektüre Striets kann ich das verneinen und Hartmanns Urteil nur bestätigen, dass Striets „bibelfremde säkularisierte Theologie (…) das Evangelium und die Lehre der Kirche untergräbt“ (S. 151). Striet stellt den Sinn eines kirchlichen Lehramtes grundsätzlich in Frage, und polemisiert ohne Hemmungen gegen lehramtliche Aussagen der letzten Päpste etwa über das Gewissen, Aussagen, die sich übrigens auch ganz mit der Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils decken.

Wenn es stimmt, was Hartmann schreibt, dass die deutschen Bischöfe mit dem Synodalen Weg einen Ball aufgegriffen hätten, den Striet 2019 mit seiner Idee einer Struktur-Synode ins Spiel gebracht habe, dann wundert man sich, dass sie es nicht für nötig halten, sich von Striets Theologie zu distanzieren. Sie scheint den Mutterboden darzustellen, auf dem die Thesen und Ideen gedeihen, die sich in den Synodenpapieren finden. Striet ist ein erfolgreicher Missionar in eigener Sache. Wären alle Bischöfe ebensolche Missionare für das Evangelium, wäre die Glaubenskrise bald beendet.


26. Oktober
Maß für die Reform

Es gibt ein gutes und zuverlässiges Kriterium für die Legitimität einer Liturgiereform, nämlich ob sie begleitet ist von Ehrfurcht und Liebe zur überlieferten Gestalt der Liturgie. So war es mit der tridentinischen Reform Pius' V: alle Riten der lateinischen Kirche, die älter als 150 Jahre waren, durften weiter bestehen, wurden mit Liebe weiter gepflegt und bestanden teilweise bis vor 20 Jahren. Das Verbot des tridentinischen Ritus ist es, das die Legitimität des reformierten unvermeidlich ins Zwielicht geraten ließ. Warum wird nicht die Gegenwart der alten Gestalt der heiligen Messe in jeder Stadt mit Dankbarkeit und Liebe gerade von denen begrüßt, die die neue feiern? Warum wird nicht jeder Priesteramtskandidat von seinen Oberen ermuntert, diese Gestalt von innen heraus kennenzulernen, um an ihr Maß zu nehmen für seine eigene Zelebration? Leider ist das Gegenteil der Fall.

Aus: Robert Spaemann, Was heißt Fortschritt?


26. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die englische Übersetzung meines Aufsatzes über die Rettung der Vernunft wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Das Zitat mit Paprotnys treffender Bemerkung über die Aufgabe des Bischofs (Nicht nur Koordinator) findet sich auf der Bischofsseite, jenes von Grichting über Sklaverei2.0 auf der Eizellenseite. Die Predigt über den letzten Platz ist auf der Focheriniseite, die Predigt Das Gute erkennen und anerkennen beim Schatten des Bären eingebettet.


25. Oktober
Gehypte Geschlechtsdysphorie

Das Phänomen, nach welchem bereits kleine Kinder plötzlich ihr Geschlecht wechseln wollen, nennen Fachkreise „Rapid Onset Gender Dysphoria“ und wird vor allem bei jungen Mädchen beobachtet. In Großbritannien ist die Anzahl weiblicher Teenager mit Geschlechtsdysphorie innerhalb eines Jahrzehnts um 4.500 Prozent gestiegen. Von 97 auf 2.519 stieg die Anzahl der Fälle von Jungen und Mädchen zwischen 2009 und 2017. In den USA verzehnfachte sich die Zahl junger Mädchen, die keines mehr sein wollen. Dr. Alexander Korte, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Sexualmediziner von der LMU München sprach von einem regelrechten „Hype“ auch in Deutschland. Abigail Shrier, Journalistin des Wall Street Journals, berichtet in ihrem Buch „Irreversible Damage“, dass pubertierenden Mädchen eingeredet wird, ihr weiblicher Körper sei etwas, was sie loswerden müssen.

Aus: Pauline Schwarz, Die radikalen Pläne der Ampel-Sondierer zum Transsexuellenrecht

Weitere Meldungen zum Thema


23. Oktober
Hingabe statt Abgabe

Zum morgigen 22. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese zwei Predigten anbieten:

Erkenntniswachstum der Liebe

Gott geben, was Gottes ist


23. Oktober
Guido Maria Conforti

Vor zehn Jahren, am 23. Oktober 2011, wurde Guido Maria Conforti SX (1865-1931) heiliggesprochen. In der Nähe von Parma geboren, verehrte er von Jugend an den hl. Franz Xaver seit der Lektüre von dessen Leben. Er empfing 1888 die Priesterweihe, wurde 1895 Generalvikar der Diözese Parma, gründete im selben Jahr die Kongregation der Xaverianer-Missionare und wurde 1907 Erzbischof von Parma. 1912 spendete er Luigi Calza (1879-1944) die Bischofsweihe, der der erste Bischof aus dem Orden der Xaverianermissionare und Apostolischer Vikar von West-Honan in China wurde. Am 17. März 1996 wurde Conforti seliggesprochen.
Am selben Tag vor zehn Jahren wurden auch Bonifacia Rodriguez Castro (1837-1905) und Luigi Guanella (1842-1915) heiliggesprochen. Letzterer gründete den Krankenpflegerorden der Töchter Mariens von der Vorsehung, die Bruderschaft des hl. Josef vom guten Tod und mit dem hl. Don Bosco zusammen mehrere Häuser der göttlichen Vorsehung für behinderte Menschen. Er war 1964 seliggesprochen worden.


22. Oktober
Das Zitat

Wenn du bei der Beichte klar deine Fehler, deine Unterlassungen, deine Mangelhaftigkeit gezeigt hast, dann machst du mich glücklich, wie wenn du mir einen Schatz anvertraut hättest. Sobald eine Seele sich öffnet, bemächtigt sich mein Geist ihrer, ohne Aufsehen zu erregen, aber siegreich. Und was kann ich nicht wieder gutmachen, wenn man mich walten lässt. Dann freue ich mich, deine Seele nach meinem Empfinden und Gefallen auszuschmücken.

Worte Jesu an die Mystikerin Louise Jacques


22. Oktober
Boys Town

Vor 100 Jahren, am 22. Oktober 1921, gründete der irische Priester Edward Flanagan (1886-1948) in der Nähe von Omaha (Nebraska) auf der Overlook Farm die Jungenstadt Boys Town, in ähnlichem Geist wie die Oratorien Don Boscos. Wilhelm Hünermann schrieb darüber das Buch Die Stadt der tausend Jungen. Die Gründung wurde außerdem 1938 im Spielfilm Boys Town (deutsch: Teufelskerle) verarbeitet, mit Spencer Tracy in der oscargekrönten Hauptrolle.


21. Oktober
Nikolaus Barré

Vor 400 Jahren, am 21. Oktober 1621, wurde in Amiens Nikolaus Barré geboren. 1666 gründete er die Kongregation der Schwestern vom Kinde Jesu, die sich der Bildung armer Mädchen widmete. Er starb am 31. Mai 1686 in Paris und wurde am 7. März 1999 seliggesprochen.


21. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die Sammlung von Kurzbeiträgen zum Thema Synodaler Weg wurde um sieben Beiträge von Christian Spaemann, Franz Norbert Otterbeck, Guido Horst, Oliver Maksan und Nina Heeremann erweitert. Bei dem Beitrag von Frau Heeremann handelt es sich um ein eingebettetes Video, das sie auf ihrem sehr empfehlenswerten Youtube-Kanal veröffentlicht hat. Meine Predigt “mehr, als wir erflehen u. erdenken können” habe ich auf der Vertraulichkeitsseite des hl. Alfons eingebettet, meinen Podcast Wie groß darf Gott sein? auf der Konzilsseite.


20. Oktober
Keiner anderen Gruppe widerfährt solches ...

In Art. 3 des Motu proprio ist die Rede von „Gruppen“, welche die Messe nach dem Missale aus der Zeit vor der Reform von 1970 feiern. Der Ausdruck „Gruppen“ wird der Wirklichkeit der Besucher tridentinischer Messen nicht gerecht. Eine Gruppe ist eine überschaubare soziale Einheit von Mitgliedern, zwischen denen dauerhafte soziale Beziehungen bestehen. Die Besucher der tridentinischen Messe bilden regelmäßig keine solche Gruppe. Sie finden sich zur Feier dieser Messe ein, ohne eine soziale Einheit zu bilden. Es fehlt ein Band, das sie zu einer Gruppe zusammenfügt. Der Ausdruck Gruppe ist daher verfehlt. Er legt die Vermutung von Zusammenschluß und womöglich von Absonderung nahe, was beides nicht zutrifft. Von „Anhängern“ solcher Gruppen zu sprechen (Art. 3 § 2) ist nicht angebracht.
Dem Diözesanbischof wird in Art. 3 § 1 aufgetragen, festzustellen, daß derartige „Gruppen“ die Gültigkeit und die Rechtmäßigkeit der Liturgiereform, der Vorschriften des Zweiten Vatikanischen Konzils und des päpstlichen Lehramtes nicht ausschließen. Diese Bestimmung ist in mehrfacher Hinsicht angreifbar. Einmal sind die angesprochenen „Grup-pen“, wie gesagt, lediglich Ansammlungen einzelner Personen. Sie sind auf keine andere Ordnung festgelegt als auf die Lehre und das Recht der katholischen Kirche. Einen „Gruppenkodex“ gibt es nicht. Man kann also auch nicht danach forschen. Zweitens ist Kritik an Einzelheiten der Liturgiereform keine Bestreitung ihrer Gültigkeit und Rechtmäßigkeit. Sie wird von vielen Seiten geübt, auch und gerade von deren Befürwortern. Man spricht seit langem von der „Reform der Reform“. Die zahllosen Abweichungen von dem Meßbuch Pauls VI., die allenthalben zu beobachten sind, zeigen die Unzufriedenheit weiter Kreise des Klerus mit der Reform. Eine Reform kann gelingen oder mißlingen. Drittens ist die Untersuchung oder gar Vernehmung der Freunde der tridentinischen Messe darüber, was sie über die Liturgiereform etc. denken, eine ungewöhnliche, ja diskriminierende Maßnahme. Sie werden gewissermaßen unter einen Generalverdacht gestellt. Keiner anderen „Gruppe“ in der Kirche widerfährt solche Bezichtigung. Die vielen Theologen, die sich gegen die Glaubens- und Sittenlehre der Kirche verfehlen, die zahlreichen Priester, die Eigenheiten und Absonderlichkeiten in den Vollzug ihres „Gottesdienstes“ einbauen, bleiben ungerügt und unbeanstandet. Kein Diözesanbischof wird vom Heiligen Stuhl beauftragt, die Lehre oder die Gesinnung der in seinem Gebiet tätigen Theologen zu untersuchen.

Aus der Expertise des Kirchenrechtlers Prof. Dr. Georg May über Traditionis Custodes

Weitere Stimmen zu Traditionis Custodes

Georg May über "fremde Sünden"


19. Oktober
Synodales Ablenkungsmanöver

Der Synodale Weg leidet unter einem weithin verdrängten Widerspruch. Wo es um die persönliche Verantwortung derer geht, die enttarnte Missbrauchstäter gedeckt und sie von X nach Y versetzt haben, inszeniert man Kollektivbekenntnisse. Die Schuldigen sprechen gerne von der „Sünde des Systems“ oder von der „Sünde des Klerikalismus“, statt endlich „,mea culpa“ zu sagen. Wo es hingegen um die Vermittlung der Wahrheit an eine weithin glaubenslos gewordene Gesellschaft geht, erklären sich dieselben Entscheidungsträger der Kirche zu Anwälten des „Einzelgewissens“. „Hirten“, die ihre persönliche Verantwortung hinter dem „System“ verstecken, lassen ihre „Schafe“ selbst entscheiden, was wahr sein soll. Doch diese Strategie wird nichts nützen. Solange die Entscheidungsträger der Kirche, die in puncto Missbrauch persönliche Schuld auf sich geladen haben, das System statt sich selbst anklagen, steht der Synodale Weg unter dem Verdacht, ein Ablenkungsmanöver zu sein.

Prof. Dr. Karl-Heinz Menke, Mitglied der Internationalen Theologenkommission, in seinem Aufsatz Wahrheit und Gewissen. Der Synodale Weg begibt sich auf den abschüssigen Pfad des Subjektivismus und Relativismus. Der Aufsatz ist erschienen in der Nr. 7 der äußerst empfehlenswerten Reihe welt&kirche.

Weitere Stimmen zum Synodalen Weg


19. Oktober
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die polnische Übersetzung meines Aufsatzes Fata Morgana wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Bemerkung Oliver Maksans über sklerotische Ortskirche findet sich bei den Ausführungen Robert Spaemanns über die Zweideutigkeit des Aggiornamento, die Vorstellung der Neuerscheinung “Kirchengeschichte für Kinder” auf der Seite über unser Medienapostolat. Die Predigt über die Liebe als die Vollendung aller Moral ist auf der Seite “Ist ohne Gott alles erlaubt?” eingebettet, jene über die Berufung unseres Herzens auf der biblischen Herz-Jesu-Seite.


18. Oktober
Tränenfeuchter Kitsch

Von Hans Mohrmann

Was mich an den Texten des "Synodalen Wegs" am meisten abstößt, ist der unerträglich tränenfeuchte Kitsch, mit dem sich das Abrißunternehmen "Synodales Weg" als Stimme der Verfolgten, Verfemten, Unterdrückten, Beleidigten inszeniert. Zumeist ist es eine dreckige Lüge, wenn da etwa behauptet wird:

“Zu diesem Leid zählen auch die unzähligen Maßregelungen, denen Religionslehrer/innen und Theolog/innen (…) dann ausgesetzt waren und sind, wenn sie sich kritisch mit der derzeitigen Lehre der Kirche auseinanderzusetzen bemühten. Wir haben dadurch Menschen ausgegrenzt, tief verletzt und in ihrer Menschwerdung behindert.”

Diese "Theolog:innen" waren vielmehr die Kronzeugen des Feuilletons, das seit Jahrzehnten das immer kleiner werdende Häuflein der tiefgläubigen Katholiken verlacht, verspottet und in den Spießrutenlauf der veröffentlichten Meinung getrieben hat.

Nicht Küng, Ranke-Heinemann und auch nicht Schüller hatten Publikationsverbot in den Gazetten des Mainstreams, sondern die wenigen Theologen, die es wagten, den rechten Glauben zu verteidigen.

Die Verfolger spielen die gepeinigten Verfolgten, die feigen Opportunisten tarnen sich als Benachteiligte und Unterdrückte, die Stichwortgeber des Mainstreams verkleiden sich als leise Stimmchen, auf die keiner hören will, wo sie in Wahrheit ganze Bataillone von Skribenten mobilisieren können, die einen ohrenbetäubenden Lärm veranstalten, wenn ihren Lieblingen auch nur ein Härchen gekrümmt wird.

Weitere Stimmen zum Synodalen Weg


16. Oktober
Caesarius von Speyer

Vor 800 Jahren, am 16. Oktober 1221, kam Caesarius von Speyer mit ca. 25 Minderbrüdern (Franziskanern) in Augsburg an, um in Deutschland den Franziskanerorden einzuführen. Er hatte sich im Heiligen Land dem Orden angeschlossen und war ein Gefährte des hl. Franziskus geworden. Auf dem ersten Generalkapitel der Franziskaner war er beauftragt worden, den Orden nach Deutschland zu bringen. Augsburg war die erste Station. Von hier aus wurden noch im selben Jahr die Niederlassungen in Würzburg und Regensburg gegründet. Von Würzburg aus machten sich am 30. November 1221 die ersten Franziskaner auf den Weg nach Köln, wo seit 1216 der hl. Engelbert Bischof war. 1239 wurde Köln der Sitz der Kölnischen Franziskanerprovinz.


16. Oktober
François-Marie-Benjamin Richard de la Vergne

Vor 150 Jahren, am 16. Oktober 1871, wurde François-Marie-Benjamin Richard de la Vergne (1819-1908) zum Bischof von Belley ernannt.


16. Oktober
Elisabeth von Dijon

Vor fünf Jahren, am 16. Oktober 2016, wurde die selige Elisabeth von Dijon (1880-1906) heiliggesprochen.


4. Oktober
Wir suchen am falschen Ort

Die 66. Folge meines Podcasts zeigt, wie wir den Sinn unseres Lebens gleichzeitig entdecken und erschaffen können.


4. Oktober
Absichtlich selektiv?

Allerdings ist die Darstellung selektiv – zuungunsten Benedikts XVI. So zitieren die Autoren zwar ausführlich aus dem „Hirtenbrief“, den der deutsche Papst 2010 wegen des Missbrauchsskandals an die irischen Katholiken schrieb. Unerwähnt lassen sie allerdings zwei Aussagen, die zur Hauptthese ihres Buches nicht ohne Weiteres passen wollen: Benedikt XVI. nennt ausdrücklich „eine unangebrachte Sorge um den Ruf der Kirche und die Vermeidung von Skandalen“ als einen Grund für das Versagen angesichts des Missbrauchsskandals. (...) So wird man den Eindruck nicht los, dass es den Autoren letztlich mehr um eine Demontage Ratzingers als um eine Analyse des Missbrauchsskandals geht.

Die FAZ (online am 17. August 2021) über das Buch Doris Reisinger/ Christoph Röhl: Nur die Wahrheit rettet. Der Missbrauch in der katholischen Kirche und das System Ratzinger.

Weitere Infos zum Thema


4. Oktober
Natur und Teleologie bei Robert Spaemann

Am 17. September habe ich in Heiligenkreuz auf dem Philosophischen Kolloquium zum Thema “Normativität der Natur?” einen Vortrag über die Philosophie Robert Spaemanns gehalten. Es muss im Titel statt “Theologie” “Teleologie” heißen. Die einleitenden Worte spricht Prof. Dr. Christoph Böhr.


3. Oktober
Anton Gogeisl

Vor 250 Jahren, am 12. Oktober 1771, starb in Peking im Alter von fast 70 Jahren der aus Niederbayern stammende Chinamissionar Anton Gogeisl SJ. Er wirkte seit 1739 als Astronom am Hof des Kaisers von China und stieg 1746 in den Rang eines Mandarins auf.


3. Oktober
Seeschlacht von Lepanto

Vor 450 Jahren, am 7. Oktober 1571, gewann die von Papst Pius V. geschmiedete, aus 206 Galeeren bestehende christliche Flottenallianz unter dem Befehlshaber Don Juan de Austria die Seeschlacht von Lepanto gegen die als unbesiegbar geltende osmanische Seemacht. Zum Dank wurde bereits ein Jahr später am 7. Oktober das Rosenkranzfest gefeiert, damals noch als „Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Sieg“.


2. Oktober
Worauf es ankommt

Zum morgigen 19. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese drei Predigten anbieten:

Gerufen zu einer folgenschweren Entscheidung

Gebt dem Teufel nicht Raum!

Lass mein Gebet wie Weihrauch vor dein Angesicht dringen


2. Oktober
Pieter-Jan De Smet

Vor 200 Jahren, am 6. Oktober 1821, begann Pieter-Jan De Smet (1801-1873) sein Noviziat bei den Jesuiten in White Marsh bei Baltimore. De Smet war einer der größten Indianermissionare, über dessen spannendes Leben Anna Diouf auf kath-info erzählt.


2. Oktober
Ignatius Rice

Ebenfalls vor 25 Jahren, am 6. Oktober 1996, wurde Ignatius Rice CFC seliggesprochen. Rice wurde am 1. Juni 1762 im irländischen Westcourt geboren. Mit 27 Jahren wurde er nach zweijähriger Ehe Witwer. 1802 gründete er in Waterford eine Schule, weil er es als seine Lebensaufgabe erkannte, seine ganze Kraft für das seelische und materielle Wohl der Kinder einzusetzen. 1808 gründete er mit Gesinnungsgenossen die Congregatio Fratrum Christianorum, die 1820 von Papst Pius VII. anerkannt wurde. Er starb am 29. August 1844 in Mount Sion, nachdem er viele weitere Schulen und Niederlassungen in Irland, England, Gibraltar und Australien gegründet hatte.


2. Oktober
Maria Marcellina Darowska

Vor 25 Jahren, am 6. Oktober 1996, wurde Maria Marcellina von der Unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria Darowska CSIC seliggeprochen. Sie wurde am 16. Januar 1827 in Szulakach geboren, das damals polnisch und heute ukrainisch ist. Zusammen mit Josepha Karska gründete sie in Rom die Kongregation der Schwestern von der Unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria, die sich der Erziehung der weiblichen Jugend widmet. Sie starb am 5. Januar 1911 im damals polnischen, heute ukrainischen Jazlowiec.


1. Oktober
Synodale Alternativen

In diesen Tagen sind zwei Webseiten online gegangen, die sich bemühen, den Schaden zu begrenzen, den anzurichten der Synodale Weg im Begriffe steht, und alternative Positionen und Sichtweisen aufzuzeigen, die mit dem katholischen Glauben vereinbar sind. Die Website Synodale Beiträge steht in der Verantwortung von Bischof Rudolf Voderholzer, die Website Neuer Anfang in der von Bernhard Meuser, Autor des Buches Freie Liebe. Über neue Sexualmoral.


1. Oktober
Ernst Max Roloff

Vor 100 Jahren, am 1. Oktober 1921, wurde der Pädagoge Ernst Max Roloff (1867-1935) als Generalreferent für den staatsbürgerlichen Unterricht in die Berliner Reichszentrale für Heimatdienst berufen. Er war am 28. Juli 1899 zur katholischen Kirche konvertiert. Von 1907 bis 1917 gab er das fünfbändige Lexikon der Pädagogik heraus, “das, auf katholischer Weltanschauung ruhend, für seine Zeit einzigartig war und im Grundsätzlichen und Historischen wertvoll bleibt” (LThK, 1. Auflage).


30. September
Wiederverzauberung der Natur?

Wie Benedikt Vernunfttheologen provoziert

Von P. Engelbert Recktenwald

“Himmel und Erde sind voll von deiner Herrlichkeit”, so beten wir in der hl. Messe. Dieses Gebet ist mehr als ein frommer Jubel. Es drückt eine tiefe Wahrheit aus. Mit Himmel und Erde ist die gesamte Wirklichkeit gemeint, die uns umgibt. “Herrlichkeit” ist ein Ausdruck für den Wertreichtum, von dem sie überströmt.

Doch im Zeitalter der Wissenschaft ist diese Wirklichkeit entwertet. Max Weber sprach von der Entzauberung der Welt. Was übrigbleibt, sind nackte, neutrale Tatsachen: ein Sein, das kein Sollen mehr enthält. Alle Herrlichkeit liege nur im Auge des Betrachters, ist die seitdem geläufige Ansicht. “Werte existieren nicht in der Welt, sondern nur in unseren Köpfen”, bringt es Julian Nida-Rümelin auf den Punkt, um diese Position kritisch zu beschreiben.

Diese Entzauberung ist das Ergebnis jener Art von Wissenschaft, für die Francis Bacon (1561-1626) Pate steht: Es geht nicht darum, ehrfürchtig und staunend den Reichtum der Natur wahrzunehmen, sondern sie durch Experimente auf die Folter zu spannen, damit sie ihre Geheimnisse preisgibt und beherrschbar wird. Naturerkenntnis wird beschränkt auf Beobachtung, Beschreibung, Messung von Tatsachen. Auguste Comte (1798–1857) gab dieser Denkrichtung den Namen Positivismus. Erkenntnis ist kein Selbstzweck, sondern dient der Daseinsbewältigung des Menschen. Bei Richard Rorty kann man beobachten, wie dieser Pragmatismus ... weiterlesen


29. September
Philosophisches

In der Oktoberausgabe des Informationsblatts der Priesterbruderschaft St. Petrus ist mein Artikel Umleitung zum Glück erschienen.

Am 17. September habe ich in Heiligenkreuz im Rahmen eines philosophischen Kolloquiums einen Vortrag zum Thema Natur und Teleologie bei Robert Spaemann gehalten. Man kann die Vorträge auf dem Soundcloud-Kanal des Stifts Heiligenkreuz nachhören.


29. September
Synodale Verwirrung

Biblische Texte wie päpstliche Worte werden aus dem jeweiligen Zusammenhang herausgelöst, konstruktivistisch in eigene Fantasien eingefügt und als illustrative Autoritätsargumente verwendet, während beständig ein diffuses Verständnis von Synodalität gegen kirchliche Autoritäten gesetzt wird. Das Zweite Vatikanische Konzil wird in der Präambel zwar beschworen: "Wir sind geprägt durch das Zweite Vatikanische Konzil, auch wenn die meisten von uns es selbst nicht mehr erlebt haben." (Präambel, 2), aber im "Orientierungstext" missverstanden: "Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist eine andere Zeit in der Kirche angebrochen." (Orientierungstext, 56) Wer das Zweite Vaticanum, wie hier, als Bruch mit dem Ersten Vaticanum und als Neuerfindung der Kirche versteht, denkt und argumentiert konzilswidrig. Dieser synodale "Orientierungstext" schenkt mitnichten Orientierung, sondern stiftet einzig Verwirrung.

Aus: Thorsten Paprotny, Die Synodale Konfusion

Weitere Meldungen zum Synodalen Weg


28. September
Heiliger Erzengel Michael

Zum morgigen Fest des heiligen Erzengels Michael kann ich diese Predigt anbieten.


28. September
József Kardinal Mindszenty

Vor 50 Jahren, am 28. September 1971, verließ Josef Kardinal Mindszenty (1892-1975) nach 15 Jahren die amerikanische Botschaft in Budapest und kam nach Wien. Der Gipfelpunkt seiner Leiden sollte noch kommen: Papst Paul VI. opferte den Bekenner Mindszenty, der durch die Veröffentlichung seiner "Erinnerungen" den grausamen Charakter des Kommunismus aller Welt offenbarte, seiner Ostpolitik und setzte ihn im Dezember 1973 als Erzbischof und Primas ab, nachdem er ihn vergeblich um freiwilligen Rücktritt gebeten hatte. "Der Papst hat einen großen Kämpfer des Antikommunismus im Stich gelassen", so erklärte triumphierend der ungarische Parteichef János Kádár.


27. September
Die alles entscheidende Frage

In meiner Predigt von gestern zum 18. Sonntag nach Pfingsten zeige ich, wie das heilige Messopfer uns lehrt, das Wohlgefallen Gottes zu gewinnen.


27. September
Joseph Schumacher

Vor einem Jahr, am 27. September 2020, starb in Freiburg im Breisgau im Alter von 86 Jahren der Theologe Joseph Schumacher. Seit 1978 lehrte er in Freiburg Fundamentaltheologie. Im Priesterseminar der Priesterbruderschaft St. Petrus in Wigratzbad gab er von 1997 bis kurz vor seinem Tod Vorlesungen. Seine private Website mit zahlreichen Texten ist heute noch online.


26. September
Das Zitat

Der Gläubige lebt aus einer Kraftquelle, die nicht aus ihm selbst fließt, sondern gerade dann am stärksten ist, wenn wir die eigene Sicherheit und Verteidigung aufgegeben haben. Dann kommt die unendliche Stärke des Schöpfers des Himmels und der Erde zum Zuge.

Robert Spaemann (Meditationen eines Christen. Über die Psalmen 1-51, Stuttgart 2014, S. 178: zum Psalm 22)


25. September
Erlösendes Licht

Zum morgigen 18. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese vier Predigten anbieten:

Das Gute erkennen und anerkennen

Lead, Kindly Light

Die Gicht der Seele

Lenkendes Erbarmen


25. September
Entweltlichung

Vor zehn Jahren, am 25. September 2011, hielt Papst Benedikt XVI. in Freiburg seine berühmte Rede, in der er das Stichwort “Entweltlichung” zu einer Kirchenerneuerung gab, die diesen Namen verdient. Diese Rede ist viel kritisiert worden. Mit der Kritik habe ich mich in einem eigenen Artikel auseinandergesetzt.


25. September
Fernand Lelotte

Vor 100 Jahren, am 23. September 1921, trat der Belgier Fernand Lelotte (1902-1979) in die Gesellschaft Jesu ein. Bekannt wurde er durch sein vierbändiges Werk Heimkehr zur Kirche über berühmte Konvertiten, z. B. über Sigrid Undset.


25. September
Martin D’Arcy

Vor 100 Jahren, am 25. September 1921, wurde der Philosoph Martin D’Arcy SJ (1888-1976) zum Priester geweiht. Er pflegte regen geistigen Austausch mit den Größen seiner Zeit, z.B. mit Albert Einstein, Bertrand Russell und T. S. Eliot. Zu jenen, die er zum katholischen Glauben führte, gehörte Evelyn Waugh. 1957 hielt er die Grabrede bei der Beerdigung von Ronald Knox. Bis zu seinem Tode feierte er die hl. Messe im überlieferten Ritus.


24. September
Spotify

Meinen Podcast gibt es jetzt auch auf Spotify.


24. September
Alfons Maria von Liguori

Vor 25 Jahren, am 24. September 1996, richtete Papst Johannes Paul II. zum Gedenken der 300. Wiederkehr des Geburtstages des hl. Alfons Maria von Liguori an den Generaloberen der Kongregation vom Heiligsten Erlöser Juan M. Lasso de la Vega ein Schreiben, in dem er auf die Bedeutung des Heiligen einging. Dabei würdigte er auch dessen Schriftenapostolat: “Man muß sich außerdem der anderen modernen Mittel bedienen, die es ermöglichen, die Wahrheit zu den Männern und Frauen der heutigen Zeit zu bringen. Unter den besonders beeindruckenden Aspekten des Werks des hl. Alfons ist auch sein Einsatz als Schriftsteller zu erwähnen: Die Zahl seiner Schriften, die rasche Folge von Ausgaben und Übersetzungen, die Fähigkeit, in einer einfachen und allen zugänglichen Sprache auch die anspruchvollsten Wahrheiten des Glaubens und der Moral auszudrücken, haben seine Lehre in allen Schichten des Christenvolkes verbreitet.”
Das veranlasste mich damals, einige seiner Schriften neu herauszugeben.


24. September
Jugendvigil

Vor zehn Jahren, am 24. September 2011, fand in Freiburg die teils skandalös gestaltete Jugendvigil zum Papstbesuch Benedikts XVI. statt.


23. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Die "theologische Farbenlehre" von Dr. Christian Wirz Die Kraft der Verheißung wurde auf einer eigenen Seite untergebracht. Die beiden Zitate von Reiner Kunze und Heike Schmoll über Sprachgenderismus und über Kentlers Horrorkimi findet man bei meinem Artikel Wie Sterne im Weltall? Meine Predigt über Mariä Himmelfahrt ist auf der Seite mit dem Rosenkranzzeugnis von Kerstin Müller-Siegesmund eingebettet, die Predigt Sind Wunder möglich? auf der Seite des Aufsatzes Vernunft und Tyrannei der Mehrheit von Janne Haaland Matláry.


23. September
Biblische Erlösungslehre

Eine heilsgeschichtliche Synthese zur Frage, wie wir erlöst werden, bietet der Exeget Franz Prosinger in seinem neuesten Werk Geheiligt in Wahrheit. Eine biblische Soteriologie. Es ist in diesen Tagen in St. Ottilien im EOS-Verlag erschienen und umfasst 344 Seiten. Es handelt sich um eine grundsätzliche, systematische Erörterung, die aber auch für aktuelle Diskussionen fruchtbare Erkenntnisse abwirft. “Die vorliegende Arbeit kommt zum gegenteiligen Ergebnis”, schreibt Prosinger auf Seite 313. Gegenteilig wozu? Zu einer Auffassung des Erlösungsopfers, die die Gemeinschaft Jesu mit seinem Vater zerreißt, so dass “der Herr in keinem Augenblick eine verstehende Sicht seines Tuns hat”: so Georg Bätzing in seiner Darstellung der Theorie Hans Urs von Balthasars (in Die Eucharistie als Opfer der Kirche, Einsiedeln 1986).


22. September
Der Kampf um das Naturrecht

Wenn katholische Gelehrte dem Papst in den Rücken fallen

Von P. Engelbert Recktenwald

Heute vor zehn Jahren hielt Papst Benedikt XVI. vor dem Deutschen Bundestag seine Rede über die Notwendigkeit der Wiederentdeckung des Naturrechts. Es waren ausgerechnet katholische Theologen und Philosophen, die ihn dafür kritisierten. Diese Kritik habe ich mir einmal etwas näher angeschaut.

In seiner Rede vor dem Bundestag am 22. September 2011 machte sich Papst Benedikt XVI. “Gedanken über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats.” Wer wollte bestreiten, dass dies ein Anliegen ist, das alle Parlamentarier unabhängig von ihrer Parteilinie eint? Der Papst erinnerte an Zeiten, in denen Macht von Recht getrennt wurde und “der Staat zum Instrument der Rechtszerstörung wurde.” Dass der Staat zum Unrechtsstaat werden kann, liegt daran, dass Recht sich nicht darin erschöpft, einfach nur ein Produkt der Staatsgesetze zu sein, wie der Rechtspositivismus meint. Vielmehr gibt es ein Recht, das den Gesetzen vorausliegt und einen Maßstab darstellt, an denen sie selber gemessen werden. Gesetze können ja auch ungerecht sein. Es gibt ein Recht, dem sie dienen sollen. Das ist im weitesten Sinne das, was man “Naturrecht” nennt.

Und nun stellt der Papst die Frage: “Wie erkennt man, was recht ist?” Als wichtigste Voraussetzung nennt er ein “hörendes Herz”. Dieser Ausdruck ist biblisch. Er findet sich in der Berufungsgeschichte des Königs Salomon. Der Papst hatte sie als Auftakt seiner Überlegungen gewählt. Bevor Salomon den Thron besteigt, stellt Gott ihm eine Bitte frei. Salomon entscheidet sich für die Weisheit, um ein gerechter König zu werden: “Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht” (1 Kön 3,9).

Papst Benedikt deutet nun dieses hörende Herz als die Vernunft, die für die “Sprache des Seins” geöffnet ist. Mit dem biblischen Ausdruck des “Herzens”, so darf man diesen Gedanken ergänzen, ist angedeutet, dass es sich um eine Frage der Gesinnung handelt. Der Politiker soll so gesinnt sein, dass es ihm, wie Benedikt ausführt, um Gerechtigkeit und Frieden geht, nicht um Erfolg oder materiellen Gewinn. Er muss ein Gewissen haben.

Und dieses Herz muss “hören” können. Es soll erkennen, “was recht ist”. Dazu bedarf es nicht nur eines Gewissens in uns, sondern auch einer sorgfältigen Beachtung der Wirklichkeit um uns, nämlich der Natur “in ihrer wahren Tiefe, in ihrem Anspruch und mit ihrer Weisung.” Dabei verwendet der Papst das Wort “Natur” sowohl im Sinne der ökologischen Bewegung als auch zur Bezeichnung dessen, was zum menschlichen Wesen gehört: Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit, sondern hat auch eine Natur, auf die er achten muss.

Nun gibt es Theologen, die offensichtlich meinen ... weiterlesen


22. September
Eine exkommunizierte Heilige

Vor 150 Jahren, am 22. Septembre 1871, wurde die hl. Maria vom Kreuz MacKillop (1842-1909) aufgrund von Missverständnissen und Verleumdungen von Bischof Laurence Bonaventure Sheil (1865-1872) exkommuniziert. Kurz vor seinem Tod im Mai 1872 widerrief der Bischof die Exkommunikation.


22. September
Andrea Aiuti

Vore 150 Jahren, am 22. September 1871, empfing Andrea Aiuti (1849-1905) die Priesterweihe. 1893 wurde er Apostolischer Nuntius in Bayern, 1903 zum Kardinal ernannt. Als solcher nahm er am Konklave teil, in dem der hl. Papst Pius X. gewählt wurde.


22. September
Diözese St. Albert

Vor 150 Jahren, am 22. September 1871, wurde die Diözese St. Albert (seit 1912 Erzbistum Edmonton) gegründet. Erster Bischof der Diözese wurde Vital-Justin Grandin OMI (1829-1902), einer der großen Pioniere der Nordmission. Bereits 1859 hatte er vom hl. Eugène de Mazenod OMI die Bischofsweihe empfangen.


21. September
Franz Xaver Schweyer

Vor 100 Jahren, am 22. September 1921, wurde Franz Xaver Schweyer (1868-1935) bayerischer Innenminister. Er war gläubiger Katholik, Mitglied der Bayerischen Volkspartei und wurde recht bald “Hitlers frühester Widersacher”. Sein Antrag im März 1922, Hitler auszuweisen, scheiterte am Widerstand des SPD-Parteiführers. Kompromisslos verurteilte er die Ideologie und den Antisemitismus Hitlers. Die Folge war, dass er 1933 nach der Machtübernahme der Nazis sofort verhaftet wurde und am 10. November 1935 an den Folgen der Haft verstarb.


21. September
Lorenz von Westenrieder

Vor 250 Jahren, am 21. September 1771, empfing der Historiker, Schriftsteller, Pädagoge, Theologe und Münchener Lokalpatriot Lorenz von Westenrieder (1748-1829) die Priesterweihe. Sein publizistisches Werk umfasst über 100 Bände. “Bis Mitte seines Lebens emsiger Vorkämpfer der Aufklärung in Bayern in der jungen Münchener Akademie unter Maximilian III Joseph, ohne Freigeist zu sein, 1778 kurze Zeit Mitglied des Illuminatenordens, vollzog er seit Ende der 80er Jahre weniger infolge der durch schwere Krankheit mitbedingten, in der Literatur mehrfach übertriebenen Vereinsamung und Verbitterung als aus lebendiger Volksverbundenheit und mit dem echten Sinn für das Gewordene eine Wendung zu konservativem Denken und wurde schärfster Gegner der Aufklärung des Regimes Montgelas” (LThK, 1. Auflage).


20. September
Zur Analyse des Subjektsbegriffs

Von Bronislaw Wladislaus Switalski

14. Folge

Aber eben die Möglichkeit begrifflicher Konstruktionen, deren Bedeutungsgehalt aus dem Strome der Veränderlichkeit sich erhebt, führt uns trotz aller Bedenken des Relativismus um einen wichtigen Schritt näher an das Ziel jener eindeutigen Zuordnung. In den Reihen des steten räumlichen Nebeneinander, des gleichförmigen Nacheinander, des auf den einzelnen Gebieten sachlich Verwandten, in dem Zählen und Gruppieren als den diese Reihenbildungen konstituierenden Funktionen haben wir uns - zwar von der Basis der Erfahrung aus ermittelte, aber ihrer Geltung nach über der Relativität der Erfahrung stehende - Ordnungen gebildet, die als „Invarianten" [1] die allmähliche Orientierung in den variablen Erfahrungsreihen und ihre wechselseitige eindeutige Zuordnung ermöglichen. Mag also auch diese Zuordnung selbst einer steten Vervollkommnung bedürftig sein und insofern unter dem Gesetz der Relativität stehen, - ein rettungsloses Versinken in diesem Strome verwehrt uns jener Inbegriff allmählich gefundener Invarianten, die als unerschütterliches Gerüst allem Erkennen, ja, allem Werten erst festen Halt geben. Dass es aber solche „Invarianten" gibt, darüber belehrt uns nicht nur die Reflexion auf den Wissensbetrieb, sondern die Evidenz jener „erfahrungsfreien" (apriorischen) Gesetzmäßigkeiten selbst. Auch der Relativist erkennt solche an: Er könnte von einer Relativität nicht sprechen, wenn er nicht im stande wäre, an der Hand eben dieser Invarianten sich über die Veränderlichkeit zu erheben.

Mit der Veränderlichkeit und dem nur allmählich fortschreitenden Sich-auswirken der Realität auf sämtlichen Erfahrungsgebieten hängt sofort eine weitere Unvollkommenheit unserer Erkenntnismöglichkeit zusammen: wir meinen die Begrenztheit des jeweils uns gegenwärtigen Wirklichkeitsausschnittes, der als Erfahrungsbasis für unsere Erkenntnisbetätigung uns zur Verfügung steht. Da wir nämlich, wie bereits angedeutet, als reale Subjekte nur sozusagen Knotenpunkte innerhalb der Maschen des Wirklichkeitsgeschehens sind, so wird von den Gegenständen und Veränderungen innerhalb der Wirklichkeit immer nur der uns näher liegende, auf uns unmittelbar einwirkende und darum uns besonders angehende Teil der Wirklichkeit von uns gesichtet und vornehmlich beachtet, und da ferner wegen der Variabilität der subjektiven wie der objektiven Wirklichkeitsreihe unsere Stellung zur Umwelt, zum Teil wenigstens, stetig eine andere wird, so wird dieser Wechsel uns nicht einmal diesen jeweils gegenwärtigen Teil scharf erfassen lassen. Eine glückliche Fügung sehen wir nun aber darin, dass innerhalb dieses Wechsels ein Teil der gegebenen Inhalte rascher, ein anderer Teil weniger rasch sich verändert, und dass anderseits im Verlaufe der Veränderung selbst Altbekanntes von neuem auftritt und so Stützpunkte gegeben sind für die Orientierung auch innerhalb des Neuen und Fremdartigen selbst. Unter diesen Umständen wirkt sogar der Wechsel selbst erkenntnisbereichernd: Durch die auf diesem Wege erlebbare Mannigfaltigkeit der „Wirklichkeitsausschnitte" wird eine Ergänzung und Korrektur der einzelnen Erlebnisphasen ermöglicht; das Wirkliche tritt uns im weiteren Umfange und vor allem von den verschiedensten Seiten, also gleichsam plastischer gegenüber, und das als das „eigentlich Wirkliche" Ermittelte wird nunmehr das sein, was als einheitlicher, widerspruchsfreier Daseinsgrund in den wechselnden Konstellationen eben die wechselnden „Ausschnitte" (Ansichten) zu liefern imstande ist. Das ist denn auch der methodische Gesichtspunkt, unter dem die Erfahrungswissenschaften sich bemühen, das „allgemeingiltig Wirkliche" festzustellen.

Anmerkungen:

[1] Den „Invarianten"-Begriff hat Aloys Müller in seiner trefflichen Abhandlung: Wahrheit und Wirklichkeit, Untersuchungen zum realist. Wahrheitsproblem (Bonn. 1913) in ansprechender Weise zur Erläuterung der realistischen Wahrheitserkenntnis verwendet. Seine Forschungsergebnisse streben übrigens einem dem unsrigen analogen Ziele zu, worin wir, da Müllers und unsere kritischen Forschungen im wesentlichen gleichzeitig und unabhängig von einander angestellt wurden, bei aller Verschiedenheit im Einzelnen, eine willkommene Bestätigung unserer Ausführungen erblicken können.

wird fortgesetzt.

Zum bisher Erschienenen


19. September
Waiting for God

For all this, victories will come. They always do for works honed by God Himself. It might help us to recall Pope Clement XIV’s Dominus ac Redemptor (1773), the papal brief in which he suppressed the Society of Jesus. The action of this venal pope sent tremors throughout the Catholic world. When the Society was restored in 1814 by Pope Pius VII, it flourished as never before. The suffering and patience endured during those forty-one years of suppression blossomed into still greater graces for that once extraordinary Order. (...)
This is our season for patience, for waiting—waiting for God to show us clear paths forward in the light of unexpected setbacks, but not defeats. But it is a season that God has permitted. So, we end with Eliot as we began with Eliot, this time from Burnt Norton: “for us there is only the trying/the rest is not our business.”

Aus: Fr. John A. Perricone: Post Traditionis Custodes: Musings on a Setback, Not a Defeat

Weitere Meldungen zu Traditionis custodes


18. September
Würde und Einheit

Zum morgigen 17. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese beiden Predigten anbieten:

Die Würde unserer Berufung

Welche Einheit?


15. September
Sem Deus a moral é uma ilusão?

Por Padre Engelbert Recktenwald

“Sem Deus a moral é uma ilusão?“ Dos ateus obtêm-se duas respostas antagônicas a esta questão. Alguns vangloriam-se de desmascarar valores morais, que realmente nos vinculam, como ilusão. Eles consideram-nos, por exemplo, como produto da evolução. Assim escrevem, por exemplo, o biólogo E. O. Wilson (fundador da sociobiologia) e o filósofo Michael Ruse em um artigo em conjunto: “O que nós entendemos por moral é uma ilusão, que nossos genes nos simulam, para que cooperemos.“ Outros consideram-na uma invenção humana. “A moral é obra humana“, escreve o ateu Andreas Müller, o qual se dedicou totalmente ao “Iluminismo“ ateu. Desde Nietzsche tornou-se um método popular despojar a moral por meio da divulgação de sua genealogia, ou seja, de seu desenvolvimento histórico e de sua condicionalidade. As normas morais são, com isto, privadas de uma validade de seu prestígio, para nós, realmente vinculativa na consciência. Sigmund Freud fez, à sua maneira, a mesma coisa: Na perspectiva da psicologia profunda, a consciência, com suas leis e proibições, como superego, é um produto da educação. Todos estes intentos de destruição da moral são a expressão comum do Iluminismo.

Porém, depois, há também aqueles ateus, os quais rejeitam indignados a acusação, de que o ateísmo subverte a moral. A expressão do Iluminismo é retirada. Eles atemorizam-se diante da ... weiterlesen


14. September
Johann Emmanuel Veith

Vor 200 Jahren, am 17. September 1821, erhielt Johann Emmanuel Veith (1787-1876) von der Wiener Regierung die Erlaubnis zum Eintritt in den Redemptoristenorden. Veith war Jude, hatte sich 1816 taufen lassen und gehörte zum Kreis um den hl. Clemens Maria Hofbauer (1751-1820), der den Redemptoristenorden aus Italien erstmals nördlich der Alpen gebracht hatte. Die Begegnung mit diesem Heiligen hatte bei Veith bewirkt, “den Rest seines Lebens sich mit dem zu beschäftigen und für das zu arbeiten, was allein ewig und allein wichtig ist” (zitiert in Ferdinand Holböck, Wir haben den Messias gefunden, Stein am Rhein, 21987, S. 64).) Veith trat 1830 wieder aus dem Orden aus.


14. September
Robert Bellarmin

Vor 400 Jahren, am 17. September 1621, starb in Rom im Alter von 78 Jahren der Theologe Robert Bellarmin. Eines seiner Werke wurde 1590 für kurze Zeit auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. 1599 wurde er zum Kardinal erhoben. In Hobbes' Leviathan ist Bellarmin der am häufigsten zitierte und kritisierte Autor. 1923 wurde er selig-, 1930 heiliggesprochen, 1931 zum Kirchenlehrer erhoben. Meine Predigt über ihn ist hier veröffentlicht.


13. September
François Du Puy

Vor 500 Jahren, am 15. September 1521, starb in der Grande Chartreuse im Alter von 71 Jahren der Jurist und Kanoniker François Du Puy. Er war der 34. Generalprior der Kartäuser und förderte die Kanonisierung des hl. Bruno, des Gründers des Kartäuserordens, der1514 von Leo X. heiliggesprochen wurde.


13. September
Mark Galli

Vor einem Jahr, am 13. September 2020, ist Mark Galli, ehemaliger Chefredakteur der evangelikalen Zeitschrift Christianity Today, katholisch geworden.


12. September
Wurzeln der Glaubenserosion

Es gibt "Reform-Bedarf". Der sexuelle oder der weiter gefasste Macht-Missbrauch in der Kirche sind nicht die einzigen Probleme. Die Glaubenserosion, die Papst Franziskus angesprochen hat, hat viel weiter zurückreichende Wurzeln. Und es ist höchste Zeit, hier aufzuwachen: Wie können wir wieder sprachfähig werden, um die Frohe Botschaft hörbar zu machen? Wir sind überzeugt, dass die Anpassung des Evangeliums an das moderne Lebensgefühl, an „demokratische Standards“ oder gesellschaftliche Trends nicht der richtige Weg ist. Das Evangelium ist "Salz", etwas Frisches und Neues, heilend und lebensnotwendig, weil es von derjenigen Liebe redet, die sich die Welt nicht zusprechen kann.

Aus einem Interview der Theologin Prof. Dr. Marianne Schlosser mit CNA Deutsch über den Synodalen Weg.

Weitere Beiträge über den Synodalen Weg.


11. September
Wem Gott nahe ist ...

Zum morgigen 16. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese beiden Predigten anbieten:

Der letzte Platz

"... der weit mehr vermag, als wir erflehen u. erdenken können"


11. September
Arnoldo Onisto

Vor 50 Jahren, am 11. September 1971, wurde Arnoldo Onisto (1912-1992) zum Bischof von Vicenza ernannt. Er förderte die Erscheinung von Tre Fontane.


10. September
Kathinfo-Orientierungsservice

Wo sind die Beiträge von der Startseite hingekommen?
Mein Artikel Ist das noch die Kirche Christi? ist auf einer eigenen Seite untergebracht. Die Zeugnisse Katholisch wegen der traditionellen Liturgie und Fenster in die Zeitlosigkeit finden Sie auf der “Alte-Messe-Seite”. Dort ist auch der Podcast über Rettende Schönheit eingebettet (ganz unten). Feldkamps Kritik an seinem Historikerkollegen Hubert Wolf (Wissenschaftlich unredlich) ist den übrigen Notizen über den Umgang mit Pius XII. hinzugefügt. Die Predigt Christliche Jenseitsvertröstung ist auf der Seite über die Kirche vor den Herausforderungen der Zeit eingebettet.


10. September
Alfred Bengsch

Vor 100 Jahren, am 10. September 1921, wurde in Berlin-Schöneberg Alfred Bengsch geboren. 1961 wurde er zum Bischof von Berlin ernannt, 1967 zum Kardinal. Er starb am 13. Dezember 1979.

Als 1968 die Enzyklika Humanae vitae erschien, entwarf er in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Berliner Ordinarienkonferenz eine Stellungnahme, die sich von der Königsteiner Erklärung durch ihre Lehramtstreue unterschied. Was er von der Königsteiner Erklärung hielt und wie weitsichtig er ihre Folgen vorausschaute, geht aus einem Brief hervor, den er an Kardinal Döpfner schrieb: „Ich fürchte, wenn wir uns zu sehr winden und drehen und gegen den Papst ausgespielt werden, dann wird genau das unsere künftige Lehraufgabe sehr erschweren ... Ich habe auch um künftige Entscheidungen der Bischofskonferenz Sorge, wenn die unleugbaren Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Rom die Bischöfe auf einen Weg drängen, dem die öffentliche Meinung Klugheit und Fortschrittlichkeit bescheinigt, der aber doch in der Gefahr ist, das Lehramt an die Fachgremien abzugeben.“

Kardinal Brandmüller schrieb 2020 in der Tagespost: “Weiß man noch, dass Kardinal Döpfner, Vorsitzender der DBK, jenen Brief des Berliner Kardinals Bengsch an die DBK, in dem die Bischöfe der DDR sich zur Enzyklika des Papstes bekannten, einfach unterschlagen hat? Nur so konnte es zu jener ‘Königsteiner Erklärung’ kommen, in welcher die DBK den Gebrauch von Antikonzeptiva dem individuellen Gewissensurteil überließ. Damit war ein Dammbruch geschehen. Johannes Pauls II. wiederholte Aufforderung, die fatale Erklärung zu revidieren, wurde seitens der DBK mit eisigem Schweigen beantwortet.”


9. September
Traditionis custodes

Die Meldungen und Notizen zu Traditionis custodes habe ich jetzt auf einer eigenen Seite versammelt. Dort ist auch meine Predigt zum Thema eingebettet.


9. September
Bill Hayden

Vor drei Jahren, am 9. September 2018, ließ sich im Alter von 85 Jahren der australische Politiker und prominente Atheist Bill Hayden in der katholischen Marienkirche in Ipswich bei Brisbane von Father Peter Dillon taufen und in die katholische Kirche aufnehmen.


8. September
Gebetsaufruf

Die Priesterbruderschaft St. Petrus hat wegen des Motu proprio Traditionis custodes einen Gebetsaufruf gestartet.


8. September
Überlingen

Vor 400 Jahren, am 8. September 1621, wurde vom Konstanzer Weihbischof Johann Jakob Mirgel die Klosterkirche des Überlinger Kapuzinerklosters eingeweiht. Ihr Patrozinium ist das Fest Mariae Opferung. Die Gründung des Klosters geht auf eine Einladung des Rats der katholischen Reichsstadt Überlingen an die Schweizerische Kapuzinerprovinz im Jahr 1613 zurück.


7. September
Irene von Hildebrand

Vor 100 Jahren, am 7. September 1921, starb in München im Alter von 75 Jahren Irene von Hildebrand, geb. Schäuffelen, die Ehefrau des Bildhauers Adolf von Hildebrand und Mutter des Philosophen Dietrich von Hildebrand (1889-1977).


7. September
Anna Eugenia Picco

Vor 100 Jahren, am 7. September 1921 starb in Parma im Alter von 53 Jahren Anna Eugenia Picco PPFF. Mit 20 Jahren riss sie von zu Hause aus und trat in Parma in die von Augustinus Chieppi gegründete Kongregation der Kleinen Töchter von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä ein, wo sie als Erzieherin tätig war. Ihr Motto war “Leiden, Schweigen, Lieben”. 1911 wurde sie zur Generaloberin gewählt. Während des Ersten Weltkriegs verzehrte sie sich im Dienst an den Armen und Notleidenden. Sie wurde am 7. Oktober 2001 seliggesprochen.


7. September
Legio Mariä

Vor 100 Jahren, am 7. September 1921, gründete Frank Duff (1889-1980) in Dublin die Legio Mariä. Ein bekanntes Mitglied war Edel Mary Quinn, deren Seligsprechungsprozess eingeleitet ist.


6. September
Göttliche Freigebigkeit

Nachträglich habe ich noch meine Predigt zum diesjährigen Hochfest von Mariä Himmelfahrt veröffentlicht.

Falls hier nicht die Soundcloudpredigt über Mariä Himmelfahrt erscheint, dann folgen Sie bitte diesem Link.


6. September
Hans Apel

Vor zehn Jahren, am 6. September 2011, starb in Hamburg im Alter von 79 Jahren der evangelische Christ, SPD-Politiker und ehemalige Verteidigungsminister Hans Apel. Er war ein scharfer Kritiker der zunehmenden theologischen Profillosigkeit der evangelischen Volkskirche und warnte vor einem “weichgespülten Christentum”. Die Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in Hamburg unter Maria Jepsen, die zudem die Schirmherrschaft über den Christopher Street Day übernahm, brachte bei Apel das Fass zum Überlaufen: Er trat 1999 aus der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche aus und schloss sich der SELK (Selbständig Evangelisch-Lutherischen Kirche) an.


5. September
Writing with precision

It is simply inconceivable that this document, which affects so many Catholics around the world, was drafted and then reviewed/edited by genuine experts in church history and liturgy. On the contrary, Tc gives the distinct impression that it was composed by only a single individual who (to be perfectly frank) didn’t know what he was writing about, and didn’t bother even to check the internet to make sure he got the historical facts straight—and then failed to seek the comments/input of officials in the appropriate Vatican offices (in this case the Congregation for Divine Worship, as well as the Congregation for the Doctrine of the Faith, particularly its section comprising the former Pontifical Commission Ecclesia Dei). In short, it looks to be the work of someone writing in a hurry, someone who isn’t accustomed to writing with precision. We can only wonder what the history of this document really is.

Aus: Cathy Caridi, J.C.L., (an American canon lawyer), The Enormous Loophole in Traditionis Custodes

Weitere Stimmen zu Traditionis custodes


4. September
Was dürfen wir erwarten?

Zum morgigen 15. Sonntag nach Pfingsten kann ich diese beiden Predigten anbieten:

Wir ernten, was wir säen

Ist Gott geizig?


3. September
Roland Rösler

Vor einem Jahr, am 3. September 2020, starb im Alter von 77 Jahren der Politiker Roland Rösler. Rösler setzte sich mit Engagement für das Lebensrecht Ungeborener ein, war lange Zeit stellvertretender Bundesvorsitzender der Christdemokraten für das Leben (CDL) und gab 2010 zusammen mit Manfred Balkenohl das umfangreiche Handbuch für Lebensschutz und Lebensrecht heraus.


1. September
Unser Opfer

Die hl. Messe ist die heiligste Handlung auf Erden. Meine Predigt vom letzten Sonntag.


1. September
Kurt Hübner

Vor 100 Jahren, am 1. September 1921, wurde in Prag der Philosoph Kurt Hübner geboren. Sein Hauptgebiet war die Wissenschaftstheorie. Auf diesem Portal ist er mit einem Beitrag vertreten. Die Theologie Ratzingers verstand er besser und wusste er besser zu würdigen als mancher modernistische Theologe: “Damit komme ich, wenn auch auf verschiedenem Wege, zu demselben Ergebnis wie der Kardinal Joseph Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI. Er unterscheidet zwei Formen der Vernunft, die dennoch eine unlösliche Einheit bilden. Die eine betrifft das Denken des Subjekts und betätigt sich stets in einem geschichtlichen Zusammenhang; die andere betrifft das Begreifen der ewigen Offenbarung. Aber - so der damalige Kardinal: ‘Die Vernunft wird in ihrer Relativität ohne den absoluten Glauben nicht heil, der Glaube wird ohne die Vernunft in ihren jeweils unvermeidlich historisch bedingten Erscheinungen nicht menschlich.’ Damit hat Ratzinger die eigentliche Tiefe der Aufklärung erfasst, die man nicht erkannte, weil man sich mit einem rudimentären Vernunftbegriff begnügte, nämlich demjenigen, der nur die Bildung von Ontologien betrifft, aber das Vermögen, die Offenbarung zu erlangen, unberücksichtigt lässt.” (Quelle).
Am 8. Februar 2013 starb er in Kiel.


31. August
Gebetssturm

Für den Monat September sind die Mitglieder der Konfraternität St. Petrus aufgerufen, den Rosenkranz in den Anliegen zu beten, die sich aus dem Motu proprio Traditionis custodes und weiterer zu erwartender Entscheidungen ergeben. Auch alle anderen Beter sind herzlich eingeladen, sich diesem Gebetssturm anzuschließen.


30. August
Das Zitat

Lass also keinen Schrecken und keine Furcht dein Herz bemeistern. Glaube an mich und vertraue auf meine Erbarmungen.

Nachfolge Christi, III, 30

Themen

Engel
Englandreise
Entmytholog.
Entweltlichung
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Erlösung
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Felix culpa
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Frau
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Freiheit
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Freiheit u. Gnade
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Freundschaft
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FSSP
FSSP II
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Gebet
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Gehsteigberatung
Geistbraus
geistliches Leben
Gender
Genderideologie
Genderkritik
Gender Mainstr.
Generalkapitel 06
Geschlecht
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Glauben
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Glaubensregel
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